(19)
(11) EP 0 283 468 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.09.1988  Patentblatt  1988/38

(21) Anmeldenummer: 88890058.6

(22) Anmeldetag:  16.03.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4A47G 23/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 16.03.1987 AT 620/87

(71) Anmelder:
  • Nadolph, Bruno
    A-9581 Ledenitzen (Kärnten) (AT)
  • Bücking, René
    W-7100 Heilbronn (DE)

(72) Erfinder:
  • Nadolph, Bruno
    A-9581 Ledenitzen (Kärnten) (AT)
  • Bücking, René
    W-7100 Heilbronn (DE)

(74) Vertreter: Beer, Manfred, Dipl.-Ing. et al
Lindengasse 8
1070 Wien
1070 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Teller oder Tasse zum Warmhalten oder Kühlen von Speisen oder Getränken


    (57) Es wird ein Behältnis (1) für Speisen und/oder Getränke vorgeschlagen, an dessen Unterseite anliegend ein Körper (5) aus wärmespeicherndem Werkstoff befestigt ist. Der Körper (5) ist mit dem Behältnis (1) lösbar, z.B. über Magnete verbunden und gibt an das Behältnis (1) entweder Wärme ab oder entzieht dem Behältnis (1) Wärme. Die Außenflächen des Körpers (5) sind mit einer abnehmbaren Verkleidung (3) aus Isolationsmaterial abgedeckt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Warm- oder Kühlhalten von Speisen und/oder Getränken mit einem Be­hältnis zur Aufnahme der Speise oder des Getränkes, bei­spielsweise einem Teller oder einer Tasse, und einem mit dem Behältnis an diesem anliegend lösbar verbundenen Kör­per, der wenigstens teilweise aus einem Werkstoff mit Wärmespeichervermögen besteht, wobei der mit dem Behält­nis verbundene Körper als Scheibe ausgebildet und an der Unterseite des Behältnisses anliegend durch magnetische Kräfte gehalten ist. Die Magnete sind beispielsweise in der Mitte oder im Bereich des Außenrandes des Körpers in diesen eingesetzt.

    [0002] Es ist bekannt, Teller u.dgl. Geschirr vorzuwärmen, bevor eine Speise oder ein Getränk eingefüllt werden, damit es während des Verzehrs nicht zu rasch auskühlt. Ein Nach­teil dieser bekannten Maßnahme ist es, daß die Teller nach dem Aufwärmen so heiß sind, daß sie nur schwierig mit den Händen erfaßt werden können und sich das Bedie­nungspersonal oder der Gast am Behältnis die Finger ver­brennen kann. Auch ist es für die in dem Geschirr aufge­nommenen Speisen oft nicht vorteilhaft, wenn diese an­fangs mit zu heißem Geschirr in Berührung kommen. Zur Zeit ist es unmöglich, einen richtig temperierten Teller zu servieren, welcher die Temperatur über die gesamte Dauer des Verzehren der Speisen hält.

    [0003] Daneben ist es bekannt, in besonderen Geräten aufgewärmte Warmhalteplatten oder aber an das elektrische Lichtnetz anschließbare Warmhalteplatten zu verwenden, auf welche Schüsseln u.dgl., in welchen Speisen auf dem Tisch ser­viert werden, gestellt werden können, um diese warm zu halten. Auch bei diesen Warmhalteplatten besteht die Ge­fahr, daß man sich an ihnen die Finger verbrennt, wobei überdies das Problem des Warmhaltens der Teller, von wel­chen gegessen wird, nicht gelöst ist.

    [0004] Es sind daher schon verschiedene Vorschläge gemacht wor­den, um dieses Problem zu lösen.

    [0005] Die US-A- 3 970 068 betrifft einen Nahrungsmittelbehäl­ter, in dem das in ihm enthaltene Nahrungsmittel oder Ge­tränk erwärmt oder gekühlt werden kann. Zur Erwärmung oder Kühlung wird eine exotherme bzw. endotherme Reaktion verwendet, wozu der aus der US-A- 3 970 068 bekannte Be­hälter drei voneinander getrennte Räume aufweist, wobei die Räume, in welcher die miteinander endotherm bzw. exo­therm reagierenden Stoffe zunächst voneinander getrennt sind und bei Bedarf miteinander verbunden werden können. Beispielsweise ist eine Nadel vorgesehen, mit der eine Trennwand des Raumes, in dem ein flüssiger Reaktionspart­ner enthalten ist, durchstoßen werden kann.

    [0006] Aus der GB-A- 180 056 ist ein Warmhalteteller bekannt, an dessen Unterseite über federnde Haken ein schüsselartiger Teil befestigt werden kann, wobei im Raum zwischen dem Teller und dem schüsselartigen Teil erhitztes Wasser vor­gesehen ist.

    [0007] Eine ähnliche Anordnung zeigt die DE-A- 207 335 mit der Ausnahme, daß der an der Unterseite des Tellers vorgese­hene Behälter für warmes Wasser am Teller nicht mittels Federhaken, sondern mittels Schnappverschlüssen befestigt wird.

    [0008] Die in der DE-A- 232 632 beschriebene Vorrichtung zum Er­wärmen und Warmhalten von Tellern, Schüsseln od.dgl., um­faßt eine Metallplatte, die seitlich und an ihrer Unter­seite mit einem aus Asbest bestehenden Isoliermantel ver­sehen ist. Diese Anordnung aus Metallplatte und Isolier­mantel wird in eine an der Unterseite des Tellers bzw. der Schüssel vorgesehene Öffnung hineingepreßt. Irgend­ welche zusätzlichen Maßnahmen, die Metallplatte und ihre Asbestisolierung festzuhalten, sind nicht geoffenbart.

    [0009] Die CH-A- 374 812beschreibt einen Untersatz für Teller od.dgl., auf dem Teller od.dgl. aufgestellt werden kön­nen. Im Untersatz ist eine Scheibe aus Metall, beispiels­weise Aluminium aufgenommen, die erwärmt wird und ihre Wärme an den Teller abgibt. Dabei kann noch vorgesehen sein, daß zwischen der Scheibe und dem Teller ein Stahl­wollekissen oder ein Asbestkissen mit Metallfedereinlagen angeordnet wird. Irgendwelche Maßnahmen, den die erwärmte Metallplatte aufnehmenden Teil mit dem Teller zu verbin­den, sind in der CH-A-374812 nicht geoffenbart, vielmehr soll zunächst die erwärmte Metallplatte in ihrer Halte­rung auf den Tisch vor den Gast abgestellt werden, erst dann wird der Teller darübergestellt (siehe CH-A- 374812, Zeilen 56-59).

    [0010] Aus der AT-B- 331 442 ist eine Platte bekannt, die über Magnetkräfte an der Unterseite eines Telles od.dgl. befe­stigt werden kann. In dieser Platte sind Ringe aus Metall eingelassen. Die Platte selbst besteht aus einem Isolati­onsmaterial. Durch diese Ausbildung ergibt sich der Nach­teil, daß beim Aufwärmen der Metallringe auch der Isola­tionskörper erwärmt wird, so daß er seine eigentliche Funktion nicht mehr erfüllen kann.

    [0011] Ein Untersetzer für Geschirr, der über Magnetkräfte am Geschirr festgelegt werden kann, ist aus der DE-A-­3 506 280 bekannt. Dieser Untersetzer dient dazu, die Wärmeabstrahlung von Geschirr auf eine Standfläche (Tisch od.dgl.) zu verhindern und nicht dazu, Speisen oder Ge­tränke in einem Behältnis warm oder kühl zu halten.

    [0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die geschilder­ten Nachteile zu vermeiden und ein Behältnis für Speisen oder Getränke anzugeben, in dem Speisen oder Getränke gleichmäßig und ohne Temperaturspitzen, sowie über einen längeren Zeitraum warmgehalten oder gekühlt werden kön­nen.

    [0013] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer Vorrichtung zum Warmhalten oder Kühlen von Speisen oder Getränken der oben genannten Art dadurch gelöst, daß der Körper aus Werkstoff mit Wärmespeichervermögen über wenigstens einen Magnet an einer an der Unterseite des Behältnisses befe­stigten Folie aus magnetisch leitfähigem Werkstoff haf­tet, und daß dem Körper aus Werkstoff mit Wärmespeicher­vermögen an seiner von Behältnis abgekehrten Fläche eine abnehmbare Verkleidung aus Wärmeisolationswerkstoff zuge­ordnet ist.

    [0014] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Befestigung auf einfache Art und Weise möglich, wobei der Körper aus Werkstoff und Wärmespeichervermögen (z.B. ein keramischer Werkstoff) selbst nicht mit den Händen erfaßt werden braucht. Da die Verkleidung aus Wärmeisolationswerkstoff abnehmbar ist, kann diese beim Anwärmen oder Abkühlen des Körpers aus Werkstoff mit Wärmespeichervermögen von die­sem abgenommen werden und wird so anders als z.B. bei der AT-B-331442, die isolierende, beim Anwärmen oder Abkühlen nicht miterwärmt bzw. abgekühlt.

    [0015] Die Erfindung bietet den Vorteil, daß der mit dem Behält­nis verbundene Körper aufgewärmt oder gekühlt und unmit­telbar vor Gebrauch des Behältnisses mit diesem verbunden werden kann, so daß das warmzuhaltende oder zu kühlende Gut (Speise oder Getränk) im Behältnis über die benötigte Zeit (Zeit des Verzehrs) gebrauchswarm oder -kühl bleibt.

    [0016] Das Problem bei den bekannten Vorschlägen sind manchmal nicht nur die eventuell zu heißen Teller beim Servieren (Finger verbrennen, unrationeller Service, da nur 2 bis 3, anstatt 4 bis 5 Teller getragen werden können), son­dern auch, daß Eiweiß sich ins Porzellan brennt. Dadurch verschmutzt das Porzellan. Meistens sind auch die Teller zu kalt, weil eine richtige Temperierung der Teller wäh­rend des Geschäftes so gut wie nicht durchführbar ist (mit bisher bekannten Erwärmungsvorrichtungen).

    [0017] Auch wenn ein Teller sorgfältig vorgewärmt wurde, damit man sich die Finger nicht verbrennt, ist die Zeitspanne vom Anrichten des Speisegutes auf dem Teller bis zum Ser­vieren dieses Tellers einfach zu lang, um dann beim Essen überhaupt noch die richtige Temperatur zu haben. Und wenn auch noch im Freien serviert wird, ist es mit einem rich­tig warmen Essen vorbei. Hingegen sind beim erfindungsge­mäßen System Handhabung keiner arbeitsaufwendigen Hand­griffe notwendig. Im Gegenteil, der Koch kann den normal temperierten Teller in unmittelbarer Nähe des Koch- oder Anrichteplatzes oder -plätzen plazieren und die Speise anrichten und spart sich somit schon Zeit und Weg zu den gebräuchlichen Warmhalteschränken u.dgl..

    [0018] Es genügt beispielsweise, den Teller an eine z.B. vormar­kierte Stelle eines Gerätes zum Erwärmen oder Kühlen der wärmespeichernden Körper abzustellen, wo dieser automa­tisch am Teller anhaftet. Das Servierpersonal nimmt dann den Teller, stellt ihn auf eine vormarkierte Stelle, wo die Isolation vorzugsweise automatisch angebracht wird. Somit entsteht weder für Küche noch für Service ein Mehr­aufwand, im Gegenteil, küchentechnisch rationeller. Das Servierpersonal braucht keinen Schutz zum Tragen zu hei­ßer Teller, braucht sich nicht mit Tischrechauds herumzu­plagen und es gibt keine Reklamationen mehr über zu kalte Teller. Meistens ist es in der Praxis auch so, daß die fertig angerichteten Teller nie sofort zum Tisch getragen werden.

    [0019] Beim erfindungsgemäßen System bekommen die Teller gerade zu diesem Zeitpunkt die richtige Essentemperatur.

    [0020] Der mit dem Behältnis zu verbindende Körper kann seiner Form nach der Form des Behältnisses mit dem er zu verbin­ den ist, angepaßt werden. In der Regel wird er die Form einer Scheibe besitzen, die von unten am Behältnis befe­stigt wird. Die Befestigung an der Unterseite des Behält­nisses hat auch den Vorteil, daß der Körper aus wärme­speichendem Werkstoff in der üblichen nach unten offenen Vertiefung des Behältnisses, z.B. eines Tellers, aufge­nommen ist und so mit der Tischwäsche oder der Tischplat­te nicht unmittelbar in Berührung kommt.

    [0021] Auf diese Weise wird die Wärme vom Körper zunächst unmit­telbar auf das Behältnis und von diesem dann, also indi­rekt auf das warmzuhaltende Gut übertragen oder umgekehrt beim Kühlhalten von Speisen oder Getränken.

    [0022] Die erfindungsgemäße Befestigung des wärmespeichernden oder Wärme aufnehmenden Körpers am Behältnis erlaubt eine rasche und einfache Befestigung bzw. Abnahme des Körpers vom Behältnis.

    [0023] Der vom Behältnis abgenommene Körper aus wärmespeichern­dem Werkstoff kann auf beliebige Art und Weise aufgewärmt oder gekühlt werden. Beispielsweise kann die Erwärmung in einem Mikrowellengerät mit Hilfe einer Infrarotquelle, einem Dampf- oder Warmwassererhitzer oder auch auf oder in einem gewöhnlichen Ofen oder Herd erfolgen. Im Prinzip ist es auch möglich, in den wärmespeichernden Körper eine elektrische Heizleitung einzulegen und diesen elektrisch direkt zu erwärmen. Schließlich ist auch eine chemotech­nische Erwärmung (d.h. exotherme Reaktion von mindestens zwei chemischen Stoffen innerhalb oder außerhalb des Kör­pers, z.B. Chemoeinsatz in Scheibe) möglich. Durch eine endotherme Reaktion ist sinngemäß auch eine Kühlung mög­lich. Die Kühlung des Körpers mit Wärmespeichervermögen kann auch in Kühlschränken oder anderen kühlenden Aggre­gaten erfolgen.

    [0024] In der angeschlossenen Zeichnung ist schematisch und im Schnitt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung gezeigt.

    [0025] Bei der in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsform ist das Behältnis als Teller 1 ausgebildet. An der Unter­seite des Tellers 1 ist mit diesem fest verbunden eine Haftscheibe 2 aus magnetisch leitfähigem Werkstoff, z.B. einer selbstklebend ausgerüsteten Stahl- oder Weicheisen­folie vorgesehen. Unter der Haftscheibe 2 ist ein als Platte ausgebildeter Körper 5 vorgesehen, der aus einem Werkstoff mit erhöhtem Wärmespeichervormögen, z.B. Kera­mik, gebildet ist. Im Körper 5 ist wenigstens ein Magnet (im Ausführungsbeispiel zwei Magnete) 4 eingesetzt, über den der Körper 5 flächig an der Haftscheibe 2 anliegend, mit dem Teller 1 verbunden werden kann. Die Zahl der im Körper 5 vorgesehenen Magnete 4 richtet sich nach der Größe des Körpers 5.

    [0026] Aus der Zeichnung ist noch ersichtlich, daß die vom Tel­ler 1 abgekehrten Flächen des plattenförmigen Körpers 5 mit einer abnehmbaren, wärmeisolierenden Verkleidung 3 versehen sind. Durch die Verkleidung 3 wird gewährlei­stet, daß die Wärme aus dem Körper 5 in erster Linie zum Behälter 1 (Teller) gelangt und nicht nach unten, d.h. ungenützt abgestrahlt bzw. abgeleitet wird (oder umge­kehrt Wärme aus der Umgebung aufgenommen wird).

    [0027] Als Werkstoff für die Platte 5 kommen in erster Linie ke­ramische Werkstoffe, beispielsweise Ton, jedoch auch Me­tall, in Frage. Die Isolierung 3 besteht beispielsweise aus einem wärmeisolierenden Kunststoff.

    [0028] Es ist ersichtlich, daß bei der erfindungsgemäßen Vor­richtung der Körper 5 leicht vorgewärmt (oder abgekühlt) und dann einfach mit dem Teller 1 verbunden werden kann. Weiters ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäße Anord­nung des Körpers 5 den normalen Gebrauch des Tellers 1 nicht behindert, da dieser, wie üblich auf einen Tisch gestellt werden kann, wobei der Körper bei genügend hohem Behältnisrand nicht unmittelbar mit der Tischwäsche oder der Tischplatte in Berührung kommt. Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, daß keine Energieversorgung am Tisch oder einen besonderer Platzbedarf am Einsatzort (Tisch) nötig ist.

    [0029] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist besonders für die Gastronomie geeignet, um Speisen während des Verzehrs warm zu halten. Sie stört weder den Gast noch das Bedie­nungspersonal, da sie unter dem z.B. als Teller 1 ausge­bildeten Behältnis vorgesehen ist und mit diesem während des Gebrauchs eine Einheit bildet.

    [0030] Zur Reinigung des Geschirrs kann der Körper 5 vom Teller 1 ohne weiteres wieder abgenommen werden und für einen erneuten Gebrauch vorgewärmt werden.

    [0031] Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung braucht das Geschirr nicht mehr vorgewärmt werden, so daß keine Gefahr besteht, daß man sich an übermäßig vorgewärmten Geschirr verbrennt.

    [0032] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist noch darin zu sehen, daß die vom Körper aus wärmespeichernden Werkstoff abgegebene Wärme mit einer gewissen Verzögerung wirksam wird, die dadurch bedingt ist, daß es eine Zeit dauert, bis die Wärme durch den Boden des Behältnisses, beispielsweise des Tellers 1, in dem die Speisen aufge­nommen sind, dringt. Auf diese Weise wird der vorteilhaf­te Effekt erzielt, daß, den Speisen im Teller 1 erst dann Wärme zugeführt wird, wenn sie abzukühlen drohen. Somit ist eine übermäßige Erhitzung der Speisen am Beginn ohne aufwendige Maßnahmen wirksam verhindert.

    [0033] Der Körper 5 kann auch mittels eines eingebauten Peltier­elementes erwärmt werden. Dies hat den Vorteil, daß der Körper 5 auf einer Seite erwärmt und gleichzeitig auf der anderen Seite gekühlt wird, so daß der Körper 5 auf der dem Tisch zugewandten Unterseite nie zu heiß werden kann. Wenn ein mit einem Peltierelement ausgerüsteter Körper 5 umgedreht und so am Behältnis 1 befestigt wird, dann dient er zum Kühlen. Das Peltierelement kann einfach an eine entsprechend ausgelegte Stromversorgung angeschlos­sen werden.

    [0034] In Abänderung der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform kann die Isolierung 3 auch größer sein und wie in Figur 2 angedeutet, den an der Unterseite des Tellers 1 vorgese­henen Ringwulst 6 übergreifen. Figur 2 zeigt auch eine Ausführungsform mit nur einem Magnet 4 im Körper 5. In diesem Fall kann die Folie 2 wie gezeigt, auch kleiner sein.

    [0035] Die Isolierung 3 kann am Körper 5, z.B. auch durch die vom Magnet 4 ausgeübten Magnetkräfte gehalten werden, wozu sie z.B. an ihrer Innenseite mit einem Belag aus weichmagnetischem Werkstoff versehen ist, oder eine Scheibe aus weichmagnetischem Werkstoff trägt, die im Bereich des oder der Magnete 4 angeordnet ist.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Warm- oder Kühlhalten von Speisen und/oder Getränken mit einem Behältnis (1) zur Aufnah­me der Speise oder des Getränkes, beispielsweise einem Teller oder einer Tasse, und einem mit dem Behältnis (1) an diesem anliegend lösbar verbundenen Körper (5), der wenigstens teilweise aus einem Werkstoff mit Wär­mespeichervermögen besteht, wobei der mit dem Behält­nis (1) verbundene Körper (5) als Scheibe ausgebildet und an der Unterseite des Behältnisses anliegend durch magnetische Kräfte gehalten ist, wobei Magnete (4) vorzugsweise im Bereich des Außenrandes des Körpers (5) in diesen eingesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (5) aus Werkstoff mit Wärmespeicherver­mögen über die Magnete (4) an einer an der Unterseite des Behältnisses (1) befestigten Folie (2) aus magne­tisch leitfähigem Werkstoff haftet, und daß dem Körper (5) aus Werkstoff mit Wärmespeichervermögen an seiner vom Behältnis (1) abgekehrten Fläche eine abnehmbare Verkleidung (3) aus Wärmeisolationswerkstoff zugeord­net ist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Körper (5) wenigstens ein Peltierelement ange­ordnet ist, dessen warme Stelle(n) der einen Fläche und dessen kalte Stelle(n) der gegenüberliegenden Fl che des Körpers (5) zugeordnet ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (5) durch Ablauf einer exothermen bzw. endothermen Reaktion erwärmbar bzw. kühlbar ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht