[0001] Die Erfindung betrifft eine Faltschachtel aus Pappe mit vier Seitenwänden, einem
aus Deckelklappen gebildeten Deckelteil und mit an den Seitenwänden angelenkten Bodenklappen,
wobei im Boden von Längsseite zu Längsseite verlaufende Kufen ausgebildet sind, die
Räume zum Einfahren von Gabelstaplerzinken bilden.
[0002] Eine derartige Faltschachtel ist durch die DE 21 28 214 A1 vorbekannt. Diese Faltschachtel
dient zur Aufnahme von Waren und soll durch die kufenförmige Ausbildung im Boden versteift
werden. Hierzu sind in dem Zuschnitt sehr lange Bodenklappen vorgesehen, die an die
kurzen Seitenwände angelenkt sind. Diese Bodenklappen werden durch eine Vielzahl von
Falzlinien entweder zu rechteckigen Zylindern eingerollt oder so gefaltet, daß die
Kufen entstehen. Gegebenenfalls können die Bodenklappen mit einen eine weitere Kufe
bildenden Einsatz verbunden werden.
[0003] Durch die DE 27 29 265 A1 ist es bekannt, die Kufen in erster Linie nicht zur Versteifung
des Bodens, sondern zum Transport des Behälters mittels Gabelstaplern vorzusehen.
[0004] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß sich Faltschachteln der eingangs
erwähnten Art im Zusammenhang mit der Zweit plazierung von Waren eignen. Unter Zweitplazierung
einer Ware in einem Selbstbedienungsgeschäft versteht man die Anordnung von Waren
an verkaufsgünstigen Stellen, beispielsweise in der Nähe von Kassen, außerhalb der
für diese Waren vorgesehenen Regalflächen (Erstplazierung). Für die Zweitplazierung
von Waren müssen Verpackungsbehälter vorgesehen werden, die vorzugsweise auf den Boden
stellbar sind und für sich selbst das Verkaufsangebot bilden können. Dabei ist es
häufig nicht erwünscht, die Ware unmittelbar auf dem Boden zu plazieren, da dies
zur Folge hat, daß sich die Kunden für die Entnahme der letzten Waren sehr tief bücken
müssen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Faltschachtel der eingangs erwähnten
Art so auszubilden, daß sie mit gängigen Hubeinrichtungen, beispielsweise Gabelstaplern,
transportiert und in einer automatisierten Fertigung hergestellt werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einer Faltschachtel der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst,
daß ein sich über die Höhe der Faltschachtel erstreckender, verstärkender Einsatz
mit Ansätzen in die Kufen ragt, daß an Bodenklappen angelenkte Laschen an vertikal
stehenden Abschnitten der Ansätze anliegen und daß die Kufen durch oben offene Kartons
gebildet sind, die über die Ansätze und die an ihnen anliegenden Laschen an den Bodenklappen
gestülpt und über ihren oberen umlaufenden Rand mit dem Boden verbunden sind.
[0007] Die erfindungsgemäße Faltschachtel dient demzufolge in aller Regel nicht zur Aufnahme
von Ware, sondern ausschließlich als eine Art Palette mit Abstandshalter zum Boden,
durch den die Ware erst in oberhalb der Faltschachtel angeordneten Verpackungen enthalten
und präsentiert wird. Die maschinelle Herstellbarkeit mit herkömmlichen maschinellen
Fertigungsmethoden ergibt sich daraus, daß ein herkömmlicher Mantelkarton verwendet
wird, der lediglich speziell ausgestanzte und gefaltete Bodenklappen aufweist. Die
Füße werden im wesentlichen durch Ansätze des Einsatzes gebildet. Über die Ansätze
werden herkömmlich gefertigte, nach oben offene Kartons gestülpt, die mit dem Faltschachtelmantel
verklebt wer den. Eine gute Verzahnung und Verbindung aller Teile der Faltschachtel
miteinander wird dadurch erreicht, daß in einer bevorzugten Ausführungsform zwischen
den oberen Rand des Kartons und den Boden des Faltschachtelmantels teilweise Laschen
der Bodenklappen ragen.
[0008] Der Einsatz besteht vorzugsweise aus flächigen Kartonlagen, die aufrecht zwischen
dem Boden und dem Deckelteil der Faltschachtel stehen, wobei Ansätze der flächigen
Papplagen in die nach oben offenen Kufenkartons hineinragen. Die geeignet miteinander
verzahnten Papplagen des Einsatzes leiten die auf den Deckelteil der Faltschachtel
ausgeübte Kraft auf den Boden der Faltschachtel und damit die Faltschachtel aufnehmende
Standfläche ab.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Ansätze gegenüber der Wand des Faltschachtelmantels
um wenigstens die Wandstärke des Kartons zurückversetzt. Dadurch wird erreicht, daß
die Kufen nicht über den Umfang des Faltschachtelmantels herausragen und in aller
Regel mit Außenwänden des Faltschachtelmantels fluchten.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Ansätze zu den Längsseiten der Schachtel
hin einen U-förmigen Rahmen mit einer zurückversetzten, den Rahmen ausfüllenden Wand
auf. Dabei greift eine Bodenlasche in den U-förmigen Rahmen hinein und liegt mit einem
nach unten abgeknickten Endstück an der Wand an. Die Länge der Bodenlasche ist dabei
vorzugsweise so dimensioniert, daß sie an der den Boden des U bildenden Wand des Rahmens
endet und so eine relative Verriegelung zwischen Einsatz und Faltschachtelmantel
herstellt, die eine Bewegung des Einsatzes relativ zu dem Faltschachtelmantel nach
oben verhindert.
[0011] In einer sehr geeigneten Ausführungsform liegen an Außenwänden der vertikalen Schenkel
des U-förmigen Rahmens Laschen an, die von den Bodenklappen abgebogen sind, die zwischen
den Kufen den Boden des Faltschachtelmantels bilden. Hierzu kann eine zwischen den
Kufen befindliche Bodenklappe zwei über im wesentlichen über ihre Länge verlaufende
Falzlinien angelenkte Seitenlaschen auf weisen, die nach unten ragend an den vertikalen
Seitenwänden der benachbarten U-förmigen Rahmen des Ansatzes anliegen.
[0012] An den jeweils anderen vertikalen Seiten des U-förmigen Rahmens des Ansatzes können
von den Stirnseitenwänden ausgehende Bodenklappen mit im wesentlichen über ihre Breite
angelenkten Laschen anliegen, die jeweils um 90° gegenüber der Bodenklappe nach unten
abgeknickt sind.
[0013] Zur Ausbildung des vorteilhaften Rahmens des Ansatzes ist der Einsatz vorzugsweise
aus zwei U-förmigen, nach oben offenen, die Ansätze bildenden Säulenstücken mit in
jeweils beiden Schenkeln miteinander fluchtenden, nach oben offenen Schlitzen versehen,
in die flächige, die Höhe des Einsatzes ohne Ansätze aufweisende Längspappen mit nach
unten offenen Schlitzen in die Schlitze der Säulenstützen eingreifend eingelegt sind.
Hierdurch entsteht eine Anordnung aus zwei Längs- und vier Querpappen, wobei die vier
Querpappen durch die jeweils beiden Schenkel der beiden U-förmigen Säulenstücke gebildet
sind.
[0014] Die erfindungsgemäße Faltschachtel weist vorzugsweise von Längsseite zu Längsseite
verlaufende Kufen auf, von denen die Außenwand einer Kufe mit einer kurzen Stirnseitenwand
fluchtet, während die andere Kufe mit Abstand von der anderen Stirnseitenwand angeordnet
ist und so zu dieser Stirnseitenwand hin noch einen Angriffsraum für einen Hubstaplergzinken
bildet.
[0015] Die Erfindung soll im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert werden. Es zeigen:
Figur 1 - eine perspektivische Ansicht einer geschlossenen, kompletten Faltschachtel
Figur 2 - eine perspektivische Ansicht eines Einsatzes für die Faltschachtel gemäß
Figur 1
Figur 3 - einen Schnitt entlang der Linie A-A in Figur 2
Figur 4 - eine Ansicht auf eine Stirnseite des Einsatzes gemäß Figur 2
Figur 5 - einen flachen Zuschnitt für eine der U-förmigen Säulenstücke des Einsatzes
Figur 6 - einen flachen Zuschnitt für das andere U-förmige Säulenstück
Figur 7 - einen flachen Zuschnitt für eine die beiden U-förmigen Säulenstücke verbindende
Längspappe
Figur 8 - einen flachen Zuschnitt eines Faltschachtelmantels des Faltkartons gemäß
Figur 1
Figur 9 - eine perspektivische Ansicht eines eine Kufe bildenden oben offenen Kartons
Figur 10 - einen flachen Zuschnitt für den Karton aus Figur 9.
[0016] Die in Figur 1 dargestellte Faltschachtel besteht aus zwei Längsseitenwänden 1 und
zwei Stirnseitenwänden 2, die mit oben angelenkten Deckelklappen ein Deckelteil 3
bilden. Mit an den Sei tenwänden 1,2 angelenkten Bodenklappen wird ein Boden 4 gebildet,
der zwei sich von Längsseite 1 zu Längsseite 1 erstreckende Kufen 5,6 aufweist, von
denen eine Kufe 5 etwa mit ihrer Außenseite mit der zugehörigen Stirnwand 2 fluchtet,
während die andere Kufe 6 mit Abstand von der zugehörigen Stirnwand 2 angeordnet
ist und somit einen Raum 7 jenseits dieser Kufe 6 für den Eingriff einer Gabelstapler-
oder Hubwagenzinke bildet. In den Zwischenraum zwischen den beiden Kufen 5,6 kann
die andere Zinke des Gabelstaplers oder Hubwagens einfahren, so daß die Faltschachtel
stabil mit einer Staplergabel oder Hubwagengabel angehoben und transportiert werden
kann.
[0017] In die in Figur 1 dargestellte Faltschachtel ist ein Einsatz 9 eingesetzt, der in
Figur 2 dargestellt ist. Der Einsatz besteht aus zwei U-förmigen Säulenstücken 10,11,
die nach oben offen sind. Durch Schlitzverbindung mit entgegengesetzten Schlitzen
sind die beiden U-förmigen Säulenstücke 10,11 mit zwei Längspappen 12 verbunden,
über die die U-förmigen Säulenstücke nach unten mit Ansätzen 13,14 herausragen. Aus
Gründen, die unten noch näher erläutert werden, sind die U-förmigen Säulenstücke in
Höhe der Ansätze 13,14 nach innen etwas zurückversetzt, d. h. die Außenkanten springen
stufenförmig in Höhe der Einsätze 13,14 zurück. Innerhalb der U-förmigen Rahmenstücke
10,11 sind die Längspappen 12 mit Ansätzen 15 versehen, so daß die Längspappen 12
in den U-förmigen Rahmenstücken 10,11 bis zum Boden 16 der Rahmenstücke 10,11 ragen.
[0018] Figur 3 verdeutlicht im Schnitt die U-förmigen Rahmenstücke 10,11 und läßt erkennen,
daß eines der U-förmigen Rahmenstücke 10 schmaler ausgebildet ist und am Boden 16
eine nach außen ragende Lasche 17 aufweist, die einen Toleranzausgleich herbeiführt,
um nicht für das Ineinanderstecken der U-förmigen Säulen und der Kufen eine zu hohe
Fertigungsgenauigkeit voraussetzen zu müssen.
[0019] Figur 4 verdeutlicht einen Schenkel des U-förmigen Säulenstücks 10 mit seinem Ansatz
13 und läßt die in Höhe des Ansatzes 13 zurückspringende Kante der Schenkel erkennen.
Die Längspappen 12 weisen eine Höhe auf, die der Höhe der U-förmigen Säulenstücke
abzüglich der Ansätze 13 entspricht.
[0020] Die Figurn 5 und 6 zeigen flachliegende Zuschnitte für die U-förmigen Säulenstücke
10 bzw. 11. Die Zuschnitte unterscheiden sich lediglich dadurch, daß für das U-förmige
Säulenstück 10 die Lasche 17 vorgesehen ist, während das U-förmige Säulenstück 11
diese Lasche nicht aufweist. Die beiden um die Falzlinien 18 um 90° nach oben gebogenen
Schenkel weisen miteinander fluchtende, nach oben offene Schlitze 19 auf. In diese
nach oben offenen Schlitze 19 greifen die Längspappen 12 ein, deren Zuschnitt in Figur
7 gezeigt ist. Die Längspappen weisen entsprechende nach unten offene Schlitze 20
auf, zwischen denen sich das zwischen den Schenkeln der U-förmigen Säulenstücke 10,11
befindliche Material der Längspappen 12 mit den Ansätzen 15 befindet.
[0021] Figur 8 zeigt einen flachliegenden Zuschnitt für einen Faltschachtelmantel 21, der
- mit Ausnahme der Kufen - das äußere der in Figur 1 dargestellten Faltschachtel bildet.
Der Zuschnitt besteht daher aus den vier Seitenwänden 1,2, die in bekannter Weise
über Falzlinien aneinander anschließen und mit einer Fabrikkante 22 zu einem geschlossenen
Mantel verbunden werden. Die Längsseitenwände 1 weisen Längsdeckelklappen 23, die
Stirnseitenwände 2 Stirndeckelklappen 24 auf. Das Deckelteil 3 wird durch Einklappen
der Stirndeckelklappen 24 und anschließendes Einklappen der Längsdeckelklappen 23
gebildet. Die Längsdeckelklappen 23 sind mit einer Längsfalzlinie 25 versehen, an
denen Laschenausstanzungen 26 vorgenommen sind. Beim Knicken der Falzlinie 25 ragen
Laschen 27 um 90° aus dem Material der Längsdeckelklappen 23 heraus und können in
entsprechende Schlitze 28 in den Stirndekkelklappen 24 eingeschoben werden. Anschließend
wird die Knickung der Falzlinie 25 wieder rückgängig gemacht, so daß eine Verriegelung
der Deckelklappen 23,24 miteinander gewährleistet ist.
[0022] An den Längsseitenwänden 1 befinden sich Längsbodenklappen 29, die spiegelsymmetrisch
zueinander ausgebildet sind. An der zwischen den Längsseitenwänden 1 liegenden Stirnseitenwand
2 ist eine Stirnbodenklappe 30 und an der anderen Stirnseitenwand 2 eine modifizierte
Stirnbodenklappe 31 angelenkt.
[0023] Die Längsbodenklappe 29 an der Längsseitenwand 1, die mit der Fabrikkante 22 verbunden
wird, beginnt am freien Ende der Längsseitenwand 1 mit einem ersten Klappenstück
32, dessen Länge der halben Breite der Stirnseitenwand 2 entspricht und dessen Breite
dem Freiraum 7 zwischen Kufe 6 und der Stirnseitenwand 2 entspricht. Die beiden Klappenteile
32 an den Längsseitenwänden 1 bilden daher den Boden jenseits der Kufe 6 oberhalb
des Raumes 7. In Höhe des Zwischenraumes 8 zwischen den beiden Kufen 5,6 befindet
sind ein weiteres Klappenteil 33, dessen Länge gleich der Länge des Klappenteils 33
ist. Die Breite des Zwischenraumes 8 findet sich zwischen zwei Längsfalzlinien 34
wieder, über die Längslaschen 35 an dem Klappenteil 33 angelenkt sind. Zu beiden Seiten
schließen sich an die Längslaschen 35 Verriegelungslaschen 36 an, die über eine Falzlinie
37 an einen Steg angelenkt sind, der im Anschluß an die Falzlinie zwischen Längsseitenwand
1 und Längsbodenklappe 29 die Klappenteile 32,33 miteinander verbindet und eine Höhe
aufweist, die dem Maß des Zurückspringens der Kante des Schenkels der U-förmigen Säulenstücke
10,11 in Höhe der Ansätze 13,14 (Figuren 2 und 4) entspricht. Mit Abstand einer Materialstärke
von der Verriegelungslasche 36 erstreckt sich von dem Steg 38, der zur benachbarten
Stirnseitenwand 2 zeigt, ein fingerartiger Vorsprung 39. Die Funktion der beschriebenen
Bodenklappe 29 läßt sich in Verbindung mit der Darstellung des Einsatzes 9 in Figur
2 erkennen. Die Klappenteile 32 bilden den Boden oberhalb des Raumes 7. Der Steg
38 bildet einen Bodenstreifen unterhalb der Längsseitenwand 1, der die zurückspringende
Kante der U-förmigen Säulenstücke 10,11 untergreift. Die Verriegelungslaschen liegen
innerhalb der U-förmigen Säulenstücke 10,11 nach unten ragend an den Ansätzen 15 der
Längspappen 12 an und enden am Boden 16. Die Klappenteile 33 bilden den Boden oberhalb
des Zwischenraumes 8 zwischen den Kufen 5,6. Die Längslaschen 35 knicken beim Einklappen
der Klappenteile 33 nach unten ab und liegen über die Tiefe des Bodens als Streifen
vertikal nach unten an den Außenwänden der Ansätze 13,14 der U-förmigen Säulenstücke
10,11 an. Die weitere Verriegelungslasche 36 greift in das U-förmige Säulenstück
10 bzw. dessen Ansatz 13 ein, während der fingerartige Vorsprung 39 in den Zwischenraum
zwischen U-förmigem Säulenstück 10 und der entsprechenden Stirnwand 2 hineinragt.
[0024] Die Stirnbodenklappen 30,31 weisen einen prinzipiell gleichen Aufbau auf. Sie bestehen
aus jeweils einer Klappe 40,41, an die sich gleiche Laschen 42 etwas geringerer Breite
über Falzlinien anschließen. Die Höhe der Laschen 40,41 unterscheidet sich und entspricht
dem Abstand der jeweiligen Stirnseitenwand 2 von der nächstliegenden Außenwand eines
U-förmigen Säulenstücks 10 bzw. 11. Die Laschen 42 liegen daher nach unten ragend
an den zu den Stirnwänden gerichteten Außenseiten der U-förmigen Säulenstücke 10,11
bzw. deren Ansätze 13,14 an und bilden ein Pendant zu den Längslaschen 35, die an
den zum Zwischenraum 8 zwischen den Kufen 5,6 zeigenden Außenwänden der Ansätze 13,14
anliegen.
[0025] Die aus Falzschachtelmantel 21 und Einsatz 9 gebildete Konstruktion wird zusammengehalten
und abgeschlossen durch nach oben offene Kartons 43, die die Kufen 5,6 bilden und
deren Aufbau anhand der Figuren 9 und 10 erläutert wird.
[0026] Die Kartons 43 bestehen aus einem Boden 44, zwei Längsseitenwänden 45 und zwei Stirnseiten
46. Die Längsseitenwände 45 sind an ihren oberen Kanten mit Ansätzen 47 gleicher Höhe
aber geringerer Länge ausgebildet, die auf die Längsseitenwände 45 zurückgeklappt
werden und eine doppelwandige Ausführung der Längsseitenwände 45 über einen wesentlichen
Teil deren Länge bewirken.
[0027] Die Kartons 43 sind mit dreieckigen Eckverstärkungen 48 versehen, die durch Ansätze
49 an den Stirnseitenwänden 46, die durch zwei Falzlinien 50 in drei Teile aufgeteilt
werden, hergestellt werden. Die drei Teile der Ansätze 49 werden entsprechend gefaltet
und eingewickelt, so daß die dreieckige Eckstütze 48 entsteht.
[0028] An die Oberkanten der Stirnseitenwände 46 schließt sich über eine Falzlinie ein Deckstreifen
51 an, der mit beidseitigen Ansatz streifen 52 versehen ist. Im montierten Zustand
des Kartons 43 übergreift der Deckstreifen 51 die Schachtelbreite im Anschluß an die
betreffende Stirnwand 46 und seine Ansatzstreifen übergreifen die benachbarte Längsseitenwand
45 nach unten ragend und sind mit der Außenseite der Längsseitenwand 45 verklebt.
Die Breite des Deckstreifens 51 entspricht etwa der Breite des Steges 38 bzw. dem
Maß der zurückspringenden Kante der Schenkel der U-förmigen Säulenstücke 10,11 in
Höhe der Ansätze 13,14.
[0029] Die die Kufen 5,6 bildenden Kartons 43 sind aufgrund der Eckstützen 48 und der Verklebung
der Ansatzstreifen 52 auf der Außenseite der Längsseitenwände 45 außerordentlich stabil
und verwindungssteif. Die Oberseiten der Deckstreifen 51 werden mit dem Boden verklebt,
also insbesondere mit den Stegen 38. Die Kartons 43 sichern die Lage der Bodenklappen
und der an ihnen angelenkten Laschen 35,36 und 39 und bewirken so den festen Zusammenhalt
zwischen Faltschachtelmantel 21, Einsatz 9 und Kartons 43.
[0030] Alle Teile der erfindungsgemäßen Faltschachtel, also Faltschachtelmantel 21, Kartons
43 und U-förmige Säulenstücke 10,11 lassen sich auf herkömmlichen Automaten herstellen
und zusammenmontieren, so daß die Herstellung der erfindungsgemäßen Faltschachtel
vollautomatisch erfolgen kann.
1. Faltschachtel aus Pappe mit vier Seitenwänden (1,2), einem aus Deckelklappen gebildeten
Deckelteil (3) und mit an den Seitenwänden angelenkten Bodenklappen (29,30,31), wobei
im Boden von Längsseite zu Längsseite verlaufende Kufen (5,6) ausgebildet sind, die
Räume (7,8) zum Einfahren von Hubwerkzeugzinken bilden, dadurch gekennzeichnet, daß
ein sich über die Faltschachtel erstreckender, verstärkender Einsatz (9) mit Ansätzen
(13,14,15) in die Kufen (5,6) ragt, daß an Bodenklappen (29,38,40,41) angelenkte
Laschen (35,36,42) an vertikal stehenden Abschnitten der Ansätze (13,14,15) anliegen
und daß die Kufen (5,6) durch oben offene Kartons (43) gebildet sind, die über die
Ansätze (13,14,15) und die an ihnen anliegenden Laschen (35,36,42) gestülpt und über
ihren oberen Rand (51) mit dem Boden verbunden sind.
2. Faltschachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Kufen (5,6)
bildenden Kartons (43) mit dem Boden des Faltschachtelmantels (21) verklebt sind.
3. Faltschachtel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
oberen Rand (51) des Kartons (43) und den Boden des Faltschachtelmantels (21) teilweise
Laschen (35,36,42,39) der Bodenklappen (29,38,40,41) ragen.
4. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ansätze (13,14,15) gegenüber den Seitenwänden (1,2) des Faltschachtelmantels (21)
um wenigstens die Wandstärke des Kartons (43) zurückversetzt sind.
5. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ansätze (13,14) zu den Längsseiten (1,2) der Schachtel hin einen U-förmigen Rahmen
mit einer zurückversetzten, den Rahmen ausfüllenden Wand (15) aufweisen und daß eine
Bodenlasche (36) in den U-förmigen Rahmen hineingreift und mit einem nach unten abgeknickten
Endstück am Boden (16) des Rahmens anliegt.
6. Faltschachtel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an Außenwänden der vertikalen
Schenkel des U-förmigen Rahmens Laschen (35,42) liegen, die von Bodenklappen (29,31)
abgebogen sind, die außerhalb der Kufen (5,6) den Boden des Faltschachtelmantels (21)
bilden.
7. Faltschachtel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine zwischen den Kufen
(5,6) befindliche Bodenklappe (29) zwei über im wesentlichen ihre Höhe verlaufende
Falzlinien (34) angelenkte Seitenlaschen (35) aufweisen.
8. Faltschachtel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß von den Stirnseitenwänden
(2) ausgehende Bodenklappen (31) mit im wesentlichen über ihre Breite angelenkten
Laschen (42) versehen sind, die jeweils um 90° gegenüber der Bodenklappe (41) nach
unten abgeknickt sind und an einer Außenwand eines Ansatzes (13,14) anliegen.
9. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Einsatz (9) aus zwei U-förmigen, nach oben offenen, die Ansätze (13,14) bildenden
Säulenstücken (10,11) mit in jeweils beiden Schenkeln miteinander fluchtenden, nach
oben offenen Schlitzen (19) besteht, in die flächige, die Höhe des Einsatzes (9) ohne
Ansätze (13,14,15) aufweisende Längspappen (12) mit nach unten offenen Schlittzen
(20) in die Schlitze (19) der Säulenstützen (10,11) eingreifend eingelegt sind.