[0001] Die Erfindung geht von einem elektromagnetischen Schalter nach der Gattung des Hauptanspruchs
aus (DE-A-2804815). Bei solch einem Schalter wird der Schaltbolzen von der Ankerrückstellfeder
an den Magnetanker gedrückt gehalten, so daß Magnetanker und Schaltbolzen nur miteinander
bewegt werden und keine Relativbewegung zueinander ausüben können. Dabei ist von Nachteil,
daß der Schaltbolzen den gleich großen Weg zurücklegen muß wie der Magnetanker bis
die Kontaktbrücke an den Hauptstromkontakten und der Magnetanker am Magnetkern anliegen.
Der lange Schaltweg des Schaltbolzens mit der Kontaktbrücke erfordert einen verhältnismäßig
großen Schaltraum. Solch ein Schalter wiederum ist durch den immer mehr verkleinerten
Einbauraum, der am Kraftfahrzeug dafür noch zur Verfügung steht, nicht mehr verwendbar.
Weiterhin ist ein elektromagnetischer Schalter bekannt (EP-A-0099998), bei dem der
Magnetanker sich gegenüber dem Schaltbolzen bewegen kann, so daß zwar der Schaltraum
verkürzt werden kann, die sich am Magnetanker abstützende und direkt auf den Magnetanker
wirkende Ankerrückstellfeder kann jedoch nicht die Rückstellbewegung der Kontaktbrücke
von den Hauptstromkontakten weg beeinflussen und somit auch nicht die Kraft der im
Schaltraum untergebrachten Rückführfeder unterstützen, um das sichere Lösen der Kontaktbrücke
von den Hauptstromkontakten zu gewährleisten
Aufgabe, Lösung und Vorteile der Erfindung
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektromagnetischen Schalter der
eingangs genannten Art mit verkürzter Baulänge zu schaffen, bei dem ein sicheres Lösen
der Kontaktbrücke von den Hauptstromkontakten ermöglicht wird.
[0003] Zur Lösung der Aufgabe sind die im Kennzeichen des Hauptanspruchs angegebenen Maßnahmen
vorgesehen.
[0004] Dabei ist von Vorteil gegenüber den bekannten elektromagnetischen Schaltern, daß
der Schaltweg für den Schaltbolzen und die Kontaktbrücke klein und somit der Schaltraum
flach gehalten werden kann und die Kontaktbrücke mit Hilfe der sich am Magnetkern
abstützenden Druckfeder sicher von den Hauptstromkontakten gelöst und somit ein Schweißen
an den Hauptstromkontakten verhindert wird.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
des im Hauptanspruch angegebenen Schalters möglich. Besonders vorteilhaft ist die
Führung des Schaltbolzens durch die beispielsweise aus glasfaserverstärktem Thermoplast
bestehende Führungshülse sowohl im Magnetkern als auch im Magnetanker, um die besonders
bei dem rauhen Betrieb in Kraftfahrzeugen auftretenden unerwünschten Schüttel- und
Schwingeinflüsse unwirksam werden zu lassen und um somit Schäden am Magnetanker und
-kern sowie am Schaltbolzen zu verhindern. Darüber hinaus läßt sich die am Magnetkern
anliegende Druckfeder ausreichend stark ausbilden, um unabhängig von der Ankerrückstellfeder
die Kontaktbrücke sicher von den Hauptstromkontakten zu lösen.
Zeichnung
[0006] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Sie zeigt
einen elektromagnetischen Schalter im Längsschnitt.
Beschreibung des Ausführungsbeispieles
[0007] Ein elektromagnetischer Schalter hat ein topfförmiges Gehäuse 1, das zugleich als
Rückschlußjoch dient. An seiner Stirnseite liegt ein Magnetkern 2 an. Auf einen Absatz
des Magnetkerns 2 sitzt ein Ende einer Messinghülse 3, deren anderes Ende in eine
Bohrung im Boden des Gehäuses 1 eingesetzt ist. Auf der Messinghülse 3 ist ein Wicklungsträger
4 angeordnet, auf dem eine Erregerwicklung, welche aus einer Einzugswicklung 5 und
einer Haltewicklung 6 gebildet ist, untergebracht ist. Zwischen dem Boden des Gehäuses
1 und dem Wicklungsträger 4 ist eine Feder 7 eingesetzt, die den Wicklungsträger 4
toleranzausgleichend und schüttelfest im Gehäuse 1 hält.
[0008] Die äußere Stirnseite des Magnetkerns 2 begrenzt einen Schaltraum 8, der von einer
Kappe 9 umschlossen ist. Die Kappe 9 hat an ihrem den Magnetkern 2 zugewandten Rand
einen Flansch 10. Zwischen Magnetkern 2 und Kappenrand ist ein Federelement 11 eingelegt.
Ein Befestigungsrand 12 des Gehäuses 1 greift über den Magnetkern 2 und den Flansch
10 und ist hinter dem Flansch 10 umgebördelt. In der Kappe 9 sind zwei Hauptstromkontakte
13 und 14 befestigt, die in den Schaltraum 8 ragen und aus der Kappe 9 führende Anschlußbolzen
haben, die in an sich bekannter und nicht näher dargestellter Weise an den Pluspol
einer Batterie bzw. an die Feldwicklung eines Andrehmotors angeschlossen sind.
[0009] In der Messinghülse 3 ist ein Magnetanker 15 schüttelfest geführt. An seinem aus
der Messinghülse 3 und somit aus dem Gehäuse 1 ragenden Ende ist ein Mitnehmer 16
für einen nicht näher dargestellten Einrückhebel eines Einspurgetriebes befestigt.
Der Magnetanker 15 hat eine Längsbohrung 17, in der ein Betätigungsbolzen 18 aus magnetisierbarem
Werkstoff befestigt ist. Der Betätigungsbolzen 18 ragt in einen erweiterten Abschnitt
19 der Längsbohrung 17, an welchen ein sich trichterförmig erweiternder Endabschnitt
20 anschließt. In dem Bohrungsabschnitt 19 sitzt eine Druckfeder, die als Ankerrückstellfeder
21 dient. Deren Endwindungen sind aufgeweitet, wodurch das Federende im Magnetanker
15 befestigt ist. Die Endwindungen der Ankerrückstellfeder 21 können oder die Ankerrückstellfeder
21 insgesamt kann auch einen kleineren Durchmesser haben, so daß das Federende auf
dem Betätigungsbolzen 18 befestigbar ist.
[0010] Ein Schaltbolzen 22 aus unmagnetischem Werkstoff ragt durch eine Bohrung 23 des Magnetkerns
2. Er hat am Endabschnitt, welcher dem Betätigungsbolzen 18 zugewandt ist, einen Bund
24. Auf dem Bund 24 und einem daran grenzenden Mittelabschnitt des Schaltbolzens 22
ist eine Führungshülse 25 aus Dämpf- und Isolierstoff angeordnet, beispielsweise aus
einem glasfaserverstärkten Thermoplast. Die Führungshülse 25 dient als Führung und
Lagerung des Schaltbolzens 22. Im Bereich des Bundes 24 ist der Schaltbolzen 22 mittels
eines erweiterten Endabschnitts 26 der Führungshülse 25 im Abschnitt 19 der Bohrung
17 und somit im Magnetanker 15 geführt. In seinem Mittelabschnitt ist der dort noch
von der Führungshülse 25 umgebene Schaltbolzen 22 in der Bohrung 23 des Magnetkerns
2 gelagert und geführt. Die Führungshülse 25 aus Schütteleinflüsse dämpfendem Werkstoff
verhindert das Schlagen des Schaltbolzens 22 in dem Bohrungsabschnitt 19 des Magnetankers
15, das zu Schäden am Magentanker 15 führen kann, zumal der Schaltbolzen 22 aus nichtmagnetisierbarem
Material härter als der Magnetanker 15 ist.
[0011] Durch Verwendung der Führungshülse 25 kann billigerer und weicherer Werkstoff, beispielsweise
Messing, für den Schaltbolzen 22 verwendet werden.
[0012] Schaltbolzen 22 ragt mit einem Endabschnitt in den Schaltraum 8. Auf dem Endabschnitt
sind eine Kontaktdruckfeder 27, ein Kontaktbrückenträger 28 aus isolierendem Material,
welcher eine Kontaktbrücke 29 trägt, eine Scheibe 30 und ein in einer Ringnut 31 sitzender
Anschlagring 32 angeordnet. Der Kontaktbrückenträger 28 sitzt in der Ruhestellung
des Schalters in einem erweiterten Endabschnitt 33 der Bohrung 23 des Magnetkerns
2.
