[0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung von bestimmten UV-Absorben vom Typ der 2-(2-Hydroxyphenyl)-benztriazole
als Lichtschutzmittel für Aufzeichnungsmaterialien für den Tintenstrahldruck sowie
die mittels dieser Verbindungen gegen Lichtschädigung stabilisierten Aufzeichnungsmaterialien.
[0002] Das Drucken mittels Tintenstrahl ist ein sehr schnelles Druckverfahren, das durch
elektrische Signale gesteuert werden kann. Dabei wird ein feiner Strahl von Tintentröpfchen
durch eine Düse auf das Aufzeichnungsmaterial gespritzt. Die Tinte ist eine Lösung
eines Farbstoffes in einem wässrigen oder nicht-wässrigen Lösungsmittel. Das Aufzeichnungsmaterial
soll den Farbstoff der Tinte rasch und dauerhaft aufnehmen. Meist verwendet man hierfür
besonders präparierte Papiere oder Plastikfolien, die mit einer farbstoffbindenden
Schicht beschichtet sind. Wegen der Feinheit der Düsen werden Pigmente kaum verwendet,
sondern vorwiegend Farbstoffe, die im Medium des Tintenstrahls vollständig gelöst
sind. Diese Farbstoffe haben allerdings generell eine geringere Lichtechtheit als
die in konventionellen Druckfarben üblichen Farb-Pigmente. Als Folge davon sind im
Tintenstrahldruck hergestellte Aufzeichnungen unter Lichtzutritt nur beschränkt lagerfähig.
Bei längerer Lagerung am Licht beginnen sie zu verblassen oder sich zu verfärben.
[0003] Um dieses Problem zu lösen, hat man bereits vorgeschlagen (US-A-4,256,493), der Tinte
einen wasserlöslichen UV-Absorber zuzusetzen. Durch Interaktion mit dem Farbstoff
können dabei in der Tinte feste Teilchen ausfallen, die die feine Düse verstopfen.
Man ist daher den anderen Weg gegangen und setzt dem Aufzeichnungsmaterial Lichtschutzmittel
zu. So wird in der GB-A-2 088 777 der Zusatz von UV-Absorbern vom Benztriazol-Typ
in Kombination mit sterisch gehinderten Phenolen vorgeschlagen als Massnahme gegen
das Ausbleichen der Farbstoffe. Diese Additive werden in gelöster Form einer Beschichtungsmasse
aus farblosen Füllstoffen, einem Bindemittel und einem Farbstoffrezeptor oder Beizmittel
zugemischt, die auf eine Seite des Aufzeichnungsmaterials (meist Papier) aufgetragen
wird. Der Lichtschutz von Hardcopy-Drucken, einschliesslich Tintenstrahl-Drucken,
durch Zusatz von UV-Absorbern verschiedener Typen zum Aufzeichnungsmaterial ist in
Research Disclosure Nr. 24239 (1984, 284) beschrieben.
[0004] Es wurde nun gefunden, dass sich bestimmte UV-Absorber vom Benztriazol-Typ besonders
für diesen Zweck eignen. Es handelt sich um Verbindungen der Formel I und II

worin n 1 oder 2 ist,
R Wasserstoff, C₁-C₁₂-Alkyl, C₅-C₈-Cycloalkyl, Phenyl oder C₇-C₉-Phenylalkyl bedeutet,
R¹ Wasserstoff, Chlor oder Methoxy bedeutet, und
R²
a) im Falle von n = 1 eine Gruppe der Formel


bedeutet, worin u 1-9, v 1-6 und w 1-6 ist,
b) im Falle von n = 2 eine Gruppe der Formel

