[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Klipsanordnung für ein an einem Kleidungsstück
tragbares Kleingerät, mit einem am Gehäuse des Kleingerätes befestigten Klips, der
aus federndem Draht gebildet ist, einen U-förmigen Teil mit zwei Seitenschenkeln und
mit einem diese verbindenden Mittelstück aufweist und dessen beide Endstücke in zwei
am Gehäuse vorhandenen Widerlagern unter Vorspannung gehalten sind.
[0002] Aus der CH-PS 609.544 ist eine Klipsanordnung der eingangs erwähnten Art bekannt.
Bei dieser Anordnung ist der federnde Draht so gebogen, dass in zwei zueinander parallelen
Ebenen je eine haarnadelförmige Schleife besteht, welche Schleifen miteinander durch
das Mittelstück des Drahtes verbunden sind und deren freie Enden hakenförmig abgebogen
sind. Im Inneren des Gehäuses sind zwei Widerlager angeordnet, in die die freien Schleifenenden
unter Vorspannung eingehakt sind, derart, dass sie sich am Widerlager und an der Gehäuseinnenwand
abstützen. Die Gehäusewandung weist an ihrer Aussenseite zwei parallele Nuten und
in deren Verlängerungen je eine schlitzförmige Oeffnung auf. Die beiden Schleifen
ragen mit ihren Bögen durch diese schlitzförmigen Oeffnungen hindurch. Ein Nachteil
dieser Anordnung besteht darin, dass die schlitzförmigen Oeffnungen die Verschmutzung
des im Inneren des Gehäuses untegebrachten Kleingerätes ermöglichen.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Klipsanordnung der eingangs erwähnten
Art zu schaffen, die so ausgebildet ist, dass die Verschmutzung des im Inneren des
Gehäuses untergebrachten Kleingerätes verhindert werden kann, die einfach zusammensetzbar
ist, die auf verschieden dicke Kleidungsstücke einen weitgehend konstanten Festhaltedruck
aufweist und wirtschaftlich vorteilhaft ist.
[0004] Die gestellte Aufgabe ist durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst. Bei dieser Klipsanordnung liegt der federnde Draht ausserhalb des
Gehäuses, so dass das Gehäuse dicht ausgebildet werden kann. So kann das im Inneren
des Gehäuses liegende Kleingerät vor Verschmutzung geschützt werden. Die Endstücke
des federnden Drahtes können mit Hilfe einer Zange einfach in die Widerlager eingesetzt
werden. Im gehäusenahen Spannbereich ist der Festhaltedruck des federnden Drahtes
praktisch konstant, weil die als Feder wirkenden Schulterstücke und Seitenschenkel
in der ungespannten Betriebsstellung des Klipses bereits vorgespannt sind und beim
Abheben des Klipses vom Gehäuse diese weiter auf Torsion und/oder Biegung mit einer
flachen Federcharakteristik beansprucht sind. Gesamthaft gesehen ist die Klipsanordnung
wirtschaftlich vorteilhaft.
[0005] Um das Kleingerät an einem Kleidungsstück einfach anstecken zu können, ist es vorteilhaft,
wenn das Mittelstück des betriebsmässig eingesetzten Drahtes von der äusseren Oberfläche
des Gehäuses mindestens teilweise absteht, wobei die daran anschliessenden Endteile
der Seitenschenkel von der Oberfläche des Gehäuses weggebogen sind.
[0006] Die Endstücke des Drahtes können entweder vom U-förmigen Teil wegragen oder in Richtung
des Inneren des U-förmigen Teiles gerichtet sein.
[0007] Die Widerlager sind einfach ausgebildet, sie weisen zwei zueinander in einem spitzen
Winkel ausgerichtete Sacklöcher auf. Es ist möglich, die Sacklöcher mit Blockiermittel
zu versehen. Die Endstücke des Drahtes können ebenfalls Blockiermittel aufweisen.
[0008] Im folgenden wird anhand der beiliegenden Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung näher beschrieben. Es zeigen:
Fig.1 und 2 je eine am Gehäuse eines Kleingerätes angebrachte Klipsanordnung,
Fig.3 den vom Gehäuse entfernten federnden Draht der Klipsanordnung in der Draufsicht,
Fig.4 in der Seitenansicht und
Fig.5 in der Vorderansicht.
[0009] An den in den Figuren 1 und 2 dargestellten Gehäusen 1 und 2 eines Kleingerätes ist
je ein aus einem federnden Draht gebildeter Klips 3, 4 befestigt. Mittels dieses Klipses
kann das Gehäuse 1, 2 des Kleingerätes an einem Kleidungsstück befestigt werden. An
Kleidungsstücken, wie an Taschen, Hemd- und Blusenrändern usw. befestigt man gewöhnlich
Kleingeräte die beispielsweise zur Persrsonensuch-, Personenidentifizierungs- oder
Gegegensprechanlagen gehören oder aber zur Messung und/oder Feststellung chemischer
Mittel oder radioaktiver Strahlungen dienen.
[0010] Die an den Gehäusen 1 und 2 befestigten Klipse 3 und 4 weisen je einen U-förmigen
Teil mit je zwei Seitenschenkeln 5 und je einem Mittelstück 6 auf. Der betriebsmässig
eingestzte, in den Figuren 1 und 2 dargestellte federnde Draht hat zwischen den Endstücken
7 und 8 und den beiden Seitenschenkeln 5 zwei von den Seitenschenkeln 5 in Richtung
zueinander gebogene Schulterteile 9. Die Schulterteile 9 sind an beiden Seitenschenkeln
5 gleich lang. Die an den Schulterteilen 9 anschliessenden Endteile 7 und 8 stehen
zueinander in einem spitzen Winkel. Die Spitze dieses Winkels liegt an der dem Mittelstück
6 abgekehrten Seite des Klipses 3 und 4. Die an den Schulterteilen 9 unmittelbar anschliessenden
Teile der beiden Seitenschenkel 5, die Schulterteile 9 selber und die Endstücke 7
und 8 liegen an der Ebene der äusseren Oberfläche des Gehäuses 1, 2 an.
[0011] Für die beiden Endstücke 7 und 8 der Klipse 3 und 4 sind an der Aussenseite der Gehäusen
1 und 2 Widerlager 10 und 11 angeordnet. Diese Widerlager 10, 11 weisen zur Aufnahme
der Endstücke 7, 8 der Klipse 3, 4 bestimmte Sacklöcher auf, die zueinander in einem
spitzen Winkel stehen. Zur besseren Halterung der Endstücke 7, 8 können die Sacklöcher
mit in den Zeichnungen nicht näher dargestelltem Blockiermittel, wie Widerhaken versehen
sein. An den Endstücken 7, 8 selber können selbstverständlich auch Blockiermittel
angeformt sein.
[0012] Die in Fig.1 dargestellten Endstücke 7 des federnden Drahtes des Klipses 3 ragen
von dessen U-förmigem Teil weg. Hingegen sind die in Fig.2 dargestellten Endstücke
8 in Richtung des Inneren des U-förmigen Teiles des Klipses 4 gerichtet. In den Figuren
3, 4 und 5 sind beide Variante der Endstückanordnungen dargestellt. Die Endstücke
8 nach der Anordnung gemäss Fig.2 sind hier gestrichelt dargestellt.
[0013] Die Figuren 3, 4 und 5 zeigen den von den Gehäusen 1, 2 entfernten und entspannten
Draht der Klipse 3, 4 von drei Seiten mit den beiden vorerwähnten Varianten der Endstückanordnungen.
Die an den Schulterteilen 9 unmittelbar anschliessenden Teile der beiden Seitenschenkel
5 der entspannten Klipse 3, 4 liegen in einer Ebene. Die zwischen den Schulterteilen
9 und den Endstücken 7 resp. 8 liegenden Knickstellen des Drahtes stehen von dieser
Ebene in der dem in der gespannten Betriebsstellung darunterliegenden Gehäuse 1, 2
abgekehrten Richtung ab. Die beiden Endstücke 7 resp. 8 stehen zu dieser Ebene in
einem spitzen Winkel. Die Spitze dieses Winkels liegt an der dem Mittelstück 6 abgekehrten
Seite des Klipses 3 resp. 4. Beim Einsetzen der Endstücke 7 resp. 8 des so geformten
federnden Drahtes in das Widerlager 10 resp. 11 werden die Schulterteile 9 und die
Seitenschenkel 5 auf Torsion und/oder auf Biegung vorgespannt.
[0014] Das Mittelstück 6 des betriebsmässig eingesetzten Drahtes nach den Figuren 1 und
2 steht von der äusseren Oberfläche des Gehäuses ab. Die daran angeschlossenen Endteile
der Seitenschenkel 5 sind von der Oberfläche des Gehäuses 1, 2 weggebogen.
[0015] Vorteilhafterweise kann bei dieser Klipsanordnung das Gehäuse 1, 2 dicht ausgeführt
sein, wodurch das darin eingeschlossene Kleingerät vor Verschmutzung geschützt ist.
Die Endstücke 7 bzw. 8 des federnden Drahtes können mit Hilfe einer Zange einfach
in die Sacklöcher des Widerlagers 10, bzw 11 eingesetzt werden. Dank dem, dass die
Schulterstücke 9 und die Seitenschenkel 5 des betriebsmässig eingesetzten Klipses
3 bzw 4 auf Torsion und/oder auf Biegung bereits vorgespannt sind und eine flache
Federcharakteristik aufweisen, bleibt der Festhaltedruck des Klipses 3, 4 für verschieden
dicke Kleidungsstücke praktisch konstant. Durch den spitzen Winkel der beiden Endstücke
7 bzw. 8 zueinander wird erstens ein Knickeffekt erzielt, wodurch nach Einschieben
eines verhältnismässig dicken und schmalen Kleidungsgegnstandes, wie z.B. Hosengurt,
in den Klips 3, 4 das Mittelstück 6 zur Gehäusewand zurückkippt und wird zweitens
ein selbständiges Herausrutschen des Klipses 3, 4 aus den Widerlagern 10, resp. 11
verhindert.
1. Klipsanordnung für ein an einem Kleidungsstück tragbares Kleingerät, mit einem
am Gehäuse des Kleingerätes befestigten Klips, der aus federndem Draht gebildet ist,
einen U-förmigen Teil mit zwei Seitenschenkeln und mit einem diese verbindenden Mittelstück
aufweist und dessen beide Endstücke in zwei am Gehäuse vorhandenen Widerlagern unter
Vorspannung gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden die Endstücke (7, 8) des Drahtes aufnehmenden Widerlager (10, 11) an der
Aussenseite des Gehäuses (1, 2) im Bereich zwischen den beiden Seitenschenkeln (5)
des betriebsmässig eingesetzten Drahtes angeordnet sind, dass der betriebsmässig eingesetzte federnde Draht zwischen seinen Endstücken (7, 8) und
den beiden Seitenschenkeln (5) zwei von den Seitenschenkeln (5) in Richtung zueinander
gebogene Schulterteile (9) gleicher Länge aufweist, wobei die in den Schulterteilen
(9) anschliessenden Endstücke (7, 8) zueinander in einem spitzen Winkel stehen, dessen
Spitze an der dem Mittelstück (6) abgekehrten Seite des Klipses (3, 4) liegt und
mindestens die an den Schulterteilen (9) unmittelbar anschliessenden Teile der beiden
Seitenschenkel (5), die Schulterteile (9) selber und die Endstücke (7, 8) an der Ebene
der äusseren Oberfläche des Gehäuses (1, 2) anliegen und dass der vom Gehäuse (1, 2) entfernte und entspannte Draht mit seinen mindestens an den
Schulterteilen (9) unmittelbar anschliessenden Teilen der beiden Seitenschenkel (5)
in einer Ebene liegt, wobei die zwischen den Schulterteilen(9) und den Endstücken
(7, 8) liegenden Knickstellen des Drahtes von dieser Ebene in der dem in der gespannten
Betriebsstellung darunterliegenden Gehäuse (1, 2) abgekehrten Richtung abstehen und
die beiden Endstücke (7, 8) zu dieser Ebene in einem spitzen Winkel stehen, dessen
Spitze an der dem Mittelstück (6) abgekehrten Seite des Klipses (3, 4) liegt.
2. Klipsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelstück (6) des betriebsmässig eingesetzten Drahtes von der äusseren Oberfläche
des Gehäuses (1, 2) mindestens teilweise absteht, wobei die daran anschliessenden
Endteile der Seitenschenkel (5) von der Oberfläche des Gehäuses (1, 2) weggebogen
sind.
3. Klipsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Endstücke (7) des Drahtes vom U-förmigen Teil wegragen.
4. Klipsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Endstücke (8) des Drahtes in Richtung des Inneren des U-förmigen Teiles gerichtet
sind.
5. Klipsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerlager (10, 11) zueinander in einem spitzen Winkel ausgerichtete Sacklöcher
aufweisen.
6. Klipsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sacklöcher mit Blockiermitteln versehen sind.
7. Klipsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Endstücke (7, 8) des Drahtes mit Blockiermittel versehen sind.