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(11) |
EP 0 285 081 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.11.1990 Patentblatt 1990/46 |
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Anmeldetag: 28.03.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D21G 1/02 |
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Beheizbare Glättwerk- oder Kalanderwalze
Heated smoothing or calander rollers
Rouleau chauffé pour calandre ou appareil de lissage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE GB IT LI SE |
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Priorität: |
02.04.1987 DE 3711027 14.05.1987 DE 3716223
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.10.1988 Patentblatt 1988/40 |
| (73) |
Patentinhaber: Schwäbische Hüttenwerke
Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
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D-73414 Aalen (DE) |
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Erfinder: |
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- Neuhöffer, Hans-Friedrich
D-7923 Königsbronn (DE)
- Vomhoff, Erich
D-7923 Königsbronn (DE)
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Vertreter: Schwabe - Sandmair - Marx |
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Stuntzstrasse 16 81677 München 81677 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 158 220 GB-A- 861 188 US-A- 3 447 600
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FR-A- 2 438 706 GB-A- 2 175 670
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine beheizbare Glättwerk-oder Kalanderwalze der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
[0002] Eine solche Walze geht aus der EP-A 0 158 220 hervor und weist einen Walzenkörper,
periphere Bohrungen in dem Walzenkörper für den Durchfluß eines fluiden Wärmeträgers,
einen Flanschzapfen für jedes Ende des Walzenkörpers, einen an dem Flanschzapfen stirnseitig
innerhalb des Mantelbereichs des Walzenkörpers abgesetzten Ansatz, der in eine entsprechende
Ausnehmung des Walzenkörpers eingreift, weiterhin Zu- bzw. Abführleitungen für den
fluiden Wärmeträger in mindestens einem Flanschzapfen sowie Aussparungen für die Verteilung
des fluiden Wärmeträgers von den Zuführleitungen auf die peripheren Bohrungen und
von den peripheren Bohrungen auf die Abführleitungen auf.
[0003] Dabei geht von den die Aussparungen begrenzenden Bereichen der Stirnflächen eine
Schar entlang von Mantellinien eines Kegelstumpfes divergierenden Bohrungen aus, die
jeweils in eine der peripheren Bohrungen einmünden; außerhalb dieser Einmündungen
sind die peripheren Bohrungen beidseitig durch Verschlußstopfen geschlossen, so daß
sich an diesen Verschlußstopfen eine Anströmung des fluiden Wärmeträgers und damit
eine Störung der Strömung ergibt, die wiederum zu ungleichmäßigen Wärmeübergängen
führt.
[0004] Außerdem läßt die Wärmeisolierung zwischen den Walzenkörpern und den Flanschzapfen
zu wünschen übrig; denn wie beispielsweise bereits in der DE-A 3 518 808 erläutert
wird, muß die Wärmeausdehnung der Flanschzapfen einerseits und des Walzenkörpers andererseits
so angepaßt werden, daß eine gezielte Verformung der beiden Lagerzapfen erreicht und
dadurch beispielsweise der sogenannte "Oxbow-Effekt" kompensiert wird. Entsprechendes
gilt auch für die Ausführungsform einer solchen beheizbaren Glättwerk- oder Kalanderwalze,
bei der die von den Mündungen der peripheren Bohrungen umschlossenen Bereiche der
Stirnflächen des Walzenkörpers unter Bildung jeweils eines bis zu den Mündungen der
peripheren Bohrungen reichenden Spaltes bzw. einer Aussparung gegen die gegenüberliegenden
Grundflächenbereiche der Flanschzapfen zurücktreten; zentrale Zu- und Abführleitungen
führen jedoch jeweils bis zu diesen Aussparungen; dadurch soll die Beheizung exakt
vorgegebener Mantelbereiche des Walzenkörpers möglich sein.
[0005] Ein weiteres Problem bei diesen Glättwerk- oder Kalanderwalzen liegt darin, daß die
Stirnfläche des Walzenkörpers zur Ausbildung der Aussparung bearbeitet, beispielsweise
ausgefräst oder ausgedreht werden muß. Die so geschaffenen Aussparungen befinden sich
dann in einem Bereich des Walzenkörpers, in dem seine Eigenspannungen einen kritischen
Wert haben, so daß jeder Eingriff in diesen Bereich des Walzenkörpers zu einer Erhöhung
der Bruchgefahr führt. Es ist deshalb eine Vielzahl von Fällen bekannt geworden, bei
denen in der üblichen Weise gegossene Walzenkörper, die in der Mitte aus Grauguß und
in dem Randbereich aus Weißguß bestehen, bei der Einfräsung solcher Aussparungen in
die Stirnflächen des Walzenkörpers reißen und dadurch unbrauchbar werden.
[0006] Aus der GB-A 861 188 geht eine Glättwerk- oder Kalanderwalze hervor, bei der die
Zentralbohrung im Walzenkörper mit einer konischen Aussparung in der Stirnfläche jedes
Flanschzapfens fluchtet, die wiederum in eine zentrale Bohrung im Flanschzapfen übergeht.
Durch diese Bohrungen wird erwärmte Druckluft in das Innere der Walze geleitet.
[0007] Eine ähnliche Walzenkonstruktion mit einer Aussparung in der Stirnfläche des bzw.
jedes Flanschzapfens geht aus der FR-A 2 438 706 hervor. Dabei handelt es sich jedoch
in beiden Fällen um andere Walzentypen, insbesondere ohne periphere Bohrungen im Walzenkörper
für den Durchfluß eines fluiden Wärmeträgers.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine beheizbare Glättwerk- oder Kalanderwalze
der angegebenen Gattung zu schaffen, die insbesondere in ihrem empfindlichen Randbereich
in den Stirnflächen des Walzenkörpers sehr stabil ist, so daß auch bei langem Betrieb
bei erhöhten Temperaturen der Walzenkörper keine Risse oder gar Brüche zeigt.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0010] Zweckmäßige Ausführungsformen werden durch die Merkmale der Unteransprüche definiert.
[0011] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen zunächst darauf, daß die mechanische,
insbesondere spanabhebende Bearbeitung der Stirnflächen des Walzenkörpers sehr gering
ist, wobei angestrebt wird, mit Ausnahme der Ausbildung der peripheren Bohrungen gar
keine mechanische Bearbeitung vorzunehmen.
[0012] So ist es beispielsweise möglich, nur eine kleine, zentrale Aussparung mit einer
Schulter zu verwenden, die zusammen mit der zugehörigen winzigen Aussparung in der
Stirnfläche des Walzenkörpers zur Führung beim Ein- bzw. Ausbau des Walzenkörpers
dient, während der überwiegende Teil der Aussparung sich in der entsprechenden Stirnfläche
des Flanschzapfens befindet.
[0013] Außerdem müssen aufgrund der radialen Erstreckung der Aussparung bis auf die Höhe
der peripheren Bohrungen keine Schrägbohrungen mehr vorgesehen werden, die die Verbindung
zwischen der zentralen Aussparung und den peripheren Bohrungen herstellen, wie es
aus der EP-A 0 158 220 bekannt ist.
[0014] Gleichzeitig ergibt sich eine sehr gleichmäßige Strömung von dem zentralen Kanal
in dem bzw. jeden Flanschzapfen über die strömungsgünstige Form der Aussparung zu
den peripheren Bohrungen, wie sie mit den bekannten Maßnahmen nicht erreicht werden
kann.
[0015] Und schließlich läßt sich so auf konstruktiv einfache Weise eine sehr gute Wärmeisolierung
erreichen, nämlich durch Isolationshülsen aus einem wärmedämmenden Material, die von
der Stirnfläche her in die peripheren Bohrungen gesteckt werden können. Die Längen
dieser Isolationshülsen lassen sich auf die jeweils angestrebten Betriebsbedingungen
abstimmen; denn durch Auswahl solcher Isolationshülsen in einer bestimmten Länge läßt
sich in diesem Bereich ein genau definierter Wärmeübergang zwischen dem Walzenkörper
und dem Flanschzapfen erzielen, um beispielsweise den Oxbow-Effekt zu kompensieren.
[0016] Außerdem wird durch diese räumliche Ausgestaltung des Übergangsbereiches zwischen
Walzenkörper und Flanschzapfen eine sehr gute Wärmeisolierung in diesem Bereich möglich,
indem die Innenflächen der Aussparungen mit einem Isolaltionsmaterial ausgekleidet
werden, beispielsweise aus einem wärmeisolierenden Kunststoff; diese Wärmeisolierung
kann sich über die gesamte Innenfläche der Zu- und/oder Abführleitungen in den Flanschzapfen
und über die Flächen der Aussparung erstrecken.
[0017] Selbstverständlich ist zwischen den Anlageflächen von Flanschzapfen einerseits und
Walzenkörper andererseits ebenfalls eine Wärmeisolierung vorgesehen, wie es bereits
aus der DE-A 3 518 808 bekannt ist.
[0018] Dieses Prinzip kann sowohl bei Mittelwalzen als auch bei Antriebswalzen eingesetzt
werden; bei Mittelwalzen stehen beide Flanschzapfen für die Durchführung des fluiden
Wärmeträgers zur Verfügung, so daß bei dieser Konstruktion keine zentrale Bohrung
im Walzenkörper erforderlich ist. In aller Regel werden jedoch alle Walzenkörper mit
einer zentralen Bohrung hergestellt, so daß bei der Verwendung als Mittelwalze die
zentrale Bohrung des Walzenkörpers verschlossen werden kann. Zu diesem Zweck wird
an der Stirnfläche des Walzenkörpers auf beiden Seiten ein Verteilerkörper angebracht,
beispielsweise angeschraubt, der das Eindringen des fluiden Wärmeträgers in die zentrale
Bohrung verhindert. Dieser Verteilerteller kann mit strömungsleitenden Schaufeln versehen
werden, die zur Umleitung der Strömung von den Zu- und Abführleitungen für den fluiden
Träger in mindestens einem Flanschzapfen zu den bzw. aus den peripheren Bohrungen
dienen; diese Schaufeln sind so angeordnet, daß sie den einlaufenden Wärmeträger in
Umfangsrichtung bescheunigen und den auslaufenden Wärmeträger aus seiner Umfangsgeschwindigkeit
abbremsen, um dadurch eine gleichmäßige, wirbelfreie Strömung zu gewährleisten.
[0019] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen näher edäutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Detailschnitt durch den oberen Teil des linken Endes einer Mittelwalze,
und
Fig. 2 eine ähnliche Ansicht der Heizseite einer Antriebswalze.
[0020] Fig. 1 zeigt eine allgemein durch das Bezugszeichen 10 angedeutete Mittelwalze, die
einen zylindrischen Walzenkörper 12 und an den beiden Seiten jedes Walzenkörpers 12
einen Flanschzapfen 14 aufweist, von denen nur der linke Flanschzapfen aus der Figur
ersichtlich ist. Der Flanschzapfen 14 ist mittels einer Schraube 18 an der Stirnfläche
des Walzenkörpers 12 befestigt; zwischen den beiden, aneinanderliegenden Stirnflächen
von Flanschzapfen 14 und Walzenkörper 12 ist eine Wärmedämmschicht 20 angeordnet,
wie es bereits aus der DE-OS 3 518 808 bekannt ist.
[0021] Auf der äußeren Zylinderfläche des Walzenkörpers 12 ist eine zu behandelnde Bahn
16 angedeutet, beispielsweise eine Papierbahn.
[0022] Der Walzenkörper 12 weist eine axial verlaufende, zentrale Bohrung 36 sowie mehrere,
in gleichen Winkelabständen unter seiner Mantelfläche angeordnete periphere Bohrungen
35 auf. Es können beispielsweise acht oder sechzehn periphere Bohrungen 35 vorgesehen
werden, die sich über die gesamte axiale Länge des Walzenkörpers 12 erstrecken.
[0023] Die Stirnfläche des Walzenkörpers 12 verläuft weitgehend plan und weist nur eine
kleine Schulter 13 beim Übergang von dem zentralen Bereich der Stirnfläche auf die
äußere Anlagefläche für den Flanschzapfen auf, wo sich die Wärmedämmschicht 20 befindet.
[0024] Radial innerhalb dieser Schulter ragt in axialer Richtung ein abgesetzter Ansatz
9 des Flanschenzapfens 14 Dieser axial flach abgesetzte Anatz 9 erstreckt sich radial
nach außen bis über die radiale Höhe der peripheren Bohrungen 35 hinaus.
[0025] Der Flanschzapfen 14 ist ebenfalls mit einer zentralen Bohrung 15 versehen, die mit
der zentralen Bohrung 36 in dem Walzenkörper 12 fluchtet, jedoch einen etwas kleineren
Innendurchmesser hat; die gemäß der Darstellung in Fig. 1 rechte Stirnfläche des Flanschzapfens
14 ist mit einer Aussparung versehen, die etwa am Rand der zentralen Bohrung 15 beginnt
und sich radial nach außen erstreckt; der radial äußere Rand der Aussparung 17 fluchtet
mit dem radial äußeren Rand der peripheren Bohrungen 35.
[0026] Sowohl die zentrale Bohrung 15 des Flanschzapfens 14 als auch die flanschzapfenseitige
Wand der Aussparung 17 und die Mündung der peripheren Bohrungen 35 sind mit Wärmedämmschichten
versehen, nämlich mit einer Hülse 22 aus wärmedämmendem Material, die die zentrale
Bohrung 15 auskleidet, wärmedämmenden Auskleidungen 24 und 26 für die Aussparung 17
und schließlich eine Hülse 38 wärmedämmendem Material, die in die Mündung der peripheren
Bohrung 35 eingesetzt ist. Die Länge dieser Hülse 38 kann an die gewünschten Betriebsbedingungen
angepaßt und dadurch ein definierter Wärmeübergang in diesem Bereich erreicht werden.
[0027] Da bei einer Mittelwalze beide Flanschzapfen 14 für die Zu- bzw. Abfuhr des fluiden
Wärmeträgers zur Verfügung stehen, wird die zentrale Bohrung 36 für die Leitung des
fluiden Wärmeträgers nicht benötigt. In vielen Fällen kann es zwar zweckmäßig sein,
auch die zentrale Bohrung 36 mit dem fluiden Wärmeträger, im allgemeinen OI oder Wasser,
zu füllen; ist dies nicht der Fall, so kann die zentrale Bohrung 36 mittels einer
Verteilerplatte 28 verschlossen werden, die an dem zentralen Bereich der Stirnfläche
des Walzenkörpers 12, selbstverständlich unter Aussparung der peripheren Bohrungen
35, anliegt und mittels einer Schraube 32 gehalten ist, die in die gegenüberliegende
Stirnwand des Flanschzapfens 14 eingeschraubt ist.
[0028] Zwischen der Verteilerplatte 28 und der Stirnfläche des Walzenkörpers 12 ist eine
Platte 39 aus wärmedämmendem Material angeordnet, um auch hier den Wärmeübergang von
dem Walzenkörper 12 auf den Flanschzapfen 14 zu verringern. Die Platte 39 deckt auch
die Mündung der zentralen Bohrung 36 ab.
[0029] O-Ringe 34 dichten den Spalt zwischen der Verteilerplatte 28 und der Stirnfläche
des Walzenkörpers 12 ab. Auf die Verteilerplatte 28 sind strömungsleitende Schaufeln
30 aufgeschweißt, von denen in Fig. 1 nur eine Schaufel dargestellt ist. Diese Schaufeln
30 sind so angeordnet, daß sie den einlaufenden Wärmeträger in Umfangsrichtung beschleunigen
und den auslaufenden Wärmeträger aus seiner Umfangsgeschwindigkeit abbremsen und stehen
radial in den Strömungsraum, nämlich in die Aussparung 17 vor.
[0030] Geht man bei der Mittelwalze nach Fig. 1 davon aus, daß die Zuführung des fluiden
Wärmeträgers durch die zentrale Bohrung 15 des Flanschzapfens 14 erfolgt, so ergibt
sich ein Strömungsverlauf für den fluiden Wärmeträger von der zentralen Bohrung 15
über die Aussparung 17, die auf einer Seite durch die plane Verteilerplatte 28 und
auf der anderen Seite durch eine Ausfräsung bzw. Eindrehung in der Stirnwand des Flanschzapfens
14 begrenzt wird, zu den peripheren Bohrungen 35, wobei die Schaufeln 30 die erläuterte
strömungsführende Funktion übernehmen. Diese Strömung ist also weitgehend wirbelfrei,
so daß sich definierte Strömungs- und damit auch Temperaturbedingungen ergeben.
[0031] Auf der nicht dargestellten Seite verläuft die Strömung von den Bohrungen 35 über
die Aussparung 17 zu der Bohrung 15 in dem anderen Flanschzapfen 14 nach außen.
[0032] Die Figur 2 zeigt die Heizseite einer Antriebswalze, bei der ein Flanschzapfen für
die Kupplung mit der Antriebseinrichtung benötigt wird; in diesem Fall muß die zentrale
Bohrung 36 für die Rückführung des fluiden Wärmeträgers benutzt werden.
[0033] Bei einer solchen Antriebswalze ist in die zentrale Bohrung 15 des Flanschzapfens
14 ein Rohr 40 eingesetzt, das koaxial zur Wand der zentralen Bohrung 15 verläuft
und in die zentrale Bohrung 36 des Walzenkörpers 12 mündet.
[0034] Bei einer solchen Ausführungsform wird der fluide Wärmeträger auf der dargestellten
Heizseite beispielsweise durch den ringförmigen Spalt zwischen dem Rohr 40 und der
Innenwand der zentralen Bohrung 15 zugeführt und über die Aussparung 17 nach außen
zu den peripheren Bohrungen 35 umgeleitet, die in Fig. 2 nicht dargestellt sind.
[0035] Auf der gegenüberliegenden Antriebsseite wird der fluide Wärmeträger von den peripheren
Bohrungen 35 über eine entsprechende Aussparung 17 in der Stirnfläche des Flanschzapfens
14 der zentralen Bohrung 36 des Walzenkörpers 12 zugeführt und strömt durch diese
zentrale Bohrung 36 zurück, bis sie schließlich durch das Rohr 40 auf der Heizseite
der Antriebswalze weidergeleitet wird.
[0036] In das dem Flanschzapfen 14 zugewandte Ende der zentralen Bohrung 36 des Walzenkörpers
ist eine Hülse 41 aus wärmedämmendem Material eingesetzt, die in diesem Bereich den
Wärmeübergang von dem fluiden Wärmeträger in der zentralen Bohrung 36 zu dem Walzenkörper
und damit zu dem Flanschzapfen 14 verringert.
1. Beheizbare Glättwerk- oder Kalanderwalze
a) mit einem Walzenkörper (12),
b) mit peripheren Bohrungen (35) in dem Walzenkörper (12) für den Durchfluß eines
fluiden Wärmeträgers,
c) mit einem Flanschzapfen (14) für jedes Ende des Walzenkörpers (12),
d) mit einem an den Flanschzapfen (14) stirnseitig innerhalb des Mantelbereiches des
Walzenkörpers (12) abgesetzten Ansatz (9), der in eine entsprechende Ausnehmung des
Walzenkörpers (12) eingreift,
e) mit Zu- bzw. Abführleitungen (15) für den fluiden Wärmeträger in mindestens einem
Flanschzapfen (14), und
f) mit Aussparungen für die Verteilung des fluiden Wärmeträgers von den Zuführleitungen
(15) auf die peripheren Bohrungen (35) und von den peripheren Bohrungen (35) auf die
Abführleitungen (35), gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
g) die Aussparungen (17) befinden sich in der Stirnfläche des bzw. jedes Flanschzapfens
(14) und sind auf der gegenüberliegenden Seite durch die plane Stirnfläche des Walzenkörpers
(12) begrenzt;
h) die Aussparung (17) in der Stirnfläche des bzw. jedes Flanschzapfens (14) erstreckt
sich von einer zentralen Bohrung (15) in dem bzw. jedem Flanschzapfen (14) radial
nach außen bis auf die radiale Höhe der peripheren Bohrungen (35); und
i) die axial flach abgesetzten Ansätze (9) erstrecken sich radial nach außen bis über
die radiale Höhe der peripheren Bohrungen (35) hinaus, die in den entsprechend axial
flachen Ausnehmungen des Walzenkörpers (12) angeordnet sind.
2. Beheizbare Glättwerk- oder Kalanderwalze nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die zentrale Bohrung (15) des Flanschzapfens (14) auf der Heizseite
einer Antriebswalze ein koaxiales, inneres Rohr (40) für die Leitung des fluiden Wärmeträgers
aufweist, das mit einer zentralen Bohrung (36) des Walzenkörpers (12) in Verbindung
steht.
3. Beheizbare Glättwerk- oder Kalanderwalze nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß bei einer Mittelwalze die zentrale Bohrung (36) im Walzenkörper
(12) mittels Verteilerplatten (28) verschlossen ist.
4. Beheizbare Glättwerk- oder Kalanderwalze nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch
einen O-Ring zwischen der Verteilerplatte (28) und der Stirnwand des Walzenkörpers
(12).
5. Beheizbare Glättwerk- oder Kalanderwalze nach einem der Ansprüche 3 oder 4 dadurch
gekennzeichnet, daß die Verteilerplatte (28) über Schrauben (32) an dem Flanschzapfen
(14) angebracht ist.
6. Beheizbare Glättwerk- oder Kalanderwalze nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der dem Flanschzapfen (14) zugewandten Seite der Verteilerplatte
(28) strömungsleitende Schaufeln (30) angebracht, beispielsweise aufgeschweißt, sind,
die den einlaufenden Wärmeträger in Umfangsrichtung beschleunigen und den auslaufenden
Wärmeträger aus seiner Umfangsgeschwindigkeit abbremsen.
7. Beheizbare Glättwerk- oder Kalanderwalze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwei, radial in die Aussparung (17) vorstehende Schaufeln (30) vorgesehen
sind.
8. Beheizbare Glättwerk- oder Kalanderwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß in die Mündungen der peripheren Bohrungen (35) Isolationshülsen
(38) aus einem wärmedämmenden Material, insbesondere einem Kunststoff, eingesetzt
sind.
9. Beheizbare Glättwerk- oder Kalanderwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die zentrale Bohrung (15) in dem bzw. jedem Flanschzapfen (14)
und/oder die flanschzapfenseitige Wand der Aussparungen (17) mit einer Verkleidung
(22, 24, 26) aus einem wärmedämmenden Material, insbesondere einem Kunststoff, versehen
sind.
10. Beheizbare Glättwerk- oder Kalanderwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Platte (39) aus wärmedämmendem Material zwischen der Verteilerplatte
(28) und der Stirnwand des Walzenkörpers (12) angeordnet ist.
11. Beheizbare Glättwerk- oder Kalanderwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß bei einer Antriebswalze eine Isolationshülse (40) aus wärmedämmendem
Material, insbesondere einem Kunststoff, in das dem Flanschzapfen (14) zugewandte,
offene Ende der zentralen Bohrung (36) des Walzenkörpers (12) eingesetzt ist.
1. A heatable glazing roll or calender roll
a) having a roll body (12);
b) having peripheral bores (35) in the roll body (12) for a fluid heat carrier to
flow through;
c) having a flanged journal (14) for each end of the roll body (12);
d) having an offset projection (9) on the end face of the flanged journal (14), inside
the cylindrical surface region of the roll body (12), which projection engages in
a corresponding recess in the roll body (12);
e) having feed or discharge ducts (15) for the fluid heat carrier in at least one
flanged journal (14); and
f) having reliefs for the distribution of the fluid heat carrier form the feed ducts
(15) to the peripheral bores (35) and from the peripheral bores (35) to the discharge
ducts (15); characterised by the following features:
g) the reliefs (17) are in the end face of the or each flanged journal (14) and are
bounded at the opposite side by the plane end face of the roll body (12);
h) the relief (17) in the end face of the or of each flanged journal (14) extends
from a central bore (15) in the or in each flanged journal (14) radially outwards
to the radial height of the peripheral bores (35); and
i) the axially flatly offset projections (9) extend radially outwards to above the
radial height of the peripheral bores (35) which are arranged in the correspondingly
axially flat recesses in the roll body (12).
2. A heatable glazing roll or calender roll according to Claim 1 characterised in
that the central bore (15) in the flanged journal (14) at the heating side of a drive
roll has a coaxial inner tube (40) to convey the fluid heat carrier, which tube is
in communication with a central bore (36) in the roll body (12).
3. A heatable glazing roll or calender roll according to either one of Claims 1 or
2, characterised in that, in a middle roll, the central bore (36) in the roll body
(12) is closed by means of distributor plates (28).
4. A heatable glazing roll or calender roll according to Claim 3, characterised by
a O-ring between the distributor plate (28) and the end wall of the roll body.
5. A heatable glazing roll or calender roll according to either one of Claims 3 or
4, characterised in that the distributor plate (28) is fitted to the flanged journal
(14) by means of screws (32).
6. A heatable glazing roll or calender roll according to any one of Claims 3 to 5,
characterised in that flow-controllling blades (30) are fitted, for example welded,
onto the side of the distributor plate (28) adjacent to the flanged journal (14),
which blades accelerate the incoming heat carrier in the circumferential direction
and brake the outgoing heat carrier from its circumferential speed.
7. A heatable glazing roll or calender roll according to Claim 6, characterised in
that at least two blades (30) are provided projecting radially into the relief (17).
8. A heatable glazing roll or calender roll according to any one of Claims 1 to 7,
characterised in that insulating sleeves (38) of a heat-insulating material, particularly
a plastics material, are inserted in the mouths of the peripheral bores (35).
9. A heatable glazing roll or calender roll according to any one of Claims 1 to 8,
characterised in that the central bore (15) in the or each flanged journal (14) and/or
the wall of the reliefs (17) at the flanged- journal side are provided with a lining
(22, 24, 26) of a heat-insulating material, particularly a plastics material.
10. A heatable glazing roll or calender roll according to any one of Claims 1 to 9,
characterised in that a panel (39) of heat-insulating material is disposed between
the distributor plate (28) and the end wall of the roll body (12).
11. A heatable glazing roll or calender roll according to any one of Claims 1 to 10,
characterised in that, in a drive roll, an insulating sleeve (40) of heat-insulating
material, particularly a plastics material, is inserted in the open end of the central
bore (36) of the roll body (12), adjacent to the flanged journal (14).
1. Rouleau lisseur ou de calandre pouvant être chauffé, équipé
a) d'un noyau (12),
b) d'alésages périphériques (35) dans le noyau (12) pour le passage d'un fluide caloporteur,
c) d'un pivot à bride (14) pour chaque extrémité du noyau (12),
d) d'une saillie (9) décalée frontalement à l'intérieur de l'enveloppe du noyau (12)
sur le pivot a bride (14), qui pénètre dans un évidement correspondant du noyau (12),
e) de canalisations d'amenée et d'évacuation (15) pour le fluide caloporteur dans
au moins un pivot à bride (14), et
f) d'évidements pour la répartition du fluide caloporteur depuis les canalisations
d'amenée (15) dans les alésages périphériques (35) et des alésages périphériques (35)
dans les canalisations d'évacuation (15), caractérisé en ce que
g) les evidements (17) se trouvent dans la surface frontale du ou de chaque pivot
à bride (14) et sont limités sur le côté en vis-à-vis par la surface frontale plane
du noyau (12);
h) l'évidement (17) s'étend dans la surface frontale du ou de chaque pivot à bride
(14) depuis un alésage central (15) dans le ou chaque pivot à bride (14) radialement
vers l'extérieur jusqu'à la hauteur radiale des alésages périphériques (35); et i)
les saillies (9) décalées planes axiales s'étendent radialement vers l'extérieur jusqu'à
la hauteur radiale des alésages périphériques (35), qui sont disposées dans les évidements
plans axiaux correspondants du noyau (12).
2. Rouleau lisseur ou de calandre pouvant être chauffé selon la revendication 1, caractérisé
en ce que l'alésage central (15) du pivot à bride (14) présente, sur le côté de chauffage
d'un rouleau d'entraînement, un tube intérieur coaxial (40) pour l'acheminement du
fluide caloporteur qui se trouve en liaison avec un alésage central (36) du noyau
(12).
3. Rouleau lisseur ou de calandre pouvant être chauffé selon l'une des revendications
1 ou 2, caractérisé en ce que dans le cas d'un rouleau médian, l'alésage central (36)
dans le noyau (12) est fermé à l'aide de plaques de répartition (28).
4. Rouleau lisseur ou de calandre pouvant être chauffé selon la revendication 3, caractérisé
par un joint annulaire d'étanchéité entre la plaque de répartition (28) et la paroi
frontale du noyau (12).
5. Rouleau lisseur ou de calandre pouvant être chauffé selon l'une des revendications
3 ou 4, caractérisé en ce que la plaque de répartition (28) est fixée à l'aide de
vis (32) sur le pivot à bride (14).
6. Rouleau lisseur ou de calandre pouvant être chauffé selon l'une quelconque des
revendications 3 à 5, caractérisé en ce que sur le côté tourné vers le pivot à bride
(14) de la plaque de répartition (28) sont disposées, par exemple soudées, des ailettes
conductrices d'écoulement (30), qui accélèrent le fluide caloporteur arrivant et freinent
le fluide caloporteur s'échappant à partir de sa vitesse périphérique.
7. Rouleau lisseur ou de calandre pouvant être chauffé selon la revendication 6, caractérisé
en ce qu'au moins deux ailettes (30) faisant saillie radialement dans l'évidement
(17) sont prévues.
8. Rouleau lisseur ou de calandre pouvant être chauffé selon l'une quelconque des
revendications 1 à 7, caractérisé en ce que dans les embouchures des alésages périphériques
(35) sont introduites des douilles d'isolement (38) en un matériau calorifuge, en
particulier en une matière plastique.
9. Rouleau lisseur ou de calandre pouvant être chauffé selon l'une quelconque des
revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'alésage central (15) dans le ou chaque
pivot à bride (14) et/ou la paroi tournée vers le pivot à bride des évidements (17)
sont munis d'un revêtement (22, 24, 26) en un matériau calorifuge, en particulier
en une matière plastique.
10. Rouleau lisseur ou de calandre pouvant être chauffé selon l'une quelconque des
revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'une plaque (39) en matériau calorifuge
est disposée entre la plaque de répartition (28) et la paroi frontale du noyau (12).
11. Rouleau lisseur ou de calandre pouvant être chauffé selon l'une quelconque des
revendications 1 à 10, caractérisé en ce que, dans le cas d'un rouleau d'entraînement,
une douille d'isolation (40) en matériau calorifuge, en particulier en une matière
plastique, est introduite dans l'extrémité ouverte tournée vers le pivot à bride (14)
de l'alésage central (36) du noyau (12).
