[0001] Bei bekannten elektromotorisch betriebenen mobilen Staubsaugern, welche der Reinigung
im Haushalt dienen, wird der durch einen Ventilator erzeugte saugende Luftstrom in
einen Staubsammler geleitet. Derselbe führt Staub- und Grobteile mit, die im zugeordneten
Filtergerät zurückbleiben. Bei sich ergebenden Druckunterbrüchen des Luftstromes als
auch bei ruckartigen Hin- und Herbewegungen entstehen, fallen angesaugte Grob- und
Staubteile in die Luftzuleitung zurück und verursachen oder verstärken Verstopfungen.
Zur Behebung der letzteren sind umständliche und unhygienische Reinigungsarbeiten
des Filtergerätes erforderlich. Die mobilen Staubsauger sind bei den Reinigungsarbeiten
starken ruckartigen Bewegungen in allen Richtungen ausgesetzt und erfordern deswegen
solide Strukturen, was die Herstellung wesentlich verteuert.
[0002] Um das Auffinden von auf Böden oder Teppichen liegen gebliebenen kleineren Objekten
zu erleichtern, werden auch mit Saugluft arbeitende Geräte verwendet, wie im US-Patent
2.293.920 offenbart. Das dabei verwendete Gittersieb dient primär zur Beobachtung
des Luftstromes und ist für Reinigungszwecke mangels voller Umdrehungsmöglichkeit
der Filterscheibe weniger tauglich.
[0003] Gegenstand der Erfindung ist ein Staubsauger mit Filtergerät nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1. Derselben liegt die Aufgabe zugrunde auch bei starker Verschmutzung
einen kontinuierlichen Betrieb zu gewährleisten und die notwendigen Reinigungsarbeiten
leicht und rasch auszuführen, als auch den Durchfluss von Staub sowie Grobteilen zu
gestatten und letztere auszuscheiden.
[0004] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch das im Patentanspruch 1 genannte Merkmal
gelöst. Eine vorteilhafte Ausbildung des Ventils ist dem abhängigen Patentanspruch
2 entnehmbar.
[0005] Anhand der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert, und
zwar zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Staubsaugers mit Filtergerät, in einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt, den Filterkörper in offener, das Membranventil dagegen in geschlossener
Stellung, in grösserem Massstab,
- Fig. 3
- einen Querschnitt nach der Linie III-III in Fig. 2,
- Fig. 4
- die Filterscheibe allein in Frontansicht,
- Fig. 5
- einen Querschnitt in Richtung der Linie V-V in Fig. 6 ohne Filterscheibe,
- Fig. 6
- einen Längsschnitt wie Fig. 2, das Filtergerät in Arbeitsstellung mit offenem Membranventil
in einer Variante des Filtergehäuses,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht des Filtergerätes in einem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 8
- einen Längsschnitt desselben und
- Fig. 9
- eine Membrane in Frontansicht.
[0006] In Fig. 1 bis 6 bezeichnet 1 ein in herkömmlicher Weise zugleich als Stiel dienendes
Luftleitrohr, 2 die über die zu reinigende Fläche zu führende Ansaugdüse, 3 das an
das Luftleitrohr 1 angeschlossene Filtergehäuse und 1' das Luftleitrohr, welches zum
nicht besonders dargestellten Schlauch und fahrbaren Ventilator führt. Das Filtergehäuse
3 besteht aus wenigstens zwei teilweise ineinander gesteckten Gehäuseteilen 3', 3''
(Fig. 6), welche grösseren Durchmesser besitzen als das Luftleitrohr 1. An einander
gegenüberliegenden Stutzen 4 des Filtergehäuses 3, welche kleinere Weiten als letzteres
besitzen, sind die Luftleitrohre 1, 1' angeschlossen. Die beiden Teile 3', 3'' des
Filtergehäuses 3 können auch durch eine an der Umfangsseite gerippte Schraubenmuffe
5 (Fig. 2) miteinander verbunden sein oder mit direkt angespritztem Innen- oder Aussengewinde.
[0007] Im Gehäuseteil 3' ist auf einer, diesen quer durchsetzenden Achse 6 eine flache,
mit Löchern 7 versehene, in der Strömungsrichtung des Luftstromes liegende, formfeste
Filterscheibe 8 (Fig. 2) auswechselbar gelagert. Ein Endteil der Achse 6 steht aus
dem Gehäuseteil 3' vor und besitzt ein manuelles Betätigungsorgan 9, so dass die Filterscheibe
8 in der durch Pfeile A angedeuteten Luftströmungsrichtung drehverstellt werden kann.
Das Betätigungsorgan 9 ist in Fig. 2 und 5 ein zylindrischer Kopf in Fig. 4 dagegen
ein Winkelhebel 9'. Im Bereich des Luftströmungseinganges B ist ein selbsttätig wirkendes
Membranventil 10 im Gehäuseteil 3'' durch Schrauben oder Nieten 11 befestigt.
[0008] Vor Beginn des Luftdurchzuges und bei Ausserbetriebsetzung nimmt die Membrane 10
die in Fig. 2 gezeigte Stellung ein. Gelangt Saugluft in das Filtergehäuse 3 so wird
das Membranventil 10 geöffnet, wie die gestrichelten Linien in Fig. 2 zeigen, und
gelangt zur Filterscheibe 8. Mitgeführte Grobteile fallen von der Filterscheibe 8
ab und gelangen in den Sammelraum 12, der untenseits teilweise durch die Innenwände
der Gehäuseteile 3', 3'' begrenzt ist. Feinpartikel ziehen dagegen durch die Löcher
7 der Filterscheibe 8. Wenn die Löcher 7 teilweise oder ganz verstopft sind, so wird
die Achse 6 mittels des Betätigungsorganes 9 inbezug zur Stellung nach Fig. 2 um 180
Grad verdreht, so dass der Luftstrom von der hinteren Seite durch die Filterscheibe
8 strömt und allfällige, die Löcher 7 ganz oder teilweise verstopfende Fremdstoffe
wegzieht.
[0009] Bei Oeffnung des Filtergehäuses 3, wobei vorangehend der den Luftstrom erzeugende
Ventilator abgestellt sein kann, lassen sich die im Sammelraum 12 befindlichen Grobteile
leicht entfernen. Mit der Ausschaltung des Ventilators und den damit verbundenen Unterbrechungen
des Luftstromes, schliesst sich das Membranventil 10 selbsttätig in die Stellung gemäss
Fig. 6 und verhindert das Zurückfallen von angesammelten Fremdkörpern. Um die Filterscheibe
zu reinigen wird diese mittels des Betätigungsorganes 9 bzw. 9' und der Achse 6 einfach
in die Stellung gemäss Fig. 2 gebracht.
[0010] Zufolge der Verstellmöglichkeit der Filterscheibe 8 ist eine kontinuierliche Betriebsweise
des Staubsaugers ermöglicht. Reinigungsarbeiten lassen sich schneller sowie ohne Umständlichkeiten
ausführen und erfordern keine handwerkliche Geschicklichkeit. Fig. 2 zeigt die Stellung
der Filterscheibe, in welcher Staub und Grobteile gemeinsam durch den Luftstrom mitgenommen
und das Filtergehäuse passieren können, von welch letzterem diese durch das Luftleitrohr
1' in den angeschlossenen Staubsack beim Ventilator gelangen.
[0011] Das Filtergerät für Staubsauger ist für privaten und industriellen Gebrauch aller
Art geeignet und lässt sich leicht in neue wie auch bestehende Ausführungen einbauen.
[0012] Bei Feinfiltrierungen lässt sich die Filterscheibe 8 mit einer trockenen oder genässten
Gewebebahn belegen. Die Gewebebahnen müssen z.B. durch Randumfassungen der Filterscheibe
befestigt sein.
[0013] Bei einem Staubsauger, bei dem sich der Ventilator mit Staubsack unmittelbar neben
der Ansaugdüse 2 im Stiel 1 befindet, ist das Filtergehäuse 3' mit der Filterscheibe
8 zwischen den beiden Teilen 1, 2 anzuordnen.
[0014] Da das Gehäuse 3, 3' aus durchsichtigem, schlagfestem Kunststoff besteht, kann die
Menge und die Art der Grobteile festgestellt werden ohne dass der Filter geöffnet
wird.
[0015] Ohne das Gehäuse 3, 3' zu öffnen wird ferner durch einfaches Verdrehen des Filterkörpers
8 eine Selbstreinigung bewirkt.
[0016] Der Filterkörper 8 kann zur Grob- und Feinfiltrierung ausgebildet sein und das Auswechseln
desselben mit anderen Lochgrössen lässt sich rasch und leicht vornehmen, insbesondere
wenn das Gehäuse 3 dreiteilig ist.
[0017] In Fig. 7 haben die mit Bezugszeichen belegten Teile den gleichen Sinn wie im ersten
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 6. Der wesentliche Unterschied besteht darin,
dass im Abstand neben der Filterscheibe 8 eine zweite Feinfilterscheibe 13 im Gehäuseteil
3'' angeordnet ist. Diese Feinfilterscheibe 13 hat winzige, kleine, nicht gezeichnete
Löcher. Die Feinfilterscheibe 13 ist mit einer, ebenfalls nicht besonders dargestellten,
porösen Filterfolie aus Papier oder einem Gewebe bespannt. Die Umfangsseite der Feinfilterscheibe
13 ist zwischen den Anliegeseiten 14 der Gehäuseteile 3', 3'' eingeklemmt und im Gegensatz
zur Filterscheibe 8 ortsfest und wegnehmbar. Letztere wird nur bei Bedarf, insbesondere
zum Suchen resp. Filtern von sehr feinen Partikeln eingesetzt. Das Betätigungsorgan
9 zum Verdrehen der Filterscheibe 8 ist als Drehschalter ausgebildet. 15 bezeichnet
eine Drehsicherung gegen unerwünschtes Verdrehen der Gehäuseteile 3', 3'' zueinander.
Diese kann durch einen vorstehenden, elastischen Nocken am Gehäuseteil 3'' gebildet
sein, welcher in eine am Gehäuseteil 3' befindliche Vertiefung eingreift. Das Ventil
10 ist wiederum eine herkömmliche elastische Membrane mit drei radialen Schnitten.
[0018] Das Filtergerät ist überall da verwendbar, wo die Ausscheidungen fester Partikel
in gasförmigen Medien verlangt werden. Das Filtergerät lässt sich an Lüftungsaggregaten
beliebiger Art zuordnen.
[0019] Das beschriebene Filtergerät ist ein Kleinteilefilter insbesondere für Staubsauger
sowie Lüfter und wird vorzugsweise in einem Saugrohr eingebaut, wie in Fig. 1 gezeigt.
Dasselbe entnimmt dem Luftstrom die mitgeführten, meistens ungewollt eingesogenen
Teile, wie Schmuck, Spielzeugteile, Schräubchen, Fasern, Haare, Schmutzkörper etc.
und hält diese im Gehäuse 3 zurück. Zum Entnehmen der zurückgehaltenen Teile aus dem
Gehäuse 3 wird letzteres durch eine einfache, entgegengesetzte Drehbewegung der Gehäuseteile
3', 3'' geöffnet. Die Drehsicherung 15 verhindert ein selbständiges Oeffnen des Gehäuses
3 während dem Betrieb. Weil das Gehäuse 3 aus durchsichtigem, schlagfestem Kunststoff
besteht, ist eine optimale Kontrolle über den Inhalt, ohne dass das Filtergerät geöffnet
werden muss, gewährleistet. Die Filterscheibe 8 wird von aussen mit dem Betätigungsorgan
9 betätigt und reinigt sich bei Bedarf, in die Stellung gemäss Fig. 1 gebracht, selbst.
Die als Ventil wirkende Membrane 10 schliesst sich automatisch, wenn der Motor abgestellt
wird und verhindert den Zurückfall in das Luftleitrohr 1' (Fig. 1 und 6).
1. Filtergerät an Staubsauger, insbesondere zur Bodenreinigung, mit einem verstellbaren
Filter zur Ausscheidung von Grobteilen in einem öffnenbaren Gehäuse (3), mit einer
verdrehbaren Filterscheibe (8) die in verschiedene Funktionsstellungen im Gehäuse
(3) einstellbar angeordnet ist, derart, dass in Querstellung des Filterkörpers zum
Luftstrom (Fig. 6) nur die Staubteile, in Längsstellung (Fig. 2) dagegen die Staub-
mit den Grobteilen denselben passieren und in einer weiteren um 180 Grad verdrehten
Stellung eine Reinigung beider Seiten des Filterkörpers und damit eine Selbstreinigung
bewirkt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass beim Luftströmungseingang (B) am
Gehäuse (3) vor der Filterscheibe (8) ein auf Druckunterbrüche der Luftströmung ansprechendes
Ventil (10) vorgesehen ist, mittels welchem bei Unterbrechung der Luftströmung (A)
das Luftleitrohr (1') geschlossen und das Zurückfallen ausgefilterter Teile in die
Luftleitung (1) verhindert werden kann.
2. Filtergerät nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (10) ein
Membranventil ist.
1. Filter apparatus on vacuum cleaners, in particular for floor cleaning, having an adjustable
filter for separating coarse particles in a housing (3) which can be opened, having
a rotatable filter disc (8) which is arranged to permit adjustment to various functional
positions in the housing (3), so that, when the filter element is arranged crosswise
with respect to the air stream (Fig. 6), only the dust particles pass through the
filter element whereas, when it is in the longitudinal position (Fig. 2), the dust
particles together with the coarse particles pass through said filter element and,
in a position rotated through a further 180 degrees, cleaning of both sides of the
filter element and hence self-cleaning can be effected, characterized in that a valve
(10) which responds to pressure changes in the air flow is provided in the air flow
inlet (B), on the housing (3), in front of the filter disc (8), by means of which
valve the air conduit pipe (1') is closed when the air flow (A) is interrupted and
filtered-out particles can be prevented from falling back into the air pipe (1).
2. Filter apparatus according to Claim 1, characterized in that the valve (10) is a diaphragm
valve.
1. Dispositif de filtre pour aspirateur, notamment pour le nettoyage du sol, comportant
un filtre réglable pour séparer les particules grossières dans un boîtier (3) susceptible
d'être ouvert, un disque de filtre (8) susceptible de tourner et qui est placé de
manière réglable dans le boîtier (3) pour prendre différentes positions de fonctionnement,
de façon que dans la position transversale du corps de filtre par rapport au flux
d'air (figure 6), seules les particules de poussière puissent passer, alors que, pour
la position longitudinale (figure 2) les particules de poussière peuvent passer avec
les particules grossières et dans une autre position tournée de 180°, on peut nettoyer
les deux côtés du corps du filtre et assurer ainsi un auto-nettoyage, dispositif caractérisé
en ce qu'à l'entrée du flux d'air (B) du boîtier (3), en amont du disque formant filtre
(8), il est prévu un organe d'obturation (10) mis en oeuvre par des interruptions
de pression du flux d'air et qui, en cas d'interruption du flux d'air (A), ferme le
tuyau de passage d'air (1') pour que les parties séparées par filtrage ne puissent
retomber dans la conduite d'air (1).
2. Dispositif de filtre selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe d'obturation
(10) est un clapet à membrane.