(19)
(11) EP 0 286 068 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.07.1991  Patentblatt  1991/28

(21) Anmeldenummer: 88105476.1

(22) Anmeldetag:  06.04.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E02D 19/18

(54)

Sickersperrwand

Sealing barrier against seepage

Paroi d'étanchéité aux infiltrations


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR IT

(30) Priorität: 06.04.1987 DE 8705089 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
12.10.1988  Patentblatt  1988/41

(73) Patentinhaber: SLT LINING TECHNOLOGY GmbH
D-21107 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Krause, Rudolf, Dr.
    D-2110 Buchholz (DE)

(74) Vertreter: Glawe, Delfs, Moll & Partner 
Patentanwälte Postfach 26 01 62
80058 München
80058 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-B- 0 129 275
DE-C- 624 960
DE-A- 3 430 789
US-A- 3 302 412
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Sickersperrwand, die aus mehreren in den Boden zwischen einem Gefährdungsbereich und einem gefährdeten Bereich eingelassenen Teilwänden zusammengesetzt ist, die jeweils aus dichten Flächenelementen und Verbindungsprofilen zum Anschluß an benachbarte Teilwände bestehen, wobei zusammenwirkende Paare von Verbindungsprofilen mehrere C-Profilteile aufweisen, in die T-Profilteile des jeweils gegenüberstehenden Verbindungsprofils unter Bildung von Kammern mit Dichtungsmitteln eingreifen, wobei mehrere im Durchtrittspalt der Verbindungsprofile hintereinander angeordnete Kammern vorgesehen sind, von denen wenigstens die dem Gefährdungsbereich zugewendete, äußere Kammer mit Dichtungsmitteln versehen ist.

    [0002] Bei Spundwänden ist es bekannt, jeden Spundwandrand mit einem C-förmigen Profilteil zu versehen, dessen einer Schenkel im Querschnitt T-förmig gestaltet ist und in den C-Profilteil des jeweils gegenüberliegenden Verbindungsprofils eingreift. Während man dabei oft bestrebt ist, den zwischen beiden Verbindungsprofilen verbleibenden Durchtrittsspalt so eng wie möglich und erweiterungsfrei zu gestalten (DE-PS 624 960), ist es auch bekannt, den innerhalb der C-Profilteile von dem eingreifenden T-Profilteil angegrenzten Raum kammerartig zu erweitern und mit Dichtungsmitteln zu versehen (US-PS 3 302 412). Es ist auch bekannt, an den Rändern von Teilwänden einstückig mit den Hauptkörpern Profile vorzusehen, die auf der einen Seite im Querschnitt schwalbenschwanzartig im wesentlichen T-förmig und auf der anderen Seite entsprechend im wesentlichen C-förmig ausgebildet sind, wobei jeweils ein Rand mit T-förmigem Querschnitt in einen Rand mit C-förmigem Querschnitt eingreift (EP-PS 0 129 275). Da die Profile einstückig mit dem Hauptteil ausgebildet sind, sind die Materialeigenschaften im Profilbereich durch die Materialeigenschaften im Bereich der eigentlichen Wände bestimmt und können daher nicht mehr optimal an die Gegebenheiten im Profilbereich angepaßt werden. Die Dichtung hat aber vor allem den Nachteil, daß Leckströmungen nur sehr kurze Wege zwischen den zusammengesetzten Profilwegen zurücklegen müssen, so daß die Dichtigkeit nicht gewährt ist, obwohl ein Dichtungsmittel innerhalb des Profils vorgesehen ist. Die Dichtigkeit kann auch nicht dadurch erhöht werden, daß mehrere solcher Dichtungen nebeneinander vorgesehen werden, da dann die Profile sehr weit von den Wandteilen abstehen würden und auch ohne zusätzliche Maßnahmen die Dichtungswirkung nicht erhöht werden kann. Erfahrungsgemäß sind solche Dichtungsmittel jedoch nicht absolut verläßlich und deshalb nur dann brauchbar, wenn Leckage unter einen bestimmten Grenzwert gedrückt werden muß, nicht aber wenn überhaupt keine Leckage stattfinden darf. Für einen solchen Fall ist es bekannt (DE-OS 34 30 789, Fig. 18), das Flächenelement der Teilwand doppelwandig aus einer dichten Folie und einem Filtervlies aufzubauen, wobei der Zwischenraum als Dränschicht ausgebildet ist, die mit einer in den zusammengesteckten Verbindungsprofilen gebildeten Kammer verbunden ist, die mittels einer Pumpe entleert wird, so daß die Dränschicht als hydraulische Falle für Sickerflüssigkeiten funktioniert und ein weiteres Durchdringen der Sickersperrwand verhindert wird. Dies beruht darauf, daß der Flüssigkeitsspiegel in der Dränschicht niedriger liegt als in dem an die Sickersperrwand angrenzenden gefährdeten Bereich, so daß die in der Dränschicht anfallende Flüssigkeit nicht durch hydrostatischen Druck in den gefährdeten Bereich gepreßt werden kann. Jedoch ist es bei großer Längenausdehnung der Teilwände kaum möglich, überall und stets die Bedingung zu erfüllen, daß in der Dränschicht der Flüssigkeitsstand niedriger ist als im gefährdeten Bereich. Auch ist diese Lösung deshalb praktisch unbrauchbar, weil aus der Dränschicht große Mengen schadstoffhaltigen Wassers anfallen, die nicht ohne weiteres beseitigt werden können. Diese Probleme werden nicht dadurch behoben, daß die in dem Verbindungsprofil gebildete Kammer auch mit einem Probenehmer versehen sein kann, da dieser nur feststellen kann, was man ohnehin weiß, nämlich daß das anfallende Wasser schadstoffhaltig ist.

    [0003] Deshalb geht die Erfindung von dem eingangs genannten Stand der Technik aus (US-PS 3 302 412) der Dichtheit der Sickersperrwand ohne die Notwendigkeit einer ständigen Flüssigkeitsabführung zu erreichen sucht. Ihre Aufgabe besteht darin, die bekannte Sickersperrwand dahingehend zu verbessern, daß das Auftreten einer Undichtheit bemerkt wird, ohne daß die Gefahr eines Weiterdringens der Schadstoffe in den gefährdeten Bereich entsteht.

    [0004] Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß mindestens drei im Durchtrittsspalt der Verbindungsprofile hintereinander angeordnete Kammern vorgesehen sind, von denen die mittlere für Kontrolle zugänglich ist.

    [0005] Die mit den Dichtmitteln versehene Kammer ist vergleichbar den herkömmlichen, mit Dichtungsmitteln versehenen Verbindungsfugen, gleichgültig, ob diese nur eine oder mehrere Kammern umfassen. Solange keine Leckage auftritt oder solange in einer etwaigen Leckage keine Schadstoffe enthalten sind, funktioniert die erfindungsgemäße Dichtwand wie eine herkömmliche. Der entscheidende Unterschied besteht darin, daß erstens jede Schadstoffleckage - sei sie flüssig oder gasförmig - sofort festgestellt werden kann, daß zweitens diese Leckage noch nicht zu dem gefährdeten Bereich durchdringen kann, weil sie von der kontrollierbaren Kammer und notfalls der nachgeschalteten Kammer aufgehalten wird, und daß drittens die Leckage reparierbar ist, weil zwei weitere Kammern zur Verfügung stehen, von denen die erste zur Aufnahme eines zusätzlichen Dichtungsmittels herangezogen werden kann, während die zweite noch zu Kontrollzwecken verbleibt.

    [0006] Um jedenfalls zu verhindern, daß irgendwelche Leckage zum gefährdeten Bereich durchdringt, kann auch die dem gefährdeten Bereich benachbarte Kammer mit Dichtungsmitteln versehen sein.

    [0007] Unter Dichtungsmitteln ist vorzugsweise ein in der dafür vorgesehenen Kammer zusätzlich eingebrachtes Material, beispielsweise ein Verguß oder eine Quelldichtung, zu verstehen. Jedoch können auch die Verbindungsprofile als solche bereits mit Dichtungsmitteln (beispielsweise elastisch vorgespannten Dichtlippen oder einem Labyrinth) versehen sein. In manchen Fällen genügt sogar der die Kammern jeweils begrenzende, von den ineinander greifenden C- und T-Profilteilen gebildete Engspalt in Verbindung mit einer von außen zudringenden ihn abdichtenden Masse (beispielsweise einer thixotropen Schlemme, die den die Sickersperrwand aufnehmenden Graben füllt) als Dichtungsmittel.

    [0008] Vorteilhafterweise sind die zusammenwirkenden Verbindungsprofile an benachbarten Teilwänden komplementär gleich und sind die T-Profilteile von Schenkeln der C-Profilteile gebildet. Das heißt, daß die Verbindungsprofile durch Drehung um 180° identisch werden. Demnach kann ein und dieselbe Profilform für beide Verbindungselemente Verwendung finden. Es kommt für die Erfindung nicht darauf an, wie die Verbindungsprofile mit den Flächenelementen verbunden werden. Sie können beispielsweise miteinander verklebt oder verschweißt sein.

    [0009] Einen besonders wichtigen Aspekt gewinnt die Erfindung in Verbindung mit der Verwendung solcher Flächenelemente, die zwischen zwei Folien einen Kontrollzwischenraum einschließen. Da die Kontrollzwischenräume derartiger Flächenelemente im allgemeinen mit Abstandshaltern gefüllt sind, kann es problematisch sein, unmittelbar zu diesen Zwischenräumen Kontrollzugang zu gewinnen. Die Erfindung ermöglicht einen bequemen Zugang zum Kontrollzwischenraum eines Flächenelements dadurch, daß in der Dichtanordnung die diesem Flächenelement nächstbenachbarte Kammer gegenüber einem Fluiddurchtritt von außerhalb der zu verbindenen Flächenelemente abgedichtet wird und der Kontrollzwischenraum mit einer ferner gelegenene Kammer strömungsverbunden wird, so daß diese mit dem Kontrollzwischenraum kommuniziert und somit einen bequemen Kontrollzugang gestattet. Wenn diese Kammer auch noch mit dem Kontrollzwischenraum des andere Flächenelements verbunden wird, können jeweils zwei Flächenelemente von hier aus kontrolliert werden. Schließlich kann dieses Prinzip auch lediglich zur Verbindung der Kontrollzwischenräume zweier oder mehr benachbarter Flächenelement benutzt werden. Jedes dieser Flächenelemente ist dann von vornherein, beispielsweise über eine Schlauchverbindung oder über eine Bohrung, mit beispielsweise der zweit- oder drittnächsten Kammer des zugehörigen Verbindungsprofils verbunden, die ihrerseits unabgedichtet an die entsprechend mit dem benachbarten flächenelement verbundene Kammer des anderen Verbindungsprofils in Verbindung steht. Auf diese Weise kann eine durchgehende Kommunikation der Kontrollzwischenräume einer Kette von Doppelflächenelementen geschaffen werden, so daß Kontrollpunkte nur in größerem Abstand vorgesehen werden müssen.

    [0010] Will man hingegen zwecks leichterer Lokalisierung etwaiger Undichtigkeiten in den Flächenelementen die Kontrollzwischenräume benachbarter Flächenelemente nicht miteinander verbinden, so ordnet man zwischen den ihnen zugeordneten Kontrollkammern und den Verbindungsprofilen solche Kammern an, die mit Dichtmitteln versehen werden können.

    [0011] Es können marktgängige Dichtmittel in den abzudichtenden Kammern verwendet werden. Beispielsweise können sie mit Vergüßmassen auf Kunststoffbasis oder hydraulischer Basis gefüllt werden oder es können Quellschläuche eingelegt oder aufgrund von elastischer Verformung wirksame Lippen darin vorgesehen werden.

    [0012] Die Unterränder der Flächenelemente werden im allgemeinen in einem Betonverguß verankert. Auch die unteren, offenen Enden der Kammern der Verbindungsprofile werden zweckmäßigerweise durch einen solchen Betonverguß oder auf andere Weise verschlossen.

    [0013] Das erfindungsgemäße Verbindungsprofil kann auch zur Anbindung von Flächenelementen an andere Bauteile verwendet werden, beispielsweise an Beton-, Spundwände oder dergleichen, mit denen es in geeigneter, analoger Weise zu verbinden ist, was im Rahmen der vorliegenden Anmeldung keiner besonderen Erörterung bedarf.

    [0014] Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die in der Zeichnung dargestellen Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1 und 2
    eine einfache Verbindungsvorrichtung in unterschiedlicher Anordnung und
    Fig. 3
    eine solche mit drei Kammerpaaren


    [0015] Die Flächenelemente 1, 2, die jeweils als Doppelfolie mit Kontrollzwischenraum 3 ausgeführt sind, sind durch die allgemein mit 4 bzw. 5 bezeichneten Verbindungsanordnungen miteinander verbunden, die aus zwei im Querschnitt gleichen, rotationssymmetrischen Verbindungsprofilen 6 bestehen, die mit den Flächenelementen dicht verschweißt sind, derart, daß der Kontrollzwischenraum 3 mit einem Hohlraum 7 über die zugehörigen Verbindungsprofile in Verbindung steht und von diesen geschlossen wird. Jedes Verbindungsprofil weist an seinem Ende gemäß Fig. 1 einen im Querschnitt C-förmigen Profilteil auf, der von den Wandabschnitten 8 bis 12 gebildet wird, wobei der Schenkel 11 durch den Wandteil 12 und einen weiteren Wandteil 13 im Querschnitt T-förmig ergänzt wird. Die den Kopf des T-Profilteils bildenden Wandteile 12, 13 haben eine wesentlich größere Querschnittsausdehnung als die Öffnung des C-Profilteils. Zwischen dem Kopf 12, 13 jedes T-Profilteils und den ihn umschließenden Wandteilen des C-Profilteils ergeben sich Zwischenräume, die im vorliegenden Zusammenhang als Kammer bezeichnet werden.

    [0016] Die Bezeichnung C-Profilteil bzw. T-Profilteil soll andeuten, daß die Form der so bezeichneten Profile den genannten lateinischen Großbuchstaben entsprechen.

    [0017] Wenn die Anordnung gemäß Fig. 1 unter Verhältnissen benutzt wird, in denen Schadstoffzufluß ausschließlich von der in der Zeichnung oben liegenden Seite als Gefährdungsbereich vorkommt, wie dies beispielsweise beim Einschluß von Mülldeponien denkbar ist, kann es genügen, zunächst nur die Kammer 18 mit Dichtmitteln auszurüsten, während die Kammer 19 zur Kontrolle der Dichtheit der Kammer 18 benutzt wird. Sollten sich in der Kammer 19 Schadstoffspuren bemerkbar machen, so können geeignete Gegenmaßnahmen getroffen werden, beispielsweise kann zusätzlich die Kammer 19 verschlossen werden oder es können die Dichtmittel der Kammer 18 verbessert werden. Mindestens die Kammer 20 steht dann noch zur Kontrolle zur Verfügung.

    [0018] Die Gräben, in die derartige Folien oder Platten eingelassen werden, sind im allgemeinen mit thixotroper Schlemme gefüllt, die - wenn nicht geeignete Vorkehrungen getroffen werden - auch die Kammern 18, 19 und 20 füllt. Soll eine solche Kammer zu Kontrollzwecken oder zur Ausrüstung mit Dichtmitteln oder aus anderen Gründen entleert werden, so kann sie leergepumpt werden. Vorzugsweise ist am Fuß des später einzufügenden Profils eine Dichtung angeordnet, die ringsum an den Wänden der Kammer anliegt, um während des Ineinanderschiebens der Profile die zuvor dort befindliche Schlemme und sonstige Fremdkörper zu verdrängen. Es kann der Kammerraum auch ganz oder teilweise über seine gesamte oder teilweise Länge mit Dichtmaterial ausgefüllt sein, das später, soweit erforderlich, entfernt wird.

    [0019] In der Ausführung gemäß Fig. 1 sind mit nur zwei C- bzw. T-Profilteilen drei Kammern 18, 19, 20 gebildet, indem die Köpfe 12, 13 der T-Profilteile an den gegenüberliegenden Wandteilen 10 anliegen.

    [0020] Es können aber auch Zwischenstellungen dieser Elemente gemäß Fig. 2 erwogen werden, in denen das Kammersystem durch eine Mehrzahl angedeuteter Dichtstreifen in einen Vielzahl von Kammerteilen unterteilbar ist, die nach Wunsch unterschiedlichen Funktionen dienen können. Die Dichtstreifen können beispielsweise einstückig mit den Verbindungsprofilen aus geeignetem, meist weicherem Werkstoff extrudiert sein und eine ihrer Funktion angemessene, im Stand der Technik bekannte Querschnittsgestalt aufweisen.

    [0021] Für die Kontrolle des Zwischenraums der Flächenelemente steht in manchen Fällen der Raum 7 zur Verfügung, der bei entsprechender Steifheit der ihn bildenden Wände auch ohne eine spreizende Zwischenlage offen und daher zugänglich bleibt. Wenn hohe Dichtungszuverlässigkeit oder eine Vielzahl von Kammerfunktionen verlangt wird, kann es vorzuziehen sein, die Verbindungsprofile jeweils mit mehreren C- und T-Profilteilen zu versehen. Beispielsweise zeigt Fig. 3 jeweils drei derartiger Profilteile an jedem Verbindungsprofil, die gemeinsam sechs Kammer bilden. Dadurch wird naturgemäß die Zahl der verfügbaren Funktionen erhöht. Außerdem erhöht sich selbstverständlich die Verbindungsfestigkeit und es sind Ausweichmöglichkeiten vorhanden, falls eines der Profilteile bei der Montage beschädigt werden sollte.

    [0022] In der Schemadarstellung ist vorgesehen, daß die Kammern 21 und 26 als Dichtkammern dienen, indem sei geeignete Dichtorgane oder einen in der Zeichnung gepunktet angedeuteten Verguß enthalten, während die Kammern 23 und 24 über geeignete Verbindungen 27, 28 mit den Kontrollzwischenräumen 3 der zugehörigen Flächenelemente 1,2 kommunizieren. Die Kammern 22 und 25 dienen als Abdichtungs- oder Kontrollreserve für den Fall der Nachbesserung oder können auch von vornherein ebenfalls zur Abdichtung herangezogen werden. Nur der Anschaulichkeit halber sind die Verbindungen 27, 28 außerhalb des Querschnitts der Verbindungsprofile geführt. Es versteht sich, daß sie im Hinblick auf die beispielsweise bei der Montage auftretenden Beanspruchungen in geeigneter Weise geschützt verlaufen können.

    [0023] Bei dieser Anordnung dienen die Kammern 23, 24 zur Kontrolle der zugehörigen Kontrollzwischenräume. Sie sollten in diesem Falle zweckmäßigerweise gegeneinander abgedichtet sein. Wenn dieser Abdichtung hohe Bedeutung zukommt, kann die Kammerverteilung auch so getroffen sein, daß lediglich die Kammern 21, 26 der Abdichtung nach außen dienen, während die Kammern 23 und 24 oder eine von diesen zur inneren Abdichtung dient, während die Kammern 22, 25 als Kontrollkammern verwendet werden.

    [0024] Als Alternative ist zwischen den mit den Kontrollzwischenräumen 3 der Flächenelemente in Verbindung stehenden Kammern 23, 24 eine weitere Verbindung 29 dargestellt, die eine Kommunikation zwischen den Kontrollzwischenräumen 3 der miteinander verbundenen Flächenelemente 1, 2 sicherstellt und damit die Möglichkeit gebt, eine kommunizierende Kette derartiger Kontrollzwischenräume zu schaffen, die es gestattet, die Kontrolle auf größere Abstände zu beschränken.

    [0025] Dadurch, daß die Reihung der C-T-Profile in Richtung der Erstreckung der Flächenelemente 1, 2 liegt, ist die Dicke der zusammengesetzten Verbindungsprofile quer zu dieser Flächenerstreckung gering, zumal in der gegenseitigen Anordnung gemäß Fig. 1. Diese hat den großen Vorteil, daß sie im Zusammenhang mit Verlegeeinrichtungen von der Art der US-PS 3 968 658 verwendet werden können, die aus einer vertikalen, eine Rolle des zu verlegenden Materials enthaltenden Kassette mit abgedichtetem Auslaufschlitz bestehen. Sobald eine Rolle aufgebraucht ist, wobei sich ihr hinterer Rand noch in der Kassette befindet, kann eine neue Rolle derart in die Kassette von oben eingesetzt werden, daß die Verbindungsprofile im Schutz der Kassette ineinandergeschoben werden. Die miteinander verbundenen Profile sind, wie man der Zeichnung entnimmt, in Richtung der Erstreckung der Flächenelemente ebenfalls flächig gestreckt ausgeführt. Daher kann die Dichtung am Auslaufschlitz der Kassette leicht so ausgeführt werden, daß sie den gegenüber den Flächenelementen nur geringfügig verdickten Verbindungsabschnitt durchlassen kann.


    Ansprüche

    1. Sickersperrwand, die aus mehreren in den Boden zwischen einem Gefährdungsbereich und einem gefährdeten Bereich eingelassenen Teilwänden zusammengesetzt ist, die jeweils aus dichten Flächenelementen (1, 2) und Verbindungsprofilen (6) zum Anschluß an benachbarte Teilwände bestehen, wobei zusammenwirkende Paare von Verbindungsprofilen (6) mehrere C-Profilteile (8 - 12) aufweisen, in die T-Profilteile (12, 13) des jeweils gegenüberstehenden Verbindungsprofils unter Bildung von Kammern (18 - 26) mit Dichtungsmitteln eingreifen, wobei mehrere im Durchtrittspalt der Verbindungsprofile (6) hintereinander angeordnete Kammern (18 - 26) vorgesehen sind, von denen wenigstens die dem Gefährdungsbereich Zuge-wendete, äußere Kammer (20 bzw. 26) mit Dichtungsmitteln versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens drei hintereinander angeordnete Kammern (18 - 26) vorgesehen sind, von denen die mittlere (19; 22 - 25) für Kontrolle zugänglich ist.
     
    2. Sickersperrwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsprofile (6) komplementär gleich sind und die T-Profilteile (11, 12, 13) von Schenkeln der C-Profilteile gebildet sind.
     
    3. Sickersperrwand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächenelement (1, 2) doppelt ausgebildet ist und aus zwei-dichten Flächenelementen unter Einschluß eines Kotrollzwischenraums (3) besteht, der mit der mittleren Kammer (19; 22 - 25) verbunden ist.
     
    4. Sickersperrwand nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die dem zugehörigen Doppelflächenelement (1, 2) nächstbenachbarte Kammer (21 bzw. 26) gegenüber einem Fluiddurchtritt von außerhalb der zu verbindenden Flächenelemente (1, 2) abdichtbar ist und der Kontrollzwischenraum (3) eine Strömungsverbindung (27, 28) zu einer ferner gelegenen Kammer (23, 24) aufweist.
     
    5. Sickersperrwand nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrollzwischenräume der Flächenelemente (1, 2) jeweils über eine ferner gelegene Kammer (23, 24) miteinander kommunizieren.
     
    6. Sickersperrwand nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den mit den Kontrollzwischenräumen (3) verbundenen Kammern weitere mit Dichtmitteln versehene Kammern vorgesehen sind.
     
    7. Teilwand für eine Sickersperrwand, die ein doppellagiges dichtes Flächenelement (1, 2) mit einem zwischen beiden Lagen angeordneten Kontrollzwischenraum (3) und wenigstens ein daran angeschlossenes Verbindungsprofil (6) aufweist, das zur Verbindung mit einem komplementären Verbindungsprofil (6) C- und T-förmige Profilteile (8 - 12 bzw. 11 - 13) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens je zwei C-förmige und zwei T-förmige Profilteile vorgesehen sind und der Kontrollzwischenraum (3) jedes Flächenelements (1, 2) mit dem ihm übernächst benachbarten C-Profil strömungsverbunden ist.
     


    Claims

    1. Seepage barrier wall, which is composed of a plurality of partial walls let into the ground between a danger region and an endangered region, which consist respectively of hermetic surface elements (1, 2) and connecting sections (6) for connection to adjacent partial walls, cooperating pairs of connecting sections (6) comprising a plurality of C-section parts (8 - 12), in which T-section parts (12, 13) of the respectively opposed connecting section engage, forming chambers (18 - 26) with sealing means, a plurality of chambers (18 - 26) arranged one behind the other in the gap of the connecting sections (6) being provided, whereof at least the outer chamber (20 or 26) facing the danger region is provided with sealing means, characterised in that at least three chambers (18 - 26) arranged one behind the other are provided, whereof the central chamber (19; 22 - 25) is accessible for inspection.
     
    2. Seepage barrier wall according to Claim 1, characterised in that the connecting sections (6) are identical in a complementary manner and the T-section parts (11, 12, 13) are formed by legs of the C-section parts.
     
    3. Seepage barrier wall according to Claim 1 or 2, characterised in that the surface element (1, 2) has a duplex construction and consists of two hermetic surface members enclosing an intermediate inspection chamber (3), which is connected to the central chamber (19; 22 - 25).
     
    4. Seepage barrier wall according to Claim 3, characterised in that the chamber (21 or 26) closest to the associated double surface element (1, 2) can be sealed with respect to a passage of fluid from outside the surface elements (1, 2) to be connected and the intermediate inspection chamber (3) comprising a flow connection (27, 28) to a more remote chamber (23, 24).
     
    5. Seepage barrier wall according to Claim 4, characterised in that the intermediate inspection chambers of the surface elements (1, 2) respectively communicate with each other by way of a more remote chamber (23, 24).
     
    6. Seepage barrier wall according to Claim 4 or 5, characterised in that provided between the chambers connected to the intermediate inspection chambers (3) are further chambers provided with sealing means.
     
    7. Partial wall for a seepage barrier wall, which comprises a double-layered hermetic surface element (1, 2) with an intermediate inspection chamber (3) located between both layers and at least one connecting section (6) connected thereto, which for connection to a complementary connecting section (6) comprises C-shaped and Tshaped sectional parts (8 - 12 or 11 - 13), characterised in that at least two C-shaped and two T-shaped sectional parts are respectively provided and the intermediate inspection chamber (3) of each surface element (1, 2) is connected as regards flow to the next but one adjacent C-section.
     


    Revendications

    1. Paroi d'étanchéité aux infiltrations, composée de plusieurs sections de paroi qui sont encastrées dans le sol entre une zone menaçante et une zone menacée et qui sont constituées chacune par des éléments de surface étanches (1, 2) et par des profilés d'assemblage (5) destinés à être raccordes à des sections de paroi voisines, les- profilés d'assemblage (6), qui coopèrent par paires, présentant plusieurs parties de profil en C (8-12) dans lesquelles s'engagent, avec des moyens d'étanchéité et en formant des chambres (18-26), des parties de profil en T (12, 13) du profilé d'assemblage situé chaque fois vis-à-vis, plusieurs chambres (18-26) disposées à la suite l'une de l'autre dans la fente de passage des profilés d'assemblage (6) étant prévues, chambres parmi lesquelles au moins la chambre externe (0 ou 26) tournée vers la zone menaçante est garnie de moyens d'étanchéité, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins trois chambres (18-26) disposées à la suite l'une de l'autre, parmi lesquelles celle du milieu (19; 22-25) est accessible à des fins de contrôle.
     
    2. Paroi d'étanchéité aux infiltrations selon la revendication 1, caractérisée en ce que les profilés d'assemblage (6) sont semblables et complémentaires et les parties de profil en T (11, 12, 13) sont constituées par des branches des parties de profil en C.
     
    3. Paroi d'étanchéité aux infiltrations selon la revendication 1 ou 2 caractérisée en ce que l'élément de surface (1,2) est réalisé sous forme double et se compose de deux élements de surface etanches renfermant un espace intermediaire de contrôle (3) qui est en communication avec la chambre du milieu (19; 22-25).
     
    4. Paroi d'étanchéité aux infiltrations selon la revendication 3, caracterisée en ce que la chambre (21 ou 26) la plus proche du double element de surface (1, 2) associe peut être rendue étanche contre un passage de fluide à partir de l'exterieur des éléments de surface (1, 2) a assembler, et en ce que l'espace intermediaire de controle (3) presente une communication d'ecoulement (27, 28) avec une chambre (23, 24) située plus loin.
     
    5. Paroi d'étanchéité aux infiltrations selon la revendication 4, caractérisee en ce que les espaces intermediaires de contrôle des éléments de surface (1, 2) communiquent entre eux par l'intermédiaire d'une chambre (23, 24) située plus loin.
     
    6. Paroi d'étanchéité aux infiltrations selon la revendication 4 ou 5, caracterisée en ce que d'autres chambres garnies de moyens d'étanchéité sont prévues entre les chambres en communication avec les espaces intermédiaires de contrôle (3).
     
    7. Section de paroi pour une paroi d'étanchéité aux infiltrations, comportant un élément de surface étanche en deux couches (1, 2) avec un espace intermédiaire de contrôle (3) ménage entre les deux couches et au moins un profile d'assemblage (6) qui est raccordé à cet élément de surface et qui comprend, pour son raccordement à un profilé d'assemblage (6) complémentaire, des parties de profil en C et en T (8-12 et 11-13), caracterisée en ce qu'il est prévu au moins deux parties de profil en C et deux parties de profil en T, et en ce que l'espace intermédiaire de contrôle (3) de chaque élément de surface (1, 2) est en communication d'écoulement avec le profil en C voisin de celui qui est le plus proche de lui.
     




    Zeichnung