[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Geschirrspüler, insbesondere mit einer
Wasserauffangwanne.
[0002] Zur Eindämmung der Geräuschentwicklung bei Geschirrspülmaschinen ist es bekannt,
die Geschirrspülmaschine mit einer Auskleidung aus weichem oder halbhartem Schaum
zwischen dem Gehäusemantel und dem innenliegenden Spülbehälter auszuschäumen. Das
Ausschäumen erfordert einen hohen Aufwand und bewirkt, dass die zwischen dem Spülbehälter
und dem Gehäusemantel anzuordnenden Maschinenteile entweder miteingeschäumt werden,
was eine Reparatur erschwert oder Geräuschbrücken bilden. (DE-Gm 7 136 896)
[0003] Es wurde auch schon versucht, diese im Betrieb bei Geschirrspülmaschinen auftretenden
Lärmquellen durch eine im Spülbehälter angeordnete Schutzvorrichtung für die Spülbehälterinnenwände
gegen den Aufprall der Sprühstrahlen der Spritzvorrichtungen zu dämpfen. (DE-OS 23
47 253)
[0004] Aber diese Massnahmen führten nicht zum angestrebten Erfolg.
[0005] Eine weitere Einrichtung zur Geräuschdämpfung bei Geschirrspülern o. dgl. offenbart
die DE-OS 23 57 084, welche eine Dämpfung dadurch zu erreichen trachtet, dass zumindest
ein Teil der Behälterwandungen gegen die aus den Düsen austretenden Flüssigkeitsstrahlen
durch zwischengesetzte, in sich steife und freitragende Prallwände abgeschirmt wird.
Aufgrund der gestiegenen Lärmempfindlichkeit bewältigt auch diese Massnahme das Problem
nicht im verlangten Rahmen.
[0006] Die vorliegende Erfindung bezweckt die Schaffung eines Geschirrspülers, welcher im
Betrieb lärmärmer ist, wobei die Lärmdämpfung auf einfache, billige und wenig störende
Weise zu erreichen ist.
[0007] Dieses Problem löst der erfindungsgemässe Geschirrspüler, der sich durch einen der
Ansprüche auszeichnet.
[0008] Die Erfindung wird anschliessend beispielsweise anhand einer Figur erläutert, welche
in rein schematischer Darstellung das Innere des Unterteils eines Geschirrspülers
mit der lärmdämpfenden Einbaute zeigt.
[0009] In dieser Figur ist der Unterteil eines Geschirrspülergehäuses 1 ersichtlich, mit
einem Boden 2, der Wasserauffangwanne, sowie einem Wasserabfluss 3 und einem in der
Wanne gebildeten Wassersumpf 4.
[0010] Die beiden Gehäuseseitenwände 6, welche ebenfalls dem Zubringen von Spritzwasser
in die Wanne dienen, sind Träger von Laufschienen 10 für die Geschirrkörbe. Der Unterteil
der Laufschienen 10 dient der Aufnahme eines Tropfenauffangbleches 7 mit einem geneigten
Sammelboden 9. Dieses Auffangblech 7 kann aus einem entsprechenden Material, auch
Kunststoff, bestehen. In der Mitte befindet sich ein Tropfwasserabfluss 12, welcher
als Längskanal oder als mittiger Stutzen ausgeführt werden kann. Es sind ferner die
von oben anfallenden Tropfen 13 dargestellt.
[0011] Es hat sich gezeigt, dass hydraulisch bedingte Geräusche auf folgende Arten in Geschirrspülern
entstehen:
- Propellergeräusche in der Pumpe
- Strömungsgeräusche in den Leitungen
- Sprühgeräusche durch Auftreffen von Wasserstrahlen an Gehäuseteilen
- Geräusche durch Tropfen, welche in Wasserlachen oder Wassersümpfe, insbesondere
in die Auffangwanne zurückfallen
- Geräusche durch Wandwasser, welche beim Auftreffen des an den Wänden abfliessenden
Wassers in das Wasserbad der Auffangwanne entstehen.
[0012] Eingehende Versuche liessen erkennen, dass in Geschirrspülern die hydraulischen
Geräusche die massgeblichen sind.
[0013] Durch die bisher in der Technik bei Geschirrspülern vorgesehenen diesbezüglichen
Massnahmen liessen sich Lärmpegel zwischen 55 und 60 dB im allgemeinen erreichen
und zwischen 50 und 55 dB bei den letzten Neuentwicklungen. Der Wert von 50 dB gilt
bei den Spezialisten als ohne grösste Aufwendungen nicht unterschreitbar.
[0014] Im Sinne der Erfindung zeigten Laborversuche, dass beim heutigen Stande der Technik
der grösste verbleibende Lärmanteil vom Wasser herrührt, welches in das Bad bzw.
den Sumpf oder die Lache zurücktropft resp. fliesst. Es sind dies grössenordnungsmässig
80 bis 120 1/min. Es entsteht durch diese Tropfen ein Geräusch, wie man es von tropfenden
Wasserhahnen kennt. Wassertropfen bilden insbesondere intensive Lärmquellen, wenn
das Wasser in eine Wasserlache oder einen Wassersumpf bzw. ein Wasserbad fällt. Damit
ergab sich auch schon die Möglichkeit einer Lösung, nämlich die Verhinderung des
Abtropfens oder Abfliessens von Wasser in das Wasserbad bzw. den Wassersumpf des Geschirrspülers.
[0015] In diesem Sinne sammelt das Tropfenauffangblech 7 die von oben kommenden Wasser in
Form von Tropfen oder an den Seitenwänden 6 abfliessenden Wasserfäden, welche der
geneigte Sammelboden 9 über seinen Tropfwasserabfluss 12, der vorzugsweise ins Wasserbad
eintaucht, sanft in dieses zurückführt. Messungen zeigten, dass diese Massnahme die
auftretenden Geräusche um ca. 5 dB, beipsielsweise von 50 auf ca. 45 dB reduzieren
kann.
[0016] Das Tropfenauffangblech 7 kann in zwei Hälften einlegbar bzw. zusammenlegbar ausgeführt
werden. Es ist derart konzipiert, dass es auch das längs der Seitenwände 6 abfliessende
Wasser auffängt und geführt der Auffangwanne zuleitet. Das Topfenauffangblech 7 ist
vorzugsweise mit Aussparungen versehen, welche den Zugriff zum darunter liegenden
Filter und die Benetzung der darunter liegenden Heizung usw. sicherstellen. Im übrigen
kann dieses Tropfenauffangblech von beliebiger geometischer Form sein, muss aber die
sanfte Ableitung des aufgefangenen Wassers in das Bad sicherstellen.
[0017] Es ist natürlich grundsätzlich möglich, derartige Mittel zur Verhütung des Einfallens
von Flüssigkeitstropfen in das Wasserbad bzw. in eine Wasserlache oder einen Wassersumpf
des Geschirrspülers auf eine andere als die beschriebene Art zu erreichen, nämlich:
[0018] Das Wasserbad kann unterhalb des Bodens 2 des Geschirrspülergehäuses vorgesehen
werden und der Boden 2 als Tropfblech wirken.
[0019] Es ist ferner möglich, mehrere derartige Tropfbleche, nämlich je eines unter jedem
Korb, vorzusehen.
[0020] Es ist grundsätzlich möglich, den Sammelboden 9 derart geneigt auszuführen, dass
die Zuleitung zum Wassersumpf über die untersten Teile der Gehäuseseitenwände 6 erfolgt.
[0021] Eine weitere Möglichkeit der Lärmdämpfung kann mittels eines auf dem Wasserbad schwimmenden
Deckbelages in Form schwimmender Körper, beispielsweise aus Kunststoff, insbesondere
"Styropor" erfolgen oder durch Einbau eines Drahtgitters über dem Wasserbad. Es kann
ferner die Bildung einzelner Inseln, welche aus dem Wasserbad herausragen, vorgesehen
werden. Eine aufwendigere Ausführung, die den Erfolg bringen kann, kann in einem rotierenden
Flügelrad bestehen, welches, beispielsweise in Verbindung mit dem Sprüharm, vorgesehen
ist und bei dem Ableitlamellen über dem Wasserbad angeordnet werden. Es wäre auch
das Erstellen eines Luftkissens über dem Wasserbad eine mögliche, erfolgversprechende
Massnahme.
[0022] Alle in der Beschreibung und/oder der Figur dargestellten Einzelteile und Einzelmerkmale
sowie deren Permutationen, Kombinationen und Variationen sind erfinderisch und zwar
für n Einzelteile und Einzelmerkmale mit den Werten n = 1 bis n → ∞.
1. Geschirrspüler, insbesondere mit Wasserauffangwanne, vorzugsweise nach mindestens
einem der Ansprüche, gekennzeichnet durch Mittel (7) zur Verhütung des Einfallens
von Flüssigkeitstropfen bzw. Sprühstrahlen in eine Wasserlache oder einen Wassersumpf,
zwecks Dämpfung von hydraulisch bedingten Geräuschen des in Betriebszustand befindlichen
Spülers oder unmittelbar nach dessen Betriebsende.
2. Geschirrspüler, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass unmittelbar über dem Wannenboden (2) eine Tropfenauffang- und Abflusseinrichtung
(7) angeordnet ist, um das Auffangwasser in das Wasserbad (4) oder direkt zur Umwälzpumpe
zu führen.
3. Geschirrspüler, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel ein Tropfenauffangblech oder -Gitter umfassen, welches vorzugsweise
in den Geschirrspüler einschieb- oder -legbar und z.B. zweiteilig, insbesondere faltbar,
ist.
4. Geschirrspüler, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Auffangblech Oeffnungen für den Zugang zum Filter und/oder der Benetzung
der Heizung aufweist.
5. Geschirrspüler, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel ein Tropfenauffangnetz umfassen.
6. Geschirrspüler, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel mindestens einen Zwischenboden des Spülers umfassen, der als Tropfenblech
wirkt.
7. Geschirrspüler, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel einen auf dem Tropfenaufnahmewasser schwimmenden Belag, z.B. aus Kunststoffkörpern
bestehend oder als Luftkissen ausgebildet, aufweisen.
8. Geschirrspüler, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel mindestens ein Flügelrad, vorzugsweise mit Ableitlamellen, umfassen.