[0002] Die Erfindung betrifft einen Raffvorhang, der besonders leicht und bequem an- und
wieder abmontierbar ist, was vor allem für die periodische Reinigung von Vorteil ist.
[0003] Die meisten bekannten Raffvorhänge bestehen im Wesentlichen aus einer Bahn eines
weichen Stoffes, meist Textilmaterial, an deren unterem Ende eine Anzahl von Zugschnüren
befestigt ist, die - meist durch Führungsringe oder -ösen geführt - senkrecht nach
oben verlaufen und nahe dem an einer mit dem Gebäude fest verbundenen Aufhängeleiste
lösbar befestigten oberen Ende der Stoffbahn durch Umlenkelemente wie z.B. weitere
Ösen oder Ringe in die Horizontale umgelenkt und dabei zu einem Schnurbündel vereinigt
werden. Ein Zug an diesem Schnurbündel, üblicherweise nach nochmaliger Ablenkung abwärts,
bewirkt Anhebung des unteren Randes der Stoffbahn und dmait Raffung des Vorhanges.
Da die zur Umlenkung der Zugschnüre von der Vertikalen in die Horizontale dienenden
Umlenkelemente an einem mit dem Gebäude fest verbundenen Träger oder Leiste z.B. in
Form von Schraubösen befestigt sind, müssen vor der Abnahme des Vorhanges alle Zugschnüre
aus diesen Umlenkelementen einzeln herausgezogen und bei der Wiedermontage ebenso
einzeln wieder eingefädelt werden, was einen erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand
verursacht.
[0004] Ein bekannt gewordener Vorschlag - DE-PS 3 419 215 C1- zur Vereinfachung des Ab-
und Wiederaufhängens von Raffvorhängen sieht vor, die Umlenkelemente für die Zugschnüre
an der die Zugschnüre tragenden Vorhangseite anzuordnen. Die einzige in diesem Vorschlag
offenbarte und auch in der Praxis angewendete Art der Aufbringung dieser Umkehrelemente
besteht darin, sie an einem auf dem Vorhang befestigten bandartigen Träger vorzusehen,
der auf den Vorhang aufgenäht oder aufgeklebt wird.
[0005] Für nicht zu breite Raffvorhänge arbeit dieses System durchaus zufriedenstellend,
bei breiteren Vorhängen wirkt sich dagegen nachteilig aus, daß nicht nur die Führungselemente,
durch die die Raffbänder in senkrechter Richtung geführt werden, sondern auch die
Umlenkelemente, durch die sie in die Horizontale umgelenkt werden, an einem auf dem
Stoff befestigten bandartigen Träger angebracht sind, weil dieser durch den vom Schnurbündel
ausgeübter einseitigen Zug schräg verzogen wird, so daß bei größeren Breiten der aufgezogene
Vorhang schräg hängt. Um diesen einigermaßen unter Kontrolle zu halten, muß die Unterkante
des so ausgerüstetetn Raffvorhanges durch Verwendung eines besonders schweren Fallstabes
erheblich beschwert werden. Jedoch sind auch dieser Maßnahme aus mechanisch-statischen
Gründen relativ enge Grenzen gesetzt, weshalb dieses System für Vorhänge mit Breiten
über etwa 1,20 Meter nicht praktikabel ist und deshalb kaum Eingang in die Praxis
gefunden hat.
[0006] Die vorliegende Erfindung überwindet diese Nachteile durch Verwendung besonderer
Umlenkelemente, die ohne Verwendung bandartiger Träger einzeln an beliebigen Stellen
mit dem Stoff des Raffvorhanges verbunden, vorzugsweise ein- oder angenäht, aber auch
ein- oder angeklebt werden können. Ein solches Umlenkelement besteht im Wesentlichen
aus einer mit einer für die Durchführung der Zugschnüre geeigneten Öse fest verbundenen
und vorzugsweise mit dieser aus einem Stück gefertigten Befestigungsplatte, die mit
dem Vorhangstoff fest verbunden, vorzugsweise an- oder eingenäht werden kann. Sowohl
die Befestigungsplatte wie auch die mit ihr verbundene Öse bestehen erfindungsgemäß
aus biegsamen und waschbarem Kunststoff, vorzugsweise Polyamid.
[0007] Einige bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind nachstehend an Hand der Figuren
beispielsweise näher erläutert.
Figur 1 zeigt die erfindungsgemäß bevorzugt verwendete Öse 3 mit der mit ihr fest verbundenen
Befestigungsplatte 10, u.zw. ist die Figur 1a eine Ansicht der Figur 1b von links
und Figur 1b eine Ansicht der Figur 1a von rechts.
Figur 6 zeigt ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung dieser Öse mit der Befestigungsplatte
10. Figur 6b ist eine Seitenansicht von Figur 6a. Diese Figuren zeigen das aus biegsamem
und waschbarem Kunststoff, vorzugsweise Polyamid bestehende Formteil, aus dem durch
Zusammenklappen der beiden Endplatten 10a und 10b (Figur 6c) und Verschweißen derselben
Figur 6d) die Befestigungsplatte 10 mit der Öse 3 gebildet wird.
Figur 2 stellt eine Ausführungsform der Erfindung dar, bei der die mit der Öse 3 verbundene
Befestigungsplatte 10 an einem Universalband z.B. Hakenband 5 befestigt, im dargestellten
Beispiel eingenäht ist, dessen Haken 11 an Rollen 6 hängen, die in einer Laufschiene
4 laufen, welche an einem mit dem Gebäude fest verbundenen Träger 13 befestigt sind.
Figur 2a ist eine Rückansicht und Figur 2b ein Schnitt längs der Linie IIB - IIB der
Figur 2a.
Figur 3 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Ausführungsform, bei der das die Befestigungsplatte
10 mit der Öse 3 tragende Rollomaterial 1 mittels Klettband 7 an der mit dem Gebäude
fest verbundenen Leiste 8 befestigt ist.
Die Figuren 4 und 5 betreffen einander ähnliche Ausführungsformen, bei denen der bisher notwendige Platz
für Ösen oder Rollen hinter dem Raffrollo nicht mehr benötigt wird. Die Figuren 4a
und 5a sind Ansichten der Schnitte längs der Linien IVa - IVa und Va - Va der Figuren
4b und 5b. Die Figuren 4b und 5b sind Schnitte längs der Linien IVb - IVb und Vb -
Vb der Figuren 4a und 5a. Bei diesen Ausführungsformen ist die Befestigungsplatte
10 am oberen Ende des Raffrollomaterials befestigt, welches eine über eine Stange
11 oder einen Keder 14 laufende Schlaufe 12 bildet, wobei Stange 11 oder Keder 14
mit dem Gebäude fest verbunden sind, z.B. durch den Träger 13.
[0008] Damit sind zwar Montage und Demontage des Raffvorhan ges wesentlich erleichtert.
Allerdings ist auch hier zum Fixieren des Raffrollos in ganz oder teilweise hochgezogener
Lage nach wie vor eine mit dem Gebäude unlösbar verbundene Verankerungsvorrichtung
notwendig, an der die Zugschnur in jeder beliebigen Lage befestigt werden kann, z.B.
durch Festbinden an einem an der Wand befestigten Haken.
[0009] Das bedeutet aber, daß der eben geschilderte Vorteil, bei der Montage und Demontage
des Raffrollos auf alle mit dem Gebäude direkt oder über unbewegliche Tragelemente
wie Träger oder Leisten unlösbar verbundene Elemente verzichten zu können, zwar zu
einem erheblichen Teil, aber doch nicht ganz 100%ig wahrgenommen werden kann. Die
mit dem Gebäude unlösbar verbundene Verankerungsvorrichtung stellt nämlich immer
noch eine gewisse Erschwernis der Montage und Demontage dar, was besonders dann ins
Gewicht fällt, wenn hinter dem Raffrollo nur wenig Platz zur Verfügung steht.
[0010] In Weiterentwicklung des Hauptgedankens vorliegender Erfindung vermeidet ihre nachstehend
geschilderte bevorzugte Ausgestaltung auch diesen Nachteil dadurch, daß eine Verankerungsvorrichtung
für die Zugschnur geschaffen wird, die ebenfalls an der Leiste oder Schiene befestigt
werden kann, an der das Raffrollo hängt.
[0011] Die erfindungsgemäße Verankerungsvorrichtung besteht im Wesentlichen aus einem mit
der Schiene, Leiste o.dgl., an der das Raffrollo befestigt ist, verbindbaren Rohr,
durch das die Zugschnur bzw. das Zugschnurbündel hindurchgezogen wird und an dessen
unterem, aus elastischem Material wie Polyamid bestehenden Ende ein Schlitz geeigneter
Abmessungen angebracht ist, in dem das aus dem Rohr herausragende Ende der Zugschnur
bzw. des Zugschnurbündels in jeder beliebigen Teillänge festgeklemmt und durch leichtes
Zusammendrücken des Rohrendes wieder befreit werden kann. Dieser Schlitz sollte lang
genug sein, um alle Schnüre des Schnürbündels oder wenigstens den weitaus überwiegenden
Teil derselben einklemmen zu können. Die optimale Schlitzlänge hängt von der Anzahl
und Dicke der einzuklemmenden Schnüre wie auch von der Elastizität des Rohrendes ab
und beträgt i.a. 30 bis 50 mm. Um eine verläßliche Arretierung zu gewährleisten
sollte z.B. bei einem Rohrende aus Polyamid die Länge des Schlitzes nicht wesentlich
kürzer als 20 mm sein, während eine Verlängerung des Schlitzes über etwa 80 mm keine
weiteren Vorteile mehr bringt. Die lichte Weite des Rohres ist nicht kritisch, es
genügt, daß die Zugschnur bzw. das Zugschnürbündel in nicht arretiertem Zustand sich
in ihm praktisch widerstandslos bewegen kann.
[0012] Diese Weiterbildung der Erfindung ist nachstehend an Hand der Figuren, die verschiedene
Ausführungsformen darstellen, schematisch und beispielsweise näher erläutert. Dabei
sind die den beiden Ausführungsformen gemeinsamen wesentlichen Merkmale zunächst
an Hand der Figuren 7a und 7b besprochen.
[0013] Die Figuren 7a und 8a sind Rückansichten und die Figuren 7b und 8b Ansichten von
Schnitten längs der Linien VIIB - VIIB bzw. VIII B - VIII B.
[0014] In der Figuren bedeutet 1 den Stoff des Raffrollos, 2 die Zugschnüre, 3 die Ösen,
durch die die Zugschnüre laufen, 10 ist eine mit der Öse 3 fest verbundene Befestigungsplatte,
die die Befestigung der Öse am Stoff des Raffrollos ermöglicht.
[0015] In Figur 7 ist 4 eine Schiene, an der das Rollomaterial mittels Klettband 7 befestigt
ist und die ihrerseits in beliebiger und deshalb nicht dargestellter Weise am Gebäude
befestigt ist. Mit dem Befestigungswinkel 20, der im dargestellten Beispiel in die
aus elastischem Material z.B. Stahl bestehende Schiene 4 ein- und ausgeschnappt werden
kann, ist das Arretierungsrohr 9 verbunden u.zw. vorzugsweise über ein Scharnier
19, um das es im Bedarfsfall parallel zur Schiene 4 umgeklappt wer den kann. Diese
drehbare Anordnung des Arretierungsrohres 9 erleichtert Transport und Lagerung und
verringert die Verletzungsgefahr durch unachtsame Hantierung bei der Montage und
Demontage.
[0016] Durch das Arretierungsrohr 9 wird die Zugschnur bzw. das Zugschnürbündel 2 durchgezogen.
Das untere Ende 15 des Ar retierungsrohres 9 ist mit einem Schlitz 16 versehen, in
dem das herausragende Ende des Zugschnürbündels eingeklemmt werden kann. Da der Hauptteil
des Arretierungsrohres 9 vorzugsweise aus starrerem Material bestehen sollte als sein
unteres Ende 15, ist das Unterteil zweckmäßig in der Form einer aus anderem Material
bestehenden Muffe 15 auf dem, aus starrerem Material wie z.B. Hart-PVC oder Polyacrylnitril
bestehenden Hauptteil mit einem Recess 22 aufgesetzt und vorzugsweise festgeklebt.
[0017] Zweckmäßig ist auch das obere Ende des Hauptteiles des Arretierungsrohres 9 mit einer
Muffe 18 ummantelt, die mit dem Scharnier 19 verbunden ist.
[0018] Die in Figur 8 dargestellte Ausführungsform der Erfindung unterscheidet sich von
der in Figur 7 dargestellten nur dadurch, daß das mit dem Arretierungsrohr 9 verbundene
Scharnier 19 nicht über einen Befestigungswinkel 20 in eine Schiene 4 eingeschnappt,
sondern über einen Winkelträger 21 an der mit dem Gebäude fest verbundenen Leiste
befestigt ist.
[0019] Eine weitere vorteilhafte Anwendung der erfindungsgemäßen Führungs- und Umlenkungselemente
ermöglicht darüber hinaus die Vermeidung eines allen bekannten Raffvorhängen gemeinsamen
Nachteils. Da die vertikalen Abschnitte der Zugschnüre und ihre zugehörigen Führungselemente
bei bekannten Raffvorhängen aus naheliegenden ästhetischen Gründen an der Rückseite
des Vorhangstoffes befestigt sind, sind auch die notwendigen Umlenkelemente bisher
ausnahmslos hinter dem Vorhangstoff angeordnet u.zw. entweder an einem hinter dem
Vorhang mit dem Gebäude fest verbundenen Träger oder - wie z.B. gemäß DE-PS 3 419
215 C1 - an der Rückseite des Vorhangstoffes selbst befestigt. Dementsprechend befindet
sich das durch die Vereinigung der einzelnen Zugschnüre gebildete Zugschnürbündel
bisher ebenfalls ausnahmslos hinter dem Vorhangstoff.
[0020] Selbstverständlich ist bei dieser Anordnung das vom Vorhangstoff verdeckte Zugschnürbündel
schwer zugänglich, was seine Handhabung wegen der Notwendigkeit, hinter den Vorhang
zu greifen, unbequem macht. Dies gilt in verstärktem Maße dann, wenn vor dem Raffvorhang
Stores angebracht sind, auch wenn sich diese in zurückgezogenem Zustand befinden.
[0021] Darüber hinaus kommt es gar nicht so selten vor, daß am Zugschnurbündel - eben wegen
seiner schlechten Zugänglichkeit - nicht genau senkrecht sondern in schräger Richtung
gezogen wird. Das bringt den weiteren Nachteil mit sich, daß dann die Seitenkante
des Raffvorhangstoffes vom Zugschnurbündel verdreht und der Vorhand damit in einen
wenig ansehnlichen unordentlichen Zustand gebracht wird.
[0022] Diese Situation ist in den Figuren 9a und 9b ganz allgemein für alle bekannten Raffvorhänge
dargestellt, wobei die von sichtbaren Teilen verdeckten Elemente gestrichelt dargestellt
sind. Figur 9a ist die Gesamtansicht eines Raffvorhanges mit zugehörigen Stores und
Figur 9b ein vergrößerter Ausschnitt des linken Randes des Figur 9a mit weggelassenen
Stores. In diesen Figuren ist 1 der Vorhangstoff, 10 sind die Zugschnüre, 3 die Umlenkelemente
für die Zugschnüre und 40 die vor dem Raffvorhang befindlichen Stores.
[0023] Die nachstehend geschilderte bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung vermeidet die
obene geschilderten Überstände indem sie sich den Vorteil der erfindungsgemäßen Umlenkelemente
an beliebiger Stelle des Vorhangstoffes quasi punktförmig fixierbar zu sein, in besonderer
Weise zunutze macht. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung werden die Umlenkelemente
an der Vorderseite des Vorhangstoffes befestiagt, z.B. angenäht, während die vertikalen
Teile der Zugschnüre und ihre zugehörigen Führungselemente nach wie vor an der Rückseite
angeordnet bleiben. Der Oberteil jeder Zugschnur wird oberhalb des obersten Führungselementes
durch ein Loch im Vorhangstoff auf dessen Vorderseite geführt und in das an dieser
- zweckmäßig möglichst nahe zum Durchführungsloch - befestigte Umlenkelement eingeführt.
Dadurch ist es möglich, das Zugschnurbündel ebenfalls auf die Vorderseite des Vorhangstoffes
zu bringen und damit die geschilderten Nachteile der bekannten Raffvorhänge zu vermeiden.
[0024] Dem Bedenken, das möglicherweise dazu beigetragen haben kann, warum die erfindungsgemäße
Maßnahme, die Umlenkelemente einerseits und die vertikalen Hauptteile der Zugschnüre
mit ihren Führungselementen andererseits an entgegengesetzten Seiten des Vorhangstoffes
anzubringen, noch nie versucht wurde, nämlich daß die sichtbare Zurschaustellung der
Umlenkvorrichtung ästhetisch unbefriedigend ist, kann gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung durch die Maßnahme Rechnung getragen werden, die Umlenkelemente zusammen
mit den horizontalen Teilen der durch sie hindurchgeführten Zugschnüre hinter einer
Blende, z.B. einem Streifen des Vorhangstoffes zu verbergen. Vorzugsweise wird zu
diesem Zweck eine Falte des Vorhanges selbst verwendet.
[0025] Bevorzugte Ausführungsformen dieser Ausgestaltung des Hauptgedankens der Erfindung
sind nachstehend an Hand der Figuren 10 und 11 näher erläutert, in denen ebenfalls
unsichtbare (verdeckte) Teile gestrichelt eingezeichnet sind.
Figur 10 is ein Schnitt längs der Linie X - X der Figur 11.
Figur 11 ist eine Ansicht der Figur 10 von rechts, in der der linke Teil der Falte
26 des Vorhangstoffes 1 zurückgeklappt ist, um die von dieser im Normalzustand verdeckte
Umlenkvorrichtung deutlicher zu zeigen.
[0026] 1a ist die Vorderseite und 1b die Rückseite des Vorhangstoffes 1. 2 sind die Zugschnüre,
22 die am Vorhangstoff 1 befestigten Führungselemente, durch die die vertikalen Teile
der Zugschnüre geführt werden. 3 sind die Umlenkösen und 10 die mit ihnen verbundenen
Befestigungsplatten, die am Vorhangstoff befestigt u.zw. vorzugsweise an- oder eingenäht
sind. 7a und 7b sind die beiden Teile eines Klettverschlusses, mit dem der Hinterteil
einer Falte 26 des Vorhangstoffes 1 an der mit dem Gebäude fest verbundenen Aufhängeleiste
8 abnehmbar befestigt ist. 23 sind die Löcher im Vorhangstoff 1, durch die die Oberteile
der Zugschnüre 2 hindurchgeführt sind. Die Ränder dieser Löcher können durch Verstärkungsösen
24 gesichert sein, welche zweckmäßig ebenso wie die Umlenkelemente (3,10) aus waschbarem
Material, vorzugsweise Polyamid gefertigt sind.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird auch der untere Rand des Vorhangstoffes
mit einer Befestigungsvorrichtung für die unteren Enden der Zugschnüre ausgestattet,
die sowohl praktisch unsichtbar und damit ästhetisch absolut befriedigend ist wie
auch eine lösbare und dennoch völlig verläßliche Befestigung der Zugschnüre am Vorhangstoff
gewährleistet. Sie besteht im wesentlichen aus einem über einen Teil seiner Länge
geschlitzten Streifen biegsamen Materials, dessen beide Enden U-förmig zusammengeklappt
sind und in dessen Schlitz eine am Zugschnurende angebrachte Verdickung, z.B. ein
Knoten, eingeklemmt werden kann, wobei die beiden Enden mit Hilfe an sich bekannter
Mittel verläßlich, aber doch leicht lösbar miteinander verbindbar sind. Dieser U-förmig
zusammengeklappte Streifen ist zusammen mit dem in ihm eingeklemmten Zugschnurende
in der vom Vorhangstoff gebildeten, für die Aufnahme des Fall- oder Beschwerungsstabes
bestimmten Tasche oder Schlaufe untergebracht.
Diese Ausführungsform der Erfindung ist nachstehend an Hand der Figuren 12 bis 16
beispielsweise näher erläutert,
Figur 12 ist die Voderderansicht des Unterteiles eines mit der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
ausgestatteten Raffvorhanges.
Die Figuren 13 und 14 sind Schnitte längs der Linien XIII - XIII und XIV - XIV der
Figur 12 für zwei verschiedene Varianten dieser Ausführungsform der Erfindung.
Figur 14 ist eine Detailansicht des für die Variante gemäß Figur 13 bestimmten Streifens
30 mit dem Schlitz 31.
Figur 16 ist der für die Variante gemäß Figur 15 bestimmte geschlitzte Streifen 30.
[0028] Bei der Variante nach den Figuren 13, 14 ist ein Ende 30a des U-förmig zusammengebogenen
Streifens 30 mit einer (in Figur 13 der linken) Innenseite und sein anderes Ende 30b
mit der anderen (rechten) Innenseite der vom Vorhangstoff gebilde ten für die Aufnahme
des Fallstabes 27 bestimmten Tasche 28 fest verbunden, im dargestellten Beispiel durch
die Naht 35. Solange die beiden Enden 30a und 30b des Streifens 30 nicht miteinander
verbunden sind, ist das in den Schlitz 31 gesteckte, mit einer Verdickung 33 - im
dargestellten Beispiel einem Knoten - versehene Ende 32 der Zugschnur leicht zugänglich
und kann bequem aus dem Schlitz herausgezogen und wieder eingeklemmt werden.
[0029] Sobald aber die am Streifendende 30a angebrachten vorzugsweise mit Verdickungen
an den Enden versehenen Zapfen 36 in die am entgegengesetzten Ende 30b befindlichen
Löcher 37 gesteckt werden und dort einschnappen, werden Schlitz 31 und Verdickung
(Knoten) 32 von außen unerreichbar und können durch keine zufällige Bewegung mehr
getrennt werden. Vorzugsweise werden für diese Variante an Stelle von einfachen Zapfen
und Löchern die seit langem bekannten Druckknöpfe verwendet, wie in Figur 14 dargestellt.
[0030] Bei der Variante nach den Figuren 15, 16 ist nur ein Ende des Schlitzsreifens 30
mit einer (im dargestellten Beispiel der linken) Innenseite der Tasche 28 fest verbunden,
z.B. angenäht. An der anderen (rechten) Innenseite der Tasche 28 ist ein Klettstreifen
38 befestigt, der mit einem am zweiten Ende des Schlitzstreifens 30 befestigten korrespondierenden
Klettbelag 39 zusammenwirkt. Die reversible Sicherung der Schnurbefestigung gegen
unbeabsichtige Öffnung erfolgt analog der obengenannten Variante nach den Figuren
13, 14 durch Einschließen der im Schlitz 31 eingeklemmten Verdickung 33 innerhalb
des U-förmigen Schlitzstreifens 30 durch Verbindung bzw. Trennen der beiden Klettstreifen
38 und 39. Die Befestigung des einen Endes des Schlitzstreifens 30 einerseits und
die des Klettstreifens 38 andererseits am Vorhangstoff 1 wird zweckmäßig durch eine
gemeinsame Naht 35 bewirkt.
[0031] Bei beiden Varianten ist es wichtig, den Schlitz 31 so zu dimensionieren, daß er
nicht wesentlich über die Umbiegestelle 33 des Streifens 30 hinausreicht und vorzugsweise
schon vor dieser endet.
1. Raffvorhang mit am Vorhangstoff angebrachten Führungs- und Umlenkelementen für
die Zugschnüre, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Umlenkelement aus einer mit dem
Vorhangstoff (1) verbundenen Befestigungsplatte (10) besteht, die ihrerseits mit einer
von ihr herabhängenden Führungsöse (3) fest verbunden und vorzugsweise mit dieser
aus einem Stück gefertigt ist.
2. Raffvorhang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsplatte
(10) und die mit ihr vorzugsweise fest verbundene Führungsöse (3) aus einem biegsamen,
vernäh- und waschbarem Kunststoff, vorzugsweise Polyamid, bestehen.
3. Raffvorhang nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsplatte
(10) mit einem Klettband (7) oder Kräuselband (5) verbunden ist, die ihrerseits mit
einer Laufschiene (4) oder einer Leiste (8) verbunden sind, welche an einem mit dem
Gebäude verbundenen Träger oder dgl. (13) befestigt sind und die Laufrollen tragen.
4. Raffvorhang nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsplatte
(10) am oberen Ende des Raffvorhangmaterials (1) befestigt ist, welches eine über
eine Stange (11) oder einen Keder (14) laufende Schlaufe (12) bildet.
5. Verfahren zur Herstellung des aus Befestigungsplatte (10) und Öse (3) bestehenden
Umlenkelementes, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden durch einen relativ schmalen,
vorzugsweise runden Verbindungssteg (3) verbundenen Endplatten (10a, 10b) eines aus
biegsamem Kunststoff, vorzugsweise Polyamid, bestehenden Formteiles zusammengeklappt
und miteinander verklebt oder vorzugsweise verschweißt werden.
6. Raffvorhang nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch ein Arretierungsrohr
(9) durch das das Ende der Zugschnur oder des Zugschnurbündels (2) hindurchgezogen
werden kann mit einem Schlitz (16) an seinem aus elastischem Material bestehenden
unteren Ende (15).
7. Raffvorhang nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende (15) des
Arretierungsrohres (9) aus einer auf den starreren Hauptteil (17) des Arretierungsrohres
(9) aufgesetzten und vorzugsweise festgeklebten Muffe (18) aus elastischerem Material,
vorzugsweise Polyamid, besteht.
8. Raffvorhang nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der vorzugsweise
von einer Muffe (18) ummantelte Oberteil des Arretierungsrohres (9) um ein Scharnier
(19) drehbar angeordnet ist, welches mit einem Befestigungswinkel (20) verbunden
ist, der in eine mit dem Gebäude verbundenen elastischen Schiene (4) eingeschnappt
werden kann.
9. Raffvorhang nach den Ansprüchen 1 bis 8 mit am Vorhangstoff befestigten Führungselementen
für die vertikalen Abschnitte der Zugschnüre und ebenfalls am Vorhangstoff befestigten
Umlenkelementen für deren Umlenkung in die Horizontalrichtung, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungselemente (22) für die vertikalen Abschnitte der Zugschnüre (2) auf
der Rückseite (1b) des Vorhangstoffes (1) und die Umlenkelemente (3, 10) für deren
Umlenkung in die Horizontale an seiner Vorderseite (1a) befestigt und die Zugschnüre
(2) durch in der Nähe der Umlenkelemente (3, 10) angebrachte Löcher (23) im Vorhangstoff
von dessen Rückseite (1b) in die an seiner Vorderseite (1a) angebrachten Umlenkelemente
(3, 10) geführt sind.
10. Raffvorhang nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch die Ränder der Löcher (22) sichernde
Verstärkungsösen aus waschbarem Material, vorzugsweise Polyamid.
11. Raffvorhang nach den Ansprüchen 9 und 10, gekennzeichnet durch eine die Umlenkvorrichtungen
(3, 10) und die durch diese geführten horizontalen Teile der Zugschnüre (2) ver deckende
Blende (26), vorzugsweise aus einer gegebenenfalls vom obersten Teil des Vorhangstoffes
(1) gebildeten, durch eine Naht (27) gesicherten Falte, aus der nur das in an sich
bekannter Weise nach abwärts umgelenkte Ende des Zugschnürbündels (25) herausragt.
12. Raffvorhang nach den Ansprüchen 1 bis 11, gekennzeichnet durch einen in der vom
Vorhangstoff (1) für die Aufnahme des Fallstabes (25) gebildeten Tasche (26) befestigten
U-förmigen zusammengeklappten Streifen (30) aus biegsamen Material mit einem Schlitz
(31), in den eine am Ende der Zugschnur (2) befindliche Verdickung (32) eingeklemmt
werden kann und Mittel (36, §7) bzw. (38, §9) zur reversiblen Einschließung der im
Schlitz (31) eingeklemmten Verdickung (32) zwischen den beiden Enden (30a, 30b) des
Streifens (30).
13. Raffvorhang nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (31) nicht
wesentlich über die Umbiegestelle (33) des Streifens (30) hinausreicht und vorzugsweise
vor dieser endet.
14. Raffvorhang nach den Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel
zur reversiblen Einschließung der im Schlitz (31) eingeklemmten Verdickung (32) aus
an einem Ende (30a) des Streifens (30) angebrachten Zapfen (36) und am entgegengesetzten
Ende (30b) befindlichen Löchern, vorzugsweise aus zusammenwirkenden Durckknöpfen bestehen.
15. Raffvorhang nach den Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel
zur reversiblen Einschließung der Verdickung (32) zwischen den beiden Enden (30a,
30b) des Streifens (30) aus einem an einem Ende (30a) des mit dem anderen Ende (30b)
an der Innenseite der vom Vorhangstoff (1) gebildeten Tasche (26) befestigten Schlitzstreifens
(30) befindlichen Klettbelag (39) und einem korrespondierenden, an der entgegengesetzten
Innenseite der Tasche (26) befestigten mit dem Klettbelag (39) korrespondierenden
Klettstreifen bestehen.