[0001] Die Erfindung betrifft ein neues Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat auf der
Basis von Mineralöl und/oder Syntheseöl mit verbesserten Schmiereigenschaften, insbesondere
verbesserten Lasttrage-,Gleit- und Korrosionsschutzeigenschaften.
[0002] Während der letzten Jahrzehnte wurden zahlreiche Verfahren und Schmierstoffsysteme
entwickelt, um bei bewegten Maschinenteilen die Reibung und den Verschleiß zu mindern,somit
Energie und Ersatzteilkosten zu senken und die Lebensdauer der Schmierstoffe und Werkstoffe
zu verlängern. Als idealer Schmierstoff gilt dabei der "Lifetime Lubricant", der auch
den immer drängender werden ökologischen Forderungen entgegenkommt.
[0003] Auf dem Wege zu Langzeit- und Hochleistungs-Schmierstoffen, Schmiersystemen und-Schmierverfahren
wurde in der ersten Stufe die sogenannte chemische Verschleißschmierung entwickelt.
Mit ihrer Hilfe konnte durch Aufbringung chemisch reaktiver Deckschichten auf Oberflächen
oder durch Einbringung chemisch reaktiver Verbindungen in Grundschmiermittel der Metall-Metall-Kontakt
durch Salzbildung an den Oberflächen der Mikrogebirge bewegter Teile weitgehend unterbunden
werden. Auf diese Weise konnte das Festfressen der Maschinenteile verhindert werden.
Gleichzeitig wurde aber der laufende Verschleiß durch Abscherung der Salzschichten
bei der Bewegung der Metallteile gegeneinander gefördert. Die Lebensdauer der Werkstoffe
blieb daher verhältnismäßig kurz. In einer weiteren Stufe wurden Festschmierstoffe
entwickelt, die zwischen die bewegten Metallteile eingebracht wurden, wie z.B. Graphit,
MoS₂, TiO₂, Ca₃(PO₄)₂, Teflon und dgl., die als schmierfähige Deckschichten, Suspensionen,
Pasten oder Fette eingebracht wurden. Dadurch wurden die Reibpartner besser voneinander
getrennt und ihre Belastbarkeit erhöht. Bei zentripetalen Bewegungen höherer Umfangsgeschwindigkeit
und bei höherer Temperatur trennen sich jedoch die Festschmierstoffe und Trägermedien
über kurz oder lang voneinander aufgrund ihrer unterschiedlichen spezifischen Dichten.
Der Langzeitschmierung waren dadurch Grenzen gesetzt. In einem weiteren Schritt gelang
es, aus in einem Schmierstoff gelösten chemischen Komplexen heraus geeignete Metallkationen
auf reibende Oberflächen während des Betriebs aufzubringen. Sie bilden dort unter
Druck und Temperatur der Reibpartner Eutektikas mit den Metallrandschichten, welche
die Rauheitstäler glättend auffüllen und die Rauheitsspitzen zum Teil tribochemisch,
zum Teil mikroplastisch abflachen. Der anionische Teil der metallorganischen Verbindungen
bildet in situ schmier- und und haftfähige Reaktionsschichten auf den frisch umgeformten
eutektoiden Reibflächen
[0004] Neben einer noch zu langen Einlaufphase, einem zu hohen Reibungskoeffizienten und
Abrieb hat sich bei diesen Schmiersystemen die Steuerung des Reaktionsablaufes als
problematisch erwiesen. Entweder gelangte man zu werkstoffunabhängigen Eutektikas
und Reaktionsschichten, die eine Feinabtragung herstellungsbedingter Werkstoffunebenheiten
in engen Passungen nicht mehr ausreichend vornahmen, so daß an diesen Stellen Überlastungsbereiche
entstanden, die zu späteren Metallausbrüchen an den Gleitflächen führten, oder es
wurde die aggressive Komponente der metallorganischen Verbindungen verstärkt und damit
geriet man wieder in die Phase chemischer Verschleißschmierung mit einer zu hohen
Abtragungsrate und somit zu kurzer Lebensdauer.
[0005] Aus der DE-PS 941 678 sind beispielsweise Schmieröle mit einem Gehalt an löslichen
Umsetzungsprodukten von Phosphorpentasulfid mit flüssigen oder festen aliphatischen
Kohlenwasserstoffen oder Terpenkohlenwasserstoffen bekannt. Aus der DE-PS 923 984
ist ein Schmieröl bekannt, das metallhaltige Alkylphenolsulfidester in Kombination
mit Zinksulfonaten enthält. Aus der DE-AS 1 444 892 ist ein Schmieröl bekannt, das
ein Salz aus einem aromatischen Zinkdithiophosphat und einem Zinkcarbonsäuresalz in
Gegenwart von Wasser enthält. Während die beiden erstgenannten Produkte Schmieröldetergentien
darstellen, soll das letztgenannte Produkt die Korrosion von Silberlagerflächen verhindern.
Aus der DE-AS 1 296 730 ist ein Schmieröl bekannt, das ein Salz einer substituierten
Bernsteinsäure enthält, gegebenenfalls zusammen mit einem Salz einer alkylierten oder
veresterten Phosphorsäure. Dabei handelt es sich um ein Antioxidationsmittel mit Detergenswirkung.
Aus der DE-AS 1 271 878 ist eine Kombination von Dithiophosphat und Dithiophosphinatsalzen
bekannt. Aus der DE-OS 15 94 555 sind Schneidöle mit einem Gehalt an freiem Schwefel,
einem Dialkyldithiophosphat und einem chlorierten Kohlenwasserstoff bekannt. Aus der
US-PS 3 462 367 sind Schmieröle mit einem Gehalt an Zink- oder Antimondithiocarbamat
bekannt. Aus der US-PS 2 758 087 sind Schmieröle bekannt, die eine Schwefel-Phosphor-Verbindung
enthalten, die durch Umsetzung von Phosphorpentasulfid mit einem Olefin bei höherer
Temperatur erhalten wird und die Zinkphthalat enthält. Alle diese bekannten Schmierölzusätze
genügen den heutigen Anforderungen nicht mehr, insbesondere führen sie zu starken
oxidischen Ablagerungen im Bereich der Schmierstelle und verursachen einen zu hohen
Abrieb. Aus der US-PS 2 734 865 ist es bekannt, ein Schmieröladditiv zu verwenden,
das aus einem Dithiophosphat der Erdalkalisalze in Kombination mit einem komplexen
Umsetzungsprodukt aus Phosphorsulfiden, Tallölfettsäurealkoholestern, Zinkchlorid
und Bariumhydroxid gebildet wird. Die damit erzielbaren Reibbeiwerte und Abriebswerte
sind jedoch für die heutigen Anforderungen zu hoch, darüber hinaus ist ihr Flächenpressungswert
zu niedrig. Aus der US-PS 2 734 864 sind ferner Schmieröladditive bekannt, die aus
einem Dithiophosphat der Erdalkalisalze in Kombination mit einem komplexen Umsetzungsprodukt
aus Phosphorsulfiden, Wollfett und Alkoholestern gebildet werden. Das undefinierte
Produkt enthält beträchtliche Mengen an Barium und Zink. Ein solches Schmieröladditiv
ist schon wegen seines unerträglichen Geruches, der auch die damit in Kontakt kommenden
Personen gesundheitlich gefährdet, in der Praxis nicht verwendbar. Aus der DE-PS 1
954 452 sind Schmiermittel auf der Basis von Mineralöl- oder Syntheseöl bekannt, die
neben dem Mineral- oder Syntheseöl als Zusätze einen Ester einer epoxidierten Fettsäure
mit 10 bis 18 C-Atomen mit ein- oder mehrwertigen Alkoholen, ein Alkyl-, Aralkyl-
oder Aryldithiophosphat von Zink, Blei, Zinn, Wolfram, Molybdän, Niob oder Lanthan
und gegebenenfalls eine Schwefelphosphorverbindung enthalten.Aus der DE-PS 2 108 780
sind Schmiermittel auf der Basis von Mineral- oder Syntheseöl bzw. Schmiermittelkonzentrate
bekannt, die neben einem mit Alkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppen veresterten Blei-,
Wolfram-, Molybdän und/oder Vanadindithiophosphat noch mindestens eine Zinkdialkyldithiophosphat-
und eine metallfreie Schwefel-Phosphor-Verbindung enthalten. Auch diese zuletzt genannten
Schmiermittel, die eine weit verbreitete Anwendung gefunden haben, genügen den Anforderungen,
die an moderne Langzeit- und Hochleistungsschmierstoffe gestellt werden, nicht mehr
in allen Belangen. Ihr Reibungskoeffizient und Abrieb liegen zu hoch, ihre Lagerbeständigkeit
ist unzureichend, im Langzeiteinsatz zeigt sich eine zu hohe Reklamationsquote im
schmiertechnischen Bereich
[0006] Aufgabe der Erfindung war es daher, ein neues Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat
auf der Basis von Mineral- oder Syntheseöl zu schaffen, das hinsichtlich Seiner Schmierereigenschaften,
insbesondere seiner Reib- Und Verschleißeigenschaften, weiter verbessert ist , somit
den Energie- und Ersatzteilbedarf spürbar verringert und damit auch den höchsten gestellten
Anforderungen gerecht wird.
[0007] Es wurde nun gefunden, daß diese Aufgabe erfindungsgemäß überraschenderweise gelöst
werden kann, durch ein Schmiermittel, bzw. Schmiermittelkonzentrat, nach Anspruch
1.
[0008] Die erfindungsgemäßen Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrate weisen gegenüber
den bekannten Schmiermitteln bzw. Schmiermittelkonzentraten wesentlich verbesserte
Eigenschaften, insbesondere in bezug auf Reibung und Verschleiß und somit einen erniedrigten
Energie- und Ersatzteilbedarf, auf. Es wird angenommen, daß dies darauf zurückzuführen
ist, daß bei ihrer Verwendung im Reib- und Gleitbereich metallische Glasflächen aus
amorph erstarrten Metallschmelzen, die keine Metallkristallgitterstrukturen mehr aufweisen,
entstehen. Die glasartigen glatten Reib- und Gleitflächen, die mit dem erfindungsgemäßen
Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat vermutlich erzeugt werden, verbessern deutlich
den gesamten Schmiervorgang, da der Reibkoeffizient und mit ihm der Abrieb, die Oxidation
und die Korrosion erheblich gesenkt werden. Auch der sogenannte Passungsrost wird
durch das erfindungsgemäße Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat verhindert.
Hinzu kommt, daß die erfindungsgemäßen Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrate
außerordentlich umweltfreundlich sind, da sie kein Blei, kein geschwefeltes Walspermöl
und kaum Phosphor enthalten. Dies haben Fischtests und Bakterienwachstumstests, die
mit den erfindungsgemäßen Schmiermitteln bzw. Schmiermittelkonzentraten durchgeführt
wurden, gezeigt. Außerdem wurde festgestellt, daß sie schon innerhalb von 3 bis 4
Monaten in normaler Erde zu 60 % biologisch abbaubar sind, so daß sie auch als außerordentlich
umweltverträglich bezeichnet werden können. Sie sind besonders gut geeignet für die
Verwendung in komokinetischen Gelenken für Fahrzeuge, d.h. kleinenGelenkenmit einer
hohen Drehzahl und einer hohen Belastung, und sie kommen dem als idealen Schmierstoff
angesehenen "Lifetime Lubricant" wesentlich näher als alle bisher bekannten Schmiermittel.
Hinzu kommt, daß die erfindungsgemäß eingesetzten, quartäre Kohlenstoffatome enthaltenden
Polyoläther-Verbindungen thermisch sehr stabil sind und daher hohe Betriebstemperaturen
von bis zu 300°C erlauben. Sie eröffnen daher die Möglichkeit zur Lebensdauerschmierung
höchst belasteter Motoren, Turbinen, Wälzlager, Gleichlaufgelenke und anderer Hochleistungsmaschinenelemente.
[0009] Unter dem hier verwendeten Ausdruck "Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat auf
der Basis von Mineral- und/oder Syntheseöl" sind sowohl Schmieröle als auch Schmierfette
auf Mineral- und/oder Syntheseölbasis zu verstehen.
[0010] Unter quartäre Kohlenstoffatome enthaltenden Verbindungen sind hier solche Verbindungen
zu verstehen, in denen die vier Hauptvalenzen mindestens eines Kohlenstoffatoms je
Molekül mit vier Kohlenstoffatomen besetzt sind. Solche Verbindungen sind mono-, di-
und trimere Pentaerythritäther, andere Polyoläther, Pentaerythritethoxyäther sowie
Telomersäurepentaerythritäther und die entsprechenden ethoxylierten Äther.
[0011] Die erfindungsgemäßen Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrate weisen gegenüber
den bekannten Schmiermitteln bzw. Schmiermittelkonzentraten deutlich verbesserte Eigenschaften
auf, wie die weiter unten folgenden Beispiele zeigen. Die durch den erfindungsgemäßen
Schmierstoff erzeugten glasartigen glatten Reib- und Gleitflächen ersparen Antriebsernergie
und erniedrigen den Reibungskoeffizienten per se und durch Aufbau eines sehr haftfesten
Grenzschmierfilms, der eine elastohydrodynamische Schmierung auch bei punktförmiger
Belastung ermöglicht. Hierdurch wird die Reibtemperatur von Schmierstoff und Schmierstelle
herabgesetzt, die Oxidationsbeständigkeit beider verlängert und die metallischen Reibungspartner
weniger spezifisch wechsellast-und temperaturbeansprucht.
Insgesamt werden durch diese Effekte der Verschleiß außerordentlich erniedrigt und
die Lebensdauer der Reibpartner und des Schmierstoffs deutlich erhöht. Erfindungsgemäß
werden diese Verbesserungen innerhalb eines sehr breiten Viskositätsbereiches erzielt,
so daß nunmehr auch Öle mit niedriger Viskosität dort verwendet werden können, wo
bisher hohe oder mittlere Viskositätsgrade als unbedingt erforderlich angesehen wurden,
beispielsweise bei Getrieben, Differentialgetrieben oder Turbinenuntersetzungsgetrieben.
Auch erlaubt die thermische Beständigkeit des erfindungsgemäßen Schmiermittels bzw.
Schmiermittelkonzentrats seine Verwendung an Schmierstellen hoher Betriebstemperatur,
beispielsweise in Dieselmotoren und Flugturbinen.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung enthält das Schmiermittel bzw.
Schmiermittelkonzentrat als Komponente (b) Mono-, Di- oder Tripentaerythrit, dessen
alkoholische Hydroxylgruppe(n) durch eine unverzweigte oder verzweigte Alkyl-, Aralkyl-
oder Arylgruppe mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 6 bis 12 Kohlenstoffatomen,
insbesondere 8 bis 12 Kohlenstoffatomen, veräthert oder ethoxyveräthert ist (sind).
[0013] Gemäß der Erfindung enthält das Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat zusätzlich
eine Komponente mit mindestens einer freien Hydroxylgruppe.
[0014] Das erfindusngsgemäße Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat enthält die Komponente
(b) gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung in einer Menge von
0,1 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1 bis 20 Gew.-%, insbesondere von 1 bis 12 Gew.-%,
speziell von 2 bis 6 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Mineral- und/oder Syntheseöls.
[0015] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung enthält das erfindungsgemäße
Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat als Komponente (b) ein Äther- und/oder
ethoxyliertes Ätherderivat von Mono-, Di- oder Tripentaerythrit und/oder einen Telomersäurepentaerythritäther
oder ein ethoxyliertes Derivat davon.
[0016] Als Grundöl enthält das erfindungsgemäße Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat
vorzugsweise Rüböl, Naturöl und/oder ein Syntheseöl mit einer Viskosität in dem Bereich
von 1,0 mPa.s bei 20°C bis 2.10⁶ mPa.s bei 20°C. Besonders bevorzugt ist die Verwendung
eines Mineralöls mit einer Viskosität von 1,0 mPa.s bei 20°C bis 540 mPa.s bei 50°C
als Naturöl sowie die Verwendung eines aromatischen oder aliphatischen Dicarbonsäureesters,
insbesondere Poly-α-olefin-dicarbonsäureesters, speziell -butylesters, mit einem Molekulargewicht
im Bereich von 1000 bis 3000, vorzugsweise von Phthalsäurediisodecylester, Trimethyladipinsäuredidecylester
und Sebacinsäuredioctylester, eines Polyisobutylens mit einem Molekulargewicht von
1000 bis 100 000 und einer Viskosität von 200 bis 43 000 mPa.s bei 100°C, eines Polymethacrylats
mit einer. Viskosität von 1000 mPa.s bei. 100°C, eines nicht-wasserlöslichen Polyglykols
mit einer \Viskosität von 5 bis 60 mPa.s bei 100°C, eines Isoparaffinöls und/oder
Alkylbenzols mit einem Flammpunkt von über 50°C und einer Viskosität im Bereich von
1,0 mPa.s bei 20°C bis 2 000 000 mPa.s bei 20°C und eines Telomersäureesters, vorzugsweise
eines Neopentylglykol- oder Trimethylolpropanesters der Telomersäure.
[0017] Als weiteren Zusatz enthält das erfindungsgemäße Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat
vorzugsweise einen Schwefelträger, insbesondere ein Thiazol, mindestens ein Metalldialkyldithiocarbamat
und/oder ein Metalldialkyldithiophosphat und/oder einen Phosphorträger, insbesondere
ein Organnophosphit, vorzugsweise ein Dialkylarylphosphit, speziell Didecylphenylphosphit
oder Didodecylphenylphosphit, und/oder ein Metalldialkyldithiophosphat.
[0018] Der Schwefelträger ist vorzugsweise in einer Menge von 0,5 bis 10 Gew.-%, insbesondere
von 1 bis 3 Gew.-%, in dem Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat enthalten, während
es den Phosphorträger vorzugsweise in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%, insbesondere
von 0,1 bis 5 Gew.-%, speziell von 0,5 bis 2 Gew.-%, enthält.
[0019] Als weitere übliche Zusätze kann das erfindungsgemäße Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat
gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung übliche Antioxidantien, Metalldesaktivatoren,
Detergentien, Dispergiermittel, Antischaummittel und/oder Viskositätsindexverbesserer
enthalten.
[0020] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
[0021] Zu den erfindungsgemäß verwendeten Polyoläther-Verbindungen mit mindestens einem
quartären Kohlenstoffatom im Molekül gehören die folgenden Verbindungen:
a) Äther und ethoxylierte Äther von Mono-, Di-und Tripentaerythrit.
[0022] Der ihnen zugrunde liegende Mono- und Dipentaerythrit hat die Struktur:

in denen die Hydroxylgruppen teilweise oder vollständig veräthert sind, deren Äthergruppen
vorzugsweise gerade oder verzweigte Alkyl-, Aralkyl- oder Arylgruppen mit 6 bis 18,
vorzugsweise 8 bis 12, Kohlenstoffatome darstellen.
[0023] Diese Verbindungen lassen sich leicht herstellen und zahlreiche Vertreter dieser
Verbindungen sind im Handel erhältlich.
[0024] Beispiele für geeignete Pentaerythritäther sind Pentaerythrit-monohexyläther, Pentaerythrit-monooctyläther,
Pentaerythrit-monononyläther, Pentaerythrit-monodecyläther, Pentaerythrit-monododecyläther,
Pentaerythrit-monomyristyläther, Pentaerythrit-monohexadecyläther, Pentaerythrit-monostearyläther,
Pentaerythrit-monooleyläther, Pentaerythrit-monoisostearyl- und -isopalmitinsäureäther;
die entsprechenden Dihexyl-, Dioctyl-, Dinonyl-, Didecyl-, Didodecyl-, Dimyristyl-,
Dihexadecyl-, Distearyl-, Dioleyl-, Diisostearyl- und Diisopalmitinsäureäther des
Pentaerythrits; die entsprechenden Trihexyl-, Trioctyl-, Trinonyl-, Tridecyl-, Tridodecyl-,
Trimyristyl-, Trihexadeyl-, Tristearyl-, Trioleyl-, Triisostearyl- und Triisopalmitinsäureäther
des Pentaerythrits, sowie die entsprechenden Tetrahexyl-, Tetraoctyl-, Tetranonyl-,
Tetradecyl-, Tetradodecyl-, Tetramyristyl-, Tetrahexadecyl-, Tetrastearyl-, Tetraoleyl-,
Tetraisostearyl- und Tetraisopalmitinsäureäther des Pentaerythrits.
b) Pentaerythrittelomersäurederivate mit der folgenden Grundstruktur
[0025]

worin bedeuten:
T = Telomer,
R = T oder Alkyl.
[0026] Bei Telomersäuren handelt es sich bekanntlich um Verbindungen mit verhältnismäßig
hohen Molekulargewichten und langkettigen, sternartig verzweigten Strukturen, die
auf übliche Weise veräthert werden können und deren Äther wertvolle Schmierstoffe
darstellen.
[0027] Erfindungsgemäß verwendbare Mineralöle sind alle üblichen Mineralöle vom Isoparaffinöl
mit einer Viskosität von 1,0 mPa.s bei 20°C über dünnes Spindelöl mit einer Viskosität
von 12 mPa.s bei 20°C bis zu hochviskosem Brightstock und Zylinderöl mit einer Viskosität
von 540 mPa.s bei 50°C.
[0028] Viele der erfindungsgemäß verwendbaren Syntheseöle sind im Handel erhältlich, beispielsweise
von der Firma BP unter der Handelsbezeichnung "Hyvis 10" (ein Polyisobutylen mit einer
Viskosität bei 100°C von 200 mPa.s), "Hyvis 200" (ein Polyisobutylen mit einer Viskosität
bei 100°C von 4300 mPa.s) und "Hyvis 2000" (ein Polyisobutylen mit einer Viskosität
bei 100°C von 43 000 mPa.s), Viscoplex 4-95 der Firma Röhm. (ein Polymethacrylat)
mit einer Viskosität von 1000 mPa.s bei 100°C , Ucolub N9 mit einer Viskosität von
5,7 mPa.s bei 100°C, Ucolub N36A mit einer Viskosität von 18 mPa.s bei 100°C, Ucolub
N 120A mit einer Viskosität von 55 NPa.s bei 100°C (alles nicht-wasserlösliche Polyglykole)
der Firma Union Carbide, sowie "Isopar J" der Firma Esso (ein Isoparaffinöl)mit einer
Viskosität bei 20°C von 1,0 mPa.s .
Bei den erfindungsgemäß als Phosphorträger verwendbaren Organophosphorverbindungen
handelt es sich um Verbindungen der Formel

worin R jeweils eine geradkettige, verzweigte oder cyclische Alkylgruppe mit 6 bis
12 Kohlenstoffatomen oder in o- oder p-Stellung durch einen niederen Alkylrest mit
1 bis 6 Kohlenstoffatomen substituierte Phenylgruppe bedeuten.
[0029] Bevorzugte Beispiele für Organophosphorverbindungen der obengenannten Formel sind
Monodecyl-diphenylphosphit, Didecylphenylphosphit, Triphenylphosphit, Dioctyl-phenylphosphit,
Dihexyl-phenyl-phosphit, Diisodecyl-phenylphosphit, Diisooctyl-phenyl-phosphit, Didecyl-o-methylphenylphosphit
und Didecyl-p-methylphenylphosphit.
[0030] Bei den erfindungsgemäß als Schwefelträger verwendbaren Metalldialkyldithiocarbamaten
handelt es sich um Verbindungen der Formel

worin Me ein Metall aus der Gruppe Kupfer, Silber, Zink, Cadmium, Bor, Titan, Zirkonium,
Zinn, Blei, Vanadin, Tantal, Antimon, Chrom, Molybdän, Wolfram, Mangan, Kobalt und
Nickel, vorzugsweise Bor, Nickel, Kobalt oder Molybdän, bedeutet.
[0031] Bei den erfindungsgemäß sowohl als Schwefelträger als auch als Phosphorträger verwendbaren
Metalldialkyldithiophosphaten handelt es sich um Verbindungen der Formel

worin Me für ein Metall aus der Gruppe Kupfer, Silber, Zink, Cadmium, Bor, Titan,
Zirkonium, Zinn, Blei, Vanadin, Tantal, Antimon, Chrom, Molybdän, Wolfram, Mangan,
Kobalt und Nickel, vorzugsweise für Zink, Nickel, Titan, Vanadin, Molybdän, Wolfram
und Mangan, steht.
[0032] Die Alkylgruppe in der obengenannten Metalldialkyldithiocarbamaten und Metalldialkyldithiophosphaten
enthält jeweils vorzugsweise 4 bis 8 Kohlenstoffatome, so daß die genannten Metallsalze
in den handelsüblichen Grundölen noch löslich sind. Zu Beispielen für besonders vorteilhafte
Alkylgruppen gehören dien-, i- und tert-Butylgruppe, die n- und i-Amylgruppe, die
n- und i-Hexylgruppe, die n- und i-Heptylgruppe und die 2-Ethylhexylgruppe. Ganz besonders
bevorzugt sind die i-Butylgruppe, die n- und i-Amylgruppe und die 2-Ethylhexylgruppe.
[0033] Beispiele für erfindungsgemäß mit besonderem Vorteil verwendbare Metalldialkyldithiocarbamate
sind folgende: Kupferdialkyldithiocarbamate und Kupferbisdialkyldithiocarbamate; Silberdialkyldithiocarbamate;
Zink- und Cadmiumbisdialkyldithiocarbamate; Bortrisdialkyldithiocarbamate; Titan-,
Zirkonium-, Zinn- und Bleitetrakisdialkyldithiocarbamate sowie Zinn- und Bleibisdialkyldithiocarbamate;
Antimon-, Vanadin- und Tantaltrisdialkyldithiocarbamate, -tetrakis- und -pentakisdialkyldithiocarbamate
sowie die Dialkyldithiocarbamate, in denen diese Metalle im gemischten Oxidationsstufen
vorliegen; Chrombis-, Chromtris-, Chromtetrakis- und Chromhexakisdialkyldithiocarbamate,
Molybdän- und Wolframtetrakis-, -hexakis- und -oxybis- und -oxytetrakisdialkyl-dithiocarbamate;
Manganbis-, -tris- und -hexakisdialkyldithiocarbamate; und Kobalt- und Nickelbis-
und -tris-dialkyldithiocarbamate.
[0034] Unter diesen Verbindungen besonders bevorzugt sind die Bortrisdialkyldithiocarbamate,
die Nickeltrisdialkyldithiocarbamate und die Molybdäntetrakis- und Molybdänoxytetrakisdialkyldithiocarbamate.
[0035] Metalldialkyldithiophosphate, die erfindungsgemäß mit besonderem Vorteil verwendet
werden können, sind die Dialkyldithiophosphate der gleichen Metalle in den gleichen
Oxidationsstufen wie sie oben für die Metalldialkyldithiocarbamate aufgezählt worden
sind.
[0036] Ganz besonders vorteilhaft sind Zinkbisdialkyldithiophosphate, Nickelbis- und -trisdialkyldithiophosphate,
Titan- und Vanadintetrakisdialkyldithiophosphate, Molybdän- und Wolframtetrakisdialkyldithiophosphate
und Molybdän- und Wolframoxytetrakisdialkyldithiophosphate.
[0037] Besonders bevorzugte Vertreter der erfindungsgemäß verwendeten Metalldialkyldithiocarbamate
sind:
[0038] Bortrisdiiosbutyldithiocarbamat, Brotrisdiamyldithiocarbamat, Bortrisdi-2-ethylhexyldithiocarbamat,
Nickeltrisdiisobutyldithiocarbamat, Nickeltrisdiamyldithiocarbamat, Nickeltrisdi-2-ethylhexyldithiocarbamat,
Molybdäntetrakisdi-2-ethylhexyldithiocarbamat, Molybdänoxytetrakisdi-2-ethylhexyldithiocarbamat
und Kobaltbisdiisobutyldithiocarbamat.
[0039] Besonders bevorzugte Vertreter der erfindungsgemäß verwendeten Metalldialkyldithiophosphate
sind Zinkbisdi-2-ethylhexyldithiophosphat, Nickelbis- und -trisdi-2-ethylhexyldithiophosphat,
Titan- und Vanadintetrakisdi-2-ethylhexyldithiophosphat sowie Molybdän- und Wolframtetrakis-
und Molybdänoxy- und Wolframoxytetrakisdi-2-ethylhexyldithiophosphat.
1. Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat auf der Basis von Mineral- und/oder Syntheseöl,
das eine Verbindung mit mindestens einem quartären Kohlenstoffatom und mindestens
einer Ätherbindung im Molekül sowie weitere übliche Zusätze enthält, dadurch
gekennzeichnet, daß es enthält
(a) mindestens einen 4- bis 8-wertigen Alkohol mit mindestens einem quartären Kohlenstoffatom
und mindestens einer Ätherbindung im Molekül mit einer Dichte d₂₀ von mindestens 0,900
und einer Enthalpie ΔH von mindestens 350 kcal/kg, ausgewählt aus der Gruppe der Mono-,
Di- und Tripentaerythrite, deren alkoholische Hydroxylgruppen durch eine unverzweigte
oder verzweigte Alkyl-, Aralkyl- oder Arylgruppe mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen veräthert
oder ethoxyveräthert sind,
(b) eine zusätzliche Komponente mit mindestens einer freien Hydroxylgruppe im Molekül,
(c) mindestens ein Metalldialkyldithiocarbamat der Formel

worin bedeuten:
Me ein Metall aus der Gruppe Kupfer, Silber, Zink, Cadmium, Bor,Titan, Zirkonium,
Zinn, Blei, Vanadin, Tantal, Antimon, Chrom, Molybdän, Wolfram, Mangan, Kobalt und
Nickel und
Alkyl eine Alkylgruppe mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen,
(d) mindestens ein Dialkylaryl-, Monoalkyldiaryl-, Trialkyl- oder Triarylphosphit,
in dein die Alkylgruppe unverzweigt, verzweigt oder zyklisch ist und 8 bis 12 Kohlenstoffatome
aufweist und die Arylgruppe einen in o- oder p-Stellung durch einen Alkylrest mit
1 bis 6 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest darstellt,
(e) ein Thiazol und
(f) als weitere übliche Zusätze an sich bekannte Antioxidationsmittel, Metalldesaktivatoren,
Detergentien, Dispergiermittel, Antischaummittel und/oder Viskositätsindexverbesserungsmittel.
2. Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es als weitere Komponente enthält
(g) mindestens ein Metalldialkyldithiophosphat der allgemeinen Formel

worin bedeuten:
Me ein Metall aus der Gruppe Kupfer, Silber, Zink, Cadmium, Bor, Titan, Zirkonium,
Zinn, Blei, Vanadin, Tantal, Antimon, Chrom, Molybdän, Wolfram, Mangan, Cobalt und
Nickel und
Alkyl eine Alkylgruppe mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen.
3. Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß es mindestens ein Dialkyldithiocarbamat von Bor, Nickel, Cobalt und Molybdän und/oder
mindestens ein Dialkyldithiophosphat von Zink, Nickel, Molybdän, Wolfram, Titan, Vanadin
und Mangan enthält.
4. Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß es Bortrisdiisobutyldithiocarbamat und/oder Bortrisdi-2-ethylhexyldithiocarbamat
in Kombination mit Nickeltrisdiisobutyldithiocarbamat, Nickeltrisdiamyldithiocarbamat
und/oder Nickeltrisdi-2-ethylhexyldithiocarbamat sowie Zinkbisdi-2-ethylhexyldithiophosphat,
Nickeltrisdi-2-ethylhexyldithiophosphat, Titantetrakisdi-2-ethylhexyldithiophosphat,
Vanadintetrakisdi-2-ethylhexyldithiophosphat, Molybdäntetrakis- oder Molybdänoxytetrakisdi-2-ethylhexyldithiophosphat,
Wolframtetrakis- und/oder Wolframoxytetrakisdi-2-ethylhexyldithiophosphat enthält.
5. Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß es die Komponente (a) in einer Menge von 0,1 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise
0,1 bis 20 Gew.-%, insbesondere 1 bis 12 Gew.-%, speziell 2 bis 6 Gew.-%, bezogen
auf das Gewicht des Mineral- und/oder Syntheseöls, enthält.
6. Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß es als Grundöl Rüböl, Naturöl und/oder ein Syntheseöl mit einer
Viskosität im Bereich von 1,0 bis 2 x 10⁶ mPa.s bei 20°C enthält.
7. Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß es als Naturöl ein Mineralöl mit einer Viskosität von 1,0 mPa.s bei 20°C bis 540
mPa.s bei 50°C und/oder als Syntheseöl einen aromatischen oder aliphatischen Dicarbonsäureester,
insbesondere Poly-α-olefin-dicarbonsäureester, speziell -butylester, mit einem Molekulargewicht
im Bereich von 1 000 bis 3 000, vorzugsweise Phthalsäurediisodecyläther, Trimethyladipinsäuredidecylester
und Sebacinsäuredioctylester, ein Polyisobutylen mit einem Molekulargewicht von 1
000 bis 100 000 und einer Viskosität von 200 bis 43 000 mPa.s bei 100°C, ein Polymethacrylat
mit einer Viskosität von 1 000 mPa.s bei 100°C, ein nicht-wasserlösliches Polyglycol
mit einer Viskosität von 5 bis 60 mPa.s bei 100°C, ein Isoparaffinöl und/oder Alkylbenzol
mit einem Flammpunkt von über 50°C und einer Viskosität im Bereich von 1,0 bis 2 000
000 mPa.s bei 20°C enthält.
8. Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß es die Schwefel enthaltende(n) Verbindung(en) in einer Menge von
0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 3 Gew.-%, enthält.
9. Schmiermittel bzw. Schmiermittelkonzentrat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß es die Phosphor enthaltende(n) Verbindung(en) in einer Menge von
0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 2 Gew.-%, enthält.
1. A lubricant and lubricant concentrate, respectively, on a mineral oil base and/or
a synthetic oil base, comprising a compound having at least one quaternary carbon
atom and at least one ether bond in its molecule as well as further common additives,
characterized in that it contains
a) at least one tetravalent to octavalent alcohol having at least one quaternary carbon
atom and at least one ether bond in its molecule which compound has a density d₂₀
of at least 0,900 and an enthalpy ΔH of at least 350 kcal/kg and is selected from
the group consisting of the mono-, di- and tri-pentaerythritols the alcoholic hydroxyl
groups of which are etherified or ethoxyetherified by straight or branched alkyl,
aralkyl or aryl groups having from 6 to 18 carbon atoms,
b) an additional component having at least one free hydroxyl group in its molecule,
c) at least one metal dialkyldithiocarbamate of general formula

wherein
Me is a metal selected from the group consisting of copper, silver, zinc, cadmium,
boron, titanium, zirconium, tin, lead, vanadium, tantalum, antimony, chromium, molybdenum,
tungsten, manganese, cobalt and nickel, and
Alkyl is an alkyl group having from 4 to 8 carbon atoms,
d) at least one dialkylaryl-, monoalkyldiaryl-, trialkyl- or triarylphosphite wherein
the alkyl group is straight, branched or cyclic and has from 8 to 12 carbon atoms
and wherein the aryl group is a phenyl group substituted in o-or p-position by C₁-C₆-alkyl,
e) a thiazole and
f) antioxidants, metal deactivators, detergents, dispersants, anti-foam agents and/or
viscosity index improving agents as further commonly used additives known per se.
2. The lubricant and lubricant concentrate, respectively, according to claim 1, characterized
in that it comprises as a further component
(g) at least one metal dialkyldithiophosphate of general formula

wherein
Me is a metal selected from the group consisting of copper, silver, zinc, cadmium,
boron, titanium, zirconium, tin, lead, vanadium, tantalum, antimony, chromium, molybdenum,
tungsten, manganese, cobalt and nickel and
Alkyl is an alkyl group having from 4 to 8 carbon atoms.
3. The lubricant and lubricant concentrate, respectively, according to claim 1 or 2,
characterized in it contains at least one dialkyl-dithiocarbamate of boron, nickel,
cobalt and molybdenum and/or at least one dialkyl-dithiophosphate of zinc, nickel,
molybdenum, tungsten, titanium, vanadium and manganese.
4. The lubricant and lubricant concentrate, respectively, according to claim 3, characterized
in that it contains boron tris-diisobutyl-dithiocarbamate and/or boron tris-di-2-ethylhexyl-dithiocarbamate
in combination with nickel tris-diisobutyl-dithiocarbamate, nickel tris-diamyl-dithiocarbamate
and/or nickel tris-di-2-ethylhexyl-dithiocarbamat as well as zinc bis-di-2-ethylhexyl-dithiophosphate,
nickel tris-di-2-ethylhexyl-dithiophosphat, titanium tetrakis-di-2-ethylhexyl-dithiophosphate,
vanadium tetrakis-di-2-ethylhexyl-dithiophosphate, molybdenum tetrakis- or molybdenum
oxytetrakis-di-2-ethylhexyl-dithiophosphate, tungsten tetrakis- and/or tungsten oxytetrakis-di-2-ethylhexyl-dithiophosphate.
5. The lubricant and lubricant concentrate, respectively, according to any of claims
1 to 3, characterized in that it contains said component (a) in an amount of from
0,1 to 40 % by weight, preferably from 0,1 to 20 % by weight, in particular from 1
to 12 % by weight, especially from 2 to 6 % by weight, based on the weight of said
mineral oil and/or said synthetic oil.
6. The lubricant and lubricant concentrate, respectively, according to any of claims
1 to 5, characterized in that it contains as said base oil a beet oil, a natural oil
and/or a synthetic oil having a viscosity in the range of from 1,0 to 2.10⁶ mPa.s
at 20°C.
7. The lubricant and lubricant concentrate, respectively, according to claim 6, characterized
in that it contains as said natural oil a mineral oil having a viscosity of from 1,0
mPa.s at 20°C to 540 mPa.s at 50°C and/or as said synthetic oil an aromatic or aliphatic
dicarboxylic acid ester, in particular a poly-α-olefin-dicarboxylic acid ester, especially
-butylester, having a molecular weight in the range of from 1000 to 3000, preferably
phthalic acid diisodecylester, trimethyladipic acid didecylester and sebacic acid
dioctylester, a polyisobutylene having a molecular weight of from 1000 to 100 000
and a viscosity of from 200 to 43 000 mPa.s at 100°C, a polymethacrylate having a
viscosity of 1000 mPa.s at 100°C, a water-insoluble polyglycol having a viscosity
of from 5 to 60 mPa.s at 100°C, an isoparaffine oil and/or an alkyl benzene having
an inflammation point of higher than 50°C and a viscosity in the range of from 1,0
to 2 000 000 mPa.s at 20°C.
8. The lubricant and lubricant concentrate, respectively, according to any of claims
1 to 7, characterized in that it contains said sulfur containing compound(s) in an
amount of from 0,5 to 10 % by weight, preferably from 1 to 3 % by weight.
9. The lubricant and lubricant concentrate, respectively, according to any of claims
1 to 8, characterized in that it contains said phosphorus containing compound(s) in
an amount of from 0,1 to 5 % by weight, preferably from 0,5 to 2 % by weight.
1. Un lubrifiant ou concentré de lubrifiant à base d'une huile minérale et/ou synthétique
contenant au moins un composé comportant au moins un atome de carbone quaternaire
et au moins une liaison éthérique dans la molécule et autres additives usuels,
characterise en ce qu'il contient
a) au moins un alcool tetravalent à octavalent comportant au moins un atome de carbone
quaternaire et au moins une liaison éthérique dans la molécule, ayant une densité
d₂₀ d'au moins 0,900 et une enthalpie ΔH d'au moins 350 kcal/kg, choisi parmi le groupe
des mono-, di- et tri-pentaerythritoles, dont les groupes hydroxyles alcooliques sont
éthérifiés ou ethoxyéthérifiés par un groupe alkyle, aralkyle ou aryle ramifié ou
non-ramifié et comportant de 6 a 18 atomes de carbone,
b) une composante additionelle comportant au moins un groupe hydroxyle libre dans
la molécule,
c) au moins un dialkyldithiocarbamate de métal ayant la formule générale

dans laquelle
Me représente un métal choisi parmi le groupe de cuivre, argent, zinc, cadmium,
bore, titane, zirconium, étain, plomb, vanadium, tantale, antimoine, chrome, molybdène,
tungstène, manganèse, cobalt et nickel et
Alkyl représente un groupe alkyle comportant de 4 à 8 atomes de carbone,
d) au moins un dialkylaryl-, monoalkyldiaryl-, trialkyl- ou triarylphosphite, dont
le groupe alkyle est non-ramifié, ramifié ou cyclique et comporte de 8 à 12 atomes
de carbone et dont le groupe aryle est un groupe phenyle substitué en o- ou p-position
par alkyle ayant de 1 à 6 atomes de carbone,
e) un thiazole et
f) comme autres additives usuels des agents antioxidants, des desactivateurs de métal,
des détergents, des agents dispersants, des agents antimousses et/ou des agents améliorants
la viscosité, connus en soi.
2. Le lubrifiant ou concentré de lubrifiant selon la revendication 1, characterisé en
ce qu'il contient comme une composante additionelle
(g) au moins un dialkyldithiophosphate de métal ayant la formule generale

dans laquelle
Me représente un métal choisi parmi le groupe de cuivre, argent, zinc, cadmium,
bore, titane, zirconium, étain, plomb, vanadium, tantale, antimoine, chrome, molybdène,
tungstène, manganèse, cobalt et nickel et
Alkyl représente un groupe alkyle comportant de 4 à 8 atomes de carbone.
3. Le lubrifiant ou concentré de lubrifiant selon la revendication 1 ou 2, characterisé
en ce qu'il contient au moins un dialkyldithiocarbamate de bore, nickel, cobalt et
molybdène et/ou au moins un dialkyldithiophosphate de zinc, nickel, molybdène, tungstène,
titane, vanadium et manganèse.
4. Le lubrifiant ou concentre de lubrifiant selon la revendication 3, characterisé en
ce qu'il contient le diisobutyl-dithiocarbamate de bore et/ou le tris-di-2-ethylhexyldithiocarbamate
de bore en combinaison avec le tris-diisobutyl-dithiocarbamate de nickel, le tris-diamyl-dithiocarbamate
de nickel et/ou le tris-di-2-ethylhexyl-dithiocarbamate de nickel ainsi le bis-di-2-ethylhexyl-dithiophosphate
de zinc, le tris-di-2-ethylhexyl-dithiophosphate de nickel, le tetrakis-di-2-ethylhexyl-
dithiophosphate de titane, le tetrakis-di-2-ethylhexyl-dithiophosphate de vanadium,
le tetrakis- ou oxytetrakis-di-2-ethylhexyl-dithiophosphate de molybdène, le tetrakis-
et/ou oxytetrakis-di-2-ethylhexyl-dithiophosphate de tungstène.
5. Le lubrifiant ou concentré de lubrifiant selon l'une des revendications 1 à 3, characterisé
en ce qu'il contient la composante (a) en une quantité de 0,1 à 40 % en poids, préférablement
de 0,1 à 20 % en poids, en particulier de 1 à 12 % en poids, spécialement de 2 à 6
% en poids, par rapport au poids de l'huile minérale et/ou synthétique.
6. Le lubrifiant ou concentré de lubrifiant selon l'une des revendications 1 à 5, characterisé
en ce qu'il contient comme huile de base une huile de navette, une huile naturelle
et/ou une huile synthétique ayant une viscosité de 1,0 à 2.10⁶ mPa.s à 20°C.
7. Le lubrifiant ou concentré de lubrifiant selon la revendications 6, characterisé en
ce qu'il contient comme huile naturelle une huile minérale ayant une viscosité de
1,0 mPa.s à 20°C à 540 mPa.s à 50°C et/ou comme huile synthétique un ester d'un acide
aromatique ou aliphatique, en particulier un ester d'un acide poly-α-olefin-dicarboxylique,
spécialement le butylester, ayant un poids moleculaire de 1000 à 3000, préférablement
le diisodecylester de l'acide phtalique, le didecylester de l'acide trimethyladipinique
et le dioctylester de l'acide sébacique, un polyisobutylène ayant un poids moléculaire
de 1000 à 100 000 et une viscosité de 200 à 43 000 mPa.s à 100°C, un polymethacrylate
ayant une viscosité de 1000 mPa.s a 100°C, un polyglycol non-soluble dans l'eau ayant
une viscosité de 5 à 60 mPa.s à 100°C, une huile isoparaffinique et/ou un alkylbenzène
ayant un point d'inflammation de plus de 50°C et une viscosité de 1,0 mPa.s à 20°C
à 2 000 000 mPa.s à 20°C.
8. Le lubrifiant ou concentré de lubrifiant selon l'une des revendications 1 à 7, characterisé
en ce qu'il contient le(les) composé(s) comportant du soufre en une quantité de 0,5
à 10 % en poids, préférablement de 1 à 3 % en poids.
9. Le lubrifiant ou concentré de lubrifiant selon l'une des revendications 1 à 8, characterisé
en ce qu'il contient le(les) composé(s) comportant du phosphore en une quantité de
0,1 à 5 % en poids, préférablement de 0,5 à 2 % en poids.