[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Glasfassade mit Glastafeln, die jeweils unter
Zwischenfüllung einer dauerelastischen Masse mit ihren oberen und unteren Rändern
in Haltenuten von Tragprofilen eingesetzt sind, wobei zumindest eine der Seitenflächen
jeder Haltenut der Tragprofile auswärts geneigt ist und die Glastafeln in den dieser
Seitenfläche bzw. diesen Seitenflächen zugeordneten Randbereichen der Flächenneigung
angepaßte Abschrägungen aufweisen, nach Patent Nr. 379.186.
[0002] Solche Glasfassaden haben sich bereits bestens bewährt, da sie ein flächenbündiges
Einsetzen der Glastafeln in die Tragkonstruktion ermöglichen und nicht nur für eine
Klebeverbindung der Glastafeln mit den Tragprofilen durch die dauerelastische Masse,
sondern auch für deren mechanisch Halterung ohne Beschädigungsgefahr in den Haltenuten
der Tragprofile sorgen. Allerdings müssen bisher zuerst die Tragprofile an der Fassadenunterkonstruktion
befestigt und dann die Glastafeln auf der Baustelle in die Tragprofile eingesetzt
werden, so daß die Verglasungsarbeiten nur bei Schönwetter ausgeführt werden können
und immer noch vergleichsweise umständlich sind. Abgesehen davon, lassen sich diese
Fassaden nur mit fest verlegten Glastafeln herstellen und der Einsatz schwenkbarer
Tafeln ist unmöglich.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und eine
Glasfassade der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, daß sich eine weitere
Vereinfachung der Herstellung und Montage ergibt und sich Glastafeln auch schwenkbar
einbauen lassen.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß die Tragprofile zusammen mit seitlichen
Verbindungsprofilen einzelne, an den Glastafeln vormontierbare Rahmen bilden, deren
an der Glastafelinnenseite verlaufende Profilstege in einen von den Glastafeln weggerichteten
Anschlußflansch zur Rahmenbefestigung an einer Fassadenunterkonstruktion übergehen.
Durch diese Profilrahmen ist es möglich, die einzelnen Glastafeln bereits werkseitig
mit den Trag- und Verbindungsprofilen zu versehen und sie durch das Einsetzen in
den Profilrahmen für ein rationelles Fertigstellen der Fassade vorzubereiten. Die
fertig verglasten Rahmen brauchen dann auf der Baustelle nur mehr mit ihren Anschlußflanschen
an der Fassadenunterkonstruktion befestigt zu werden, was sich schnell und praktisch
bei jeder Witterung machen läßt, und die Fassade ist fertig.
[0005] Grundsätzlich können die Rahmen mit ihren Anschlußflanschen auf jede geeignete Art
an der Unterkonstruktion befestigt werden, besonders günstig ist es aber, wenn erfindungsgemäß
die Anschlußflansche der Verbindungsprofile mit Haltebolzen zum Einhängen der Rahmen
in hakenförmige Aufnahmeschlitze der Unterkonstruktion bestückt sind, da sich so die
Rahmen mit wenigen Handgriffen durch einfaches Einhängen montieren lassen, wobei
die eingehängten Rahmen gegebenenfalls nur mehr vor einem ungewollten Aushängen, beispielsweise
durch Fixierschrauben, zu sichern sind.
[0006] Ist zwischen den Verbindungsprofilen zweier benachbarter Rahmen eine vorzugsweise
U-förmige Richtleiste vorgesehen, können die Rahmen und damit die Glastafeln problemlos
gegeneinander ausgerichtet werden, was vor allem bei der Befestigung durch Einhängen
der Rahmen eine beträchtliche Montageerleichterung bedeutet.
[0007] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Anschlußflansche
mit Scharnierbeschlägen od.dgl. zur schwenkbaren Anlenkung der Rahmen an der Unterkonstruktion
ausgerüstet, so daß sich wahlweise durch diese schwenkbaren Rahmen öffenbare Fenster
in der Fassade einbauen lassen.
[0008] Um das Abdichten der zwischen den benachbarten Rahmen verbleibenden Fugen zu vereinfachen,
können an den Anschlußflanschen vorzugsweise der Tragprofile Abdeckleisten ansetzbar
sein, wodurch die Fugen nach innen zu abgeschlossen werden und daher schnell und sauber
mit dauerelastischer Dichtmasse ausfüllbar sind.
[0009] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel rein schematisch
veranschaulicht, und zwar zeigen
Fig. 1 und 2 eine erfindungsgemäße Glasfassade im Vertikalschnitt bzw. Horizontalschnitt.
[0010] Eine Glasfassade 1 besteht aus einzelnen Glastafeln 2, die mit ihren Rändern 3 in
Haltenuten 4 den einzelnen Glastafeln zugeordneter Rahmen 5 sitzen, welche Rahmen
sich aus oberen und unteren Tragprofilen 5a und seitlichen Verbindungsprofilen 5b
zusammensetzen. Zur selbstzentrierenden und flächenbündigen Aufnahme der Glastafeln
2 in den Rahmen 5 sind die gebäudeabgewandten Seitenflächen 4a der Haltenuten 4 auswärts
geneigt und die Ränder 3 der Glastafeln 2 weisen entsprechende Abschrägungen 3a auf.
Zur Lagefixierung und Abdichtung der Glastafeln 2 innerhalb der Haltenuten 4 gibt
es Polsterungsprofile 6 und eine Nutenfüllung aus dauerelastischem Dichtstoff 7.
[0011] Die Rahmen 5 können bereits werkseitig an den Glastafeln 2 montiert werden, so daß
die so vorgefertigten Tafelelemente schnell und rationell auf der Baustelle an einer
Fassadenunterkonstruktion 8 befestigbar sind. Dazu bilden die an der Glastafelinnenseite
verlaufenden Profilstege 9 der Trag- und Verbindungsprofile 5a, 5b von den Glastafeln
2 weggerichtete Anschlußflansche 9a, von denen die Anschlußflansche der Verbindungsprofile
5b mit Haltebolzen 10 bestückt sind. Die Rahmen 5 mit ihren Glastafeln 2 lassen sich
mit Hilfe dieser Haltebolzen 10 in hakenförmige Aufnahmeschlitze 8a der mit Steherprofilen
angedeuteten Unterkonstruktion 8 einhängen. Zur seitlichen Ausrichtung benachbarter
Rahmen 5 gibt es zwischen den Verbindungsprofilen 5b der Rahmen 5 an der Unterkonstruktion
8 angeordnete vertikale Richtleisten 11, die nach dem Einrichten der Rahmen ein seitliches
Verrutschen verhindern. Die Dichtprofile 12 zwischen Rahmen 5 und der Unterkonstruktion
8 sowie eine Füllung der zwischen den Rahmen 5 verbleibenden Fugen mit dauerelastischer
Dichtmasse 13 sorgen für eine Abdichtung der Fassade 1, wobei zur Verbesserung und
Vereinfachung dieser Fassadenabdichtung an den Anschlußflanschen 9a der Tragprofile
5a Abdeckleisten 14 angesetzt sind.
[0012] Die den einzelnen Glastafeln 2 zugeordneten Profilrahmen 5 erlauben nicht nur eine
weitgehende Vorfertigung der Tafelemente und eine rasche Montage der werkseitig bereits
verglasten Rahmen auf der Baustelle, sondern sie ermöglichen auch eine wunschgemäße
Befestigung der Glastafeln 2 an der Fassadenunterkonstruktion 8. So lassen sich etwa
einzelne Tafeln 5 in nicht weiter dargestellter Weise schwenkbar an der Unterkonstruktion
8 lagern, so daß auswärts zu öffnende Fenster in der Glasfassade 1 integriert sind.
Außerdem können die Rahmen 5 mit unterschiedlichen Glastafeln verglast sein, wodurch
nicht nur Fassaden aus Einfachscheiben, sondern auch aus Isolierglasscheiben, aus
Glaspaneelen oder anderen Mehrfachscheiben entstehen.
1. Glasfassade (1) mit Glastafeln (2), die jeweils unter Zwischenfüllung einer dauerelastischen
Masse (7) mit ihren oberen und unteren Rändern (3) in Haltenuten (4) von Tragprofilen
(5a) eingesetzt sind, wobei zumindest eine der Seitenflächen (4a) jeder Haltenut (4)
der Tragprofile (5a) auswärts geneigt ist und die Glastafeln (2) in den dieser Seitenfläche
(4a) bzw. diesen Seitenflächen zugeordneten Randbereichen der Flächenneigung angepaßt
Abschrägungen (3a) aufweisen, nach Patent Nr. 379 186, dadurch gekennzeichnet, daß
die Tragprofile (5a) zusammen mit seitlichen Verbindungsprofilen (5b) einzelne, an
den Glastafeln (2) vormontierbare Rahmen (5) bilden, deren an der Glastafelinnenseite
verlaufende Profilstege (9) in einen von den Glastafeln ((2) weggerichteten Anschlußflansch
(9a) zur Rahmenbefestigung an einer Fassadenunterkonstruktion (8) übergehen.
2. Glasfassade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußflansche
(9a) der Verbindungsprofile (5b) mit Haltebolzen (10) zum Einhängen der Rahmen (5)
in hakenförmige Aufnahmeschlitze (8a) der Unterkonstruktion (8) bestückt sind.
3. Glasfassade nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Verbindungsprofilen
(5b) zweier benachbarter Rahmen (5) eine vorzugsweise U-förmige Richtleiste (11) vorgesehen
ist,
4. Glasfassade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußflansche
(9a) mit Scharnierbeschlägen od.dgl. zur schwenkbaren Anlenkung der Rahmen (5) an
der Unterkonstruktion (8) ausgerüstet sind.
5. Glasfassade nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Anschlußflanschen (9a) vorzugsweise der Tragprofile (5a) Abdeckleisten (14) zur Abdichtung
der zwischen benachbarten Rahmen (5) verbleibenden Fugen ansetzbar sind.