(19)
(11) EP 0 290 073 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
09.11.1988  Patentblatt  1988/45

(21) Anmeldenummer: 88200757.8

(22) Anmeldetag:  20.04.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B26B 19/38
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE ES FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 24.04.1987 AT 1028/87

(71) Anmelder: Philips Electronics N.V.
5621 BA Eindhoven (NL)

(72) Erfinder:
  • Poganitsch, Ernst
    NL-5656 AA Eindhoven (NL)

(74) Vertreter: Gorter, Willem Karel et al
INTERNATIONAAL OCTROOIBUREAU B.V. Prof. Holstlaan 6
5656 AA Eindhoven
5656 AA Eindhoven (NL)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Trockenrasierapparat mit einem verschiebbaren Rolladen


    (57) Bei einem Trockernrasierapparat mit einem verschiebbaren Rolladen (3), der zum wahlweisen Abdecken oder Freigeben einer Siebscherfolie (9) des Trockenrasierapparates dient, wobei die Siebscherfolie von einem an einem Grundapparat (1) des Trockenrasierapparates lösbar gehaltenen Scherkopfrahmen (2) getragen wird, und für den eine durch eine Rast (12, 13, 14, 15) gesicherte Lage vorgesehen ist, in welcher vom Rolla­den her, bei zum Rasieren freigegebener Siebscherfolie durch den Rolladen, der Motorstromkreis für den Antrieb des Trockenrasierapparates geschlossen ist, ist der Rolladen von der Siebscherfolie her vollständig auf den Grundapparat schiebbar, wobei eine weitere durch eine Rast (12, 13; 23, 24) gesicherte Lage für den Rolladen vorgesehen ist, in wel­cher der Rollladen die Siebscherfolie und den Scherkopfrahmen freigibt und vom Rolladen her der Motorstromkreis unter­brochen ist (Fig. 1).




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Trockenrasierapparat mit einem verschiebbaren Rolladen, der zum wahlweisen Abdecken oder Freigeben einer Siebscherfolie des Trockenrasier­apparates dient und von dem her, bei Verschiebung des Rolla­dens in Richtung von der Siebscherfolie weg und vom Rolladen zum Rasieren freigegebener Siebscherfolie, der Motorstrom­kreis für den Antrieb des Trockenrasierapparates geschlossen wird, wobei eine solche Lage des Rolladens durch eine Rast gesichert ist. Ein derartiger Trockenrasierapparat ist aus der DE-OS 17 03 196 bekannt.

    [0002] Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, einen Trockenra­sierapparat der eingangs angeführten Gattung besonders bedie­nungsfreundlich auszugestalten und Fehlbedienungen zu verhin­dern. Erfindungsgemäß ist hiezu vorgesehen, daß bei einem Trockenrasierapparat, der einen an einem Grundapparat lösbar gehaltenen, die Siebscherfolie tragenden Scherkopfrahmen auf­weist, der Rolladen von der Siebscherfolie her vollständig auf den Grundapparat schiebbar ist, wobei eine weitere Lage des Rolladens durch eine Rast gesichert ist, in welcher die Siebscherfolie und der Scherkopfrahmen vom Rolladen freige­geben sind und vom Rolladen her der Motorstromkreis unterbro­chen ist. Trockenrasierapparate, die einen an einem Grund­apparat lösbar gehaltenen, die Siebscherfolie tragenden Scherkopfrahmen aufweisen, geben einem Benützer eine einfache Möglichkeit, nach Abnahme des Scherkopfrahmens vom Grund­apparat, eine Reinigung vorzunehmen oder die Siebscherfolie auszutauschen. Solche Trockenrasierapparate sind an sich vielfach bekannt, siehe beispielsweise die DE-OS 27 50 795. Ein solcher Trockenrasierapparat wird nun mit einem Rolladen zum wahlweisen Abdecken oder Freigeben einer Siebscherfolie ausgerüstet, der von der Siebscherfolie her vollständig auf den Grundapparat schiebbar ist, wobei zusätzlich zu der durch eine Rast gesicherten Lage des Rolladens, in welcher die Siebscherfolie vom Rolladen zum Rasieren freigegeben, der Motorstromkreis geschlossen und der Trockenrasierapparat da­mit zum Rasieren betriebsbereit ist, eine weitere Lage des Rolladens durch eine Rast gesichert wird, in welcher die Siebscherfolie und der Scherkopfrahmen vom Rolladen freigege­ben sind, aber vom Rolladen her der Motorstromkreis unterbro­chen ist. In dieser weiteren durch eine Rast gesicherten Lage des Rolladens kann dann der Scherkopfrahmen, unbehindert vom Rolladen, vom Grundapparat abgenommen werden, um den Trocken­rasierapparat zu reinigen oder die Siebscherfolie auszutau­schen, ohne daß dabei eine Beschädigung des Rolladens, des Scherkopfrahmens oder der Siebscherfolie eintreten kann.

