[0002] Die Erfindung bezieht sich auf ein Handetikettiergerät zum Bedrucken, Ausgeben und
Anbringen von Selbstklebeetiketten an Gegenständen im Verlauf eines Betätigungszyklus,
mit einem in einem Gerätegehäuse untergebrachten Druckwerk mit Drucktypen zum Erzeugen
eines Aufdrucks auf einem in einer Druckposition befindlichen Selbstklebeetiketten,
einer Transportvorrichtung, die die Selbstklebeetiketten nacheinander in die Druckposition
und in die Position zum Anbringen an den Gegenständen bringt, und einer Einfärbevorrichtung
zum Einfärben der Drucktypen des Druckwerks vor jedem Druckvorgang, die eine auf den
Drucktypen des Druckwerks abwälzbare Farbrolle enthält, die in einem Farb rollenhalter
drehbar gelagert ist, der während des Abwälzens der Farbrolle auf den Drucktypen
mittels parallel zur Farbrolle verlaufender Führungszapfen in einer Führungsbahn
in Gehäuse geführt ist.
[0003] Ein solches Handetikettiergerät ist aus der DE-OS 26 18 502 bekannt. Bei Geräten
dieser Art ist es für die Erzeugung gleichmäßiger Aufdrucke auf den Selbstklebeetiketten
unbedingt erforderlich, daß die Drucktypen vor dem Auftreffen auf dem Etikett gleichmäßig
von der Farbrolle eingefärbt werden. Um dies zu erreichen, ist der Farbrollenhalter
im bekannten Gerät in einer Führungsbahn geführt, längs der sich die Führungszapfen
am Farbrollenhalter während des Einfärbevorgangs bewegen. Trotz der sicheren Führung
des Farbrollenhalters im Gerätegehäuse muß jedoch die Farbrolle leicht ausgewechselt
werden können, wenn sie verbraucht ist, wobei insbesondere darauf geachtet werden
muß, daß das Auswechseln durchgeführt werden kann, ohne daß sich die Bedienungsperson
die Finger mit der schwer zu entfernenden Druckfarbe beschmutzt. Um dies zu erreichen,
ist beim bekannten Gerät zusätzlich zum Farbrollenhalter eine an diesem festklemmbare
Trägerklammer vorgesehen, an der dann die Farbrolle befestigt ist. Die Trägerklammer
besitz nach Art einer Wäscheklammer zwei Schenkel, die so miteinander verbunden sind,
daß sie sich durch Zusammendrücken auf einer Seite der Verbindungsstelle auf der anderen
Seite der Verbindungsstelle auseinanderspreizen. Die auf einer Seite der Verbindungsstelle
liegenden Enden der Schenkel tragen die Farbrolle, während die anderen Enden in einer
bestimmten Phase des Betätigungszyklus des Geräts in der Gerätefrontseite von der
Bedienungsperson zum Herausnehmen der Trägerklammer aus dem Gerät angefaßt werden
können. Dadurch, daß die zu erfassenden Enden der Trägerklammer stets an der Frontseite
des Geräts relativ weit nach vorne stehen, muß die Vorderseite entsprechend vorgewölbt
ausgebildet werden, was die Baulänge des Geräts unnötig vergrößert und somit die Gewichtsverteilung
in der Hand der Bedienungsperson sowie das Aussehen nachteilig beeinflußt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Handetikettiergerät der eingangs geschilderten
Art so auszugestalten, daß eine sichere und stabile Führung des Farbrollenhalters
im Gerät erzielt wird, ohne daß dadurch der Farbrollenwechsel erschwert oder die Abmessungen
des Gerätes sowie dessen Aussehen nachteilig beeinflußt werden.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Führungsbahn eine Austrittsöffnung
für die Führungszapfen am Farbrollenhalter aufweist und daß das Gerätegehäuse mit
einer zwischen einer zugeklappten und einer aufgeklappten Stellung verschwenkbaren
Klappe versehen ist, an der wenigstens ein Ansatz angebracht ist, der in der zugeklappten
Stellung der Klappe die Austrittsöffnung der Führungsbahn verschließt.
[0006] Im erfindungsgemäßen Gerät sorgt die im Betriebszustand des Geräts geschlossene Führungsbahn
für die sichere und stabile Führung des Farbrollenhalters. Zum Auswechseln der Farbrolle
muß lediglich die Klappe am Gerät geöffnet werden, wodurch gleichzeitig auch die Austrittsöffnung
der Führungsbahn freigegeben wird, so daß die Führungszapfen aus der Führungsbahn
heraustreten können. Der Farbrollenhalter kann dann von der Bedienungsperson ohne
weiteres aus dem Gerät herausgezogen und durch einen mit einer neuen Farbrolle versehenen
Farbrollenhalter ersetzt werden.
[0007] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Führungszapfen
am Farbrollenhalter an Seitenflächen eines Stegs angebracht sind, der zwei die Farbrolle
haltende Arme aufweist, die mit den Führungszapfen, dem Farbrollenhalter und dem
Steg im wesentlichen in einer Ebene liegen. Der Steg dient der Versteifung des Farbrollenhalters,
und er ermöglicht es der Bedienungsperson, den Farbrollenhalter so anzufassen, daß
ein unmittelbares Berühren der Farbrolle mit Sicherheit vermieden wird.
[0008] Eine weitere Ausgestaltung besteht darin, daß die Führungsbahn in dem Gerätegehäuse
einen solchen Verlauf hat, daß die Führungszapfen und der sie verbindende Steg aus
der Führungsbahn heraustreten, wenn sich die Klappe in der aufgeklappten Stellung
befindet und die Führungszapfen im Verlauf ihrer Bewegung in der Führungsbahn in den
Bereich der Austrittsöffnung kommen. Der gewählte Verlauf der Führungsbahn gewährleistet,
daß die Führungszapfen und der Steg bei geöffneter Klappe automatisch aus der Führungsbahn
heraustreten. Die Bedienungsperson muß daher nicht erst in das Gerät eingreifen und
die Führungszapfen und den Steg zum Anfassen und Auswechseln des Farbrollenhalters
herausklappen.
[0009] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung beispielshalber erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Handetikettiergeräts nach der Erfindung,
wobei sich die im Verlaufe eines Betätigungszyklus bewegenden Teile in der Ruhestellung
befinden,
Fig. 2 eine Ansicht des Geräts von Figur 1 nach Beginn eines Betätigungszyklus, wenn
das Druckwerk begonnen hat, sich in Richtung zu einem zu bedruckenden Etikett zu
bewegen,
Fig. 3 eine weitere Ansicht des Geräts von Figur 1 im Zeitpunkt des Auftreffens des
Druckwerks auf einem zu bedruckenden Etikett,
Fig. 4 eine ähnliche Ansicht wie in Figur 3, wobei je doch die Frontklappe des Geräts
geöffnet ist,
Fig. 5 eine vergrößerte Ansicht eines Schwenkbügels, der im Gerät den Farbrollenhalter
trägt,
Fig. 6 eine Ansicht des Schwenkbügels von der in Figur 5 mit einem Pfeil gekennzeichneten
Seite her,
Fig. 7 eine Ansicht des Farbrollenhalters mit eingesetzter Farbrolle und
Fig. 8 eine Seitenansicht des Farbrollenhalters von der in Figur 7 mit einem Pfeil
gekennzeichneten Seite her.
[0010] Das in Figur 1 dargestellte Handetikettiergerät dient dazu, Selbstklebeetiketten
zu bedrucken, auszugeben und an Warenartikeln anzubringen. Das Gerät enthält ein
Gehäuse 10, an dem ein Handgriff 12 angebracht ist. An der Gehäuseoberseite befindet
sich eine Halterung 14 zur Aufnahme einer Vorratsrolle 16 eines Trägerbandes 18, auf
dem Selbstklebeetiketten haften. Das Trägerband 18 verläuft im Gerät von der Vorratsrolle
16 aus zunächst nach unten und dann in Richtung zur Vorderseite des Geräts zu einer
Spendkante 20, an der das Trägerband 18 in spitzem Winkel ungelenkt und durch eine
Transportvorrichtung 22 zum Gehäusehinterende geführt wird. Vor der Spendkante 20
ist im Gehäuse eine Andrückrolle 24 drehbar gelagert, mit der ein vom Trägerband
18 abgelöstes, unterhalb der Andrückrolle in der Spendstellung befindliches Etikett
auf einen Warenartikel aufgeklebt werden kann.
[0011] Unterhalb des Handgriffs 12 ist ein Bedienungshebel 26 angebracht, der um eine Achse
28 drehbar gelagert ist. Zwischen dem Handgriff 12 und dem Bedienungshebel 26 befindet
sich eine Feder 30, die den Bedienungshebel stets in die in Figur 1 dargestellte Ruhestellung
zu drücken versucht. Im Gehäuse 10 befindet sich auch ein Druckwerkträger 32, der
ebenfalls um die Achse 28 drehbar gelagert ist. Dieser Druckwerkträger 32 trägt ein
Druckwerk 34, mit dessen Hilfe ein auf einem Drucktisch 36 befindliches Selbstklebeetikett
bedrukt werden kann. Zwischen einem Arm 38 des Bedienungshebels 26 und dem Druckwerkträger
32 ist eine Feder 40 angebracht, die dazu dient, eine gegen den Handgriff 12 gerichtete
Bewegung des Bedienungshebels 26 auf den Druckwerkträger 32 zu übertragen. In der
in Figur 1 dargestellten Ruhestellung wird der Druckwerkträger 32 von einer Anlagefläche
42 am Bedienungshebel 26 in der angehobenen Position gehalten.
[0012] Das Druckwerk 34 weist an seiner dem Drucktisch 36 zugewandten Fläche Drucktypen
44 auf, die mittels einer Einfärbevorrichtung vor jedem Druckvorgang eingefärbt werden
können. Als wichtigsten Bestandteil enthält Einfärbevorrichtung eine Farbrolle 46,
die in einem Farbrollenhalter 48 drehbar gelagert ist. Einzelheiten des Farbrollenhalters
48 werden anschließend unter Bezugnahme auf die Figuren 7 und 8 noch näher erläutert.
Die Farbrollenhalter 48 sitzt seinerseits in einem um eine Achse 50 verschwenkbaren
Bügel 51, dessen Aufbau im Zusammenhang mit den Figuren 5 und 6 noch erläutert wird.
[0013] Am Farbrollenhalter 48 sind zwei Führungszapfen 52 angebracht, die in einer Führungsbahn
54 geführt sind. Die in Figur 1 erkennbare Führungsbahn befindet sich in der Innenfläche
der vom Betrachter aus gesehen rückwärtigen Seitenwand des Gehäuses 10. Eine ebensolche
Führungsbahn 54 befindet sich in der in Figur 1 nicht dargestellten vorderen Seitenwand
des Gehäuses 10. Demgemäß weist der Farbrollenhalter 48 auch zwei Führungszapfen
52 auf, von denen jeweils einer in eine der beiden Führungsbahnen 54 eingreift.
[0014] An der Frontseite des Gehäuses 10 befindet sich eine Frontklappe 56, die um eine
Achse 58 nach vorne in die in Figur 4 dargestellte aufgeklappte Stellung geschwenkt
werden kann. Die Achse 58 ist gleichzeitig auch die Achse, auf der die Andrückrolle
24 gelagert ist. Die Frontklappe 56 ist mit einem zum Gehäuseinneren hin gerichteten
Ansatz 60 versehen, dessen Stirnfläche 62 einen Teil der Führungsbahn 54 bildet.
Wie aus einem Vergleich der Figuren 1 und 4 erkennbar ist, weist die Führungsbahn
54 zur Gerätevorderseite hin eine Austrittsöffnung 64 auf, die in der zugeklappten
Stellung der Frontklappe 56 vom Ansatz 60 verschlossen wird. Der Zweck dieser Austrittsöffnung
64 wird anschließend bei der Beschreibung der Wirkungsweise des beschriebenen Geräts
noch ersichtlich.
[0015] Zwischen dem Bedienungshebel 26 und dem Schwenkbügel 51 ist eine Schubstange 66 angebracht,
die mit Hilfe einer Feder 68 in Richtung zu einem Zapfen 70 am Bedienungshebel 26
vorgespannt ist. Die Schubstange 66 ist an dem im Bereich des Bügels 51 liegenden
Endes als Zahnstange ausgebildet. Der Bügel 51 weist ein Ritzel 72 auf, das mit den
Zähnen des Zahnstangenendes der Schubstange 66 in Eingriff steht. Aus der Darstellung
von Figur 1 ist ersichtlich, daß der Bügel 51 aus der dargestellten Ruhestellung
im Uhrzeigersinn um die Achse 50 verschwenkt wird, wenn sich die Schubstange 66 nach
links verschiebt.
