[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Befestigen eines Saugrohres an
der Gießkammer einer Vakuum-Druckgießmaschine.
[0002] Zur Befestigung der Saugrohre an den Gießkammern von Vakkum-Druckgießmaschinen wurden
bislang Spannschrauben und Haltebügel eingesetzt, über die jeweils das obere Ende
eines Saugrohres an die Einführöffnung der Gießkammer angedrückt wurde. Da hier aber
das Entfernen bzw. Auswechseln eines Saugrohres ein Öffnen der Spannschraube und
ein Entfernen des Haltebügels verlangt, was relativ zeitaufwendig ist, wurde für
einen schnelleren Umbau bzw. Ausbau des Saugrohres eine besondere Vorrichtung mit
Exzentern entwickelt und angebaut. Hierdurch ist zwar ein rascheres Auswechseln bzw.
Ausbauen des Saugrohres möglich, die Umrüstung erwies sich dennoch nach wie vor als
nicht zufriedenstellend.
[0003] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsvorrichtung
für das Saugrohr an der Gießkammer einer Vakuum-Druckgießmaschine vorzuschlagen, die
einen besonders raschen Ausbau bzw. ein schnelles Auswechseln des Saugrohres ermöglicht
sowie einfach aufgebaut und zu bedienen ist.
[0004] Erfindungsgemäß wird dies bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch
erreicht, daß ein das obere Ende des Saugrohres halterndes Führungsgestell vorgesehen
ist, das von einer Abkoppelstellung in eine Ankoppelstellung und umgekehrt verstellbar
ist, wobei in der Abkoppelstellung das Ende des Saugrohrs in einen Abstand von der
Gießkammer gebracht und am Führungsgestell auswechselbar angeordnet ist, während in
der Ankoppelstellung das Ende des Saugrohres unter Vorspannung einer Feder gegen die
an der Gießkammer angebrachte Einführöffnung für das Saugrohr angedrückt wird. Dabei
ist das Führungsgestell vorzugsweise in seiner Abkoppelstellung arretierbar.
[0005] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung stellt eine Schnellspannvorrichtung
dar, die einen besonders raschen Austausch des Saugrohres ermöglicht und in der Ankoppelstellung
(Arbeitsstellung) stets eine gleichmäßige Anpreßkraft des Saugrohres gegen die Gießkammer
sicherstellt. Denn dadurch, daß die Vorspannung der Feder in der Schaltstellung konstruktiv
vorgegeben wird erreicht, daß in dieser Arbeitsstellung, d.h. auch nach einem Auswechselvorgang,
stets die gleiche Anpreßkraft auftritt und nicht mehr, wie bislang, durch ein erneutes
Festschrauben einer Spannschraube nach jedem Auswechselvorgang eine neue, möglicherweise
unterschiedliche Spannkraft zu vorher erzeugt wird.
[0006] Zum Aufbringen der Federvorspannung in der Ankoppelstellung lassen sich alle geeigneten
Federeinrichtungen, etwa mechanische Federn in Form von Schraubenfedern oder auch
Tellerfedern, einsetzen. Ganz besonders bevorzugt wird hier jedoch eine Gasfeder im
Führungsgestell zum Aufbringen der Federvorspannung vorgesehen.
[0007] Eine bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht auch darin,
daß das obere Ende des Saugrohres bei der Einleitung des Überführungsvorganges von
der Ankoppel- in die Abkoppelstellung mittels des Führungsgestells zunächst von der
Einführöffnung an der Gießkammer in eine Zwischenstellung abgezogen wird, von der
aus es dann im Rahmen einer nachfolgenden Verschwenkung in seine Endstellung, d.h.
die Abkoppelstellung überführbar ist. Hierdurch kann erreicht werden, daß in der Abkoppelstellung
das von der Gießkammer völlig weggeschwenkte Saugrohr besonders leicht zugänglich
ist, um es auszuwechseln oder sonstige Arbeiten dort vorzunehmen zu können.
[0008] Ganz besonders bevorzugt wird bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung das Führungsgestell
zur Halterung des oberen Endes des Saugrohres mit einer Halteplatte versehen, die
in ihrem mittleren Bereich das Saugrohr so hält, daß es gerade um soviel übersteht,
wie benötigt wird, um es in seiner Endstellung in die Einführöffnung hineinzuführen,
während die Halteplatte in ihren beiden Endbereichen jeweils am unteren Ende eines
von zwei senkrecht zu ihr und parallel zueinander beidseits der Gießkammer angebrachten
Führungsteilen befestigt ist, mittels derer sie zur Gießkammer hinbewegbar von von
dieser wegbewegbar ist, wobei die Halteplatte an Ende des einen Führungsteils über
ein Verschwenkgelenk zur seitlichen Verschwenkung und am Ende des anderen Führungsteils
über eine lösbare Arretierung, etwa einen geeigneten Arretierungsbolzen, befestigt
ist. Hierdurch ergibt sich ein einfacher Aufbau für den das obere Ende des Saugrohres
halternden Teil des Führungsgestelles. Denn bei dieser Ausgestaltung wird die Platte,
die in ihrem Mittelbereich das obere Ende des Saugrohres hält, zum Überführen des
Saugrohres von der Ankoppel- in die Abkoppelstellung durch die seitlichen Führungsteile
zunächst um eine bestimmte Entfernung von der Gießkammer wegbewegt, wonach dann die
lösbare Befestigung des einen Endes der Halteplatte am zugehörigen Führungsteil gelöst
und die Halteplatte um die andere, als Verschwenkgelenk ausgebildete Befestigung am
andern Führungsteil einfach und rasch seitich weggeschwenkt werden kann. Daß diese
beiden Vorgänge rasch ausführbar sind (auch in ihrer umgekehrten Reihenfolge), liegt
auf der Hand.
[0009] Hierbei werden vorzugsweise die beiden Führungsteile an ihren anderen Enden oberhalb
der Gießkammer über zwei Querplatten miteinander verbunden, die beide in ihrem etwa
mittleren Bereich eine Stützhülse aufnehmen, die sich durch die beiden Querplatten
hindurch erstreckt und in ihrem Inneren eine Innenaufnahme aufweist, in der eine sich
mit ihrem unteren Ende auf einer Anlagefläche oben auf der Gießkammer und mit ihrem
oberen Ende am Ende der Innenaufnahme der Stützhülse abstüzende Federeinrichtung angeordnet
ist, wobei die Stützhülse an ihrem oberen Ende an einem an der Druckgießmaschine verschwenkbar
befestigten Betätigungshebel angelenkt ist. Hierdurch wird eine Ausgestaltung des
Führungsgestells erreicht, die nicht nur aus relativ wenigen einzelnen Bauelementen
besteht, sondern überdies bei einer vorzüglichen Funktionsfähigkeit besonders rasch
bedienbar ist. Soll hier z. B. das in der Arbeitsstellung an der Gießkammer befindliche
Saugrohr ausgewechselt werden, muß die Bedienungsperson nur den an der Druckgießmaschine
verschwenkbar befestigten Hebel ergreifen und diesen aus einer oberen Ausgangsstellung
nach unten drücken: dabei werden über die Stützhülse, die am Hebel angelenkt ist,
die beiden Querplatten und damit die mit ihnen verbundenen seitlichen Führungsteile
ebenfalls nach unten und relativ zur (ortsfesten) Gießkammer, entgegen der Kraft der
Vorspanneinrichtung, die sich mit ihrem unteren Ende auf der ortsfesten Gießkammer
abstützt, bewegt. Dies löst aber gleichzeitig auch eine Bewegung der Halteplatte,
die das obere Ende des Saugrohres hält, nach unten aus, wodurch das Saugrohr gleichzeitig
aus der Einführöffnung an der Gießkammer herausgeführt und von der Gießkammer wegbewegt
wird. Ist der Hebel in seine untere Stellung gebracht, wird eine geeignete Arretierung
eingesetzt, die das Gestell in dieser Lage festhält, wonach nurmehr die lösbare Befestigung
des einen Endes der Halteplatte am unteren Ende des einen Führungsteiles geöffnet
werden muß, um dann die Halteplatte seitlich um das als Schwenkgelenk ausgebildete
andere Ende der Führungsplatte nach außen schwenken zu können und dadurch die Abkoppel-Endposition
zu erreichen, in der das Saugrohr für ein Auswechseln oder Umbauen gut zugänglich
ist. Die Verschwenkbewegung des Hebels durch die Bedienungsperson ist rasch durchführbar,
gleichermaßen das anschließende Arretieren des Gestells in dieser Stellung, und auch
das Lösen der einen Befestigung der Halteplatte und deren Verschwenkung nach außen
kann schnell erfolgen. Der ganze Vorgang ist somit außerordentlich rasch ausführbar
und der zeitliche Aufwand hierfür ist im Vergleich zu den bisherigen Maßnahmen, die
für ein Auswechseln des Saugrohres erfolgen mußten, unvergleichlich kürzer. Ist das
Saugrohr ausgewechselt, wird die Halteplatte wieder zurückverschwenkt, mit ihrem freien
Ende an dem Ende der anderen Führungsleiste arretiert und danach die Arretierung des
Gestells aufgehoben, wonach bereits durch die Kraft der zusammengedrückten Federeinrichtung
das Gestell in seine obere Ankoppelstellung gefahren und dabei gleichzeitig das obere
Ende des Saugrohres in die Aufnahmeöffnung an der Gießkammer eingeführt wird. Dadurch,
daß die Federeinrichtung in dieser Endstellung, d.h. der Ankoppelstellung, noch immer
eine gewünschte Vorspannung aufweist, wird sichergestellt, daß mit dieser Vorspannung
auch das obere Ende des Saugrohres gegen die Gießkammer angedrückt und damit genau
definierte Anpreßverhältnisse geschafft werden. Dabei wird bevorzugt die Feder so
ausgeführt, daß die Stärke ihrer Vorspannung in der Ankoppelstellung wählbar ist,
d.h. in der gewünschten Größe eingestellt werden kann, so daß, falls gewünscht, sogar
unterschiedliche Andruckkräfte in der Ankoppelstellung aufgebaut werden könnten.
[0010] In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden die
Führungsteile mit seitlichen Führungsleisten versehen, die in an der Druckgießmaschine
befestigten Führungsblöcken verschiebbar sowie dort formschlüssig geführt und gelagert
sind. Bevorzugt werden dabei längs der Führungsleisten Aufnahmebohrungen für Arretierbolzen
vorgesehen und auf Unter- und/oder Oberseite jedes Führungsblocks eine entsprechende
Anlagefläche für in die Bohrungen eingesteckte Arretierbolzen angebracht, wodurch
bei Erreichen einer gewünschten Arretierstellung die entsprechenden Arretierbolzen
in die Aufnahmebohrungen eingesteckt sowie unter Wirkung der Federvorspannung gegen
die zugeordneten Anlageflächen an den Führungsblöcken angedrückt werden und dadurch
die gewünschte Blockierung ausgelöst wird.
[0011] Bei der Verwendung einer Gasfeder als Federeinrichtung in der Stützhülse wird deren
Durchmesser kleiner als der der Innenaufnahme der Stützhülse gewählt, und sie gleichzeitig
an ihrem oberen Ende über eine Querachse, vorzugsweise in Form eines Verschwenkbolzens,
verschwenkbar an der Stützhülse befestigt. Hierdurch wird erreicht, daß die Gasfeder
innerhalb der Stützhülse auch eine zur Ausrichtung der Stützhülse leicht geneigte
Lage beim Herabdrücken des Gestelles zur Aufnahme von seitlichen Versetzbewegungen
zwischen Gestell einerseits und Gasfeder andererseits einnehmen kann.
[0012] Eine weitere vorzugsweise Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht
auch darin, daß an der Halteplatte eine den oberen Endbereich des Saugrohres umgebende
Elektroheizung angebracht ist, in die das Saugrohr in der Abkoppelstellung einschiebbar
bzw. aus ihr herauszieh bar ist. Hierdurch wird der ganz wesentliche Vorteil erreicht,
daß ein schneller Austausch des Saugrohres erfolgen kann, ohne daß gleichzeitig die
Heizung demontiert werden muß, daß somit der Anbau einer Elektroheizung in geschlossener
Ausführung unabhängig von dem auszuwechselnden Saugrohren erfolgen kann.
[0013] Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung ist insgesamt nicht nur ein rascher Austausch
des Saugrohres und das Aufbringen einer gleichmäßigen Anpreßkraft, sondern überdies
auch eine sehr exakte Führung des Saugrohres bei den Auswechselbewegungen möglich,
wordurch sich gegenüber den bislang bekannten Vorrichtungen der große Vorteil deutlich
verringerter Ausbauzeiten und besserer Gleichmäßigkeit der Anpreßkräfte in der Arbeitstellung
erreichen läßt.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung im Prinzip beispielshalber noch
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in ihrer Ankoppelstellung (bei teilweise angeschnittener
Gießkammer);
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in ihrer Abkoppelstellung mit abgeschwenktem Saugrohr,
sowie
Fig. 3 eine prinzipielle Teilschnittdarstellung durch eine Stützhülse mit eingebauter Gasfeder
bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0015] Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Saugrohrhalterung weist zwei horizontal angeordnete
Querplatten 1 auf, die an zwei seitlichen Führungsteilen 2 starr befestigt sind, z.
B. über eine geeignete Verschraubung o.ä.
[0016] Die beiden Querplatten 1 sind etwa in ihrem mittleren Bereich mit einer Stützhülse
3 verbunden, die mit ihrem Außenumfang durch zwei entsprechende Öffnungen in den
Querplatten 1 hindurchragt, so daß sie die Querplatten 1 durchsetzt. Wie Fig. 3 zeigt,
weist die Stützhülse 3 in ihrem Inneren eine Innenaufnahme 17 derart auf, daß diese
nach unten hin offen ist, während sie an ihrem anderen, oberen Ende verschlossen ist.
[0017] In diese Innenaufnahme 17 ist eine Federeinrichtung in Form einer Gasfeder 4 eingebaut.
Diese Gasfeder 4 ist dabei, wie Fig. 3 zeigt, an ihrem oberen Ende über einen Querbolzen
24 seitlich verschwenkbar an der Stützhülse 3 befestigt und weist einen Durchmesser
auf, der deutlich geringer als der Durchmesser der Innenaufnahme 17 ist und etwa nur
die Hälfte desselben beträgt.
[0018] Die Gasfeder 4 stützt sich, wie aus den Fig. 1 und 2 erkennbar ist, mit ihrem unteren
Ende auf einer Anlagefläche 18 ab, die oben auf der Gießkammer 8 ausgebildet ist.
[0019] Die Stützhülse 3 ist in ihrer Verlängerung nach oben über eine Verschwenklasche
5 gelenkig mit einem Betätigungshebel 6 verbunden, der an seinem in der Nähe der Verbindungsstelle
gelegenen Ende verschwenkbar an einer Platte 7 gehaltert ist, die ihrerseits an einem
festen Gestell, etwa der Druckgießmaschine selbst befestigt sein kann. Die Befestigung
der Platte 7 erfolgt dabei über Befestigungsschrauben 9, die in zwei seitlichen, parallel
zueinander angeordneten Längsschlitzen der Platte 7 angebracht sind, so daß die Höhenlage
des Anlenkpunktes des Betätigungshebels 6 entsprechend eingestellt werden kann.
[0020] Die Querplatten 1 und die Führungsteile 2 bilden zusammen mit einer unteren Halteplatte
11 ein Führungsgestell 10 aus. Die untere Halteplatte 11 ist dabei als eine ebene
Platte ausgeführt, die an ihrem einen Ende über eine Verschwenkachse 13 am unteren
Ende der in den Figuren links dargestellten Führungsteil 2 verschwenkbar angelenkt
ist, während sie mit ihrem anderen Ende über eine geeignete Arretierung, etwa in Form
eines geeignet ausgebildeten Arretierungsbolzens 15, am unteren Ende des anderen Führungsteils
2 befestigt ist. Dieser Arretierungsbolzen 15 ist allerdings so ausgebildet, daß zwar
bei der in Fig. 1 gezeigten Ankoppelstellung eine starre Befestigung zum unteren Ende
des rechten Führungsteiles 2 herstellt, daß jedoch andererseits auch, wenn man den
Betätigungshebel 6 und damit das Führungsgestell 10 zusammen mit der Halteplatte 11
nach unten drückt, ein leichtes Lösen der Arretierung erfolgen und die Halteplatte
1 seitlich in die in Fig. 2 gezeigte Abkoppelstellung verschwenkt werden kann.
[0021] In der Halteplatte 1 ist etwa mittig an geeigneter Stelle das obere Ende 16 eines
Saugrohres 12 befestigt, wobei gleichzeitig auch noch eine elektrische Heizung 14
für den Endbereich des Saugrohres 12 ebenfalls an der Halterung 11 angebracht ist.
Das Saugrohr 12 ist an der Halteplatte 11 so befestigt, daß es an seinem Ende genau
soweit aus der Halterung 11 herausragt wie dies für das präzise Einpassen seines Endes
in die entsprechende Einlaßöffnung an der Gießkammer 8 erforderlich ist.
[0022] Vorzugsweise wird das Saugrohr 12 mittels eines kugelförmigen Halteflansches 16
in der Halteplatte 11 gehaltert, wie dies in den Fig. 1 und 2 zu sehen ist.
[0023] Bei der in Fig. 1 gezeigten Ankoppelstellung wird das Gestell über die Vorspannkraft,
die von der Gasfeder 4 aufgebracht wird, in seine obere Stellung gedrückt, d.h. der
Betätigungshebel 6 befindet sich ebenfalls in seiner oberen Stellung, gleichzeitig
ist die Halteplatte 11 mit dem darin befestigten Ende des Saugrohres 12 von unten
her gegen die Gießkammer 8 angedrückt, das obere Ende des Saugrohres 12 ist genau
an der Einfüllöffnung der Gießkammer 8 in Anlage gebracht und steht unter der vorgegebenen
Vorspannung, mit der die Gasfeder 4 auch in der Ankoppelstellung noch nach oben drückt.
[0024] Die beiden parallel zueinander angeordneten Führungsteile 2 sind mit seitlich vorstehenden
Führungsleisten 19 versehen, die in entsprechenden, z. B. an der Druckgießmaschine
befestigten Führungsblöcken 20 gelagert sind (in den Fig. 1 und 2 ist wegen der perspektivischen
Darstellung nur der auf der rechten Seite angeordnete Führungsblock 20 gezeigt, der
Führungsblock 20 auf der anderen Seite ist durch den vorspringenden Flansch des Führungsteiles
verdeckt, aber vorhanden). Dabei sind die Ausnehmungen in den Führungsblöcken 20
genau der Form der seitlichen Führungsleisten 19 entsprechend gewählt, so daß längs
des Führungsblockes 20 über die Führungsleisten 19 beide Führungsteile 2 genau und
parallel zueinander in ihrer Bewegung geführt sind. In den seitlichen Führungsleisten
19 sind, wie aus den Fig. 1 und 2 entnommen werden kann, in gleichmäßigen Abständen
Aufnahmebohrungen 21 vorgesehen, in die Arretierstifte 22 (vgl. Fig. 2) eingesteckt
werden können. Auf der Ober- und Unterseite der Führungsblöcke 20 sind den Arretierstiften
22 entsprechende Anlageflächen 23 (vgl. Fig. 1) ausgeformt, so daß bei Einstecken
eines Arretierbolzens 22 infolge der Druckwirkung der Feder 4 der Bolzen gegen die
entsprechende Anlagefläche 23 des Führungsblocks 20 angedrückt und dadurch die gewünschte
Lageverriegelung erreicht wird (vgl. Fig. 2).
[0025] Beim Ausbau des Saugrohres 12 wird das Führungsgestell 10 durch den Hebel 6 und die
Lasche 5 nach unten gedrückt, so daß das Saugrohr-Oberteil von der Gießkammer 8 abgefahren
wird. In der unteren Stellung des Betätigungshebels 6, in der die Verriegelungsbolzen
22 eine Lageverriegelung des Führungsgestells 10 relativ zu den Führungsblöcken 20
ergeben, wird dann der Arretierbolzen 15 geöffnet und die Halteplatte 11 um die Verschwenkachse
13 ausgeschwenkt, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Das Saugrohr 12 wird gemeinsam mit
der Halteplatte 11 abgeschwenkt und kann nun aus der Elektroheizung 14 herausgezogen
bzw. ein neues Saugrohr 12 eingesetzt werden.
[0026] Nach dem Einsetzen eines neuen Saugrohrs läuft der Vorgang umgekehrt ab, d.h. es
wird die Halteplatte 11 wieder zurückgeschwenkt, bis sie zur Anlage an den Verriegelungsbolzen
15 kommt, der dann in seine Verriegelungsstellung gebracht wird. Anschließend wird
sodann die Lagearretierung des Führungsgestelles 10 durch Herausziehen der Arretierstifte
22 aus den Aufnahmebohrungen 21 aufgehoben, wonach das Führungsgestell 10 selbsttätig
unter der Kraft der zusammengedrückten Gasfeder 4 solange angehoben wird, bis das
obere Ende des Saugrohres 12 gegen die Einlaßöffnung an der Gießkammer 8 angedrückt
ist. In dieser Stellung wird das Führungsgestell 10 unter der dann noch wirkenden
Vorspannung der Gasfeder 4 gehalten (Ankoppelstellung, Arbeitsstellung).
1. Vorrichtung zum Befestigen eines Saugrohres (12) an der Gießkammer (8) einer Vakuum-Druckgießmaschine,
dadurch gekennzeichnet, daß ein das obere Ende des Saugrohres (12) halterndes Führungsgestell (10) vorgesehen
ist, das von einer Abkoppel- in eine Ankoppelstellung und umgekehrt überführbar ist,
wobei in der Abkoppelstellung das Ende des Saugrohres (12) von der Gießkammer (8)
entfernt gehalten und am Führungsgestell (10) auswechselbar angebracht ist, während
in der Ankoppelstellung das Ende des Saugrohres (12) unter Federvorspannung gegen
die Einlaßöffnung an der Gießkammer (8) angedrückt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsgestell (10)
in seiner Abkoppelstellung arretierbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Aufbringen der
Federvorspannung in der Ankoppelstellung eine Gasfeder (4) im Führungsgestell (10)
vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das obere
Ende des Saugrohres (12) zum Überführen von der Ankoppel- in die Abkoppelstellung
mittels des Führungsgestelles (10) zuerst von der Einführöffnung an der Gießkammer
(8) in eine Zwischenstellung abziehbar und von dieser über eine nachfolgende Verschwenkung
in die Abkoppelstellung überführbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsgestell
(10) zur Halterung des oberen Endes des Saugrohres (12) eine Halteplatte (11) aufweist,
die in ihrem mittleren Bereich das Saugrohr (12) hält, während sie an ihren beiden
Endbereichen jeweils am unteren Ende eines von zwei senkrecht zu ihr und parallel
zueinander beidseits der Gießkammer (8) angebrachter Führungsteile (2) befestigt ist,
mittels derer sie zur Gießkammer (8) hin- und von dieser wegbewegbar ist, wobei die
Halteplatte (11) am Ende des einen Führungsteiles (2) über ein Verschwenkgelenk (13)
und am Ende des anderen Führungsteiles (2) über eine lösbare Arretierung (15) befestigt
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Führungsteile
(2) an ihren anderen Enden oberhalb der Gießkammer (8) über zwei jeweils senkrecht
zu ihnen angebrachte Querplatten (1) miteinander verbunden sind, die beide in ihrem
mittleren Bereich an einer Stützhülse (3) befestigt sind, die sich durch beide Querplatten
(1) hindurch erstreckt und eine Innenaufnahme (17) aufweist, in der eine sich mit
ihrem unteren Ende auf einer Anlagefläche (18) oben auf der Gießkammer (8) und mit
ihrem oberen Ende am Ende der Innenaufnahme (17) der Stützhülse (3) abstützende Federeinrichtung
(4) angeordnet ist, und daß die Stützhülse (3) an ihrem oberen Ende an einem an der
Druckgießmaschine verschwenkbar befestigten Betätigungshebel (6) angelenkt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsteile
(2) seitliche Führungsleisten (19) aufweisen, die in an der Druckgießmaschine befestigbaren
Führungsblöcken (20) verschiebbar und formschlüssig gelagert sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß längs der Führungsleisten
(19) Aufnahmebohrungen (21) für Arretierbolzen (22) und auf der Unter- und/oder Oberseite
jedes Führungsblockes (20) eine entsprechende Anlagefläche (23) für in die Bohrungen
(21) eingesteckte Arretierbolzen (22) vorgesehen sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Federeinrichtung
eine Gasfeder (4) eingesetzt ist, deren Querschnitt kleiner als der Querschnitt der
Innenaufnahme (17) der Stütz hülse (3) ist und die an ihrem oberen Ende über eine
Querachse (24) verschwenkbar an der Stützhülse (3) befestigt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Halteplatte (11) eine den oberen Endbereich des Saugrohres (12) umgebende Elektroheizung
(14) angebracht ist, in die in der Abkoppelstellung das Saugrohr (12) einschiebbar
bzw. aus ihr herausziehbar ist.