oder

bedeutet, worin x 1-7 und y 1-4 bedeuten,
R³ Wasserstoff, durch ein oder mehrere OH oder -O-COR¹⁰ substituiertes C₁-C₁₈-Alkyl,
durch ein oder mehrere -O- oder -N(R⁷)- unterbrochenes C₃-C₃₀-Alkyl, das durch ein
oder mehrere Gruppen -OH oder -O-COR¹⁰ substituiert sein kann, unsubstituiertes oder
durch -OH substituiertes C₅-C₁₂-Cycloalkyl, unsubstituiertes oder durch -OH substituiertes
C₂-C₁₈-Alkenyl, C₇-C₁₅-Phenylalkyl oder -Alkylphenylalkyl, Glycidyl, Furfuryl oder
eine Glykosylgruppe bedeutet, R⁷ Wasserstoff oder C₁-C₁₈-Alkyl bedeutet, und
R¹⁰ C₁-C₁₈-Alkyl oder Phenyl bedeutet, R¹¹ C₃-C₁₀-Alkantriyl und R¹² C₄-C₁₂-Alkantetrayl
bedeutet,
als Lichtschutzmittel für Aufzeichnungsmaterialien für den Tintenstrahldruck.
[0005] Einige der Verbindungen der Formel I sind in der EP-A-57 160 als Stabilisatoren für
organische Materialien, wie z.B. Polymere, Lacke oder photographische Materialien,
beschrieben. Dort ist auch die Herstellung dieser Verbindungen beschrieben. Soweit
die Verbindungen neu sind, können sie in Analogie dazu hergestellt werden. In der
Research Disclosure Nr. 22 519 (1983 [1],6) wird die Verwendung solcher Benztriazole
als Lichtschutzmittel für Reproduktionsmaterialien und für die darin enthaltenen Farbstoffe
vorgeschlagen. Erwähnt ist dort auch die Verwendung in Tinten. Eine Verwendung in
Aufzeichnungsmaterialien für den Tintenstrahldruck ist dort nicht erwähnt.
[0006] R als C₁-C₁₂-Alkyl kann z.B. Methyl, Ethyl, Isopropyl, n-Butyl, tert.Butyl, sec.Butyl,
tert.Pentyl, sec.Pentyl, n-Hexyl, sec.Hexyl, n-Octyl, ditert.Octyl, sec.Decyl oder
n-Dodecyl sein. R als Cycloalkyl kann insbesondere Cyclohexyl sein. R als Phenylalkyl
kann insbesondere α,α-Dimethylbenzyl sein. R ist bevorzugt ein verzweigter Alkylrest,
insbesondere tert.Butyl. .
[0007] R⁷ und R¹⁰ als C₁-C₁₈-Alkyl kann unverzweigtes oder verzweigtes Alkyl sein, wie z.B.
Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec.Butyl, Isobutyl, tert.Butyl, n-Pentyl,
Isopentyl, n-Hexyl, 2-Ethylbutyl, n-Octyl, Isooctyl, 2-Ethylhexyl, 1,1,3,3-Tetraethylbutyl,
n-Decyl, Isodecyl, n-Dodecyl, 1,1,7,7,-Tetramethyloctyl, n-Tetradecyl oder n-Octadecyl.
[0008] R³ als durch -OH oder -OCOR¹⁰ substituiertes Alkyl kann z.B. 2-Hydroxyethyl, 2-Hydroxypropyl,
2-Hydroxybutyl, 3-Hydroxybutyl, 2,3-Dihydroxypropyl, 2,2-Di(hydroxymethyl)-propyl,
4-Hydroxybutyl, 6-Hydroxyhexyl, 8-Hydroxyoctyl, 2-Acetoxyethyl, 2-Propionyloxyethyl,
2-Octanoyloxypropyl, 2,3-Diacetyloxypropyl oder 4-Acetoxybutyl sein.
[0009] R³ als durch -O- oder -N(R⁷)- unterbrochenes C₃-C₃₀-Alkyl können z.B. 2-Methoxyethyl,
2-Ethoxyethyl, 2-Butoxyethyl, 2-Isoprop-oxyethyl, 2-Octyloxyethyl, 3,6-Dioxaheptyl,
3,6,9-Trioxaundecyl, 3,6,9,12-Tetraoxatridecyl, 5-Hydroxy-3-oxapentyl oder 11-Hydroxy-3,6,9-trioxaundecyl
sein. R³ ist insbesondere ein Rest

mit m = 2-10.
[0010] R³ kann auch durch OH substituiertes Cycloalkyl sein, z.B. 4-Hydroxycyclohexyl.
[0011] R³ als C₂-C₁₈-Alkenyl, das durch OH substituiert sein kann, kann z.B. Vinyl, Allyl,
Methallyl, 2-Butenyl-1, Oleyl oder 4-Hydroxy-2-butenyl-1 sein. R⁴ und R⁵ als C₃-C₈-Alkenyl
können insbesondere Allyl sein.
[0012] R³ als C₇-C₁₅-Phenylalkyl oder -Alkylphenylalkyl können z.B. Benzyl, 2-Phenylethyl,
1-Phenylethyl, 3-Phenylpropyl, 2-Phenylpropyl-2, 4-Methylbenzyl oder 4-Octylbenzyl
sein.
[0013] Bevorzugt verwendet man Verbindungen der Formel II.
[0014] Bevorzugt verwendet man solche Verbindungen der Formel I, die bei Raumtemperatur
flüssig sind.
[0015] Beispiele für einzelne Verbindungen der Formel I sind die Verbindungen der folgenden
Formeln:
3)
R = -OCH₂CH₂OH
4)

5)

7)

8)

13)
R = -OCH₂CH(OH)CH₂OH
19)

20)

22)

23)


24)
R = -OCH₂CH₂O-
25)

26)

27)

28)

29)

30)


32)
R = -OCH₂CH₂OH
33)

34)


45)
R = -OCH₂CH₂OCH₂CH₂O-
46)

47)


49)
R = -O-CH₂CH₂-O-
50)

51)


53)

55)
R = -OCH₂CH(OH)CH₂OH
56)


57)

58)

[0016] Bei der Herstellung dieser Verbindungen fallen oft Gemische von mehreren Verbindungen
der Formel I an. Beispielsweise kann bei der Veresterung eines Diols der Monoester
neben dem Diester entstehen. Polyalkylenglykole sind oft technische Gemische mit verschiedenem
Oxyalkylierungsgrad. Verwendet man solche als Diole, so erhält man entsprechende Gemische
von Verbindungen der Formel I. Solche Gemische sind für die erfindungsgemässe Verwendung
genauso gut zu gebrauchen wie einheitliche Verbindungen. Da solche Gemische meist
flüssig sind, können sie sogar von besonderem Vorteil sein.
[0017] Beispiele hierfür sind die vorhin aufgezählten Verbindungen 8), 20), 23), 28), 34),
47) und 51) oder Gemische von 3) und 24), von 19) und 29), von 33) und 46) oder von
5), 26), 33) und 46).
[0018] Neue Verbindungen und als solche auch Gegenstand der Erfindung sind die Verbindungen
der Formel IIV,

worin R und R³ die eingangs gegebenen Bedeutungen haben.
[0019] Gegenüber den in Research Disclosure Nr. 24239 vorgeschlagenen UV-Absorbern vom Benztriazol-Typ
zeichnen sich die erfindungsgemäss verwendeten Benztriazole durch eine erhöhte Hydrophilität
aus. Es war aber nicht zu erwarten, dass sich hydrophile UV-Absorber als Lichtschutzmittel
für Tintenstrahldruck-Aufzeichnungsmaterialien besonders eignen. Die Wirkung der UV-Absorber
besteht bekanntlich in einer Ausfilterung des kurzwelligen Lichtes (200-400 nm) und
diese Wirkung sollte nur vom Wellenlängenbereich der Lichtabsorption des Moleküls
abhängen, aber von sonstigen Eigenschaften des Moleküls unabhängig sein. Insofern
war die hohe Wirksamkeit der erfindungsgemässen UV-Absorber überraschend.
[0020] Ausserdem lassen sich die Verbindungen der Formel I gut dispergieren. Sie ergeben
in Kombination mit geeigneten Tensiden sehr stabile Oel-in-Wasser-Emulsionen mit sehr
kleinem Tröpfchendurchmesser. Ferner wurde gefunden, dass solche erfindungsgemässen
Emulsionen beim Auftrocknen nicht agglomerieren, wodurch der UV-Absorber auf dem Aufzeichnungsmaterial
in sehr homogener Verteilung vorliegt, während entsprechende Emulsionen oder Dispersionen
mit den in Research Disclosure Nr. 24239 angegebenen UV-Absorbern beim Auftrocknen
zur Agglomeration des UV-Absorbers neigen.
[0021] Das Aufzeichnungsmaterial ist ein zweidimensionales Flächengebilde, das aus einer
oder mehreren Schichten bestehen kann. Die Trägerschicht besteht üblicherweise aus
Papier oder einer Plastik-Folie oder einem Laminat solcher Materialien. Die Trägerschicht
kann einseitig oder beidseitig beschichtet sein mit einem Material, das besonders
aufnahmefähig für die Tintenfarbstoffe ist. Das Aufzeichnungsmaterial kann transparent
sein, beispielsweise im Falle von Projektionsfolien. Meist ist das Aufzeichnungsmaterial
jedoch nicht transparent und wird in der Aufsicht gelesen.
[0022] Der erfindungsgemässe UV-Absorber kann bereits bei der Herstellung des Trägermaterials
in dieses inkorporiert werden, beispielsweise bei der Herstellung von Papier durch
Zusatz in die Papiermasse, oder bei der Herstellung von Plastikfolien durch Zusatz
zum Polymeren vor der Extrusion. Eine zweite Applikationsmethode ist das Besprühen
des Trägermaterials mit einer Lösung des UV-Absorbers in einem leicht flüchtigen Lösungsmittel.
[0023] Meist wird jedoch eine farbstoffaffine Schicht auf das Trägermaterial aufgebracht
und in diesem Fall setzt man den erfindungsgemässen UV-Absorber der Beschichtungsmasse
zu. Diese Beschichtungsmassen bestehen üblicherweise aus einem festen Füllstoff und
einem Bindemittel sowie kleineren Anteilen an Additiven.
[0024] Der Füllstoff ist der mengenmässige Hauptbestandteil der Beschichtungsmasse. Beispiele
für übliche Füllstoffe sind Kalk, Kreide, Silika, Kaolin, Talk, Ton, Ca-, Mg- oder
Al-Silikate, Gips, Baryt, Zeolith, Bentonit, Diatomeenerde, Vermiculit, Titandioxid,
Zinkoxid, Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat, Stärke oder die in JP-A-85/260 377 beschriebene
oberflächenmodifizierte Silika.
[0025] Das Bindemittel bindet den Füllstoff unter sich und an das Trägermaterial. Es kann
als wässrige Lösung, organische Lösung oder wässrige Dispersion eingesetzt werden.
Beispiele für gebräuchliche Bindemittel sind Polyvinylalkohol, partielle hydrolysiertes
Polyvinylacetat, Cellulose-ether, Polyvinylpyrrolidon und dessen Copolymere, Polyethylenoxid,
Salze von Polyacrylsäure, Natriumalginat, oxidierte Stärke, Gelatine, Casein, Pflanzengummi,
Dextrin, Albumin, Dispersionen von Polyacrylaten oder Acrylat-Methacrylat-Copolymeren,
Latices von Natur- oder Synthesekautschuk, Poly(meth)acrylamid, Polyvinylether, Polyvinylester,
Copolymere von Maleinsäure, Melaminharze, Harnstoffharze oder chemisch modifizierte
Polyvinylalkohole, wie in den JP-A-86/134 290 oder 86/134 291 beschrieben.
[0026] Dem Bindemittel kann ein Farbstoffrezeptor oder Beizmittel zugesetzt werden, den
den Farbstoff fester an die Beschichtung fixieren. Farbstoffrezeptoren für saure Farbstoffe
sind kationischer oder amphoterer Natur. Beispiele für kationische Rezeptoren sind
polymere Ammoniumverbindungen wie z.B. Polyvinylbenzyl-trimethylammoniumchlorid, Polydiallyl-dimethylammoniumchlorid,
Polymethacryloxyethyl-dimethyl-hydroxyethylammonium-chlorid, Polyvinylbenzylmethylimidazolium-chlorid,
Polyvinylbenzyl-picoliniumchlorid oder Polyvinylbenzyl-tributylammoniumchlorid. Weitere
Beispiele sind basische Polymere wie z.B. Poly-(dimethylaminoethylmethacrylat), Polyalkylenpolyamine
und deren Kondensationsprodukte mit Dicyandiamid, Amin-Epichlorhydrin-Polykondensate
oder die in den JP-A-82/36 692, 82/64 591, 82/187 289, 82/191 084, 83/177 390, 83/208
357, 84/20 696, 84/33 176, 84/96 987, 84/198 188, 85/49 990, 85/71 796, 85/72 785,
85/161 188, 85/187 582, 85/189 481, 85/189 482, 86/14 979, 86/43 593, 86/57 379, 86/57
380, 86/58 788, 86/61 887, 86/63 477, 86/72 581, 86/95 977, 86/134 291 oder in den
US-A-4 547 405 und 4 554 181 sowie in der DE-A-3 417 582 beschriebenen Verbindungen.
Ein Beispiel für amphotere Farbstoff-Rezeptoren ist die Gelatine.
[0027] Die farbstoffbindende Beschichtung kann eine Reihe weiterer Additive enthalten, wie
z.B. Antioxidantien, Lichtschutzmittel (darunter auch UV-Absorber, die nicht den erfindungsgemässen
UV-Absorbern angehören), Viskositätsverbesserer, optische Aufheller, Biocide oder/und
Antistatica.
[0028] Beispiele für geeignete Antioxidantien sind insbesondere sterisch gehinderte Phenole
und Hydrochinone, wie z.B. die in der GB-A-2 088 777, oder den JP-A-85/72 785, 85/72
786 und 85/71 796 aufgeführten Antioxidantien.
[0029] Beispiele für geeignete Lichtschutzmittel sind insbesondere organische Nickelverbindungen
und sterisch gehinderte Amine, wie z.B. die in den JP-A-83/152 072, 86/146 591, 86/163
886, 85/72 785 und 86/146 591 oder die in der GB-A-2 088 777, JP-A-84/169 883 und
86/177 279 erwähnten Lichtschutzmittel.
[0030] Ist der erfindungsgemäss verwendete UV-Absorber eine Flüssigkeit, so kann man diese
Zusätze direkt im UV-Absorber lösen. Oder man löst sie in einem organischen Lösungsmittel
vor und mischt sie mit dem flüssigen UV-Absorber oder mit einer Lösung des UV-Absorbers
in einem organischen Lösungsmittel.
[0031] Vorzugsweise werden wässrige Beschichtungsmassen verwendet. In diesem Fall müssen
der UV-Absorber und die sonstigen Additive in der Beschichtungsmasse möglichst homogen
dispergiert werden. Ist der UV-Absorber flüssig, so kann er nach Zugabe oberflächenaktiver
Mittel direkt im Bindemittel oder in der Beschichtungsmasse dispergiert werden. Ist
der UV-Absorber fest oder viskos, so empfiehlt es sich, diesen in einem organischen
Lösungsmittel zu lösen und diese Lösung in der Beschichtungsmasse zu dispergieren.
[0032] Als Lösungsmittel verwendet man vorzugsweise ein schwer-flüchtiges Lösungsmittel,
damit der UV-Absorber auch nach längerer Lagerung des Aufzeichnungsmaterials im flüssigen
Zustand bleibt. Zur Herstellung der Dispersionen setzt man jedoch meist noch ein flüchtiges
Hilfslösungsmittel zu, welches während des Herstellungsprozesses des Aufzeichnungsmaterials
wieder entfernt wird. Beispiele für schwerflüchtige Lösungsmittel sind organische
Flüssigkeiten von öligem Charakter und mit hohen Siedepunkt, wie z.B. Phthalsäurester
(z.B. Dimethyl-, Diethyl-, Dibutyl-, Diamyl-, Dihexyl-, Diheptyl-, Dioctyl, Dinonyl-oder
Didecylphthalat, oder Dibutyl-chlorphthalat), Glycolsäureester (z.B. Butylphthalylbutylglycolat),
Phenole (z.B. 2,4-Di-n-amylphenol, 2,4-Di-tert.amylphenol), Phosphorsäureester (z.B.
Diphenyl-, Triphenyl-, Tricresyl-, Cresyl-diphenyl-, Dioctyl-, Dioctyl-butyl-, Trioctyl-,
Tridecyl-, Trixylenyl-, Tri(isopropylphenyl)-, Tributyl-, Trihexyl-, Trinonyl-, Trioleyl-
oder Tri(butoxyethyl)-phosphat), Citronensäureester (z.B. O-Acetyl-triethyl-, -tributyl-,
-trihexyl-, -trioctyl-, -trinonyl- oder -tridecylcitrat), Benzoesäureester (z.B. Butyl-,
Hexyl-, Heptyl-, Octyl-, Nonyl-, Decyl-, Undecyl-, Dodecyl-, Tetradecyl-, Octadecyl-
oder Oleyl-benzoat), Ester von substituierten Benzoesäuren (z.B. Butyl-2-methoxybenzoat,
Pentyl-o-methylbenzoat, Decyl-p-methylbenzoat, Lauryl-o-chlorbenzoat, Propyl-24,-dichlorbenzoat,
Oleyl-2,4-dichlorbenzoat oder Octyl-n-methoxybenzoat), Fettsäureester und Dicarbonsäureester
(z.B. Hexadecyl-myristat, Dibutylsebacat, Dibutoxyethyl-succinat, Dioctyl-adipat,
Dioctylazelat, Benzyl-caprylat), Ester von Polyolen (z.B. Decamethylenglykoldiacetat,
Triacetyl- oder Tributyrol-glycerin, Pentaerythrittetracapronat, oder Isosorbit-dicaprylat),
Fettsäureamide (z.B. N,N-Dimethyl-, N,N-Diethyl- oder N,N-Dibutyllaurylamid), chlorierte
Paraffine, aliphatische oder aliphatisch-aromatische Ether (z.B. Glycerin-trialkylether,
Glycerin-1,3-dialkylether, n-Pentadecylphenylether oder 3-Pentadecylphenyl-ethylether),
Alkyl-arylcarbamate (z.B. Ethyl-N,N-diphenyl-carbamat) oder Mischungen solcher Flüssigkeiten.
[0033] Als flüchtige Lösungsmittel kann man Flüssigkeiten, die nicht höher als 150°C sieden,
verwenden. Beispiele hierfür sind Niederalkylacetate oder -propionate (z.B. Methyl-,
Ethyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, Butyl-acetat, Methyl- oder Ethylpropionat), Ethylformiat,
Diethyl-carbonat, niedere Chloralkane (z.B. Tetrachlormethan, Di- und Trichlorethylen,
1,2-Dichlorpropan, Chloroform oder Amylchlorid), Ketone (z.B. Aceton, Methyl-ethyl-keton,
Diethylketon oder Methyl-isobutyl-keton), Ether (z.B. Diisopropylether, Dibutylether,
Tetrahydrofuran, Dioxan), Alkohole (z.B. Methanol, Ethanol, Isopropanol, Butanol),
Monoether von Diolen (z.B. Ethylenglykol-monomethylether oder -monoethylether), Kohlenwasserstoffe
(z.B. Cyclohexan, Methylcyclohexan, Ligroin, Benzol, Toluol, Xylol), Nitromethan,
Acetonitril, Dimethylsulfoxid, N-Methylpyrrolidon, Dimethylformamid, Tetrahydrothiophen-dioxid,
Butyrolacton oder 1,2-Dimethoxyethan.
[0034] Diese Hilfslösungsmittel dienen zur besseren Dispergierung des UV-Absorbers oder
seiner Lösung in hochsiedendem Lösungsmittel. Ist jedoch der UV-Absorber eine Flüssigkeit
von niedriger Viskosität, die sich auf Grund eines polaren oder hydrophilen Charakters
gut dispergieren lässt, so ist kein Lösungsmittel notwendig, dies ist bei vielen der
erfindungsgemäss verwendeten UV-Absorbern der Fall. Dadurch kann die Herstellung der
Emulsionen vereinfacht werden, es entfällt die Rückgewinnung des Hilfslösungsmittels.
[0035] Falls ein Hilfslösungsmittel verwendet wird, so muss dieses vor dem Beschichtungsvorgang
wieder entfernt werden. Dies kann durch Erwärmen und/oder Vakuumbehandlung geschehen,
z.B. in einem Vakuum-Sprühverdampfer oder einem Vakuum-Rotationsverdampfer.
[0036] Wenn das Bindemittel der Beschichtungsmasse eine wässrige Lösung, eine Dispersion
oder ein Latex ist, so muss die ölige Phase des UV-Absorbers oder seiner Lösung in
der wässrigen Phase homogen dispergiert werden und diese Dispersion soll eine möglichst
lange Topfzeit haben, während deren sich die dispergierten Oeltröpfchen nicht vergrössern
oder sich die Dispersion entmischt. Dies ist möglich - abgesehen von der Verwendung
von Lösungsmitteln - durch Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln, durch Zusatz
von Kolloiden zur wässrigen Phase sowie durch entsprechend intensive Misch- und Dispergiermaschinen.
[0037] Beispiele für geeignete Dispergiermaschinen sind Ultraschall-Geräte, Turbo-Rührer,
Homogenisatoren, Kolloidmühlen, Perlmühlen, Sandmühlen oder Hochgeswindigkeits-Rührer.
[0038] Beispiele für Kolloide, die der wässrigen Phase zugesetzt werden und die gebildeten
Dispersionen stabilisieren, sind Polyvinylalkohol, Cellulose-ether, Polyethylenoxid,
Salze von Polyacrylsäure, Gelatine, Pflanzengummi, Dextrin, Casein oder Albumin. Diese
Kolloide sind gleichzeitig auch Bindemittel.
[0039] Beispiele für oberflächenaktive Dispergierhilfsmittel können nicht-ionische, amphotere,
anionische oder kationische Tenside sein. Beispiele für nicht-ionische Tenside sind
Ester oder Ether von Polyethylenoxiden oder Polypropylenoxiden oder von deren Copolymeren,
Fettsäurealkanolamide, ethoxylierte Alkanolamide, partielle Fettsäureester von Polyolen
(z.B. von Glycerin, Polyglycerin, Sorbit, Pentaerythrit oder Sucrose), N-Alkyl-morpholine
oder langkettige Aminoxide.
[0040] Beispiele für amphotere Tenside sind Fettsäureamidoalkyl-betaine, Fettsäureamidoalkyl-sultaine,
Fettsäure-imidazolin-betaine, N-Alkyl-β-aminopropionsäuren oder Alkylen-bis(amidoalkylglycinate).
[0041] Beispiele für anionische Tenside sind Alkali- oder Ammoniumsalze von Fettsäuren,
von Alkylsulfaten, von Amido-ethylenoxid-sulfaten, von Alkyl- oder Alkylaryl-sulfosäuren,
von N-Alkyl- und N-Acyl-taurinen, von Fettsäure-isethionaten, von Alkyl-sulfosuccinaten,
von Ligninsulfonaten, von Petroleum-sulfonaten, von Mono- oder Dialkylphosphaten,
von N-Alkylsarkosinen, von Alkylsulfonamidoessigsäuren, von Alkyl-lactaten, von Monoalkyl-succinaten,
von Fettsäure-Protein-Kondensationsprodukten, von (Alkyl)Naphthensäuren, von Abietinsäuren,
von sulfonierten Fettsäuren oder von N-Acyl-aminocarbonsäuren.
[0042] Beispiele von kationsichen Tensiden sind die quaternären Ammoniumsalze von langkettigen
Fettaminen und Benzylaminen, Imidazolinium-, Pyridinium-, Picolinium- oder Morpholiniumsalze
mit langkettigen Alkylresten, quaternäre Ammoniumsalze von langkettigen Alkylamidoalkylaminen
oder Bis-ammoniumsalze von quaternären Diaminen.
[0043] Das Tensid kann in der Olephase oder in der Wasserphase oder in beiden Phasen vorgelöst
werden. Man kann auch in beide Phasen verschiedene Tenside zugeben, diese dürfen aber
nicht gegensätzliche Aktivität (kationisch-anionisch) haben.
[0044] Im Falle der Verwendung kationsicher Tenside kann eine Zerstörung der Oel-in-Wasser-Dispersion
beim Zusatz des Füllstoffes eintreten, wenn die Oberfläche des Füllstoffes eine elektronegative
Ladung aufweist, wie dies z.B. bei Kieselerde der Fall sein kann. Dieses Problem kann
dadurch gelöst werden, dass man die Oberfläche des Füllstoffes vorbehandelt. Hierzu
werden meist Silane mit funktionellen Gruppen verwendet, die die elektrische Aufladung
der Oberfläche entsprechend modifizieren, wie z.B. 3-(Trimethoxysilyl)propyl-dimethyl-octadecyl-ammoniumchlorid.
[0045] Bei Verwendung von Polyvinylalkohol als Bindemittel und Kolloid für die Beschichtungsmasse
haben sich als Dispergierhilfsmittel für die ölige Phase, die den UV-Absorber enthält,
vor allem folgende Tenside besonders bewährt:
[0046] Diisobutyl-phenoxyethyl-dimethyl-benzyl-ammoniumchlorid, Didecyldimethyl-ammoniumchlorid,
Talgfettammoniumacetat, Oleyl-dimethylbenzyl-ammoniumchlorid und Alkylarylsulfonate.
[0047] Die Wirkung der Alkylarylsulfonate kann durch Zusatz von Netzmitteln noch gesteigert
werden, die ebenfalls Tenside sind. Beispiele hierfür sind Natriumdioctylsulfosuccinat
und Alkylnaphthalinsulfonate.
[0048] Wenn das Bindemittel der Beschichtungsmasse als Lösung in einem organischen Lösungsmittel
appliziert wird, brauchen der UV-Absorber und die sonstigen Zusätze nicht dispergiert
werden. Man setzt sie dann direkt der Bindemittellösung zu oder löst sie vorher in
einem organischen Lösungsmittel.
[0049] Die Beschichtungsmasse wird auf dem Träger, der meist ein Papier ist, aufgetragen
und durch Erhitzen getrocknet. Das so präparierte Aufzeichnungsmaterial enthält vorzugsweise
1 bis 5000 mg/m², insbesondere 200-1200 mg/m² des UV-Absorbers.
[0050] Das so präparierte Aufzeichnungsmaterial, das in seiner Oberflächenschicht mindestens
einen der erfindungsgemässen UV-Absorber enthält und die anderen genannten Zusatzstoffe
enthalten kann, ist ebenfalls Gegenstand der Erfindung. Dieses Aufzeichnungsmaterial
hat nicht nur ein gutes Aufnahmevermögen für Tintenstrahl-Farbstoffe, es verleiht
dem aufgedruckten Farbstoff ausserdem eine hohe Lichtechtheit. Hierbei spielt es keine
Rolle, welche Art die Tinte und der in ihr gelöste Farbstoff ist und welche Art von
Druckvorrichtung (printer) verwendet wird.
[0051] Bei den heute verwendeten Druckern unterschiedet man solche mit kontinuierlichem
und intermittierendem Tintenstrahl. Ferner gibt es drop-on-demand printers, bubble-jet
printers, compound-jet printers oder Ionenstrahl-Drucker. Für alle diese apparativen
Verfahren lässt sich das erfindungsgemässe Aufzeichnungsmaterial verwenden.
[0052] Die Tinten sind meistens wässrige Tinten, sie können aber auch Lösungen des Farbstoffes
in einem organischen Lösungsmittel oder in einem geschmolzenen Wachs sein. Wässrige
Tinten enthalten meist hoch wasserlösliche Lösungsmittel, wie z.B. Mono-, Di-, Tri-
oder höhere Ethylenglykole, Propylenglykol, Butandiol-1,4 oder Ether solcher Glykole,
Thiodiglykol, Glycerin und dessen Ether und Ester, Polyglycerin, Mono-, Di- und Triethanolamin,
Propanolamin, Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, Dimethylacetamid, N-Methylpyrrolidon,
1,3-Dimethylimidazolidon, Methanol, Ethanol, Isopropanol, n-Propanol, Diacetonalkohol,
Aceton, Methyl-ethyl-keton oder Propylencarbonat.
[0053] Wässrige Tinten enthalten wasserlösliche Farbstoffe, wie sie auch für das Färben
von natürlichen Fasern bekannt sind. Dies können z.B. Monoazo-, Bisazo- oder Polyazofarbstoffe
oder Phthalocyaninfarbstoffe sein. Beispiele hierfür sind Food Black 2, C.I. Direct
Black 19, C.I. Sulphur Black 1, Acid Red 35, Acid Yellow 23 oder Kupfer-Phthalocyanine.
[0054] Wässrige Tinten können auch verschiedene Additive in kleineren Mengen enthalten,
wie z.B. Bindemittel, Tenside, Biocide, Korrosionsinhibitoren, Sequestriermittel,
pH-Puffer oder Leitfähigkeitszusätze. Sie können auch wasserlösliche UV-Absorber oder
sonstige wasserlösliche Lichtschutzmittel enthalten. Im allgemeinen genügt jedoch
die erfindungsgemässe Zugabe eines UV-Absorbers zum Aufzeichnungsmaterial.
[0055] Wenn die Tinte eine nicht-wässrige Tinte ist, so stellt sie eine Lösung des Farbstoffes
in einem organischen Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch oder in einem geschmolzenen
Wachs dar. Beispiele für hierfür verwendete Lösungsmittel sind Alkylcarbitole, Alkylcellosolven,
Dialkylformamide, Dialkylacetamide, Alkohole, insbesondere Alkohole mit 1-4 C-Atomen,
Aceton, Methyl-ethyl-keton. Diethylketon, Methyl-isobutylketon, Di-isopropylketon,
Dibutylketon, Dioxan, Ethylbutyrat, Ethyl-isovalerat, Diethyl-malonat, Diethylsuccinat,
Methyl-pelargonat, Butylacetat, Triethylphosphat, Ethylglykol-acetat, Toluol, Xylol,
Tetralin, Benzin-Fraktionen. Beispiele für feste Wachse als Lösungsmittel sind Stearin-
oder Palmitinsäure.
[0056] Solche Tinten auf Lösungsmittel-Basis enthalten darin lösliche Farbstoffe wie z.B.
Solvent Rot, Solvent Gelb, Solvent Orange, Solvent Blau, Solvent Grün, Solvent Violett,
Solvent Braun oder Solvent Schwarz. Auch solche Tinten können noch weitere Additive
enthalten, wie sie oben für wässrige Tinten aufgeführt sind.
[0057] Die folgenden Beispiele zeigen die Herstellung einer erfindungsgemäss verwendeten
Beschichtungsmasse und des daraus erhaltenen Aufzeichnungsmaterials. Sie zeigen ferner
die stabilisierende Wirkung des Zusatzes des UV-Absorbers. Prozentangaben beziehen
sich auf das Gewicht, wenn nichts anderes angegeben ist.
Beispiel :
[0058] Es werden Beschichtungsmassen auf der Basis Silika/Polyvinylalkohol, enthaltend eine
Dispersion eines UV-Absorbers - mit und ohne Zusatze von Tricresylphosphat als ölige
Phasebereitet. Im Falle der Mitverwendung von Tricresylphosphat (TCP_ wird dieses
im Gewichtsverhältnis UV-Absorber: TCP = 2:1 zugesetzt. Als Dispergiermittel wird
folgende Lösung zweier anionischer Tenside verwendet:
10 g Phenylsulfonat HSR-Paste (65 %), Hoechst AG
1,3 g Nekal® BX-Paste (62,5 %), BASF AG,
13,7g Wasser.
[0059] Pro g UV-Absorber und TCP werden 1,6 g der Tensidlösung verwendet.
[0060] UV-Absorber und gegebenenfalls TCP werden in wenig Ethylacetat gelöst. Eine Lösung
von 3,27 g Polyvinylalkohol (PVA) in 68 g Wasser wird mit der Tensidlösung gemischt
und diese Mischung wird mit der Ethylacetatlösung des UV-Absorbers am Magnet-Rührer
vermischt. Die Mischungsverhältnisse sind aus Tabelle 1 zu ersehen.
[0061] Das Ethylacetat wird im Rotationsverdampfer bei 45°C entfernt, wobei eine homogene
Dispersion der öligen Phase in der PVA-Lösung entsteht. Zu jeweils 3,27 g PVA werden
4,0 g Silika (Type 244, Grace & Co) zugesetzt und die Dispersion 30 Sekunden mit Ultraschall
homogenisiert. Die resultierende Beschichtungsmasse wird durch ein Sieb aus Polyesterfasern
mit der Maschenweite 24 µm filtriert und der pH auf 7,0 eingestellt durch Zusatz von
2N Natronlauge. Die Beschichtungsmasse (ohne UV-Absorber) enthält 9,7 % Feststoffe.

[0063] Die Beschichtungsmassen werden mit einer Drahtspirale auf photographisches Papier
in einer Dicke von 50 µm aufgetragen. Die nach dem Trocknen mit warmer Luft erhaltene
Beschichtung hat etwa 5 g/m² und enthält 1 mmol UV-Absorber pro m².
Das so präparierte Aufzeichnungsmaterial wird mit einer gelben und mit einer roten
Tinte in einer Tintenstrahldruckvorrichtung bedruckt. Die gelbe Tinte wird bereitet
aus
5 Teile Acid Yellow 23
50 Teilen Diethylenglykol
45 Teilen Wasser.
[0064] Die rote Tinte wird analog bereitet unter Verwendung von Acid Red 35. Die Tinten
werden durch ein Ultrafilter mit 0,3 µm Porenweite filtriert und in die Tintenpatronen
des Gerätes "Think Jet" (Hewlett-Packard) gefüllt. Probedrucke werden bereitet mit
einer Punkt-Dichte von 75 Punkten pro cm.
[0065] Die Farbdichte (Intensität) der angefärbten Stellen wird bestimmt mit einem Densitometer
(Macbeth TR 924) unter Verwendung eines Status A-Filters. Dann werden die Probedrucke
in einem Atlas Weatherometer mit einer Xenon-Lampe einer Beleuchtungsstärke von 81
klux hinter einem Filter aus Fensterglas bestrahlt. Anschliessend wird wieder die
Farbdichte gemessen. Der prozentuelle Verlust an Farbdichte während der Bestrahlung
ist in Tabelle 2 aufgeführt.

1. Verwendung von Verbindungen der Formel I oder II

worin n 1 oder 2 ist,
R Wasserstoff, C₁-C₁₂-Alkyl, C₅-C₈-Cycloalkyl, Phenyl oder C₇-C₉-Phenylalkyl bedeutet,
R¹ Wasserstoff, Chlor oder Methoxy bedeutet, und
R²
a) im Falle von n = 1 eine Gruppe der Formel


oder

bedeutet, worin u 1-9, v 1-6 und w 1-6 ist,
b) im Falle von n = 2 eine Gruppe der Formel

oder

bedeutet, worin x 1-7 und y 1-4 bedeuten,
R³ Wasserstoff, durch ein oder mehrere OH oder -O-COR¹⁰ substituiertes C₁-C₁₈-Alkyl,
durch ein oder mehrere -O- oder -N(R⁷)- unterbrochenes C₃-C₃₀-Alkyl, das durch ein
oder mehrere Gruppen -OH oder -O-COR¹⁰ substituiert sein kann, unsubstituiertes oder
durch -OH substituiertes C₅-C₁₂-Cycloalkyl, unsubstituiertes oder durch -OH substituiertes
C₂-C₁₈-Alkenyl, C₇-C₁₅-Phenylalkyl oder -Alkylphenylalkyl, Glycidyl, Furfuryl oder
eine Glykosylgruppe bedeutet,
R⁷ Wasserstoff oder C₁-C₁₈-Alkyl bedeutet, und
R¹⁰ C₁-C₁₈-Alkyl oder Phenyl bedeutet, R¹¹ C₃-C₁₀-Alkantriyl und R¹² C₄-C₁₂-Alkantetrayl
bedeutet,
als Lichtschutzmittel für Aufzeichnungsmaterialien für den Tintenstrahldruck.
2. Verwendung gemäss Anspruch 1 von Verbindungen der Formel II
3. Verwendung gemäss Anspruch 1 von Verbindungen der Formel I, die bei Raumtemperatur
flüssig sind.
4. Gegen Lichtschädigung stabilisiertes Aufzeichnungsmaterial für den Tintenstrahldruck,
bestehend aus einem zweidimensionalen Flächengebilde mit einer durch Tintenstrahl
bedruckbaren Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, dass die bedruckbare Oberfläche mindestens
eine Verbindung der Formel I gemäss Anspruch 1 enthält.
5. Aufzeichnungsmaterial gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächengebilde
ein beschichtetes Papier ist.
6. Aufzeichnungsmaterial gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die bedruckbare
Oberfläche ausser der Verbindung der Formel I einen kationischen Farbstoff-Akzeptor
enthält.
7. Aufzeichnungsmaterial gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die bedruckbare
Oberfläche ausser der Verbindung der Formel I ein Antioxidans, ein weiteres Lichtschutzmittel,
einen optischen Aufheller oder/und ein Biocid enthält.
8. Verfahren zur Herstellung eines gegen Lichtschädigung stabilisierten Aufzeichnungsmaterials
für den Tintenstrahldruck, dadurch gekennzeichnet, dass man einen zweidimentionalen
Träger mit einer Beschitungsmasse beschichtet, welche mindestens eine Verbindung der
Formel I gemäss Anspruch 1 enthält.
9. Verfahren gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungsmasse
ein wässriges Bindemittel enthält und dass die Verbindung der Formel I in der wässrigen
Phase der Beschichtungsmasse als Oelphase homogen dispergiert wird, wobei die Verbindung
der Formel I in einer öligen Flüssigkeit gelöst vorliegen kann.
10. Verfahren gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der wässrigen oder der
öligen Phase ein Tensid zugesetzt wird.
11. Verbindung der Formel II,

worin R und R³ die im Anspruch 1 gegebene Bedeutung haben.
12. Verbindung gemäss Anspruch 11 der Formel II, worin R tert.Butyl ist.