[0001] Die Neuerung betrifft ein Kastenschloß mit veränderbarem Dornmaß gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Bei Kastenschlössern ist es bekannt, diese so auszubilden, daß ein fest eingestelltes
Dornmaß bspw. von 60 mm vorgesehen ist, aber es gibt auch
Ausführungen, bei denen das Dornmaß veränderbar ist bspw von 55 - 85 mm. Um dies
zu erreichen, muß das Antriebselement, das mit dem Außenzylinder zusammenwirkt, im
Schloß selbst versetzt werden, und dies bedingt eine Ummontierung der entsprechenden,
das Antriebselement aufnehmenden Halteelemente bspw. einer Einlegplatte, die mit dem
Schloßdeckel verbunden ist. Da die Einstellung des Dornmaßes üblicherweise vor Einbau
des Schlosses vorgenommen wird, ist man bemüht, die Einstellbarkeit so einfach wie
möglich auszubilden, damit dies in kurzer Zeit eine Anpassung an das gewünschte Dornmaß
erlaubt. In der Praxis hat sich aber gezeigt, daß die bisherigen Ausführungen durch
entsprechendes Umlegen der Einlegplatte, das Neubefestigen und der Anbringung der
einzelnen Teile, so auch des Antriebselementes, doch mit einem erheblichen Zeitaufwand
verbunden ist.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der Neuerung, ein Kastenschloß zu schaffen mit veränderbarem
Dornmaß, wobei die Änderung des Dornmaßes schnell und einfach durchgeführt werden
kann.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe neuerungsgemäß dadurch, daß die Einlegplatte zwei spiegelsymmetrisch
angeordnete Ausnehmungen zur Aufnahme des Antriebselementes aufweist und um 180° dreh-
und auf dem Schloßdeckel fixierbar ist. Wesentlich ist, daß die Fixpunkte in bezug
auf die Ausnehmungen so angeordnet sind, daß der Mittelpunkt der Verbindungslinie
der Fixpunkte auf der Symmetrielinie der Ausnehmungen liegt, und zwar in einem Abstand
von dem Schnittpunkt der Mittellinie der Ausnehmungen mit der Symmetrielinie, und
dieser Abstand entspricht schließlich der gewünschten Dornmaßänderung. Mit anderen
Worten bedeutet das, daß eine Dornmaßänderung von 60 auf 70 mm bzw. umgekehrt dann
möglich ist, wenn dieser Abstand 5 mm, also die Hälfte der Dornmaßänderung beträgt.
[0005] Mittels der neuerungsgemäß ausgebildeten Einlegplatte wird erreicht, daß diese lediglich
um 180° gedreht werden muß und dann bereits den Einbau des Antriebselementes mit verändertem
Dornmaß ermöglicht.
[0006] Die Neuerung soll anhand der Zeichnungen erläutert werden, wobei die Figur 1 eine
Einsicht von oben in das Kastenschloß mit schematisch angedeuteter Einlegplatte und
Figur 2 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, zeigt.
[0007] Auf dem Schloßdeckel 4 sind zwei Fixpunkte 5 vorgesehen, wobei diese im gezeigten
Beispiel auf einer Verbindungslinie liegen, die die Verbindungslinie der Ausnehmungen
6 für das Antriebselement 2 unter einem von 90° abweichenden Winkel schneidet. Diese
Ausnehmungen 6 sind spiegelsymmetrisch angeordnet zur Symmetrieebene, die nachfolgend
als Symmetrielinie 7 bezeichnet wird. Wie aus der Figur 1 ersichtlich, schneidet die
Verbindungslinie 8 der Fixpunkte 5 die Symmetrielinie 7 in einem Abstand X von dem
Schnittpunkt, der auf der Symmetrielinie 7 senkrecht stehenden Mittellinie 10 der
Ausnehmungen 6. Wesentlich für die neuerungsgemäße Lösung ist dieser Abstand X. Es
ist ohne weiteres einzusehen, daß die Anordnung der Fixpunkte selbst nicht so sein
muß, wie im gezeigten Beispiel, sondern diese können bspw. auch durchaus auf der Symmetrielinie
7 liegen oder auch spiegelsymmetrisch zu dieser Symmetrielinie 7 , vorausgesetzt
der Mittelpunkt 9 der Verbindungslinie 8 dieser Fixpunkte liegt auf der Symmetrielinie
7 und in einem Abstand X, der halb so groß ist wie die gewünschte Dornmaßänderung.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist das Antriebselement 2 mittels einer Sicherungsscheibe
1 mit der Einlegplatte 3 verbunden. Die Änderung des Dornmaßes von bspw. 60 auf 70
mm erfolgt nun einfach dadurch, daß diese Sicherungsscheibe entfernt, das Antriebselement
herausgezogen wird und ein Drehen der Einlegplatte 3 um 180° erfolgt, so daß diese
Platte dann wieder in die Raststellung bedingt durch die Fixpunkte 5 gelangt. Drehpunkt
ist quasi hierbei der Mittelpunkt 9. Nach dieser Drehung um 180° liegt eine Anordnung
vor, die in der Figur 1b angedeutet ist, d.h. nach Einsetzen des Antriebselementes
und Sichern durch die Sicherungsscheibe 1 hat sich das Dornmaß von 60 auf 70 mm geändert.
[0008] Die Figur 2 zeigt teilweise im Schnitt die Anordnung der Einlegplatte im Schloßdeckel,
wobei zur Vervollständigung der Darstellung hier noch der Drehknauf 11 gezeigt ist,
der mit dem Antriebselement 2 zusammenwirkt.
Kastenschloß mit veränderbarem Dornmaß, wobei das jeweilige Dornmaß durch die Anordnung
des vom Zylinder oder Knauf bewegten Antriebselementes in oder an einer Einlegplatte
bestimmt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einlegplatte (3) zwei spiegelsymmetrisch angeordnete Ausnehmungen (6) zur
Aufnahme des Antriebselementes (2) aufweist und um 180° dreh- und auf der Schloßdecke
(4) fixierbar ist, wobei die Fixpunkte (5) in bezug auf die Ausnehmungen (6) so angeordnet
sind, daß der Mittelpunkt (9) der Verbindungslinie (8) der Fixpunkte (5) auf der Symmetrielinie
(7) der Ausnehmungen (6) liegt, und zwar in einem Abstand (x) von dem Schnittpunkt
der Mittellinie (10) der Ausnehmungen (6) mit der Symmetrielinie (7), der halb so
groß ist, wie die gewünschte Dornmaßänderung.