[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Ethanderivaten der Formel
II
R¹-(A¹-Z¹)
n-A²-CH₂CH₂-A-Q
worin
- Q
- CN oder, falls A Pyridin-2,5-diyl ist, p-R²-Phenyl,
- R¹ und R²
- jeweils unabhängig voneinander H, eine Alkylgruppe mit 1 - 12 C-Atomen bedeutet, die
geradkettig oder verzweigt sein kann, worin auch eine oder mehrere CH₂-Gruppen durch
O-Atome und/oder -CO-Gruppen und/oder -O-CO- und/oder -CO-O- und/oder -CH=CH-Gruppen
ersetzt sein können, wobei zwei Heteroatome nicht direkt miteinander verknüpft sind,
- A
- unsubstituiertes oder ein oder mehrmals durch F, Cl oder CN substituiertes 1,4-Phenylen,
oder Pyridin-2,5-diyl,
- A¹
- eine unsubstituierte oder durch F- und/oder Cl-Atome und/oder CH₃- und/oder CN-Gruppen
substituierte 1,4-Cyclohexylengruppe, worin auch eine oder zwei nicht benachbarte
CH₂-Gruppen durch O-Atome und/oder S-Atome ersetzt sein können, 1,4-Bicyclo(2,2,2)octylengruppe
oder 1,4-Phenylengruppe, worin auch eine oder mehrere CH-Gruppen durch N ersetzt sein
können,
- A²
- eine unsubstituierte oder durch F- und/oder Cl-Atome und/oder CH₃- und/oder CN-Gruppen
substituierte 1,4-Cyclohexylengruppe, oder im Falle A Pyridin-2,5-diyl, A² auch eine
Einfachbindung,
- Z¹
- -CO-O-, -O-CO-, -CH₂CH₂-, -OCH₂-, -CH₂O- oder eine Einfachbindung,
- und
- n
- 0, 1 oder 2
bedeutet, mit der Maßgabe, daß n = 0 ist, wenn A² eine Einfachbindung bedeutet, dadurch
gekennzeichnet, daß man eine reaktionsfähige Methylenverbindung der Formel III
R¹-(A¹-Z¹)
n-A²-CH₂-Y III
worin R¹, A¹, Z¹, n und A² die angegebene Bedeutung haben und Y ein Halogen darstellt,
mit einer Verbindung der Formel I
CH₃-A-Q
worin A und Q die angegebene Bedeutung haben, in Gegenwart einer starken Base umsetzt.
[0002] Verbindungen der Formel II sind als Ausgangsmaterialien zur Synthese von Flüssigkristallen
und/oder als Flüssigkristalle selbst geeignet.
[0003] Solche Ethanderivate werden bisher meist durch Reduktion einer entsprechenden Ketoverbindung
oder durch Hydrierung entsprechender Vinylen-Verbindungen hergestellt. Eine endständige
Cyanogruppe muß dabei meist am Schluß der Synthese durch Substitutionsreaktionen nachträglich
eingeführt werden.
[0004] Da für diese Ausgangsmaterialien selbst schon aufwendige und über mehrere Stufen
verlaufende Synthesewege notwendig sind, wurde dringend ein neuer Lösungsweg zur Herstellung
solcher Verbindungen mit einer Ethylenbrücke benötigt.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, einen einfachen präparativen Zugang zu
flüssigkristallinen Ethanderivaten zu finden.
[0006] Überraschenderweise wurde gefunden, daß die im Prinzip bekannte Alkylierung von Tolunitril,
beschrieben von F.H. Rash, S. Boatman, C.R. Hauser in J. Org. Chem. 32(2), 372-5 (1967)
oder E.M. Kaiser, J.D. Petty in J. Organometallic Chem., 107 (1976), 219, für die
Synthese von Ethanderivaten, die als Flüssigkristallmaterialien und/oder als Zwischenstufen
für die Herstellung von Flüssigkristallen geeignet sind, einen präparativ einfachen
Zugang ermöglicht. Insbesondere überraschend war, daß Cyclohexylmethylderivate zur
Alkylierung von Tolunitril eingesetzt werden können. Bei dieser Verbindungsklasse
ist das reaktive Zentrum durch den Cyclohexanring sterisch abgeschirmt. Als Folge
dieser sterischen Abschirmung tritt bei der Alkylierung von starken Basen (Lithium-,
Magnesium- und Kupferorganischen Verbindungen sowie Phosphoryliden) mit Cyclohexylmethylhalogeniden
überwiegend Eliminierung ein. Das ist überraschenderweise bei der Alkylierung von
Tolunitril mit den entsprechenden Cyclohexylmethylhalogeniden nicht der Fall. Des
weiteren ist überraschend, daß auch Verbindungen, in welchen A Pyridin- 2,5-diyl und
Q p-R²-Phenyl bedeuten, ebenfalls nach diesem Verfahren alkyliert werden können. Gegenstand
der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung von Ethanderivaten der Formel
II, bei welchem eine reaktionsfähige Methylenverbindung der Formel III
R¹-(A¹-Z¹)
n-A²-CH₂-Y III
worin R¹, A¹, Z¹, n und A² die angegebene Bedeutung haben und Y ein Halogen darstellt,
mit einer Verbindung der Formel I,
CH₃-A-Q
worin A und Q die in Formel II angegebene Bedeutung haben, in Gegenwart einer starken
Base umgesetzt wird.
