| (19) |
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(11) |
EP 0 279 899 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.12.1991 Patentblatt 1991/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.09.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B25B 15/04 |
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Schraubwerkzeug
Screwing tool
Outil à visser
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
21.02.1987 DE 3705663
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.08.1988 Patentblatt 1988/35 |
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Patentinhaber: Wera-Werk Hermann Werner GmbH & Co. |
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D-42349 Wuppertal (DE) |
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Erfinder: |
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- Lieser, Karl
D-5600 Wuppertal 1 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rieder, Hans-Joachim, Dr. |
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Rieder & Partner
Anwaltskanzlei
Postfach 11 04 51 42304 Wuppertal 42304 Wuppertal (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-B- 2 244 222
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FR-A- 2 196 221
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schraubwerkzeug gemäß Gattungsbegriff des Hauptanspruches.
[0002] Ein derartiges Schraubwerkzeug ist bekannt aus der DE-OS 33 44 361, wobei das im
Querschnitt dreieckförmig gestaltete Abtriebskernteil in Verbindung mit dem äußeren
Antriebsringteil die keilförmig verlaufenden Klemmräume zur Aufnahme paarig angeordneter,
walzenförmiger Klemmkörper bildet. Zwischen je einem Paar von Klemmkörpern erstreckt
sich eine diese beaufschlagende Druckfeder, welche die Klemmkörper in die keilförmig
verlaufenden Klemmräume drückt. Die Verlagerung der Klemmkörper zwecks Erzielung unterschiedlicher
Mitnahmerichtungen geschieht mittels des zentral gelagerten Schaltgliedes, von welchem
abgewinkelte Mitnehmer ausgehen. Es sind dabei drei solcher Mitnehmer vorgesehen,
die sich jeweils zwischen einem Paar der Klemmkörper erstrecken. Zur freien Drehbarkeit
der Mitnehmer sind die Dreieckekken konzentrisch zum Drehpunkt abgeschnitten, damit
die Mitnehmer dort in die benachbarten Klemmräume fahren können, und zwar abhängig
davon, in welche Richtung die Mitnahme des Abtriebskernteils gewünscht wird. Zur Festellung
des Schaltgliedes in seine Schaltstellungen dient eine im Abtriebskernteil untergebrachte,
mit dem Schaltglied zusammenwirkende Rastkugel. Abgesehen von der herstellungstechnisch
aufwendigen Bauform, bedingt wegen der Vielzahl der Bauteile, liegen ungünstige Reibungsverhältnisse
vor, die bei längerer Handhabung des Schraubwerkzeugs zu vorzeitigen Ermüdungserscheinungen
führen.
[0003] Aus der FR-A 2 196 221 ist ein Schraubwerkzeug mit einem mehrkantigen, z. B. vierkantigen
Abtriebskernteil bekannt, dessen Klemmkörper in Schlitzen eines Halterungskorbs gehalten
sind, der entsprechend der gewünschten Mitnahme-Drehrichtung verstellt wird.
[0004] Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schraubwerkzeug der
in Rede stehenden Art in seinem Aufbau zu vereinfachen und so auszugestalten, daß
zwecks Erzielung optimaler Arbeitsverhältnisse die Reibung minimiert ist.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0006] Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen des Gegenstandes des Anspruchs
1.
[0007] Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein gattungsgemäßes Schraubwerkzeug von erhöhtem
Gebrauchswert geschaffen. Der Aufbau des Schraubwerkzeugs ist vereinfacht wegen der
verringerten Anzahl an Bauteilen. Wie gefunden wurde, genügen Klemmkörper in einer
der Anzahl der Klemmräume entsprechenden Anzahl, um die angestrebte Wirkung zu erreichen.
