(19)
(11) EP 0 282 439 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
14.09.1988  Patentblatt  1988/37

(21) Anmeldenummer: 88730046.5

(22) Anmeldetag:  02.03.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B41J 33/34, B41J 33/36
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 10.03.1987 DE 3708029

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Schulz, Harald, Dipl.-Ing.
    D-1000 Berlin 19 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vorrichtung zum Transport eines Farbbandes in einem seriell arbeitenden Drucker


    (57) 2.1 Bei einem bekannten Drucker, der einen quer zur Vorschubrich­tung eines zu bedruckenden Aufzeichnungsträgers verschiebbaren Schlitten mit einem Aufwickeldorn und einem Abwickeldorn für ein auf Wickelspulen aufgerolltes Farbband sowie einen das Farb­band gegen den Aufzeichnungsträger drückenden Druckkopf aufweist, wird das Aufwickeldrehmoment durch einen als Aufwickelmotor dienenden Schrittmotor erzeugt, der über eine Rutschkupplung an dem Aufwickeldorn mechanisch angekoppelt ist. Aufgrund der Rutsch­kupplung ergeben sich Unregelmäßigkeiten und betriebsdauerbeding­te Änderungen in dem Aufwickeldrehmoment, die durch die neue Vorrichtung vermieden werden sollen.
    2.2 Dies wird dadurch erreicht, daß der Aufwickelmotor ein Gleichstromkleinmotor (12) ist, der über eine Dauerkupplung mit dem Aufwickeldorn (10) verbunden ist und beim Aufzeichnungsvor­gang mit einem, ein Wickeldrehmoment an dem Aufwickeldorn (10) erzeugenden Gleichstrom beaufschlagbar ist.
    Die neue Vorrichtung kann in allen seriell arbeitenden Druckern und dabei bevorzugt in Thermotransferdruckern Verwendung finden, in denen ein Farbband mittels eines Druckkopfes gegen einen Aufzeichnungsträger gedrückt wird.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport eines Farb­bandes in einem seriell arbeitenden Drucker, insbesondere einem Thermotransferdrucker, der einen quer zur Vorschubrichtung eines zu bedruckenden Aufzeichnungsträgers verschiebbaren Schlitten mit einem das Farbband gegen den Aufzeichnungsträger drückenden Druckkopf aufweist, mit einem auf dem Schlitten an­geordneten Abwickeldorn und einem Aufwickeldorn zur Aufnahme zweier Wickelspulen für das Farbband und mit einem mit dem Aufwickeldorn über ein mechanische Kupplung verbundenen Aufwickelmotor.

    [0002] Bei einer derartigen, aus der DE-OS 36 02 011 bekannten Vorrich­tung ist ein Thermodruckkopf zusammen mit einem Abwickeldorn und einem Aufwickeldorn zur Aufnahme zweier in einer Farbband­kassette angeordneten und ein Farbband bevorratenden Wickelspulen auf einem Schlitten angeordnet, der längs einer Druckwalze ver­schiebbar angeordnet ist. An dem Schlitten ist ferner ein aus einem Schrittmotor bestehender Aufwickelmotor gehalten, der über ein Zahnradgetriebe und eine Rutschkupplung mit Kupplungs­scheiben und einem dazwischenliegenden Filzteil an dem Auf­wickeldorn mechanisch angekoppelt ist. Beim Bedrucken eines Aufzeichnungsträgers (in der Regel gewöhnliches Schreibpapier) wird der sich jeweils zwischen den beiden Wickelspulen befind­liche Farbbandabschnitt durch den Thermodruckkopf in Druckkontakt mit dem Aufzeichnungsträger gehalten und der Thermodruckkopf durch Antrieb des Schlittens in Zeilenrichtung bewegt; dabei findet durch Wärmeabgabe des Thermodruckkopfes ein Farbübertrag von dem Farbband auf den Aufzeichnungsträger statt.

