[0002] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einstellung des Fadenzugkraftverhältnisses
zwischen Außen- und Innenfaden bei der Herstellung von kablierten technischen Garnen
mittels einer Einrichtung, in welcher ein Außen- und ein Innenfaden im Bereich eines
Fadenballons zur gegenseitigen Umschlingung zusammengeführt werden und das Garn anschließend
durch eine Fadenführeröse läuft.
[0003] Ein derartiges Verfahren ist bekannt und beispielsweise in der DE-GM 84 07 900 beschrieben.
[0004] Beim Herstellen von kablierten technischen Garnen beispielsweise Reifencord, ist
es außerordentlich wichtig, daß Außen- und Innenfaden ein vorgegebenes Fadenzugkraftverhältnis
aufweisen, so daß die beiden Garnkomponenten in einem bestimmten, vorzugsweise gleichen
Längenverhältnis verarbeitet werden. Hierfür ist die Lage des Kordierpunktes im Bereich
der Fadenführeröse von besonderer Bedeutung. Von den beiden Garnkomponenten läuft
der Außenfaden durch den Fadenballon, während der Innenfaden aus einem Spulentopf
über ein Bremssystem in die Nähe des Scheitelpunktes des Fadenballons geleitet wird.
Wenn infolge unterschiedlicher Fadenzugkraft des Außenfadens und Innenfadens der Kordierpunkt
seine Lage verändert, werden sich gleichzeitig die beiden Garnkomponenten in einem
anderen Verhältnis gegenseitig umwinden.
[0005] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, ein Verfahren der eingangs
angegebenen Art so auszubilden, daß während des Vorganges - also ohne Stillsetzen
des Fadenballons - ein vorgegebenes Zugkraftverhältnis eingestellt und aufrechterhalten,
oder auch um einen vorgegebenen Wert verändert werden kann. Insbesondere soll erreicht
werden, daß die Länge der beiden zu verarbeitenden Garnkomponenten auf einen bestimmten,
vorzugsweise gleichen Wert eingestellt und auf diesem Wert gehalten werden kann.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen aus dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Ansprüchen
2 bis 4 beschrieben.
[0008] Grundsätzlich kann das erfindungsgemäße Verfahren gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs
2 ausgeübt werden. Hierzu müssen die Einzelfaden-Zugkräfte bekannt sein. Diese können
aber ohne weiteres gemessen werden, ebenso wie die Gesamtzugkraft oberhalb der Fadenführeröse.
Die gemessenen Werte können in einer Auswerteeinrichtung verarbeitet und mit dem Soll-Wert
verglichen werden, aus dem dann die Verstellgröße bestimmt wird.
[0009] Gemäß den Patentansprüchen 3 und 4 kann aber auch das Fadenzugkraftverhältnis direkt
bestimmt werden.
[0010] So ist es beispielsweise besonders vorteilhaft, wenn das Verfahren die Merkmale des
Patentanspruchs 4 aufweist, bei dem Gebrauch gemacht wird von einem Verfahren, bei
dem die Drehungsstruktur des Garnes nach einem Vorschlag bestimmt wird, der in der
älteren Patentanmeldung DE-OS 36 28 654 beschrieben ist. Es wird hierbei von der Erkenntnis
ausgegangen, daß eine Längenungleichheit der Garnkomponenten, die aufgrund eines ungleichen
Fadenzugkraftverhältnisses auftritt, sich bei der Bestimmung der Drehungsstruktur
bemerkbar macht.
[0011] Bei dem älteren Verfahren wird die Zwirnstruktur auf ihre Periodizität abgetastet.
Ein Zweifachzwirn mit ungleichen Längen der beiden Garnkomponenten zeichnet sich
dadurch aus, daß pro Zwirnperiode der längere Faden stärkere seitliche Ausbuchtungen
zeigt als der kürzere Faden. Diese seitlichen Ausbuchtungen führen dazu, daß bei der
Abtastung der Zwirnstruktur in dem Ausgangssignal der Abtastvorrichtung pro Zwirnperiode
nicht zwei gleichartige Amplitudenschwankungen auftreten, sondern jeweils eine stärkere
und eine schwächere Amplitude. Das Ausgangssignal enthält daher nicht nur die Grundfrequenz,
die der halben Periode entspricht, sondern zu sätzlich eine erste Subharmonische,
die der einfachen Zwirnperiode entspricht. Die Intensität dieser Subharmonischen
ist ein Maß für die Längendifferenz der Garnkomponenten, und damit auch ein Maß für
den Unterschied im Fadenzugkraftverhältnis der beiden Garnkomponenten.
[0012] Wegen der Einzelheiten dieses älteren Verfahrens, insbesondere bezüglich der Auswertung
des erhaltenen Signals, wird auf die ältere Anmeldung (DE-OS 36 28 654) verwiesen.
[0013] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiterhin eine Einrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens mit den Merkmalen des Patentanspruchs 5. Vorteilhafte
Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Einrichtung sind in den Patentansprüchen 6
bis 9 beschrieben.
[0014] Neben der genauen Kontrolle und Einstellung der Fadenzugkraft während des Betriebes,
erlaubt die erfindungsgemäße Einrichtung wegen der axialen Verstellbarkeit der Fadenführeröse
zusätzlich eine Feinjustierung der Höhe der Fadenführeröse. Dies ist vor allem bei
Einrichtungen von Bedeutung, die mehrere Zwirnspulen und entsprechend mehrere Fadenführer
aufweisen, wobei im allgemeinen die Fadenführer an einer gemeinsamen Vorrichtung zur
Grobverstellung angeordnet sind. Unvermeidliche Toleranzen in den Abmessungen der
Zwirnspindeln führen dazu, daß bei diesen Einrichtungen jede Fadenführeröse in Bezug
auf ihre Zwirnspindel auf einer etwas anderen Höhe liegt. Da die Höhe der Fadenführeröse
in Bezug auf die Zwirnspindel die Fadenzugkraft beeinflußt, hat dies zur Folge, daß
an jeder Zwirnspindel ein etwas anderes Fadenzugkraftverhältnis zwischen Außenfaden
und Innenfaden herrscht. Dieser Nachteil kann durch eine entsprechende individuelle
Feinjustierung an jeder der für sich axial verstellbaren Fadenführerösen behoben werden.
Es kann also vor Beginn des Zwirnvorganges jede Fadenführeröse für sich genau auf
einen vorgegebenen Wert einjustiert werden und dieser Wert kann während des Zwirnvorganges
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kontrolliert und nachgeregelt werden.
[0015] Im folgenden werden anhand der beigefügten Zeichnungen das erfindungsgemäße Verfahren
sowie eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens näher erläutert.
[0016] In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 in einer stark schematisierten Darstellung wesentliche Teile einer Einrichtung
zur Herstellung von direkt kablierten technischen Garnen;
Fig. 2 in gegenüber Fig. 1 vergrößerter Darstellung den Bereich der Fadenführeröse
der Einrichtung nach Fig. 1;
Fig. 3 in schematisierter, teilweise perspektivischer Darstellung ein an die Einrichtung
nach Fig. 1 und 2 angesetztes Handgerät mit einer Einrichtung zur Messung und Einstellung
des Fadenzugkraftverhältnisses zwischen Außen- und Innenfaden;
Fig. 4 in einer teilweise als Schaltbild ausgeführten Darstellung die Einzelvorrichtungen
des Handgerätes nach Fig. 3.
[0017] In Fig. 1 sind nur die Teile einer Einrichtung zur Herstellung von direkt kablierten
technischen Garnen dargestellt, die für das Verfahren zur Einstellung des Fadenzugkraftverhältnisses
zwischen Außenfaden Fa und Innenfaden Fi von Bedeutung sind. Der Außenfaden Fa wird
von einer ersten Vorratsspule 1 abgezogen. Er läuft durch eine angedeutete Fadenbremsvorrichtung
2, sowie einen axialen Kanal 3.1, einer Spindel 3, aus der er durch einen radialen
Kanal 3.2 austritt und um die Spindel 3 einen Fadenballon B bildet. Ein wenig über
dem Scheitelpunkt des Fadenballons B ist die Fadenführeröse 6 angeordnet. Kurz unterhalb
der Fadenführeröse 6 wird am Kordierpunkt K der Innenfaden Fi zugeführt, der von
einer zweiten Vorratsspule 4 abgezogen wird, die oberhalb der Spindel 3 im Inneren
des Fadenballons B innerhalb eines Spulentopfes 3.3 angeordnet ist. Der Innenfaden
Fi läuft durch eine Fadenbremsvorrichtung 5 und tritt axial am oberen Ende des Spulentopfes
3.3 aus. Am Kordierungspunkt K umschlingen sich Außenfaden Fa und Innenfaden Fi.
Die Verhältnisse im Bereich der Fadenführeröse 6 und des Kordierpunktes K sind in
Fig. 2 näher dargestellt.
[0018] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, wird am Scheitelpunkt des Fadenballons B das aus Außenfaden
Fa und Innenfaden Fi gezwirnte Garn Z durch die Fadenführeröse 6 geführt. Das eigentliche
Ösenteil 6.1 ist topfartig ausgebildet mit einer Durchtrittsöffnung am Boden und ist
an seiner Seitenfläche in einer Führung 6.2 in axialer Richtung A verschiebbar geführt.
Die Führung 6.2 befindet sich an einer Halterung 6.3, an der ein Zahnrad 6.4 angeordnet
ist, das in eine an der Außenseite des Ösenteils 6.1 angeordnete Zahnstange 6.5 eingreift.
Bei der Drehung des Zahnrades 6.4 verschiebt sich somit das Ösenteil 6.1 in axialer
Richtung A.
[0019] Wie weiterhin aus Fig. 2 ersichtlich, sind Außenfaden Fa und Innenfaden Fi am Kordierpunkt
K zusammengeführt, wobei das Fadenzugkraftverhältnis der beiden Komponenten ihre filamentäre
Feinstruktur und die produzierte Drehungsdichte den Winkel α zwischen Außenfaden
Fa und Innenfaden Fi, sowie die Ballonform des Außenfadens den Winkel β bestimmen.
Die Richtung des kablierten Zwirnfadens teilt den Fadenvereinigungswinkel α in die
beiden Teilwinkel α 1 und α 2. Das Verhältnis dieser beiden Teilwinkel hängt nur vom
Fadenzugkraftverhältnis ab. Das Fadenzugkraftverhältnis zwischen Außenfaden Fa und
Innenfaden Fi kann also bei der Anordnung nach Fig. 2 beispielsweise dadurch bestimmt
werden, daß kurz unterhalb der Fadenführeröse 6 die Winkel α 1 und α 2 automatisch
gemessen und aus dem erhaltenen Meßwert ein das Fadenzugkraftverhältnis repräsentierendes
Signal erzeugt wird. Dieses Signal kann dann mit einem Soll-Wert verglichen werden
und es kann ein Steuersignal erzeugt werden, das einer nicht eigens dargestellten
Verstellvorrichtung, beispielsweise einem Verstellmotor zugeführt wird, der am Zahnrad
6.4 angreift und eine entsprechende axiale Verstellung des Ösenteils 6.1 bewirkt.
[0020] Eine andere Möglichkeit, das Fadenzugkraftverhältnis zwischen Außenfaden Fa und Innenfaden
Fi zu bestimmen, besteht darin, daß die Drehungsstruktur des aus den beiden Einzelkomponenten
erzeugten Garnes Z, beispielsweise kurz oberhalb der Fadenführeröse 6 abgetastet
wird.
[0021] Wie bereits erwähnt, wird diese Drehungsstruktur von der Fadenzugkraft derart beeinflußt,
daß bei ihrer Abtastung ein periodisches Signal erhalten wird, das eine Komponente
enthält, welche die der Wellenlänge der Garnperiode entsprechende halbe Grundfrequenz
aufweist und deren relative Intensität ein Maß für die Längendifferenz der beiden
Garnkomponenten und damit auch für den unterschiedlichen Zugkraftzustand der beiden
Garnkomponenten darstellt. Aus dieser Komponente kann also ein das Fadenzugkraftverhältnis
repräsentierendes Signal erzeugt werden, das wiederum mit einem Soll-Wert verglichen
werden kann. Aus dem Vergleich kann ein Steuersignal erzeugt werden, welches einer
am Zahnrad 6.4 angreifenden Verstellvorrichtung zugeführt wird, wodurch eine entsprechende
axiale Verschiebung des Ösenteils 6.1 bewirkt wird.
[0022] Im folgenden wird eine Einrichtung der letztgenannten Art und ihre Funktionsweise
anhand der Figuren 3 und 4 näher erläutert.
[0023] In Fig. 3 ist eine als Handgerät ausgebildete Einrichtung 7 dargestellt, die an
die Vorrichtung zur Herstellung von direkt kablierten Garnen nach Fig. 1 und 2 im
Bereich der Fadenführeröse 6 ansetzbar ist. Die mit einem Handgriff 7.1 versehene
Einrichtung 7 besitzt an ihrer Vorderseite einen Sensorkopf 7.2 mit einem darunter
angeordneten Stellkopf 7.3. Im Sensorkopf 7.2 befindet sich die ein elektrisches
Ausgangssignal abgebende Abtastvorrichtung 7.21. Diese Abtastvorrichtung kann beispielsweise
ein mechanisches auf Änderungen der lokalen Querdimensionen des Garns reagierendes
Abtastorgan aufweisen. Die Abtastvorrichtung kann aber auch ein optisches auf Änderungen
der lokalen Querstruktur des Garns reagierendes Abtastorgan aufweisen. Derartige Abtastvorrichtungen
sind in DE-OS 36 28 654 näher beschrieben.
[0024] Innerhalb des Stellkopfes 7.3 ist ein Stellmotor 7.31 angeordnet, dessen Abtriebswelle
7.32 an der Außenseite des Stellkopfes 7.3 herausgeführt ist und eine als Koppelglied
wirkende Schneckenwelle 7.33 aufweist. Wie in Fig. 3 und 4 zu entnehmen, wird die
Einrichtung 7 so angesetzt, daß der Stellkopf 7.3 sich auf der Höhe der Fadenführeröse
6 befindet und die Schneckenwelle 7.33 in das Zahnrad 6.4 eingreift. Der Sensorkopf
7.2 befindet sich dann an einer Stelle oberhalb der Fadenführeröse 6, gegenüber der
Bewegungsbahn des Garns Z. Das von der Abtastvorrichtung 7.21 abgegebene elektrische
Signal wird über einen Verstärker 7.22 einer Auswertevorrichtung 7.5 zugeführt. In
diese Auswertevorrichtung 5 wird das Signal auf periodische Komponenten untersucht
und analysiert. Dabei wird in nicht eigens dargestellter Weise aus der Komponente,
die der ersten Subharmonischen des periodischen Eingangssignals entspricht, ein die
Längendifferenz der beiden Garnkomponenten repräsentierendes Signal erzeugt, das
mit einem am Eingang vorgebbaren Soll-Wert-Signal verglichen wird. Es wird dann ein
Steuersignal erzeugt, das über einen weiteren Verstärker 7.34 zur Ansteuerung des
Stellmotors 7.31 verwendet wird, der das Ösenteil 6.1 so lange verschiebt, bis an
dem von der Abtastvorrichtung 7.21 gelieferten Signal durch die Auswertevorrichtung
7.5 festgestellt wird, daß der gewünschte Soll-Wert erreicht ist.
[0025] Durch eine am Handgerät 7 angeordnete Anzeigevorrichtung 7.4, die beispielsweise
als Bildschirm ausgebildet sein kann, kann das Ist-Signal direkt angezeigt werden.
1. Verfahren zur Einstellung des Fadenzugkraftverhältnisses zwischen Außen- und Innenfaden
bei der Herstellung von kablierten technischen Garnen mittels einer Einrichtung,
in welcher ein Außen- und ein Innenfaden im Bereich eines Fadenballons zur gegenseitigen
Umschlingung zusammengeführt werden und das Garn anschließend durch eine Fadenführeröse
geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenzugkraftverhältnis unmittelbar
vor oder hinter der Fadenführeröse (6) bestimmt, der erhaltene Ist-Wert mit einem
Soll-Wert verglichen und die in axialer Richtung verstellbare Fadenführeröse (6)
automatisch verstellt wird, bis der erhaltene Ist-Wert mit dem Soll-Wert übereinstimmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenzugkraftverhältnis
aus den absoluten Größen der Fadenzugkräfte bestimmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenzugkraftverhältnis
bestimmt wird, indem der Fadenvereinigungswinkel bzw. Symmetrie des Winkels im Fadenballon
für mindestens einen der Fäden gemessen und aus dem Meßwert ein das Fadenzugkraftverhältnis
repräsentierendes Signal erzeugt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenzugkraftverhältnis
bestimmt wird, indem unmittelbar hinter der Fadenführeröse (6) die Längendifferenz
der beiden Garnkomponenten bestimmt wird, gemäß einem Verfahren bei dem die Drehungsstruktur
des Garnes bestimmt wird, indem das Garn (Z) in seiner Längsrichtung mit konstanter
Geschwindigkeit an einer Abtastvorrichtung (7.21) vorbeibewegt wird, die auf Änderungen
der Garnstruktur in Längsrichtung reagiert und ein Signal erzeugt, dessen zeitlicher
Verlauf eine Funktion der abgetasteten Strukturänderungen darstellt, wobei dieses
Signal analysiert und auf periodische Komponenten untersucht wird, wobei beim Auftreten
mehrerer Komponenten unterschiedlicher Frequenz aus der relativen Intensität der Komponente
mit der der Wellenlänge der Garnperiode entsprechenden halben Grundfrequenz ein Steuersignal
abgeleitet wird, das die Längendifferenz der beiden Garnkomponenten repräsentiert
und dieses Steuersignal als Ist-Wert mit einem entsprechenden Soll-Wert verglichen
und die entsprechende Verstellung der Fadenführeröse (6) durchgeführt wird.
5. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4 an
einer Vorrichtung zur Herstellung von direkt kablierten technischen Garnen mit einer
hinter dem Zusammenführungspunkt (K) von Außen- und Innenfaden (Fa, Fi) angeordneten
Fadenführeröse (6), dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenführeröse (6) in axialer
Richtung (A) verstellbar ausgebildet ist und eine im Bereich der Fadenführeröse (6)
dauernd oder zeitweise installierbare Vorrichtung (7.2 - 7.5) zur Messung des Fadenzugkraftverhältnisses
zwischen Außen- und Innenfaden vorgesehen ist, die Vorrichtungen (7.5) zum Vergleich
eines Ist-Wertes mit einem Soll-Wert und zur Erzeugung eines Stellsignals als Funktion
der Differenz zwischen Ist-Wert und Soll-Wert eine Vorrichtung (7.3) zur Verstellung
der Fadenführeröse (6) aufweist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die verstellbare Fadenführeröse
(6.1) in axialer Richtung (A) verschiebbar in einer Halterung (6.2) geführt ist, und
an ihrem Außenmantel eine Zahnstange (6.5) aufweist, die in ein Zahnrad (6.4) eingreift,
wobei das Zahnrad mit einer auf der Antriebswelle (7.32) eines Stellmotors (7.31)
angeordneten Schnekkenwelle (7.33) in Eingriff steht oder in Eingriff bringbar ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 5 oder 6 zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (7.2 - 7.5) zur Messung des Fadenzugkraftverhältnisses
zwischen Außen- und Innenfaden eine an einer festen Stelle hinter der Fadenführeröse
(6) gegenüber der Bewegungsbahn des Garns (Z) angeordnete, ein elektrisches Ausgangssignal
abgebende Abtastvorrichtung (7.21) aufweist, die an eine elektronische Auswerteeinrichtung
(7.5) angeschlossen ist, welche das die Längendifferenz der beiden Garnkomponenten
repräsentierende Steuersignal erzeugt und zu dem der Vorrichtung (7.3) zur Verstellung
der Fadenführeröse (6) zuzuführenden Stellsignal verarbeitet.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung
(7.2 - 7.5) zur Messung des Fadenzugkraftverhältnisses zwischen Außen- und Innenfaden
eine Anzeigevorrichtung (7.4) zur Anzeige des gemessenen Ist-Wertes und/oder der Differenz
zwischen Ist-Wert und Soll-Wert aufweist.
9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung
zur Messung des Fadenzugkraftverhältnisses zwischen Außen- und Innenfaden als Handgerät
(7) ausgebildet ist, das an die Vor richtung zur Herstellung von kablierten technischen
Garnen im Bereich der Fadenführeröse (6) derart ansetzbar ist, daß ein die Abtastvorrichtung
enthaltender Sensorkopf (7.2) gegenüber der Bewegungsbahn des Garns (Z) hinter der
Fadenführeröse (6) liegt, während ein Stellkopf (7.3), welcher ein mit der Abtriebswelle
(7.32) eines im Handgerät (7) angeordneten Stellmotors (7.31) verbundenes Koppelglied
(7.33) enthält, derart an die Vorrichtung zur Verstellung der Fadenführeröse (6) angesetzt
ist, daß das Koppelglied (7.33) mit der Vorrichtung zur Verstellung der Fadenführeröse
(6) verbunden ist.