[0016] In den Figuren 5 und 6 ist der den Farbrollenhalter 48 tragende Bügel 51 genauer
dargestellt. Der Bügel 51 weist zwei Arme 75, 76 auf, die durch einen Steg 78 miteinander
verbunden sind. An der Innenseite weisen die Arme 74, 76 im Bereich des Stegs 78 zwei
Zapfen 80, 82 auf, die der Lagerung des Farbrollenhalters 48 dienen. An den in Figur
5 oben liegenden Enden befinden sich an den Armen 74, 76 Lagerbuchsen 84, 86, mit
deren Hilfe der Bügel 51 auf Zapfen drehbar gelagert werden kann, die in den Innen
flächen der Gehäuseseitenwände angebracht sind. An einem Teil der Außenumfangsfläche
der Lagerbuchse 84 sind die das Ritzel 72 bildenden Zähne angebracht.
[0017] Die Führungszapfen 52, 53 sind nach Figure 7 am Farbrollenhalter 48 so angebracht,
daß sie an Armen 88 bzw. 90 seitlich abstehen. Die Arme 88, 90 sind mittels eines
Stegs 92 verbunden. Die Farbrolle 46 wird zwischen den Armen 88, 90 des Farbrollenhalters
48 festgehalten; sie weist zwei Achszapfen 94, 96 auf, die in Figur 7 gestrichelt
dargestellt sind und die jeweils in ein entsprechendes Loch 98 im zugehörigen Arm
88, 90 des Farbrollenhalters 48 eingreifen.
[0018] An der Außenfläche der Arme 88, 90 befinden sich im Bereich ihrer in Figur 7 unteren
Enden Ausnehmungen 100 und 102, die so geformt sind, daß sie über die Zapfen 80, 82
am Bügel 51 gesteckt werden können.
[0019] Ein Betätigungszyklus des in seinem Aufbau oben beschriebenen Handetikettiergeräts
läuft wie folgt ab:
[0020] Wenn der Bedienungshebel 26 ausgehend von der in Figur 1 dargestellten Ruhestellung
gegen die Wirkung der Feder 30 in Richtung zum Handgriff 12 gezogen wird, wird die
gegen den Uhrzeigersinn um die Achse 28 erfolgende Bewegung des Bedienungshebels
26 mittels des Arms 38 und der Feder 40 auf den Druckwerkträger 32 übertragen. Der
Druckwerkträger 32 dreht sich daher ebenfalls gegen den Uhrzeigersinn um die Achse
28 und senkt dabei das Druckwerk 34 in Richtung gegen den Drucktisch 36 ab. Über eine
nicht dargestellte Hebelverbindung wird die Transportvorrichtung 22 dabei aufgrund
der Bewegung des Druckwerkträgers 32 in der Ansicht von Figur 1 längs des Trägerbandes
18 nach links verschoben.
[0021] Wie die Transportvorrichtung 22 in einzelnen aufgebaut ist, ist hier nicht von Bedeutung;
sie soll lediglich bewirken, daß im Verlauf jedes Betätigungszyklus des Geräts das
Trägerband genau um einen einer Etikettenbreite entsprechenden Transportschritt um
die Spendkante 20 gezogen wird, so daß bei jedem Betätigungszyklus ein Selbstklebeetikett
auf dem Drucktisch 36 in eine Druckposition gelangt. Eine Transportvorrichtung, die
für diesen Zweck verwendet werden kann, ist beispielsweise in der DE-PS 32 00 977
beschrieben.
[0022] Aufgrund der Absenkbewegung des mit dem Druckwerkträger 32 verbundenen Druckwerks
34 übt das Druckwerk 34 auf den Bügel 51 ein Drehmoment aus, das den Bügel 51 im Uhrzeigersinn
verschwenkt. Im Verlauf dieser Schwenkbewegung des Bügels 51 wälzt sich die Farbrolle
46 auf den Drucktypen 44 ab, so daß diese eingefärbt werden, Gleichzeitig verschieben
sich die Führungszapfen 52 und 53 in der Führungsbahn 54 in Richtung zur Gerätefrontseite.
Sobald der Bügel 51 eine Lage erreicht hat, in der die Bewegungsrichtung des Druckwerks
34 genau tangential zur Verbindungslinie zwischen der Achse 50 des Bügels 51 und
der Achse der Farbrolle 46 verläuft, kann das Druckwerk 34 kein Drehmoment mehr auf
den Bügel 51 ausüben, so daß ein blockierter Zustand erreicht würde, wenn nicht die
Schubstange 66 wegen des Eingriffs am Ritzel 72 für ein weiteres Verschwenken des
Bügels 51 sorgen würde. Der am oberen Ende des Bedienungshebels 26 angebrachte Zapfen
70 bewirkt durch seinen Eingriff an der Schubstange 66 dafür, daß diese sich in Richtung
zur Frontseite des Geräts verschiebt, so daß demgemaß auch der Bügel 51 im Uhrzeigersinn
weiterbewegt wird. Die Stellung, in der die Schubstange 66 beginnt, den Bügel 51
weiterzubewegen, ist in Figur 2 dargestellt.
[0023] Schließlich wird der Bügel mit dem daran angebrachten Farbrollenhalter soweit verschwenkt,
daß sich das Druckwerk 34 ungehindert nach unten in Richtung zu dem auf dem Drucktisch
36 befindlichen Etikett bewegen kann. Figur 3 zeigt den Zeitpunkt des Betätigungszyklus,
zu dem die Drucktypen auf dem auf dem Drucktisch 36 befindlichen Etikett auftreffen
und den gewünschten Abdruck erzeugen. Die Führungszapfen 52, 53 befinden sich dabei
am Ende der Führungsbahn 54.
[0024] Die Transportvorrichtung 22 nimmt zu diesem Zeitpunkt nach Figur 3 ihre am weitesten
links liegende Position ein. Sobald der Bedienungshebel 26 losgelassen wird, bewegt
sich die Transportvorrichtung 22 wieder nach rechts in ihre in Figur 1 dargestellte
Ausgangslage zurück, jedoch steht sie während dieser Rückwärtsbewegung fest mit dem
Trägerband 18 in Verbindung, so daß sie dieses um die Spendkante 20 zieht. Bei dieser
Bewegung des Trägerbandes 18 löst sich das soeben bedruckte Selbstklebeetikett vom
Trägerband ab und gelangt in eine Position unterhalb der Andrückrolle 24, in der es
an einem Gegenstand angebracht werden kann.
[0025] Wenn sich der Bedienungshebel 26 wieder in seine in Figur 1 dargestellte Ruhestellung
zurückbewegt, hebt sich das Druckwerk 34 wieder vom Drucktisch 36 ab, und die Feder
68 sorgt über ihren Eingriff an der Schubstange 66 und deren Einwirkung auf das Ritzel
72 dafür, daß auch der Bügel 51 den Farbrollenhalter wieder in die Ausgangslage von
Figur 1 zurückbewegt.
[0026] In Figur 4 ist das beschriebene Gerät bei aufgeklappter Frontklappe dargestellt.
Die Frontklappe 56 muß aufgeklappt werden, wenn die Farbrolle 46 ausgewechselt werden
soll. Als Vorbereitung des Auswechselvorganges wird die Frontklappe 56 in die in
Figur 4 dargestellte Position gebracht. Anschließend wird der Bedienungshebel 26
gegen den Handgriff 12 gezogen, bis das Druckwerk 34 auf dem Druck tisch 36 aufschlägt.
Da bei aufgeklappter Frontklappe 56 die Austrittsöffnung 64 der Führungsbahn 54 offen
ist, können sich die Führungszapfen 52, 53 im Verlauf ihrer Verschiebebewegung durch
die Austrittsöffnung 64 aus der Führungsbahn 54 heraus in die in Figur 4 dargestellte
Lage bewegen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel treten die Führungszapfen 52, 53
aufgrund von Zentrifugalkräften automatisch aus der Führungsbahn 54 heraus, wenn der
Bedienungshebel 26 bei geöffneter Frontklappe 56 angezogen wird und der Farbrollenhalter
48 zusammen mit der Farbrolle 46 mit relativ hoher Geschwindigkeit bewegt werden.