    [0003] In der Richtung der Verschiebung des Rolladens von der Siebscherfolie weg gesehen, kann dabei eine solche weitere durch eine Rast gesicherte Lage des Rolladens, in welcher die Siebscherfolie und der Scherkopfrahmen vom Rolladen freigege­ben sind und vom Rolladen her der Motorstromkreis unterbro­chen ist, entweder vor oder nach der durch eine Rast gesi­cherten Lage des Rolladens liegen, in welcher die Siebscher­folie vom Rolladen zum Rasieren freigegeben und vom Rolladen her der Motorstromkreis geschlossen ist. Als vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn in der Richtung der Verschiebung des Rolladens von der Siebscherfolie weg gesehen, die weitere durch eine Rast gesicherte Lage des Rolladens, in welcher die Siebscherfolie und der Scherkopfrahmen vom Rolladen freigege­ben sind und vom Rolladen her der Motorstromkreis unterbro­chen ist, vor der durch eine Rast gesicherten Lage des Rolla­dens liegt, in welcher die Siebscherfolie vom Rolladen zum Rasieren freigegeben und vom Rolladen her der Motorstromkreis geschlossen ist. Auf diese Weise wird ein besonders einfacher konstruktiver Aufbau erhalten, da nur eine zusätzliche Rast für den Rolladen vorzusehen ist, bevor vom Rolladen her der Motorstromkreis geschlossen wird, dabei aber die Siebscherfo­lie und der Scherkopfrahmen schon vom Rolladen freigegeben sind.

    [0004] Weiters hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Rolla­den mit einem Sichtfenster versehen ist, durch welches in den beiden durch eine Rast gesicherten Lagen des Rolladens am Grundapparat angebrachte Kennzeichnungen für diese Lagen sichtbar sind. Auf diese Weise wird dem Benützer signali­siert, daß sich der Rolladen tatsächlich in der gewünschten Lage befindet.

    [0005] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen, in welchen zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind, auf die sie jedoch nicht beschränkt sein soll, näher erläutert. Fig.1 zeigt einen Trockenrasierapparat mit einem über die Siebscherfolie geschobenen Rolladen, gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel. Fig.2 zeigt den Trockenrasier­apparat nach Fig. 1 in Seitenansicht. Fig. 3 zeigt in der Dar­stellungsweise von Fig.1 den Trockenrasierapparat nach Fig.1 mit einer Lage des Rolladens, in welcher die Siebscherfolie und der Scherkopfrahmen vom Rolladen freigegeben sind und vom Rolladen her der Motorstromkreis geschlossen ist. Fig. 4 zeigt in der Darstellungsweise von Fig.1 den Trockenrasierapparat nach Fig.1 mit einer weiteren Lage des Rollladens, in welcher die Siebscherfolie und der Scherkopfrahmen vom Rolladen frei­gegeben und vom Rolladen her der Motorstromkreis unterbrochen ist, wobei diese weitere Lage des Rolladens, in der Richtung der Verschiebung des Rolladens von der Siebscherfolie weg ge­sehen, vor der Lage des Rolladens liegt, in welcher vom Roll­laden her der Motorstromkreis geschlossen ist. Fig. 5 zeigt im Schnitt ein Detail für eine Ausführungsform einer durch eine Kugel gebildeten Rast für den Rolladen. Fig. 6 zeigt im Schnitt ein Detail für eine Ausführungsform einer Betätigung eines Tastschalters vom Rollladen her. Fig.7 zeigt einen Trockenrasierapparat mit einem über die Siebscherfolie ge­schobenen Rolladen, gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel. Fig.8 zeigt den Trockenrasierapparat nach Fig.7 mit einer La­ge des Rolladens, in welcher die Siebscherfolie vom Rolladen freigegeben und vom Rolladen her der Motorstromkreis ge­schlossen ist. Fig.9 zeigt den Trockenrasierapparat nach Fig.7 mit einer Lage des Rolladens, in welcher die Siebscher­folie und der Scherkopfrahmen vom Rolladen freigegeben sind und vom Rolladen Motorstromkreis unterbrochen ist, wobei diese weitere Lage des Rolladens, in der Richtung der Ver­schiebung des Rolladens von der Siebscherfolie weg gesehen, nach der Lage des Rolladens liegt, in welcher vom Rolladen her der Motorstromkreis geschlossen ist. Fig. 10 zeigt einen Ausschnitt eines Trockenrasierapparates gemäß Fig. 7 mit einem Rolladen, der ein Sichtfenster aufweist, wobei sich der Roll­laden in einer wie in Fig.8 gezeigten Lage befindet. Fig.11 zeigt den gleichen wie in Fig.10 gezeigten Ausschnitt eines Trockenrasierapparates gemäß Fig.7, wobei sich der Rolladen in einer wie in Fig.9 gezeigten Lage befindet.

    [0006] Die Figuren 1 und 2 zeigen einen Trockenrasierapparat, der einen Grundapparat 1 und einen auf diesen aufgesetzten Scher­kopfrahmen 2 aufweist. Der Scherkopfrahmen 2 ist dabei auf hier nicht näher dargestellte Art und Weise, beispielsweise mit mindestens einem federnden Rastriegel, lösbar am Grund­apparat 1 gehalten. Ein solcher Scherkopfrahmen dient zur Halterung einer gewölbt verlaufenden Siebscherfolie, die in den Figuren 1 und 2 vollständig durch einen Rolladen 3 abge­deckt ist, um die Siebscherfolie bei Nichtgebrauch des Trockenrasierapparates zu schützen. Ein solcher Rolladen 3 ist am Trockenrasierapparat verschiebbar angeordnet, wobei er in am Trockenrasierapparat vorgesehenen nutförmigen, in den Figuren 1 und 2 durch strichlierte Linien angedeuteten, Füh­rungen 4 und 5 beidseitig seitlich geführt ist. Wie ersicht­lich, ist der Rolladen 3 vom Grundapparat 1 her über den Scherkopfrahmen 2 und die Siebscherfolie schiebbar, wozu sich die Führungen 4 und 5 für den Rolladen 3 vom Grundapparat 1 her in den Seitenwänden 6 und 7 des Scherkopfrahmens 2 fort­setzen, wo sie dann, an die Wölbung der Siebscherfolie ange­paßt, gekrümmt verlaufen. Soll der Trockenrasierapparat zum Rasieren verwendet werden, so wird der Rolladen 3 aus seiner in den Figuren 1 und 2 gezeigten Lage auf den Grundapparat 1 zurückgeschoben, bis er die Siebscherfolie zum Rasieren frei­gibt, wie dies Fig.3 zeigt, wobei er im vorliegenden Fall vollständig auf den Grundapparat 1 geschoben ist, so daß auch der Scherkopfrahmen 2 freigegeben ist, an dessen Längsstegen 8 die Siebscherfolie 9 gehalten ist. In dieser durch eine Rast gesicherten Lage des Rolladens, ist vom Rolladen her der Motorstromkreis für den Antrieb des Trockenrasierapparates geschlossen, so daß dieser zum Rasieren betriebsbereit ist.

    [0007] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel weist der Rolladen 3 an seinem von der Siebscherfolie 9 abgewandten Ende eine Griffleiste 10 auf, so daß er einfach von Hand aus zu ver­schieben ist. Diese Griffleiste 10 des Rolladens 3 wird so­wohl zur Bildung einer Rast für den Rolladen als auch zum Schließen des Motorstromkreises herangezogen. Zur Bildung der Rast für den Rolladen 3 weist der Griffteil 10 an seiner dem Apparategehäuse 11 zugewandten Seite zwei mit Abstand neben­einander liegende, kalottenförmige Vertiefungen 12 und 13 auf, die zum Zusammenwirken mit aus dem Apparategehäuse 11 herausragenden Kugeln 14 und 15 vorgesehen sind. Sobald der Rolladen 3 in die in Fig.3 gezeigte Lage verschoben ist, rasten die Kugeln 14 und 15 in die Vertiefungen 12 und 13 ein und sichern so die Lage des Rolladens. Die Anordnung einer dieser Kugeln, beispielsweise der Kugel 14, am Apparategehäu­se 11, zeigt Fig.5. Am Apparategehäuse 11 ist hiezu ein Ku­gelkäfig vorgesehen, der durch einen mit einem Deckel 16 ab­geschlossenen hohlzylindrischen Ansatz 17 gebildet ist, in welchen die Kugel 14 zusammen mit einer Feder 18 eingesetzt ist, wobei sie dann durch eine im Apparategehäuse 11 vorge­sehene Öffnung 19 kalottenförmig herausragend bis in die Bahn des Griffteils 10 des Rolladens 3 reicht. Anstelle solcher Kugelrasten könnten natürlich auch im Rahmen des hierfür be­kannten Standes der Technik andere Rasten vorgesehen sein, wie beispielsweise hakenförmig oder gabelförmig ausgebildete Rasten. Auf dem Niveau dieser durch die Kugeln 14 und 15 ge­bildeten Rast ist im Apparategehäuse 11, wie dies Fig.6 zeigt, ein Tastschalter 20 angeordnet, der mit seinem Schalt­arm 21 durch eine im Apparategehäuse 11 vorgesehene Öffnung 22 hindurchragt, und zwar so weit, daß er bis in die Bahn des Griffteils 10 des Rolladens 3 reicht, so daß er durch den Griffteil 10 niederdrückbar ist, sobald der Griffteil 10, bei Verschiebung des Rolladens in Richtung von der Siebscherfolie weg, auf ihn aufläuft, wodurch der Tastschalter 20 geschlos­sen wird. Dieser Tastschalter 20 liegt im Motorstromkreis des Trockenrasierapparates , womit vom Rolladen 3 her der Motor­stromkreis geschlossen wird, sobald der Rolladen die in Figur 3 gezeigte lage einnimmt. In dieser Lage des Rolladens ist der Trockenrasierapparat dann zum Rasieren betriebsbereit.

    [0008] An einem solchen Trockenrasierapparat ist nun eine weitere Rast für den Rolladen 3 vorgesehen, die eine Lage des Rolla­dens festlegt, in der dieser die Siebscherfolie und den Scherkopfrahmen freigibt, wobei aber vom Rolladen her der Mo­torstromkreis unterbrochen ist. Wie Fig.4 zeigt, ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel diese weitere Lage des Roll­ dens 3 so gewählt, daß sie, in der Richtung der Verschiebung des Rolladens von der Siebscherfolie 9 weg gesehen, vor der durch die Kugeln 14 und 15 gesicherten Lage des Rolladens liegt, in welcher vom Rolladen her der Motorstromkreis ge­schlossen ist. Hiezu sind zwei weitere, aus dem Apparatege­häuse 11 herausragende Kugeln 23 und 24 vorgesehen, welche ebenfalls in die Bahn des Griffteiles 10 des Rolladens 3 ra­gen und die, bei der Verschiebung des Rolladens von der Sieb­scherfolie weg, in die am Griffteil 10 vorgesehenen Vertie­fungen 12 und 13 einrasten. Wie ersichtlich, ist in einer solchen weiteren Lage des Rolladens, in welcher der Rolladen die Siebscherfolie und den Scherkopfrahmen freigibt, der im Motorstromkreis liegende Tastschalter 20 vom Rolladen 3 her nicht betätigt, da der Griffteil 10 des Rolladens den Schalt­arm 21 noch nicht erreicht hat, so daß der Motorstromkreis unterbrochen ist. Dies wird auf besonders einfache Weise nur durch das Vorsehen der beiden weiteren Kugeln 23 und 24 er­reicht. In dieser weiteren durch eine Rast gesicherten Lage des Rolladens kann dann bei nicht betriebsbereitem Trocken­rasierapparat der Scherkopfrahmen 2 unbehindert vom Rolladen 3 vom Grundapparat 1 abgenommen werden, um beispielsweise eine Reinigung vorzunehmen oder die Siebscherfolie auszutau­schen, wobei keine Beschädigung des Rolladens, des Scherkopf­rahmens oder der Siebscherfolie erfolgen kann, da sich der Rolladen 3 vollständig am Grundapparat 1 befindet.

    [0009] Wird der Rolladen aus dieser durch die Kugeln 23 und 24 gesicherten Lage heraus weiter von der Siebscherfolie weg verschoben, so erreicht er dann die durch die Kugeln 14 und 15 gesicherte Lage, in der dann vom Rolladen 3 her der Motor­stromkreis geschlossen und der Trockenrasierapparat zum Ra­sieren betriebsbereit ist, wie dies anhand von Fig.3 erläu­tert wurde. Wie ersichtlich, sind beim vorliegenden Ausfüh­rungsbeispiel in beiden durch eine Rast gesicherten Lagen des Rolladens die Siebscherfolie und der Scherkopfrahmen vom Rolladen freigegeben.

    [0010] Beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 7, 8 und 9 sind zur Sicherung der beiden Lagen des Rolladens 3 wieder Kugel­rasten vorgesehen, die mit kalottenförmigen Vertiefungen 12 und 13 am Griffteil 10 des Rolladens 3 zusammenwirken, wobei aber nunmehr in der Richtung der Verschiebung des Rolladens von der Siebscherfolie weg gesehen, die Lage des Rolladens, in welcher vom Rolladen her der Motorstromkreis geschlossen ist, vor der weiteren Lage des Rolladens liegt, in welcher vom Rolladen her der Motorstromkreis unterbrochen ist. Demge­mäß liegen, in der Richtung der Verschiebung des Rolladens von der Siebscherfolie weg gesehen, die mit 14 und 15 be­zeichneten Kugeln vor den mit 23 und 24 bezeichneten Kugeln, um die gleiche Bezeichnungsweise wie beim vorhergehend be­schriebenen Ausführungsbeispiel zu wählen. Zum Unterbrechen und Schließen des Motorstromkreises wird hier ein Schiebe­schalter verwendet, der in der Verschiebungsrichtung gesehen, drei Stellungen aufweist, und zwar nacheinander eine erste Ausschaltstellung, eine Einschaltstellung und eine zweite Ausschaltstellung. Der Schaltarm 25 eines solchen, hier nicht näher dargestellten Schiebeschalters ragt dabei aus einem im Apparategehäuse 11 vorgesehenen Schlitz 26 heraus, und zwar wieder bis in die Bahn des Griffteiles 10 des Rollladens 3. Korrespondierend zu diesem Schaltarm 25 ist an der dem Appa­rategehäuse 11 zugewandten Seite des Griffteiles 10 des Roll­ladens 3 eine weitere Vertiefung 27 vorgesehen, die zur Kupp­lung des Griffteiles 10 und damit des Rolladens 3 mit dem Schaltarm 25 dient.

    [0011] Wird der Rolladen aus der in Fig.7 gezeigten Lage von der Siebscherfolie weg verschoben, so kommt es, sobald der Griff­teil 10 den Schaltarm 25 erreicht, zu einem Einrasten des Schaltarmes 25 in die Vertiefung 27 am Griffteil 10 und damit zu einer Kupplung des Rolladens 3 mit dem Schaltarm 25. Bei einer weiteren Verschiebung des Rolladens 3 von der Sieb­scherfolie weg wird dann der Schaltarm 25 vom Rolladen 3 mit­genommen, bis die Kugeln 14 und 15 in die Ausnehmungen 12 und 13 am Griffteil 10 des Rolladens 3 einrasten und eine Lage­sicherung für den Rolladen 3 bewirken. In dieser Lage des Rolladens 3 ist die Siebscherfolie 9 bereits vom Rolladen 3 zum Rasieren freigegeben, nicht jedoch der Scherkopfrahmen 2, wie dies Fig.8 zeigt. Durch die erfolgte Mitnahme des Schalt­armes 25 durch den Rolladen 3 wurde der Schiebeschalter von seiner ersten Ausschaltstellung in seine Einschaltstellung gebracht und damit der Motorstromkreis für den Antrieb des Trockenrasierapparates geschlossen, wodurch in dieser Lage des Rolladens 3 der Trockenrasierapparat, bei vom Rolladen 3 zum Rasieren freigegebener Siebscherfolie 9, betriebsbereit ist. Falls erwünscht, könnte aber auch hier die durch die Ku­geln 14 und 15 gesicherte Lage des Rolladens 3, bei einem entsprechend langen Verschiebeweg für den Rolladen 3, so ge­wählt werden, daß der Rolladen 3 vollständig auf den Grund­apparat 1 geschoben ist und damit die Siebscherfolie 9 und der Scherkopfrahmen 2 vom Rolladen 3 freigegeben sind, wie dies beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 bis 4 der Fall war.

    [0012] Aus der vorstehend beschriebenen, durch die Kugeln 14 und 15 gesicherten Lage des Rolladens 3 ist dieser nunmehr noch weiter in Richtung von der Siebscherfolie weg verschiebbar, bis die Kugeln 23 und 24 in die Ausnehmungen 12 und 13 am Griffteil 10 des Rolladens 3 einrasten, und damit eine weite­re Lage des Rolladens sichern. In dieser weiteren Lage des Rolladens 3 ist dieser jetzt vollständig auf den Grundapparat 1 geschoben, wodurch er sowohl die Siebscherfolie 9 als auch den Scherkopfrahmen 2 freigibt, wie dies Fig.9 zeigt. Bei dieser weiteren Verschiebung des Rolladens 3 wird wieder der Schaltarm 25 vom Rolladen 3 her mitgenommen, wodurch dieser den Schiebeschalter von seiner Einschaltstellung in seine zweite Ausschaltstellung bringt, wodurch der Motorstromkreis unterbrochen ist. In dieser durch die Kugeln 23 und 24 gesi­cherten weiteren Lage des Rolladens 3, in welcher der Trockenrasierapparat nicht betriebsbereit ist, kann dann der Scherkopfrahmen 2 vom Rolladen 3 unbehindert vom Grundapparat 1 abgenommen werden, um beispielsweise eine Reinigung vorzu­nehmen oder die Siebscherfolie auszutauschen.

    [0013] Wird der Rolladen 3 aus dieser weiteren durch die Kugeln 23 und 24 gesicherten Lage in entgegengesetzter Richtung zur Siebscherfolie 9 hin verschoben, so gelangt der Rolladen 3 wieder in die durch die Kugeln 14 und 15 gesicherte Lage, wo­bei wieder der Schaltarm 25 mitgenommen und der Schiebeschal­ter aus seiner zweiten Ausschaltstellung in seine Einschalt­stellung gebracht wird und damit der Trockenrasierapparat wieder betriebsbereit ist. Bei weiterer Verschiebung des Rolladens 3 zur Siebscherfolie 9 hin verläßt der Rolladen 3 die durch die Kugeln 14 und 15 gesicherte Lage, wobei er wie­der den Schaltarm 25 mitnimmt und dieser den Schiebeschalter in seine erste Ausschaltstellung bringt, wodurch der Motor­stromkreis wieder unterbrochen wird. Bei noch weiterer Ver­schiebung des Rolladens 3 zur Siebscherfolie 9 hin erreicht der Schaltarm 25 seine durch den im Apparategehäuse 11 vorge­sehenen Schlitz 26 begrenzte Endlage, über die hinaus er nicht mehr vom Rolladen 3 mitgenommen werden kann, was zur Folge hat, daß der Schaltarm 25, aus der am Griffteil 10 des Rolladens 3 vorgesehenen Vertiefung 27 ausrastet und damit die Kupplung des Schaltarmes 25 mit dem Rolladen 3 gelöst wird, so daß dieser dann für sich alleine weiter verschoben werden kann, bis er schließlich die Siebscherfolie 9 voll­ständig abdeckt.

    [0014] Im Hinblick auf eine für einen Benützer des Trockenrasier­apparates deutliche Kennzeichnung der beiden durch eine Rast gesicherten Lagen des Rolladens 3 hat sich als vorteilhaflt erwiesen, wenn der Rolladen mit einem Sichtfenster versehen wird, durch welches in diesen beiden Lagen des Rolladens am Grundapparat 1 angebrachte Kennzeichnungen für diese Lagen sichtbar sind. Wie aus den Figuren 10 und 11 ersichtlich ist, ist ein solches Sichtfenster 28 beispielsweise im Griffteil 10 des Rolladens 13 vorgesehen. In der durch die Kugeln 14 und 15 gesicherten Lage des Rolladens 3, in welcher die Sieb­scherfolie 9 vom Rolladen 3 zum Rasieren freigegeben und vom Rolladen 3 her der Motorstromkreis geschlossen ist, ist dann beispielsweise, wie Fig.10 zeigt, durch das Sichtfenster 28 der Schriftzug "EIN" zu sehen, was die Betriebsbereitschaft des Trockenrasierapparates zum Rasieren kennzeichnet. In der durch die Kugeln 23 und 24 gesicherten Lage des Rolladens 3, in welcher die Siebscherfolie 9 und der Scherkopfrahmen 2 vom Rolladen 3 freigegeben sind und vom Rolladen 3 her der Motor­stromkreis unterbrochen ist, ist dann beispielsweise, wie Fig. 11 zeigt, das Symbol einer Bürste zu sehen, was angibt, daß der Scherkopfrahmen 2 vom Rolladen 3 unbehindert vom Grundapparat 1 abgenommen werden kann, um beispielsweise eine Reinigung vorzunehmen. Beispielsweise könnte am Grundapparat 1 auch noch ein weiteres symbol vorgesehen sein, das in der Lage des Rolladens 3 durch das Sichtfenster 28 zu sehen ist, in welcher der Rolladen 3 die Siebscherfolie 9 vollständig abdeckt und schützt.

    [0015] Selbstverständlich bestehen noch eine Reihe von Abwand­lungsmöglichkeiten der im vorstehend beschriebenen Ausfüh­rungsbeispiele, ohne daß dabei der Rahmen der Erfindung ver­lassen wird. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Aus­bildung der die beiden Lagen des Rolladens sichernden Rasten sowie die Art und Weise des Ein- und Ausschaltens des Motor­stromkreises des Trockenrasierapparates.


    Ansprüche

    1. Trockenrasierapparat mit einem verschiebbaren Rolladen, der zum wahlweisen Abdecken oder Freigeben einer Siebscher­folie des Trockenrasierapparates dient und vom dem her, bei Verschiebung des Rolladens in Richtung von der Siebscherfolie weg und vom Rolladen zum Rasieren freigegebener Siebscher­folie, der Motorstromkreis für den Antrieb des Trockenrasier­apparates geschlossen wird, wobei eine solche Lage des Rolladens durch eine Rast gesichert ist, dadurch gekennzei­chnet, daß bei einem Trockenrasierapparat, der einen an einem Grundapparat lösbar gehaltenen, die Siebscherfolie tragenden Scherkopfrahmen aufweist, der Rolladen von der Siebscherfolie her vollständig auf den Grundapparat schiebbar ist, wobei eine weitere Lage des Rolladens durch eine Rast gesichert ist, in welcher die Siebscherfolie und der Scherkopfrahmen vom Rolladen freigegeben sind und vom Rolladen her der Motor­stromkreis unterbrochen ist.
     
    2. Trockenrasierapparat nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß in der Richtung der Verschiebung des Rolladens von der Siebscherfolie weg gesehen, die weitere durch eine Rast gesicherte Lage des Rolladens, in welcher die Siebscher­folie und der Scherkopfrahmen vom Rolladen freigegeben sind und vom Rolladen her der Motorstromkreis unterbrochen ist, vor der durch eine Rast gesicherten Lage des Rolladens liegt, in welcher die Siebscherfolie vom Rolladen zum Rasieren frei­gegeben und vom Rolladen her der Motorstromkreis geschlossen ist.
     
    3. Trockenrasierapparat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rolladen mit einem Sichtfenster ver­sehen ist, durch welches in den beiden durch eine Rast gesi­cherten Lagen des Rolladens am Grundapparat angebrachte Kenn­zeichnungen für diese Lagen sichtbar sind.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht