(19)
(11) EP 0 280 079 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.08.1988  Patentblatt  1988/35

(21) Anmeldenummer: 88101516.8

(22) Anmeldetag:  03.02.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4F27B 9/30, F27B 9/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 24.02.1987 DE 3705822

(71) Anmelder: ITALIMPIANTI Società Italiana Impianti p.a.
I-16121 Genova (IT)

(72) Erfinder:
  • Springer, Helmut
    D-4000 Duesseldorf 30 (DE)
  • Schwab, Dieter
    D-4000 Duesseldorf (DE)
  • Funghini, Augusto
    D-5650 Solingen (DE)

(74) Vertreter: König, Reimar, Dr.-Ing. et al
Patentanwälte Dr.-Ing. Reimar König Dipl.-Ing. Klaus Bergen Wilhelm-Tell-Strasse 14 Postfach 260254
40095 Düsseldorf
40095 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Hubbalkenofen


    (57) Hubbalkenofen (1) mit einem Herd aus Festbalken (4) und auf durch Schlitze (9) im Ofenboden (6) geführten Stützen (7) angeordneten Hubbalken (8), bei dem, um Wärmeverluste und ein unerwünschtes Aufheizen der Stützen (7) im Bereich der Bodenschlitze (9) zu vermeiden, mit den Stützen (7) wenigstens in Vorschubrichtung bewegliche Abdeckungen (12) für die Bodenschlitze (9) angeordnet sind.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Hubbalkenofen mit einem Herd aus Festbalken und auf durch Schlitze im Ofenboden geführ­ten Stützen angeordneten Hubbalken.

    [0002] Ein derartiger Hubbalkenofen ist in der DE-OS 34 40 126 beschrieben. Bei diesem Hubbalkenofen müssen die Boden­schlitze groß genug sein, um eine freie Beweglichkeit der Hubbalkenstützen in Vorschubrichtung zu gewährleisten, ohne daß infolge der unvermeidlichen Herstellungstoleranzen und Wärmedehnungen ein Klemmen auftritt.

    [0003] Für einen Vorschub und einen Hub von z.B. jeweils etwa 300 mm und einen Stützendurchmesser von etwa 200 mm beträgt daher die Länge der Bodenöffnung 600 mm und die Breite etwa 300 mm. Es ergibt sich somit außerhalb des Stützenbereiches ein Freiraum von etwa 400 mm in der Länge und 300 mm in der Breite. Da im Hubbalkenofen eine große Zahl solcher Boden­öffnungen vorhanden ist, treten erhebliche Strahlungsver­luste auf, was einen erheblichen Wärmeverlust zur Folge hat.

    [0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Hubbal­kenofen der eingangs erwähnten Art so zu verbessern, daß sich die Wärmeverluste weitgehend vermindern.

    [0005] Diese Aufgabe wird bei einem Hubbalkenofen der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß durch mit den Stützen wenig­stens in Vorschubrichtung bewegliche Abdeckungen für die Bodenschlitze gelöst.

    [0006] Vorzugsweise sind die Abdeckungen an den Stutzen befestigt und bewegen sich daher mit den Stützen nicht nur in Vor­schubrichtung, sondern auch in Hubrichtung.

    [0007] Vorteilhafterweise besteht jede Abdeckung aus einem läng­lichen Stahlschuh und einer diesen umhüllenden, die Boden­schlitze überdeckenden Isolierung aus feuerfestem Material. Der Stahlschuh kann dabei aus zwei, eine Stütze jeweils halb umgreifende, mit radialen Rippen verstärkte und mit der Stütze verschweißte Stahlplatten bestehen.

    [0008] Die Abdeckungen weisen in der Ruhestellung der Hubbalken einen geringen Abstand zum Ofenboden auf, so das in dieser Stellung nur wenig Strahlung austreten kann. Die Strahlungs­verluste während der Hub- und Vorschubbewegung der Hubbal­ken sind gering, da der Transport durch die Hubbalken inner­halb weniger Sekunden geschieht, worauf eine Transportpause von einigen Minuten folgt, während der das Glühgut auf den Festbalken ruht und sich die Hubbalken in ihrer unteren Stellung befinden, so daß die Bodenschlitze durch die Ab­deckungen im wesentlichen abgedeckt sind.

    [0009] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeich­nung dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren erläu­tert. In der Zeichnung zeigen:

    Fig. 1: eine perspektivische Darstellung des Ausschnitts eines Hubbalkenofens,

    Fig. 2: eine teilweise Schnittansicht gemäß der Linie II-II in Fig. 1,

    Fig. 3: eine teilweise Schnittansicht entlang der Linie III-III in Fig. 1,

    Fig. 4: eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Stahl­schuh,

    Fig. 5: einen Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. 4 und

    Fig. 6: eine Seitenansicht des Stahlschuhs der Fig. 4.



    [0010] Ein Hubbalkenofen 1 besteht im wesentlichen aus einem feu­erfesten Gehäuse 2 mit Decken- und Seitenbrennern 3. Fest­balken 4 ruhen mit Stützen 5 auf dem Ofenboden 6, während Stützen 7 für Hubbalken 8 durch Schlitze im Ofenboden 6 ragen und auf einem gemeinsamen Verfahrrahmen 10 angeordnet sind. Der mit Zylindern angetriebene Verfahrrahmen 10 fährt mit Rollen auf ebenen Schienen, die auf einem mit Hubzylin­dern angetriebenen und mit Rollen auf geneigten Schienen gleitenden Hubrahmen angeordnet sind, woraus sich eine schräge Hub- und eine Horizontalbewegung der Hubbalken 8 ergibt.

    [0011] An der rohrförmigen Stützen 7 für die Hubbalken 8 sind im Bereich der Bodenschlitze 9 längliche Abdeckungen ange­ordnet, die aus an den Stützen 7 befestigten Stahlschuhen 12 und diese umhüllende Isolierungen aus feuerfestem Mate­rial bestehen. Diese Isolierungen sind im einzelnen nicht dargestellt.

    [0012] Die Stahlschuhe 12 bestehen aus zwei Hälften 14, 15, die jeweils eine halbkreisförmige Ausnehmung aufweisen, die zu­ sammen eine Bohrung 13 für die Stütze 7 ergeben. Unter die Stahlschuhhälften 14, 15 sind radiale Verstärkungsrippen 16 geschweißt. Auf der Oberfläche der Stahlschuhe 12 befinden sich Nasen 18, die mit entsprechenden Vertiefungen in der Isolierung zusammenwirken und diese auf dem Stahlschuh 12 positionieren.

    [0013] Auf jedem Isolierelement kann ein stählerner Zwischenring liegen, der ebenfalls Positioniernasen auf beiden Seiten aufweist. Diese Positioniernasen halten um die Stützen 7 herum angeordnete Isolierringe aus feuerfestem Material, wenn die Isolierringe selber keine derartigen Positionierna­sen aufweisen.

    [0014] Die Stahlschuhe 12 lassen sich sowohl in geschweißter Aus­führung - wie dargestellt - als auch in Stahlgußausführung herstellen.


    Ansprüche

    1. Hubbalkenofen mit einem Herd aus Festbalken und auf durch Schlitze im Ofenboden geführten Stützen angeord­neten Hubbalken, gekennzeichnet durch mit den Stützen (7) mindestens in Vorschubrichtung bewegliche Abdeckun­gen (12) für die Bodenschlitze (9).
     
    2. Hubbalkenofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckungen (12) an den Stützen (7) angeordnet sind.
     
    3. Hubbalkenofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Abdeckung aus einem länglichen Stahlschuh (12) und einer diesen umhüllenden und die Bodenschlit­ze (9) überdeckenden Isolierung aus feuerfestem Materi­al besteht.
     
    4. Hubbalkenofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahlschuh (12) aus zwei, eine Stütze (7) je­weils halb umgreifende, mit radialen Rippen (16) ver­stärkte, an der Stütze (7) befestigte Stahlplatten (14, 15) besteht.
     




    Zeichnung






















    Recherchenbericht