(19)
(11) EP 0 286 574 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
12.10.1988  Patentblatt  1988/41

(21) Anmeldenummer: 88730026.7

(22) Anmeldetag:  05.02.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E05B 65/52
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE GB LI NL

(30) Priorität: 06.02.1987 DE 8702013 U

(71) Anmelder: IKON AKTIENGESELLSCHAFT Präzisionstechnik
D-14167 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • Rieger, Florian
    D-1000 Berlin 41 (DE)
  • Rininsland, Rolf
    D-1000 Berlin 37 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Kastenschloss


    (57) Die Erfindung betrifft ein Kastenschloß mit veränderbarem Dornmaß, das durch die Anordnung des vom Zylinder oder Knauf bewegten Antriebselementes in oder an einer Einlegplatte bestimmt wird. Um die Anpassung schnell und einfach durchführen zu können, wird eine bestimmte symmerische Ausbildung der Einlegplatte (3) vorgeschlagen, so daß die Dornmaßänderung durch Verdrehung der Einlegplatte (3) möglich ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Neuerung betrifft ein Kastenschloß mit veränderbarem Dornmaß gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Bei Kastenschlössern ist es bekannt, diese so auszubilden, daß ein fest eingestelltes Dornmaß bspw. von 60 mm vorgesehen ist, aber es gibt auch
        Ausführungen, bei denen das Dornmaß veränderbar ist bspw von 55 - 85 mm. Um dies zu erreichen, muß das Antriebselement, das mit dem Außenzylinder zusammenwirkt, im Schloß selbst versetzt werden, und dies bedingt eine Ummontierung der entsprechenden, das Antriebselement aufnehmenden Halteelemente bspw. einer Einlegplatte, die mit dem Schloßdeckel verbunden ist. Da die Einstellung des Dornmaßes üblicherweise vor Einbau des Schlosses vorgenommen wird, ist man bemüht, die Einstellbarkeit so einfach wie möglich auszubilden, damit dies in kurzer Zeit eine Anpassung an das gewünschte Dornmaß erlaubt. In der Praxis hat sich aber gezeigt, daß die bisherigen Ausführungen durch entsprechendes Umlegen der Einlegplatte, das Neubefestigen und der Anbringung der einzelnen Teile, so auch des Antriebselementes, doch mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden ist.

    [0003] Es ist daher die Aufgabe der Neuerung, ein Kastenschloß zu schaffen mit veränderbarem Dornmaß, wobei die Änderung des Dornmaßes schnell und einfach durchgeführt werden kann.

    [0004] Gelöst wird diese Aufgabe neuerungsgemäß dadurch, daß die Einlegplatte zwei spiegelsymmetrisch angeordnete Ausnehmungen zur Aufnahme des Antriebselementes aufweist und um 180° dreh- und auf dem Schloßdeckel fixierbar ist. Wesentlich ist, daß die Fixpunkte in bezug auf die Ausnehmungen so angeordnet sind, daß der Mittelpunkt der Verbindungslinie der Fixpunkte auf der Symmetrielinie der Ausnehmungen liegt, und zwar in einem Abstand von dem Schnittpunkt der Mittellinie der Ausnehmungen mit der Symmetrielinie, und dieser Abstand entspricht schließlich der gewünschten Dornmaßänderung. Mit anderen Worten bedeutet das, daß eine Dornmaßänderung von 60 auf 70 mm bzw. umgekehrt dann möglich ist, wenn dieser Abstand 5 mm, also die Hälfte der Dornmaßänderung beträgt.

    [0005] Mittels der neuerungsgemäß ausgebildeten Einlegplatte wird erreicht, daß diese lediglich um 180° gedreht werden muß und dann bereits den Einbau des Antriebselementes mit verändertem Dornmaß ermöglicht.

    [0006] Die Neuerung soll anhand der Zeichnungen erläutert werden, wobei die Figur 1 eine Einsicht von oben in das Kastenschloß mit schematisch angedeuteter Einlegplatte und Figur 2 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, zeigt.

    [0007] Auf dem Schloßdeckel 4 sind zwei Fixpunkte 5 vorgesehen, wobei diese im gezeigten Beispiel auf einer Verbindungslinie liegen, die die Verbindungslinie der Ausnehmungen 6 für das Antriebselement 2 unter einem von 90° abweichenden Winkel schneidet. Diese Ausnehmungen 6 sind spiegelsymmetrisch angeordnet zur Symmetrieebene, die nachfolgend als Symmetrielinie 7 bezeichnet wird. Wie aus der Figur 1 ersichtlich, schneidet die Verbindungslinie 8 der Fixpunkte 5 die Symmetrielinie 7 in einem Abstand X von dem Schnittpunkt, der auf der Symmetrielinie 7 senkrecht stehenden Mittellinie 10 der Ausnehmungen 6. Wesentlich für die neuerungsgemäße Lösung ist dieser Abstand X. Es ist ohne weiteres einzusehen, daß die Anordnung der Fixpunkte selbst nicht so sein muß, wie im gezeigten Beispiel, sondern diese können bspw. auch durchaus auf der Symmetrielinie 7 liegen oder auch spiegelsymmetrisch zu dieser Symmetrielinie 7 , voraus­gesetzt der Mittelpunkt 9 der Verbindungslinie 8 dieser Fixpunkte liegt auf der Symmetrielinie 7 und in einem Abstand X, der halb so groß ist wie die gewünschte Dornmaßänderung. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist das Antriebselement 2 mittels einer Sicherungsscheibe 1 mit der Einlegplatte 3 verbunden. Die Änderung des Dornmaßes von bspw. 60 auf 70 mm erfolgt nun einfach dadurch, daß diese Sicherungsscheibe entfernt, das Antriebselement herausgezogen wird und ein Drehen der Einlegplatte 3 um 180° erfolgt, so daß diese Platte dann wieder in die Raststellung bedingt durch die Fixpunkte 5 gelangt. Drehpunkt ist quasi hierbei der Mittelpunkt 9. Nach dieser Drehung um 180° liegt eine Anordnung vor, die in der Figur 1b angedeutet ist, d.h. nach Einsetzen des Antriebselementes und Sichern durch die Sicherungsscheibe 1 hat sich das Dornmaß von 60 auf 70 mm geändert.

    [0008] Die Figur 2 zeigt teilweise im Schnitt die Anordnung der Einlegplatte im Schloßdeckel, wobei zur Vervollständigung der Darstellung hier noch der Drehknauf 11 gezeigt ist, der mit dem Antriebselement 2 zusammenwirkt.


    Ansprüche

    Kastenschloß mit veränderbarem Dornmaß, wobei das jeweilige Dornmaß durch die Anordnung des vom Zylinder oder Knauf bewegten Antriebselementes in oder an einer Einlegplatte bestimmt wird,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Einlegplatte (3) zwei spiegelsymmetrisch angeordnete Ausnehmungen (6) zur Aufnahme des Antriebselementes (2) aufweist und um 180° dreh- und auf der Schloßdecke (4) fixierbar ist, wobei die Fixpunkte (5) in bezug auf die Ausnehmungen (6) so angeordnet sind, daß der Mittelpunkt (9) der Verbindungslinie (8) der Fixpunkte (5) auf der Symmetrielinie (7) der Ausnehmungen (6) liegt, und zwar in einem Abstand (x) von dem Schnittpunkt der Mittellinie (10) der Ausnehmungen (6) mit der Symmetrielinie (7), der halb so groß ist, wie die gewünschte Dornmaßänderung.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht