| (19) |
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(11) |
EP 0 280 912 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.09.1992 Patentblatt 1992/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.02.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01Q 3/36 |
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Kurzwellen-Dipolgruppen
Short wave antenna group
Groupe d'antennes à ondes courtes
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
11.02.1987 DE 3704201
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.09.1988 Patentblatt 1988/36 |
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Patentinhaber: Asea Brown Boveri Aktiengesellschaft |
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68309 Mannheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Reiche, Jürgen, Dipl.-Ing.
D-6834 Ketsch (DE)
- Idselis, Manfred, Dipl.-Ing.
D-6912 Horrenberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rupprecht, Klaus, Dipl.-Ing. et al |
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c/o ABB Patent GmbH,
Postfach 10 03 51 68128 Mannheim 68128 Mannheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 203 777 DE-U- 8 200 770
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DE-B- 1 516 041 US-A- 2 577 668
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 4, Nr. 56, 25. April 1980 (E8-538); & JP - A - 55
26708 (NIPPON DENSHIN DENWA KOSHA) 26.02.1980
- FUNKSCHAU 75, Heft 26, Seiten 44-47; F. BEHNE: "Rdfk-Sendantennen im Lang-, Mittel-
und Kurzwellenbereich"
- Introduction to Radar Systems, 2nd Edition, Skolnik MI, McGraw-Hill, page 166
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine HF-Sendevorrichtung mit Kurzwellendipolgruppen,
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] In dem Aufsatz "Rundfunk-Sendeantennen im Lang-, Mittel- und Kurzwellenbereich" von
Fritz Behne in der Funkschau, Heft 26-1975, Seiten 44 bis 47, wurden Kurzwellenantennen
beschrieben, die aus einer Vielzahl von in einer Ebene übereinander und nebeneinander
angeordneter Einzeldipole aufgebaut sind. Die gesamte Senderenergie wird zum Fußpunkt
der Antenne geführt. Dort wird die Leistung auf einzelne Gruppen der Antennen, die
sogenannten bays, aufgeteilt. Die Hauptstrahlrichtung derartiger Kurzwellen-Vorhangantennen
kann in azimutaler Richtung dadurch geschwenkt werden, daß benachbarte Dipole bzw.
Dipolgruppen mit Strömen unterschiedlicher Phase und gleicher Amplitude gespeist werden.
Die dazu erforderliche Veränderung der Speisestromphase wird durch einschaltbare Umwegleitungen
oder motorgetriebene Posaunen-Leitungen stufenweise oder kontinuierlich bewirkt.
Die hierfür erforderlichen Schalteinrichtungen, die Umwegleitungen bzw. die Posaunen-Leitungen
sind relativ aufwendige Bauteile. Die Abstrahlleistung der Antenne ist begrenzt und
hängt von der maximal möglichen Leistung des Hochfrequenzsenders (HF-Sender) ab.
[0003] Aus dem Patent Abstract of Japan, Band 4, Nr. 56,25; April 1980 (E8-538); JP-A-5526708
(Nippon, Denshin Denwa Kosha) 26.02.1980 ist eine Sendevorrichtung bekannt, die eine
Vielzahl von Antennen aufweist. Jeder Antenne ist die Reihenschaltung aus einem Oszillator,
einem Modulator und einem Filter vorgeschaltet. Jeder Oszillator ist über einen Phasenschieber
an einen Standardoszillator angeschlossen. Die Phasenschieber dienen zur Korrektur
von Phasendifferenzen zwischen den einzelnen Oszillatoren.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, Kurzwellen-Dipolgruppen der eingangs genannten Art
anzugeben, bei denen eine Erhöhung der Sendeleistung bei Verwendung üblicher HF-Sender
erzielbar ist, und bei der auf die Schalteinrichtungen, die Umwegleitungen bzw. Posaunen-Leitungen,
die der Veränderung der Speisestromphase dienen, verzichtet werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0006] Um die Sender zu synchronisieren, werden sie zweckmäßigerweise durch einen gemeinsamen
Referenzoszillator gesteuert. Es werden zur Einstellung der unterschiedlichen Phasenlagen
vorzugsweise Phasendrehglieder verwendet. Hierbei handelt es sich um elektronische
Bauteile, die entsprechend eines vorgebbaren Sollwertes die Phasenlage des Referenzoszillator-Signals
drehen. Werden n HF-Sender mit unterschiedlicher Phasenlage betrieben, so sind wenigstens
n-1-Phasendrehglieder einzusetzen.
