Technisches Gebiet:
[0001] Die Erfindung betrifft ein Federscharnier mit zwei Scharnierlappen, die an den aneinanderstoßenden
Kanten aus kammartig ineinandergreifenden und von einem Scharnierdraht durchsetzten
Rollen gebildetes Scharniergelenk miteinander verbunden sind und die mit Vorrichungen
für die Befestigung an Teilen eines Anschlagguts versehen sind, und mit mindestens
einer Feder, deren Enden an jeweils einem der Scharnierlappen angreifen.
[0002] Federscharniere der vorgenannten Art dienen dazu, ein Teil, zum Beispiel einen Deckel,
an einem anderen Teil, zum Beispiel an einem Kasten, eines behälterartigen Anschlagguts,
wie eines Koffers, Kastens, Etuis oder einer Schachtel aus Holz, Karton oder Kunststoff,
schwenkbar zu befestigen, und das schwenkbare Teil unter der Wirkung der Feder sowohl
in der Schließstellung als auch nach Überwindung eines Tot- oder Kippunkts in der
Offenstellung zu halten.
Stand der Technik:
[0003] Bei dem aus DE-U-8 235 551 bekannten Federscharnier ist jeder Scharnierlappen entlang
seinen freien Kanten rechtwinklig nach derselben Seite abgebogen und in der abgebogenen
Ebene mit Einschlagspitzen versehen. Zwischen dem ebenen Teil und der freien Kante
jedes Scharnierlappens ist eine Art Tasche gebildet, von der ein Ende der das Innere
des Federscharniers überbrückenden U-förmig ausgebildeten Feder aufgenommen ist.
Bei dem aus DE-U-8 523 698 bekannten Federscharnier ist jeder Scharnierlappen entlang
seiner äußeren Längskante mit einem Falz versehen, der in einem in Richtung der äußeren
Längskante gebogenen Winkel endet, hinter den die als gekröpfte Blattfeder mit abgewinkelten
Enden ausgebildeten Federn greifen.
[0004] Bei den bekannten Federscharnieren tritt folgendes Problem auf: Um die Federn in
ungespanntem Zustand montieren zu können, werden die Scharnierlappen in eine Winkellage
zueinander gebracht, in der ihre Aufnahmen für die Enden der Federn einen geringeren
Abstand voneinander haben als die Enden der entspannten Feder. Der Winkel zwischen
den Scharnierlappen beträgt hierbei ca. 120°. Die Federn können leicht in die Aufnahmen
eingelegt werden. Um beim Transport die Federn nicht zu verlieren, werden dann die
Scharnierlappen in eine Ausgangslage zueinander gebracht, in der die freien Enden
der Federn hinter die Aufnahmen greifen und die Federscharniere gespannt sind. Berücksichtigt
man, daß die Scharnierlappen nach dem Anschlagen der Federscharniere an ein Anschlaggut
in dessen Schließstellung einen Winkel von ca. 180°, in dessen Offenstellung von 270°
und mehr bilden, bilden sie in der hier betrachteten Ausgangs- oder Transportlage
einen Winkel, der zwischen Schließ- und Offenstellung liegt. Dies ist folglich auch
die Lage, in der die Federscharniere dem Anschlagwerkzeug zugeführt werden. Will man
das Anschlagen in zwei Arbeitsgängen und in zwei zu den im Winkel zueinander stehenden
Scharnierlappen jeweils senkrechten Ebenen vermeiden, vielmehr das Anschlagen in einem
Arbeitsgang vornehmen, sind Anschlagwerkzeuge notwendig, die die Federscharniere
unmittelbar vor dem Anschlagvorgang entgegen der Wirkung der Feder in die spätere
Schließstellung bringen, in der die Scharnierlappen einen Winkel von ca. 180° einnehmen.
Solche Anschlagwerkzeuge, wie sie aus der DE-U-8 600 009 bekannt sind, sind aufwendig,
da sie besondere Wand- und/oder Führungsvorrichtungen benötigten.
Darstellung der Erfindung:
[0005] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
ein Federscharnier der eingangs genannten Art so auszubilden, daß es nach dem Einlegen
der Feder in die spätere Schließstellung bringbar und gehalten ist. Gemäß der Erfindung
wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß an mindestens einem der Scharnierlappen eine
Arretierung vorgesehen ist, über die dieser Scharnierlappen an dem anderen Scharnierlappen
unter der Wirkung der Feder bei einem Winkel von ca. 180° abstützbar ist.
[0006] Durch die Erfindung entsteht ein in sich stabileres Federscharnier. Die Winkellage
der Scharnierlappen zueinander ist durch Wahl der Arretierung im Bereich unter 180°
einstellbar, damit die Schließwirkung des angeschlagenen Federscharniers wählbar.
[0007] Bei der Erfindung werden die Scharnierlappen nach dem Einlegen der Feder aus der
erwähnten Winkellage von ca. 120° zueinander entgegen der Wirkung der Feder in die
gewünschte Winkellage von ca. 180° gebracht. In dieser Lage schnappt die Arretierung
ein und sichert die Winkellage von ca. 180° entgegen der Wirkung der Feder. Das Federscharnier
hat jetzt die optimale Anschlaglage. Es wird eine Anschlagmaschine zugeführt, die
ein einfaches Anschlagwerkzeug aufweisen kann. In der Anschlagmaschine erfolgt das
Anschlagen der Scharniere an das Anschlaggut.
[0008] Das Federscharnier kann sowohl als Einzelscharnier (vgl. DE-U-8 235 551) als auch
als Teil eines bandförmigen Werkstücks zugeführt werden (vgl. US-A-4 406 035; EP-A-0
126 911).
[0009] In einer Weiterbildung der Erfindung ist an jedem Scharnierlappen eine Platte aus
federndem Material angebracht, aus der ein das Scharniergelenk umgreifender Teilring,
der bei dem Winkel von 180° unter der Wirkung der Feder mit seiner Endfläche gegen
die Endfläche des anderen Teilrings gedrückt gehalten ist, und ein zur freien Kante
jedes Scharnierlappens gebogener Winkel, der von einem der Enden der Feder hintergriffen
ist, ausgestoßen sind. Diese Weiterbildung läßt es zu, jedes Scharnier, das nicht
als Federscharnier ausgestaltet ist, in ein Federscharnier umzurüsten, ohne das Scharnier
selbst ändern zu müssen. Es braucht vielmehr lediglich die Platte angebracht zu werden,
wonach die Feder eingelegt und die Arretierungsstellung eingenommen werden kann.
[0010] Eine andere Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß zueinander
gehörende benachbarte Rollen der Scharnierlappen Vorsprünge aufweisen, die bei einem
zwischen den Scharnierlappen gebildeten Winkel von weniger als 180° aneinanderstoßen.
Bei dieser Weiterbildung liegen die Anschläge bei einem Winkel unter 180°, vorzugsweise
bei ca. 170°, aneinander. Die Feder hält das Scharnier in dieser Lage. Der untere
Winkel ist durch die Anschläge, die einen sogenannten Innenstop bilden, fixiert. Die
Anschläge stellen andererseits seine Montagehilfe bei der Zusammenführung der für
ein Federscharnier notwendigen Bauteile dar. Es tritt eine Versteifung des Scharnierrückens
ein. Das Scharnier kann mit aneinanderliegenden Anschlägen ohne weitere Handhabung,
auch ohne Drehung in Öffnungsrichtung, einem Anschlagwerkzeug zugeführt werden. Das
Scharnier ist sein eigenes Halte- und Führungswerkzeug. Die maschinelle Weiterverarbeitung
mit vereinfachten Befestigungswerkzeugen unter Fortfall von Justierhilfen ist begünstigt.
[0011] Bei der Erfindung ist die Feder von Anfang an unverlierbar an dem Scharnier angebracht;
unter ihrer Wirkung liegen die Anschläge aneinander. Die Erfindung ist bei Scharnieren
sowohl mit innen wie mit außen liegenden Scharnierrollen anwendbar. Der Begrenzungsbereich
ist nicht auftragend. Es entfallen Vorbereitungs-, z.B. in der Form von Fräsarbeiten.
Wird die Erfindung bei einem Scharnierband verwendet, dessen Rollung scharf abgewinkelt
ist, ist die Rolle zur spitzen Seite nachrollbar; bei einem Scharnierband mit klassischer
Rollung ist die Rolle entgegengesetzt zur spitzen Seite nachrollbar.
[0012] In einer dritten Weiterbildung der Erfindung weisen eine der Rollen des einen Scharnierlappens
auf einer Stirnseite einen spiralförmig sich erweiternden und nach Art eines Gesperres
abgesetzten Vorsprung und die zugehörige benachbarte Stirnseite der Rolle des anderen
Scharnierlappens den drehsymmetrisch gleichen Vorsprung auf. Ein Anschlag mit Vorsprüngen
dieser Art ist bei einem Scharnier ohne Feder bekannt als Winkelbegrenzung (vgl. Figur
6 der US-A-4 406 035). Bei dem bekannten Scharnier ist der obere Winkel begrenzt
- sogenannter Außenstop -, bei der Erfindung ist dagegen der innere Winkel begrenzt
- sogenannter Innenstop -.
Kurze Beschreibung der Zeichnung:
[0013] Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden
nachfolgend im einzelnen beschrieben. Es zeigen in vergrößerter Darstellung:
Fig. 1 etwa entlang der Schnittlinie A-A in Fig. 3 ein Federscharnier, dessen Scharnierlappen
die Winkellage zueinander aufweisen, in der die Feder montiert wird;
Fig. 2 das in Fig. 1 dargestellte Federscharnier mit montierter Feder im Anschlagzustand;
Fig. 3 die Ansicht unter das in Fig. 1 und 2 dargestellte Federscharnier;
Fig. 4 die Ansicht unter ein anderes Federscharnier mit Außenrolle;
Fig. 5 eine Stirnansicht des in Fig. 4 dargestellten Federscharniers;
Fig. 6 die Ansicht unter ein Federscharnier mit Innenrolle;
Fig. 7 eine Stirnansicht des in Fig. 6 dargestellten Federscharniers.
Bester Weg zur Ausführung der Erfindung:
[0014] Die als Ausführungsbeispiele gewählten Federscharniere bestehen aus zwei Scharnierlappen
1 und 2. An den einander zugewandten inneren Längskanten sind die Scharnierlappen
1, 2 als Rolle 11, 21 ausgebildet. Die Rollen 11, 21 greifen kammartig ineinander
und bilden eine Scharnierrolle 3. Die Scharnierrolle 3 ist von einem Scharnierdraht
4 durchsetzt. Die Scharnierrolle 3 bildet mit dem Scharnierdraht 4 ein Scharniergelenk.
Jeder Scharnierlappen 1, 2 ist an seinem Rand 12, 22 mit im wesentlichen rechtwinklig
zu seinem ebenen Teil 13, 23 abgewinkelten Einschlagspitzen 14, 24 versehen. Anstelle
der Einschlagspitzen können andere Vorrichtungen für die Befestigung des Federscharniers
an Teilen eines Anschlagguts vorgesehen sein.
[0015] Bei dem in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Rand 12, 22 jedes
Scharnierlappens 1, 2 im wesentlichen rechtwinklig zu seinem ebenen Teil 13, 23 abgewinkelt.
In der Ebene des Randes 12, 22 sind die Einschlagspitzen 14, 24 an die Scharnierlappen
1, 2 angeformt. In diesem Ausführungsbeispiel weist das Federscharnier ein breiteres
Mittelteil und zwei schmalere Stirnteile auf. Es sind Einschlagspitzen 14, 24 sowohl
an dem breiteren als auch an den schmaleren Teilen vorgesehen.
[0016] An dem Scharnierlappen 1 ist eine Platte 5, an dem Scharnierlappen 2 eine Platte
6 aus federndem Material angebracht. Die Platten 5, 6 können in die Scharnierlappen
1, 2 eingeklebt, eingelötet oder auch lediglich mechanisch durch den Rand 12, 22 gehalten
sein. Aus jeder Platte 5, 6 ist an jeder Stirnseite des Federscharniers ein das Scharniergelenk
3, 4 umgreifender Teilring 51, 61 ausgestoßen. Bei einem Winkel der Scharnierlappen
1, 2 von ca. 120° zueinander - vgl. Fig. 1 - liegen die Teilringe 51, 61 in Radialrichtung
übereinander. Bei dem Winkel von 180° - vgl. Fig. 2 - schnappen die Teilringe 51,
61 unter der Federwirkung des Materials auf denselben Radius. Jeder der Teilringe
51, 61 ist dann mit seiner Endfläche 52, 62 gegen die Endfläche 62, 52 des jeweils
anderen Teilrings 61, 51 gedrückt gehalten.
[0017] Gegeneinander gedrückt gehalten sind die Endflächen 52, 62 unter der Wirkung einer
Feder 7, die die Scharnierlappen 1, 2 überspannt. Die Feder 7 ist eine an ihren Enden
71 gekröpfte Blattfeder, auch als ebene Biegefeder bezeichnet. Mit jedem Ende 71 greift
die Feder 7 hinter einen Winkel 53, 63 der aus der Platte 5, 6 in Richtung zum Rand
12, 22 des Scharnierlappens 1, 2 gebogen ist. Die Teilringe 51, 61 sind an jeder Stirnseite
des Federscharniers, die Winkel 53, 63 zwischen den Teilringen 51, 61 im verbreiterten
Teil des Federscharniers angeordnet.
[0018] Bei Verwendung von federndem Material für die Scharnierlappen 1, 2 können die Teilringe
51, 61 und die Winkel 53, 63 auch aus den Scharnierlappen 1, 2 ausgestoßen sein.
Die Ausgestaltung der Scharnierlappen ist ebenso wie die der Einschlagspitzen 14,
24 in Anpassung an das Anschlaggut wählbar. Das Federscharnier kann einzeln oder
auch als Bestandteil eines bandförmigen Werkzeugs einer Anschlagmaschine zugeführt
werden.
[0019] Um die Feder 7 einsetzen zu können, werden die Scharnierlappen 1, 2 in eine Lage
gebracht, in der sie einen Winkel von ca. 120° einnehmen - vgl. Fig. 1 -. In dieser
Lage greifen die Enden 71 der Feder hinter die Winkel 53, 63. Die Scharnierlappen
1, 2 werden dann entgegen der Wirkung der Feder 7 in eine Lage gebracht, in der ihr
Winkel zueinander sich zunehmend vergrößert, bis er ca. 180° beträgt - vgl. Fig. 2
-. In dieser Lage schnappen die Teilringe 51, 61 von den unterschiedlich großen Radien
auf denselben Radius; ihre Endflächen 52, 62 drücken gegeneinander. Die Scharnierlappen
1, 2 sind in dieser Lage arretiert. Die ist zugleich die Lage, in der das Federscharnier
mit Hilfe seiner Einschlagspitzen 14, 24 einfach an ein Anschlaggut angeschlagen werden
kann. Nach dem Anschlagen ist das Federscharnier um Winkel bis zu 270° und - ohne
Verwendung einer Winkelbegrenzung - darüberhinaus schwenkbar.
[0020] Besteht die Platte 5, 6 nicht aus federndem Material oder werden die Teilringe 51,
61 direkt aus dem Scharnierlappen 5, 6 ausgestoßen, können die Teilringe 51, 61 mittels
eines Werkzeugs, welches auch das Federscharnier in seine Transportlage bringt, auf
denselben Radius gedrückt werden. Die Teilringe 51, 61 können auch aneinander angepaßt
unterschiedlich lang sein. Sie können - von außen dann unsichtbar - im Bereich unter
der Feder 7 angeordnet sein. Schließlich kann die die Erfindung bildende Arretierung
als Begrenzung des Schwenkwinkels zwischen den Scharnierlappen nach innen auch bei
Scharnieren ohne Feder verwendet werden.
[0021] Bei den in Fig. 4 bis 7 dargestellten Ausführungsbeispielen weisen zueinander gehörende
benachbarte Rollen 11, 21 der Scharnierlappen 1, 2 Vorsprünge 15, 25 auf, die bei
einem zwischen den Scharnierlappen gebildeten Winkel von weniger als 180°, vorzugsweise
von 170°, aneinanderstoßen. Über die Vorsprünge 15, 25 ist jeweils der eine Scharnierlappen,
z.B. 1, an dem anderen Scharnierlappen, z.B. 2, abstützbar. Gegeneinandergedrückt
gehalten sind die Vorsprünge 15, 25 unter der Wirkung der Feder 7, die die Scharnierlappen
1, 2 überspannt. Mit ihrem Basisstück 72 übergreift die Blattfeder die Scharnierrolle
3. Die Enden 71 der Blattfeder 7 sind als freie Federenden kraftschlüssig mit je
einer Tasche 17, 27 verbunden. Jede Tasche 17, 27 ist im ebenen Teil 13, 23 je einer
von dem Rand 12, 22 der Scharnierlappen 1, 2 ausgehenden Aussparung herausgedrückt.
[0022] Die Vorsprünge 15, 25 sind an den beiden Enden des Scharniergelenks 3, 4 vorgesehen.
Besteht das Scharniergelenk 3, 4 aus mehreren Rollen 11, 21, können entweder die
Vorsprünge 15, 25 nur an den beiden Enden des Scharniergelenks 3, 4 vorgesehen sein;
die Vorsprünge 15, 25 können aber auch an jeder Stirnseite jeder das Scharniergelenk
3, 4 bildenden Rolle 11, 21 vorgesehen sein.
Gewerbliche Verwertbarkeit:
[0023] Das Federscharnier dient dazu, ein Teil, z.B. einen Deckel, an einem anderen Teil,
z.B. an einem Kasten, eines behälterartigen Anschlagguts schwenkbar zu befestigen,
und das schwenkbare Teil unter der Wirkung der Feder sowohl in der Schließstellung
als auch in der Offenstellung zu halten.
1. Federscharnier mit zwei Scharnierlappen (1; 2), die an den aneinanderstoßenden
Kanten über ein aus kammartig ineinander greifenden und von einem Scharnierdraht
(4) durchsetzten Rollen (3) gebildetes Scharniergelenk (3; 4) miteinander verbunden
sind und die mit Vorrichtungen für die Befestigung an Teilen eines Anschlagguts versehen
sind, und mit mindestens einer Feder (7), deren Enden (71) an jeweils einem der Scharnierlappen
(1; 2) angreifen, dadurch gekennzeichnet, daß an mindestens einem der Scharnierlappen
(1;2) eine Arretierung vorgesehen ist, über die dieser Scharnierlappen (1) an dem
anderen Scharnierlappen (2) unter der Wirkung der Feder (7) bei einem Winkel von ca.
180° abstützbar ist.
2. Federscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem der Scharnierlappen
(1; 2) eine Hälfte der Arretierung vorgesehen ist, die an der jeweils anderen Hälfte
abstützbar ist.
3. Federscharnier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit jedem Scharnierlappen
(1; 2) mindestens ein das Scharniergelenk (3, 4) umgreifender Teilring (51; 61) verbunden
ist, der bei dem Winkel von ca. 180° unter der Wirkung der Feder (7) mit seiner Endfläche
(52; 62) gegen die Endfläche (62; 52) des anderen Teilrings (61; 51) gedrückt gehalten
ist.
4. Federscharnier nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Teilring (51;
61) und ein zur freien Kante jedes Scharnierlappens (1; 2) gebogener Winkel (53;
63) der von einem der Enden (71) der Feder (7) hintergriffen ist, aus dem Scharnierlappen
(1; 2) ausgestoßen sind.
5. Federscharnier nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Scharnierlappen
(1; 2) eine Platte (5; 6) aus federndem Material angebracht ist, aus der jeder Teilring
(51; 61) und ein zur freien Kante jedes Scharnierlappens (1; 2) gebogener Winkel
(53; 63) der von einem der Enden (71) der Feder (7) hintergriffen ist, ausgestoßen
sind.
6. Federscharnier nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilringe
(51; 61) an jeder Stirnseite des Federscharniers und die Winkel (53; 63) zwischen
den Teilringen (51; 61) angeordnet sind.
7. Federscharnier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zueinandergehörende
benachbarte Rollen der Scharnierlappen (1; 2) Vorsprünge (15; 25) aufweisen, die
bei einem zwischen den Scharnierlappen gebildeten Winkel von weniger als 180° aneinanderstoßen.
8. Federscharnier nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Rollen (z.B.
11) des einen Scharnierlappens (1) auf einer Stirnseite (16) einen spiralförmig sich
erweiternden und nach Art eines Gesperres abgesetzten Vorsprung (15) und die zugehörige
benachbarte Stirnseite (26) der Rolle (21) des anderen Scharnierlappens (2) den drehsymmetrisch
gleichen Vorsprung (25) aufweisen.
9. Feder-scharnier nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen
den Scharnierlappen (1; 2) gebildete Winkel 160° bis 175° beträgt.
10. Federscharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als
Feder (5) eine Blattfeder vorgesehen ist, deren Enden (51) nach innen abgewinkelt
und an jeweils einem der Scharnierlappen abgestützt sind und die mit ihrem Basisstück
(52) die Scharnierrolle (3) übergreift.
11. Federscharnier nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden (51) der
Blattfeder als freie Federenden kraftschlüssig mit je einer Tasche (17; 27) verbunden
sind, die im Basisteil (13; 23) je einer von dem Rand (12; 22) der Scharnierlappen
(1; 2) ausgehenden Aussparung herausgedrückt sind.
12. Federscharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorsprünge (15; 25) an den beiden Enden des Scharniergelenks (3, 4) vorgesehen
sind.
13. Federscharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorsprünge (15;25) an jeder Stirnseite jeder das Scharniergelenk (3, 4) bildenden
Rolle (11; 21) vorgesehen sind.