(57) Ober- (5) und Untergewebe (6) sind mit längsgerichteten oder quergerichteten Bindefäden
zusammengewebt. Mit letzteren können die unterschiedlichen Querkontraktionen dieser
Gewebe beherrscht werden, nicht jedoch die durch ständige Lastwechsel beim Durchgang
durch das Walzensystem der Naßpartie in Laufrichtung verursachten, schwingenden Relativbewegungen
zwischen Ober- und Untergewebe, die die Bindefäden durch Reibung zerstören. Das Verbundgewebe soll deshalb so ausgebildet werden, daß es sich zur Aufnahme von
längs- und quergerichteten Verschiebespannungen besonders eignet, indem die Längung
der längsgerichteten Bindefadenteile durch den Schrumpf der quergerichteten Bindefadenteile
nahezu aufgehoben wird, so daß eine wesentliche Verminderung von Relativbewegungen
zwischen Ober- und Untergewebe erreicht wird. Hierzu wird vorgeschlagen, daß wenigstens einige der Bindepunkte (11) wenigstens eines
Teils der Bindefäden im Obergewebe zu den in Bindefadenlängsrichtung jeweils folgenden
Bindepunkten im Untergewebe (12) so angeordnet sind, daß die in Längsrichtung des
Bindefadens abwechselnd im Ober- und Untergewebe aufeinanderfolgenden Bindepunkte
(11,12) in bezug auf das Lot der Siebfläche seitlich versetzt sind, wobei die Projektion
wenigstens eines Teils der Bindefäden auf eine zur Siebfläche parallele Ebene wenigstens
in Teillängen eine Zick-Zack-Linie ist.
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