[0001] Die Erfindung betrifft einen Hubbalkenofen mit einem Herd aus Festbalken und auf
durch Schlitze im Ofenboden geführten Stützen angeordneten Hubbalken.
[0002] Ein derartiger Hubbalkenofen ist in der DE-OS 34 40 126 beschrieben. Bei diesem Hubbalkenofen
müssen die Bodenschlitze groß genug sein, um eine freie Beweglichkeit der Hubbalkenstützen
in Vorschubrichtung zu gewährleisten, ohne daß infolge der unvermeidlichen Herstellungstoleranzen
und Wärmedehnungen ein Klemmen auftritt.
[0003] Für einen Vorschub und einen Hub von z.B. jeweils etwa 300 mm und einen Stützendurchmesser
von etwa 200 mm beträgt daher die Länge der Bodenöffnung 600 mm und die Breite etwa
300 mm. Es ergibt sich somit außerhalb des Stützenbereiches ein Freiraum von etwa
400 mm in der Länge und 300 mm in der Breite. Da im Hubbalkenofen eine große Zahl
solcher Bodenöffnungen vorhanden ist, treten erhebliche Strahlungsverluste auf,
was einen erheblichen Wärmeverlust zur Folge hat.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Hubbalkenofen der eingangs erwähnten
Art so zu verbessern, daß sich die Wärmeverluste weitgehend vermindern.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Hubbalkenofen der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß
durch mit den Stützen wenigstens in Vorschubrichtung bewegliche Abdeckungen für die
Bodenschlitze gelöst.
[0006] Vorzugsweise sind die Abdeckungen an den Stutzen befestigt und bewegen sich daher
mit den Stützen nicht nur in Vorschubrichtung, sondern auch in Hubrichtung.
[0007] Vorteilhafterweise besteht jede Abdeckung aus einem länglichen Stahlschuh und einer
diesen umhüllenden, die Bodenschlitze überdeckenden Isolierung aus feuerfestem Material.
Der Stahlschuh kann dabei aus zwei, eine Stütze jeweils halb umgreifende, mit radialen
Rippen verstärkte und mit der Stütze verschweißte Stahlplatten bestehen.
[0008] Die Abdeckungen weisen in der Ruhestellung der Hubbalken einen geringen Abstand zum
Ofenboden auf, so das in dieser Stellung nur wenig Strahlung austreten kann. Die Strahlungsverluste
während der Hub- und Vorschubbewegung der Hubbalken sind gering, da der Transport
durch die Hubbalken innerhalb weniger Sekunden geschieht, worauf eine Transportpause
von einigen Minuten folgt, während der das Glühgut auf den Festbalken ruht und sich
die Hubbalken in ihrer unteren Stellung befinden, so daß die Bodenschlitze durch die
Abdeckungen im wesentlichen abgedeckt sind.
[0009] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
des näheren erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1: eine perspektivische Darstellung des Ausschnitts eines Hubbalkenofens,
Fig. 2: eine teilweise Schnittansicht gemäß der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3: eine teilweise Schnittansicht entlang der Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 4: eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Stahlschuh,
Fig. 5: einen Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. 4 und
Fig. 6: eine Seitenansicht des Stahlschuhs der Fig. 4.
[0010] Ein Hubbalkenofen 1 besteht im wesentlichen aus einem feuerfesten Gehäuse 2 mit
Decken- und Seitenbrennern 3. Festbalken 4 ruhen mit Stützen 5 auf dem Ofenboden
6, während Stützen 7 für Hubbalken 8 durch Schlitze im Ofenboden 6 ragen und auf einem
gemeinsamen Verfahrrahmen 10 angeordnet sind. Der mit Zylindern angetriebene Verfahrrahmen
10 fährt mit Rollen auf ebenen Schienen, die auf einem mit Hubzylindern angetriebenen
und mit Rollen auf geneigten Schienen gleitenden Hubrahmen angeordnet sind, woraus
sich eine schräge Hub- und eine Horizontalbewegung der Hubbalken 8 ergibt.
[0011] An der rohrförmigen Stützen 7 für die Hubbalken 8 sind im Bereich der Bodenschlitze
9 längliche Abdeckungen angeordnet, die aus an den Stützen 7 befestigten Stahlschuhen
12 und diese umhüllende Isolierungen aus feuerfestem Material bestehen. Diese Isolierungen
sind im einzelnen nicht dargestellt.
[0012] Die Stahlschuhe 12 bestehen aus zwei Hälften 14, 15, die jeweils eine halbkreisförmige
Ausnehmung aufweisen, die zu sammen eine Bohrung 13 für die Stütze 7 ergeben. Unter
die Stahlschuhhälften 14, 15 sind radiale Verstärkungsrippen 16 geschweißt. Auf der
Oberfläche der Stahlschuhe 12 befinden sich Nasen 18, die mit entsprechenden Vertiefungen
in der Isolierung zusammenwirken und diese auf dem Stahlschuh 12 positionieren.
[0013] Auf jedem Isolierelement kann ein stählerner Zwischenring liegen, der ebenfalls Positioniernasen
auf beiden Seiten aufweist. Diese Positioniernasen halten um die Stützen 7 herum angeordnete
Isolierringe aus feuerfestem Material, wenn die Isolierringe selber keine derartigen
Positioniernasen aufweisen.
[0014] Die Stahlschuhe 12 lassen sich sowohl in geschweißter Ausführung - wie dargestellt
- als auch in Stahlgußausführung herstellen.
1. Hubbalkenofen mit einem Herd aus Festbalken und auf durch Schlitze im Ofenboden
geführten Stützen angeordneten Hubbalken, gekennzeichnet durch mit den Stützen (7) mindestens in Vorschubrichtung bewegliche Abdeckungen (12) für
die Bodenschlitze (9).
2. Hubbalkenofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckungen (12) an den Stützen (7) angeordnet sind.
3. Hubbalkenofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Abdeckung aus einem länglichen Stahlschuh (12) und einer diesen umhüllenden
und die Bodenschlitze (9) überdeckenden Isolierung aus feuerfestem Material besteht.
4. Hubbalkenofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahlschuh (12) aus zwei, eine Stütze (7) jeweils halb umgreifende, mit
radialen Rippen (16) verstärkte, an der Stütze (7) befestigte Stahlplatten (14, 15)
besteht.