[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs l.
[0002] Ein Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber, der einen Teil der vorbezeichneten Merkmale
aufweist, ist durch die DE-PS 32 33 90l bekannt geworden. Eine teilweise Weiterentwicklung
dieses bekannten Ultraschall-Flüssigkeitszerstäubers zeigt die BE-PA 902.30l. Sie
besteht in einer auf dem Zerstäuberteller aufliegenden siebartigen Membran, die bewirkt,
daß die vom Zerstäuberteller abnebelnden Tröpfchen über eine bestimmte Strecke in
gezieltem Strahl geführt werden. Die strahlförmig gerichtete Abnebelung bedeutet einen
entscheidenden Vorteil in dem Bestreben, die Tröpfchen möglichst an diejenigen Stellen
des zu besprühenden Gegenstands zu bringen, an denen ihr Auftreffen erwünscht ist.
Im einzelnen besteht die bekannte Vorrichtung nach BE-PA 902.30l aus einem festen,
die siebförmige Membran tragenden Aufsatzstück, das über eine starre Verbindung auf
dem Gehäuse des Ultraschall-Flüssigkeitszerstäubers befestigt ist. Hierdurch ist,
bedingt durch die unvermeidlichen Toleranzen aller Bauteile, nicht gewährleistet,
daß die Membran immer mit einer definierten Vorspannung auf dem Zerstäuberteller
aufliegt. So hat eine etwaige zu starke Vorspannkraft die nachteilige Wirkung, daß
der Zerstäuberteller gebremst wird und somit nicht mehr schwingen kann. Eine zu geringe
Vorspannung oder gar ein Luftspalt zwischen Membran und Zerstäuberteller dagegen
würde den Nachteil bedeuten, daß die angestrebte Wirkung der Membran, nämlich den
Flüssigkeitsfilm gleichmäßig auf dem Zerstäuberteller zu verteilen, nicht mehr zum
Tragen kommt und die vom Zerstäuberteller abgenebel ten Tropfen vielmehr in der Membran
hängen bleiben.
[0003] Ausgehend von dem geschilderten Stand der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, einen Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber der eingangs bezeichneten Gattung
zu schaffen, bei dem die Membran immer mit einer genau definierten Vorspannung auf
dem Zerstäuberteller aufliegt und der somit die bei bisherigen Ultraschall-Flüssigkeitszerstäubern
der in Rede stehenden Art noch nicht erreichte Betriebssicherheit gewährleistet.
[0004] Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs
l angegebenen Merkmale gelöst.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung können den Unteransprüchen entnommen werden.
[0006] Zur Veranschaulichung der Erfindung dient ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel,
das nachstehend beschrieben ist. Die Zeichnung zeigt im einzelnen - teils in Seitenansicht,
teils im vertikalen Längsschnitt - eine Ausführungsform eines Ultraschall-Flüssigkeitszerstäubers.
[0007] Es bezeichnet l0 ein piezoelektrisches Wandlerteil, welches zur Umformung von elektrischer
in mechanische Schwingungsenergie dient. Das piezoelektrische Wandlerteil l0 besteht
aus zwei Keramikscheiben ll, l2. Zwischen den beiden Keramikscheiben ll, l2 des piezoelektrischen
Wandlerteils l0 liegt eine mit l3 bezeichnet Elektrode, die einen (in der Zeichnung
nicht gezeigten) elektrischen Anschluß nach außen enthält. Die piezoelektrischen Scheiben
ll, l2 sitzen konzentrisch auf einem Zapfenteil l4, welches ein Gewinde l5 besitzt.
Nach der anderen Seite hin (in der Zeichnung rechts) verbreitert sich das Zapfenteil
l4 absatzartig zu einem Wandlerelement l6, welches als rechtsseitiger axialer Anschlag
für die drei piezoelektrischen Scheiben ll, l2, l3 dient. An der linken Seite erfolgt
die axiale Fixierung der piezoelektrischen Scheiben ll, l2, l3 durch eine Mutter l7,
die auf das Gewinde l5 aufgeschraubt ist.
[0008] Wie weiterhin aus der Zeichnung hervorgeht, besitzt das Wandlerelement l6 eine seitliche
Anschlußbohrung l8, in die eine der Flüssigkeitszufuhr dienende Leitung l9 einmündet.
Die durch die Leitung l9 zugeführte Flüssigkeit gelangt in eine sich innerhalb eines
Amplitudentransformators 20 erstreckende Axialbohrung (nicht gezeigt). Der Amplitudentransformator
20 ist einstückig mit den Teilen l6 und l4 verbunden. Er geht an seinem Ende - ebenfalls
einstückig - in einen Zerstäuberteller 2l über. Die Teile 20, 2l werden von der bereits
erwähnten Bohrung mittig axial durchsetzt. Die zu zerstäubende Flüssigkeit wird auf
die Oberfläche des Zerstäubertellers 2l gefördert, wo aufgrund der hochfrequenten
Schwingungen des Zerstäubertellers 2l eine feine Zerstäubung der Flüssigkeit erfolgt.
[0009] Die Zeichnung macht weiterhin deutlich, daß die Teile l6, 20 und 2l konzentrisch
von einem etwa zylindrischen Gehäuse umgeben sind, das insgesamt mit 22 beziffert
ist. Das Gehäuse 22 ist auf einen zwischen Amplitudentransformator 20 und Wandlerelement
l6 ausgebildeten Flansch 23 aufgesetzt. Beidseitig des Flansches 23 sind zwei ringförmige
Dichtungen 24, 25 angeordnet, die eine Abdichtung zwischen dem hochspannungsführenden
piezoelektrischen Wandlerteil l0 und dem mit Flüssigkeit in Kontakt stehenden Amplitudentransformator
20 gewährleisten. Für die erforderliche Befestigung von Gehäuse 22 und Dichtungen
24, 25 am Flansch 23 sorgen eine Druckscheibe 26 und ein diese beaufschlagender Sicherungsring
27, der in einer Nut 28 des Gehäuses 22 fixiert ist. Das Gehäuse 22 weist eine Radialbohrung
29 auf, die von der Flüssigkeitsleitung l9 durchsetzt ist.
[0010] Wie des weiteren aus der Zeichnung hervorgeht, ist der vordere Teil des Amplitudentransformators
20, einschließlich Zerstäuberteller 2l, innerhalb des Gehäuses 22 von einem insgesamt
mit 30 bezeichneten Aufsatz umgeben, der an seiner Vorderseite eine siebförmige Membran
31 trägt. Der Aufsatz 30 ist - wie weiter unten im einzelnen erläutert - so am Gehäuse
22 gehalten, daß die Membran unter federnder Vorspannung auf dem Zerstäuberteller
21 aufliegt.
[0011] Der Aufsatz 30 besteht aus zwei konzentrisch zueinander angeordneten Teilen, wobei
ein innenliegender erster Aufsatzteil 32 die Membran 31 trägt und ein außenliegender
zweiter Aufsatzteil 33 zur Befestigung des gesamten Aufsatzes 30 am Gehäuse 22 dient.
Der erste Aufsatzteil 32 besitzt einen radial nach außen gerichteten Bund 34, und
der zweite Aufsatzteil 33 weist einen radial nach innen gerichteten Absatz 35 auf.
Zwischen den beiden Aufsatzteilen 32, 33 und diese in zueinander entgegengesetzten
Axialrichtungen beaufschlagend ist eine Schraubendruckfeder 36 so angeordnet, daß
die siebförmige Membran 31 federnd mit dem Zerstäuberteller 21 in Anlage gehalten
und die Reaktionskraft der Schraubendruckfeder 36 in den gehäusefesten zweiten Aufsatzteil
33 eingeleitet wird. Hierbei stützt sich die Schraubendruckfeder 36 einerseits am
Bund 34, andererseits am Absatz 35 ab. Zwischen der Außenwandung des zylindrischen
ersten Aufsatzteils 32 und der Innenwandung des Gehäuses 22 ergibt sich durch die
im Vorstehenden beschriebenen Konstruktionsmerkmale ein Ringspalt 37, der zur Aufnahme
der Schraubendruckfeder 36 dient.
[0012] Wie die Zeichnung weiterhin zeigt, ist der zweite Aufsatzteil 33 als Überwurfmutter
ausgebildet und auf ein entsprechendes Außengewinde 38 des Gehäuses 22 aufgeschraubt.
Alternativ zum Gewindeanschluß kann die Überwurfmutter 33 durch eine Bajonett- oder
Schnappverbindung an dem Gehäuse 22 befestigbar sein.
[0013] Die Schraubendruckfeder 36 ist bei 40 durch einen Preßsitz im zweiten Aufsatzteil
33 unlösbar befestigt.
[0014] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Membran 3l am vorderen Ende des
ersten Aufsatzteils 32 befestigt. Der erste Aufsatzteil 32 erstreckt sich demgemäß
- ausgehend vom Zerstäuberteller 2l - nach rückwärts. Hierbei besteht der erste Aufsatzteil
32 aus zwei konzentrischen Hülsen 4l, 42, wobei die äußere Hülse 4l einen die innere
Hülse 42 am vorderen Ende übergreifenden Bund 43 aufweist. Die Membran 3l ist zwischen
der vorderen Stirnfläche der inneren Hülse 42 und dem Bund 43 eingeklebt.
[0015] Nach einer denkbaren anderen Ausführungsform kann aber auch der erste Aufsatzteil
32 einteilig als Kunststoff-Spritzteil ausgebildet und die Membran 3l an ihrem Rand
von dem Material des ersten Aufsatzteils 32 umspritzt sein.
1. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber, mit einem piezoelektrischen Wandlerelement,
das mechanisch mit einem Amplitudentransformator (auch als "Horn" oder "Rüssel" bezeichnet)
gekoppelt ist, mit einem am freien Ende des Amplitudentransformators angeordneten
Zerstäuberteller, ferner mit einem zumindest den Amplitudentransformator umgebenden
Gehäuse und mit einem eine siebförmige Membran tragenden Aufsatz, der am Gehäuse derart
befestigt ist, daß die Membran auf dem Zerstäuberteller aufliegt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Aufsatz (30) aus zwei konzentrisch zueinander angeordneten
Teilen besteht, wobei ein innenliegender erster Aufsatzteil (32) die Membran (3l)
trägt und ein außenliegender zweiter Aufsatzteil (33) zur Befestigung des gesamten
Aufsatzes (30) am Gehäuse (22) dient, und daß zwischen den beiden Aufsatzteilen (32,
33) und diese in zueinander entgegengesetzten Axialrichtungen beaufschlagend Federmittel
(36) angeordnet sind, derart, daß die siebförmige Membran (3l) federnd mit dem Zerstäuberteller
(2l) in Anlage gehalten und die Reaktionskraft der Federmittel (36) hierbei in den
gehäusefesten zweiten Aufsatzteil (33) eingeleitet wird.
2. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach Anspruch l,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Aufsatzteil (32) einen radial nach außen gerichteten
Bund (34) und der zweite Aufsatzteil (33) einen radial nach innen gerichteten Absatz
(35) aufweist und daß die Federmittel (36) einerseits am Bund (34), andererseits am
Absatz (35) angreifen.
3. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach Anspruch l oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Außenwandung des zylindrischen ersten Aufsatzteils
(32) und der Innenwandung des Gehäuses (22) ein Ringspalt (37) ausgebildet ist, der
zur Aufnahme der Federmittel (36) dient.
4. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach Anspruch 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ringspalt (37) an seinem vorderen zerstäubertellerseitigen
Ende vom Absatz (35) des zweiten Aufsatzteils (33) und an seinem rückwärtigen Ende
vom Bund (34) des ersten Aufsatzteils (32) axial begrenzt wird und daß in dem Ringspalt
(37) eine Schraubendruckfeder (36) angeordnet ist.
5. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach Anspruch 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Federmittel (36) durch einen Preßsitz im zweiten Aufsatzteil
(33) unlösbar befestigt sind.
6. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (3l) am vorderen Ende des ersten Aufsatzteils
(32) befestigt ist und der erste Aufsatzteil (32) sich - ausgehend vom Zerstäuberteller
(2l) - nach rückwärts erstreckt.
7. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Aufsatzteil (32) aus zwei konzentrischen Hülsen
(4l, 42) besteht, wobei die äußere Hülse (4l) einen die innere Hülse (42) am vorderen
Ende übergreifenden Bund (43) aufweist, und daß die Membran (3l) zwischen der vorderen
Stirnfläche der inneren Hülse (42) und dem Bund (43) eingeklebt ist.
8. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach einem oder mehreren der Ansprüche l bis
6,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Aufsatzteil (32) einteilig als Kunststoff-Spritzteil
ausgebildet und die Membran (31) an ihrem Rand von dem Material des ersten Aufsatzteils
(32) umspritzt ist.
9. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Aufsatzteil (33) als Überwurfmutter ausgebildet
und auf ein entsprechendes Außengewinde (38) des Gehäuses (22) aufgeschraubt ist.
10. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
8,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite, als Überwurfmutter ausgebildete Aufsatzteil
(33) eine Bajonettverbindung zum Gehäuse (22) aufweist.
11. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
8,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite, als Überwurfmutter ausgebildete Aufsatzteil
(33) eine Schnappverbindung zum Gehäuse (22) aufweist.
12. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (22) auf einen zwischen Wandlerelement (16)
und Amplitudentransformator (20) ausgebildeten Flansch (23) aufgesetzt, mittels beidseitig
des Flansches (23) angeordneter Dichtungsringe (24, 25) gegenüber dem Wandlerelement
(16) abgedichtet und durch eine Druckscheibe (26) mit Sicherungsring (27) an dem
Flansch (23) befestigt ist.