    [0003] Um eine gute Druckqualität zu erreichen, ist es erforderlich, daß bei dem Druckvorgang erstens keine Relativbewegung zwischen dem Farbband und dem Aufzeichnungsträger auftritt und daß zweitens das Farbband straff geführt ist, so daß es sich unmittelbar nach erfolgtem Farbübertrag von dem Aufzeichnungs­träger löst. Hierzu wird bei der bekannten Vorrichtung der Schrittmotor synchron zur Bewegung des Schlittens angesteuert, wobei das Übersetzungsverhältnis des Zahnradgetriebes derart gewählt ist, daß die motorseitige Drehbewegung der Rutsch­kupplung größer als die durch die Verfahrgeschwindigkeit des Schlittens vorgegebene erforderliche Aufwickelgeschwindigkeit des Farbbandes ist. Da das Farbband zwischen dem Thermodruck­kopf und dem Aufzeichnungsträger festgehalten wird, reduziert sich die Drehbewegung auf der Abtriebsseite der Rutschkupplung soweit, daß die Aufwickelgeschwindigkeit des Farbbandes mit der Verfahrgeschwindigkeit des Schlittens übereinstimmt; das dabei in der Rutschkupplung auftretende Reibungsmoment bewirkt die erwünschte Straffung des Farbbandes.

    [0004] Bei einer aus "IBM Technical Disclosure Bulletin", Bd. 24, Nr. 7B (Dez. 1981), S. 3950 bekannten ähnlichen Vorrichtung zum Transport eines Farbbandes wird anstelle eines Aufwickelmotors ein Capstan-Antrieb verwendet, um eine zur Schlittenbewegung synchrone Drehbewegung zu erzeugen, mit der wiederum unter Zwischenschaltung einer Schaltkupplung das Farbband angetrieben wird.

    [0005] Bei den bekannten Vorrichtungen erfordert die Verwendung von Rutschkupplungen einen relativ hohen konstruktiven Aufwand. Darüber hinaus ist die erwünschte Bandzugspannung des Farbbandes von Abnutzungs- und Verschmutzungserscheinungen der Rutschkupp­lungen abhängig.

    [0006] Gemäß der Erfindung ist bei der Vorrichtung der eingangs angegebenen Art vorgesehen, daß die Kupplung eine Dauerkupplung ist und daß der Aufwickelmotor ein Gleichstromkleinmotor ist, der beim Aufzeichnungsvorgang mit einem ein Wickelmoment an dem Aufwickeldorn erzeugenden Gleichstrom beaufschlagbar ist. Dabei liefert der Gleichstromkleinmotor bei einer für ihn sehr niedrigen, sich aus der Verfahrbewegung des Schlittens ergeben­den Drehzahl ein Aufwickelmoment für das Farbband.

    [0007] Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt in ihrem minimalen konstruktiven Aufwand zur Bereitstel­lung des Aufwickelmoments für das Farbband, weil hierzu ledig­lich ein einfacher Gleichstromkleinmotor erforderlich ist; der Gleichstrom zur Beaufschlagung des Gleichstromkleinmotors läßt sich ohne weiteres aus den Versorgungsspannungen des die er­findungsgemäße Vorrichtung enthaltenden Druckers abzweigen. Wie die Ergebnisse von Dauerversuchen zeigen, hat die niedrige Drehzahl, mit der der Gleichstromkleinmotor das Aufwickelmoment für das Fahrzeug erzeugt, keine negativen Einflüsse auf den Kollektor und die Motorlager.

    [0008] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß aufgrund der Verwendung einer Dauerkupplung anstelle einer Rutschkupplung das Aufwickelmoment für das Farbband nicht mehr von nur schwer kontrollierbaren Parametern, wie z. B. dem Schmierzustand der Rutschkupplung abhängt, sondern in einfacher Weise durch die Größe des dem Gleichstromkleinmotor zugeführten Gleichstroms genau einstellbar ist. Aus dem gleichen Grund unterliegt das Wickeldrehmoment und damit die Bandzugspannung des Farbbandes keinen Langzeitveränderungen. Im übrigen läßt sich das Aufwickelmoment durch Veränderung des den Gleichstrom­kleinmotor beaufschlagenden Gleichstromes sehr einfach variieren und kann z. B. nach jedem Drucken einer Zeile beim Rücklauf des Schlittens einfach abgeschaltet werden; bei bekannten Vorrich­tungen ist hierzu in der Regel eine zusätzliche Schaltkupplung erforderlich.

    [0009] Ein konstruktiv besonders einfacher Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung dadurch erreicht, daß der Aufwickel­ dorn direkt auf der Welle des Gleichstromkleinmotors sitzt. Während bei der bekannten Vorrichtung ein Zahnradgetriebe zur Drehzahlvoreinstellung vorgesehen ist, wird bei der erfindungs­gemäßen Vorrichtung der Gleichstromgleichmotor durch die Band­zugspannung in dem Farbband gebremst, so daß sich die niedrige Drehzahl des Gleichstromkleinmotors direkt aus der Verfahrge­schwindigkeit des Schlittens ergibt und dadurch ein Verzicht auf Getriebeteile ermöglicht wird.