Die Bedienungsperson kann in dieser Lage den Steg 92 des Farbrollenhalters 48 erfassen
und den Farbrollenhalter 48 mit der in ihm drehbar gelagerten Farbrolle 46 aus dem
Bügel 51 herausheben. Vorzugsweise bilden der Farbrollenhalter 48 und die Farbrolle
46 eine komplette Austauscheinheit, so daß es nicht erforderlich ist, in den Farbrollenhalter
eine neue Farbrolle einzusetzen, sondern es wird einfach eine neue Baueinheit aus
einem Farbrollenhalter und einer Farbrolle in den Bügel 51 eingesetzt. Nach dem Einsetzen
wird der Farbrollenhalter 48 so verschwenkt, daß er die in Figur 3 dargestellte Lage
einnimmt, in der die Führungszapfen 52, 53 in der Führungsbahn 54 liegen, worauf dann
der Bedienungshebel 26 losgelassen wird, was dazu führt, daß sich der Farbrollenhalter
48 mit der Farbrolle 46 in die Position von Fig. 1 zurückbewegen. Anschließend wird
die Frontklappe 56 geschlossen, so daß der Ansatz 60 die Austrittsöffnung 64 wieder
verschließt. Dadurch ist auch die Führungsbahn 54 wieder geschlossen, so daß der
Farbrollenhalter 48 wieder über die Führungszapfen 52, 53 geführt und sicher im Gerät
festgehalten wird.
[0027] Wie oben bereits erwähnt wurde, ist in der Innenfläche jeder Seitenwand des Gehäuses
10 eine Führungsbahn 54 angebracht, so daß demgemäß auch zwei Austrittsöffnungen
64 vorhanden sind. Die Frontklappe 56 ist somit auch mit zwei Ansätzen 60 ausgestattet,
von denen jeweils einer eine der Austrittsöffnungen 64 verschließt.
[0028] Bei der beschriebenen Ausgestaltung des Handetikettiergeräts ist dafür gesorgt,
daß trotz einer sicheren Lagerung und Führung des Farbrollenhalters und der Farbrolle
im Gerät und der Erzielung einer einwandfreien Einfärbung der Drucktypen am Druckwerk
das Herausnehmen einer verbrauchten Farbrolle und das Einsetzen einer neuen Farbrolle
sehr einfach durchgeführt werden kann, ohne daß die Gefahr besteht, daß sich die Bedienungsperson
dabei die Finger mit der schwer entfernbaren Druckfarbe beschmutzt.
1. Handetikettiergerät zum Bedrucken, Ausgeben und Anbringen von Selbstklebeetiketten
an Gegenständen im Verlauf eines Betätigungszyklus, mit einem in einem Gerätegehäuse
untergebrachten Druckwerk mit Drucktypen zum Erzeugen eines Aufdrucks auf einem in
einer Druckposition befindlichen Selbstklebeetikett, einer Transportvorrichtung,
die die Selbstklebeetiketten nacheinander in die Druckposition und in die Position
zum Anbringen an den Gegenständen bringt, und einer Einfärbevorrichtung zum Einfärben
der Drucktypen des Druckwerks vor jedem Druckvorgang, die eine auf den Drucktypen
des Zugwerks abwälzbare Farbrolle enthält, die in einem Farbrollenhalter drehbar
gelagert ist, der während des Abwälzens der Farbrolle auf den Drucktypen mittels
parallel zur Farbrolle verlaufender Führungszapfen in einer Führungsbahn im Gehäuse
geführt ist. dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbahn (54) eine Austrittsöffnung
(64) für die Führungszapfen (52, 53) am Farbrollenhalter (48) aufweist und daß das
Gerätegehäuse (10) mit einer zwischen einer zugeklappten und einer aufgeklappten Stellung
verschwenkbaren Klappe (56) versehen ist, an der wenigstens ein Ansatz (60) angebracht
ist, der in der zugeklappten Stellung der Klappe (56) die Austrittsöffnung (64) der
Führungsbahn (54) verschließt.
2. Handetikettiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungszapfen
(52, 53) am Farbrollenhalter (48) an Seitenflächen eines Stegs (92) angebracht sind,
der zwei die Farbrolle (46) haltende Arme (88, 90) aufweist, die mit den Führungszapfen
(52, 53) dem Farbrollenhalter (48) und dem Steg (92) im wesentlichen in einer Ebene
liegen.
3. Handetikettiergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbahn
(54) in dem Gerätegehäuse (10) einen solchen Verlauf hat, daß die Führungszapfen (52,
53) und der sie verbindende Steg (92) aus der Führungsbahn (54) heraustreten, wenn
sich die Klappe (56) in der aufgeklappten Stellung befindet und die Führungszapfen
(52, 53) im Verlauf ihrer Bewegung in der Führungsbahn (54) in den Bereich der Austrittsöffnung
(64) kommen.