[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Beschlag für ein Fenster, eine Tür od. dgl.
mit einer mittels einer Stulpschiene abgedeckten vertikalen Treibstange mit einem
an mindestens einem ihrer Enden angebrachten Verriegelungselement eines sogenannten
Stangenausschlusses, wobei die Stulpschiene an ihrem freien Ende abgewinkelt oder
abgebogen und im Endbereich mit einem rechteckigen Durchbruch versehen ist, der vom
Verriegelungselement oder einem Verbindungselement des letzteren mit der Treibstange
druchsetzt ist, wobei außerdem die Breite des Durchbruchs etwa der Breite des Treibstangen-Endstücks
bzw. Verriegelungselements entspricht. Ein derartiger Beschlag ist durch FR-A 2 513
297 bekannt geworden. Beispielsweise bei einem oberen Stangenausschluß befindet sich
der Durchbruch am oberen Ende der vertikalen Stulpschiene. Wenn sie, wie beim vorbekannten
Beschlag, den einen Schenkel einer Stulpschiene einer Eckumlenkung bildet, so befindet
sich der Durchbruch an der Ecke dieser Eckumlenkungs-Stulpschiene.
[0002] Beim Beschlag der FR-A kann an das Kraftumlenkungsmittel der Eckumlenkung ein separat
gefertigtes Riegelglied angenietet werden. Demnach ist diese Eckumlenkung sowohl mit
als auch ohne Riegelglied zu verwenden. Es gibt aber Anwendungsfälle, wo man lediglich
einen Stangenausschluß wünscht. In diesem Falle mach es der bekannte Stand der Technik
notwendig, eine Eckumlenkung, insbesondere an der oberen und unteren schließseitigen
Ecke des Flügels je eine solche Eckumlenkung zu montieren, obwohl man jeweils den
horizontalen Schenkel dieser Eckumlenkungen nicht benötigt. Für ihn muß aber trotzdem
je eine Aufnahmenut vorhanden sein.
[0003] Einen Beschlag mit einem Stangenausschluß verwendet man beispielsweise bei zweiflügeligen
Fenstern ohne festes, senkrechtes Setzholz, also bei Fenstern - aber auch bei Türen
-, die trotz der beiden Flügel lediglich einen aus zwei Längsholmen und zwei Querholmen
bestehenden festen Rahmen aufweisen. Üblicherweise ist es bei dieser Art von Fenstern
und Türen so, daß der eine Flügel normalweise geschlossen bleibt und nur zu Reinigungszwecken
geöffnet wird. Man bezeichnet ihn aus diesem Grunde vielfach als Reinigungsflügel.
Demgegenüber ist dann der andere Flügel der sogenannte Lüftungsflügel, der wie bei
einflügeligen Fenstern benutzt wird. Er kann beispielsweise ein Dreh-Kipp-Flügel sein.
[0004] Zweckmäßigerweise verriegelt man den Lüftungsflügel in der Schließstellung gegen
den Reinigungsflügel, weil, wie gesagt, zwischen deren einander zugeordneten verikalen
Holmen kein vertikaler Festrahmenholm bzw. kein senkrechtes Setzholz ist. Statt dessen
oder zusätzlicher kann man den Lüftungsflügel selbstverständlich auch gegen den festen
Rahmen verriegeln.
[0005] Mit dem vorbekannten Beschlag ist es möglich, außer dem Stangen-ausschluß auch noch
eine Verriegelung, beispielsweise am oberen und/oder unteren Querholm, über zusätzliche
Verriegelungsglieder vorzunehmen, die von dem jeweils horizontalen Schenkel des Kraftumlenkungsmittels
direkt oder indirekt über eine verlängernde Treibstange betätigt werden. Insbesondere
bei breiten Reinigungsflügeln ist der Stangenausschluß nicht immer ausreichend, weswegen
man auf diese zusätzliche Verriegelung an dem oder den horizontalen Querholmen wert
legt. Sowohl die Riegel der Zusatzverriegelung als auch jedes Verriegelungselement
des Stangenausschlusses arbeitet mit einem Schließblech od. dgl. des festen Rahmens
zusammen.
[0006] Weil die Stulpschiene der Treibstange unmittelbar vorgelagert ist, erfordert das
Verbinden mit einem Riegelglied beim bekannten Beschlag einen langen Schlitz im Bereich
des oberen und/oder unteren Endes des schließseitigen vertikalen Stulpschiene. Er
wird mittels einer schmalen Platte überdeckt, die über die Außenfläche der Stulpschiene
vorsteht, was aus verschiedenen, nicht zuletzt auch ästhetischen Gründen unerwünscht
ist. Die Länge bzw. die Montage der Platte ist so gewählt, daß am oberen bzw. unteren
Eck der Eckumlenkung ein bzw. jeweils ein rechteckiger Durchbruch entsteht, über welchen
das Verriegelungselement austreten kann. Letzteres liegt im wesentlichen in der Ebene
der vertikalen Stulpschiene.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung wird darin gesehen, einen Beschlag der eingangs beschriebenen
Art so weiterzubilden, daß er grundsätzlich einen Stangen- ausschluß gewährleistet,
und zusätzlich eine Verriegelung zwischen den jeweils einander zugeordneten Querholmen
des festen Rahmens und des Flügelrahmens ermöglicht.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Beschlag gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechend dem kennzeichnenden Teil dieses Anspruchs
ausgebildet ist. Bei diesem Beschlag ist der Durchbruch ausschließlich an der vertikalen
Stulpschiene angebracht, die allerdings an ihrem oberen bzw. unteren Flügelecke zugeordneten
Ende geringfügig abgebogen oder abgewinkelt ist, wobei dieser abgebogene oder abgewinkelte
Teil nur so groß ist, wie es ein stabiler Durchbruch erfordert. Weil die Treibstange
in ihrem Endbereich abgekröpft und dadurch das Verriegelungselement unmittelbar an
die Treibstange angeformt ist, entfallen besondere Befestigungselemente, und dies
macht auch die Verwendung eines in vertikaler Richtung relativ kurzen Durchbruchs
möglich. Um aber eine sichere Verriegelung trotzdem zu gewährleisten und das Verriegelungselement
beim Einriegeln, vor allen Dingen aber beim Ausriegeln, sicher zu führen, ragen in
den Durchbruch bzw. in den Raum unmittelbar hinter den Durchbruch zwei gegeneinander
weisende Zungen, Vorsprünge od. dgl. hinein, welche zusammen mit dem oberen bzw. unteren,
an der gegen den Flügel weisenden Fläche des Verriegelungselements anliegenden Ende
des Durchbruchs die sichere, im wesentlichen nur das notwendige Spiel aufweisende
Führung des Verriegelungselements beim Ein-und Ausriegeln gewährleisten. Das Verschieben
der Treibstange und damit auch des Verriegelungselements gegenüber diesen Vorsprüngen
oder Zungen wird dadurch möglich, daß die Treibstange im Bereich der Kröpfung auf
etwa den Abstand der beiden Zungen od. dgl. reduziert ist.
[0009] Dieser Beschlag kann in der üblichen, an der Schließseite des Flügels angebrachten
Nut in bekannter Weise montiert werden. Eine weiterführende Nut am oberen bzw. unteren
Flügelquerholm ist nicht erforderlich. Andererseits gestattet aber dieser Beschlag
ohne weiteres die Verbindung mit einem Kraftumlenkungsmittel einer Eckumlenkung, die
dann ihrerseits das Anbringen einer Zusatz-Verriegelung am zugeordneten Querholmpaar
möglich macht. Wenn man allerdings auf eine Zusatz-Verriegelung verzichtet, so erhält
man einen wesentlich kleineren Beschlag, so daß nicht nur Montagekosten, sondern auch
Materialkosten eingespart werden.
[0010] Im Falle der Verwendung einer bzw. zweier Eckumlenkungen erfolgt das Ankuppeln des
Kraftumlenkungsmittels der Eckumlenkung, also beispielsweise der geführten Federbänder,
an die Treibstange an der Bandgegenseite des Reinigungsflügels in bevorzugter Weise
über einen Zapfen der Eckumlenkung, der in eine entsprechende Bohrung der vertikalen
Treibstange hineinragt. Falls der Lüftungsflügel ein Dreh-Kipp-Flügel ist, befintet
sich in der Regel auch die Kipplagerung für den Lüftungsflügel am Reinigungsflügel.
Schon allein aus diesem Grunde ist ein sicheres Verriegeln des Reinigungsflügels in
der Schließstellung notwendig.
[0011] Die Reduzierung der Treibstangenbreite im Bereich der Kröpfung, also dem Zwischenstück
zwischen den parallelen Treibstangenteilen, kann in einem Arbeitsgang mit der Schaffung
des Verriegelungselements beispielsweise ausgestanzt werden.
[0012] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Breite der Treibstange im Endbereich
etwa ab der Abkröpfung reduziert ist. Die breite ist jedoch größer als diejenige im
unmittelbaren Bereich der Kröpfung, und sie entspricht etwa der Länge des Durchbruchs
in der Ebene des Verriegelungselements gemessen. Die Reduzierung der Breite erfolgt
insbesondere von beiden Seiten her um demselben Betrag, so daß auch der Durchbruch
symmetrisch zur Längsmittelachse der Stulpschiene angebracht werden kann. Normalerweise
ist die Treibstange, entgegen der Darstellung in Fig. 2, etwas schmaler als die Stuplschiene,
damit letztere beidseits der Treibstangennut aufliegen kann. Wenn man trotzdem ihre
Breite im Endbereich reduziert, so erhält man seitlich des Durchbruchs breitere Stege.
[0013] Eine andere Ausgestaltung der Erfindung bildet sich aus Anspruch 3. Die beiden Zungen
od. dgl. sind zweckmäßigerweise einstückig mit der Stulpschiene gefertigt, insbesondere
als Ausprägungen ausgebildet. Beim Stanzen des Durchbruchs kann man diese Zungen bilden,
und sie werden nach dem Stanzvorgang lediglich noch quer zu ihrer Ebene mittels eines
geeigneten Prägewerkzeugs aus der Stulpschienenebene herausgedrückt.
[0014] Die Treibstange und die Stulpschiene sind in Weiterbildung der Erfindung Teile eines
in eine Falznut einsetzbaren Getriebes, insbesondere Falzhebelgetriebes. Dessen Bedienungsgriff
ist vorteilhafterweise nur bei geöffnetem oder wenigstens teilge- öffnetem Lüftungsflügel
zugänglich, was im Hinblick auf die Sicherheit aber auch das ästhetische Aussehen
in diesem Bereich wünschenswert ist.
[0015] Eine besonders bevorzugte Variante der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
das freie umgebogene oder abgewinkelte Ende der Stulpschiene eine Kupplungshälfte
zum Ankuppeln an eine Kupplungsgegenhälfte einer weiterführenden, querverlaufenden
Treibstange, insbesondere einer Eckumlenkung einer Zusatzverriegelung, trägt. Eine
derartige Kupplung ist im Prinzip an sich bereits bekannt, jedoch bei einem Beschlag
anderer Art oder genauer gesagt, bei einem Beschlag ohne Stangenausschluss. Das Kupplungsstück
kann in Übereinstimmung mit diesem Stand der Technik eine T-förmige Gestalt haben
und mit einem C-förmigen Kupplungsgegenstück am zugeordneten freien Ende der weiterführenden
Stulpschiene der Eckumlenkung rastend oder schnappend gekuppelt werden. Die Eckumlenkung
besitzt demnach lediglich an ihrem einen, in Gebrauchslage horizontalen Schenkel eine
Stulpschiene, während ihr vertikaler Schenkel vom Stulp des Getriebes bzw. Falzhebelgetriebes
abgedeckt wird.
[0016] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung
zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Hierbei stellen dar:
Fig. 1 Eine Vorderansicht eines zweiflügeligen Fensters vom Rauminnern her gesehen,
wobei der Deutlichkeit wegen auf eine gestrichelte Darstellung des Beschlags am Reinigungsflügel
verzichtet wurde,
Fig. 2 perspektivisch und gegenüber Fig. 1 in vergrößertem Maßstab sowie in explosionsartiger
Darstellung den Beschlag teilweise aufgebrochen gezeichnet sowie in Verbindung mit
einer ggf. verwendbaren Eckumlenkung,
Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie 111-111 der Fig. 2.
[0017] An einem festen Rahmen 1 oder Blendrahmen sind ein Reinigungsflügel 2 und ein Lüftungsflügel
3 anmontiert. Der Reinigungsflügel 2 ist ein reiner Drehflügel und er kann um eine
dem linken vertikalen Blendrahmenholm 4 zugeordnete vertikale Achse gedreht werden.
Dies wird beim Ausführungsbeispiel durch drei Drehlager 5, 6 und 7 ermöglicht. Normalerweise
bleibt dieser Flügel geschlossen und wird nur zu Reinigungszwecken geöffnet. Er wird
mit Hilfe des nachstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Beschlags gegenüber dem
festen Rahmen 1 verriegelt.
[0018] Der zweite Flügel 3 ist als Lüftungsflügel gedacht und er kann beim Ausführungsbeispiel
sowohl um eine dem rechten vertikalen Blendrahmenholm zugeordnete Achse gedreht als
auch um eine untere horizontale Achse gekippt werden. Das Verriegeln und Umschalten
von der einen in die andere Betriebsart erfolgt in bekannter Weise über ein Dreistellungsgetriebe
9. Über den Handgriff dieses Getriebes 9 werden auch Verriegelungsbolzen in vertikaler
Richtung verschoben, die mit entsprechenden Verriegelungsgegengliedern, insbesondere
Schließblechen, am rechten vertikalen Holm 10 des Reinigungsflügels 2 zusammenwirken.
Der rechte vertikale Flügelholm 10 und der linke vertikale Flügelholm 11 des Lüftungsflügels
3 sind einander unmittelbar zugeordnet, d.h. der feste Rahmen 1 besitzt an dieser
Stelle keinen zusätzlichen Vertikalholm, also kein sogenanntes senkrechtes Setzholz.
Der zuletzt genannte Begriff bedeutet keinesfalls, daß der erfindungsgemäße Beschlag
nur bei Rahmen aus Holz Verwendung kann, vielmehr kommen auch andere Rahmen, beispielsweise
aus Aluminium oder Kunststoff in Frage.
[0019] Die Verriegelung des Reinigungsflügels 2 gegenüber dem festen Rahmen 1 erfolgt im
sogenannten Stangenausschluß. Zu diesem Zwecke sind am oberen und unteren Ende einer
am Holm 10 im Sinne des Doppelpfeils 12 auf und ab verschiebbaren Treibstange 13,
welche von einer Stulpschiene 14 abgedeckt ist, Verriegelungselemente 15 und 16 angebracht,
insbesondere angeformt. Jedes greift in ein Schließblech od. dgl. 17 bzw. 18 am unteren
bzw. oberen Festrahmenquerholm 19 bzw. 20 ein.
[0020] Die Treibstage 13 und die Stulpschiene 14 sind Teile eines in eine Falznut einsetzbaren
Getriebes, insbesondere Falzhebelgetriebes 21, mit einem Betätigungsgriff 22. Letzterer
ist im Falzraum zwischen den beiden vertikalen Holmen 10 und 11 der beiden Flügel
und daher nur bei geöffnetem bzw. drehge- öffnetem Lüftungsflügel 3 zugänglich. Es
kann sich allerdings auch um ein Getriebe mit aufgesetztem Betätigungsgriff handeln.
[0021] Um eine leichte Anpassung an verschiedene Flügelgrößen bzw. Flügelhöhen vornehmen
zu können, ist die Treibstange 13 wenigstens zweiteilig ausgebildet. Dasselbe gilt
natürlich auch für die Stulpschiene. Die aus dem Treibstangenteil 13a und dem Stulpschienenteil
14a bestehende Einheit kann auf das der jeweiligen Flügelhöhe entsprechende Maß abgelängt
werden. Die Verbindung des Treibstangenteils 13a und des Treibstangenteils 13 erfolgt
über einen U-förmigen Zahnschlitten 23 und die Ausbildung des freien Endes des Treibstangenteils
13a als Doppel-Zahnstange 24. Für die Stulpschienenteile ist eine Verbindungslasche
25 vorgesehen. Der Zahnschlitten 23 macht eine Abkröpfung der Treibstange in diesem
Bereich erforderlich. Zur Abstützung der Stulpschiene 14 am Grund der Rahmennut dient,
ein Element 26. Außerdem kann man dort eine Befestigungsschraube anbringen und schließlich
kann es auch noch zur Führung der Treibstange 13 ausgenutzt werden.
[0022] Die Stulpschiene ist an ihrem, der oberen und/oder auch der unteren rechten Flügelecke
des Reinigungsflügels 2 zugekehrten Ende gegen die Ebene der Treibstange 13 hin umgebogen.
Außerdem befindet sich an dieser Stelle ein Durchbruch 27, dessen oberes Ende in Fig.
2 bis in das Bogenstück 28 hineinreicht. Dadurch ergibt sich eine Austrittsmögiichkeit
für das einstückig mit der Treibstange 13 gefertigte Verriegelungselement 16. Entsprechendes
gilt gegebenenfalls für das untere rechte Flügelende.
[0023] Die Treibstange ist an ihrem freien Ende abgekröpft und vorzugsweise in ihrer Breite
reduziert. Die Breite des Durchbruchs 27 entspricht, wenn man vom notwendigen Spiel
absieht, der Breite des Verriegelungselements 16. Die Längskanten des Durchbruchs
27 stützen die Verriegelungsstange in deren Hauptbelastungsrichtung, also senkrecht
zur Flügelebene ab. Die Abkröpfung ist so vorgenommen, daß die Außenfläche des Verriegelungselements
16 bündig mit derjenigen der Stulpschiene 14 verläuft. Die Bogenform und die Länge
des Durchbruchs 27 sind so gewählt, daß die nicht sichtbare Innenfläche des Verriegelungselements
durch die obere Stirnkante des Durchbruchs 27 abgestützt werden kann. Bei in Pfeilrichtung
29 zurückgezogenem und damit ausgeriegeltem Verriegelungselement 16 erfolgt eine Abstützung
des letzteren an zwei das Verriegelungselement untergreifenden Zungen 30. In Fig.
2 ist lediglich eine dieser Zungen eingezeichnet. Sie weisen gegeneinander und sind
an den beiden Längsstegen 31, welche den Durchbruch 27 seitlich begrenzen angeformt.
Es handelt sich dabei um zwei ausgestanzte Zungen, die gegen die Ebene der Treibstange
13 hin herausgedrückt wurden.
[0024] Der den Zungen in der eingeriegelten Stellung zugeordnete Bereich der Treibstange
13 ist in der Breite reduziert bzw. nochmals reduziert. Dadurch ist es möglich, das
schräg verlaufende Verbindungsstück zwischen dem Verriegelungselement 16 und der Treibstange
13 zwischen diesen beiden Zungen 30 hindurchzuschieben. Aus dem Vorstehenden ersieht
man, daß sowohl der Durchbruch 27 als auch die Verriegelungselemente 15 und 16 symmetrisch
zur Längsmittelachse von Treibstange und Stulpschiene angeordnet sind. Statt dessen
ist es aber auch möglich, wenngleich aus Stabilitätsgründen nicht unbedingt empfehlenwert,
an Stelle eines geschlossenen Durchbruchs eine seitlich randoffene Ausnehmung und
ein asymmetrisches Verriegelungselement vorzusehen.
[0025] Der Reinigungsflügel 2 kann mit dem vorstehend beschriebenen Beschlag sicher gegen
den festen Rahmen 1 verriegelt werden. Wenn dieser Rahmen jedoch vergleichsweise breit
ist, wie dies das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 zeigt, so ist es wünschenswert und
vorteilhaft, wenn der Flügel noch zusätzlich an weiteren Stellen verriegelt werden
kann. Die erfindungsgemäße Ausbildung des Beschlag ermöglicht eine Ankupplung einer
sogenannten Eckumlenkung 33 an das Falzhebelgetriebe 21. Das Kraftumlenkungsmittel
dieser Eckumlenkung, beispielsweise ein oder mehrere Federbänder, sind mit einem Kupplungszapfen
34 verbunden, der ein Langloch 35 im Winkelschenkel 36 durchsetzt und in eine entsprechende
Bohrung der Treibstange 13 einsteckbar ist. Dadurch läßt sich die Auf- und Abbewegung
im Sinne des Pfeils 37 auf das Kraftumlenkungsmittel 38 übertragen und an den horizontalen
Schenkel weiterleiten. Die horizontale Bewegung wird vom Kraftumlenkungsmittel auf
eine horizontale Treibstange 39 bzw. 40 übertragen, die ein Verriegelungselement 41
bzw. 42 trägt. Zweckmäßigerweise handelt es sich dabei um einen Rollzapfen, der mit
einem Schließblech 43 bzw. 44 od. dgl. am zugeordneten horizontalen Festrahmenholm
zusammenwirkt. Beim Ausführungsbeispiel erreicht man auf diese Weise eine zusätzliche
Verriegelung im mittleren Bereich sowohl am oberen als auch unteren Ende des Reinigungsflügels
2.
[0026] Das freie Ende der Stulpschiene 14, also im wesentlichen der sich in horizontaler
Richtung erstreckende Teil des Bogenstücks 28, bildet eine Kupplungshälfte 45. Sie
arbeitet mit einer Kupplungsgegenhälfte 46 am zugeordneten freien Ende der Stulpschiene
47 der Eckumlenkung 33 zusammen. Die Kupplungshälfte 45 hat eine im wesentlichen T-förmige
Gestalt und sie greift in angekuppeltem Zustand in einen Schlitz entsprechender Form
ein. Die Kupplungsgegenhälfte 46 wird in Pfeilrichtung 29 in die Kupplungshälfte 45
eingehängt.
[0027] Aus dem Vorstehenden wird klar, daß man diesen Beschlag sowohl mit als auch ohne
zusätzliche Verriegelung, d.h. mit und ohne eine oder zwei Eckumlenkungen 33 verwenden
kann. Auf die Wirkungsweise des Stangenausschlusses hat die "Ankupplung" von Ecklenkungen
jedenfalls keinen Einfluß.
[0028] Die Bohrungsgruppe 48 an der Stulpschiene 14 dient zum Befestigen eines Schließblechs
od. dgl., das mit einem Verriegelungszapfen an der Schließseite des Lüftungsflügels
3 zusammenwirkt.
1. Beschlag für ein Fenster, eine Tür od. dgl. mit einer mittels einer Stuplschiene
(14) abgedeckten vertikalen Treibstange (13) mit einem an mindestens einem ihrer Enden
angebrachten Verriegelungselement (15, 16) eines sogenannten Stangenausschlusses,
wobei die Stulpschiene (14) an ihrem freien Ende abgewinkelt oder abgebogen (28) und
im Endbereich mit einem rechteckigen Durchbruch (27) versehen ist, drr vom Verriegelungselement
(15, 16) oder einem Verbindungselement des letzteren mit der Treibstange (13) durchsetzt
ist, wobei außerdem die Breite des Durchbruchs (27) etwa der Breite des Treibstangen-Endstücks
bzw. Verriegelungselement (15, 16) entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die Treibstange
(13) im Endbereich abgekröpft ist, und zwei den Längsseiten des Durchbruchs (27) zugeordnete,
gegeneinander weisende Vorsprünge, Zungen (30). od. dgl. vorgesehen sind, die sich
im wesentlichen in der Treibstangenebene befinden, wobei die Breite der Treibstange
(13) im Bereich der Kröpfung auf etwa den Abstand der beiden Zungen (30) od. dgl.
reduziert ist.
2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Treibstange
(13) im Endbereich etwa ab der Abkröpfung reduziert ist.
3. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem die Außenfläche der Stulpschiene (14)
etwa bündig mit der Außenfläche des Verriegelungselemente (15, 16) verläuft, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Zungen (30) od. dgl. einstückig mit der Stulpschiene
(14) gefertigt, insbesondere als Ausprägungen ausgebildet sind.
4. Beschlag nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Treibstange (13) und die Stulpschiene (14) Teile eines in eine Falznut einsetzbaren
Getriebes (21), insbesondere Falzhebelgetriebes, sind.
5. Beschlag nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das freie umgebogene oder abgewinkelte Ende (28) der Stuplschiene (14) eine Kupplungshälfte
(45) zum Ankuppeln an eine Kupplungsgegenhälfte (46) einer weiterführenden, querverlaufenden
Treibstange (47), insbesondere einer Eckumlenkung (33) einer Zusatzverriegiung, trägt.
1. Fitting for a window, a door or the like with a vertical operating bar (13) covered
by means of a cover rail (14) having a locking element (15, 16) of a bar outward locking
arrangement fitted, at least, at one of its ends, whereby the cover rail (14) is bent
at right angles or bent over (28), at its free end, and is provided in the end area
with a rectangular opening (27), through which passes the locking element (15, 16)
or a connection element of the latter with the operating bar (13), whereby, in addition,
the width of the opening (27) corresponds approximately to the width of the operating
bar end piece or locking element (15, 16), characterised in that the operating bar
(13) is cranked in the end area and in that two protrusions, tongues (30) or the like
on the longitudinal sides of the opening (27) and pointing in opposite directions,
are provided which are situated essentially in the plane of the operating bar, whereby
the width of the operating bar (13) in the area of the crank is reduced to approximately
the distance of the two tongues (30) or the like.
2. Fitting according to claim 1, characterised in that the width of the operating
bar (13) is reduced in the end area approximately from the crank.
3. Fitting according to claim 1 or 2, on which the outer surface of the cover rail
(14) runs approximately flush with the outer surface of the locking element (15, 16),
characterised in that the two tongues (30) or the like are produced as one part with
the cover rail (14) and in particular are constructed by coining.
4. Fitting according to at least one of the preceding claims, characterised in that
the operating bar (13) and the cover rail (14) are parts of a mechanism (21) and particularly
a channel lever mechanism which can be inserted into a channel groove.
5. Fitting according to at least one of the preceding claims characterised in that
the free bent over or angled end (28) of the cover rail (14) bears a coupling half
(45) for coupling to a coupling counter half (46) of an extending, transverse running
operating bar (47), and particularly of a corner rounding mechanism (33) of an additional
lock.
1. Ferrure pour une fenêtre, une porte ou similaire, comprenant une tringle de commande
verticale (13) qui est recouverte par une gaine de guidage (14) et qui comprend, monté
à l'une au moins de ses extrémités, un élément de verrouillage (15, 16) de ce que
l'on appelle une fermeture à tringles, cependant que la gaine de guidage (14) est
coudée ou recourbée (28) à son extrémité libre et munie dans la région de son extrémité
d'une ouverture rectangulaire (27) qui est traversée par l'élément de verrouillage
(15, 16) ou par un élément reliant ce dernier à la tringle de commande (13), et que
la largeur de l'ouverture (27) correspond en outre sensiblement à la largeur de la
portion terminale de la tringle de commande nu, respectivement, de l'élément de verrouillage
(15, 16), caractérisée par le fait que la tringle de commande (13) est coudée dans
la région de son extrémité, et qu'il est prévu deux prolongements, languettes (30)
ou similaires qui sont dirigées l'uns vers l'autre, qui sont associées aux côtés longitudinaux
de l'ouverture (27) et qui se trouvent pour l'essentiel dans le plan de la tringle
de commande, la largeur de la tringle de commande (13) étant réduite sensiblement
à la distance entre les deux languettes (30) ou similaires dans la région de l'endroit
coudé.
3. Ferrure selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la largeur de la
tringle de commande (13) est réduite sensiblement depuis l'endroit coudé dans la région
de son extrémité.
3 Ferrure selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle la surface extérieure de la
gaine de guidage (14) s'étend sensiblement dans l'alignement de la surface extérieurs
de l'élément de verrouillage (15, 16), caractérisée par le fait que les deux languettes
(30) ou similaires sont fabriquées d'un seul tenant avec la gaine de guidage (14),
et, en particulier, sont réalisées sous la forme de parties estampées.
4. Ferrure selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisée par le
fait que la tringle de commande (19) et la gaine de guidage (14) sont des éléments
d'une transmission (21) qui peut être insérée dans une rainure, et en particulier
d'une transmission à levier coudé.
5. Ferrure selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisée par le
fait que l'extrémité libre recourbée ou coudée (28) de la gaine de guidage (14) porte
une moitié d'accouplement (45) pour l'accoupler à une autre moitié d'accouplement
(46) d'une tringle de commande transversale de prolongement (47), et en particulier
d'un renvoi d'angle (38) d'un verrouillage supplémentaire.