[0001] Die Erfindung betrifft eine Bodenbearbeitungsmaschine der in dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1 angegebenen Gattung.
[0002] Bei einer solchen aus der FR-A 2 572 641 bekannten Bodenbearbeitungsmaschine ist
die Antriebsscheibe des Arbeitselementes konvex ausgebildet, um den Arbeitsdruck des
zur ganzflächigen Auflage auf dem Boden bestimmten Bearbeitungsfläche des Arbeitselementes
vom Umfang derselben zum Zentrum hin ansteigen zu lassen; dadurch soll eine ganzflächig
gleichmässige Wirksamkeit des Arbeitselementes erreicht werden.
[0003] Ferner ist aus der FR-A-1 061 953 eine ähnliche Bodenbearbeitungsmaschine bekannt,
bei der allerdings die mit dem Arbeitselement starr verbundenen Antriebswelle einen
Fortsatz mit einer darin drehbar gelagerten Kugel besitzt; in aufrechter Stellung
ist die Maschine über die Kugel am Boden abgestützt.
[0004] Schliesslich zeigt die US-A-4 365 377 eine gattungsfremde Bodenbearbeitungsmaschine,
bei der die Laufräder die durch die Bearbeitungsfläche definierte Ebene berühren,
und das Arbeitselement auch noch durch eine federbelastete zentrale Lenkrolle am Boden
abgestützt ist, um zu verhindern, dass bei ungeschickter Bedienung der Auflagedruck
des Arbeitselementes örtlich ansteigt und die Maschine dadurch eine Tendenz zum Wegdriften
entfaltet.
[0005] Der vorliegenden Erfindung ist die Aufgabe zugrundegelegt, eine Maschine der eingangs
genannten Gattung zu schaffen, bei der zwar in Arbeitsstellung die Bearbeitungsfläche
des Arbeitselementes die Standfläche der Maschine bildet, diese aber dennoch durch
geschickte Führung durch die Bedienungsperson zum Fahren in beliebige Richtungen veranlasst
werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruches
1 gelöst.
[0007] Dank der Taumelfähigkeit des Arbeitselementes bezüglich seiner Drehachse gegen die
Wirkung der Rückstellkraft der elastisch komprimierbaren Auflagerung, d.h. dank der
beschränkt taumelfähigen Abstützung der Maschine
auf dem Arbeitselement, kann eine örtliche Erhöhung des Arbeitsdruckes nutzbringend erzielt werden, ohne
dass die Regelmässigkeit (Gleichmässigkeit) des Auflagedruckes wesentlich beeinträchtigt
würde.
[0008] Durch geschicktes "Verwinden" der Deichsel nach der einen oder anderen Seite durch
die Bedienungsperson kann dadurch die Maschine zur selbsttätigen Bewegung vorwärts
oder rückwärts veranlasst werden. Da der spezifische Auflagedruck nicht mehr vom Gesamtgewicht
der Maschine abhängig ist, sondern nur noch von dessen vom Druckfederelement nicht
kompensierten Rest, ist es auch möglich, mit einer relativ bescheidenen Nennleistung
des Motors, d.h. mit einer bescheidenen, auch aus einer herkömmlichen Steckdose beziehbaren
Stromaufnahme des Motors, dem Arbeitselement hohe Drehzahlen in der Grössenordnung
von 1000 U/min. und mehr anstelle der bisher üblichen 400 - 500 U/min. zu erteilen,
was namentlich beim Polieren von Fussböden mit glatten Oberflächen erwünscht ist.
[0009] Weitere Vorteile der vorgeschlagenen Maschine ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Maschine in Arbeitsstellung, teilweise im Schnitt;
- Fig. 2
- in grösserem Massstab einen Schnitt durch den zentralen Teil der Maschine, und
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der Maschine in hochgekippter Transportstellung.
[0010] Die in der Zeichnung dargestellte Bodenbearbeitungsmaschine 10 besitzt ein Gehäuse
11, das an seinem einen Ende mit einem Paar frei drehbar gelagerter, koaxial zueinander
angeordneten Laufräder 12 (nur eines davon ist in Fig. 1 sichtbar) und mit einer bei
13 auf arretierbare Weise angelenkten Deichsel 14 versehen ist. Auf der Oberseite
des beispielsweise aus Druckguss bestehenden Gehäuses 11 ist ein vertikalachsiger
Elektromotor 15, beispielsweise ein Doppelkondensatormotor für einphasigen Anschluss,
angeflanscht, dessen zugeordnete, aus Anlauf- und Betriebskondensatoren bestehende
Kondensatorbatterie mit 16 bezeichnet ist und ebenfalls auf der Oberseite des Gehäuses
11 verankert ist.
