[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport eines Farbbandes in einem
seriell arbeitenden Drucker, insbesondere einem Thermotransferdrucker, der einen quer
zur Vorschubrichtung eines zu bedruckenden Aufzeichnungsträgers verschiebbaren Schlitten
mit einem das Farbband gegen den Aufzeichnungsträger drückenden Druckkopf aufweist,
mit einem auf dem Schlitten angeordneten Abwickeldorn und einem Aufwickeldorn zur
Aufnahme zweier Wickelspulen für das Farbband und mit einem mit dem Aufwickeldorn
über ein mechanische Kupplung verbundenen Aufwickelmotor.
[0002] Bei einer derartigen, aus der DE-OS 36 02 011 bekannten Vorrichtung ist ein Thermodruckkopf
zusammen mit einem Abwickeldorn und einem Aufwickeldorn zur Aufnahme zweier in einer
Farbbandkassette angeordneten und ein Farbband bevorratenden Wickelspulen auf einem
Schlitten angeordnet, der längs einer Druckwalze verschiebbar angeordnet ist. An
dem Schlitten ist ferner ein aus einem Schrittmotor bestehender Aufwickelmotor gehalten,
der über ein Zahnradgetriebe und eine Rutschkupplung mit Kupplungsscheiben und einem
dazwischenliegenden Filzteil an dem Aufwickeldorn mechanisch angekoppelt ist. Beim
Bedrucken eines Aufzeichnungsträgers (in der Regel gewöhnliches Schreibpapier) wird
der sich jeweils zwischen den beiden Wickelspulen befindliche Farbbandabschnitt durch
den Thermodruckkopf in Druckkontakt mit dem Aufzeichnungsträger gehalten und der Thermodruckkopf
durch Antrieb des Schlittens in Zeilenrichtung bewegt; dabei findet durch Wärmeabgabe
des Thermodruckkopfes ein Farbübertrag von dem Farbband auf den Aufzeichnungsträger
statt.
[0003] Um eine gute Druckqualität zu erreichen, ist es erforderlich, daß bei dem Druckvorgang
erstens keine Relativbewegung zwischen dem Farbband und dem Aufzeichnungsträger auftritt
und daß zweitens das Farbband straff geführt ist, so daß es sich unmittelbar nach
erfolgtem Farbübertrag von dem Aufzeichnungsträger löst. Hierzu wird bei der bekannten
Vorrichtung der Schrittmotor synchron zur Bewegung des Schlittens angesteuert, wobei
das Übersetzungsverhältnis des Zahnradgetriebes derart gewählt ist, daß die motorseitige
Drehbewegung der Rutschkupplung größer als die durch die Verfahrgeschwindigkeit des
Schlittens vorgegebene erforderliche Aufwickelgeschwindigkeit des Farbbandes ist.
Da das Farbband zwischen dem Thermodruckkopf und dem Aufzeichnungsträger festgehalten
wird, reduziert sich die Drehbewegung auf der Abtriebsseite der Rutschkupplung soweit,
daß die Aufwickelgeschwindigkeit des Farbbandes mit der Verfahrgeschwindigkeit des
Schlittens übereinstimmt; das dabei in der Rutschkupplung auftretende Reibungsmoment
bewirkt die erwünschte Straffung des Farbbandes.
[0004] Bei einer aus "IBM Technical Disclosure Bulletin", Bd. 24, Nr. 7B (Dez. 1981), S.
3950 bekannten ähnlichen Vorrichtung zum Transport eines Farbbandes wird anstelle
eines Aufwickelmotors ein Capstan-Antrieb verwendet, um eine zur Schlittenbewegung
synchrone Drehbewegung zu erzeugen, mit der wiederum unter Zwischenschaltung einer
Schaltkupplung das Farbband angetrieben wird.
[0005] Bei den bekannten Vorrichtungen erfordert die Verwendung von Rutschkupplungen einen
relativ hohen konstruktiven Aufwand. Darüber hinaus ist die erwünschte Bandzugspannung
des Farbbandes von Abnutzungs- und Verschmutzungserscheinungen der Rutschkupplungen
abhängig.
[0006] Gemäß der Erfindung ist bei der Vorrichtung der eingangs angegebenen Art vorgesehen,
daß die Kupplung eine Dauerkupplung ist und daß der Aufwickelmotor ein Gleichstromkleinmotor
ist, der beim Aufzeichnungsvorgang mit einem ein Wickelmoment an dem Aufwickeldorn
erzeugenden Gleichstrom beaufschlagbar ist. Dabei liefert der Gleichstromkleinmotor
bei einer für ihn sehr niedrigen, sich aus der Verfahrbewegung des Schlittens ergebenden
Drehzahl ein Aufwickelmoment für das Farbband.
[0007] Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt in ihrem minimalen
konstruktiven Aufwand zur Bereitstellung des Aufwickelmoments für das Farbband, weil
hierzu lediglich ein einfacher Gleichstromkleinmotor erforderlich ist; der Gleichstrom
zur Beaufschlagung des Gleichstromkleinmotors läßt sich ohne weiteres aus den Versorgungsspannungen
des die erfindungsgemäße Vorrichtung enthaltenden Druckers abzweigen. Wie die Ergebnisse
von Dauerversuchen zeigen, hat die niedrige Drehzahl, mit der der Gleichstromkleinmotor
das Aufwickelmoment für das Fahrzeug erzeugt, keine negativen Einflüsse auf den Kollektor
und die Motorlager.
[0008] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß aufgrund
der Verwendung einer Dauerkupplung anstelle einer Rutschkupplung das Aufwickelmoment
für das Farbband nicht mehr von nur schwer kontrollierbaren Parametern, wie z. B.
dem Schmierzustand der Rutschkupplung abhängt, sondern in einfacher Weise durch die
Größe des dem Gleichstromkleinmotor zugeführten Gleichstroms genau einstellbar ist.
Aus dem gleichen Grund unterliegt das Wickeldrehmoment und damit die Bandzugspannung
des Farbbandes keinen Langzeitveränderungen. Im übrigen läßt sich das Aufwickelmoment
durch Veränderung des den Gleichstromkleinmotor beaufschlagenden Gleichstromes sehr
einfach variieren und kann z. B. nach jedem Drucken einer Zeile beim Rücklauf des
Schlittens einfach abgeschaltet werden; bei bekannten Vorrichtungen ist hierzu in
der Regel eine zusätzliche Schaltkupplung erforderlich.
[0009] Ein konstruktiv besonders einfacher Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird
gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung dadurch
erreicht, daß der Aufwickel dorn direkt auf der Welle des Gleichstromkleinmotors
sitzt. Während bei der bekannten Vorrichtung ein Zahnradgetriebe zur Drehzahlvoreinstellung
vorgesehen ist, wird bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Gleichstromgleichmotor
durch die Bandzugspannung in dem Farbband gebremst, so daß sich die niedrige Drehzahl
des Gleichstromkleinmotors direkt aus der Verfahrgeschwindigkeit des Schlittens ergibt
und dadurch ein Verzicht auf Getriebeteile ermöglicht wird.
[0010] Unter Ausnutzung der einfachen Abhängigkeit des Aufwickeldrehmoments von dem den
Gleichstromkleinmotor zugeführten Gleichstrom ist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein einstellbarer Farbbandsortenschalter zur Einstellung
verschiedener Gleichströme vorgesehen. Der Farbbandsortenschalter ermöglicht auf
besonders bedienungsfreundliche Weise eine Anpassung der einzustellenden Bandzugkraft
in Abhängigkeit von verschiedenartigen Farbbändern. So läßt sich durch einfaches Umschalten
beispielsweise bei einmalig verwendbaren Thermofarbbändern (single-use) ein hoher
Bandzug zur Verbesserung der Farbablösung in der Druckzone einstellen und bei Verwendung
mehrfach verwendbarer Thermofarbbänder (multi-use) ein vergleichsweise geringerer
Bandzug einstellen, um bleibende Farbbanddeformationen zu vermeiden.
[0011] In diesem Zusammenhang ist es als besonders vorteilhaft anzusehen, wenn im Falle
der Bevorratung des Farbbandes in einer Farbbandkassette diese eine abtastbare Markierung
trägt und der Farbbandsortenschalter mit Markierungsabtastelementen verbunden ist.
Beim Einlegen der Farbbandkassette in die erfindungsgemäße Vorrichtung kann die Abtastung
der farbbandkassettenspezifischen Markierung wahlweise durch optische, elektrische
oder mechanisch fühlende Markierungsabtastelemente erfolgen; in entsprechender Weise
ist die Markierung auf der Farbbandkassette wahlweise in Form sichtbarer Markierungselemente,
elektrisch leitender Kontaktelemente oder in Form von Vorsprüngen und Aussparungen
ausgebildet.
[0012] Bezüglich der einzustellenden Bandzugspannung des Farbbandes wird eine vorteilhafte
Ansteuerung des Gleichstromkleinmotors dadurch ermöglicht, daß der Gleichstromkleinmotor
in Reihenschaltung mit einer steuerbaren Widerstandsanordnung an einer Gleichspannung
liegt und daß die Widerstandsanordnung steuereingangsseitig mit den Anschlüssen des
Gleichstromkleinmotors gegengekoppelt ist. Aufgrund der Gegenkopplung wirkt die Klemmenspannung
des Gleichstromkleinmotors gegenkoppelnd auf den durch den Gleichstromkleinmotor fließenden
Gleichstrom, so daß die in dem Farbband erzeugte Bandzugspannung von dem jeweils momentanen
Wickeldurchmesser der auf dem Aufwickeldorn sitzenden Wickelspule unabhängig ist.
Während nämlich bei den bekannten Vorrichtungen das Reibmoment in der Rutschkupplung
eine von dem Wickeldurchmesser abhängige Bandzugspannung erzeugt, wird bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung die von dem Wickeldurchmesser abhängige Drehzahl des Gleichstromkleinmotors
über dessen Klemmenspannung und Strom erfaßt und zur Steuerung der Stromzufuhr und
damit des Drehmoments des Gleichstromkleinmotors im Sinne einer Konstanthaltung der
Bandzugspannung herangezogen. Weiterhin läßt sich der Gleichstromkleinmotor beim Rücklauf
des Schlittens auf besonders einfache Weise über den Steuereingang der steuerbaren
Widerstandsanordnung abschalten.
[0013] Zur Konstanthaltung der Bandzugspannung kann der jeweils momentane Durchmesser des
Farbbandwickels auf der Wickelspule auf dem Aufwickeldorn auch direkt erfaßt werden,
wozu bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Bereich des Aufwickeldorns eine Fühleinrichtung
zur Erfassuung des Durchmessers der Wickelspule angeordnet ist und ein Stellglied
zur Einstellung verschiedener Gleichströme für den Gleichstromkleinmotor mit der Fühleinrichtung
verbunden ist. Die Fühleinrichtung kann dabei in Form eines Tasthebels ausgebildet
sein, der an dem Umfang der Wickelspule anliegend in Abhängigkeit von dem ertasteten
Durchmesser ein Potentiometer im Stromkreis des Gleichstromkleinmotors verstellt oder
über einen Schalter einen Widerstand in dem Stromkreis zuschaltet.
[0014] Zur Erläuterung der Erfindung wird im folgenden auf die beiden Figuren Bezug genommen,
von denen
Figur 1 in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung und
Figur 2 eine Ansteuerschaltung für den in Figur 1 gezeigten Aufwickelmotor zeigt.
[0015] Figur 1 zeigt als in bezug auf die Erfindung wesentliche Teile eines seriell arbeitenden
Thermotransferdruckers eine Druckwalze 1 zum Transport eines an ihr anliegenden Aufzeichnungsträgers
2 in Vorschubrichtung entsprechend Pfeil 3. Als Aufzeichnungsträger 2 findet in der
Regel normales Schreibpapier Verwendung. Ein Schlitten 4 ist auf zwei Führungsstangen
5 und 6 achsparallel zur Druckwalze 1 verschiebbar gelagert. Die Verschiebung des
Schlittens 4 erfolgt parallel zur Druckwalze 1 in der durch den Doppelpfeil 7 markierten
Richtung in bekannter Weise durch einen hier nicht dargestellten Seil- oder Riemenantrieb.
Auf dem Schlitten 4 ist in unmittelbarer Nachbarschaft zur Druckwalze 1 ein Thermodruckkopf
8 angeordnet, der durch einen ebenfalls hier nicht eigens gezeigten Antrieb gegen
die Druckwalze 1 bzw. von ihr weg verschwenkbar ist. Ferner stehen auf dem Schlitten
4 in Schreibrichtung - also nach rechts - versetzt ein Abwickeldorn 9 und entgegen
der Schreibrichtung - also nach links - versetzt ein Aufwickeldorn 10 hervor, die
beide um ihre jeweilige Achse drehbar gelagert sind. Der Aufwickeldorn 10 sitzt direkt
auf der Welle 11 eines Gleichstromkleinmotors 12, der unterhalb des Schlittens 4 an
diesem befestigt ist. Die Drehrichtung des Gleichstromkleinmotors 12 erfolgt gegen
den Uhrzeigersinn. Schließlich ist auf dem Schlitten 4 noch ein Farbbandsortenschalter
13 mit aus zwei Mikroschaltern bestehenden Markierungsabtastelementen 14 und 15 angeordnet.
Weitere hier nicht gezeigte Einrichtungen wie z. B. ein Farbbandkassettendetektor
oder ein Bandendesensor können ebenso wie der erwähnte Antrieb zum Schwenken des Thermodruckkopfes
8 wie bei dem aus der eingangs angegebenen DE-OS 36 02 011 bekannten Thermodrucker
vorhanden aus ausgebildet sein.
[0016] Der Abwickeldorn 9 und der Aufwickeldorn 10 dienen zur Aufnahme und zum Antrieb zweier
Wickelspulen 16 und 17, die in einer Farbbandkassette 18 drehbar angeordnet sind und
ein wärmeempfindliches Farbband 19 bevorraten. Innerhalb der Farbbandkassette 18
ist das Farbband 19 in der Weise geführt, daß beim Aufsetzen der Farbbandkassette
18 auf den Schlitten 4 der sich jeweils zwischen den beiden Wickelspulen 16 und 17
befindliche Farbbandabschnitt zwischen dem Thermodruckkopf 8 und dem Aufzeichnungsblatt
2 auf der Druckwalze gerät. Die Farbbandkassette 18 ist im Bereich einer ihrer Schmalseiten
mit einer Markierung 20 in Form von Vorsprüngen und Aussparungen versehen, die beim
Aufsetzen der Farbbandkassette 18 auf den Schlitten 4 die Markierungsabtastelemente
14 und 15 des Farbbandsortenschalters 13 codeabhängig verstellen. Die Markierung 20
bezeichnet die Sorte des in der Farbbandkassette 18 bevorrateten Farbbandes 19.
[0017] Figur 2 zeigt in einem schematischen Schaltbild die Beschaltung des Gleichstromkleinmotors
12. Dieser liegt mit seinen Anschlüssen in Reihe mit einer durch einen Transistor
gebildeten steuerbaren Widerstandsanordnung 21 und einen Stromerfassungswiderstand
22 an einer Gleichspannung V+; der Basisanschluß des Transistors bildet einen Steuereingang
23 der steuerbaren Widerstandsanordnung 21. Eine Bewertungseinrichtung 24 liegt mit
einem ersten Eingang 25 die Klemmenspannung erfassend parallel zu dem Gleichstromkleinmotor
12 und mit einem zweiten Eingang 26 den Strom durch den Gleichstromkleinmotor 12 erfassend
an dem Stromerfassungswiderstand 22. In Abhängigkeit von den an ihren Eingängen 25
und 26 erfaßten Größen erzeugt die Bewertungseinrichtung 24 an ihrem Ausgang 27 eine,
der momentanen Bandzugspannung proportionale Ausgangsgröße. Da die Bandzugspannung
bzw. -kraft gleich dem Quotienten aus Drehmoment und Wickelradius des Bandwickels
auf der Aufwickelspule 17 ist und bei der Verfahrgeschwindigkeit des Schlittens 4
entsprechender konstanter Aufwickelgeschwindigkeit des Farbbandes 19 die Drehzahl
des Gleichstromkleinmotors 12 umgekehrt proportional zu dem Wickelradius ist, ergibt