[0013] Die Ankerrückstellfeder 21 liegt mit einem Ende an der Stirnseite 34 des Schaltbolzens
22 an. Die Kontaktdruckfeder 27, welche sich mit einem Ende am Kontaktbrückenträger
28 abstützt, liegt mit ihrem anderen Ende an der Stirnseite 35 der Führungshülse 25
an. Eine Druckfeder 36 umgibt die Führungshülse 25 derart, daß sie sich mit einem
Ende in einer ringförmigen Vertiefung 37 an der dem Magnetanker 15 zugewandten Stirnseite
des Magnetkerns 2 abstützt und mit ihrem anderen Ende an einem Bund 38 anliegt, welcher
am Übergang der Führungshülse 25 in deren erweiterten Endabschnitt 26 ausgebildet
ist. Dadurch stützt sich die Druckfeder 36 über die Führungshülse 25 am Bund 24 des
Schaltbolzens 25 ab. Die Druckfeder 36 ist mit stärkerer Druckkraft versehen als die
Ankerrückstellfeder 21.
[0014] Die Federanordnung 21, 36 hält aufgrund der Vorspannung der Ankerrückstelleder 21
die Baugruppe aus Schaltbolzen 22, 24, 34 samt Führungshülse 25, 26, 35, 38, Kontaktdruckfeder
27, Kontaktbrückenträger 28 mit Kontaktbrücke 29 sowie den Magnetanker 15 mit Betätigungsbolzen
18 in der in der Zeichnung dargestellten Ruhestellung.
[0015] Bei erregter Wicklung 5, 6 wird der Magnetanker 15 zum Einspuren des nicht dargestellten
Andrehritzels des erwähnten Einspurgetriebes über den ebenfalls nicht dargestellten,
am Mitnehmer 16 des Magnetankers 15 angelenkten Einrückhebel entgegen der Kraft der
Ankerrückstellfeder 21, die weiter gespannt wird, an den Magnetkern 2 gezogen. Dabei
wird zunächst der Magnetanker 15 samt Betätigungsbolzen 18 auf den Magnetkern 2 und
den Schaltbolzen 22 zu bewegt. Liegt der Betätigungsbolzen 18 an der Stirnseite des
Schaltbolzens 22 an, dann wird bei der weiteren Einzugsbewegung des Magnetankers 15
der Schaltbolzen 22 weiter in den Schaltraum 8 geschoben, wobei auch die Druckfeder
36 gespannt wird. Bei der Bewegung des Schaltbolzens 22 in den Schaltraum 8 wird die
Kontaktbrücke 29 an die Hauptstromkontakte 13 und 14 gedrückt und mit Unterstützung
der Kontaktdruckfeder 27 an den Hauptstromkontakten 13 und 14 gehalten. Dadurch wird
der an den Anschlußbolzen des Hauptstromkontakts 13 angeschlossene, nicht dargestellte
Andrehmotor mit der an den Anschlußbolzen des Hauptstromkontakts 14 angeschlossenen,
ebenfalls nicht dargestellten Stromquelle in an sich bekannter Weise verbunden. Der
Andrehmotor erhält Strom zum Andrehen der Brennkraftmaschine.
[0016] Ist die Brennkraftmaschine angelaufen, wird die Stromzufuhr zur Erregerwicklung des
elektromagnetischen Schalters abgeschaltet. Die mit wesentlich größerer Federkraft
als die Ankerrückstellfeder 21 versehene Druckfeder 36 trennt dann sofort die Kontaktbrücke
29 von den Hauptstromkontakten 13 und 14. Der Schaltbolzen 22 samt Führungshülse 25,
Kontaktbrückenträger 28 und Kontaktbrücke 29 wird dabei von der starken Druckfeder
36 in die in der Zeichnung dargestellte Ruhestellung zurückbewegt und löst den Magnetanker
15 vom Magnetkern 2. Dann bewegt die Ankerrückstellfeder 21 den Magnetanker 15 weiter
in seine Ausgangsstellung zurück.
1. Elektromagnetischer Schalter, insbesondere für Andrehvorrichtungen von Brennkraftmaschinen,
mit einem Gehäuse (1), in dem ein Wicklungsträger (4) mit einer Erregerwicklung (5,
6) und einer Führungshülse (3) untergebracht ist, in welcher ein mit einem Betätigungsbolzen
(18) und mit einer Ankerrückstellfeder (21) versehener Magnetanker (15) geführt ist,
und mit einem an einer Stirnseite des Gehäuses (1) angeordneten Magnetkern (2), in
dem ein mit einem Bund (24) versehener Schaltbolzen (22) verschiebbar geführt ist,
auf welchem eine sich an einem Kontaktbrückenträger (28) abstützende Kontaktdruckfeder
(27) sowie der Kontaktbrückenträger (28) samt Kontaktbrücke (29) bewegbar angeordnet
sind, wobei der Schaltbolzen (22) zusammen mit Kontaktbrückenträger (28) und Kontaktbrücke
(29) in einen Schaltraum (8) ragt, der von einer Kappe (9) abgedeckt ist, in der zwei
in den Schaltraum (8) ragende Hauptstromkontakte (13, 14) angeordnet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß auf dem Schaltbolzen (22) eine in Magnetanker (15) und Magnetkern
(2) bewegbar angeordnete Führungshülse (25) sitzt. an einer Stirnseite (34) des Schaltbolzens
(22) die Ankerrückstellfeder (21) und an einer Stirnseite (35) der Führungshülse (25)
die Kontaktdruckfeder (27) anliegen, und die Führungshülse (22) einen Anschlag (38)
aufweist, der durch eine Druckfeder (36) an den Bund (24) des Schaltbolzens (22) drückbar
ist, welche sich am Magnetkern (2) abstützt.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungshülse (25) aus
einem dämpfenden, verschleißarmen Kunststoff besteht.
3. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder (36) mit einer
größeren Federkraft versehen ist als die Ankerrückstellfeder (21).
1. Interrupteur électromagnétique notamment pour démarreur de moteur à combustion
interne, comportant un boîtier (1) recevant un support d'enroulement (4) avec un enroulement
d'excitation (5, 6) et une douille de guidage (3), cette dernière recevant une culasse
(15) munie d'un goujon d'actionnement (18) et d'un ressort de rappel de culasse (21)
et un noyau d'aimant (2) prévu contre la face du boîtier (1), noyau dans lequel un
goujon de commutation (22) muni d'un collet (24) est guidé en coulissement, et sur
lequel est prévu un ressort de compression de contact (27) s'appuyant contre un support
de pont de contact (28) ainsi qu'un support de pont de contact (28) avec un pont de
contact (29) monté mobile, le goujon de commutation (22) et le support de pont de
contact (28) ainsi que le pont de contact (29) pénétrant une chambre de commutation
(8) couverte par un chapeau (9) et deux contacts principaux (13, 14) venant en saillie
dans la chambre de commutation (8), interrupteur caractérisé en ce que le goujon de
commutation (22) porte une douille de guidage (25) mobile dans la culasse (15) et
le noyau (2) de l'aimant, et le ressort de rappel (21) de l'induit s'appuie contre
une face frontale (34) du goujon de commutation (22) et le ressort de compression
de contact (27) s'appuie contre la face frontale (35) de la douille de guidage (25),
la douille de guidage (25) ayant une butée (38) qui est poussée par un ressort de
compression (36) contre le collet (24) du goujon de commutation (22) s'appuyant sur
le noyau (2).
2. Interrupteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la douille de guidage
(25) est en un matériau d'amortissement, à faible usure.
3. Interrupteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ressort de compression
(36) possède une force de ressort plus grande que celle du ressort de rappel d'induit
(21).
1. Electromagnetic switch, in particular for starting devices of internal combustion
engines, having a housing (1) in which a winding support (4) having an excitation
winding (5, 6) and a guide sleeve (3) is mounted in which a magnet armature (15) provided
with an actuation pin (18) and with an armature return spring (21) is guided, and
having a magnet core (2) arranged on an end side of the housing (1), in which magnet
core a switching pin (22) provided with a collar (24) is slidably guided, on which
switching pin a contact pressure spring (27), which is supported on a contact bridge
support (28), as well as the contact bridge support (28) together with contact bridge
(29) are movably arranged, the switching pin (22), together with contact bridge support
(28) and contact bridge (29), projecting into a switching space (8) which is covered
by a cap (9) in which two main current contacts (13, 14) projecting into the switching
space (8) are arranged, characterised in that seated on the switching pin (22) there
is a guide sleeve (25) movably arranged in magnet armature (15) and magnet core (2),
the armature return spring (21) rests against an end side (34) of the switching pin
(22) and the contact pressure spring (27) rests against an end side (35) of the guide
sleeve (25), and the guide sleeve (22) (sic) has a stop (38) which can be pressed
against the collar (24) of the switching pin (22) by means of a pressure spring (36)
which is supported on the magnet core (2).
2. Switch according to Claim 1, characterised in that the guide sleeve (25) consists
of a dampening plastic with a low rate of wear.
3. Switch according to Claim 1, characterised in that the pressure spring (36) is
provided with a greater spring force than the armature return spring (21).