[0011] Die Abtriebswelle 17 des Motors 15 erstreckt sich durch das Gehäuse 11 nach unten
und trägt eine aufgekeilte Zahnriemenscheibe 18. Diese Zahnriemenscheibe 18 ist mittels
eines Zahnriemens 19 formschlüssig an eine weitere Zahnriemenscheibe 20 gekoppelt,
die über ein Wälzlager 21 (Fig. 2) auf einem hohlen Wellenstummel 22 mit einem Endflansch
23 drehbar gelagert ist. Der Endflansch 23 ist auf nicht näher dargestellte Weise
am Gehäuse 11 fest verankert.
[0012] Ein Antriebsflansch 24, der zugleich als Klemmring für die äussere Laufbahn des Wälzlagers
21 dient, ist an die Unterseite der Zahnriemenscheibe festgeschraubt und mittels einer
Ringdichtung 25 gegen den unteren Endbereich des hohlen Wellenstummels 22 abgedichtet.
[0013] Ueber einen Kopplungsring 26 ist eine ringförmige Antriebsscheibe 27 drehfest mit
dem Antriebsflansch 24 verbunden. An der Antriebsscheibe 27 ist, beispielsweise durch
Verklebung, eine elastisch komprimierbare Schicht 28, beispielsweise aus Schaumstoff
oder aus Schaumgummi, befestigt, die etwa gleich dick wie die Antriebsscheibe 27 ist.
Diese komprimierbare Schicht 28 ist umfangsseitig von einem nach oben abstehenden
Randflansch 29 einer Ringscheibe 30 umschlossen, deren obere, ebene Seite an der unteren
Seite der komprimierbaren Schicht 28, beispielsweise durch Verklebung, befestigt ist.
Dadurch ist die Ringscheibe 30 bezüglich der mit 31 bezeichneten Drehachse gegen die
von der komprimierbaren Schicht 28 ausgehenden Rückstellkraft beschränkt taumelfähig.
[0014] An der unteren Seite der Ringscheibe 30 ist auf austauschbare Weise, beipielsweise
mittels eines Klettenverschlusses 32 (der Einfachheit halber als Schicht dargestellt)
ein Arbeitselement 33 befestigt. Wie bereits erwähnt, kann das Arbeitselement 33 aus
einem groben Wirrfaservlies (mit oder ohne eingelagertem Abrasiv- oder Politurmaterial)
oder aus einer Scheibenbürste bestehen.
[0015] Aus Fig. 1 und 2 ist zu ersehen, dass alle Elemente 27, 28, 30, 32 und 33 je einen
zur Drehachse koaxialen Durchlass aufweisen, welche Durchlässe einen Raum 34 umschliessen.
In diesem Raum 34 ist eine Lenkrolle 35 angeordnet, deren Lenkachse mit der Drehachse
31 zusammenfällt. Der Schaft 36 der Lenkrolle 35 ist längsverschiebbar in der durchgehenden
Bohrung 37 des Wellenstummels 22 gelagert und ist seinerseits mit einer Sackbohrung
38 versehen.
[0016] In dieser Sackbohrung 38 steckt der Zylinder 40 eines Gasfederelementes 39, dessen
Kolbenstange 41 in einer Bohrung an der unteren Seite des Gehäuses 11 abgestützt ist.
Es versteht sich, dass das Gasfederelement 39 auch umgekehrt eingebaut werden kann.
Das Gasfederelement 39 ist so bemessen, dass in der in Fig. 1 und 2 dargestellten
Stellung der Maschine, d.h. wenn die Bearbeitungsfläche 42 des Arbeitselementes 33
ganzflächig auf dem zu bearbeitenden Boden 43 aufliegt, die Lenkrolle 35 mit einer
Kraft auf den Boden 43 gedrückt wird, die dem Gesamtgewicht der Maschine bis auf einen
Rest entspricht, wobei dieser Rest über das Arbeitselement 33 flächig mit einem Auflagedruck
von höchstens etwa 0,25 N/cm² abgestützt ist.
[0017] Rein beispielsweise kann das Gesamtgewicht der Maschine etwa bei 400 N liegen, der
Aussendurchmesser des Arbeitselementes 43 cm und sein Innendurchmesser etwa 12 cm
betragen. Wird das Federelement so bemessen, dass die Lenkrolle 35 mit etwa 200 N
gegen den Boden 43 drückt, dann beträgt der mittlere, spezifische Auflagedruck des
Arbeitselementes 33 auf den Boden etwa 0,15 N/cm².
[0018] Das Gasfederelement 39 bietet den Vorteil einer praktisch konstanten Federkraft im
Bereich des Federweges. Damit das Gasfederelement 39 den Schaft 36 der (unbelasteten)
Lenkrolle 35 nicht aus der Bohrung 37 drücken kann, ist das obere Ende des Schaftes
36 mittels eines Federringes 44 gesichert, der bei unbelasteter Lenkrolle 35 gegen
eine Schulter 45 im Endflansch 43 anschlägt.
[0019] Wird die Deichsel 14 in der in Fig. 3 gezeigten Bezugslage zum Gehäuse 11 arretiert,
lässt sich die ganze Maschine 10 vom Boden 43 hochkippen, bis die Laufräder 12 auf
dem Boden 43 anstehen. Dann kann die Maschine 11 bequem transportiert werden.
[0020] Die Schicht 28 dient auch als "Stossdämpfer", der verhindert, dass Vibrationen, die
von Unebenheiten des zu bearbeitenden Bodens 43 stammen und auf das Arbeitselement
33 übertragen werden, nicht auf das Gehäuse 11 mit dem Motor 15 und an die Deichsel
14 weiterübertragen werden.
[0021] Der Fahrkranz der Lenkrolle 35 ist bezüglich Breite und Material so zu wählen, dass
diese mit Sicherheit keine Fahrspur in dem zu bearbeitenden Boden hinterlässt. Als
zweckmässig hat sich eine Doppellenkrolle erwiesen.
[0022] Bei der beschriebenen Maschine lässt sich mit einer Motorleistung von lediglich etwa
1100 W bei einem Aussendurchmesser des Arbeitselementes von 43 cm dessen Betriebsdrehzahl
auf etwa 1000 U/min. festlegen, ohne dass der Motor überlastet würde. Die Maschine
ist also besonders für Politurarbeiten geeignet.
1. Bodenbearbeitungsmaschine mit einem mit Laufrädern (12) und einer Deichsel (14) versehenen
Maschinengehäuse (11) und mit einem Arbeitselement (33) mit einer ebenen Bearbeitungsfläche
(42), die in Arbeitsstellung der Maschine dazu bestimmt ist, ganzflächig auf dem zu
bearbeitenden Boden (43) aufzuliegen, und die mittels eines am Maschinengehäuse (11)
montierten Elektromotors (15) in Drehung versetzbar ist, wobei die Laufräder (12)
von der durch die Bearbeitungsfläche (42) des Arbeitselementes (33) definierten Ebene
abgehoben sind und in Arbeitsstellung die Bearbeitungsfläche (42) die Standfläche
der Maschine bildet, dadurch gekennzeichnet, dass in einem zentralen Durchlass (34)
des Arbeitselementes (33) eine Lenkrolle (35) angeordnet ist, die längs ihrer zur
Drehachse (31) des Arbeitselementes (33) koaxialen Lenkachse (36) verschiebbar gelagert
und über ein in Richtung der Lenkachse (36) wirkendes Druckfederelement (39) am Maschinengehäuse
(11) abgestützt ist, wobei in Arbeitsstellung der Maschine das Federelement (39) die
Lenkrolle (35) mit einer Kraft auf den zu bearbeitenden Boden (43) drückt, die das
Eigengewicht der Maschine bis auf einen Rest kompensiert, der einen spezifischen Auflagedruck
des Arbeitselementes (33) von höchstens etwa 0,25 N/cm² ergibt und wobei das Arbeitselement
(33) bezüglich seiner Drehachse (31) mittels einer elastisch komprimierbaren Auflagerung
(28) beschränkt taumelfähig abgestützt ist.
2. Bodenbearbeitungsmaschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Druckfederelement (39) auf eine mindestens näherungsweise konstante Federkraft vorgespannt
ist.
3. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Patentanspüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das Arbeitselement (33) auf austauschbare Weise auf einer Ringscheibe (30) befestigt
ist, die unter Zwischenlage eines elastisch komprimierbaren Elementes (28) an einer
Antriebsscheibe (27) befestigt ist.
4. Bodenbearbeitungsmaschine nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das
elastisch komprimierbare Element (28) aus Schaumstoff, beispielsweise aus Schaumgummi,
besteht.
1. Floor-treating machine having a machine housing (11), provided with travelling wheels
(12) and a shaft (14), and a working element (33) having a flat treating surface (42)
which, in the working position of the machine, is intended to rest over the full surface
area on the floor (43) to be treated and which can be set in rotation by means of
an electric motor (15) mounted on the machine housing (11), in which arrangement the
travelling wheels (12) are lifted from the plane defined by the treating surface (42)
of the working element (33), and in the working position the treating surface (42)
forms the location surface of the machine, characterised in that a steering roller
(35) is arranged in a central passage (34) of the working element (33), which steering
roller (35) is displaceably mounted along its steering axis (36) coaxial to the axis
of rotation (31) of the working element (33) and is supported on the machine housing
(11) via a pressure-spring element (39) acting in the direction of the steering axis
(36), the spring element (39), in the working position of the machine, pressing the
steering roller (35) onto the floor (43) to be treated with a force which compensates
for the dead weight of the machine except for a residual quantity which produces a
specific bearing pressure of the working element (33) of at most about 0.25 N/cm²,
and the working element (33) being supported in such a way that it is capable of wobbling
to a limited extent relative to its axis of rotation (31) by means of an elastically
compressible supporting element (28).
2. Floor-treating machine according to Claim 1, characterised in that the pressure-spring
element (39) is preloaded to an at least approximately constant spring force.
3. Floor-treating machine according to either of Claims 1 or 2, characterised in that
the working element (33) is fastened in an interchangeable manner to an annular disc
(30) which is fastened to a drive disc (27) with an elastically compressible element
(28) in between.
4. Floor-treating machine according to Claim 3, characterised in that the elastically
compressible element (28) is made of foam material, for example foam rubber.
1. Appareil d'entretien des sols avec un carter (11), muni de roues mobiles (12) et d'un
timon (14), et avec un élément de travail (33) doté d'une surface de travail (42)
plane, destinée, en position de travail de l'appareil, à s'appliquer sur toute sa
surface sur le sol (43) à traiter, et qu'un moteur électrique (15), monté sur le carter
(11), permet de faire tourner, les roues mobiles (12) étant alors relevées du plan,
défini par la surface de travail (42) de l'élément (33), et la surface de travail
(42) formant la surface d'appui de l'appareil, en position de travail, caractérisé
en ce qu'une roue de guidage (35), montée avec une possibilité de déplacement le long
de son axe (36), coaxial par rapport à l'axe de rotation (31) de l'élément de travail
(33), et supportée sur le carter (11), par l'intermédiaire d'un élément à ressort
de pression (39), dont l'effet s'exerce dans le sens de l'axe (36), est disposée dans
un passage central (34) de l'élément de travail (33), l'élément à ressort (39) pressant
la roue de guidage (35) sur le sol (43) à traiter, en position de travail de l'appareil,
avec une force qui compense le poids propre de ce dernier, exception faite d'un reste,
qui fournit une pression d'appui spécifique de l'élément de travail (33) de 0,25 N/cm²
maximum, et l'élément de travail (33) étant supporté, avec une capacité d'oscillations
limitée par rapport à son axe de rotation (31), au moyen d'une couche (28) élastiquement
comprimable.
2. Appareil d'entretien des sols suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément
à ressort de pression (39) est soumis à une tension initiale constante, à peu près
du moins.
3. Appareil d'entretien des sols suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé
en ce que l'élément de travail (33) est fixé d'une manière interchangeable sur un
disque annulaire (30), qui est fixé sur un disque moteur (27), avec un élément élastiquement
comprimable (28) intercalaire.
4. Appareil d'entretien des sols suivant la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément
(28) élastiquement comprimable se compose de mousse, de caoutchouc mousse par exemple.