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(11) |
EP 0 287 816 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.09.1990 Patentblatt 1990/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.03.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: A43B 5/04 |
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Skischuh
Ski boot
Chaussure de ski
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR IT LI |
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Priorität: |
22.04.1987 CH 1545/87
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.10.1988 Patentblatt 1988/43 |
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Patentinhaber: Raichle Sportschuh AG |
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CH-8280 Kreuzlingen (CH) |
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Erfinder: |
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- Walkhoff, Klaus
CH-8280 Kreuzlingen (CH)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Schaad, Balass, Menzl & Partner AG |
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Dufourstrasse 101
Postfach 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 155 495 US-A- 3 807 060 US-A- 3 988 842
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US-A- 3 738 025 US-A- 3 832 792 US-A- 4 043 059
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Skischuh gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches
1 bzw. 8.
[0002] Ein solcher Skischuh ist aus der US-PS 3 738 025 bekannt. Im Rist- und Schienbeinbereich
sind an der Schale des vorderen Schaftteiles wellenförmige Erhebungen und Vertiefungen
vorgesehen. Jede gegen die Schuhaussenseite vorstehende Erhebung weist im Inneren
einen ungefähr zylinderförmigen, quer zur Schuhlängsrichtung verlaufend und gegen
die Schuhvorderseite und in Axialrichtung einseitig geschlossenen Hohlraum auf. In
jedem Hohlraum ist ein verdrehbarer Versteifungskörper vorgesehen, der einen im Querschnitt
etwa rechteckigen Versteifungssteg aufweist. Auf der in Axialrichtung offenen Seite
des betreffenden Hohlraumes steht eine zylinderförmige Stirnwand des Versteifungssteges
über die Erhebung seitlich vor. In der Stirnwand ist ein Schlitz angebracht, mittels
welchem unter Zuhilfenahme einer Münze oder eines Schraubendrehers die Verdrehlage
des Versteifungskörpers eingestellt werden kann.
[0003] Bei diesem Skischuh kann durch Verdrehen der einzelnen Versteifungskörper die Flexibilität
des vorderen Schaftteils in Schuhlängsrichtung eingestellt werden, dazu wird aber
die Hilfe eines Werkzeuges benötigt. Ueberdies besteht die Gefahr, dass die Schlitze
sich mit Schnee und Eis füllen, was ein Verstellen der Versteifungskörper erschwert
oder verunmöglicht.
[0004] Weiter ist ein ähnlicher Skischuh aus der US-PS 3 807 060 bekannt. Der Schaft dieses
Skischuhs besteht aus einer Schale, auf der eine erheblich vorstehende schmale Versteifungsrippe
angeformt ist, die sich auf der Schuhoberseite von der Schuhspitze bis in den Bereich
des oberen Schaftendes zieht. An diese Versteifungsrippe sind mehrere voneinander
beabstandete Querrippen angeformt, welche die Schale teilweise umgreifen und mit zunehmendem
Abstand von der Versteifungsrippe in ihrer über die Schale vorstehenden Höhe abnehmen.
Mittig zwischen jeweils zwei dieser Querrippen ist die Versteifungsrippe bis zur Schale
geschlitzt, wodurch die Biegesteifigkeit der Versteifungsrippe örtlich verringert
und ein Nachgeben des Skischuhs unter dem Druck des Schienbeines nach vorn ermöglicht
wird. In den Schlitzen sind Versteifungskörper drehbar gelagert, welche einen quaderförmigen
Steg aufweisen. Ist der Steg so ausgerichtet, dass die grossen Flächen des Quaders
parallel zur Richtung des Schlitzes stehen, so kann der Schaft so weit nach vorn nachgeben,
bis die durch den jeweiligen Schlitz getrennten Segmente der Versteifungsrippe aneinander
anstossen. Sind die Versteifungskörper um 90° gegenüber der oben bezeichneten Stellung
verdreht, so verhindern sie eine Bewegung der Verstärkungsrippensegmente aufeinander
zu.
[0005] Eine entsprechende Anordnung ist am Schuhhinterteil vorgesehen für die Einstellung
der Biegesteifigkeit bei einer Biegebeanspruchung nach hinten.
[0006] Ein solcher Schuh mit einer längsverlaufenden Versteifungsrippe und quer dazu angeordneten
Querrippen ist kompliziert in seiner Herstellung. Zudem besteht die Gefahr von Vereisung,
besonders bei Nassschnee, weil die Schlitze gegen aussen, vor allem gegen die Schuhvorderseite,
offen und erheblich exponiert sind, so dass Schnee und Eis in die Schlitze eindringen
kann. Durch die dauernden Belastungsänderungen während der Fahrt wird der Schnee komprimiert,
was bewirkt, dass im Verlaufe der Zeit die gewünschte Flexibilität abnimmt.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen gattungsgemässen Skischuh zu schaffen,
dessen Flexibilität in Schuhlängsrichtung einfach, betriebssicher und bedienungsfreundlich
einstellbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils
des Anspruches 1 bzw. 8 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen
gegeben.
[0009] Sind die Schwächungszonen durch wellenförmige Erhebungen und Vertiefungen am vorderen
Schaftteil gebildet, so ist der Schaft sehr einfach herstellbar. Bilden die gegen
die Schuhaussenseite vorstehenden Erhebungen mindestens gegen die Schuhvorderseite
geschlossene Hohlräume, in denen die Versteifungskörper untergebracht sind, so kann
nur schwerlich Schnee von aussen in diese Hohlräume eintreten. Eine bedienungsfreundliche,
stufenlose Einstellung der Flexibilität wird nun dadurch erreicht, dass alle Versteifungskörper
gemeinsam durch eine im Schuhinnern angeordnete Antriebsanordnung eingestellt werden
können. Die Versteifungskörper werden entweder miteinander verdreht oder verschoben.
[0010] Die Versteifungskörper sind vorteilhafterweise um eine Achse der zylinderförmigen
Hohlräume drehbar gelagert, und sie weisen quer zu ihrer Drehachse unterschiedliches
Kompressionsverhalten auf. Dadurch wird ermöglicht, dass durch einfaches Verdrehen
der Versteifungskörper die Flexibilität des vorderen Schaftteiles erhöht oder verringert
werden kann.
[0011] Bestehen die Versteifungskörper aus einem um die Drehachse verschwenkbaren, im Querschnitt
rechteckigen Versteifungssteg aus einem Material geringer Elastizität und sind an
diesem Steg stirnseitige Stirnwände angeformt, so sind die Hohlräume auch seitlich
gegen die Schuhaussenseite verschlossen, was eine besonders gute Konstanthaltung der
eingestellten Flexibilität erlaubt.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der vordere Schaftteil mit einer, die Schale
im Rist- und Schienbeinbereich überdeckenden und an dieser befestigten Zunge ausgestattet.
Die Schwächungszonen sind in diesem Fall in der Zunge ausgebildet, was eine sehr einfache
Herstellung des vorderen Schaftteiles und eine getrennte Herstellung der Zunge erlaubt.
[0013] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sitzen die Versteifungskörper verschiebbar
auf einer Gewindespindel, welche an einem Widerlager drehbar gelagert ist und mittels
eines Drehgriffes verdreht werden kann. Auch mit dieser Ausführungsform ist eine stufenlose
Einstellung der Flexibilität erreichbar.
[0014] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform des Skischuhs
mit einstellbarer Biegesteifigkeit,
Fig. 2 einen Längsschnitt entlang der Linie 11-11 der Fig. 3 durch die Zunge des Skischuhs,
mit einer Einstellung für hohe Biegesteifigkeit,
Fig. 3 eine Ansicht der Zunge gemäss Fig. 2, mit einer Einstellung für geringe Biegesteifigkeit,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch die Zunge mit einer Einstellung der Versteifungskörper
gemäss Fig. 3,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch die Zunge einer weiteren Ausführungsform eines Skischuhs
mit verschiebbaren Versteifungskörpern und einer Einstellung für grosse Biegesteifigkeit,
und
Fig. 6 denselben Längsschnitt wie Fig. 5 aber mit der Einstellung für geringe Biegesteifigkeit.
[0015] Der in Fig. 1 gezeigte, aus einem Kunststoffmaterial geformte Skischuh 10 besteht
aus einer Sohle 12 und einem Schaft 14. Der vordere Schaftteil 16 ist aus einer Schale
18 und einer diese im Rist- und Schienbeinbereich überdeckenden Zunge 20 gebildet.
Die Zunge 20 ist an sich bezüglich der Schuhlängsmittelebene gegenüberliegenden Verbindungsstellen
22 mit der Schale 18 verbunden. Zum Schaft 14 gehört ferner ein hinterer Schaftteil
24 (Spoiler), der im Fersenbereich 26 mittels zweier sich gegenüberliegender Gelenke
28 schwenkbar an der Schale 18 befestigt ist. Dieser hintere Schaftteil 24 ist auf
bekannte Weise mittels einer Schliesseinrichtung 30 mit der Zunge 20 verbindbar. Der
Schaft 14 umschliesst in ebenfalls bekannter Weise einen gepolsterten Innenschuh 32.
[0016] Die Zunge 20 ist im Bereich des Überganges vom Schienbeinbereich 34 zum Ristbereich
36 mit Schwächungszonen 38 versehen, welche durch wellenförmige Erhebungen 40 und
an diese anschliessende Vertiefungen 42 gebildet sind (vergl. auch Fig. 2 bis 4).
Diese Schwächungszonen 38 verleihen der Zunge 20 und damit dem vorderen Schaftteil
16 eine erhöhte Flexibilität bei einer Beanspruchung der Zunge 20 nach vorwärts in
Richtung gegen die Schuhspitze hin. Die gegen die Schuhaussenseite hin vorstehenden
Erhebungen 40 legen Hohlräume 44 (Fig. 2 bis 4) fest, welche gegen die Schuhvorderseite
hin geschlossen sind. Die Hohlräume 44 erstrecken sich in einer quer zur Schuhlängsmittelebene
verlaufenden Richtung.
[0017] Im Innern der Hohlräume 44 sind quaderförmige Versteifungskörper 46 untergebracht,
die um die Längsachse der Hohlräume 44 drehbar gelagert sind (Fig. 2 bis 4). Diese
in der Art von Stegen ausgebildeten Versteifungskörper 46 bestehen aus einem Werkstoff
vergleichweise geringerer Kompressibilität, vorzugsweise aus einem geeigneten Kunststoff.
Die Bereiche der Hohlräume 44 zwischen den Versteifungsstegen 46 und der Innenwand
der Hohlräume 44 sind mit einem Werkstoff 48 ausgefüllt, welcher eine grössere Kompressibilität
aufweist als der Werkstoff der Versteifungsstege 46. Als Füllmaterial 48 eignet sich
beispielsweise ein Schaumstoff. An den Stirnseiten der Versteifungsstege 46 sind Stirnwände
50 (Fig. 1) angeformt, welche die Hohlräume 44 seitlich gegen die Schuhaussenseite
hin verschliessen.
[0018] Werden alle Versteifungsstege 46 in die in Fig. 4 gezeigte Lage gedreht, in der sich
alle Versteifungsstege 46 mit ihrer Breitseite 46' quer zu einer gedachten Verbindungslinie
54 zwischen Schienbeinbereich 34 und Ristbereich 36 der Zunge 20 erstrecken, so ist
die Versteifungswirkung der Versteifungsstege 46 nicht oder nur in einem unwesentlichen
Mass vorhanden. Dies bedeutet, dass bei einer Biegebeanspruchung der Zunge 20 in Vorwärtsrichtung
die Schwächungszonen 38 ihre volle wirkung entfalten können und der Zunge 20 eine
verhältnismässig grosse Flexibilität verleihen.
[0019] Werden im Gegensatz dazu die Versteifungsstege 46 aus der vorstehend beschriebenen
Stellung um 90° gedreht, so dass sich die Versteifungsstege 46 in Richtung der erwähnten
gedachten Verbindungslinie 54 erstrecken (Fig. 4), so kommt die versteifende Wirkung
der Versteifungsstege 46 voll zur Geltung. Die Schwächungszonen 38 und somit der Zungenteil
20 werden versteift, so dass sich letzterer bei einer Biegebeanspruchung gegen die
Schuhspitze hin weniger leicht ausbiegen lässt.
[0020] Im Schuhinnern ist ein Verstellmechanismus 56 zum gemeinsamen Verstellen aller Versteifungsstege
46 vorhanden. Von jedem Versteifungssteg 46 steht ein Hebelarm 58 ab. Die Hebelarme
58 sind untereinander mittels zweier Laschen 60 verbunden, welche gelenkig an den
Hebelarmen 58 befestigt sind. Mit dem obersten Hebelarm 58, ist ein Gewindestift 62
verbunden, der in eine Gewindehülse 64 eingreift. Letztere ist in einer an der Zunge
20 befestigten Halterung 66 gelagert. An ihrem oberen Ende ist die Gewindehülse 64
mit einem Zahnrad 68 versehen. Auf der Aussenseite der Zunge 20 ist ein Drehknopf
70 angeordnet, der drehbar in der Halterung 66 gelagert ist. Der Drehknopf 70 weist
einen Zahnkranz 72 auf, der in Eingriff mit dem Zahnrad 68 steht.
[0021] Durch Drehen des Drehknopfes 70 wird die Gewindehülse 64 gedreht, was ein Heben und
Senken des Gewindestiftes 62 zur Folge hat. Dies wiederum bewirkt ein gemeinsames
Verdrehen der Versteifungsstege 46 im Innern der Hohlräume 44. Auf diese Weise können
die Versteifungsstege 46 stufenlos in ihrer Lage verstellt werden. Nehmen sie die
in Fig. 2 gezeigte Stellung ein, so wird die grösstmögliche Versteifungswirkung erzielt.
In den Fig. 3 und 4 ist die andere Extremstellung dargestellt. In dieser Lage entfalten
die Versteifungskörper 46 keine oder nur eine sehr geringe Versteifungswirkung.
[0022] Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Hohlräume 44 in Richtung gegen die Schuhinnenseite
hin im Bereich der Hebelarme 58' offen (Fig. 2 und 3).
[0023] In den Figuren 5 und 6 ist in einer den Figuren 2 und 4 entsprechenden Darstellung
eine Zunge 20 mit einer weiteren möglichen Ausbildung der Versteifungskörper gezeigt.
Diese mit 86 bezeichneten Versteifungskörper weisen einen kreissegmentförmigen Querschnitt
auf, wobei die Breite B (Fig. 5) der Grundfläche 88 dieser Versteifungskörper 86 kleiner
ist als der Durchmesser der Hohlräume 44, in denen diese Versteifungskörper 86 untergebracht
sind. Die Teil eines Zylindermantels bildende Mantelfläche 90 (Fig. 6.) dieser Versteifungskörper
86 hat im wesentlichen dieselbe Krümmung wie die Innenwand der Hohlräume 40. Die Versteifungskörper
86 sitzen auf einer flexiblen Gewindestange 92, die an ihrem untern Ende in einem
Widerlager 94 drehbar gelagert ist, das auf der Innenseite der Zunge 20 angebracht
ist. Am andern Ende ist die Gewindestange 92 mit einem Drehgriff 96 versehen.
[0024] Beim Drehen der Gewindestange 92 mittels des Drehgriffes 96 verschieben sich die
Versteifungskörper 86 in Richtung des Pfeiles A entlang der Gewindestange 92. Werden
die Versteifungskörper 86 in ihre in Fig. 5 dargestellte obere Endlage gebracht, so
entfalten sie ihre grösstmögliche Versteifungswirkung, was bedeutet, dass die Zunge
20 eine geringere Flexibilität aufweist. Werden demgegenüber die Versteifungskörper
86 nach unten verschoben, so dass sie sich von der Innenwand der Zwischenräume 44
abheben (Fig. 6), so ist die Flexibilität der Zunge 20 erhöht, da die Versteifungskörper
86 nur noch eine geringe oder gar keine Versteifungswirkung mehr ausüben können.
[0025] Bei allen Ausführungsformen gemäss den Figuren 1 bis 6 kann der Bereich mit den Schwächungszonen
38 aus einem Werkstoff hergestellt sein, dessen Biegesteifigkeit geringer ist als
diejenige des Werkstoffes der umgebenden Wandungsabschnitte, wie das in der nicht
vorveröffentlichten Schweizer Patentanmeldung Nr. 5512/85 bzw. der entsprechenden
EP-A 0 233 328 beschrieben ist.
[0026] Statt die durch wellenförmige Erhebungen und Vertiefungen gebildeten Schwächungszonen
wie beschrieben an einer von der Schale getrennten Zunge anzubringen, ist es auch
denkbar, diese Erhebungen und Vertiefungen an der Schale selbst auszuformen, wie das
z.B. aus der veröffentlichten internationalen Patentanmeldung W081/00507 bekannt ist.
In den durch die Erhebungen gebildeten Bereichen werden dann die Versteifungskörper
angeordnet.
1. Skischuh aus Kunststoff mit einer Sohle (12) und einem Schaft (14), der aus einem
eine Schale (18) aufweisenden, vorderen Schaftteil (16) und einem, an der Schale (18)
im Fersenbereich (26) gelenkig gelagerten hinteren Schaftteil (24) besteht und mit
im Rist- und Schienbeinbereich (34, 36) angeordneten, die Flexibilität des vorderen
Schaftteiles (16) in Schuhlängsrichtung erhöhenden, durch wellenförmige Erhebungen
(40) und Vertiefungen (42) am vorderen Schaftteil (16) gebildeten Schwächungszonen
(38), deren gegen die Schuhaussenseite vorstehenden Erhebungen (40) mindestens gegen
die Schuhvorderseite geschlossene, ungefähr zylinderförmige und quer zur Schuhlängsmitte
verlaufende Hohlräume (44) begrenzen, in welchen Versteifungskörper zum Einstellen
der Flexibilität des vorderen Schaftteils (16) ungefähr um die Achsen der Hohlräume
drehbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungskörper (46) über
an diesen im Schuhinnern exzentrisch angreifende Übertragungselemente (60, 62) mit
einem Stellglied (70) zum gemeinsamen Verdrehen der Versteifungskörper (46) verbunden
sind.
2. Skischuh nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Versteifungskörpern
(46) aus den Hohlräumen (44) in Richtung gegen das Schuhinnere vorstehende Hebelarme
(58) angeformt sind und dass die Endbereiche der Hebelarme (58) untereinander und
mit dem Stellglied (70) in Wirkverbindung stehen.
3. Skischuh nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungskörper
(46) in quer zu ihrer Drehachse verlaufenden Richtungen unterschiedliches Kompressionsverhalten
aufweisen.
4. Skischuh nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungskörper
einen um die Drehachse schwenkbaren, im Querschnitt rechteckigen Versteifungssteg
(46) aus einem Material geringer Elastizität aufweisen.
5. Skischuh nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Räume zwischen
dem Steg (46) und der Innenwand der Hohlräume (44) mit einem Material (48) hoher Elastizität
ausgefüllt sind.
6. Skischuh nach Patentanspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume
(44) mindestens zusammen mit an den Stegen (46) stirnseitig angeformten Stirnwänden
(50) gegen die Schuhaussenseite verschlossen sind.
7. Skischuh nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Schaftteil
(16) mit einer, die Schale (18) im Rist- und Schienbeinbereich (36, 34) überdeckenden
und an dieser befestigten Zunge (20) ausgestattet ist, und dass die Schwähungszonen
(38) in der Zunge (20) ausgebildet sind.
8. Skischuh aus Kunststoff mit einer Sohle (12) und einem Schaft (14), der aus einem,
eine Schals (18) aufweisenden, vorderen Schaftteil (16) und einem, an der Schale (18)
im Fersenbereich (26) gelenkig gelagerten hinteren Schaftteil (24) besteht und mit
im Rist- und Schienbeinbereich (34, 36) angeordneten, die Flexibilität des vorderen
Schaftteiles (16) in Schuhlängsrichtung erhöhenden, durch wellenförmige Erhebungen
(40) und Vertiefungen (42) am vorderen Schaftteil (16) gebildeten Schwächungszonen
(38), deren gegen die Schuhaussenseite vorstehenden Erhebungen (40) mindestens gegen
die Schuhvorderseite geschlossene Hohlräume (44) bilden, in welchen quer zur Schuhlängsmitte
verlaufende, zum Einstellen der Flexibilität des vorderen Schaftteils (16) in ihrer
Lage veränderbare Versteifungskörper (86) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
dass die Versteifungskörper (86) mittels eines im Schuh angeordneten Verstellmechanismus
(92, 94, 96) gemeinsam in einer Richtung (A) quer zu ihrer Längserstreckung verschiebbar
sind.
9. Skischuh nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungskörper
(86) auf einer flexiblen, in einem Widerlager (94) drehbar gelagerten Gewindespindel
(92) sitzen und durch Drehen der Gewindespindel (92) mittels eines Drehgriffes (96)
entlang der Gewindespindel (92) verschiebbar sind.
10. Skischuh nach Patentanspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungskörper
(86) einen kreissegmentförmigen Querschnitt aufweisen.
1. Ski boot made of plastic with a sole (12) and an upper (14) which consists of a
front upper part (16) having a shell (18) and a rear upper part (24) flexibly mounted
on the shell (18) in the region of the heel (26) and having adjusting zones (38) arranged
in the region of the instep and the shin (34, 36) and increasing the flexibility of
the front upper part (16) in the longitudinal direction of the boot, these zones being
formed by corrugated elevations (40) and depressions (42) formed at the front part
of the upper, the elevations (40) of which project towards the outer side of the boot
and define approximately cylindrical cavities (44) extending transversely to the longitudinal
centreline of the boot and closed at least towards the front side of the boot, in
which stiffening elements are rotatably mounted approximately about the axes of the
cavities for the adjustment of the flexibility of the front upper part (16), characterised
in that the stiffening elements (46) are connected by means of transfer elements (60,
62) eccentrically acting on them in the interior of the boot to effect common rotation
of the stiffening elements (46) using an adjustment element (70).
2. Ski boot according to Patent Claim 1, characterised in that lever arms (58) projecting
in the direction towards the interior of the boot are formed on the stiffening elements
(46) of the cavities (44) and that the end regions of the lever arms (58) are in operative
connection with each other and with the adjustment element (70).
3. Ski boot according to Patent Claim 1 or 2, characterised in that the stiffening
elements (46) have varying compression characteristics in directions running transversely
to their axes of rotation.
4. Ski boot according to Patent Claim 3, characterised in that the stiffening elements
have a stiffening bar (46) with rectangular section and made of a material of low
elasticity, the bar being pivotable about the axis of rotation.
5. Ski boot according to Patent Claim 4, characterised in that the spaces between
the bar (46) and the inner wall of the cavities (44) are filled with a material (48)
of high elasticity.
6. Ski boot according to Patent Claim 4 or 5, characterised in that the cavities (44)
are closed towards the outside of the boot at least in conjunction with front walls
(50) formed on the bars (46) on the front side.
7. Ski boot according to Patent Claim 1, characterised in that the front upper part
(16) is provided with a tongue (20) covering the shell (18) in the region of the instep
and shin (36, 34) and fastened to this and that the adjusting zones (38) are formed
in the tongue (20).
8. Ski boot of plastic with a sole (12) and an upper (14), which consists of a front
upper part (16) having a shell (18) and a rear upper part (24) flexibly mounted on
the shell (18) in the area of the heel (26) and having adjusting zones (38) arranged
in the region of the instep and shin (34, 36) increasing the flexibility of the front
upper part (16) in the longitudinal direction of the boot and formed on the front
upper part (16) by corrugated elevations (40) and depressions (42), these zones having
elevations (40) projecting towards the outside of the boot which form cavities (44)
closed at least towards the front side of the boot, in which stiffening elements (86)
are arranged running transversely to the longitudinal centreline of the boot and alterable
in their position for adjustment of the flexibility of the front upper part (16),
characterised in that the stiffening elements (86) are movable together in one direction
(A) transversely to their longitudinal extent by means of an adjustment mechanism
(92, 94, 96) arranged in the boot.
9. Ski boot according to Patent Claim 8, characterised in that the stiffening elements
(86) are located on a flexible threaded spindle (92) mounted rotably in a support
(94) and are movable along the threaded spindle (92) by rotating the threaded spindle
(92) using a rotary grip (96).
10. Ski boot according to Patent Claim 9, characterised in that the stiffening elements
(86) have a circular segment shaped cross-section.
1. Chaussure de ski en matière plastique, possédant une semelle (12) et une tige (14)
formée d'une partie antérieure de tige (16), présentant une coque (18) et d'une partie
postérieure de tige (24), montée articulée sur la coque (18) dans la région du talon
(26), ainsi que des zones d'affaiblissement (38) disposées dans la région du cou-de-pied
et de l'avant- tibia (34, 36), constituées par des renflements (40) et des creux (42)
ondulés sur la partie antérieure de la tige (16), augmentant la flexibilité de la
partie antérieure de cette tige (16) dans le sens de la longueur de la chaussure,
dont les renflements (40), faisant saillie à l'extérieur de la chaussure, délimitent
des cavités (44) à peu près cylindriques et orientées transversalement au milieu longitudinal
de la chaussure, qui sont fermées au moins du côté avant de la chaussure et dans lesquelles
sont montées rotatifs, à peu près autour des axes des cavités, des éléments raidisseurs
pour le réglage de la flexibilité de la partie antérieure de tige (16), caractérisée
en ce que les éléments raidisseurs (46) sont reliés, par des éléments de transmission
(60, 62) attaquant les éléments raidisseurs de façon excentrée à l'intérieur de la
chaussure, à un organe de réglage (70) pour la rotation collective des éléments raidisseurs
(46).
2. Chaussure de ski selon la revendication 1, caractérisée en ce que des bras formant
leviers (58) sont formés sur les éléments raidisseurs (46) et font saillie hors des
cavités (44), en direction de l'intérieur de la chaussure, et que les portions extrêmes
des bras formant leviers (58) sont accouplées entre elles et à l'organe de réglage
(70).
3. Chaussure de ski selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les éléments
raidisseurs (46) ont un comportement en compression différencié dans des directions
transversales à leur axe de rotation.
4. Chaussure de ski selon la revendication 3, caractérisée en ce que les éléments
raidisseurs présentent une barrette de raidissement (46), faite d'un matériau de faible
élasticité, qui est disposée pivotante autour de l'axe de rotation et possède une
section droite rectangulaire.
5. Chaussure de ski selon la revendication 4, caractérisée en ce que les espaces entre
la barrette (46) et la paroi interne des cavités (44) sont remplis d'un matériau (48)
de grande élasticité.
6. Chaussure de ski selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que les cavités
(44), conjointement au moins avec des parois d'extrémité (50) formées aux bouts des
barrettes (46), sont fermées vers le côté extérieur de la chaussure.
7. Chaussure de ski selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie antérieure
de la tige (16) est pourvue d'une languette (20) qui recouvre la coque (18) dans la
région du cou-de-pied et de l'avanttibia (36, 34) et est attachée à la coque, et que
les zones d'affaiblissement (38) sont formées dans la languette (20).
8. Chaussure de ski en matière plastique, possédant une semelle (12) et une tige (14)
formée d'une partie antérieure de tige (16), présentant une coque (18), et d'une partie
postérieure de tige (24), montée articulée sur la coque (18) dans la région du talon
(26) ainsi que de zones d'affaiblissement (38), disposées dans la région du cou-de-pied
et de l'avant- tibia (34, 36), constituées par des renflements (40) et des creux (42)
ondulés, augmentant la flexibilité de la partie antérieure de tige (16) dans le sens
de la longueur de la chaussure, dont les renflements (40), faisant saillie à l'extérieur
de la chaussure, délimitent des cavités (44) orientées transversalement au milieu
longitudinal de la chaussure, qui sont fermées au moins du côté avant de la chaussure
et dans lesquelles sont montées, transversalement au milieu longitudinal de la chaussure,
des éléments raidisseurs dont la position est variable pour le réglage de la flexibilité
de la partie antérieure de tige (16), caractérisée en ce que les éléments raidisseurs
(86) sont collectivement déplaçables en translation dans une direction (A), transversalement
à leur étendue longitudinale, au moyen d'un mécanisme de réglage (92, 94, 96) disposé
dans la chaussure.
9. Chaussure de ski selon la revendication 8, caractérisée en ce que les éléments
raidisseurs (86) sont portés par une tige filetée (92) flexible, montée rotative dans
un palier de retenue (94) et sont déplaçables en translation le long de la tige filetée
(92), par la rotation de cette tige au moyen d'un élément de manoeuvre rotatif (96).
10. Chaussure de ski selon la revendication 9, caractérisée en ce que les éléments
raidisseurs (86) ont une section droite en segment de cercle.