    [0010] Unter Ausnutzung der einfachen Abhängigkeit des Aufwickeldreh­moments von dem den Gleichstromkleinmotor zugeführten Gleichstrom ist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein einstellbarer Farbbandsortenschalter zur Ein­stellung verschiedener Gleichströme vorgesehen. Der Farbbandsorten­schalter ermöglicht auf besonders bedienungsfreundliche Weise eine Anpassung der einzustellenden Bandzugkraft in Abhängigkeit von verschiedenartigen Farbbändern. So läßt sich durch einfaches Umschalten beispielsweise bei einmalig verwendbaren Thermofarb­bändern (single-use) ein hoher Bandzug zur Verbesserung der Farbablösung in der Druckzone einstellen und bei Verwendung mehrfach verwendbarer Thermofarbbänder (multi-use) ein vergleichs­weise geringerer Bandzug einstellen, um bleibende Farbbandde­formationen zu vermeiden.

    [0011] In diesem Zusammenhang ist es als besonders vorteilhaft anzu­sehen, wenn im Falle der Bevorratung des Farbbandes in einer Farbbandkassette diese eine abtastbare Markierung trägt und der Farbbandsortenschalter mit Markierungsabtastelementen verbunden ist. Beim Einlegen der Farbbandkassette in die erfindungsgemäße Vorrichtung kann die Abtastung der farbbandkassettenspezifischen Markierung wahlweise durch optische, elektrische oder mechanisch fühlende Markierungsabtastelemente erfolgen; in entsprechender Weise ist die Markierung auf der Farbbandkassette wahlweise in Form sichtbarer Markierungselemente, elektrisch leitender Kontakt­elemente oder in Form von Vorsprüngen und Aussparungen ausgebildet.

    [0012] Bezüglich der einzustellenden Bandzugspannung des Farbbandes wird eine vorteilhafte Ansteuerung des Gleichstromkleinmotors dadurch ermöglicht, daß der Gleichstromkleinmotor in Reihen­schaltung mit einer steuerbaren Widerstandsanordnung an einer Gleichspannung liegt und daß die Widerstandsanordnung steuer­eingangsseitig mit den Anschlüssen des Gleichstromkleinmotors gegengekoppelt ist. Aufgrund der Gegenkopplung wirkt die Klemmen­spannung des Gleichstromkleinmotors gegenkoppelnd auf den durch den Gleichstromkleinmotor fließenden Gleichstrom, so daß die in dem Farbband erzeugte Bandzugspannung von dem jeweils momentanen Wickeldurchmesser der auf dem Aufwickeldorn sitzenden Wickelspule unabhängig ist. Während nämlich bei den bekannten Vorrichtungen das Reibmoment in der Rutschkupplung eine von dem Wickeldurchmesser abhängige Bandzugspannung er­zeugt, wird bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die von dem Wickeldurchmesser abhängige Drehzahl des Gleichstromkleinmotors über dessen Klemmenspannung und Strom erfaßt und zur Steuerung der Stromzufuhr und damit des Drehmoments des Gleichstromkleinmotors im Sinne einer Konstanthaltung der Bandzugspannung herangezogen. Weiterhin läßt sich der Gleichstromkleinmotor beim Rücklauf des Schlittens auf besonders einfache Weise über den Steuereingang der steuerbaren Widerstandsanordnung abschalten.

    [0013] Zur Konstanthaltung der Bandzugspannung kann der jeweils momentane Durchmesser des Farbbandwickels auf der Wickelspule auf dem Auf­wickeldorn auch direkt erfaßt werden, wozu bei der erfindungsge­mäßen Vorrichtung im Bereich des Aufwickeldorns eine Fühleinrich­tung zur Erfassuung des Durchmessers der Wickelspule angeordnet ist und ein Stellglied zur Einstellung verschiedener Gleichströme für den Gleichstromkleinmotor mit der Fühleinrichtung verbunden ist. Die Fühleinrichtung kann dabei in Form eines Tasthebels ausgebildet sein, der an dem Umfang der Wickelspule anliegend in Abhängigkeit von dem ertasteten Durchmesser ein Potentiometer im Stromkreis des Gleichstromkleinmotors verstellt oder über einen Schalter einen Widerstand in dem Stromkreis zuschaltet.

    [0014] Zur Erläuterung der Erfindung wird im folgenden auf die beiden Figuren Bezug genommen, von denen

    Figur 1 in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung und

    Figur 2 eine Ansteuerschaltung für den in Figur 1 gezeigten Aufwickelmotor zeigt.



    [0015] Figur 1 zeigt als in bezug auf die Erfindung wesentliche Teile eines seriell arbeitenden Thermotransferdruckers eine Druckwalze 1 zum Transport eines an ihr anliegenden Aufzeichnungsträgers 2 in Vorschubrichtung entsprechend Pfeil 3. Als Aufzeichnungs­träger 2 findet in der Regel normales Schreibpapier Verwendung. Ein Schlitten 4 ist auf zwei Führungsstangen 5 und 6 achsparallel zur Druckwalze 1 verschiebbar gelagert. Die Verschiebung des Schlittens 4 erfolgt parallel zur Druckwalze 1 in der durch den Doppelpfeil 7 markierten Richtung in bekannter Weise durch einen hier nicht dargestellten Seil- oder Riemenantrieb. Auf dem Schlitten 4 ist in unmittelbarer Nachbarschaft zur Druckwalze 1 ein Thermodruckkopf 8 angeordnet, der durch einen ebenfalls hier nicht eigens gezeigten Antrieb gegen die Druckwalze 1 bzw. von ihr weg verschwenkbar ist. Ferner stehen auf dem Schlitten 4 in Schreibrichtung - also nach rechts - versetzt ein Abwickel­dorn 9 und entgegen der Schreibrichtung - also nach links - ­versetzt ein Aufwickeldorn 10 hervor, die beide um ihre jeweilige Achse drehbar gelagert sind. Der Aufwickeldorn 10 sitzt direkt auf der Welle 11 eines Gleichstromkleinmotors 12, der unterhalb des Schlittens 4 an diesem befestigt ist. Die Dreh­richtung des Gleichstromkleinmotors 12 erfolgt gegen den Uhr­zeigersinn. Schließlich ist auf dem Schlitten 4 noch ein Farb­bandsortenschalter 13 mit aus zwei Mikroschaltern bestehenden Markierungsabtastelementen 14 und 15 angeordnet. Weitere hier nicht gezeigte Einrichtungen wie z. B. ein Farbbandkassettende­tektor oder ein Bandendesensor können ebenso wie der erwähnte Antrieb zum Schwenken des Thermodruckkopfes 8 wie bei dem aus der eingangs angegebenen DE-OS 36 02 011 bekannten Thermodrucker vorhanden aus ausgebildet sein.

    [0016] Der Abwickeldorn 9 und der Aufwickeldorn 10 dienen zur Aufnahme und zum Antrieb zweier Wickelspulen 16 und 17, die in einer Farbbandkassette 18 drehbar angeordnet sind und ein wärme­empfindliches Farbband 19 bevorraten. Innerhalb der Farbband­kassette 18 ist das Farbband 19 in der Weise geführt, daß beim Aufsetzen der Farbbandkassette 18 auf den Schlitten 4 der sich jeweils zwischen den beiden Wickelspulen 16 und 17 befindliche Farbbandabschnitt zwischen dem Thermodruckkopf 8 und dem Auf­zeichnungsblatt 2 auf der Druckwalze gerät. Die Farbbandkassette 18 ist im Bereich einer ihrer Schmalseiten mit einer Markierung 20 in Form von Vorsprüngen und Aussparungen versehen, die beim Aufsetzen der Farbbandkassette 18 auf den Schlitten 4 die Markierungsabtastelemente 14 und 15 des Farbbandsortenschalters 13 codeabhängig verstellen. Die Markierung 20 bezeichnet die Sorte des in der Farbbandkassette 18 bevorrateten Farbbandes 19.

    [0017] Figur 2 zeigt in einem schematischen Schaltbild die Beschaltung des Gleichstromkleinmotors 12. Dieser liegt mit seinen An­schlüssen in Reihe mit einer durch einen Transistor gebildeten steuerbaren Widerstandsanordnung 21 und einen Stromerfassungs­widerstand 22 an einer Gleichspannung V+; der Basisanschluß des Transistors bildet einen Steuereingang 23 der steuerbaren Widerstandsanordnung 21. Eine Bewertungseinrichtung 24 liegt mit einem ersten Eingang 25 die Klemmenspannung erfassend parallel zu dem Gleichstromkleinmotor 12 und mit einem zweiten Eingang 26 den Strom durch den Gleichstromkleinmotor 12 erfassend an dem Stromerfassungswiderstand 22. In Abhängigkeit von den an ihren Eingängen 25 und 26 erfaßten Größen erzeugt die Bewertungs­einrichtung 24 an ihrem Ausgang 27 eine, der momentanen Bandzug­spannung proportionale Ausgangsgröße. Da die Bandzugspannung bzw. -kraft gleich dem Quotienten aus Drehmoment und Wickelradius des Bandwickels auf der Aufwickelspule 17 ist und bei der Verfahr­geschwindigkeit des Schlittens 4 entsprechender konstanter Auf­wickelgeschwindigkeit des Farbbandes 19 die Drehzahl des Gleich­stromkleinmotors 12 umgekehrt proportional zu dem Wickelradius ist, ergibt sich eine proportionale Abhängigkeit der Bandzugspan­ nung von dem Produkt aus Drehmoment und Drehzahl. In der Bewertungseinrichtung 24 wird aus der erfaßten Klemmenspannung des Gleichstromkleinmotors 12 und dem durch ihn fließenden Strom aufgrund bekannter Parameter des Gleichstromkleinmotors 12 das Drehmoment und die Drehzahl abgeleitet und hieraus die momentane Bandzugspannung ermittelt. Der Ausgang 27 der Bewertungseinrichtung 24 ist mit einem ersten Eingang 28 einer Vergleichereinrichtung 29 verbunden, deren zweiter Eingang 30 mit dem Spannungsabgriff eines aus Widerständen 31 bis 34 gebildeten Spannungsteilers verbunden ist, der an der Gleichspannung V+ liegt. Mit dem Spannungsteiler wird eine gewünschte Bandzugspannung voreingestellt, wozu die beiden mit 32 und 33 bezeichneten Widerstände jeweils über die die Markierungsabtastelemente bzw. Mikroschalter 14 und 15 wahlweise parallel zu dem Widerstand 34 hinzu- oder abschaltbar sind. Die Vergleichsschaltung erzeugt ein Differenzsignal entsprechend der Differenz zwischen der tatsächlichen und der eingestellten Bandzugspannung und ist ausgangsseitig über einen Widerstand 35 mit dem Steuereingang 23 der steuerbaren Widerstandsanordnung 21 verbunden, an dem ferner ein von einer hier nur als Schal­tungsblock 36 angedeuteten Steuereinrichtung des Thermotrans­ferdruckers betätigbarer Kurzschlußschalter 37 in Form eines Transistors angeschlossen ist.

    [0018] Zum Drucken einer Zeile auf dem Aufzeichnungsträger 2 wird der Schlitten 4 mit dem Thermodruckkopf 8 in Schreibrichtung nach rechts bewegt. Dabei ist der Thermodruckkopf 8 gegen die Druckwalze 1 verschwenkt und drückt das Farbband 19 im Bereich der Druckzone gegen den Aufzeichnungsträger 2. Zugleich wird das Farbband 19 durch den Thermodruckkopf 8 entsprechend einem Druckmuster punktuell aufgeheizt, so daß ein Farbübertrag von dem Farbband 19 auf den Aufzeichnungsträger 2 entsprechend dem Druckmuster erfolgt. Da der Thermodruckkopf 8 das Farbband 19 gegen den Aufzeichnungsträger 2 drückt, wird eine Relativbewegung zwischen dem Farbband 19 und dem Aufzeichnungsträger 2 verhin­dert, so daß bei der Verfahrbewegung des Schlittens 4 keine Farbverschmierung auftreten kann. Während des Druckens einer Zeile bleibt der Kurzschlußschalter 37 durch die Steuerein­richtung 28 geöffnet, so daß der Gleichstromkleinmotor 12 mit einem durch die steuerbare Widerstandsanordnung 21 fließen­den Gleichstrom beaufschlagt wird und ein ständiges Aufwickel­moment für den sich zwischen dem Thermodruckkopf 8 und der Wickelspule 17 auf dem Aufwickeldorn 10 befindenden Farbbandab­schnitt erzeugt. Da das Farbband 19 zwischen dem Thermodruck­kopf 8 und dem Aufzeichnungsträger 2 eingeklemmt ist, kann der Gleichstromkleinmotor 12 die Wickelspule 17 nur so schnell drehen, wie es die Verfahrgeschwindigkeit des Schlittens 4 zuläßt. Der Gleichstromkleinmotor 12 wird also ständig gebremst und erzeugt dabei ein das Farbband straff haltendes Aufwickeldrehmoment. Dadurch wird das Farbband 19 unmittelbar hinter dem Thermodruck­kopf 8 von dem Aufzeichnungsblatt 2 abgezogen, wodurch insbeson­dere bei Verwendung von sogenannten Release-Farbbändern eine gute Druckqualität gewährleistet wird.

    [0019] Die Bandzugspannung, mit der das Farbband 19 straff gehalten wird, wird in Abhängigkeit von der Markierung 20 der Farbbandkassette 18 über die Markierungsabtastelemente bzw. Mikroschalter 14 und 15 eingestellt, wobei je nach Stellung der Mikroschalter 14 und 15 der Transistor 21 eine unterschiedliche Basisspannung erhält und den Gleichstromkleinmotor 12 mit einem entsprechend unter­schiedlichen Drehmoment bestimmenden Gleichstrom beaufschlagt. Bei einem gleichbleibenden Aufwickeldrehmoment des Gleichstromklein­motors 12 würde im Verlauf des Druckvorganges aufgrund des zuneh­menden Wickeldurchmessers des Bandwickels auf der Wickelspule 17 die Bandzugkraft im Farbband 19 stetig abnehmen. Wegen der unmittelbaren Abhängigkeit der Drehzahl des Gleichstromklein­motors 12 von der Verfahrgeschwindigkeit des Schlittens 4 sinkt aber auch die Drehzahl mit zunehmendem Wickeldurchmesser ab, wobei sich in entsprechender Weise die Klemmenspannung des Gleichstromkleinmotors 12 verringert. Durch die Rückkopplung der steuerbaren Widerstandsanordnung 21, über die Bewertungseinrich­tung 24 und die Vergleichereinrichtung 29 mit dem Gleichstromklein­ motor 12 wird jedoch zugleich der dem Gleichstromkleinmotor 12 zugeführte Gleichstrom erhöht, so daß das von dem Gleichstromkleinmotor 12 abgegebene Aufwickeldrehmoment zunimmt und den oben erwähnten Verlust an Bandzugkraft ausgleicht. Auf diese Weise wird eine Konstanthaltung der Bandzugspannung in dem Farbband 19 erreicht.

    [0020] Abschließend sei noch erwähnt, daß insbesondere im Hinblick auf die Verwendung von mehrfach verwendbaren Farbbändern auch der Abwickeldorn 9 durch einen Motor angetrieben werden kann, um ein Zurückspulen des Farbbandes zu ermöglichen.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Transport eines Farbbandes (19) in einem seriell arbeitenden Drucker, insbesondere einem Thermotransfer­drucker, der einen quer zur Vorschubrichtung (3) eines zu be­druckenden Aufzeichnungsträgers (2) verschiebbaren Schlitten (4) mit einem das Farbband (19) gegen den Aufzeichnungsträger (2) drückenden Druckkopf (8) aufweist,
    mit einem auf dem Schlitten (4) angeordneten Abwickeldorn (9) und einem Aufwickeldorn (10) zur Aufnahme zweier Wickelspulen (16,17) für das Farbband (19) und
    mit einem mit dem Aufwickeldorn (10) über eine mechanische Kupplung verbundenen Aufwickelmotor (12),
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Kupplung eine Dauerkupplung ist und daß der Aufwickel­motor (12) ein Gleichstromkleinmotor ist, der beim Aufzeichnungs­vorgang mit einem ein Wickeldrehmoment an dem Aufwickeldorn (10) erzeugenden Gleichstrom beaufschlagbar ist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Aufwickeldorn (10) direkt auf der Welle (11) des Gleich­stromkleinmotors (12) sitzt.
     
    3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    gekennzeichnet durch
    einen einstellbaren Farbbandsortenschalter (13) zur Einstellung verschiedener Gleichströme.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß bei Bevorratung des Farbbandes (19) innerhalb einer Farbband­kassette (18) diese eine abtastbare Markierung (20) trägt und daß der Farbbandsortenschalter (13) mit Markierungsabtastelemen­ten (14, 15) verbunden ist.
     
    5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Gleichstromkleinmotor (12) in Reihenschaltung mit einer steuerbaren Widerstandsanordnung (21) an einer Gleichspannung (V+) liegt und daß die Widerstandsanordnung steuereingangsseitig mit den Anschlüssen des Gleichstromkleinmotors (12) gegengekoppelt ist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    gekennzeichnet durch
    eine im Bereich des Aufwickeldorns angeordnete Fühleinrich­tung zur Erfassung des Durchmessers des Farbbandwickels auf der Wickelspule und ein mit der Fühleinrichtung verbundenes Stellglied zur Einstellung verschiedener Gleichströme für den Gleichstromkleinmotor.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht