| (19) |
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(11) |
EP 0 280 649 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.10.1991 Patentblatt 1991/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.02.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B25B 27/02 |
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Werkzeug zur Erzeugung einer Axialkraft
Tool for generating an axially directed force
Outil pour la génération d'une force axiale
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
19.02.1987 CH 613/87
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.08.1988 Patentblatt 1988/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Abnox AG |
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CH-6330 Cham (CH) |
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Erfinder: |
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- Camenzind, Alois
CH-6403 Küssnacht (CH)
- Frosio, René
CH-6343 Rotkreuz (CH)
- Harnischberg, Anton
CH-6330 Cham (CH)
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| (74) |
Vertreter: Quehl, Horst Max, Dipl.-Ing. |
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Patentanwalt
Postfach 223
Ringstrasse 7 8274 Tägerwilen 8274 Tägerwilen (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CA-A- 1 113 228 US-A- 3 296 687
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DD-A- 129 033
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zur Erzeugung einer Axialkraft relativ zu einer
Stange, für die Demontage oder Montage von durch Pressitz an der Stange gehaltenen
Körpern, insbesondere zum Lösen der Knotenverbindung einer Rohrkonstruktion, mit einer
einen Speicherbehälter für Hydraulikflüssigkeit und eine Pumpe aufweisenden Einrichtung
für die Zuführung von Hydraulikflüssigkeit unter Druck zu einer ersten Druckleitung,
die zu dem Arbeitskolben einer Klemmzange für die Fixierung des Werkzeuges an der
Stange führt und zu einer zweiten Druckleitung die zu dem Arbeitskolben zur Erzeugung
der relativen Axialkraft führt.
[0002] Werkzeuge dieser Art sind z.B. als Abziehvorrichtung zum Abziehen eines durch Pressitz
auf einer Maschinenwelle axial fixierten Zahnrades bekannt. Ein Teil des Werkzeuges
fasst dabei an dem abzuziehenden Teil, d.h. dem Zahnrad, an während das andere Teil,
z.B. eine Gewindespindel, sich an der endseitigen Stirnfläche der Welle abstützt.
Um jedoch einen durch Pressitz an einer Stange o.dgl. axial fixierten Körper relativ
zu dieser zu verschieben, wenn das freie Ende der Stange, ein Absatz o.dgl. an der
Stange zum Abstützen des Werkzeuges nicht zugänglich sind, wie z.B. an bestimmten
Rohrkonstruktionen, so muss die Stange an ihrer Umfangsfläche gehalten werden, um
relativ zu ihr eine Axialkraft erzeugen zu können. Wenn dabei die Oberfläche der Stange
durch Klemmkräfte nicht beschädigt werden darf, wie es z.B. bei dekorativen Rohrkonstruktionen
der Innenarchitektur der Fall ist, so muss die Klemmkraft gleichmässig auf die Oberfläche
verteilt werden, und es ist eine verhältnismässig grosse Klemmkraft erforderlich,
um ausreichende Reibungskräfte zu erzeugen.
[0003] Ein Vorrichtung der eingangs genannten Art ist bekannt durch die CA-A-1113228. Bei
ihr wird Hydraulikflüssigkeit den Arbeitkolben über separat angeordnete Druckschläuche
zugeführt, wobei das zeitlich aufeinanderfolgende Zuleiten der Hydraulikflüssigkeit
durch die unabhängige, willkürliche Betätigung jeweils eines in jeder Druckleitung
angeordneten Sperrventils erfolgt. Es ist somit nachteilig, dass die Bedienung der
Vorrichtung neben ihrer Handhabung zum Anbringen an der Stange das Betätigen von zwei
Ventilen erfordert, wobei das zweite Ventil erst betätigt werden darf, nachdem die
Wirkung der Klemmeinrichtung überprüft worden ist.
[0004] Rohrkonstruktionen der erwähnten Art sind beispielsweise bekannt durch die CH-PS
382935 und die DE-PS 2713380. Das Zusammenfügen der Hohlstangen, d.h. der Rohre, erfolgt
durch Schlagkräfte, so dass das Rohrende auf die Verbindungszapfen der Knotenverbindungen
aufgepresst wird. Auch das Lösen dieser Verbindungen erfolgt bisher durch Schlagkräfte.
Die Ausübung der Schlagkräfte ist jedoch arbeitsaufwendig und führt zu unkontrollierten
Reaktionskräften, da zur Erzeugung der Relativkraft am Rohr und an der Rohrkonstruktion
starke Trägheitskräfte wirken, falls nicht das Rohr klemmend zurückgehalten wird.
Neben diesen Rohrkonstruktionen ist deshalb eine weitere bekannt, bei der die Klemmkraft
an den Verbindungszapfen der Knotenpunkt verbindung durch eine vom Rohr umschlossene
Axialschraube erzeugt wird, die einen Klemmring radial aufweitet. Eine solche Rohrkonstruktion
erfordert somit zur Montage und Demontage keine grossen Axialkräfte relativ zum Rohr,
jedoch ist auch diese Montage- und Demontageweise aufwendig, da die Betätigung der
Knotenverbindung durch das Rohr hindurch entsprechend lange Schraubenzieher benötigt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Werkzeug der genannten Art zu finden,
das bei handlicher und kompakter Form geeignet ist, relativ zu einer Stange o.dgl.
hohe Axialkräfte zu erzeugen und das seine Fixierung an der Umfangsfläche der Stange
gestattet, ohne diese Fläche zu beschädigen. Dabei soll das Werkzeug insbesondere
für ortsunabhängige Anwendung bei der Demontage oder auch Montage einer Rohrkonstruktion
geeignet sein, deren Rohre an der Knotenverbindung durch Pressitz zusammengehalten
werden. Weiterhin soll das Werkzeug einen einfachen und zuverlässig wirkenden inneren
Aufbau haben.
[0006] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäss durch ein Werkzeug der eingangs genannten
Art, bei dem zwischen einem Speicherbehälter für Hydraulikflüssigkeit und einer Druckleitung
eine Pumpe angeordnet ist und in der Druckleitung sich ein Ueberdruckventil befindet,
das die Druckleitung in eine erste und zweite Druckleitung unterteilt, wobei die erste
Druckleitung zu dem Arbeitskolben einer Klemmzange für die Fixierung des Werkzeuges
an der Stange und die zweite Druckleitung zu dem Arbeitskolben zur Erzeugung der relativen
Axialkraft führt.
[0007] Das Ueberdruckventil begrenzt somit die Klemmkraft der Klemmzange und bewirkt ausserdem,
dass der Arbeitskolben zur Erzeugung der Axialkraft erst zur Wirkung gelangt, nachdem
das Werkzeug mit ausreichender Kraft, d.h. unverrutschbar, an der Stange fixiert ist.
[0008] Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, die Demontage und Montage einer
Rohrkonstruktion zu erleichtern, deren Rohre an der Knotenverbindung durch Pressitz
befestigt sind. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch Anwendung des erfindungsgemässen
Werkzeuges zum Lösen oder Verbinden der Knotenverbindung einer Rohrkonstruktion, bei
der die Rohrenden durch Pressitz auf Verbindungszapfen der Knotenverbindung befestigt
sind, wobei die Klemmflächen der Klemmzange dem Rohrumfang angepasst sind und am Arbeitskolben
zur Erzeugung der relativen Axialkraft ein klauenförmiger, schwenkbarer Eingriffskopf
vorgesehen ist. Zur Herstellung der Knotenverbindung ist das Werkzeug umgekehrt an
der Stange anzubringen und der Eingriffskopf mit einem Uebertragungsbügel zu versehen,
der den Knotenpunktkörper mit einem seiner Enden hinterfasst.
[0009] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind der folgenden Beschreibung anhand
der Zeichnungen zu entnehmen und sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche. Es
zeigt:
- Fig. 1
- einen Querschnitt des Werkzeuges entlang einer die Achse der Stangenaufnahme und des
Handgriffes enthaltenden Ebene,
- Fig. 2
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Werkzeuges in Richtung der Achse der
Stangenaufnahme,
- Fig. 3
- eine zu Fig.2 gegenüberliegende, ebenfalls teilweise geschnittene Seitenansicht des
Werkzeuges mit ausgeschwenktem Füllhebel und
- Fig. 4
- eine Aufsicht auf den Füllhebel der Fig. 3.
[0010] Die zeichnerischen Darstellungen des Werkzeuges sind nur geringfügig gegenüber der
natürlichen Grösse verkleinert. Entsprechend ist die Handlichkeit des mit einer Hand
betätigbaren Werkzeuges 1 offensichtlich.
[0011] Der eine aufgerauhte Oberfläche aufweisende Griff 2 besteht aus einem an den Pumpenblock
3 an dessen unteren Stutzen 4 angeschraubten hülsenförmigen Behälter, der den flexiblen
Speicherbehälter 5 für Hydrauliköl umschliesst. Sein Aussendurchmesser beträgt beispielsweise
30 mm. Neben diesem Griff 2 erstreckt sich der Pumpenhebel 6, so dass beide von einer
Hand umfasst werden können, um die Pumpbewegung entgegen der Kraft einer Druckfeder
7 auszuüben. Auf der dem Griff 2 gegenüberliegenden Seite des Pumpenblocks 3 ist ein
Steuerblock 9 mittels Schrauben 10 befestigt, der verschiedene senkrecht oder parallel
zueinander verlaufende Bohrungen umfasst, die die Hydraulikkanäle 12-15, Hilfsbohrungen
16 für deren Herstellung und zwei Zylinderbohrungen 18, 19 für Arbeitskolben 20, 21
bilden, und der an seinem oberen, dem Griff 2 abgekehrten Ende im Querschnitt hakenförmig
ausgebildet ist, um die feststehende Backe 23 der Stangenaufnahme 24 zu bilden. Am
vorderen Ende des pistolen- oder hammerförmig gestalteten Werkzeuges 1 befindet sich
der Eingriffskopf 26, der zum Eingriff an dem relativ zur Stange axial zu bewegenden,
nichtdargestellten Körper bestimmt ist.
[0012] Bei Gebrauch des Werkzeuges 1 wird die Stangenaufnahme 24 in Richtung quer zur Stange
über diese geschoben und durch allenfalls erforderliches axiales Verschieben auf der
Stange in die für die Arbeitsbewegung erforderliche Position gebracht. Da zu einem
weitgehend formschlüssigen Umfassen des kreisrunden Querschnittes der Stange oder
des Rohres die zum seitlichen Einführen der Stange vorhandene seitliche Oeffnung 27
enger ist als der Stangendurchmesser, ist die untere Backe 28 der Stangenaufnahme
24 entgegen der Kraft von mindestens einer Druckfeder 29 zum weiteren Oeffnen dieser
Oeffnung 27 durch den Gegendruck der Stange beim Aufdrücken des Werkzeuges verschiebbar.
Diese quer zur Stangenaufnahme gerichtete Schiebebewegung ist durch mindestens einen
Führungsstift 30 geführt, der von der Druckfeder 29 umschlossen ist.
[0013] Zur Anpassung an die Grösse und/oder Form des Stangenquerschnittes sind in die Stangenaufnahme
24 Adapterschalen 31, 32 einsetzbar, die an ihrem Aussenflansch 33 mittels Schrauben
34 befestigt sind.
[0014] Für die klemmende Befestigung des Werkzeuges 1 an der Stange ist die bewegliche Backe
28 der Stangenaufnahme durch den in der grösseren Zylinderbohrung 18 geführten Arbeitskolben
20 gegen die Stange pressbar und damit gegen die feststehende Hälfte 23 der Stangenaufnahme
24. Um die hierfür erforderliche Hubbewegung des Arbeitskolbens 20 und damit die Anzahl
der von Hand auszuführenden Hubbewegungen des Pumpenkolbens 36 klein zu halten, wird
zuvor ein Füllhebel 37 in den Raum 38 zwischen der unteren Backe 28 der Stangenaufnahme
24 und einem Betätigungsschaft 39 des Arbeitskolbens 20 eingeschwenkt, der für die
erwähnte Schiebebewegung beim seitlichen Aufdrücken des Werkzeuges 1 auf die Stange
erforderlich ist. Auf diese Weise reicht beispielsweise eine Hubbewegung des Arbeitskolbens
20 von nur 1 mm oder weniger aus, um die Klemmkraft an der Stange zu erzeugen. Fig.
4 zeigt durch eine Aufsicht auf den Füllhebel 37 den sich nach Einschwenken in die
Position nach Fig. 1 und 2 über den Betätigungsschaft 39 des Arbeitskolbens 20 bewegenden
Hebelfortsatz 40, das Griffende 41 des Füllhebels sowie eine Ausnehmung 42 für die
Umschliessung eines der Führungsstifte 30, zwischen die der Hebelfortsatz 40 einschwenkt.
Fig.2 zeigt die schwenkbare Halterung des Füllhebels an einem Schraubenschaft 43,
der ausserdem den Füllhebel 37 mittels seines Kopfes 44 über einen Satz Federringe
oder Tellerfedern 45 gegen den Steuerblock 9 drückt, so dass dieser durch die Hubbewegung
des Arbeitskolbens 20 angehoben werden kann, um diese auf die bewegliche Backe 28
der Stangenaufnahme 24 zu übertragen. Fig. 3 zeigt den Füllhebel 37 in nach aussen
geschwenkter Position, so dass die untere Backe 28 der Stangenaufnahme beim Aufsetzen
des Werkzeuges 1 auf die Stange zurückfedern kann.
[0015] In Achsrichtung der Stangenaufnahme 24 vor deren beweglichen Backe befindet sich
die den zweiten Arbeitskolben 21 führende Zylinderbohrung 19. Sie ist relativ zur
Stangenaufnahme 24 möglichst wenig seitlich versetzt, um bei der entsprechend grossen
seitlichen Versetzung der Achse des Eingriffskopfes 26 bei der Krafterzeugung eventuelle
Kippkräfte an dem Arbeitskolben 21 gering zu halten. Bei gleichmässiger Abstützung
des Eingriffskopfes 26 über seine äussere Anlagefläche 47 an dem relativ zur Stange
zu verschiebenden Körper, beispielsweise einem kugelförmigen Knotenpunktkörper gemäss
der DE-PS 2713380, ist jedoch keine wesentliche Kippkraft vorhanden. Die Abstützfläche
verläuft hierfür exakt senkrecht zur Achse des Arbeitskolbens 21.
[0016] Wie die Fig.2 am besten zeigt, ist der Eingriffskopf 26 als schwenkbare Klaue ausgebildet,
um ihn aus einer Freigabeposition über die Stange einschwenken zu können, so dass
seine u-förmige Ausnehmung 48 die Stange einseitig umschliesst. Auf diese Weise behindert
der Eingriffskopf 26 nicht das Aufsetzen des Werkzeuges 1 auf die Stange. Der Eingriffskopf
26 ist z.B. durch Pressitz am äusseren Ende des Arbeitskolbens 21 dauerhaft befestigt,
so dass der Arbeitskolben 21 gleichzeitig die Schwenkachse des Eingriffskopfes 26
bildet. Das axial äussere Ende 49 des Eingriffskopfes 26 verjüngt sich nach aussen,
so dass es zwischen im spitzen Winkel zueinander verlaufende Stangen einer Stangen-
bzw. Rohrkonstruktion eingreifen kann, um sich an dem Knotenpunktkörper abzustützen.
[0017] Nachdem das Werkzeug 1 auf die Stange aufgesetzt worden ist und auch der Eingriffskopf
26 über sie eingeschwenkt worden ist, wird das Werkzeug 1 auf der Stange verschoben,
bis die Anlagefläche 47 an dem abzudrückenden oder relativ zur Stange zu verschiebenden
Körper anliegt. Danach wird der Pumpenhebel 6 betätigt, so dass der über die Achse
50 an ihm befestigte Pumpenkolben 36 durch seine Hin- und Herbewegung in der Zylinderbohrung
51 Hydrauliköl aus dem Speicherbehälter 5 ansaugt und nach Oeffnen des Pumpenventils
52 über die Bohrung 53 gegen den ersten und grösseren Arbeitskolben 20 drückt. Nachdem
dieser seine obere Endposition erreicht hat, in der sein Betätigungsschaft 39 die
untere Backe 28 der Stangenaufnahme 24 in Anschlagposition an der Stange gedrückt
hat, öffnet sich bei bestimmtem, durch die Schraube 55 einstellbarem Druck das Ueberdruckventil
56 in dem Hydraulikkanal 12-14 und der zweite, im Durchmesser kleinere Arbeitskolben
21 wird durch diesen Druck beaufschlagt, so dass dieser den Eingriffskopf 26 nach
aussen schiebt, um die gewünschte Arbeitsbewegung auszuführen.
[0018] Die maximale Länge der Arbeitsbewegung des Arbeitskolbens 21 ist durch einen von
diesem umschlossenen Führungsschaft 58 mit einem Anschlag- und Führungskopf 59 begrenzt,
der an einem inneren Absatz 60 des hohlen Arbeitskolbens 21 zum Anschlag gelangt.
Dieser Kopf 59 des mit dem Steuerblock 9 verschraubten Führungsschaftes 58 ist als
innerer Kolben mit einer Dichtung 62 ausgebildet. Eine in der Wand der Zylinderbohrung
19 gehaltene Dichtung 30 dichtet den hohlen Arbeitskolben 21 aussen ab, so dass das
über den Hydraulikkanal 12-14 und einen Ringkanal 64 den Arbeitskolben 21 einseitig
beaufschlagende Hydrauliköl den Arbeitskolben 21 entgegen dem Druck der in ihm eingeschlossenen
Feder 65 bewegt.
[0019] Nach Beendigung der Arbeitsbewegung des Arbeitskolbens 21, d.h. nachdem z.B. das
Werkzeug 1 den in ein Rohrende eingepressten Verbindungszapfen einer Knotenverbindung
aus diesem herausgedrückt hat, wird ein Druckablassventil 66 von Hand durch Betätigen
einer Rändelschraube 67 geöffnet, das sich in einem die Pumpendruckleitung, d.h. die
Bohrung 53 mit dem Speicherbehälter 5 verbindenden Bypasskanal 69 befindet, so dass
sich beide Arbeitskolben 20, 21 unter dem Druck ihrer Rückholfedern 70, 65 in ihre
Ausgangsposition zurückbewegen und entsprechend das Hydrauliköl in den dehnbaren Speicherbehälter
5 zurückströmt. Der Speicherbehälter ist vorzugsweise als längenveränderlicher Faltenbalg
aus gummielastischen Material ausgebildet, so dass in ihn keine Luft eintritt und
er eine Füll- und Entleerungsbewegung ausführen kann. Für die Rückströmung aus dem
Hydraulikkanal 13, 14 ist zu diesem ein Bypasskanal 15 mit einem Rückströmventil 72
angeordnet, der das Ueberdruckventil 56 überbrückt.
[0020] Das Pumpensaugventil 73, das Pumpendruckventil, das Ueberdruckventil 56 und das Rückstromventil
72 sind in üblicher Weise als federbelastete Rückschlagventile mit einem als Kugel
ausgeführten Schliesskörper ausgeführt. Verschiedene Verschlusschrauben 55, 74, 75
und 76 halten die Ventile oder deren Feder in dem zugehörigen Hydraulikkanal.
[0021] Um einen Körper, beispielsweise den Verbindungsbolzen einer Knotenverbindung, mit
dem gleichen Werkzeug an ein Stangen- oder Rohrende heranzuziehen, wird das Werkzeug
so auf das Stangenende aufgesetzt, dass der Eingriffskopf 26 vom Stangenende weggerichtet
ist und ein nichtdargestellter Ueberbrückungsbügel verwendet, dessen nach innen gerichteten
beiden Enden einerseits den heranzuziehenden Körper und andererseits den Eingriffskopf
26 überfassen. Entsprechend ist mindestens das eine Ende des Uebertragungsbügels ähnlich
wie der Eingriffskopf klauenförmig ausgebildet. Ein Ueberbrückungsbügel könnte jedoch
auch anstelle des Eingriffskopfes 26 am äusseren Ende des Arbeitskolbens schwenkbar
befestigt sein, bzw. gegen diesen austauschbar sein, so dass er hinter den an das
Stangenende heranzuziehenden Körper, d.h. den Knotenpunktkörper, einschwenkbar ist.
[0022] Der Aussendurchmesser der Rohre üblicher Rohrkonstruktionen der genannten Art mit
innenarchitektonischer Anwendung liegt im Bereich von 13 bis 19 mm.
1. Werkzeug zur Erzeugung einer Axialkraft relativ zu einer Stange, für die Demontage
oder Montage von durch Pressitz an der Stange gehaltenen Körpern, insbesondere zum
Lösen der Knotenverbindung einer Rohrkonstruktion, mit einer einen Speicherbehälter
(5) für Hydraulikflüssigkeit und eine Pumpe (36, 51) aufweisenden Einrichtung (36,
51, 73, 52) für die Zuführung von Hydraulikflüssigkeit unter Druck zu einer ersten
Druckleitung (53, 12), die zu dem Arbeitskolben (20) einer Klemmzange (23, 28) für
die Fixierung des Werkzeuges an der Stange führt und zu einer zweiten Druckleitung
(13, 14), die zu dem Arbeitskolben (21) zur Erzeugung der relativen Axialkraft führt,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die zweite Druckleitung (13, 14) über ein Ueberdruckventil
(56) an die erste Druckleitung (53, 12) anschliesst, so dass dem Arbeitskolben (21)
zur Erzeugung der Axialkraft erst Hydraulikflüssigkeit unter Druck zugeführt wird,
nachdem der Arbeitskolben (20) der Klemmzange (23, 28) mit einem Druck beaufschlagt
ist, der dem Oeffnungsdruck des Ueberdruckventils (56) entspricht.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung für die
Zuführung von Hydraulikflüssigkeit unter Druck eine Handpumpe ist, deren Betätigung
durch einen Handgriff (6) erfolgt, der neben einem Werkzeughandgriff (2) angeordnet
ist, der einen Speicherbehälter für Hydraulikflüssigkeit einschliesst.
3. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser des Arbeitskolbens
(20) der Klemmzange (23, 28) grösser ist als derjenige des Arbeitskolbens (21) zur
Erzeugung der Axialkraft.
4. Werkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsbewegung des
grösseren Arbeitskolbens gegen eine Rückholfeder (70) erfolgt, die aus mindestens
einer Tellerfeder besteht.
5. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmzange
eine mit einem Steuerblock (9) für die hydraulische Steuerung der Arbeitskolben (20,
21) verbundene, feststehende Klemmbacke (23) und eine federnd quer zur Stangenaufnahme
(24) bewegliche Klemmbacke (28) hat, wobei der Federweg der beweglichen Klemmbacke
(28) durch einen Füllkörper (37) sperrbar ist, indem dieser in den Raum (38) zwischen
der beweglichen Klemmbacke (28) und dem Arbeitskolben (20, 39) schiebbar ist und zur
Uebertragung der Klemmbewegung des Arbeitskolbens (20) beweglich gelagert ist.
6. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Klemmbacke
(28) an mindestens zwei Führungsstiften (30) geführt ist und der Füllkörper (37) als
in diesen Raum (38) einschwenkbarer Füllhebel ausgebildet ist, wobei der Füllhebel
(37) einen seitlichen Fortsatz (40) für den Eingriff zwischen diesen Führungsstiften
(30) aufweist.
7. Werkzeug nach einem der ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich
der Klemmzange (23, 28) in der Stangenaufnahme (24) des Werkzeuges (1) auswechselbare
Adapterschalen (31, 32) befestigt sind, deren Schaleninnenform der Querschnittsform
der Stange entspricht.
8. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass am äusseren
Ende des Arbeitskolbens (21) zur Erzeugung der Axialkraft ein klauenförmiger Eingriffskopf
(26) befestigt ist, der um die Kolbenachse in eine Eingriffsposition schwenkbar ist,
in der seine Klauenöffnung gleichachsig zu der Stangenaufnahme (24) angeordnet ist.
9. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitskolben (21) zur
Erzeugung der Axialkraft einen Schaft (58) mit einem Anschlagkopf (59) umschliesst,
der den maximalen Kolbenweg bestimmt.
10. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicherbehälter (5)
als Faltenbalg ausgeführt ist.
11. Anwendung des Werkzeuges nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zum Lösen oder Verbinden
der Knotenverbindung einer Rohrkonstruktion, bei der die Rohrenden durch Pressitz
auf Verbindungszapfen der Knotenverbindung befestigt sind, wobei die Klemmflächen
der Klemmzange (23, 28) dem Rohrumfang angepasst sind und am Arbeitskolben zur Erzeugung
der relativen Axialkraft ein klauenförmiger, über das Rohr in Eingriffsposition schwenkbarer
Eingriffskopf (26) befestigt ist.
1. Outil pour la production d'une force axiale relativement à une tige, pour la pose
ou la dépose d'organes fixés par ajustement pressé à la tige, notamment pour défaire
l'assemblage à noeuds d'une construction tubulaire, avec un dispositif (36, 51, 73,
52) présentant un réservoir d'accumulation (5) pour le liquide hydraulique et une
pompe (36, 51), dispositif servant à l'alimentation, sous pression, du liquide hydraulique
d'une part à une première canalisation de pression (53, 12), qui aboutit au piston
de travail (20) d'une pince de serrage (23, 28) pour la fixation de l'outil à la tige,
et d'autre part à une deuxième canalisation de pression (13, 14), qui aboutit au piston
de travail destiné à la production de la force axiale relative, caractérisé en ce
que ladite deuxième canalisation de pression (13, 14) est, par l'intermédiaire d'une
soupape de surpression (56) raccordée à ladite première canalisation de pression(53,
12), de telle sorte que le piston de travail (21) destiné à la production de la force
axiale n'est alimenté en liquide hydraulique sous pression qu'après que le piston
de travail(20) de la pince de serrage (23, 28) a été soumis à une pression qui correspond
à la pression d'ouverture de la soupape de surpression (56).
2. Outil suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la dispositif pour l'alimentation
de liquide hydraulique sous pression est constitué par une pompe à main, dont la manoeuvre
a lieu par l'intermédiaire d'une poignée (6), qui est disposée à côté d'une poignée
d'outil(2) laquelle comprend un réservoir pour le liquide hydraulique.
3. Outil suivant la revendication 2, caractérisé en ce que le diamètre du piston de
travail (20) de la pince de serrage (23, 28) est supérieur au diamètre du piston de
travail (21) destiné à la production de la force axiale.
4. Outil suivant la revendication 3, caractérisé en ce que la course du piston de
travail à plus grand diamètre a lieu à l'encontre de l'action d'un ressort de rappel
(70), constitué par au moins un ressort à disques.
5. Outil suivant l'une quelconque des revendications de 1 à 4, caractérisé en ce que
la pièce de serrage comporte une mâchoire de serrage (23) immobile reliée à un bloc
de commande (9) pour la commande hydraulique des pistons de travail (20, 21), et une
mâchoire de serrage (28) mobile élastiquement, transversalement à la direction de
réception de la tige (24), la course élastique de la mâchoire de serrage mobile étant
verrouillable par un organe de remplissage (37), par le fait que ce dernier peut être
glissé dans l'espace (37) entre la mâchoire de serrage mobile (28) et le piston de
travail (20, 39), et que pour le transfert de la course de serrage du piston de travail
(20), cet organe de verrouillage est monté de manière mobile.
6. Outil suivant la revendication 5, caractérisé en ce que la mâchoire de serrage
mobile (28) est guidée par au moins deux chevilles de guidage (30) et en ce que l'organe
de remplissage (37) a la forme d'un levier de remplissage susceptible d'être engage
par pivotement dans l'espace (38) entre ces chevilles, le levier de remplissage (37)
présentant une protubérance latérale (40) pour l'engagement entre ces chevilles de
guidage (30).
7. Outil suivant l'une quelconque des revendications de 1 à 6, caractérisé en ce que
dans la région de la pince de serrage (23, 28) sont fixées, dans le logement (24)
pour la tige de l'outil (1), des coquilles de réception interchangeables (31, 32)
dont le contour intérieur correspond à la section transversale de la tige.
8. Outil suivant l'une quelconque des revendications de 1 à 7, caractérisé en ce qu'à
l'extrémité extérieure du piston de travail (21) pour la production de la force axiale
est fixé une tête d'engagement (26) en forme de griffe, susceptible d'être pivotée,
autour de l'axe du piston, dans une position d'engagement pour laquelle l'ouverture
de sa griffe est coaxiale au logement (24) de la tige.
9. Outil suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la tige de piston (21)
pour la production de la force axiale entoure une tige (58) avec une tête de butée
(59), qui définit la course de piston maximale.
10. Outil suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le réservoir d'accumulation
a la forme d'un soufflet en accordéon.
11. Application de l'outil suivant l'une quelconque des revendications de 1 à 10 aux
fins d'établir ou de défaire l'assemblage à noeuds d'une construction tubulaire, dans
laquelle les extrémités des tubes sont fixés par ajustage pressé aux tourillons d'assemblage
de l'assemblage à noeuds, les surface de serrage de la pince de serrage (23, 24) étant
adaptées au contour des tubes, une tête d'engagement (26) en forme de griffe, susceptible
d'être, aux fins de la production de la force axiale relative, pivotée en position
d'engagement autour du tube, étant fixée au piston de travail.
1. Tool for producing an axial force relative to a rod, for the assembly or disassembly
of bodies held on the rod by press fit and in particular for releasing the joint connection
of a pipe construction, with a device (36, 51, 73, 52), which has a hydraulic fluid
storage tank (5) and a pump (36, 51), for supplying pressurized hydraulic fluid to
a first pressure line (53, 12), which leads to the working piston (20) of a clamp
(23, 28) for fixing the tool to the rod, and to a second pressure line (13, 14), which
leads to the working piston (21) for producing the relative axial force, characterized
in that the second pressure line (13, 14) is connected via an excess pressure valve
(56) to the first pressure line (53, 12), so that the working piston (21) for producing
the axial force is only supplied with pressurized hydraulic fluid after the working
piston (20) of the clamp (23, 28) has been supplied with a pressure corresponding
to the opening pressure of the excess pressure valve (56).
2. Tool according to claim 1, characterized in that the device for supplying pressurized
hydraulic fluid is a hand pump, whose operation takes place by a handle (6), which
is positioned alongside a tool handle (2), which surrounds a hydraulic fluid storage
tank.
3. Tool according to claim 2, characterized in that the diameter of the working piston
(20) of the clamp (23, 28) is larger than that of the working piston (21) for producing
the axial force.
4. Tool according to claim 3, characterized in that the working movement of the larger
working piston takes place against a return spring (70), which comprises at least
one cup spring.
5. Tool according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the clamp has
a fixed jaw (23) connected to a control block (9) for the hydraulic control of the
working pistons (20, 21) and a jaw (28) resiliently movable at right angles to the
rod receptacle (24), the spring displacement of the movable jaw (28) being blockable
by a filling body (37), in that the latter is slid into the space (38) between the
movable jaw (28) and the working piston (20, 39) and is movably mounted for transmitting
the clamping movement of the working piston (20).
6. Tool according to claim 5, characterized in that the movable jaw (28) is guided
on at least two guide pins (30) and the filling body (37) is constructed as a filling
lever pivotable into the said space (38), the filling lever (37) having a lateral
extension (40) for engagement between these guide pins (30).
7. Tool according to one of the claims 1 to 6, characterized in that in the vicinity
of the clamp (23, 28) interchangeable adaptor shells (31, 32) are fixed in the rod
receptacle (24) of the tool (1) and their shell inner shape corresponds to the cross-sectional
shape of the rod.
8. Tool according to one of the claims 1 to 7, characterized in that for producing
the axial force claw-like engagement head (26) is fixed to the outer end of the working
piston (21) and is pivotable about the piston axis into an engagement position, where
its claw opening is equiaxial to the rod receptacle (24).
9. Tool according to claim 1, characterized in that, for producing the axial force,
the working piston (21) surrounds a shaft (58) with a stop head (59), which determines
the maximum piston travel.
10. Tool according to claim 1, characterized in that the storage tank (5) is constructed
as a bellows.
11. Use of the tool according to one of the claims 1 to 10 for releasing or connecting
the joint of a pipe construction, in which the pipe ends are fixed by press fit to
assembly pins of the joint, the clamping faces of the clamp (23, 28) are adapted to
the pipe circumference and for producing the relative axial force a claw-like engagement
head (26) pivotable over the pipe into the engagement position is fixed to the working
piston.