[0007] Einer Weiterbildung der Erfindung zufolge, wird die Phasendifferenz anhand eines
Regelkreises aufrechterhalten. Durch eine Phasenvergleichseinrichtung wird die Phasenabweichung
zwischen zwei Speisestromleitungen der Dipolgruppen gemessen. Dieser Phasen-Istwert
wird in einem Komparator mit einem vorgebbaren Sollwert verglichen. Liegt eine Abweichung
zwischen Soll- und Istwert vor, so beeinflußt der Komparator das Phasendrehglied derart,
daß der Phasenfehler ausgeglichen wird.
[0008] Die Befehlseingabe (Sollwertvorgabe) für die Steuerung der Phasendrehglieder übernimmt
in vorteilhafter Weise ein Prozeßrechner. Dem Prozeßrechner werden die unterschiedlichen
Abstrahlwinkel (entsprechend den Sendezielgebieten), die im Ablauf eines Tages eingestellt
werden, vorgegeben. Der Prozeßrechner berechnet zu jedem Zeitpunkt die für die Abstrahlwinkel
erforderlichen Sollphasendifferenzen der einzelnen Dipolteilgruppen und gibt entsprechend
Steuerbefehle an die Komparatoren ab.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Lösung kann die der Antenne zugeführte Trägerleistung
erheblich gesteigert werden, ohne daß standardisierte Baugruppen des Systems (z.B.
Energieleitungen, HF-Sender) modifiziert werden müssen, da nunmehr anstelle nur eines
HF-Senders mehrere HF-Sender die Antenne speisen. Die Schwenkung der Hauptkeule ist
kontinuierlich in weiteren Winkelbereichen, z.B. plus/minus 0 und plus/minuns 30°
einstellbar. Sie wird durch einen Phasenvergleich der (am Fußpunkt der Teilgruppen
ausgekoppelten) vorlaufenden Welle eingestellt. Die Phaseneinstellung erfolgt bei
niedrigem Leistungspegel, da das Phasendrehglied jeweils vor dem HF-Sender angeordnet
ist. Die mechanisch aufwendigen Umwegleitungen bzw. Posaunen-Leitungen können entfallen
und die Umschaltzeiten können wesentlich verkürzt werden. Die Phaseneinstellung ist
ferner eine elektronischen Regelung und einer Steuerung durch einen elektronische
Datenverarbeitungsanlage zugänglich.
[0010] Anhand der einzigen Figur soll die Erfindung im folgenden näher erläutert werden.
[0011] Die schematisch angedeutete Kurzwellen-Dipolgruppe (Kurzwellen-Vorhangantenne) besteht
aus zwei Dipolteilgruppen 10, 11, die aus jeweils zwei Dipolen aufgebaut sind. Die
beiden Dipole einer Dipolteilgruppe 10,11 sind jeweils über eine Verzweigung 12 parallelgeschaltet.
Jede der beiden Dipolteilgruppen 10,11 wird durch einen eigenen, zugehörigen HF-Sender
13, 14 gespeist. Die beiden HF-Sender 13,14 werden mit demselben Informationssignal
eines Niederfrequenzsignalgebers 15 angesteuert.
[0012] Ein gemeinsamer Referenzoszillator 16, der beiden HF-Sendern, 13, 14 vorgeschaltet
ist, sorgt für den Simultanbetrieb beider HF-Sender 13, 14. Ein HF-Sender 13 ist unmittelbar
an den Ausgang des Referenzoszillators 16 angeschlossen, während in der Verbindungsleitung
zwischen Referenzoszillator 16 und dem anderen HF-Sender 14 ein Phasendrehglied 17
angeordnet ist. Es kann zweckmäßig sein, jedem HF-Sender 13, 14 ein eigenes Phasendrehglied
17 vorzuschalten.
[0013] Das Phasendrehglied 17 wird durch einen Komparator 18 gesteuert. Der Komparator 18
enthält einen Sollwerteingang 19, an dem eine Phasensollwertvorgabe vorgenommen werden
kann. Ferner enthält der Komparator einen Istwerteingang 20. Der Istwerteingang 20
des Komparators 18 ist mit einer Phasenvergleicheinrichtung 21 verbunden, welche die
Phasenunterschiede mißt, die zwischen den Strömen in den Speisestromleitungen 22,23
auftreten. Die Phasenvergleichseinrichtung 21, der Komparator 18, das Phasendrehglied
17 und der HF-Sender 14 sind als Regelkreis geschaltet. Die Phasenvergleichseinrichtung
21 mißt den Phasenunterschied der Ströme in den Speisestromleitungen 22, 23. Der Meßwert
(Istwert) wird in dem Komparator 18 mit einem vorgebbaren Phasensollwert verglichen.
Der Komparator 18 steuert das Phasendrehglied 17 derart, daß eine Abweichung zwischen
Istwert und Sollwert ausgeglichen wird.
[0014] In der Figur sind lediglich zwei Dipolteilgruppen mit jeweils zwei Dipolen dargestellt.
Prinzipiell können jedoch bei Kurzwellen-Dipolgruppen eine Vielzahl von Dipolteilgruppen
angeordnet werden, wobei jede Dipolteilgruppe einen bzw. mehrere Dipole enthält. Jede
Dipolteilgruppe wird dabei über einen eigenen HF-Sender gespeist. Zur Einstellung
der Phasenlage ist jedem der HF-Sender ein Phasendrehglied vorgeschaltet. Lediglich
bei einem der HF-Sender kann auf das Phasendrehglied verzichtet werden (Phasenlage
= null).
1. HF-Sendevorrichtung mit einer Kurzwellendipolgruppe, die n ≧2 Dipolteilgruppen (10,
11) aufweist, welche zur Schwenkung der Hauptstrahlrichtung mit Strömen unterschiedlicher
Phase und gleicher Amplitude gespeist werden, wobei jede Dipolteilgruppe (10, 11)
der Kurzwellendipolgruppe durch einen eigenen HF-Sender (13, 14) simultan und bei
unterschiedlicher Trägerphasenlage gespeist wird, und wenigstens n-1 der HF-Sender
(13, 14) ein Phasendrehglied (17) vorgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Phasenvergleichseinrichtung (21) zur Messung der Speiseströme
der Dipolteilgruppen (10, 11) vorgesehen ist, und daß die unterschiedliche Phasenlage
der Speiseströme durch einen Phasenregler, der die Phasendrehglieder steuert, aufrechterhalten
wird.
2. HF-Sendevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle HF-Sender (13,14)
durch einen gemeinsamen Referenzoszillator (16) gesteuert werden.
3. HF-Sendevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ausgang der Phasenvergleichseinrichtung (21) mit dem Istwerteingang (20) eines
das Phasendrehglied (17) steuernden Komparators (18) verbunden ist, der den Istwert
mit einem vorgebbaren Phasensollwert vergleicht.
4. HF-Sendevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Phasendrehglieder (17) durch einen Prozeßrechner gesteuert werden.
1. RF transmitter having a short-wave dipole array which has n ≧2 component dipoles arrays
(10, 11) which, for the purpose of swivelling the direction of maximum radiation,
are supplied with currents of different phase and the same amplitude, each component
dipole array (10, 11) of the short-wave dipole array being supplied by its own RF
transmitter (13, 14) simultaneously and at a different carrier phase angle, and a
phase shifting element (17) being connected upstream of at least n-1 of the RF transmitters
(13, 14), characterised in that at least one phase comparator (21) is provided for
measuring the supply currents of the component dipole arrays (10, 11), and in that
the different phase angle of the supply currents is maintained by a phase regulator
which controls the phase shifting elements.
2. RF transmitting device according to Claim 1, characterised in that all the RF transmitters
(13, 14) are controlled by a common reference oscillator (16).
3. RF transmitting device according to one of Claims 1 or 2, characterised in that the
output of the phase comparator (21) is connected to the actual value input (20) of
a comparator (18) which controls the phase shifting element (17) and compares the
actual value to a prescribable desired phase value.
4. RF transmitting device according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the
phase shifting elements (17) are controlled by a process computer.
1. Dispositif d'émission HF comportant un groupe de dipôles pour ondes courtes qui présente
n ≧ 2 sous-groupes de dipôles (10, 11) qui, pour dévier la direction de rayonnement
principal, sont alimentés par des courants de phase différente et de même amplitude,
chaque sous-groupe de dipôles (10, 11) appartenant au groupe de dipôles étant alimenté
simultanément et avec une position de phase de porteuse différente par un émetteur
HF (13, 14) propre et un dispositif de rotation de phase (17) étant monté en amont
d'au moins n - 1 émetteurs HF (13, 14), caractérisé par le fait qu'il est prévu au
moins un dispositif comparateur de phase (21) pour mesurer les courants d'alimentation
des sous-groupes de dipôles (10, 11) et que la position de phase différente des courants
d'alimentation est obtenue au moyen d'un régulateur de phase qui pilote les dispositifs
de rotation de phase.
2. Dispositif d'émission HF selon la revendication 1, caractérisé par le fait que tous
les émetteurs HF (13, 14) sont pilotés par un oscillateur de référence (16) commun.
3. Dispositif d'émission HF selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le
fait que la sortie du dispositif comparateur de phase (21) est relié à l'entrée de
valeur réelle (20) d'un comparateur (18) qui commande le dispositif de rotation de
phase et compare la valeur réelle à une valeur théorique de phase prédéterminée.
4. Dispositif d'émission HF selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le
fait que les dispositifs de rotation de phase (17) sont commandés par un calculateur.