[0008] Die Klemmkörper werden ausschließlich von der Drehbewegung des Antriebsringteils
in ihre Klemmstellung mitgeschleppt. Wird eine Mitnahme in einer Richtung und ein
Freilauf in der anderen Richtung gewünscht, so ist das Schaltglied in die entsprechende
Position zu drehen , wobei die Mitnehmer den Zugang zu je einem Klemmzwickel des Klemmraumes
versperren. Bei einer Drehmitnahme greifen nun die Klemmkörper in die entsprechenden
Klemmzwikkel ein. Eine Drehung des Antriebsringteils in Freilaufrichtung führt dann
zu einem Herausrollen der Klemmkörper aus diesen Klemmzwickeln. Wie gefunden wurde,
bringt diese lose Einlagerung der Klemmkörper eine Reibungsverringerung von ca. 20
% gegenüber herkömmlichen Bauformen, so daß vorzeitigen Ermüdungserscheinungen bei
längerem Arbeiten mit dem Schraubwerkzeug entgegengewirkt wird. Letzteres ist insbesondere
dann wichtig, wenn das Schraubwerkzeug als Schraubendreher gestaltet ist. Je nach
Drehrichtung des Schaltgliedes taucht die Rastkugel in die entsprechende Rastvertiefung
ein und wird durch die sie beaufschlagende Druckfeder in die Zentrierstellung gebracht.
Auf diese Weise kann das Schaltglied einen größeren Weg zurücklegen. Auch läßt es
diese Ausgestaltung zu, daß bei Verlagerung des Antriebsringteils in Freilaufrichtung
noch eine geringe Ausweichbewegung der Mitnehmer erreichbar ist, ohne daß das Schaltglied
aus seiner Schaltstellung tritt. Die Dreiecksseiten des Abtriebskernteils ballig auszubilden,
führt zu einem kontinuierlichen Einsteuern der Klemmkörper in die jeweiligen Klemmzwickel
der Klemmräume. Auf diese Weise wird ein Überlastschutz erreicht, was zu einer Verlängerung
der Haltbarkeit des Schraubwerkzeugs führt. Um die ballligen Dreieckseiten frei von
Einschnitten zu gestalten, trägt das Abtriebskernteil auf Höhe einer seiner Winkelhalbierenden
in einer Sackbohrung die abgefederte Rastkugel. Die entsprechenden mit ihr zusammenwirkenden
Rastvertiefungen befinden sich an der Innenwand des topfförmig gestalteten Schaltgliedes.
Auf diese Weise lassen sich günstigst definierte Schaltstellungen erreichen, so daß
die als axial vorstehende Finger ausgebildeten Mitnehmer des Schaltgliedes bestimmungsgemäß
in die entsprchende Stellung treten. Zu einer stabilen Lagerung des Schaltgliedes
trägt bei, daß das Abtriebskernteil quer zu den Winkelhalbierenden stehende, konzentrisch
verlaufende Führungsflächen ausbildet, die an der Topfinnenwand des Schaltgliedes
anliegen. Die Lagerlänge des Schaltgliedes wird noch durch den zentralen Führungsbund
des Abtriebskernteils vergrößert, der in die Bohrung des Topfbodens des Schaltgliedes
eintritt. Eine reibungsarme und dennoch stabile Lagerung erhält das Abtriebskernteil
durch ihre mit Lagerrippen ausgestattete Führungshülse, die in dem Schraubendrehergriff-Innenkörper
drehbar angeordnet ist. Dieser Innenkörper ist Bestandteil des Antriebsringteils,
was zu einer weiteren Einsparung von Bauteilen führt. Im übrigen sind die Rippen an
den Endbereichen der Führungshülse vorgesehen, so daß auch hohen .Verkantungskräften
sicher entgegengewirkt wird. Eine stabile Einlagerung erhalten die walzenförmigen
Klemmkörper dadurch, daß sie mit einem Teil ihrer Stirnfläche auf Bodenflächen aufliegen,
die im Bereich der Klemmräume von Überständen des Abtriebskernteils gebildet sind.
Es bietet sich an, die balligen Dreieckseiten beim Mehrkantdrehen mittels eines Einzahnschlagmessers
zu erzeugen. Dies führt auch dazu, daß die Außenkanten der Bodenflächen und der Führungsflächen
sich zu einem Kreis ergänzen können verbunden mit fertigungstechnischen Vorteilen.
Eine optimale Steuerung der Klemmkörper wird durch die bis zu den Bodenflächen reichenden
Mitnehmer des Schaltgliedes erzielt. Dadurch entspricht die Achslänge der Klemmkörper
derjenigen der Mitnehmer. Die Lagensicherung der Klemmkörper in der anderen Richtung
wird durch die die anderen Stirnflächen der walzenförmigen Klemmkörper übergreifende
Topfrandfläche des Schaltgliedes erzielt. Deren Rastvertiefungen können so gestaltet
sein, daß eine mittlere formschlüssig dem Kugeleintrittsquerschnitt entspricht, während
die in Drehrichtung vergrößerten Rastvertiefungen mit konkavem Boden versehen sein
können.
[0009] Befinden sich das Schaltglied und damit die Mitnehmer in einer neutralen Mittelstellung,
so erfolgt eine Mitnahme des Abtriebskernteils bei Drehung des Antriebsringteils in
jeder Richtung.
[0010] Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Fig.. 1 - 5 erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 In vergrößerter Darstellung einen Längsschnitt durch das einem Schraubendrehergriff
zugeordnete Schraubwerkzeug gemäß der ersten Ausführungsform, wobei das Schaltglied
sich in der Mittelstellung befindet,
Fig. 2 den Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 den Schnitt nach der Linie lll-lll in Fig. 1,
Fig. 4 einen der Fig. 2 entsprechenden Schnitt, wobei das Schaltglied zwecks Änderung
der Mitnahmerichtung in eine andere Schaltstellung verlagert ist, und
Fig. 5 einen der Fig. 3 ähnlichen Schnitt, jedoch bei verlagertem Schaltring.
[0011] Das als Schraubendreher gestaltete Schraubwerkzeug gemäß der ersten, in den Fig.
1 - 5 aufgezeigten Ausführungsform besitzt einen Schraubendrehergriff 1, welcher mit
einem axial angeordneten Innenkörper 2 ausgestattet ist. Letzterer sitzt drehfest
in dem Schraubendrehergriff 1 und formt an seinem unteren Ende ein querschnittsgrößeres
Antriebsringteil 3, siehe Fig. 1. Vom freien Stirnende des Antriebsringteils 3 sind
drei stufenförmig abgesetzte Bohrungsabschnitte 4, 5 und 6 eingearbeitet derart, daß
die Bohrungsabschnitte 4, 5 auf Höhe des Antriebsringteils 3 liegen. Der sich im Innenkörper
2 erstreckende querschnittskleinere Bohrungsabschnitt 6 nimmt drehbar eine mit umlaufenden
Lagerrippen 7', 7" ausgestattete Lagerhülse 7 auf, welch letztere materialeinheitlich
von einem innerhalb des Antriebsringteils 3 angeordneten Abtriebskernteil 8 ausgeht.
Das im Querschnitt dreieckförmig gestaltete Abtriebskernteil 8 besitzt ballig gestaltete
Dreieckseiten 9. Deren Krümmungsgrad ist geringer als derjenige der Wandung des Bohrungsabschnittes
5. Das Abtriebskernteil 8 bildet quer zu den Winkelhalbierenden stehende, konzentrisch
zu dem Bohrungsabschnitt 5 verlaufende Führungsflächen 9' aus, welche die Dreieckseiten
9 miteinander verbinden. Erzeugt sind die balligen Dreieckseiten 9 durch Mehrkantdrehungen,
wodurch sich am Boden des Bohrungsabschnittes 5 abstützende Überstände 10 gebildet
werden. Deren Außenkanten 10' und die Führungsflächen 9' ergänzen sich zu einem Kreis,
vergleiche insbesondere Fig. 2 und 4.
[0012] Jenseits des freien Stirnendes des Antriebsringteils 3 setzt sich das Abtriebskernteil
8 in einen stufenförmig abgesetzten Führungsbund 11 fort. An diesen schließt sich
ein ebenfalls stufenförmig abgesetzter Fortsatz 11' an. Letzterer dient zur Aufnahme
einer strichpunktiert veranschaulichten Klemmfeder 12 zur reibungsschlüssigen Halterung
eines im Querschnitt sechskantförmigen Schraubendreher-Einsatzteiles. Zur Aufnahme
eines solchen ist in dem Abtriebskernteil 8 jenseits der Klemmfeder 12 eine Sechskantöffnung
13 vorgesehen, an die sich eine querschnittsgrößere, die Lagerhülse 7 durchsetzende
Bohrung 13' anschließt.
[0013] Der Führungsbund 11 des Abtriebskernteils 8 durchsetzt eine Bohrung 14 des Topfbodens
15' eines topfförmig gestalteten Schaltgliedes 15. Deren Topfrandfläche 15" erstreckt
sich vor der Übergangsstufe zwischen den Bohrungsabschnitten 4 und 5 und bildet dort
einen auswärtsgerichteten Kragen 15"'. Vor diesen legt sich ein in eine Innennut 4'
des Bohrungsabschnittes 4 eintretender Federring 16 und hält das Schaltglied 15 und
damit auch das Abtriebskernteil 8 in seiner axial unverschieblichen Lage in bezug
auf das Antriebsringteil 3.
[0014] Die Führungsflächen 9' plus Abtriebskernteil 8 liegen an der Topfinnenwand 15"" an
und vergrößern somit die Lagerlänge des Schaltglieds 15. Von der Topfrandfläche 15"
gehen drei in gleicher Winkelverteilung angeordnete Mitnehmer 17 aus. Diesselben sind
als axial vorstehende Finger gestaltet und materialeinheitlich dem Schaltglied 15
angeformt. Es bietet sich an, das Schaltglied 15 einschließlich der Mitnehmer 17 aus
Kunststoff zu fertigen. Auf Höhe eines Mitnehmers ist das Schaltglied 15 mit sich
in Achsrichtung erstreckenden nutenartigen Rastvertiefungen 18, 19 ud 19' ausgestattet,
die mit einer Rastkugel 20 des Abtriebskernteils 8 zusammenwirken. Zu diesem Zweck
besitzt das Abtriebskernteil 8 auf einer seiner Winkelhalbierenden eine Sackbohrung
21 zur Aufnahme der Rastkugel 20 und einer diese in Auswärtsrichtung beaufschlagenden
Druckfeder 22. Gemäß Fig. 1 - 3 greift die Rastkugel 20 mit ihrem vorstehenden Bereich
formschlüssig in die mittlere Rastvertiefung 18 ein, so daß in dieser Stellung sämtliche
Mitnehmer 17 den Führungsflächen 9' des im Querschnitt dreieckförmigen Abtriebskernteils
8 gegenüberliegen. Die beiden der mittleren Rastvertiefung 18 unmittelbar benachbarten
Rastvertiefungen 19, 19' sind in Drehrichtung vergrößert und mit konkavem Boden gestaltet.
[0015] Die Innenflächen 17' der Mitnehmer 17 fluchten mit der Topfinnenwand 15"", während
die Außenflächen 17" von der Wandung des Bohrungsabschnittes 5 des Antriebsringteils
3 geführt werden. Im übrigen reichen die Mitnehmer 17 bis zu den Überständen 10 des
Abtriebskernteils 8, vergl. Fig. 1.
[0016] Zwischen den Dreieckseiten 9 des Abtriebskernteils 8 und der Wandung des Bohrungsabschnittes
5 werden Klemmräume 23 gebildet. Jeder dieser Klemmräume 23 formt in seinen in Umfangsrichtung
liegenden Endbereichen Klemmzwikkel 23' aus. In je einem Klemmraum 23 liegt lose ein
walzenförmig gestalteter Klemmkörper 24 ein. In der mittleren Schaltstellung des Schaltgliedes
15 erstrecken sich die Klemmkörper 24 etwa auf Höhe des Scheitels der balligen Dreieckseiten
9, vergl. Fig. 2 und 3.
[0017] Die walzenförmigen Klemmkörper 24 liegen mit einem Teil ihrer einen Stirnfläche 25
vor den Bodenflächen 10" der Überstände 10 und werden demgemäß in einer Richtung von
diesen lagengesichert. Die Lagensicherung in der anderen Richtung erhalten die Klemmkörper
24 durch die ihre andere Stirnfläche 26 überfangende Topfrandfläche 15" des Schaltgliedes
15. Da die Mitnehmer 17 bis zu den Bodenflächen 10" der Überstände 10 reichen bzw.
diese noch geringfügig überragen, liegen langbemessene radiale Steuerflächen 17"'
an den Mitnehmern 17 vor.
[0018] Es ergibt sich folgende Wirkungsweise: Befindet sich das Schaltglied 15 in der mittleren
Schaltstellung, vergl. Fig. 1 - 3, so wird beim Drehen des Schraubendrehergriffes
1 über das Antriebsringteil 3 eine Mitnahme des Abtriebskernteils 8 in jeder Richtung
erreicht, bedingt durch eine Mitnahme der Klemmkörper 24 in die entsprechenden Klemmzwickel
23'. Ein Freilauf tritt dann nicht auf.
[0019] Soll dagegen das Abtriebskernteil 8 gemäß Fig. 4 und 5 in Pfeilrichtung y mitgenommen
werden, so ist das Schaltglied 15 so zu verdrehen, daß die Rastkugel 20 in die Rastvertiefung
19 eingreift. Die von dem Schaltglied 15 ausgehenden Mitnehmer 17 verdrängen dadurch
die Klemmkörper 24 um ein gewisses Maß aus ihrer Mittelstellung in Richtung der entsprechenden
Klemmzwickel 23' der Klemmräume 23. Wird nun das Antriebsringteil 3 bzw. der Schraubendrehergriff
1 in Pfeilrichtung y gedreht, so führt dieses infolge Reibung Zu einem Mitschleppen
der Klemmkörper in die Klemmstellung, so daß dadurch die Drehmitnahme des Abtriebskernteils
8 ebenfalls in Pfeilrichtung y erfolgt. Bei entgegengesetzter Drehrichtung erfolgt
ein Mitschleppen der Klemmkörper 24 aus den entsprechenden Zwickeln 23' heraus, was
dem Freilauf entspricht. Ggf. können von den Klemmkörpern 24 die Mitnehmer 17 und
damit das Schaltglied 15 geringfügig verdreht werden. Dennoch verbleibt die Rastkugel
20 in ihrer Rastvertiefung 19.
[0020] Hat eine Mitnahme des Abtriebskernteils 8 in der anderen Drehrichtung zu erfolgen,
ist das Schaltglied 15 so zu verdrehen, daß dann die Rastkugel 20 in die Rastvertiefung
19' eintaucht.
1. Schraubwerkzeug mit richtungsumschaltbarem Gesperre mit Klemmkörpern (24) in keilförmig
verlaufenden Klemmräumen zwischen einem äußeren Antriebsringteil (3) und einem inneren,
im Querschnitt etwa dreieckförmigen Abtriebskernteil (8), welche Klemmkörper (24)
durch ein drehbares, in seinen Schaltstellungen verrastendes Schaltglied (15) in Freigabestellung
zu den Keilwänden des zugehörigen Klemmraumes verlagerbar sind durch an den Klemmkörpern
angreifende Mitnehmer, welche in einer einen Freilauf in einer Drehrichtung ermöglichenden
Schaltstellung des Schaltglieds den Übertritt der Klemmkörper (24) in jeweils eine
ihrer beiden Klemmstellungen blockieren, wobei zur Verrastung des Schaltglieds (15)
in seiner jeweiligen, einen Freilauf in einer Drehrichtung ermöglichenden Schaltstellung
eine federvorgespannte (22) Rastkugel (20) eine zugeordnete Rastvertiefung (18, 19,
19') eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Klemmkörper (24) in je einem Klemmraum
lose einliegt und von der Drehbewegung des Antriebsringteils (3) in seine Klemmstellung
verlagerbar ist, und daß die größte Breite der den einen Freilauf in einer Drehrichtung
ermöglichenden Schaltstellungen zugeordneten Rastvertiefungen (19, 19') in Drehrichtung
größer ist als der Durchmesser der Rastkugel (20).
2. Schraubwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dreieckseiten
(9) des Abtriebskernteils (8) ballig gestaltet sind mit einem geringeren Krümmungsgrad
als derjenige des Antriebsringteils (3).
3. Schraubwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Abtriebskernteil (8) auf einer seiner Winkelhalbierenden in
einer Sackbohrung (21) die Rastkugel (20) trägt und die Rastvertiefungen (19, 19')
an der Innenwand (15") eines topfförmig gestalteten, die Mitnehmer (17) als axial
vorstehende Finger aufweisenden Schaltgliedes (15) ausgebildet sind.
4. Schraubwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtriebskernteil
(8) quer zu den Winkelhalbierenden stehende, konzentrisch verlaufende Führungsflächen
(9) ausbildet, die an der Topfinnenwand (15") anliegen.
5. Schraubwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Abtriebskernteil (8) einen zentralen Führungsbund (11) besitzt,
der in eine Bohrung (14) des Topfbodens (15') des Schaltgliedes (15) tritt.
6. Schraubwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtriebskernteil
(8) an der dem Führungsbund (11) gegenüberliegenden Seite eine in einen Schraubendrehergriff-
Innenkörper (2) vorstehende Führungshülse (7) besitzt, deren Mantelfläche mit Lagerrippen
(7, 7') ausgestattet ist.
7. Schraubwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Klemmkörper (24) als Walzen gestaltet sind und nur mit einem
Teil ihrer Stirnfläche (25) auf Bodenflächen (10') aufliegen, die im Bereich der Klemmräume
(23) von Überständen (10) des Abtriebskernteils (8) gebildet sind.
8. Schraubwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Außenkanten (10) der Bodenfläche (10') und der Führungsfläche
(9) sich zu einem Kreis ergänzen.
9. Schraubwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (17) bis zu den Bodenflächen (10') reichen und die
Achslänge der Klemmkörper (24) derjenigen der Mitnehmer (17) entspricht derart, daß
die andere Stirnfläche (26) der walzenförmigen Klemmkörper (34) überfangen ist von
der Topfrandfläche (15') des Schaltgliedes (15).
10. Schraubwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß drei Rastvertiefungen (18, 19, 19') für drei Schaltstellungen
derart gestaltet und angeordnet sind, daß die einer mittleren, in beiden Drehrichtungen
wirkenden Schaltstellung entsprechende Rastvertiefung (18) formschlüssig dem Kugeleintrittsquerschnitt
entspricht und die beiden unmittelbar benachbarten Rastvertiefungen (19, 19') mit
konkavem Boden gestaltet sind.
1. Screwing tool with reversible-direction ratchet mechanism with clamping bodies
(24) in wedge-shaped clamping chambers between an outer driving ring portion (3) and
an inner driven core portion (8) of approximately triangular cross-section, which
clamping bodies (24) are displaceable by a rotatable switching member (15) which latches
in its switching positions, into a released position relative to the wedge walls of
the associated clamping chamber, by drivers which engage the clamping bodies and which,
in a switching position of the switching member allowing free running in one direction
of rotation, prevent the clamping bodies (24) from changing to one of their two clamping
positions, wherein a spring-biased (22) latching ball (20) engages in an associated
latching recess (18, 19, 19' ) for latching the switching member (15) in its respective
switching position allowing free running in one direction of rotation, characterised
in that one clamping body (24) lies loosely in each clamping chamber and is displaceable
into its clamping position by the rotary movement of the driving ring portion (3),
and that the maximum width of the latching recesses (19, 19') associated with the
switching positions which allow free running in one direction of rotation is greater
in the direction of rotation than the diameter of the latching ball (20).
2. Screwing tool according to claim 1, characterised in that the triangle sides (9)
of the driven core portion (8) are curved with a smaller degree of curvature than
that of the driving ring portion (3).
3. Screwing tool according to one or more of the preceding claims, characterised in
that the driven core portion (8) carries the latching ball (20) on one of its bisecting
lines in a blind bore (21) and the latching recesses (19, 19') are formed in the inner
wall (15") of a cup-shaped switching member (15) comprising the drivers (17) as axially
projecting fingers.
4. Screwing tool according to claim 3, characterised in that the driven core portion
(8) forms concentric guide surfaces (9) which are transverse to the bisecting lines
and which abut against the inner wall (15") of the cup.
5. Screwing tool according to one or more of the preceding claims, characterised in
that the driven core portion (8) has a central guide shoulder (11) which passes into
a bore (14) in the bottom (15') of the cup-shaped switching member (15).
6. Screwing tool according to claim 5, characterised in that the driven core portion
(8) has, on the side opposite the guide shoulder (11), a a guide bush (7) which projects
into the inner body (2) of a screwdriver handle and the peripheral surface of which
is provided with bearing ribs (7, 7').
7. Screwing tool according to one or more of the preceding claims, characterised in
that the clamping bodies (24) are designed as rollers and rest by only a portion of
their end face (25) on bottom faces (10') which are formed in the region of the clamping
chambers (23) by projections (10) of the driven core portion (8).
8. Screwing tool according to one or more of the preceding claims, characterised in
that the outer edges (10) of the bottom face (10') and of the guide surface (9) complement
each other to form a circle.
9. Screwing tool according to one or more of the preceding claims, characterised in
that the drivers (17) extend as far as the bottom faces (10') and the axial length
of the clamping bodies (24) corresponds to that of the drivers (17) such that the
other end face (26) of the roller- like clamping bodies (24) is covered by the edge
surface (15') of the cup-shaped switching member (15).
10. Screwing tool according to one or more of the preceding claims, characterised
in that three latching recesses (18, 19, 19') for three switching positions are shaped
and arranged in such a way that the latching recess (18) corresponding to a central
switching position, which works in both directions of rotation, corresponds to the
ball entry cross-section in form-locking relationship and the two immediately adjacent
latching recesses (19, 19') are designed with a concave bottom.
1. Outil de manoeuvre de vis et écrous, avec un dispositif d'encliquetage à sens de
commutation inversible, avec des corps de serrage (24), situés dans des espaces de
serrage, qui ont une forme de coin, entre une partie de bague d'entraînement extérieure
(3) et une partie entraînée de noyau intérieure (8), à section transversale à peu
près triangulaire, les corps de serrage (24) étant susceptibles d'être déplacés en
position de libération par rapport aux parois de coin de l'espace de serrage correspondant,
grâce à organe (15) de commutation rotatif, produisant un enclenchement lorsqu'il
est dans ses positions de commutation, le déplacement s'effectuant grâce à des organes
d'entraînement, agissant sur les corps de serrage, qui, lorsqu'ils sont dans une position
de commutation, permettant une libération dans un sens de rotation, de l'organe de
commutation, bloquent chaque fois le passage des corps de serrage (24) dans l'une
de ses deux positions de serrage, une bille d'encliquetage (20), soumise à la précontrainte
d'un ressort, s'engageant dans une cavité d'encliquetage (18, 18, 18') associée, en
vue de l'enclenchement de l'organe (15) de commutation dans la position de manoeuvre
respective, qui permet une libération dans un sens de rotation, caractérisé en ce
que chacun des corps de serrage (24) s'introduit avec du jeu dans un espace de serrage
et est déplaçable à sa position de serrage par le mouvement de rotation de la partie
de bague d'entraînement (3), et que la plus grande largeur des cavités d'encliquetage
(19, 19'), associées aux positions de commutation qui permettent une course libre
dans un sens de rotation, sont plus grandes, dans le sens de la rotation, que le diamètre
de la bille d'encliquetage (20).
2. Outil de manoeuvre de vis et écrous selon la revendication 1, caractérisé en ce
que les côtés (9) du triangle de la partie de noyau entraînée (8) sont bombés et présentent
un degré de courbure moindre que celui de la partie de bague d'entraînement (3).
3. Outil de manoeuvre de vis et écrous selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la partie de noyau entraînée (8) porte sur l'une de ses bissectrices,
dans un trou borgne (21), les billes d'encliquetage (20), et les cavités d'encliquetage
(19, 19') étant réalisées sur la paroi intérieure (15") d'un organe de commutation
(15) en forme de cloche, présentant les organes d'entraînement (17) sous forme de
doigts faisant saillie axialement.
4. Outil de manoeuvre de vis et écrous selon la revendication 3, caractérisé en ce
que la partie de noyau entraîné (8) présente des surfaces de guidage (9), réalisées
transversalement aux bissectrices, s'étendant concentriquement, qui prennent appui
sur la paroi intérieure de cloche (15").
5. Outil de manoeuvre de vis et écrous selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la partie de noyau entraîné (8) comporte une collerette centrale
de guidage (11), passant dans un alésage (14) du fond de cloche (15') de l'organe
de commutation (15).
6. Outil de manoeuvre de vis et écrous selon la revendication 5, caractérisé en ce
que, sur la face opposée à la collerette de guidage (11), la partie de noyau entraîné
(8) comporte une douille centrale de guidage (7), faisant saillie dans un corps intérieur
de prise de tournevis (2), dont la surface d'enveloppe est équipée de nervures de
portée (7, 7').
7. Outil de manoeuvre de vis et écrous selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les corps de serrage (24) sont réalisés sous forme de rouleaux
et viennent en appui partiel, seulement par leur surface frontale (25), sur des surfaces
de fond (10') forées dans la zone des espaces de serrage (23) des extrémités (10)
de la partie de noyau entraînée (8).
8. Outil de manoeuvre de vis et écrous selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les arêtes extérieures (10) de la surface de fond (10') et la
surface de guidage (9) se complètent en formant un cercle.
9. Outil de manoeuvre de vis et écrous selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les organes d'entraînement (17) atteignent les surfaces de fond
(10') et la longueur axiale des corps de serrage (24) correspond à celle des organes
d'entraînement (17), de façon que l'autre surface frontale (26) des corps de serrage
(24) en forme de rouleau soit captée par la surface de bordure de cloche (15') de
l'organe de commutation (15).
10. Outil de manoeuvre de vis et écrous selon une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé en ce que trois cavités d'encliquetage (18, 19, 19') sont
formées et disposées pour trois positions de commutation, que la cavité d'encliquetage
(18) qui correspond à une position centrale de manoeuvre, agissant dans les deux sens
de rotation, correspond par ajustement de sa forme à la section transversale d'entrée
de bille et les deux cavités d'encliquetage (19, 19') directement voisines étant formées
avec un fond concave.