[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Aderverbinder für Kabeladern, insbesondere von
Fernmeldekabeln, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Ein Aderverbinder dieser Art ist aus der DE-23 28 505 Al vorbekannt. Bei diesem sind
in der Längsmitte des Gehäuseunterteiles in zwei parallele Führungskanäle Schneid-Klemm-Kontakte
eingesetzt. Ferner sind zwei mit dem Gehäuseunterteil über Filmscharniere verbundene
Gehäuseoberteile vorgesehen, die beim Verrasten mit dem Gehäuseunterteil die in die
Kontaktschlitze der Schneid-Klemm-Kontakte eingelegten Kabeladern mittels der Eindrückstege
in die Kontaktschlitze der Schneid-Klemm-Kontakte eindrücken. Auf diese Weise kann
entweder ein Verbindungsspleiß zwischen zwei durch den Aderverbinder durchlaufenden
Kabeladern oder ein Abzweigungsspleiß geschaffen werden, bei welchem nur eine Kabelader
durch den Aderverbinder hindurch läuft, wohingegen die andere Kabelader außerhalb
des Aderverbinders abgeschnitten werden muß.
[0003] Zur Herstellung eines Verbindungsspleißes aus diesem Abzweigunsspleiß muß dann auch
die andere Kabelader hinter dem Schneid-Klemm-Kontakt abgeschnitten werden.
[0004] Nachteilig hierbei ist, daß zum Abschneiden der Kabeladern jeweils besondere Schneidwerkzeuge
erforderlich sind und daß beim Abschneiden die Gefahr von Kurzschlüssen besteht.
[0005] Es ist darüber hinaus aus der DE 32 00 213 Al ein weiterer Aderverbinder für Fernmeldekabel
bekannt, bei dem den Schneid-Klemm-Kontakten Trennmesser zugeordnet sind. Beim Schließen
des Aderverbinders mittels des Gehäuseoberteiles werden die Kabeladern einerseits
durch Eindrückstege in die Kontaktschlitze der Schneid-Klemm-Kontakte eingedrückt
und andererseits mittels der Trennmesser auf Länge abgeschnitten. Nachteilig hierbei
ist, daß beide Kabeladern gleichzeitig abgeschnitten werden, so daß nur ein Verbindungsspleiß
herstellbar ist.
[0006] Der Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, einen Aderverbinder der gattungsgemäßen
Art zu schaffen, der sowohl zur Herstellung eines Verbindungsspleißes als auch eines
Abzweigungsspleißes verwendbar ist, ohne daß besondere Werkzeuge für das Abschneiden
der Kabeladern erforderlich sind.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches
1. Durch die Verwendung eines Gehäuseoberteiles, das in zwei unterschiedlichen Stellungen
mit dem Gehäuseunterteil verrastbar ist, ist es möglich, einerseits einen Verbindungsspleiß
und andererseits einen Abzweigungsspleiß auszubilden, wobei die Trennstege nur in
der einen Stellung des Gehäuseoberteiles mit den Trennmessern zusammenwirken, um den
Verbindungsspleiß zu schaffen, und in der anderen Stellung des Gehäuseoberteiles
nicht mit den Trennmessern zusammenwirken, so daß die Kabeladern zur Bildung des Abzweigungsspleißes
nicht abgeschnitten werden.
[0008] Zur Umwandlung des Abzweigungsspleißes in einen Verbindungsspleiß wird auf das Gehäuseunterteil
ein zusätzliches Trennelement aufgesteckt, das mit Trennstegen zum Abtrennen der zunächst
durch den Aderverbinder durchlaufenden Kabeladern versehen ist. Auf diese Weise wird
ohne die Verwendung eines Werkzeuges eine Umwandlung des Abzweigunsspleißes in einen
Verbindungsspleiß ermöglicht.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren
Unteransprüchen.
[0010] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von drei in den Zeichnungen näher dargestellten
Ausführungsformen eines Aderverbinders für Kabeladern näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf die 1. Ausführungsform des Aderverbinders
als Verbindungsspleiß,
Fig. 2 einen Längsschnitt gemäß der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf die 1. Ausführungsform des Aderverbinders
als Abzweigungsspleiß,
Fig. 4 einen Längsschnitt gemäß der Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf den Aderverbinder in der 1. Ausführungsform
als mittels eines Trennelementes in einen Verbindungsspleiß umgewandelter Abzweigungsspleiß,
Fig. 6 einen Längsschnitt gemäß der Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig. 7 eine Untersicht auf das Gehäuseoberteil und das Trennelement des Aderverbinders
in der 1. Ausführungsform,
Fig. 8 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf die 2. Ausführungsform des Aderverbinders
als Verbindungsspleiß,
Fig. 9 die Ansicht A in Fig. 8,
Fig.10 einen Längsschnitt durch den einen Verbindungsspleiß bildenden Aderverbinder
gemäß Fig. 8,
Fig.11 einen Längsschnitt durch den einen Abzweigungsspleiß bildenden Aderverbinder
gemäß Fig. 8,
Fig.12 einen Längsschnitt durch den Aderverbinder gemäß Fig. 8 mit zusätzlich aufgerastetem
Trennelement zur Umwandlung des Abzweigungsspleißes in einen Verbindungsspleiß,
Fig.13 einen der Fig. 10 entsprechenden Längsschnitt durch den einen Verbindungsspleiß
bildenden Aderverbinder in der dritten Ausführungsform und
Fig.14 einen Längsschnitt durch den Aderverbinder gemäß Fig. 13.
[0012] Der Aderverbinder besteht in der ersten Ausführungsform gemäß den Figuren 1 bis
7 aus einem Gehäuseunterteil 1, einem auf dieses aufrastbaren Gehäuseoberteil 2
und aus einem zusätzlich auf das Gehäuseunterteil 1 aufrastbaren Trennelement 3 sowie
aus in die Führungskanäle 4 des Gehäuseunterteils 1 eingesetzten Schneid-Klemm-Kontakte
5 und Trennmessern 6. Das Gehäuseunterteil 1, das Gehäuseoberteil 2 und das Trennelement
3 bestehen aus Kunststoff. Die Schneid-Klemm-Kontakte 5 und die Trennmesser 6 bestehen
aus elektrisch leitfähigem, metallischen Werkstoff.
[0013] Das Gehäuseunterteil umfaßt vier nebeneinander liegende Führungskanäle 4 zur Einführung
und Verbindung von zwei Paaren von Kabeladern 7,8 . Die in einem Führungskanal 4
in Abständen voneinander angeordneten Schneid-Klemm-Kontakten 5 und Trennmesser 6
sind über einen Steg 9 (Fig. 2) miteinander verbunden. In jedem Führungskanal 4 ist
jeweils vor und hinter dem Schneid-Klemm-Kontakten 5 bzw. dem Trennmesser 6 eine Stützwand
10,11 für die Kabeladern 7,8 ausgebildet. Die Schneid-Klemm-Kontakte 5 zweier nebeneinander
liegender Führungskanäle 4 sind elektrisch leitend miteinander verbunden.
[0014] Die Schneid-Klemm-Kontakte 5 sind unter einem Winkel α zwischen 30° und 60° zur Längsachse
der Führungskanäle 4 angeordnet, wobei zwei benachbarte Schneid-Klemm-Kontakte 5 unter
gegensinnig gerichteten Winkeln α und in Längsrichtung der Führungskanäle 4 versetzt
zueinander angeordnet sind.
[0015] Das Gehäuseoberteil 2 ist mit dem Gehäuseunterteil 1 in zwei unterschiedlichen Stellungen
verrastbar, wozu das Gehäuseoberteil 2 um 180° um seine Hochachse gegenüber dem Gehäuseunterteil
1 gedreht werden muß. Das Gehäuseoberteil 2 ist auf seiner Unterseite mit Eindrückstegen
12 für die Kabeladern 7,8 versehen, welche Eindrückstege 12 parallel zu den Führungskanälen
4 verlaufen. Die Eindrückstege 12 bilden für den Bereich der Schneid-Klemm-Kontakte
5 Querschlitze 13 aus, welche ein Eindringen der Schneid-Klemm-Kontakte 5 unter gleichzeitigem
Eindrücken der Kabeladern 7,8 in die Kontaktschlitze der Schneid-Klemm-Kontakte 5
ermöglichen. Die Eindrückstege 12 bilden in ihrer Verlängerung Trennstege 14 mit
Trennschlitzen 15, in welche die Trennmesser 6 eingreifen.
[0016] Zur Ausbildung des Aderverbinders als Verbindungsspleiß wird das Gehäuseoberteil
gemäß den Figuren 1 und 2 derart auf das Gehäuseunterteil 1 aufgerastet, daß die
Trennschlitze 15 die Trennmesser 6 und die Querschlitze 13 die Schneid-Klemm-Kontakte
5 aufnehmen können. Die zu verbindenden Kabeladern 7,8 werden in die Führungskanäle
4 des Gehäuseunterteiles 1 eingelegt und beim Aufdrücken und Verrasten des Gehäuseoberteiles
2 mittels der Eindrückstege 12 in die Kontaktschlitze der Schneid-Klemm-Kontakte 5
eingedrückt und gleichzeitig mittels der Trennstege 14 an den Trennmessern 6 abgeschnitten,
so daß ein Verbindungsspleiß zwischen den Paaren von Kabeladern 7,8 gebildet wird.
Die Stützwände 10 innerhalb der Führungskanäle 4 werden dabei verformt, wie es in
Fig. 2 dargestellt ist.
[0017] In den Figuren 3 und 4 ist der Aderverbinder in der ersten Ausführungsform als Abzweigungsspleiß
dargestellt. Hierzu wird das Gehäuseoberteil 2 in um 180° um seine Hochachse gedrehter
Stellung mit dem Gehäuseunterteil 1 verrastet. Wie es die Fig. 4 zeigt, kommen die
Trennstege 14 mit den Trennschlitzen 15 nicht in Eingriff mit den Trennmessern 6,
sondern die Trennstege 14 drücken nur die Kabeladern 7,8 in das Gehäuseunterteil
1 hinein. Auf der den Trennstegen 14 und Trennschlitzen 15 gegenüberliegenden Längsseite
des Gehäuseoberteiles 2 sind für jeden zweiten Führungskanal 4 mit dem Gehäuseoberteil
2 einstückig ausgebildete weitere Trennstege 16 mit Trennschlitzen 17 vorgesehen,
welche mit jeder zweiten Kabelader 7,8 in Eingriff kommen und diese abschneiden. Für
die beiden anderen Kabeladern 7,8 sind nur elastische Lappen 20 an dem Gehäuseoberteil
2 angeformt, welche die Kabeladern 7,8 nur im Gehäuseunterteil 1 halten, ohne die
Kabeladern 7,8 jedoch gegen die Trennmesser 6 drücken zu können. Somit werden nur
die Kabeladern 8 mittels derzusätzlichen Trennstege 16 abgeschnitten, wohingegen
die Kabeladern 7 durch den Aderverbinder ungetrennt hindurchgeführt werden. Es ergibt
sich ein Abzweigungsspleiß zwischen der durchgeführten Kabelader 7 und der an diese
elektrisch angeschlossenen abgeschnittenen Kabelader 8.
[0018] Die Figuren 5 und 6 zeigen nun die Umwandlung des Abzweigungsspleißes gemäß den Figuren
3 und 4 in einen Verbindungsspleiß. Hierzu wird zusätzlich zum Gehäuseoberteil 2 das
Trennelement 3 auf das Gehäuseunterteil 1 aufgerastet. Das Trennelement 3 weist zusätzliche
Trennstege 18 mit Trennschlitzen 19 und zwischen den Trennstegen 18 Einschnitte 21
auf, in welche die zusätzlichen Trennstege 16 des Gehäuseoberteiles 2 eindringen.
Mittels der zusätzlichen Trennstege 18 des Trennelementes 3 werden nun auch die Kabeladern
7 abgeschnitten, wobei die Trennstege 18 mit ihren Trennschlitzen 19 über die Trennmesser
6 greifen, wie es in Fig. 6 dargestellt ist. Es ergibt sich im Ergebnis ein Verbindungsspleiß
zwischen den jeweils nebeneinader liegenden Kabeladern 7 und 8.
[0019] Die Fig. 7 zeigt eine Untersicht auf das Gehäuseoberteil 2 und das Trennelement
3 des Aderverbinders. Etwa in der Mitte der in Funktionsstellung befindlichen Kombination
aus Gehäuseoberteil 2 und Trennelement 3 befinden sich die abwechselnd versetzten
Querschlitze 13, in welche die Schneid-Klemm-Anschlußelemente 5 eindringen. In Fig.
7 rechts von den Eindrückstegen 12 befinden sich die Trennstege 14 mit den Trennschlitzen
15 und links von den Eindrückstegen 12 befinden sich die Trennstege 16 mit Trennschlitzen
17. Die beiden zusätzlichen Trennstege 16 sind dabei von den Einschnitten 21 des
Trennelementes 3 aufgenommen. Die jeweils abwechselnd zu den zusätzlichen Trennstegen
16 des Gehäuseoberteiles 2 an diesem angeordneten Lappen 20 verdecken dabei die Trennstege
18 mit Trennschlitzen 19 des Trennelementes 3. Wie es die Fig. 6 zeigt, werden die
Lappen 20 von den Trennstegen 18 des Trennelementes 3 verdrängt, so daß die Trennschlitze
19 der Trennstege 18 mit den Trennmesern 6 in Wirkverbindung treten können.
[0020] Das Gehäuseoberteil 2 weist an seinen beiden Schmalseiten je zwei Raststege 22 auf,
die in entsprechend angepaßte Rastschlitze 23 des Gehäuse unterteiles 1 eingreifen
und dort einrasten. Entsprechend weist das Trennelement 3 auf beiden Schmalseiten
je einen Raststeg 24 auf, der ebenfalls in die Rastschlitze 23 des Gehäuseunterteiles
1 rastend eingreift.
[0021] Die zweite Ausführungsform des Aderverbinders ist in den Figuren 8 bis 10 dargestellt.
Dieser besteht aus einem Gehäuseunterteil 31 und zwei mit diesem verrastbaren, identischen
Gehäuseoberteilen 32 sowie einem mit dem Gehäuseunterteil 31 verrastbaren Trennelement
33. Das Gehäuseunterteil 31, die Gehäuseoberteile 32 und das Trennelement 33 bestehen
aus Künststoff. Im Gehäuseunterteil 31 sind vier geradlinig durchgehenden nutartige
Führungskanäle 34 für Kabeladern 37,38 vorgesehen. Den Führungskanälen 34 sind an
den Schmalseiten des Gehäuseunterteiles 31 Laschen 45 zur Halterung der in die Führungskanäle
34 eingelegten Kabeladern 37,38 zugeordnet.
[0022] Im mittleren Bereich der geradlinig durchgehenden, nutartigen Führungskanäle 34 sind
je zwei Schneid-Klemm-Kontakte 35 in zwei parallelen Reihen 40,41 eingesetzt, deren
Verbindungsstege 39 in der Längsmitte der Führungskanäle 34 Trennmesser 36 ausbilden.
Die unter Winkeln α zwischen 30° und 60° zur Längsachse der Führungskanäle 34 stehenden
Schneid-Klemm-Kontakte 35 sind aus zwei Schenkeln gebildet, zwischen denen sich der
eigentliche Kontaktschlitz erstreckt. Beide Schenkel sind in Schlitzen in den Seitenwänden
der Führungskanäle 34 gehalten. Die Trennmesser 36 sind aus von den Verbindungsstegen
39 rechtwinklig abgewinkelten Lappen gebildet. Die beiden Schneid-Klemm-Kontakte 35
jeder Reihe 40,41, das mittig angeordnete Trennmesser 36 und die Verbindungsstege
39 sind somit einstückig aus mit metallischen, elektrisch leitfähigen Werkstoff gebildet.
Die Reihe von Trennmessern 36 befindet sich dabei genau mittig zwischen den Reihen
40,41 von Schneid-Klemm-Kontakten 35.
[0023] Jedes Gehäuseoberteil 32 ist im Querschnitt etwa U-förmig ausgebildet und mittels
Rasthaken 46 hinter Rastnasen 47 des Gehäuseunterteiles 31 verrastbar. Auf seiner
Innenseite weist jedes Gehäuseoberteil 32 Eindrückstege 42 mit Querschlitzen 43 auf,
in welche die Schneid-Klemm-Kontakten 35 beim Aufrasten des Gehäuseoberteiles 32 eindringen
können. Die beidseits der Querschlitze 43 befindlichen Eindrückstege 42 drücken auf
die Kabeladern 37,38, um diese in die Kontaktschlitze der Schneid-Klemm-Kontakte
35 einzudrücken. Die eine Längsseitenwand eines jeden Gehäuseoberteiles 32 bildet
eine Abscherkante 48, welche an den Trennmessern 36 zur Anlage kommen kann. Somit
ist der Abstand zwischen der die Abscherkante 48 bildenden Längsseitenwand der Gehäuseoberteile
32 und der Mitte der Querschlitze 43 zur Aufnahme der Schneid-Klemm -Kontakte 35
eines jeden Gehäuseoberteiles 32 genauso groß wie der Abstand der Reihe der Trennmesser
36 von den beiden Reihen 40,41 der Schneid-Klemm-Kontakte 35. Der Abstand der anderen
Längsseitenwand eines jeden Gehäuseoberteiles 32 zu den Querschlitzen 43 ist wesentlich
geringer.
[0024] Jedes Gehäuseoberteil 32 weist ferner auf seiner Oberseite schräg zu der mit der
Abscherkante 48 versehenen Längsseitenwand verlaufende Nuten 49 zur Führung abgezweigter
Kabeladern 37,38 auf. Ferner ist an der Unterseite des Gehäuseunterteiles 31 ein Steg
50 mit einer Durchgangsöffnung 51 für einen Kabelbinder ausgebildet.
[0025] Der beschriebene Aderverbinder in der zweiten Ausführungsform wird unter Bezugnahme
auf die Figuren 8 bis 10 zur Herstellung eines Verbindungsspleißes wie folgt verwendet.
Zunächst werden die Kabeladern 37 eines anzuschließenden Kabels in die Führungskanäle
34 des linken Teiles des Gehäuseunterteiles 31 eingelegt, wobei Haltelaschen 45 die
Kabeladern 37 fixieren und wobei die Kabeladern 37 ferner über die Kontaktschlitze
der Schneid-Klemm-Kontakte 35 der linken Reihe 40 und über die Trennmesser 36 gelegt
sind. Anschließend wird das in Fig. 8 links dargestellte Gehäuseoberteil 32 aufgerastet,
wobei die Eindrückstege 42 die Kabeladern 37 in die Kontaktschlitze der Schneid-Klemm-Kontakte
35 eindrücken, die Schneid-Klemm-Kontakte 35 in die Querschlitze 43 des Gehäuseoberteiles
32 eingreifen und ferner die Abscherkante 48 des Gehäuseoberteiles 32 die freien Enden
der Kabeladern 37 an den Trennmessern 36 glatt abschneidet. Anschließend wird in
gleicher Weise das rechte Gehäuseoberteil 32 aufgesetzt, wobei die Kabeladern 38
des anzuschließenden weiteren Kabels mit den Schneid-Klemm-Kontakten 35 der rechten
Reihe 41 kontaktiert und gleichzeitig die Kabeladern 38 an den Trennmessern 36 abgeschnitten
werden. Über die Verbindungsstege 39 jedes Paares von Schneid-Klemm-Kontakten 35 werden
somit zugehörige Paare von Kabeladern 37,38 leitend verbunden. Mehrere Aderverbinder
können mittels eines Kunststoffstreifens als Kabelbinder miteinander verbunden werden,
welcher durch die Durchgangsöffnungen 51 auf der Unterseite eines jeden Gehäuseunterteiles
31 durchgezogen wird.
[0026] Nachfolgend wird anhand der Figuren 11 und 12 die Herstellung eines Abzweigungsspleißes
mit dem Aderverbinder in der zweiten Ausführungsform näher beschrieben. Dabei werden
die Kabeladern 37 des einen anzuschließenden Kabels in gleicher Weise mittels des
linken Deckelteiles 32 angeschlossen, wie es zur Herstellung eines Verbindungsspleißes
an Hand der Figuren 8 bis 10 beschrieben worden ist. Die Kabeladern 38 des weiteren
anzuschließenden Kabels werden anschließend über das bereits verrastete linke Gehäuseoberteil
32 gelegt, wobei diese durch die Nuten 49 auf der Oberseite des linken Gehäuseoberteiles
32 geführt sind. Die Kabeladern 38 werden dann mit den Schneid-Klemm-Kontakten 35
derrechten Reihe 41 mittels des weiteren Gehäuseoberteiles 32 leitend verbunden, welches
jedoch im Gegensatz zum Verbindungsspleiß gemäß den Figuren 8 bis 10 um 180° um seine
Hochachse gedreht mit dem Gehäuseunterteil 31 verrastet wird, so daß die mit der Abscherkante
48 versehene Längsseitenwand des rechten Gehäuseoberteiles 32 im Abstand zur mittleren
Reihe der Trennmesser 36 angeordnet ist. Auf diese Weise wird ein Abzweigungsspleiß
gebildet, bei welchem die Enden der Kabeladern 37 an die durchgehenden Kabeladern
38 elektrisch angeschlossen sind.
[0027] Zur Herstellung des Umgehungsspleißes kann nunmehr aus dem Abzweigungsspleiß wiederum
ein Verbindungsspleiß ausgebildet werden. Hierzu wird in den durch den Abstand 52
gebildeten freien Raum zwischen den beiden Gehäuseoberteilen 32 das Trennelement 33
eingesetzt, das mit einer Abscherkante 53 versehen ist, welche mit der Reihe der Trennmesser
36 zusammenwirkt. Auf diese Weise können auch die Kabeladern 38 der rechten Seite
glatt abgeschnitten werden. Das Trennelement 3 kann in nicht näher dargestellten
Weise mittels eines Filmscharnieres an dem Gehäuseoberteil 32 befestigt sein.
[0028] Der Aderverbinder in der dritten Ausführungsform gemäß den Figuren 13 und 14 ist
weitgehend identisch mit dem Aderverbinder in der zweiten Ausführungsform ausgebildet.
Im Unterschied hierzu sind nur in der Längsmitte des Gehäuseunterteiles 61 zwei Reihen
von Trennmessern 66 ausgebildet, die wiederum aus einstückig mit den Stegen 69 der
Schneid-Klemm-Kontakte 65 ausgebildeten Lappen ausgeformt sind. Die Schneid-Klemm-Kontakte
65 sind in die Führungskanäle 64 des Gehäuseunterteiles 61 eingesetzt. Im Unterschied
zur zweiten Ausführungsform ist an den Unterseiten der Trennstege 74 je ein Trennschlitz
75 ausgebildet, welcher mit einer der beiden Reihen von Trennmessern 66 zusammenwirkt,
um eine Kabelader 67,68 abzutrennen. Zusätzlich ist an der den Trennschlitzen 75
zugeordneten Längsseitenwand eines jeden Gehäusesoberteiles 62 ein federelastischer
Abdecklappen 70 angebracht, der einstückig mit dem Gehäuseoberteil 62 ausgebildet
ist.
[0029] Die Fig. 13 zeigt die Ausbildung eines Verbindungsspleißes, bei welchem die beiden
Gehäuseoberteile 62 jeweils mit ihren Trennschlitzen 75 mit den Trennmessern 66 der
beiden Reihen zusammenwirken, wobei die federelastischen Lappen 70 den zwischen den
Gehäuseoberteilen 62 verbleibenden Freiraum schließen.
[0030] Die Fig. 14 zeigt den Aderverbinder der dritten Ausführungsform als aufgelösten Abzweigungsspleiß.
Hierbei ist der als links dargestelltes Gehäuseoberteil 62 in gleicher Weise wie
das in Fig. 13 dargestellte Gehäuseoberteil 62 aufgerastet. Das in Fig. 14 rechts
dargestellte Oberteil 62 ist um 180° um seine Hochachse gedreht auf das Gehäuseunterteil
61 aufgerastet, wobei die Trennschlitze 75 nicht in Eingriff mit der rechten Reihe
von Trennmessern 66 kommen. Zwischen den beiden Gehäuseoberteilen 62 besteht ein größerer
Abstand 82, in welchen das Trennelement 63 eingesetzt ist, das in gleicher Weise wie
die Gehäuseoberteile 62 mit dem Gehäuseunterteil 61 verrastet ist. Auf der Unterseite
des Trennelementes 63 ist ein Trennschlitz 77 ausgebildet, der mit der freigebliebenen
Reihe von Trennmessern 66 zusammenwirkt, um hier ein zunächst durchgeschleiftes Kabel
68 zur Ausbildung des Verbindungsspleißes abzuschneiden. Auch das Trennelement 63
ist mit federnden Abdecklappen 70 versehen, die beidseits des Trennelementes 63 ausgebildet
sind.

1. Aderverbinder für Kabeladern, insbesondere von Fernmeldekabeln,
aus einem Gehäuseunterteil mit mindestens zwei Führungskanälen für die Kabeladern,
aus mindestens einem mit dem Gehäuseunterteil verrastbaren Gehäuseoberteil,
aus in die Führungskanäle des Gehäuseunterteils eingesetzten, mit Kontaktschlitzen
versehenen Schneid-Klemm-Kontakten, wobei die Schneid-Klemm-Kontakte zweier zusammengehörender
Führungskanäle miteinander elektrisch leitend verbunden sind, und
aus auf der Unterseite des Gehäuseoberteiles ausgebildeten, mit den Kontaktschlitzen
der Schneid-Klemm-Kontakten zusammenwirkenden Eindrückstegen für die Kabeladern,
dadurch gekennzeichnet,
daß in jedem Führungskanal (4,34,64) ein Trennmesser (6,36,66) für die Kabeladern
(7,8; 37,38; 67,68) angeordnet ist,
daß das Gehäuseoberteil (2,32,62) auf seiner Unterseite Trennstege (14,16,18; 74)
aufweist und
daß das Gehäuseoberteil (2,32,62) in zwei unterschiedlichen Stellungen mit dem Gehäuseunterteil
(1,31,61) verrastbar ist, wobei die Trennstege (14,16,18; 74) nur in einer Stellung
mit den Trennmessern (6,36,66) zusammenwirken.
2. Aderverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuseoberteil (2,32,62) um 180° um seine Hochachse gedreht mit dem Gehäuseunterteil
(1,31,61) verrastbar ist.
3. Aderverbinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneid-Klemm-Kontakte (5,35,65) und die Trennmesser (6,36,66) einstückig
aus elektrisch leitfähigem, metallischen Werkstoff ausgebildet sind.
4. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneid-Klemm-Kontakte (5,35,65) unter einem Winkel α zur Längsachse der Führungskanäle
(4,34,64) in diese eingesetzt sind.
5. Aderverbinder nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Winkel α zwischen 30° und 60° beträgt.
6. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei benachbarte Schneid-Klemm-Kontakte (5,35,65) unter gegensinnig gerichteten
Winkeln α und in Längsrichtung der Führungskanäle (4,34,64) versetzt zueinander angeordnet
sind.
7. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Eindrück- und Trennstege (12,14,16,18; 42; 74) aus auf der Unterseite des
Gehäuseoberteiles (2,32,62) angeordneten Längsstegen gebildet sind, welche etwa in
der Längsmitte mit Schlitzen (13,43) zum Eingreifen der Schneid-Klemm-Kontakte (5,35,65)
und an ihren Enden mit Schlitzen (15,17,19; 75,77) zum Eingreifen der Trennmesser
(6,36,66) versehen sind.
8. Aderverbinder nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder zweite Längssteg an einem Ende des Gehäuseoberteiles (2,32,62) durch einen
federnden Lappen (20,70) ersetzt ist.
9. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Trennelement (3,33,63) zum Verrasten mit dem Gehäuseunterteil (1,31,61) nach
dem Aufrasten des Gehäuseoberteiles (2,32,62) vorgesehen und mit zwei, mit Schlitzen
(19,77) zum Eingreifen der Trennmesser (6,36,66) versehenen Eindrückstegen (18,74)
ausgebildet ist, welche nur für jeden zweiten Führungskanal (4,34,64) vorgesehen sind.
10. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungskanäle (34,64) für zwei Kabeladern (37,38; 67,68) in Längsrichtung
des Gehäuseunterteiles (31,61) axial hintereinander angeordnet sind,
daß die Schneid-Klemm-Kontakte (35,65) in zwei sich quer über das Gehäuseunterteil
(31,61) erstreckenden, im Abstand von einander befindlichen Reihen (40,41) angeordnet
sind,
daß im Gehäuseunterteil (31,61) quer zur Längsachse der Führungskanäle (34,64) zwischen
den beiden Reihen (40,41) von Schneid-Klemm-Kontakte (35,65) mindestens eine Reihe
von Trennmessern (36,66) angeordnet ist, daß jeder Reihe von Schneid-Klemm-Kontakten
(35,65) ein Gehäuseoberteil (32,62) zugeordnet ist und daß die Gehäuseoberteile (32,62)
in zwei unterschiedlichen Stellungen oberhalb der jeweiligen Reihe (40,41) von Schneid-Klemm-Kontakten
(35,65) mit dem Gehäuseunterteil (31,61) verrastbar sind.
11. Aderverbinder nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet ,
daß jedem Gehäuseoberteil (32,62) eine an die Reihe von Trennmessern (36,66) anlegbare
Abscherkante (48) zugeordnet ist.
12. Aderverbinder nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abscherkante (48) an einer Längsseitenwand der Gehäuseoberteile (32,62) ausgebildet
ist.
13. Aderverbinder nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abscherkante (48) an einem zwischen eine Längsseitenwand eines Gehäuseoberteiles
(32,62) und die Reihe von Trennmessern (36,66) einsetzbaren Trennelement (33,63)
ausgebildet ist.
14. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Trennelement (33,63) mittels eines Filmscharnieres an der Längsseitenwand
des Gehäuseoberteiles (32,62) befestigt ist.
15. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Trennmesser (36,66) am Verbindungssteg (39,69) der Schneid-Klemm-Kontakte
(35,65) angebracht sind.
16. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 10 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf den Oberseiten der Gehäuseoberteile (32,62) schräg zu der mit der Abscherkante
(48) versehenen Längsseitenwand verlaufende Nuten (49) zur Führung von abgezweigten
Kabeladern (37,38;67,68 ausgebildet sind.
17. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 10 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Gehäuseunterteil (31,61) quer zur Längsachse der Führungskanäle (34,64) zwischen
den beiden Reihen (40,41) von Schneid-Klemm-Kontakten (35,65) zwei im Abstand von
einander befindliche Reihen von Trennmessern (36,66) angeordnet sind und daß auf der
Unterseite eines jeden Gehäuseoberteiles (32,62) ein auf die Reihen von Trennmessern
(36,66) aufdrückbarer Trennschlitz (75,77) angeordnet ist.
18. Aderverbinder nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trennschlitz (75,77) auf der Unterseite eines zwischen zwei Gehäuseoterteilen
(32,62) auf eine Reihe (40,41) von Schneid-Klemm-Kontakten (35,65) aufsetzbaren Trennelementes
(33,63) angeordnet ist.
19. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 17 oder 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der dem Trennschlitz (75,77) zugeordneten Seitenwand eines jeden Gehäuseoberteiles
(32,62) eine federelastischer Lappen (70) angeordnet ist.
20. Aderverbinder nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf beiden Seitenwänden des Trennelementes (33,63) federnde Lappen (70) angeordnet
sind.