(19)
(11) EP 0 286 577 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
12.10.1988  Patentblatt  1988/41

(21) Anmeldenummer: 88730064.8

(22) Anmeldetag:  15.03.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01R 4/24
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 07.04.1987 DE 3711675

(71) Anmelder: KRONE Aktiengesellschaft
D-14167 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • Gerke, Dieter
    D-1000 Berlin 27 (DE)
  • Müller, Manfred
    D-1000 Berlin 65 (DE)
  • Biederstedt, Lutz
    D-1000 Berlin 38 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Aderverbinder für Kabeladern


    (57) Die Erfindung bezieht sich auf einen Aderverbinder für Kabeladern, insbesondere von Fernmeldekabeln.
    Um einen Aderverbinder zu schaffen, der sowohl zur Her­stellung eines Verbindungsspleißes als auch eines Abzweigungsspleißes verwendbar ist, ohne daß besondere Werkzeuge für das Abschneiden der Kabeladern erforder­lich sind, ist in jedem Führungskanal (4) ein Trenn­messer (6) für die Kabeladern (7,8) angeordnet. Darüber hinaus weist das Gehäuseoberteil (2) auf seiner Unter­seite Trennstege auf. Das Gehäuseoberteil (2) ist in zwei unterschiedlichen Stellungen mit dem Gehäuse­unterteil (1) verrastbar, wobei die Trennstege nur in einer Stellung mit den Trennmessern (6) zusammenwirke.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Aderverbinder für Kabeladern, insbesondere von Fernmeldekabeln, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

    [0002] Ein Aderverbinder dieser Art ist aus der DE-23 28 505 Al vorbekannt. Bei diesem sind in der Längsmitte des Gehäuse­unterteiles in zwei parallele Führungskanäle Schneid-Klemm­-Kontakte eingesetzt. Ferner sind zwei mit dem Gehäuse­unterteil über Filmscharniere verbundene Gehäuseoberteile vorgesehen, die beim Verrasten mit dem Gehäuseunterteil die in die Kontaktschlitze der Schneid-Klemm-Kontakte eingeleg­ten Kabeladern mittels der Eindrückstege in die Kontakt­schlitze der Schneid-Klemm-Kontakte eindrücken. Auf diese Weise kann entweder ein Verbindungsspleiß zwischen zwei durch den Aderverbinder durchlaufenden Kabeladern oder ein Abzweigungsspleiß geschaffen werden, bei welchem nur eine Kabelader durch den Aderverbinder hindurch läuft, wohin­gegen die andere Kabelader außerhalb des Aderverbinders ab­geschnitten werden muß.

    [0003] Zur Herstellung eines Verbindungsspleißes aus diesem Abzweigunsspleiß muß dann auch die andere Kabelader hinter dem Schneid-Klemm-Kontakt abgeschnitten werden.

    [0004] Nachteilig hierbei ist, daß zum Abschneiden der Kabeladern jeweils besondere Schneidwerkzeuge erforderlich sind und daß beim Abschneiden die Gefahr von Kurzschlüssen besteht.

    [0005] Es ist darüber hinaus aus der DE 32 00 213 Al ein weiterer Aderverbinder für Fernmeldekabel bekannt, bei dem den Schneid-Klemm-Kontakten Trennmesser zugeordnet sind. Beim Schließen des Aderverbinders mittels des Gehäuseober­teiles werden die Kabeladern einerseits durch Eindrückstege in die Kontaktschlitze der Schneid-Klemm-Kontakte einge­drückt und andererseits mittels der Trennmesser auf Länge abgeschnitten. Nachteilig hierbei ist, daß beide Kabeladern gleichzeitig abgeschnitten werden, so daß nur ein Verbin­dungsspleiß herstellbar ist.

    [0006] Der Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, einen Aderverbinder der gattungsgemäßen Art zu schaffen, der sowohl zur Herstellung eines Verbindungsspleißes als auch eines Abzweigungsspleißes verwendbar ist, ohne daß beson­dere Werkzeuge für das Abschneiden der Kabeladern erforder­lich sind.

    [0007] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den kennzeich­nenden Merkmalen des Anspruches 1. Durch die Verwendung eines Gehäuseoberteiles, das in zwei unterschiedlichen Stellungen mit dem Gehäuseunterteil verrastbar ist, ist es möglich, einerseits einen Verbindungsspleiß und anderer­seits einen Abzweigungsspleiß auszubilden, wobei die Trennstege nur in der einen Stellung des Gehäuseoberteiles mit den Trennmessern zusammenwirken, um den Verbindungs­spleiß zu schaffen, und in der anderen Stellung des Gehäu­seoberteiles nicht mit den Trennmessern zusammenwirken, so daß die Kabeladern zur Bildung des Abzweigungsspleißes nicht abgeschnitten werden.

    [0008] Zur Umwandlung des Abzweigungsspleißes in einen Verbin­dungsspleiß wird auf das Gehäuseunterteil ein zusätzliches Trennelement aufgesteckt, das mit Trennstegen zum Abtrennen der zunächst durch den Aderverbinder durchlaufenden Kabel­adern versehen ist. Auf diese Weise wird ohne die Verwen­dung eines Werkzeuges eine Umwandlung des Abzweiguns­spleißes in einen Verbindungsspleiß ermöglicht.

    [0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.

    [0010] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von drei in den Zeichnungen näher dargestellten Ausführungsformen eines Aderverbinders für Kabeladern näher erläutert.

    [0011] Es zeigen:

    Fig. 1 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf die 1. Ausführungsform des Aderverbinders als Verbindungsspleiß,

    Fig. 2 einen Längsschnitt gemäß der Linie II-II in Fig. 1,

    Fig. 3 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf die 1. Ausführungsform des Aderverbinders als Abzweigungsspleiß,

    Fig. 4 einen Längsschnitt gemäß der Linie IV-IV in Fig. 3,

    Fig. 5 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf den Aderverbinder in der 1. Ausführungsform als mittels eines Trennelementes in einen Verbindungsspleiß umgewandelter Abzweigungs­spleiß,

    Fig. 6 einen Längsschnitt gemäß der Linie VI-VI in Fig. 5,

    Fig. 7 eine Untersicht auf das Gehäuseoberteil und das Trennelement des Aderverbinders in der 1. Ausführungsform,

    Fig. 8 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf die 2. Ausführungsform des Aderverbinders als Verbindungsspleiß,

    Fig. 9 die Ansicht A in Fig. 8,

    Fig.10 einen Längsschnitt durch den einen Verbin­dungsspleiß bildenden Aderverbinder gemäß Fig. 8,

    Fig.11 einen Längsschnitt durch den einen Abzwei­gungsspleiß bildenden Aderverbinder gemäß Fig. 8,

    Fig.12 einen Längsschnitt durch den Aderverbinder gemäß Fig. 8 mit zusätzlich aufgerastetem Trennelement zur Umwandlung des Abzwei­gungsspleißes in einen Verbindungsspleiß,

    Fig.13 einen der Fig. 10 entsprechenden Längs­schnitt durch den einen Verbindungsspleiß bildenden Aderverbinder in der dritten Aus­führungsform und

    Fig.14 einen Längsschnitt durch den Aderverbinder gemäß Fig. 13.



    [0012] Der Aderverbinder besteht in der ersten Ausführungs­form gemäß den Figuren 1 bis 7 aus einem Gehäuse­unterteil 1, einem auf dieses aufrastbaren Gehäuse­oberteil 2 und aus einem zusätzlich auf das Gehäuseunterteil 1 aufrastbaren Trennelement 3 sowie aus in die Führungskanäle 4 des Gehäuseunter­teils 1 eingesetzten Schneid-Klemm-Kontakte 5 und Trennmessern 6. Das Gehäuseunterteil 1, das Gehäuseoberteil 2 und das Trennelement 3 bestehen aus Kunststoff. Die Schneid-Klemm-Kontakte 5 und die Trennmesser 6 bestehen aus elektrisch leit­fähigem, metallischen Werkstoff.

    [0013] Das Gehäuseunterteil umfaßt vier nebeneinander lie­gende Führungskanäle 4 zur Einführung und Verbin­dung von zwei Paaren von Kabeladern 7,8 . Die in einem Führungskanal 4 in Abständen voneinander angeordneten Schneid-Klemm-Kontakten 5 und Trenn­messer 6 sind über einen Steg 9 (Fig. 2) mitein­ander verbunden. In jedem Führungskanal 4 ist jeweils vor und hinter dem Schneid-Klemm-Kontakten 5 bzw. dem Trennmesser 6 eine Stützwand 10,11 für die Kabeladern 7,8 ausgebildet. Die Schneid-Klemm-­Kontakte 5 zweier nebeneinander liegender Führungs­kanäle 4 sind elektrisch leitend miteinander ver­bunden.

    [0014] Die Schneid-Klemm-Kontakte 5 sind unter einem Winkel α zwischen 30° und 60° zur Längsachse der Führungskanäle 4 angeordnet, wobei zwei benachbarte Schneid-Klemm-Kontakte 5 unter gegensinnig gerich­teten Winkeln α und in Längsrichtung der Führungs­kanäle 4 versetzt zueinander angeordnet sind.

    [0015] Das Gehäuseoberteil 2 ist mit dem Gehäuseunterteil 1 in zwei unterschiedlichen Stellungen verrastbar, wozu das Gehäuseoberteil 2 um 180° um seine Hoch­achse gegenüber dem Gehäuseunterteil 1 gedreht werden muß. Das Gehäuseoberteil 2 ist auf seiner Unterseite mit Eindrückstegen 12 für die Kabeladern 7,8 versehen, welche Eindrückstege 12 parallel zu den Führungskanälen 4 verlaufen. Die Eindrückstege 12 bilden für den Bereich der Schneid-Klemm-Kontakte 5 Querschlitze 13 aus, welche ein Eindringen der Schneid-Klemm-Kontakte 5 unter gleichzeitigem Ein­drücken der Kabeladern 7,8 in die Kontaktschlitze der Schneid-Klemm-Kontakte 5 ermöglichen. Die Ein­drückstege 12 bilden in ihrer Verlängerung Trenn­stege 14 mit Trennschlitzen 15, in welche die Trennmesser 6 eingreifen.

    [0016] Zur Ausbildung des Aderverbinders als Verbindungs­spleiß wird das Gehäuseoberteil gemäß den Figuren 1 und 2 derart auf das Gehäuseunterteil 1 aufgera­stet, daß die Trennschlitze 15 die Trennmesser 6 und die Querschlitze 13 die Schneid-Klemm-Kontakte 5 aufnehmen können. Die zu verbindenden Kabeladern 7,8 werden in die Führungskanäle 4 des Gehäuse­unterteiles 1 eingelegt und beim Aufdrücken und Verrasten des Gehäuseoberteiles 2 mittels der Eindrückstege 12 in die Kontaktschlitze der Schneid-Klemm-Kontakte 5 eingedrückt und gleich­zeitig mittels der Trennstege 14 an den Trenn­messern 6 abgeschnitten, so daß ein Verbindungs­spleiß zwischen den Paaren von Kabeladern 7,8 gebildet wird. Die Stützwände 10 innerhalb der Führungskanäle 4 werden dabei verformt, wie es in Fig. 2 dargestellt ist.

    [0017] In den Figuren 3 und 4 ist der Aderverbinder in der ersten Ausführungsform als Abzweigungsspleiß darge­stellt. Hierzu wird das Gehäuseoberteil 2 in um 180° um seine Hochachse gedrehter Stellung mit dem Gehäuseunterteil 1 verrastet. Wie es die Fig. 4 zeigt, kommen die Trennstege 14 mit den Trenn­schlitzen 15 nicht in Eingriff mit den Trennmessern 6, sondern die Trennstege 14 drücken nur die Kabel­adern 7,8 in das Gehäuseunterteil 1 hinein. Auf der den Trennstegen 14 und Trennschlitzen 15 gegenüber­liegenden Längsseite des Gehäuseoberteiles 2 sind für jeden zweiten Führungskanal 4 mit dem Gehäuse­oberteil 2 einstückig ausgebildete weitere Trenn­stege 16 mit Trennschlitzen 17 vorgesehen, welche mit jeder zweiten Kabelader 7,8 in Eingriff kommen und diese abschneiden. Für die beiden anderen Kabel­adern 7,8 sind nur elastische Lappen 20 an dem Ge­häuseoberteil 2 angeformt, welche die Kabeladern 7,8 nur im Gehäuseunterteil 1 halten, ohne die Kabeladern 7,8 jedoch gegen die Trennmesser 6 drücken zu können. Somit werden nur die Kabeladern 8 mittels derzusätzlichen Trennstege 16 abge­schnitten, wohingegen die Kabeladern 7 durch den Aderverbinder ungetrennt hindurchgeführt werden. Es ergibt sich ein Abzweigungsspleiß zwischen der durchgeführten Kabelader 7 und der an diese elek­trisch angeschlossenen abgeschnittenen Kabelader 8.

    [0018] Die Figuren 5 und 6 zeigen nun die Umwandlung des Abzweigungsspleißes gemäß den Figuren 3 und 4 in einen Verbindungsspleiß. Hierzu wird zusätzlich zum Gehäuseoberteil 2 das Trennelement 3 auf das Gehäu­seunterteil 1 aufgerastet. Das Trennelement 3 weist zusätzliche Trennstege 18 mit Trennschlitzen 19 und zwischen den Trennstegen 18 Einschnitte 21 auf, in welche die zusätzlichen Trennstege 16 des Gehäu­seoberteiles 2 eindringen. Mittels der zusätzlichen Trennstege 18 des Trennelementes 3 werden nun auch die Kabeladern 7 abgeschnitten, wobei die Trenn­stege 18 mit ihren Trennschlitzen 19 über die Trennmesser 6 greifen, wie es in Fig. 6 dargestellt ist. Es ergibt sich im Ergebnis ein Verbindungs­spleiß zwischen den jeweils nebeneinader liegenden Kabeladern 7 und 8.

    [0019] Die Fig. 7 zeigt eine Untersicht auf das Gehäuse­oberteil 2 und das Trennelement 3 des Aderverbin­ders. Etwa in der Mitte der in Funktionsstellung befindlichen Kombination aus Gehäuseoberteil 2 und Trennelement 3 befinden sich die abwechselnd ver­setzten Querschlitze 13, in welche die Schneid-­Klemm-Anschlußelemente 5 eindringen. In Fig. 7 rechts von den Eindrückstegen 12 befinden sich die Trennstege 14 mit den Trennschlitzen 15 und links von den Eindrückstegen 12 befinden sich die Trenn­stege 16 mit Trennschlitzen 17. Die beiden zusätz­lichen Trennstege 16 sind dabei von den Einschnit­ten 21 des Trennelementes 3 aufgenommen. Die jeweils abwechselnd zu den zusätzlichen Trennstegen 16 des Gehäuseoberteiles 2 an diesem angeordneten Lappen 20 verdecken dabei die Trennstege 18 mit Trennschlitzen 19 des Trennelementes 3. Wie es die Fig. 6 zeigt, werden die Lappen 20 von den Trenn­stegen 18 des Trennelementes 3 verdrängt, so daß die Trennschlitze 19 der Trennstege 18 mit den Trennmesern 6 in Wirkverbindung treten können.

    [0020] Das Gehäuseoberteil 2 weist an seinen beiden Schmalseiten je zwei Raststege 22 auf, die in ent­sprechend angepaßte Rastschlitze 23 des Gehäuse­ unterteiles 1 eingreifen und dort einrasten. Ent­sprechend weist das Trennelement 3 auf beiden Schmalseiten je einen Raststeg 24 auf, der eben­falls in die Rastschlitze 23 des Gehäuseunterteiles 1 rastend eingreift.

    [0021] Die zweite Ausführungsform des Aderverbinders ist in den Figuren 8 bis 10 dargestellt. Dieser besteht aus einem Gehäuseunterteil 31 und zwei mit diesem verrastbaren, identischen Gehäuseoberteilen 32 so­wie einem mit dem Gehäuseunterteil 31 verrastbaren Trennelement 33. Das Gehäuseunterteil 31, die Ge­häuseoberteile 32 und das Trennelement 33 bestehen aus Künststoff. Im Gehäuseunterteil 31 sind vier geradlinig durchgehenden nutartige Führungskanäle 34 für Kabeladern 37,38 vorgesehen. Den Führungs­kanälen 34 sind an den Schmalseiten des Gehäuse­unterteiles 31 Laschen 45 zur Halterung der in die Führungskanäle 34 eingelegten Kabeladern 37,38 zu­geordnet.

    [0022] Im mittleren Bereich der geradlinig durchgehenden, nutartigen Führungskanäle 34 sind je zwei Schneid-­Klemm-Kontakte 35 in zwei parallelen Reihen 40,41 eingesetzt, deren Verbindungsstege 39 in der Längsmitte der Führungskanäle 34 Trennmesser 36 ausbilden. Die unter Winkeln α zwischen 30° und 60° zur Längsachse der Führungskanäle 34 stehenden Schneid-Klemm-Kontakte 35 sind aus zwei Schenkeln gebildet, zwischen denen sich der eigentliche Kontaktschlitz erstreckt. Beide Schenkel sind in Schlitzen in den Seitenwänden der Führungskanäle 34 gehalten. Die Trennmesser 36 sind aus von den Verbindungsstegen 39 rechtwinklig abgewinkelten Lappen gebildet. Die beiden Schneid-Klemm-Kontakte 35 jeder Reihe 40,41, das mittig angeordnete Trennmesser 36 und die Verbindungsstege 39 sind somit einstückig aus mit metallischen, elektrisch leitfähigen Werkstoff gebildet. Die Reihe von Trennmessern 36 befindet sich dabei genau mittig zwischen den Reihen 40,41 von Schneid-Klemm-Kontak­ten 35.

    [0023] Jedes Gehäuseoberteil 32 ist im Querschnitt etwa U-förmig ausgebildet und mittels Rasthaken 46 hinter Rastnasen 47 des Gehäuseunterteiles 31 ver­rastbar. Auf seiner Innenseite weist jedes Gehäuse­oberteil 32 Eindrückstege 42 mit Querschlitzen 43 auf, in welche die Schneid-Klemm-Kontakten 35 beim Aufrasten des Gehäuseoberteiles 32 eindringen können. Die beidseits der Querschlitze 43 befind­lichen Eindrückstege 42 drücken auf die Kabeladern 37,38, um diese in die Kontaktschlitze der Schneid-­Klemm-Kontakte 35 einzudrücken. Die eine Längs­seitenwand eines jeden Gehäuseoberteiles 32 bildet eine Abscherkante 48, welche an den Trennmessern 36 zur Anlage kommen kann. Somit ist der Abstand zwischen der die Abscherkante 48 bildenden Längs­seitenwand der Gehäuseoberteile 32 und der Mitte der Querschlitze 43 zur Aufnahme der Schneid-­Klemm -Kontakte 35 eines jeden Gehäuseoberteiles 32 genauso groß wie der Abstand der Reihe der Trenn­messer 36 von den beiden Reihen 40,41 der Schneid-Klemm-Kontakte 35. Der Abstand der anderen Längsseitenwand eines jeden Gehäuseoberteiles 32 zu den Querschlitzen 43 ist wesentlich geringer.

    [0024] Jedes Gehäuseoberteil 32 weist ferner auf seiner Oberseite schräg zu der mit der Abscherkante 48 versehenen Längsseitenwand verlaufende Nuten 49 zur Führung abgezweigter Kabeladern 37,38 auf. Ferner ist an der Unterseite des Gehäuseunterteiles 31 ein Steg 50 mit einer Durchgangsöffnung 51 für einen Kabelbinder ausgebildet.

    [0025] Der beschriebene Aderverbinder in der zweiten Aus­führungsform wird unter Bezugnahme auf die Figuren 8 bis 10 zur Herstellung eines Verbindungsspleißes wie folgt verwendet. Zunächst werden die Kabeladern 37 eines anzuschließenden Kabels in die Führungs­kanäle 34 des linken Teiles des Gehäuseunterteiles 31 eingelegt, wobei Haltelaschen 45 die Kabeladern 37 fixieren und wobei die Kabeladern 37 ferner über die Kontaktschlitze der Schneid-Klemm-Kontakte 35 der linken Reihe 40 und über die Trennmesser 36 ge­legt sind. Anschließend wird das in Fig. 8 links dargestellte Gehäuseoberteil 32 aufgerastet, wobei die Eindrückstege 42 die Kabeladern 37 in die Kon­taktschlitze der Schneid-Klemm-Kontakte 35 ein­drücken, die Schneid-Klemm-Kontakte 35 in die Quer­schlitze 43 des Gehäuseoberteiles 32 eingreifen und ferner die Abscherkante 48 des Gehäuseoberteiles 32 die freien Enden der Kabeladern 37 an den Trenn­messern 36 glatt abschneidet. Anschließend wird in gleicher Weise das rechte Gehäuseoberteil 32 auf­gesetzt, wobei die Kabeladern 38 des anzuschließen­den weiteren Kabels mit den Schneid-Klemm-Kontakten 35 der rechten Reihe 41 kontaktiert und gleichzei­tig die Kabeladern 38 an den Trennmessern 36 ab­geschnitten werden. Über die Verbindungsstege 39 jedes Paares von Schneid-Klemm-Kontakten 35 werden somit zugehörige Paare von Kabeladern 37,38 leitend verbunden. Mehrere Aderverbinder können mittels eines Kunststoffstreifens als Kabelbinder mitein­ander verbunden werden, welcher durch die Durch­gangsöffnungen 51 auf der Unterseite eines jeden Gehäuseunterteiles 31 durchgezogen wird.

    [0026] Nachfolgend wird anhand der Figuren 11 und 12 die Herstellung eines Abzweigungsspleißes mit dem Aderverbinder in der zweiten Ausführungsform näher beschrieben. Dabei werden die Kabeladern 37 des einen anzuschließenden Kabels in gleicher Weise mittels des linken Deckelteiles 32 angeschlossen, wie es zur Herstellung eines Verbindungsspleißes an Hand der Figuren 8 bis 10 beschrieben worden ist. Die Kabeladern 38 des weiteren anzuschließenden Kabels werden anschließend über das bereits ver­rastete linke Gehäuseoberteil 32 gelegt, wobei diese durch die Nuten 49 auf der Oberseite des linken Gehäuseoberteiles 32 geführt sind. Die Ka­beladern 38 werden dann mit den Schneid-Klemm-Kon­takten 35 derrechten Reihe 41 mittels des weiteren Gehäuseoberteiles 32 leitend verbunden, welches jedoch im Gegensatz zum Verbindungsspleiß gemäß den Figuren 8 bis 10 um 180° um seine Hochachse gedreht mit dem Gehäuseunterteil 31 verrastet wird, so daß die mit der Abscherkante 48 versehene Längsseiten­wand des rechten Gehäuseoberteiles 32 im Abstand zur mittleren Reihe der Trennmesser 36 angeordnet ist. Auf diese Weise wird ein Abzweigungsspleiß gebildet, bei welchem die Enden der Kabeladern 37 an die durchgehenden Kabeladern 38 elektrisch angeschlossen sind.

    [0027] Zur Herstellung des Umgehungsspleißes kann nunmehr aus dem Abzweigungsspleiß wiederum ein Verbindungs­spleiß ausgebildet werden. Hierzu wird in den durch den Abstand 52 gebildeten freien Raum zwischen den beiden Gehäuseoberteilen 32 das Trennelement 33 eingesetzt, das mit einer Abscherkante 53 versehen ist, welche mit der Reihe der Trennmesser 36 zu­sammenwirkt. Auf diese Weise können auch die Kabel­adern 38 der rechten Seite glatt abgeschnitten wer­den. Das Trennelement 3 kann in nicht näher darge­stellten Weise mittels eines Filmscharnieres an dem Gehäuseoberteil 32 befestigt sein.

    [0028] Der Aderverbinder in der dritten Ausführungsform gemäß den Figuren 13 und 14 ist weitgehend iden­tisch mit dem Aderverbinder in der zweiten Ausfüh­rungsform ausgebildet. Im Unterschied hierzu sind nur in der Längsmitte des Gehäuseunterteiles 61 zwei Reihen von Trennmessern 66 ausgebildet, die wiederum aus einstückig mit den Stegen 69 der Schneid-Klemm-Kontakte 65 ausgebildeten Lappen ausgeformt sind. Die Schneid-Klemm-Kontakte 65 sind in die Führungskanäle 64 des Gehäuseunter­teiles 61 eingesetzt. Im Unterschied zur zweiten Ausführungsform ist an den Unterseiten der Trenn­stege 74 je ein Trennschlitz 75 ausgebildet, wel­cher mit einer der beiden Reihen von Trennmessern 66 zusammenwirkt, um eine Kabelader 67,68 abzutren­nen. Zusätzlich ist an der den Trennschlitzen 75 zugeordneten Längsseitenwand eines jeden Gehäuses­oberteiles 62 ein federelastischer Abdecklappen 70 angebracht, der einstückig mit dem Gehäuseoberteil 62 ausgebildet ist.

    [0029] Die Fig. 13 zeigt die Ausbildung eines Verbindungs­spleißes, bei welchem die beiden Gehäuseoberteile 62 jeweils mit ihren Trennschlitzen 75 mit den Trennmessern 66 der beiden Reihen zusammenwirken, wobei die federelastischen Lappen 70 den zwischen den Gehäuseoberteilen 62 verbleibenden Freiraum schließen.

    [0030] Die Fig. 14 zeigt den Aderverbinder der dritten Ausführungsform als aufgelösten Abzweigungsspleiß. Hierbei ist der als links dargestelltes Gehäuse­oberteil 62 in gleicher Weise wie das in Fig. 13 dargestellte Gehäuseoberteil 62 aufgerastet. Das in Fig. 14 rechts dargestellte Oberteil 62 ist um 180° um seine Hochachse gedreht auf das Gehäuseunterteil 61 aufgerastet, wobei die Trennschlitze 75 nicht in Eingriff mit der rechten Reihe von Trennmessern 66 kommen. Zwischen den beiden Gehäuseoberteilen 62 besteht ein größerer Abstand 82, in welchen das Trennelement 63 eingesetzt ist, das in gleicher Weise wie die Gehäuseoberteile 62 mit dem Gehäuse­unterteil 61 verrastet ist. Auf der Unterseite des Trennelementes 63 ist ein Trennschlitz 77 ausgebil­det, der mit der freigebliebenen Reihe von Trenn­messern 66 zusammenwirkt, um hier ein zunächst durchgeschleiftes Kabel 68 zur Ausbildung des Ver­bindungsspleißes abzuschneiden. Auch das Trennele­ment 63 ist mit federnden Abdecklappen 70 versehen, die beidseits des Trennelementes 63 ausgebildet sind.




    Ansprüche

    1. Aderverbinder für Kabeladern, insbesondere von Fernmeldekabeln,
    aus einem Gehäuseunterteil mit mindestens zwei Führungskanälen für die Kabeladern,
    aus mindestens einem mit dem Gehäuseunterteil verrast­baren Gehäuseoberteil,
    aus in die Führungskanäle des Gehäuseunterteils einge­setzten, mit Kontaktschlitzen versehenen Schneid-Klemm-­Kontakten, wobei die Schneid-Klemm-Kontakte zweier zusammengehörender Führungskanäle miteinander elektrisch leitend verbunden sind, und
    aus auf der Unterseite des Gehäuseoberteiles ausgebil­deten, mit den Kontaktschlitzen der Schneid-Klemm-­Kontakten zusammenwirkenden Eindrückstegen für die Kabeladern,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß in jedem Führungskanal (4,34,64) ein Trennmesser (6,36,66) für die Kabeladern (7,8; 37,38; 67,68) angeordnet ist,
    daß das Gehäuseoberteil (2,32,62) auf seiner Unterseite Trennstege (14,16,18; 74) aufweist und
    daß das Gehäuseoberteil (2,32,62) in zwei unterschied­lichen Stellungen mit dem Gehäuseunterteil (1,31,61) verrastbar ist, wobei die Trennstege (14,16,18; 74) nur in einer Stellung mit den Trennmessern (6,36,66) zusammenwirken.
     
    2. Aderverbinder nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Gehäuseoberteil (2,32,62) um 180° um seine Hochachse gedreht mit dem Gehäuseunterteil (1,31,61) verrastbar ist.
     
    3. Aderverbinder nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Schneid-Klemm-Kontakte (5,35,65) und die Trennmesser (6,36,66) einstückig aus elektrisch leitfähigem, metallischen Werkstoff ausgebildet sind.
     
    4. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Schneid-Klemm-Kontakte (5,35,65) unter einem Winkel α zur Längsachse der Führungskanäle (4,34,64) in diese eingesetzt sind.
     
    5. Aderverbinder nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Winkel α zwischen 30° und 60° beträgt.
     
    6. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß zwei benachbarte Schneid-Klemm-Kontakte (5,35,65) unter gegensinnig gerichteten Winkeln α und in Längs­richtung der Führungskanäle (4,34,64) versetzt zueinander angeordnet sind.
     
    7. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Eindrück- und Trennstege (12,14,16,18; 42; 74) aus auf der Unterseite des Gehäuseoberteiles (2,32,62) angeordneten Längsstegen gebildet sind, welche etwa in der Längsmitte mit Schlitzen (13,43) zum Eingreifen der Schneid-Klemm-Kontakte (5,35,65) und an ihren Enden mit Schlitzen (15,17,19; 75,77) zum Eingreifen der Trennmesser (6,36,66) versehen sind.
     
    8. Aderverbinder nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß jeder zweite Längssteg an einem Ende des Gehäuse­oberteiles (2,32,62) durch einen federnden Lappen (20,70) ersetzt ist.
     
    9. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß ein Trennelement (3,33,63) zum Verrasten mit dem Gehäuseunterteil (1,31,61) nach dem Aufrasten des Gehäuseoberteiles (2,32,62) vorgesehen und mit zwei, mit Schlitzen (19,77) zum Eingreifen der Trennmesser (6,36,66) versehenen Eindrückstegen (18,74) ausgebildet ist, welche nur für jeden zweiten Führungskanal (4,34,64) vorgesehen sind.
     
    10. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Führungskanäle (34,64) für zwei Kabeladern (37,38; 67,68) in Längsrichtung des Gehäuseunterteiles (31,61) axial hintereinander angeordnet sind,
    daß die Schneid-Klemm-Kontakte (35,65) in zwei sich quer über das Gehäuseunterteil (31,61) erstreckenden, im Abstand von einander befindlichen Reihen (40,41) angeordnet sind,
    daß im Gehäuseunterteil (31,61) quer zur Längsachse der Führungskanäle (34,64) zwischen den beiden Reihen (40,41) von Schneid-Klemm-Kontakte (35,65) mindestens eine Reihe von Trennmessern (36,66) angeordnet ist, daß jeder Reihe von Schneid-Klemm-Kontakten (35,65) ein Gehäuseoberteil (32,62) zugeordnet ist und daß die Gehäuseoberteile (32,62) in zwei unterschiedlichen Stellungen oberhalb der jeweiligen Reihe (40,41) von Schneid-Klemm-Kontakten (35,65) mit dem Gehäuse­unterteil (31,61) verrastbar sind.
     
    11. Aderverbinder nach Anspruch 10,
    dadurch gekennzeichnet ,
    daß jedem Gehäuseoberteil (32,62) eine an die Reihe von Trennmessern (36,66) anlegbare Abscherkante (48) zugeordnet ist.
     
    12. Aderverbinder nach Anspruch 11,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Abscherkante (48) an einer Längsseitenwand der Gehäuseoberteile (32,62) ausgebildet ist.
     
    13. Aderverbinder nach Anspruch 11,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Abscherkante (48) an einem zwischen eine Längsseitenwand eines Gehäuseoberteiles (32,62) und die Reihe von Trennmessern (36,66) einsetz­baren Trennelement (33,63) ausgebildet ist.
     
    14. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Trennelement (33,63) mittels eines Film­scharnieres an der Längsseitenwand des Gehäuse­oberteiles (32,62) befestigt ist.
     
    15. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 10 bis 14,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Trennmesser (36,66) am Verbindungssteg (39,69) der Schneid-Klemm-Kontakte (35,65) ange­bracht sind.
     
    16. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 10 bis 15,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß auf den Oberseiten der Gehäuseoberteile (32,62) schräg zu der mit der Abscherkante (48) versehenen Längsseitenwand verlaufende Nuten (49) zur Führung von abgezweigten Kabeladern (37,38;67,68 ausgebildet sind.
     
    17. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 10 bis 16,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß im Gehäuseunterteil (31,61) quer zur Längsachse der Führungskanäle (34,64) zwischen den beiden Reihen (40,41) von Schneid-Klemm-Kontakten (35,65) zwei im Abstand von einander befindliche Reihen von Trennmessern (36,66) angeordnet sind und daß auf der Unterseite eines jeden Gehäuseoberteiles (32,62) ein auf die Reihen von Trennmessern (36,66) aufdrückbarer Trennschlitz (75,77) angeordnet ist.
     
    18. Aderverbinder nach Anspruch 17,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Trennschlitz (75,77) auf der Unterseite eines zwischen zwei Gehäuseoterteilen (32,62) auf eine Reihe (40,41) von Schneid-Klemm-Kontakten (35,65) aufsetzbaren Trennelementes (33,63) ange­ordnet ist.
     
    19. Aderverbinder nach einem der Ansprüche 17 oder 18,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß an der dem Trennschlitz (75,77) zugeordneten Seitenwand eines jeden Gehäuseoberteiles (32,62) eine federelastischer Lappen (70) angeordnet ist.
     
    20. Aderverbinder nach Anspruch 18,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß auf beiden Seitenwänden des Trennelementes (33,63) federnde Lappen (70) angeordnet sind.
     




    Zeichnung