sich eine proportionale Abhängigkeit der Bandzugspan nung von dem Produkt aus Drehmoment
und Drehzahl. In der Bewertungseinrichtung 24 wird aus der erfaßten Klemmenspannung
des Gleichstromkleinmotors 12 und dem durch ihn fließenden Strom aufgrund bekannter
Parameter des Gleichstromkleinmotors 12 das Drehmoment und die Drehzahl abgeleitet
und hieraus die momentane Bandzugspannung ermittelt. Der Ausgang 27 der Bewertungseinrichtung
24 ist mit einem ersten Eingang 28 einer Vergleichereinrichtung 29 verbunden, deren
zweiter Eingang 30 mit dem Spannungsabgriff eines aus Widerständen 31 bis 34 gebildeten
Spannungsteilers verbunden ist, der an der Gleichspannung V+ liegt. Mit dem Spannungsteiler
wird eine gewünschte Bandzugspannung voreingestellt, wozu die beiden mit 32 und 33
bezeichneten Widerstände jeweils über die die Markierungsabtastelemente bzw. Mikroschalter
14 und 15 wahlweise parallel zu dem Widerstand 34 hinzu- oder abschaltbar sind. Die
Vergleichsschaltung erzeugt ein Differenzsignal entsprechend der Differenz zwischen
der tatsächlichen und der eingestellten Bandzugspannung und ist ausgangsseitig über
einen Widerstand 35 mit dem Steuereingang 23 der steuerbaren Widerstandsanordnung
21 verbunden, an dem ferner ein von einer hier nur als Schaltungsblock 36 angedeuteten
Steuereinrichtung des Thermotransferdruckers betätigbarer Kurzschlußschalter 37 in
Form eines Transistors angeschlossen ist.
[0018] Zum Drucken einer Zeile auf dem Aufzeichnungsträger 2 wird der Schlitten 4 mit dem
Thermodruckkopf 8 in Schreibrichtung nach rechts bewegt. Dabei ist der Thermodruckkopf
8 gegen die Druckwalze 1 verschwenkt und drückt das Farbband 19 im Bereich der Druckzone
gegen den Aufzeichnungsträger 2. Zugleich wird das Farbband 19 durch den Thermodruckkopf
8 entsprechend einem Druckmuster punktuell aufgeheizt, so daß ein Farbübertrag von
dem Farbband 19 auf den Aufzeichnungsträger 2 entsprechend dem Druckmuster erfolgt.
Da der Thermodruckkopf 8 das Farbband 19 gegen den Aufzeichnungsträger 2 drückt, wird
eine Relativbewegung zwischen dem Farbband 19 und dem Aufzeichnungsträger 2 verhindert,
so daß bei der Verfahrbewegung des Schlittens 4 keine Farbverschmierung auftreten
kann. Während des Druckens einer Zeile bleibt der Kurzschlußschalter 37 durch die
Steuereinrichtung 28 geöffnet, so daß der Gleichstromkleinmotor 12 mit einem durch
die steuerbare Widerstandsanordnung 21 fließenden Gleichstrom beaufschlagt wird und
ein ständiges Aufwickelmoment für den sich zwischen dem Thermodruckkopf 8 und der
Wickelspule 17 auf dem Aufwickeldorn 10 befindenden Farbbandabschnitt erzeugt. Da
das Farbband 19 zwischen dem Thermodruckkopf 8 und dem Aufzeichnungsträger 2 eingeklemmt
ist, kann der Gleichstromkleinmotor 12 die Wickelspule 17 nur so schnell drehen, wie
es die Verfahrgeschwindigkeit des Schlittens 4 zuläßt. Der Gleichstromkleinmotor 12
wird also ständig gebremst und erzeugt dabei ein das Farbband straff haltendes Aufwickeldrehmoment.
Dadurch wird das Farbband 19 unmittelbar hinter dem Thermodruckkopf 8 von dem Aufzeichnungsblatt
2 abgezogen, wodurch insbesondere bei Verwendung von sogenannten Release-Farbbändern
eine gute Druckqualität gewährleistet wird.
[0019] Die Bandzugspannung, mit der das Farbband 19 straff gehalten wird, wird in Abhängigkeit
von der Markierung 20 der Farbbandkassette 18 über die Markierungsabtastelemente bzw.
Mikroschalter 14 und 15 eingestellt, wobei je nach Stellung der Mikroschalter 14 und
15 der Transistor 21 eine unterschiedliche Basisspannung erhält und den Gleichstromkleinmotor
12 mit einem entsprechend unterschiedlichen Drehmoment bestimmenden Gleichstrom beaufschlagt.
Bei einem gleichbleibenden Aufwickeldrehmoment des Gleichstromkleinmotors 12 würde
im Verlauf des Druckvorganges aufgrund des zunehmenden Wickeldurchmessers des Bandwickels
auf der Wickelspule 17 die Bandzugkraft im Farbband 19 stetig abnehmen. Wegen der
unmittelbaren Abhängigkeit der Drehzahl des Gleichstromkleinmotors 12 von der Verfahrgeschwindigkeit
des Schlittens 4 sinkt aber auch die Drehzahl mit zunehmendem Wickeldurchmesser ab,
wobei sich in entsprechender Weise die Klemmenspannung des Gleichstromkleinmotors
12 verringert. Durch die Rückkopplung der steuerbaren Widerstandsanordnung 21, über
die Bewertungseinrichtung 24 und die Vergleichereinrichtung 29 mit dem Gleichstromklein
motor 12 wird jedoch zugleich der dem Gleichstromkleinmotor 12 zugeführte Gleichstrom
erhöht, so daß das von dem Gleichstromkleinmotor 12 abgegebene Aufwickeldrehmoment
zunimmt und den oben erwähnten Verlust an Bandzugkraft ausgleicht. Auf diese Weise
wird eine Konstanthaltung der Bandzugspannung in dem Farbband 19 erreicht.
[0020] Abschließend sei noch erwähnt, daß insbesondere im Hinblick auf die Verwendung von
mehrfach verwendbaren Farbbändern auch der Abwickeldorn 9 durch einen Motor angetrieben
werden kann, um ein Zurückspulen des Farbbandes zu ermöglichen.
1. Vorrichtung zum Transport eines Farbbandes (19) in einem seriell arbeitenden Drucker,
insbesondere einem Thermotransferdrucker, der einen quer zur Vorschubrichtung (3)
eines zu bedruckenden Aufzeichnungsträgers (2) verschiebbaren Schlitten (4) mit einem
das Farbband (19) gegen den Aufzeichnungsträger (2) drückenden Druckkopf (8) aufweist,
mit einem auf dem Schlitten (4) angeordneten Abwickeldorn (9) und einem Aufwickeldorn
(10) zur Aufnahme zweier Wickelspulen (16,17) für das Farbband (19) und
mit einem mit dem Aufwickeldorn (10) über eine mechanische Kupplung verbundenen Aufwickelmotor
(12),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplung eine Dauerkupplung ist und daß der Aufwickelmotor (12) ein Gleichstromkleinmotor
ist, der beim Aufzeichnungsvorgang mit einem ein Wickeldrehmoment an dem Aufwickeldorn
(10) erzeugenden Gleichstrom beaufschlagbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Aufwickeldorn (10) direkt auf der Welle (11) des Gleichstromkleinmotors (12)
sitzt.
3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
einen einstellbaren Farbbandsortenschalter (13) zur Einstellung verschiedener Gleichströme.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Bevorratung des Farbbandes (19) innerhalb einer Farbbandkassette (18) diese
eine abtastbare Markierung (20) trägt und daß der Farbbandsortenschalter (13) mit
Markierungsabtastelementen (14, 15) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gleichstromkleinmotor (12) in Reihenschaltung mit einer steuerbaren Widerstandsanordnung
(21) an einer Gleichspannung (V+) liegt und daß die Widerstandsanordnung steuereingangsseitig
mit den Anschlüssen des Gleichstromkleinmotors (12) gegengekoppelt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch
eine im Bereich des Aufwickeldorns angeordnete Fühleinrichtung zur Erfassung des
Durchmessers des Farbbandwickels auf der Wickelspule und ein mit der Fühleinrichtung
verbundenes Stellglied zur Einstellung verschiedener Gleichströme für den Gleichstromkleinmotor.