[0001] Die Erfindung betrifft eine Austragvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Bei einer bekannten Austragvorrichtung (US-PS 3 908 870) bildet ein Hilfskolben unmittelbar
einen Bestandteil der Kolbeneinheit, so daß beide Teile nur gemeinsam verfahren werden
können. Dadurch ist eine genaue Abstimmung des Öffnungsverhaltens des Auslaßventiles
nur sehr schwer möglich. Bei einer anderen bekannten Ausbildung (US-PS 4 117 957)
wird der Pumpkolben gegenüber einem Ventilschließteil des Auslaßventiles gegen Federkraft
bewegt, so daß auch hier die Abstimmung der Öffnungscharakteristik des Auslaßventiles
erschwert ist. Bei allen diesen Ausbildungen ist vor allem aber auch nachteilig, daß
sie sehr kompliziert im Aufbau sowie aufwendig in der Montage sind und daß das Auslaßven
til, da es meist unmittelbar im Bereich eines Betätigungskopfes der Austragvorrichtung
liegt, durch Überbelastung leicht beschädigt werden kann.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Austragvorrichtung der genannten
Art zu schaffen, die bei einfachem Aufbau, sicherer Funktion und einfacher Montage
eine vorteilhafte Ventilsteuerung ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einer Austragvorrichtung der eingangs beschriebenen Art gemäß
der Erfindung durch den kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 gelöst. Zweckmäßig
weist die Schubkolbenpumpe ein Zylindergehäuse mit einem in einem Zylinder entlang
einer Zylinderlaufbahn über einen Pumphub aus einer Ausgangsstellung bis in eine Hub-Endstellung
mit einem Kolbenschaft verfahrbaren Pumpkolben einer Kolbeneinheit auf, der in dem
Zylinder eine Pumpenkammer begrenzt, an die zum Austrag ein zu einer Auslaßöffnung
führender Auslaßkanal über ein Auslaßventil angeschlossen ist, wobei zur Öffnung
des Auslaßventiles ein Hilfskolben vorgesehen ist, der in einem dem Druck in der Pumpenkammer
ausgesetzten Steuerzylinder geführt ist. Hierbei können bevorzugt der Hilfskolben
und der Steuerzylinder innerhalb der Kolbeneinheit liegen. Dadurch kann der beispielsweise
gegen Federkraft bewegliche Ventilteil des Auslaßventiles verschiebbar ausschließlich
gegenüber und an der Kolbeneinheit gelagert werden, ohne daß er von der Lage des Pumpkolbens
direkt beeinflußt wird. Der bewegbare Ventilteil kann ferner, ohne daß zusätzliche
Bauhöhe der Austragvorrichtung hierfür erforderlich wäre, bestimmungsgemäß verhältnismäßig
langhubig bewegt werden, beispielsweise über einen Hub, der mehrfach größer als der
Durchmesser des Hilfskolbens ist.
[0005] Bei einer sehr einfachen Ausführungsform bildet die Kolbeneinheit, insbesondere
der Kolbenschaft unmittelbar den Steuerzylinder, wobei der Hilfskolben vorzugsweise
parallel zum Pumpkolben in der Kolbeneinheit verschiebbar gelagert ist. Durch die
erfindungsgemäße Ausbildung kann der Hilfskolben einen wesentlich kleineren Durchmesser
als der Pumpkolben aufweisen. Ferner kann die Öffnungsbewegung des Hilfskolbens der
Pumphubbewegung des Pumpkolbens entgegengerichtet sein, wodurch eine äußerst einfache
direkte Leitungsverbindung zwischen der Pumpenkammer und dem Hilfskolben möglich ist.
[0006] Zur räumlich günstigen Unterbringung des Hilfskolbens ist der Steuerzylinder in einem
Abschnitt des Kolbenschaftes vorgesehen, der gegenüber dem zur Auslaßöffnung anschließenden
Abschnitt in der Innenweite erweitert ist bzw. gleiche Außenquerschnitte wie dieser
Abschnitt aufweist, so daß trotz des an seiner Außenseite zylindrisch glatt durchgehenden
Kolbenschhaftes in diesem ein erweiterter Steuerzylinder mit Endschultern zur Abstützung
einer Rückstellfeder geschaffen ist.
[0007] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Hilfskolben vom vorderen Ende
des Pumpkolbens her in den Steuerzylinder eingesetzt, der vorzugsweise am zugehörigen
Ende mit einem in den manschettenförmigen Pumpkolben eingesetzten Zylinderdeckel bis
auf einen Verbindungskanal zur Pumpenkammer verschlossen ist. Dadurch ist auf einfache
Weise ein Anschlag für die der Schließstellung zugehörige Endlage des Hilfskolbens
gegeben.
[0008] Eine besonders vorteilhafte Ausbildung, insbesondere einer Austragvorrichtung der
beschriebenen Art, besteht darin, daß ein bewegbar gelagerter Ventilschließteil des
Auslaßventiles unmittelbar durch eine ringförmige Kolbenlippe des Hilfskolbens gebildet
ist, so daß ein gesonderter Ventilschließteil nicht erforderlich ist. Der Ventilschließteil
bzw. die Kolbenlippe ist so ausgebildet, daß sie in Öffnungsstellung zwischen sich
und der zugehörigen Zylinderwandung einen Übertritt für das Medium freigibt, das also
in Öffnungsstellung außen am Hilfskolben vorbeiströmt.
[0009] Dies läßt sich auf einfache Weise zum Beispiel dadurch erreichen, daß an dem der
Öffnungsstellung des Hilfskolbens zugehörigen Längsabschnitt des Steuerzylinders in
dessen Zylinderwandung mindestens ein Längskanal vorgesehen ist, der vorzugsweise
seitlich von einer über die Zylinderlaufbahn nach innen vorstehenden Längsrippe begrenzt
ist, welche die Kolbenlippe so radial nach innen drückt, daß beiderseits der Längsrippe
Übertrittsöffnungen geschaffen sind, die sofort wieder schließen, wenn die Kolbenlippe
in einen Längsabschnitt des Steuerzylinders ohne Längskanal gelangt. Durch Wahl unterschiedlicher
Querschnitte des Längskanales über seine Länge bzw. durch Wahl der Höhe oder Breite
der Längsrippe im Bereich des jeweiligen Längsabschnittes können in Abhängigkeit
von der Kolbenstellung des Hilfskolbens unterschiedlich weite Übertrittsöffnungen
geschaffen werden, was eine sehr genaue Abstimmung der Öffnungscharakteristik des
Auslaßventiles ermöglicht. AuBerdem können die Längskanäle gegenüber der der Schließstellung
zugehörigen Lage des Hilfskolbens so versetzt sein, daß der Hilfskolben zunächst ohne
Öffnung des Auslaßventiles über eine Vorlaufstrecke bewegt werden muß, bis er bei
Erreichen eines ausreichenden Druckes in der Pumpenkammer eine Öffnungsstellung erreicht.
Das Auslaßventil öffnet also nicht mit der ersten Bewegung des Hilfskolbens, sondern
dieser befindet sich vor Öffnung des Auslaßventiles bereits unter den Bedingungen
der Gleitreibung.
[0010] Der Hilfskolben kann mit wenigstens einer an mindestens eine Kolbenseite anschließenden
Gleitstange in der Kolbeneinheit sicher geführt sein, wobei vorzugsweise eine den
Pumpkolben durchsetzende Gleitstange den Übertritt für das Medium durchsetzt.
[0011] Diese und weitere Merkmale von bevorzugten Weiterbildungen der Erfindung gehen auch
aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils
für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform
der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein können. Ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Austragvorrichtung im Axialschnitt,
Fig. 2 eine Baueinheit der Austragvorrichtung gemäß Fig. 1 in vergrößerter Darstellung
und in einer Öffnungsstellung,
Fig. 3 einen Ausschnitt der Fig. 2 in vergrößerter Darstellung,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3.
[0012] Die Austragvorrichtung 1 gemäß den Fig. 1 bis 4 weist eine in einer Pumpenachse liegende
Schubkolbenpumpe 2 mit einem nach unten im Durchmesser mehrfach abgesetzt reduzierten
Zylindergehäuse 3 auf. Der untere Abschnitt des weitesten Teiles des Zylindergehäuses
3 bildet einen Zylinder 4 und an der Innenseite eine Kolbenlaufbahn 5 für den Pumpkolben
7 einer Kolbeneinheit 6, die zwischen zwei Anschlagstellungen parallel zur Pumpenachse
verschiebbar gelagert ist. Der manschetten-bzw. napfförmige und mit seiner Napföffnung
in Richtung des Pumphubes weisende Pumpkolben 7 ist mit einem Kolbenschaft 8 verbunden,
der einteilig an eine hintere, ringförmige Napfstirnwand des Pumpkolbens 7 anschließt
und einteilig bis zu einem Betätigungskopf 9 durchgeht. Der Betätigungskopf 9 ist
auf das zugehörige, im Außendurchmesser reduzierte Ende des Kolbenschaftes 8 aufgesteckt.
[0013] Der Pumpkolben 7 begrenzt innerhalb des Zylinders 4 eine Pumpenkammer 10 und ist
von einem an diese Pumpenkammer 10 angeschlossenen Auslaßkanal 11 durchsetzt, der
durch den gesamten Kolbenschaft 8 hindurchgeführt und mit einer Auslaßöffnung 12
im Betätigungskopf 9 leitungsverbunden ist. Der Auslaßkanal 11 ist innerhalb der Kolbeneinheit
6 bzw. des Pumpkolbens 7 mit einem in der Pumpenachse liegenden Auslaßventil 13 verschließbar,
das am bewegbaren Ventilschließteil 16 einen einteilig mit diesem ausgebildeten Hilfskolben
14 und für dessen Führung einen Steuerzylinder 15 aufweist, der einteilig mit dem
Kolbenschaft 8 ausgebildet, also durch einen Längsabschnitt dieses Kolbenschaftes
8 gebildet ist, die Stirnwand des Pumpkolbens 7 durchsetzt und bis an die vordere
bzw. innere Stirnfläche dieser Stirnwand mit im wesentlichen konstanten Durchmesser
reicht. Das dem Pumpkolben 7 gegenüberliegende, verjüngte Ende der Pumpenkammer 10
geht in einen Einlaßkanal 18 über, der unter Zwischenschaltung eines als Kugel-Rückschlagventil
ausgebildeten Einlaßventiles 19 an die Pumpenkammer 10 angeschlossen ist. Das rückwärtige,
zum Betätigungskopf 9 benachbarte Ende des Zylindergehäuses 3 ist einteilig mit einem
über seinen Außenumfang vorstehenden Ringflansch 20 ausgebildet, welcher über eine
Schnappverbindung einen vom Kolbenschaft 8 durchsetzten Zylinderdeckel 21 aufnimmt
und mit seiner hinteren Stirnfläche an einer Innenschulter einer Kappe 22 anliegt,
welche das Zylindergehäuse 3 mit einem Kappenmantel umgibt und zur Befestigung auf
dem Hals eines Vorratsgefäßes beispielsweise in dem Kappenmantel mit einem Gewinde
versehen ist. Im Anschluß an den Kappenmantel bzw. die Innenschulter weist die Kappe
22 einen Kragenmantel auf, in welchen der Betätigungskopf 9 in jeder Stellung eingreift.
Auch die durch eine Ringwandung gebildete Innenschulter der Kappe 22 wird von dem
Kolbenschaft 8 durchsetzt. Durch die direkte Abstützung des Zylindergehäuses 3 mittels
des Ringflansches 20 an der Stirnseite des Gefäßhalses kann sich das Zylindergehäuse
3 nicht vom Gefäßhals lösen und in das Gefäß fallen. Ferner kann durch die Anlage
an der Ringwandung der Zylinderdeckel 21 zusätzlich zur Schnappverbindung in seine
Befestigungslage im Ringflansch 20 gedrückt werden.
[0014] Der Kolben 7 weist an seinem vorderen Ende eine an der Kolbenlaufbahn 5 geführte,
ringförmige Haupt-Dichtlippe 23 auf, der eine ringförmige Anschlagschulter 25 im Zylinder
4 gegenüberliegt und an welcher die zugehörige, offene Stirnfläche des Pumpkolbens
7 in der Hub-Endstellung anschlägt. Außerdem weist der Pumpkolben 7 am hinteren Ende
eine nach hinten konisch erweiterte ringförmige Stütz-Dichtlippe 24 auf, die etwa
im Axialbereich des in Schließlage stehenden Hilfskolbens 14 bzw. geringfügig dahinter
bzw. hinter der Stirnwand des Pumpkolbens 7 vorgesehen ist. In die Napföffnung des
Pumpkolbens 7 ist eine an der Innenseite von dessen Stirnwand anliegende Deckelmuffe
26 eingesetzt, die annähernd bis zur Haupt-Dichtlippe 23 reicht und in der eine in
der Pumpenkammer 10 liegende, als Schraubendruckfeder ausgebildete Rückstellfeder
27 mit einem Ende abgestützt ist, wobei das andere Ende dieser Rückstellfeder 27 unmittelbar
benachbart zum Einlaßventil 19 an einer Innenschulter des Zylindergehäuses 3 anliegt.
In der Ausgangsstellung gemäß Fig. 1 liegt die Kolbeneinheit 6 am inneren Ende eines
in das Zylindergehäuse 3 ragenden Hülsenansatzes des Zylinderdeckels 21 mit einem
kegelstumpfförmigen Umfangsabschnitt an, der einen Übergangsabschnitt zwischen dem
Außenumfang des Kolbenschaftes 8 und der Stirnwand des Pumpkolbens 7 bildet und innerhalb
der Stütz-Dichtlippe 24 liegt. Benachbart zum Außenumfang des Hülsenansatzes des
Zylinderdeckels 21 weist das Zylindergehäuse 3 als Belüftungsöffnungen für das Gefäß
Durchbrüche auf, durch welche über den Ringspalt zwischen dem Kolbenschaft 8 und dem
Zylinderdeckel 21 Außenluft in das Gefäß strömen kann. Diese Belüftungsverbindung
ist bei Ausgangslage der Kolbeneinheit 6 durch die beschriebene Anlage des Pumpkolbens
7 am Zylinderdeckel 21 ventilartig geschlossen. An der Innenumfangsfläche weist der
Hülsen ansatz des Zylinderdeckels 21 über den Umfang gleichmäßig verteilte, axiale
Führungsrippen 28 auf, die an der äußeren Stirnseite einer in den Ringflansch 20 eingreifenden
Ringscheibe des Zylinderdeckels 21 in etwa radiale Rippen ununterbrochen durchgehen.
Die Führungsrippen 28 führen mit ihren Längskanten den Kolbenschaft 8 im Bereich
begrenzter Streifenzonen, während die radialen Rippen an der Ringwandung der Kappe
22 bzw. an deren Innenschulter anliegen, so daß der Zylinderdeckel 21 zwischen dieser
Ringwandung und dem Ringflansch vor allem dann verspannt ist, wenn die Kappe 22 auf
ein Gefäß aufgeschraubt worden ist. Die Führungsrippen 28 enden mit geringem Abstand
von dem inneren Ende des Hülsenansatzes des Zylinderdeckels 21, so daß dieses Ende
einen ringförmig geschlossenen Ventilsitz für das beschriebene Belüftungsventil bildet.
[0015] Der gegenüber dem Pumphub der Kolbeneinheit 6 längere Steuerzylinder 15 weist eine
im Innendurchmesser gegenüber dem benachbarten Abschnitt des Auslaßkanales 11 derart
erweiterte Laufbahn 29 für den Hilfskolben 14 auf, daß der Kolbenschaft 8 im Bereich
des Zylinders 15 wesentlich dünnwandiger als in den übrigen Bereichen ist. Der Hilfskolben
14 ist als ringförmiger Ansatz am Außenumfang einer stößelförmigen Gleitstange 30
vorgesehen, die über beide Stirnseiten des Hilfskolbens 14 etwa gleich weit vorsteht,
so daß ein vorderer und ein hinterer Gleitstangenabschnitt gebildet sind, wobei beide
Gleitstangenabschnitte etwa gleiche Außenquerschnitte haben. Der hintere, vollständig
innerhalb des Kolbenschaftes 8 liegende Gleitstangenabschnitt durchsetzt den Steuerzylinder
15 auf ganzer Länge und ragt mit einem Endabschnitt in den anschließenden, verengten
Abschnitt des Auslaßkanales 11 mit so großem Spiel, daß ein Ringspalt für den Durchtritt
des Mediums frei bleibt. Der vordere Gleitstangenabschnitt durchsetzt den Pumpkolben
7 bzw. eine zentrale Öffnung in der Stirnwand der ebenfalls napfförmigen Deckelmuffe
26, wobei dieser Gleitstangenabschnitt frei in die Pumpenkammer 10 ragt. Zwischen
der zentralen Öffnung und dem Außenumfang des vorderen Gleitstangenabschnittes ist
ein Ringspalt freigelassen, so daß ein Übertritt 31 geschaffen ist, über welchen die
Pumpenkammer 10 mit dem Druckraum des Steuerzylinders 15 ständig leitungsverbunden
ist. Der Hilfskolben 14 bildet eine im Querschnitt gegen die Pumpenkammer 10 gerichtete,
kegelstumpfförmig erweiterte Dichtlippe 32, die an der Laufbahn des Steuerzylinders
15 mit einer ihre freie Stirnfläche am Außenumfang ringförmig begrenzenden Kante anliegt
und umso stärker gegen die Laufbahn gedrückt wird, je höher der Druck im Druckraum
ist. In der Ausgangslage liegt außerdem die freie Stirnfläche der Dichtlippe 32 an
der zugehörigen Stirnfläche der Stirnwand der Deckelmuffe 26 dichtend sowie zur Anschlagbegrenzung
des Ventilschließteiles 16 in der Schließstellung an. An der von der Pumpenkammer
10 abgekehrten Stirnseite liegt am Hilfskolben 14 eine Ventilfeder 33 an, die durch
eine den zugehörigen Gleitstangenabschnitt eng umgebende, vorgespannte Schraubendruckfeder
gebildet ist und deren anderes Ende an der zugehörigen Endschulter des Steuerzylinders
15 abgestützt ist.
[0016] An der Laufbahn 29 für den Hilfskolben 14 sind mehrere gleichmäßig über den Umfang
verteilte axiale Längsrippen 34 vorgesehen, die im Querschnitt abgerundet nach innen
über die Laufbahn vorstehen und deren dem in Schließstellung stehenden Hilfskolben
14 zugekehrte Enden 35 mit einem gewissen Abstand vom Hilfskolben 14 bzw. von der
Kolbenlippe 32 liegen. Diese Enden 35 laufen nach Art von schrägen Rampen unter
einem flachen Winkel spitz zu, so daß die Dichtlippe 32 ohne die Gefahr einer Beschädigung
auf die Längsrippen 34 auflaufen kann. Sobald die Dichtlippe 32 in den Bereich der
Längsrippen 34 gelangt ist, wird sie gemäß Fig. 4 durch jede Längsrippe 34 derart
flachbogenförmig eingedellt, daß beiderseits dieser Längsrippe 34 jeweils eine Übertrittsöffnung
36 freigegeben wird, welche einerseits von der Laufbahn 29 und der zugehörigen Seitenflanke
der Längsrippe 34 sowie andererseits von der Dichtlippe 32 begrenzt ist. Je nachdem,
wie hoch die Längsrippe 34 jeweils in dem Längsabschnitt ist, in welchem sich die
Kolbenlippe 32 befindet, erreichen die Übertrittsöffnungen 36 einen mehr oder weniger
großen Öffnungsquerschnitt. Dieser Öffnungsquerschnitt kann aber auch über einen bestimmten
bzw. den gesamten Öffnungsweg konstant gehalten werden, so daß trotz Bewegungen des
Ventilschließteiles die Ventilöffnung gleich bleibt. Durch die Ventilfeder 33 wird
der somit den Ventilschließteil des Auslaßventiles 13 bildende Hilfskolben 14 wieder
in seine Schließlage zurückgeführt. Es ist denkbar, wenigstens den in Hub-Endstellung
des Pumpkolbens aus der durch die Führungsrippe 28 gebildeten Fassung herausgefahrenen
Längsabschnitt des Steuerzylinders 15 so elastisch auszubilden, daß er unter einem
bestimmten Stauchdruck geringfügig elastisch bauchig aufgeweitet und der durch das
zugehörige Ende der Laufbahn 29 sowie durch die Stirnseite der Deckelmuffe 26 gebildete
Ventilsitz 17 so verformt wird, daß durch das Auslaßventil 13 komprimierte Luft hindurchtreten
kann. Dadurch könnte die noch nicht mit Flüssigkeit gefüllte Pumpenkammer 10 besonders
einfach und schnell entlüftet werden.
[0017] Der Hilfskolben 14 bzw. der Ventilschließteil 16 kann mit der Ventilfeder 33 in einfacher
Weise durch den Pumpkolben 7 in den Steuerzylinder 15 eingeführt und durch Einpressen
der Deckelmuffe 26 in den Pumpkolben 7 gesichert werden. Die Kolbeneinheit 6 bildet
dann mit dem Auslaßventil 13 eine in sich geschlossene Baueinheit 37, die vom hinteren
Ende in das Zylindergehäuse 3 eingeführt werden kann. Dabei kann bereits der Zylinderdeckel
21 mit dieser Baueinheit 37 vereint sein.
1. Austragvorrichtung für Medien, insbesondere Flüssigkeiten, mit einer handbetätigbaren
Pumpe (2), an deren Pumpenkammer (10) ein zu einer Auslaßöffnung (12) führender Auslaßkanal
(11) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß für mindestens ein Ventil (13)
eine innenliegende Steuereinrichtung mit vorbestimmter Öffnungscharakteristik vorgesehen
ist.
2. Austragvorrichtung, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die als Schubkolbenpumpe (2) ausgebildete Pumpe ein Zylindergehäuse (3) mit einem
in einem Zylinder (4) entlang einer Kolbenlaufbahn (5) über einen Pumphub aus einer
Ausgangsstellung bis in eine Hub-Endstellung mit einem Kolbenschaft (8) verfahrbaren
Pumpkolben (7) einer Kolbeneinheit (6) aufweist, der in dem Zylinder (4) die Pumpenkammer
(10) begrenzt, an die der Auslaßkanal (11) über ein Auslaßventil (13) angeschlossen
ist, wobei zur Öffnung des Auslaßventiles (13) ein Hilfskolben (14) vorgesehen ist,
der in einem dem Druck in der Pumpenkammer (10) ausgesetzten Steuerzylinder (15) geführt
ist und vorzugsweise mit diesem innerhalb der Kolbeneinheit (6) liegt.
3. Austragvorrichtung, insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Kolbeneinheit (6), insbesondere der Kolbenschaft (8) unmittelbar den Steuerzylinder
(15) bildet und daß vorzugsweise in der Kolbeneinheit (6) der Hilfskolben (14) parallel
zum Pumpkolben (7) verschiebbar gelagert ist.
4. Austragvorrichtung, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Steuerzylinder (15) in einem Abschnitt des Kolbenschaftes
(8) vorgesehen ist, der gegenüber dem zur Auslaßöffnung (12) anschließenden Abschnitt
in der Innenweite erweitert ist bzw. gleiche Außenquerschnitte wie dieser Abschnitt
aufweist.
5. Austragvorrichtung, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hilfskolben (14) vom vorderen Ende des Pumpkolbens (7) her
in den Steuerzylinder (15) eingesetzt ist, der insbesondere am zugehörigen Ende mit
einer in den manschettenförmigen Pumpkolben eingesetzten Deckelmuffe (26) bis auf
einen Verbindungskanal (31) zur Pumpenkammer (10) verschlossen ist und daß vorzugsweise
das Auslaßventil (13) mit der Kolbeneinheit (6), dem Steuerzylinder (15) und ggf.
einem Zylinderdeckel (21) eine in sich geschlossen montierbare Baueinheit (37) bildet.
6. Austragvorrichtung, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß ein insbesondere gegen Federkraft in Öffnungsstellung bewegbar
gelagerter Ventilschließteil (16) des Auslaßventiles unmittelbar durch den Hilfskolben
(14) gebildet ist, der in Öffnungsstellung vorzugsweise zwischen sich und der zugehörigen
Zylinderwandung mindestens eine Übertrittsöffnung (36) für das Medium freigibt.
7. Austragvorrichtung, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hilfskolben (14) eine kegelstumpfförmig erweiterte Dichtlippe
(32) aufweist, in deren Bewegungsweg vorzugsweise mindestens eine Längsprofilierung
in der Laufbahn (29) des Steuerzylinders (15) liegt.
8. Austragvorrichtung, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem der Öffnungsstellung des Hilfskolbens (14) zugehörigen
Längsabschnitt des Steuerzylinders (15) in dessen Laufbahn (29) mindestens ein Längskanal
vorgesehen ist, der vorzugsweise seitlich von einer über die Laufbahn (29) nach innen
vorstehenden Längsrippe (34) begrenzt ist.
9. Austragvorrichtung, insbesondere nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hilfskolben (14) von seiner der Schließlage des Auslaßventiles (13) zugehörigen
Lage bis zu einer ersten Öffnungsstellung einen Leerweg aufweist, wobei vorzugsweise
die Längsrippen (35) im Abstand von dem in Schließlage stehenden Hilfskolben (14)
liegen und in rampenartig ansteigenden Enden auslaufen.
10. Austragvorrichtung, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hilfskolben (14) mit wenigstens einer an mindestens eine Kolbenseite
anschließenden Gleitstange (30) in der Kolbeneinheit (6) geführt ist, daß insbesondere
eine den Pumpkolben (7) durchsetzende Gleitstange den Verbindungskanal (31) für das
Medium durchsetzt und daß vorzugsweise an dem Hilfskolben (14) eine in dem Steuerzylinder
(15) liegende Ventilfeder (33) abgestützt ist, die insbesondere an der zugehörigen
Gleitstange (30) geführt ist.