[0007] Weiter sind für die Vertragsstaaten FR und IT Gegenstand der Erfindung die Verbindungen
der Formel IV

worin
- R¹
- H, eine Alkylgruppe mit 1 - 12 C-Atomen bedeutet, die geradkettig oder verzweigt sein
kann, worin auch eine oder mehrere CH₂-Gruppen durch O-Atome und/oder -CO-Gruppen
und/oder -O-CO- und/oder -CO-O- und/oder -CH=CH-Gruppen ersetzt sein können, wobei
zwei Heteroatome nicht direkt miteinander verknüpft sind
- und
- X′
- F, Cl oder CN
bedeutet.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren geht entweder von den leicht zugänglichen Tolunitrilderivaten
(Formel Ia) oder von den Pyridinderivaten der Formel I d aus, die mit den reaktionsfähigen
Methylenverbindungen der Formel III umgesetzt werden.

[0009] Die Umsetzung erfolgt vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel, das in das Reaktionsgeschehen
nicht eingreift, wobei die Ausgangsverbindungen Ia bzw. I d in einem ersten Schritt
in Gegenwart eines stark basischen Reagenzes, wie z. B. Lithiumdiisopropylamid, und
gegebenenfalls unter Zusatz eines Reagenzes, das die Alkylierungsreaktion begünstigt
wie z.B. 1,3-Dimethyltetrahydro-2-(1H)-pyrimidinon (DMPU) oder Hexamethylphosphorsäuretriamid
(HMPT), in das entsprechende Carbanion überführt werden und anschließend in einem
zweiten Schritt mit einer reaktionsfähigen Verbindung der Formel III alkyliert werden.
Die gesamte Reaktion findet vorzugsweise bei Temperaturen von -80 bis +50 °C, insbesondere
bei -70 bis 0 °C statt.
[0010] In den Formeln I, Ia und II bedeutet A beispielsweise Ringe der Formeln (1) bis (5),
für Q p-R²-Phenyl kommt auch der Ring (6) in Frage:

X ist darin F, Cl oder CN, insbesondere bevorzugt ist Fluor. A bedeutet vorzugsweise
(1), (2), (4), (5) oder (6), insbesondere bevorzugt (1) oder (6).
Q stellt entweder eine Cyanogruppe im Falle von A Pyridin-2,5-diyl auch p-R²-Phenyl
dar. R² ist dann vorzugsweise eine Alkoxygruppe mit 1-10 C-Atomen, insbesondere bevorzugt
Methoxy.
R¹ und/oder R² bedeuten bevorzugt eine Alkyl- oder Alkoxygruppe mit vorzugsweise
2-10 C-Atomen, also Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Nonyl, Decyl,
Ethoxy, Propoxy, Butoxy, Pentoxy, Hexoxy, Heptoxy, Octoxy, Nonoxy, Decoxy, ferner
auch Methyl oder Methoxy. Ferner können eine oder mehrere CH₂-Gruppen durch -CO- und/oder
-CO-O- und/oder -O-CO- und/oder -CH=CH-Gruppen ersetzt sein, wobei zwei Heteroatome
nicht direkt miteinander verknüpft sind.
R¹ und/oder R² können auch verzweigte Reste sein wie Isopropyl, 2-Butyl, Isopentyl,
2-Hexyl, 2-Methylpentyl, 3-Methylpentyl, 2-Heptyl, 2-Octyl, Isopropoxy, Isopentoxy,
2-Butoxy oder 1-Methylpentoxy, und asymmetrische Kohlenstoffatome enthalten. In diesem
Fall sind die Verbindungen der Formel II vorzugsweise optisch aktiv.
n ist 0,1 oder 2, vorzugsweise 0 oder 1.
Falls n = 0 und A² eine Einfachbindung bedeutet, dann ist R¹ vorzugsweise Alkyl mit
3-9, insbesondere mit 4-7 C-Atomen.
Z¹ hat vorzugsweise die Bedeutung einer Einfachbindung oder einer -CO-O-Gruppe,
stellt aber auch -CH₂CH₂-, -O-CO-, -OCH₂- oder -CH₂O- dar.
A¹ bedeutet 1,4-Cyclohexylen, worin auch eine oder zwei nicht benachbarte CH₂-Gruppen
durch O- oder S-Atome ersetzt sein können, oder eine 1,4-Phenylengruppe, worin auch
eine oder mehrere CH-Gruppen durch N ersetzt sein können, stellt vorzugsweise also
1,4-Cyclohexylen, 1,3-Dioxan-2,5-diyl, 1,4-Phenylen, Pyridin-2,5-diyl oder Pyrimidin-2,5-diyl
dar.
[0011] Falls R¹ optisch aktiv ist, oder Q p-R²-Phenyl ist, kann A² auch eine Einfachbindung
sein.
[0012] Y repräsentiert in Formel III ein Halogen, wie z. B. Jodide, Bromid , Chlorid .
[0013] Die Jodide sind leicht aus den entsprechenden Carbonsäuren oder deren Estern durch
Reduktion z. B. mit Lithiumaluminiumhydrid und Überführung der daraus resultierenden
Alkohole in die entsprechenden Mesylate und nachfolgender Finkelstein-Reaktion herstellbar.
[0014] Aus den entsprechenden Ausgangsverbindungen erhält man Ethanderivate der Formel II.
[0015] Der Einfachheit halber bedeutet im folgenden Phe eine 1,4-Phenylengruppe, Cy eine
1,4-Cyclohexylengruppe, Dio eine 1,3-Dioxan-2,5-diylgruppe, Dit eine 1,3-Dithian-2,5-diylgruppe
und Pyr eine Pyrimidin-2,5-diylgruppe, wobei diese Gruppen unsubstituiert oder durch
F- und/oder Cl-Atome und/oder CH₃-Gruppen und/oder CN-Gruppen substituiert sein können.
[0016] Verbindungen der Formel II umfassen Nitrilverbindungen der Teilformeln IIa bis IIf
(mit zwei Ringen), IIg bis IIu (mit drei Ringen) und IIv bis IIaa (mit vier Ringen):
R¹-Cy-CH₂CH₂-A-CN IIa
R¹-Phe-CH₂CH₂-A-CN IIb
R¹-Dio-CH₂CH₂-A-CN IIc
R¹-Dit-CH₂CH₂-A-CN IId
R¹-Pyr-CH₂CH₂-A-CN IIe
R¹-Bi-CH₂CH₂-A-CN IIf
R¹-Cy-Cy-CH₂CH₂-A-CN IIg
R¹-Cy-Z¹-Cy-CH₂CH₂-A-CN IIh
R¹-Bi-Z¹-Cy-CH₂CH₂-A-CN IIi
R¹-Phe-Cy-CH₂CH₂-A-CN IIj
R¹-Phe-Z¹-Cy-CH₂CH₂-A-CN IIk
R¹-Cy-Phe-CH₂CH₂-A-CN IIl
R¹-Cy-Z¹-Phe-CH₂CH₂-A-CN IIm
R¹-Phe-Phe-CH₂CH₂-A-CN IIn
R¹-Phe-Z¹-Phe-CH₂CH₂-A-CNIIo
R¹-Bi-Z¹-Phe-CH₂CH₂-A-CN IIp
R¹-Pyr-Phe-CH₂CH₂-A-CN IIq
R¹-Dio-Cy-CH₂CH₂-A-CN IIr
R¹-Pyr-Z¹-Cy-CH₂CH₂-A-CN IIs
R¹-Dit-Phe-CH₂CH₂-A-CN IIt
R¹-Cy-Z¹-Cy-CH₂CH₂-A-CN IIu
R¹-Phe-Z¹-Cy-Z¹-Cy-CH₂CH₂-A-CN IIv
R¹-Cy-Z¹-Phe-Z¹-Phe-CH₂CH₂-A-CN IIw
R¹-Cy-Z¹-Phe-Z¹-Pyr-CH₂CH₂-A-CN IIx
R¹-Phe-Z¹-Dio-Z¹-Cy-CH₂CH₂-A-CN IIy
R¹-Cy-Z¹-Dit-Z¹-Phe-CH₂CH₂-A-CN IIz
R¹-Bi-Z¹-Phe-Z¹-Phe-CH₂CH₂-A-CN IIaa
R¹, Z¹ und A haben darin die angegebenen Bedeutungen.
[0017] Des weiteren umfassen Verbindungen der Formel II Pyridinethanderivate (Py) der Teilformel
II am mit drei Ringen,
R¹-Cy-CH₂CH₂-Py-Phe-R² IIam
II br und II bt mit vier Ringen,
R¹-Cy-Z¹-Cy-CH₂CH₂-Phy-Phe-R² IIbr
R¹-Phe-Cy-CH₂CH₂-Py-Phe-R² IIbt
und II ch mit fünf Ringer,
R¹-Phe-Z¹-Cy-Z¹-Cy-CH₂CH₂-Py-Phe-R² IIch
R¹, R², A und Z¹ haben die angegebenen Bedeutungen.
Falls A² eine Einfachbindung darstellt, umfassen die Verbindungen der Formel II auch
folgende Verbindungen der Teilformel IIcm,
R
1*-CH₂CH₂-A-CN IIcm
worin R¹
* die für R¹ angegebene Bedeutung hat, mit der Maßgabe, daß ein chirales C-Atom enthalten
ist und A 1,4-Phenylen bedeutet, welches unsubstituiert oder durch F, Cl oder CN substituiert
vorliegen kann.
[0018] Des weiteren umfassen die Verbindungen der Formel II denn auch die Verbindungen der
Teilformel IIcq
R¹-CH₂CH₂-Py-Phe-R² IIcq
worin R¹
[0019] Py und R² die angegebenen Bedeutungen haben.
[0020] Die Verbindungen der Formel II sowie der vorstehenden Teilformeln sind teilweise
bekannt. Sie umfassen jedoch auch neue Verbindungen der Form IV, die ebenfalls Gegenstand
der Erfindung sind (für die Vertragsstaaten FR und IT),

worin
- R¹ H,
- eine Alkylgruppe mit 1-12 C-Atomen bedeutet, die geradkettig oder verzweigt sein kann,
worin auch eine oder mehrere CH₂-Gruppen durch O-Atome und/ oder -CO-Gruppen und/oder
-O-CO-und/oder -CO-O-und/oder -CH=CH-Gruppen ersetzt sein können, wobei zwei Heteroatome
nicht direkt miteinander verknüpft sind,
- und
- X′
- F, Cl oder CN
bedeutet.
Für R¹ kommen darin die bei Formel II angegeben Bedeutungen in Farge. X′ bedeutet
vorzugsweise Fluor.
[0021] Die Verbindungen der formel IV können nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt
werden, und zwar z. B. durch Umsetzung der entsprechenden Cyclohexylmethyljodide mit
dem durch X′ substituierten Tolunitril.
[0022] Die Verbindungen der Formeln II und IV können als Flüssigkristallmaterialien selbst
und/oder als Ausgangsmaterialien für die Synthese von flüssigkristallinen Substanzen
verwendet werden.
[0023] Beispielsweise können die Benzonitrile zu den entsprechenden Benzoesäuren verseift
werden. Daraus lassen sich leicht entsprechende Ester herstellen, nach bekannten Veresterungsverfahren.
Des weiteren besteht die Möglichkeit, die Benzoesäuren durch Hydrierung in die entsprechenden
Cyclohexancarbonsäuren umzuwandeln, die wiederum verestert werden können.
[0024] Aus den Cyclohexancarbonsäuren können die Nitrile hergestellt werden und anschließend
der Cyclohexanring in 4-Stellung alkyliert werden. Verbindungen der Formel II und
IV eignen sich auch zur Herstellung von Pyrimidinderivaten, indem man das Nitril in
das entsprechende Amidin überführt, welches zum Pyrimidinring cyclisiert werden kann.
[0025] Zur Herstellung von Dioxanderivaten sind die Ethanderivate der Formeln II und IV
ebenfalls geeignet. Dabei wird das
[0026] Nitrilderivat beispielsweise mit Diisobutylaluminiumhydrid in den entsprechenden
Aldehyd überführt und anschließend zum Dioxanring kondensiert.
[0027] Des weiteren können die Nitrilgruppen über Grignard-Reaktion und Reduktion in Alkylreste
überführt werden.
[0028] Das erfindungsgemäße Verfahren liefert also über einen präparativ einfachen Weg Ethanderivate
z. B. mit endständiger CN-Gruppe, die wiederum als wichtige Zwischenprodukte eine
Vielzahl von Synthesemöglichkeiten eröffnen.
[0029] Folgende Verbindungen sind beispielsweise nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbar:
2-(4-Butylphenyl)-5-propylpyridin
2-(4-Pentylphenyl)-5-propylpyridin
2-(4-Ethylphenyl)-5-propylpyridin
2-(4-Propylphenyl)-5-propylpyridin
2-(4-Ethylphenyl)-5-ethylpyridin
2-(4-Propylphenyl)-5-ethylpyridin
2-(4-Butylphenyl)-5-ethylpyridin
2-(4-Pentylphenyl)-5-ethylpyridin
2-[4-(3-Methylpentyl)phenyl]-5-ethylpyridin
2-(4-Ethylphenyl)-5-butylpyridin
2-(4-Propylphenyl)-5-butylpyridin
2-(4-Butylphenyl)-5-butylpyridin
2-(4-Pentylphenyl)-5-butylpyridin
2-(4-Ethylphenyl)-5-pentylpyridin
2-(4-Propylphenyl)-5-pentylpyridin
2-(4-Butylphenyl)-5-pentylpyridin
1-[trans-4-(4-Ethylphenyl)cyclohexyl]-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(4-Propylphenyl)cyclohexyl]-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(4-Butylphenyl)cyclohexyl]-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(4-Pentylphenyl)cyclohexyl]-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(4-Hexylphenyl)cyclohexyl]-2-(4-cyanophenyl)ethan
2-(p-Ethylphenyl)-5-octylpyridin
2-(p-Ethylphenyl)-5-heptylpyridin
2-(p-Ethylphenyl)-5-hexylpyridin
2-(p-Ethylphenyl)-5-pentylpyridin
2-(p-Propylphenyl)-5-octylpyridin
2-(p-Propylphenyl)-5-heptylpyridin
2-(p-Propylphenyl)-5-hexylpyridin
2-(p-Butylphenyl)-5-pentylpyridin
2-(p-Butylphenyl)-5-hexylpyridin
2-(p-Pentylphenyl)-5-pentylpyridin
[0030] Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern, ohne sie zu begrenzen. Vor-
und nachstehend bedeuten Prozentangaben Gewichtsprozent; alle Temperaturangaben sind
in Grad Celsius angegeben. "Übliche Aufarbeitung" bedeutet: man gibt Wasser hinzu,
extrahiert mit Methylenchlorid, trennt ab, trocknet die organische Phase, dampft ein
und reinigt das Produkt durch Kristallisation und/oder Chromatographie. C-N bedeutet
Übergang von kristallin zu nematisch und N-I von nematisch zu isotrop, Fp. = Schmelzpunkt
und Kp. = Klärpunkt.
Beispiel 1
[0031] Unter Ausschluß von Luftsauerstoff und Feuchtigkeit werden zu 300 ml THF bei -70°
750 ml einer 1,6 m Lösung von Butyllithium in Hexan, 121,5 g Diisopropylamin, 288
ml 1,3-Dimethyltetrahydro-2(1H)-pyrimidinon (DMPU) und 150 g Tolunitril in 750 ml
THF zugegeben. Nach 20 Minuten gibt man ebenfalls bei -70° 495 g trans-4-n-Pentylcyclohexylmethyljodid
(herstellbar aus trans-4-n-Pentylcyclohexancarbonsäure durch Reduktion mit LiAlH₄
und Überführung des Alkohols in das entsprechende Sulfonat (Mesylat oder Tosylat)
mit anschließender Finkelstein-Reaktion) in 750 ml THF zu. Unter Erwärmung auf Raumtemperatur
wird noch 14 Stunden gerührt und anschließend wie üblich aufgearbeitet. Die leichtflüchtigen
Anteile des Rohproduktes werden im Vakuum bis ca. 120 °C abdestilliert. Man erhält
1-(trans-4-n Pentylcyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)-ethan durch Umkristallisation des
Destillationsrückstandes.
[0032] Analog werden hergestellt:
1-(trans-4-Ethylcyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Propylcyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Butylcyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Hexylcyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Heptylcyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Octylcyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Nonylcyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Decylcyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Ethylcyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Propylcyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Butylcyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Pentylcyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan, C-N 45°, N-I 54°
1-(trans-4-Hexylcyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Heptylcyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan, C-N 43,5°, N-I 56°
1-(trans-4-Octylcyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Nonylcyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Decylcyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-(trans-4-Ethylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Propylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Butylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Pentylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Hexylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Heptylcyclohexyl-)cyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Octylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Nonylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Decylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Ethylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Propylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Butylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Pentylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan,
C-N 115°, N-I 187°
1-[trans-4-(trans-4-Hexylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Heptylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Octylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Nonylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Decylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(2-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Exylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Propylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Butylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan,
C-N 59°, N-I 164,2°
1-[trans-4-(trans-4-Pentylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Hexylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Heptylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Octylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Nonylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-[trans-4-(trans-4-Decylcyclohexyl)cyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan.
Beispiel 2
[0033] Unter Ausschluß von Sauerstoff und Feuchtigkeit werden zu 300 ml THF bei -70° 750
ml einer 1,6 m Lösung von Butyllithium in Hexan, 121,5 g Diisopropylamin, 288 ml 1,3-Dimethyltetrahydro-2(1H)-pyrimidinon
und 175 g 3-Fluor-Tolunitril in 750 ml THF zugegeben. Nach 20 Minuten gibt man ebenfalls
bei -70° 495 g trans-4-n-Pentylcyclohexylmethyljodid (herstellbar aus trans-4-n-Pentylcyclohexancarbonsäure
durch Reduktion mit LiAlH₄ und Überführung des Alkohols in das entsprechende Sulfonat
(Mesylat oder Tosylat) mit anschließender Finkelstein-Reaktion) in 750 ml THF zu.
Man läßt auf Raumtemperatur kommen und rührt noch 14 Stunden. Nach üblicher Aufarbeitung
erhält man 1-(trans-4-n-Pentylcyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan.
[0034] Analog werden hergestellt:
1-(trans-4-Ethylcyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Propylcyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan, C-I 19,2° (N-I 7,2°)
1-(trans-4-Butylcyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Hexylcyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Heptylcyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Octylcyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Nonylcyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan
1-(trans-4-Decylcyclohexyl)-2-(3-fluor-4-cyanophenyl)ethan.
Beispiel 3
[0035] Zu 50 ml THF werden unter Stickstoff 66,3 ml Butyllithium bei -15° zugegeben. Dann
werden bei -70° 10,7 g Diisopropylamin und 13,6 g DMPU zugegeben. Anschließend gibt
man bei -40° 19,2 g 2-(p-Methoxyphenyl)-5-methylpyridin in 50 ml THF und danach 17,6
g 1-Bromheptan zu. Man rührt 2 Stunden bei Raumtemperatur, gibt 100 ml 1 N HCl zu,
rührt und alkalisiert dann mit NaOH. Die organische Phase wird abgetrennt, gewaschen
und getrocknet. Nach Umkristallisation aus Methanol enthält man 2-(p-Methoxyphenyl)-5-octylpyridin.
Analog werden hingestellt:
[0036] 2-(p-Methoxyphenyl)-5-octylpyridin
2-(p-Methoxyphenyl)-5-heptylpyridin
2-(p-Methoxyphenyl)-5-hexylpyridin
2-(p-Methoxyphenyl)-5-pentylpyridin
2-(p-Methoxyphenyl)-5-butylpyridin
2-(p-Methoxyphenyl)-5-propylpyridin
2-(p-Ethoxyphenyl)-5-octylpyridin
2-(p-Ethoxyphenyl)-5-heptylpyridin
2-(p-Ethoxyphenyl)-5-hexylpyridin
2-(p-Ethoxyphenyl)-5-pentylpyridin
2-(p-Ethoxyphenyl)-5-butylpyridin
2-(p-Ethoxyphenyl)-5-propylpyridin
2-(p-Propoxyphenyl)-5-octylpyridin
2-(p-Propoxyphenyl)-5-heptylpyridin
2-(p-Propoxyphenyl)-5-hexylpyridin
2-(p-Propoxyphenyl)-5-pentylpyridin
2-(p-Propoxyphenyl)-5-butylpyridin
2-(p-Propoxyphenyl)-5-propylpyridin
2-(p-Butoxyphenyl)-5-pentylpyridin
2-(p-Butoxyphenyl)-5-hexylpyridin
2-(p-Butoxyphenyl)-5-heptylpyridin
2-(p-Butoxyphenyl)-5-octylpyridin
2-(p-Butoxyphenyl)-5-butylpyridin
2-(p-Butoxyphenyl)-5-propylpyridin