[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betrieb einer mindestens zwei Walzen
aufweisenden Walzenmaschine für die Behandlung von Bahnmaterial in einem Preßspalt,
insbesondere Kalander oder Glättwerk für Papier-, Kunststoff- oder Textilbahnen, bei
der der Preßspalt eine Anzahl von Zonen aufweist, die je einer mit einstellbarem Druck
beaufschlagbaren Wirkstelle - darunter einzelne Lagerelemente oder Gruppen von mit
gleichem Druck beaufschlagbaren Lagerelementen, die den Walzenmantel einer Biegeausgleichswalze
auf einem den Mantel durchsetzenden, drehfesten Träger abstützen - zugeordnet sind,
bei welchem Verfahren mit Hilfe einer Rechenoperation fürjede Wirkstelle ein Arbeitsdruck
festgelegt wird, der von dem Sollwertprofil eines Lastparameters im Preßspalt abhängt,
sowie auf eine Steueranordnung für eine mindestens zwei Walzen aufweisende Walzenmaschine
für die Behandlung von Bahnmaterial in einem Preßspalt, insbesondere Kalander oder
Glättwerk für Papier-, Kunststoff- oder Textilbahnen, bei der der Preßspalt eine Anzahl
von Zonen aufweist, die je einer mit einstellbarem Druck beaufschlagbaren Wirkstelle
- darunter einzelne Lagerelemente oder Gruppen von mit gleichem Druck beaufschlagten
Lagerelementen, die den Walzenmantel einer Biegeausgleichswalze auf einem den Mantel
durchsetzenden, drehfesten Träger abstützen - zugeordnet sind, welche Steueranordnung
Steuersignale für Drucksteuerventile in den Zuleitungen zu den Wirkstellen erzeugt
und eine Rechenvorrichtung aufweist, der Eingabevorrichtungen und Speicher für die
den Zonen zugeordneten Sollwerte des Lastparameters sowie Ausgänge für die Steuersignale
zugeordnet sind, zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Bei den hier betrachteten Walzenmaschinen wird das Bahnmaterial hauptsächlich durch
die im Preßspalt herrschende Streckenlast (Kraft pro Längeneinheit) oder Druckspannung
(Kraft pro Flächeneinheit) beeinflußt. Es ist daher von Interesse, für einen Lastparameter,
der gleich den vorgenannten Größen ist oder hiervon abhängt, einen Sollwert vorzugeben
und im Betrieb dafür zu sorgen, daß dieser Wert wenigstens angenähert aufrecht erhalten
wird. Dies stößt aber deshalb auf Schwierigkeiten, weil eine Messung der im Preßspalt
auftretenden Kräfte im Betrieb nicht möglich ist.
[0003] So ist ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art und eine zugehörige Steueranordnung
bekannt (GB-A-2 156 101), bei dem die gewünschte Spaltdruckverteilung gesteuert werden
kann. Zu diesem Zweck gibt es eine Rechenvorrichtung, der Einstellwerte für das gewünschte
Druckprofil zuführbar sind und die Steuersignale für Drucksteuerventile abgibt. Die
Berechnung dieser Steuersignale erfolgt in Abhängigkeit von der Bahnbreite, von den
Biegeeigenschaften des Walzenmantels, der Zahl und Konstruktion der Lagerelemente
usw. Die Rechenvorrichtung kann auch mit Hilfe eines mathematischen Rechenmodells
auf der Basis der möglichen Einstellungen der Walze in Annäherung das Druckprofil
berechnen. Einzelheiten über das Rechenmodell sind nicht angegeben.
[0004] Es ist auch schon ein Verfahren bekannt (DE-A-2 825 706), bei dem ein vereinfachtes
mechanisches Modell der Walzenmaschine verwendet wird, um die Kraftverteilung im Preßspalt
zu ermitteln. Zu diesem Zweck werden die Walzen durch Balken ersetzt. Zwischen zwei
den Preßspalt nachbildenden Walzen sind zonenweise verteilt Druckmeßelemente angeordnet.
Ihnen ist auf der anderen Balkenseite je ein ein Lagerelement nachbildendes Druckelement
zugeordnet. Für jede Zone ist ein Regler vorgesehen, dem einerseits ein einstellbarer
Sollwert und andererseits der vom Druckmeßelement gemessene Istwert eines in der betreffenden
Zone herrschenden Lastparameters zugeführt wird. Der Regler legt für die betreffende
Zone einen Arbeitsdruck fest, der sowohl dem Lagerelement der Originalmaschine als
auch dem Druckelement des mechanischen Modells zugeführt wird. Ändert man den Sollwert
in einer Zone, hat dies wegen der Steifigkeit der Balken Einfluß in den Nachbarzonen,
so daß auch dort mit Hilfe der diesen Zonen zugeordneten Regler eine Nachregelung
des Arbeitsdrucks erfolgt.
[0005] Kalander, Glättwerke und andere Walzenmaschinen haben eine erhebliche Größe. Die
Walzen besitzen eine Länge von mehreren Metern. Es ist außerordentlich schwierig,
ein mechanisches Modell zu bauen, das in allen Einzelheiten die Originalmaschine nachzubilden
vermag. Hinzu kommt, daß sich wesentliche Daten der Originalmaschine ändern, beispielsweise
wenn Walzen mit einem elastischen Bezug abgedreht werden, wodurch sich Gewicht und
Steifigkeit ändern, oder wenn überhängende Gewichte variiert werden, beispielsweise
wenn eine Leitwalzenanordnung in Folge einer anderen Bahnführung geändert wird. All
dies vermag das mechanische Modell nicht zu berücksichtigen.
[0006] Es ist ferner ein Verfahren bekannt (DE-A-3 117 516), bei dem durch eine externe
Korrektur des Drucksteuersignals für eine Lagerelementgruppe Hilfs-Korrektursignale
ausgelöst werden, welche die Gruppensteuersignale benachbarter Lagerelementgruppen
in kompensierender Wirkung beaufschlagen. Hier werden die Verhältnisse im Preßspalt
völlig unberücksichtigt gelassen. Zwar führt - wie beim zuvor beschriebenen Stand
der Technik - eine Änderung in einer Zone zu einer kompensierenden Änderung in den
Nachbarzonen. Die hierfür verwendeten Hilfs-Korrektursignale geben aber keine Gewähr
dafür, daß bei einer Veränderung der Streckenlast in einer Zone die Verhältnisse in
den anderen Zonen unverändert bleiben.
[0007] Des weiteren gibt es eine Steueranordnung (EP-A-0 140 776), bei der die Form und
Lage des Walzenmantels und damit das Profil und die Dicke des zu walzenden Blechs
geregelt werden. Hierzu werden Lagefühler und Druckfühler in Verbindung mit einer
Rechenvorrichtung verwendet.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs beschriebenen
art anzugeben, mit dessen Hilfe es mit verhältnismäßig geringem Aufwand und ohne mechanisches
Modell möglich ist, die einzelnen Wirkstellen derart mit Druck anzusteuern, daß bei
einer Sollwertänderung des Lastparameters in einer Zone der Istwert des Lastparameters
in dieser Zone angepaßt werden kann und in den anderen Zonen seinen bisherigen Wert
praktisch unverändert beibehält.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemaß dadurch gelöst, daß eine Druckreaktionsmatrix
gebildet wird, deren Glieder die Änderung des Lastparameters in allen Zonen bei einer
Druckänderung an nur jeweils einer Wirkstelle angeben, daß zur Anpassung des Istwerts
des Lastparameters an den Sollwet unter Verwendung der Druckreaktionsmatrix für die
Wirkstelle einer Zone eine die Differenz zwischen Istwert und Sollwert ganz oder teilweise
ausgleichende Druckänderung und für alle anderen Zonen ein durch diese Druckänderung
sich ergebender geänderter Istwert berechnet wird, daß diese Berechnung wiederholt
wird, wobei die ausgleichende Druckänderung schrittweise nacheinander bei jeweils
einer anderen Wirkstelle vorgesehen ist, bis eine von den Differenzen abhängige Fehlerfunktion
einen Toleranzwert unterschreitet, und daß für jede Wirkstelle der Arbeitsdruck um
die Summe aller für diese Wirkstelle berechneten Druckänderungen geändert wird.
[0010] Bei diesem Vorgehen wird durch Bildung der Druckreaktionsmatrix ein machematisches
Werkzeug geschaffen, das die zu steuernde Walzenmaschine sehr genau beschreibt. Änderungen
an der Maschine (Abdrehen von elastischen Walzen; Austausch von Walzen; Umbau überhängender
Gewichte usw.) lassen sich sehr einfach durch Änderung der Matrize oder einzelner
Matrizenglieder berücksichtigen.
[0011] Mit der so vorgegebenen Druckreaktionsmatrix wird im Betrieb ein Iterations-Rechenverfahren
durchgeführt, bei dem die Auswirkung jeder Druckänderung auf alle Zonen berechnet
wird und bei dem die in den einzelnen Zonen auftretenden Fehler so lange durch Druckänderungen
rechnerisch beseitigt werden, bis ein Toleranzwert unterschritten wird. Aus allen
Druckänderungen kann dann für jede Zone das nunmehr richtige Steuersignal abgeleitet
werden, das zu dem gewünschten Sollwertprofil des Lastparameters im Preßspalt führt.
Dieses Rechenverfahren erfordert wegen des Vorhandenseins der Druckreaktionsmatrix
einen verhältnismäßig geringen Aufwand, so daß man mit kleinen Speichern und Rechnern
auskommt. Die Rechenzeit ist so kurz, auch wenn 20 bis 100 Iterationsschritte durchgeführt
werden, daß dies one Betriebsunterbrechung erfolgen kann.
[0012] Zur Bildung der Druckreaktionsmatrix können vor Betriebsaufnahme die folgenden Schritte
durchgeführt werden:
a) für jede Zone wird ermittelt, um welchen Betrag sich der Lastparameter ändert,
wenn der Druck in einer Wirkstelle um einen Betrag geändert wird, in allen anderen
Wirkstellen aber gleich bleibt,
b) diese Ermittlung wird für eine Druckänderung in allen Wirkstellen wiederholt,
c) es wird eine Druckreaktionsmatrix gebildet, deren Glieder Quotienten aus Lastparameteränderung
und Druckänderung sind, wobei die Zeilen jeweils einer zone und die Spalten jeweils
einer Wirkstelle zugeordnet sind.
[0013] Man erhält systematisch alle wesentlichen Daten der Originalmaschine, soweit sie
für die Berechnung eine Rolle spielen. Die Zeilen können sowohl horizontal als auch
vertikal verlaufen, für die Spalten gilt das Umgekehrte.
[0014] Die Glieder der Druckreaktionsmatrix können auf verschiedene Art und Weise gewonnen
werden. Beispielsweise können sie durch Messungen an der Maschine unter Verwendung
von in den Preßspalt einzuführenden, druckabhängig reagierenden Material ermittelt
werden. Hierfür kommt unter anderem NCR-Papier in Betracht, das anschließend mit einem
Weißgradmeßgerät (z.B. von der Firma Elrepho ausgewertet wird.
[0015] Eine andere bevorzugte Möglichkeit besteht darin, daß die Glieder der Druckreaktionsmatrix
durch Berechnungen unter Verwendung eines mathematischen Modells der Maschine ermittelt
werden. In ein solches Modell gehen alle wesentlichen Eigenschaften der Maschine ein,
wie Steifheit der Walze bzw. des Trägers und des Walzenmantels, Elastizitätsmodule
der harten und bezogenen Walzen, überhängende Gewichte u.dgl.
[0016] Besonders empfehlenswert ist die Berechnung nach der Methode der finiten elemente,
wie sie in der Praxis für zahlreiche Fälle angewendet wird. Es gibt aber auch andere
Berechnungsarten, beispielsweise nach der Methode der Übertragungsmatrizen.
[0017] Als besonders günstig hat es sich erweisen, daß bei der Ermittlung der Glieder der
Druckreaktionsmatrix von einem über die Preßspaltlänge konstanten Sollwert des Lastparameters
ausgegangen wird, der zonenweise verändert wird. Es herrschen dann für alle Glieder
der Matrix vergleichbare Verhältnisse.
[0018] Im Betrieb empfiehlt es sich, zur Anpassung des Istwerts des Lastparameters an den
Sollwert die folgenden Schritte durchzuführen:
d) aus dem der Zone größter Differenz und der zugeordneten Wirkstelle zugehörigen
Glied der Reaktionsmatrix wird eine Druckänderung berechnet, die eine der Differenz
zwischen Istwert und Sollwert entsprechende Lastparameteränderung bewirkt,
e) aus dieser Druckänderung wird mit Hilfe der in der gleichen Spalte der Druckreaktionsmatrix
stehenden Glieder eine Lastparameteränderung in den übrigen Zonen berechnet,
f) für jede Zone wird aus der Summe des bisherigen Istwerts des Lastparameters und
seiner Änderung ein neuer Istwert gebildet,
g) für eine zweite Zone wird aus dem dieser Zone und der zugeordneten Wirkstelle zugehörigen
Glied der Druckreaktionsmatrix eine Druckänderung berechnet, die eine der Differenz
zwischen neuem Istwert und Sollwert entsprechende Lastparameteränderung bewirkt,
h) aus der letztgenannten Druckänderung wird mit Hilfe der in der gleichen Spalte
der Druckreaktionsmatrix stehenden Glieder eine Lastparameteränderung in den übrigen
Zonen berechnet,
i) für jede Zone wird aus der Summe des zuletzt gültigen Istwerts des Lastparameters
und seiner Änderung ein neuer Istwert gebildet,
j) die Schritte g) bis i) werden für weitere Zonen wiederholt, bis eine die Differenz
in den einzelnen Zonen berücksichtigende Fehlerfunktion unter einen Toleranzwert sinkt,
k) für jede Wirkstelle wird aus der Summe des dort vorherrschenden Arbeitsdrucks und
aller zugehörigen Druckänderungen ein neuer Arbeitsdruck gebildet, und es werden entsprechende
Steuersignale an die Maschine gegeben.
[0019] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden mehrere zweidimensionale Druckreaktionsmatrizen
für verschiedene Betriebszustände der Maschine gebildet und wahlweise in Abhängigkeit
vom Betriebszustand für die Berechnung benutzt. Dies trägt der Tatsache Rechnung,
daß sich die Verhältnisse innerhalb der Maschine nicht linear ändern, so daß man die
optimale Genauigkeit nur erhält, wenn man für verschiedene Betriebszustände auch unterschiedliche
Matrizen bei der Berechnung benutzt. Die Auswahl der Matrizen kann automatisch oder
durch den Maschinenführer erfolgen.
[0020] So können beispielsweise Druckreaktionsmatrizen für mindestens zwei unterschiedliche
Sollwertbereiche des Lastparameters, für mindestens zwei unterschiedliche Durchmesser
von mindestens einer Walze oder für mehrere Mitteltemperaturen der Walzenoberflächen
vorgesehen sein. Unterschiedliche Matrizen können auch für unterschiedliche Walzengewichte
beim Walzenaustausch, für unterschiedliche überhängende Gewichte, für unterschiedliche
Walzenhärten, Bettungsziffern oder auch Bahneigenschaften vorgesehen werden.
[0021] Bei einer weiteren Ausgestaltung sind die folgenden zusätzlichen Schritte vorgesehen:
I) für jede Zone wird ermittelt, um welche Beträge sich der Lastparameter ändert,
wenn die Temperatur in dieser Zone sich um mehrere vorbestimmte Werte ändert,
m) die temperaturabhängige Lastparameteränderung wird jeweils als Korrekturglied in
der Differenz zwischen Istwert und Sollwert des Lastparameters berücksichtigt.
[0022] Auf diese Weise wird einem unterschiedlichen Temperatureinfluß und der damit verbundenen
Durchmesseränderung der Walzen Rechnung getragen. Wenn die Temperatur in einer Zone
steigt, kann in der Regel der der zugehörigen Wirkstelle zugeführte Druck herabgesetzt
werden.
[0023] In diesem Zusammenhang ist es zweckmäßig, wenn die Temperatur über die Länge der
Walze gemessen und in Abhängigkeit hiervon die entsprechende Druckreaktionsmatrix
bzw. das temperaturabhängige Korrekturglied automatisch gewählt wird.
[0024] Beim Vorhandensein von mindestens zwei Biegeausgleichswalzen sollte eine Reaktionsmatrix
mit Gliedern für alle Zonen und Wirkstellen aller Biegeausgleichswalzen gebildet werden.
Damit wird die Tatsache berücksichtigt, daß bei der Änderung des Drucks an der Wirkstelle
einer Walze nicht nur die übrigen Zonen dieser Walze, sondern auch alle Zonen jeder
weiteren Walze eine Veränderung des Lastparameters erfahren.
[0025] Wenn die Biegeausgleichswalze äußere Hydraulikzylinder als zusätzliche Wirkstellen
aufweist, empfiehlt es sich, ihnen jeweils eine Randzone für die Ermittlung der Lastparameteränderung
zuzuordnen. Auf diese Weise kann auch der Druck für diese aüßeren Hydraulikzylinder
im Sinne einer Anpassung an den gewünschten Sollwert des Lastparameters im Preßspalt
berechnet werden.
[0026] Eine besonders schnelle Berechnung ergibt sich, wenn die Druckänderung jeweils für
die Wirkstelle derjenigen Zone durchgeführt wird, in welcher die größte Differenz
zwischen Istwert und Sollwert des Lastparameters besteht. Dies ergibt die kleinste
Zahl der erforderlichen Iterationsschritte.
[0027] Die Berechnungsschritte sollten mindestens so oft wiederholt werden als Zonen vorhanden
sind. In der Regel wird aber wenigstens die doppelte Zahl der Iterationsschritte durchlaufen,
ehe der Toleranzwert unterschritten wird.
[0028] Wichtig ist in vielen Fällen, daß die Berechnungsschritte wenigstens einmal für die
Zone wiederholt werden, mit der bei der Berechnung begonnen worden ist. Es hat sich
nämlich herausgestellt, daß die Druckänderungen, die zur Fehlerbeseitigung in den
anderen Zonen durchgeführt worden sind, ihrerseits Rückwirkungen auf die erste Zone
haben, die nur durch eine Korrektur des dortigen Drucks ausgeglichen werden können.
[0029] Als besonders geeignet für die Fehlerfunktion hat sich die Quadratwurzel der Summe
der Fehlerquadrate für alle Zonen erwiesen. Diese Funktion stellt sicher, daß in allen
Zonen die Abweichung des berechneten neuen Istwerts des Lastparameters vom zugehörigen
Sollwert besonders klein ist.
[0030] Das bis hierher beschriebene Verfahren kann auch in einen übergeordneten Regelkreis
eingebunden sind. Insbesondere kann das Sollwertprofil in Abhängigkeit von einem Bahndaten-Regelkreis
änderbar sein.
[0031] Eine Steueranordnung für eine mindestens zwei Walzen aufweisende Walzenmaschine für
die Behandlung von Bahnmaterial in einem Preßspalt, insbesondere Kalander oder Glättwerk
für Papier-, Kunststoff- oder Textilbahnen, bei der der Preßspalt eine Anzahl von
Zonen aufweist, die je eine mit einstellbarem Druck beaufschlagbaren Wirkstelle -
darunter einzelne Lagerelemente oder Gruppen von mit gleichem Druck beaufschlagten
Lagerelementen, die den Walzenmantel einer Biegeausgleichswalze auf einem den Mantel
durchsetzenden, drehfesten Träger abstützen - zugeordnet sind, welche Steueranordnung
Steuersignale für Drucksteuerventile in den Zuleitungen zu den Wirkstellen erzeugt
und eine Rechenvorrichtung aufweist, der Eingabevorrichtungen und Speicher für die
den Zonen zugeordneten Sollwerte des Lastparameters sowie Ausgänge für die Steuersignale
zugeordnet sind, zur Durchführung des Verfahrens ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
daß der Rechenvorrichtung Speicher für die Glieder mindestens einer Druckreaktionsmatrix
zugeordnet sind, die die Änderung des Lastparameters in allen Zonen bei einer Druckänderung
an nur jeweils einer Wirkstelle angeben, und daß die Rechenvorrichtung zur Gewinnung
der Steuersignale auf die Durchführung von Berechnungsschritten, bei denen zur Anpassung
des Istwerts des Lastparameters an den Sollwert unter Verwendung der Druckreaktionsmatrix
für die Wirkstelle einer Zone eine die Differenz zwischen Istwert und Sollwert ganz
oder teilweise ausgleichende Druckänderung und für alle anderen Zone ein durch diese
Druckänderung sich ergebender geänderter Istwert berechnet wird, sowie auf die Wiederholung
der Berechnungsschritte programmiert ist, wobei die ausgleichende Druckänderung schrittweise
nacheinander bei jeweils einer anderen Wirkstelle vorgesehen wird.
[0032] Zweckmäßigerweise ist zwischen Rechenvorrichtung und Drucksteuerventile eine Steuervorrichtung
geschaltet, die plötzliche Änderungen der von der Rechenvorrichtung abgegebenen Steuersignale
in eine Rampenfunktion umsetzt. Die Rampenfunktion sorgt für eine allmähliche Änderung
des Lastparameter-Istwerts im Preßspalt. Damit ist sichergestellt, daß keine unerwünschten
Schwingungen o.dgl. auftreten.
[0033] Des weiteren ist es günstig, daß eine Temepraturmeßvorrichtung vorgesehen ist, die
die Walzentemperatur in den einzelnen Zonen zu messen vermag, und daß die Rechenvorrichtung
einen Eingang für die Temperaturmeßwerte hat. Diese meßvorrichtung kann für jede Zone
eine Einzelmeßstelle aufweisen oder aber einen Meßfühler, der längs der Walze hin
und her bewegt wird.
[0034] In weiterer Ausgestaltung empfiehlt sich eine Bahndatenmeßvorrichtung, die Istwerte
von Bahndaten mindestens an mehreren Stellen quer über die Bahnbreite zu messen vermag,
und ein den Zonensollwert-Eingabevorrichtungen vorgeschalteten Umsetzter, der aufgrund
der Bahndaten die Zonensollwerte festlegt. Auf diese Weise kann die Rechenvorrichtung
in einen übergeordneten Regelkreis oder einen Steuerung eingebunden werden.
[0035] Die Erfindung wird nachstehend anhand in der Zeichnung dargestellter, bevorzugter
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Biegeausgleichswalze mit zugehöriger Steueranordnung,
Fig. 2 einen Kalander mit einer solchen Biegeausgleichswalze,
Fig. 3 einen Kalander mit zwei Biegeausgleichswalzen,
Fig. 4 einen Superkalander mit zwölf Walzen, davon zwei Biegeausgleichswalzen,
Fig. 5 zweidimensionales Modell für den Superkalander der Fig. 5 zwecks Berechnung
nach der finite Elementmethode und
Fig. 6 die Darstellung der Fig. 5 bei Druckbelastung der einzelnen Wirkstellen.
[0036] Bei der Walzenmaschine 1 nach den Fig. 1 und 2 wirken eine Oberwalze 2 und eine Unterwalze
3 zusammen, die zwischen sich einen Preßspalt 4 bilden. Die Oberwalze 2 ist im Gestell
5 ortsfest gelagert. Die Unterwalze 3 besitzt einen Mantel 6, der unter Zwischenschaltung
von dem Preßspalt 4 zugewandten Primär-Lagerelementen 7 und auf der Gegenseite angeordneten
Sekundär-Lagerelementen 8 sowie über an den Enden befindlichen Wälzlagern 9 und 10
auf einem den Mantel durchsetzenden Träger 11 abgestützt ist. Sowohl die Oberwalze
2 als auch die Unterwalze 3 kann mit einem elastischen Bezug versehen werden. Der
Träger ist an seinen freien Enden drehfest in kalottenartigen Lagern 12 und 13 drehfest
gehalten, die mit Hilfe von Hydraulikzylindern 14 bzw. 15 in der Wirkebene nach oben
gedrückt werden können.
[0037] Den Hydraulikzylindern 14 und 15 wird Druckflüssigkeit über Drucksteuerventile V
L bzw. V
R zugeführt. Die Primär-Lagerelemente 7 sind paarweise zu Gruppen zusammengefaßt, die
Druckflüssigkeit über Drucksteuerventile V1 bis V6 zugeführt erhalten. Ähnliche Ventile
können auch für die Paare von Sekundär-Lagerelementen 8 vorgesehen sein. Die genannten
Hydraulikzylinder 14 und 15 sowie die Gruppen von Primär-Lagerelementen 7 werden nachstehend
als mit einstellbarem Druck beaufschlagbare "Wirkstellen" bezeichnet. Jeder Wirkstelle
ist im Preßspalt eine bestimmte Zone zugeordnet, nämlich dem Hydraulikzylinder 14
die eine Randzone Z
L und dem anderen Hydraulikzylinder 15 die Randzone Z
R. Die dazwischen befindlichen Zonen Z, bis Z
6 entsprechen jeweils den darunter dargestellten Gruppen von Primär-Lagerelementen
7. Die Sekundär-Lagerelemente 8 dienen lediglich der Einspannung des Walzenmantels
und werden mit konstantem Druck versorgt. Nur wenn sie im Betrieb mit veränderbarem
Druck beschickt werden sollten, sind sie als "Wirkstellen" im vorgenannten Sinne anzusehen
und wären dann den Zonen Z, und Z
s zugeordnet.
[0038] Zur Festlegung der Steuersignale, welche den genannten Drucksteuerventilen zugeführt
werden, um den von ihnen abzugebenden Druck festzulegen, ist eine programmierbare
Rechenvorrichtung 16 vorgesehen, die über Eingabestellen 17 mit Sollwerten q
sa" für einen im Preßspalt 4 herrschenden Lastparameter, insbesondere die Streckenlast
oder Druckspannung, versehen ist. Über eine Datenleitung 18 gibt die Rechenvorrichtung
16 Steursignale pson ab, welche dem den einzenen Wirkstellen zuzuführenden Druck entsprechen.
Diese Steuersignale werden einer speicherprogrammierbaren Steuerung 19 zugeführt,
die diese Steuersignale mit den Druck-Istwerten p
is, vergleicht, die über die Leitungen 20 zugeführt werden, und dann entsprechende Betätigungssignale
y über Leitungen 21 an die Ventile abgibt. Außerdem sorgt die Steuerung 19 dafür,
daß bei plötzlichen Änderungen des Druck-Sollwerts p
soll die über die Leitungen 21 abgegebenen Betätigungssignale nach einer Rampenfunktion
verlaufen, also nur eine allmähliche Änderung eintritt.
[0039] An die Rechenvorrichtung 16 ist ein Speicher 22 angeschlossen, der einerseits die
Sollwerte des Lastparameters in den einzelnen Zonen und andererseits mehrere Druckreaktionsmatrizen
aufnimmt, wie später noch im einzelnen erläutert wird. Letztere werden über die Eingabestelle
23 eingeführt.
[0040] Ferner ist die Rechenvorrichtung 16 mit einem Temperaturfühler 24 verbunden, der
in bekannter Weise die Oberflächentemperatur T der einen Walze, insbesondere der bezogenen
Walze 2, an verschiedenen Stellen ihrer Länge mißt, wie dies beispielsweise aus DE-PS-31
31 799 bekannt ist.
[0041] Der Sollwert qs.11 des Lastparameters kann an den Eingabestellen 17 von Hand eingestellt
werden, wie dies links in Fig. 1 veranschaulicht ist. Die Sollwertvorgabe kann aber
auch von einem vorgeschalteten Umsetzer 25 kommen, dem eine - ebenfalls aus DE-PS-31
31 799 bekannte - Meßvorrichtung 26 über die Breite der Bahn gemessene Bahndaten w,
wie Bahndicke, Glanz, Glätte o.dgl., zuführt. Bekanntlich können diese Bahndaten durch
eine Änderung der Streckenlast in entsprechenden Zonen beeinflußt werden.
[0042] Während beim bisher beschriebenen Ausführungsbeispiel lediglich ein Preßspalt 4 vorhanden
ist, zeigt Fig. 3 einen Walzenmaschine 101, bei der eine Mittelwalze 102 fest im Gestell
105 gelagert ist. Eine Unterwalze 103 kann in änhlicher Weise wie diejenige der Fig.
1 und 2 nach oben gepreßt werden, während eine Oberwalze 127 speigelbildlich gegen
die Mittelwalze 102 gepreßt werden kann. Somit stehen zwei Preßspalte 104 und 128
zur Verfügung.
[0043] Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist ein Superkalander 201 veranschlaulicht, bei
dem zwischen einer unteren Biegeausgleichswalze 203 und einer oberen Biegeausgleichswalze
227 sechs bezogene Walzen 229 bis 234 und vier harte Walzen 235 bis 238 angeordnet
sind. Die untere Walze 203 entspricht der Walze 3 in Fig. 1 mit dem Unterschied, daß
die Lager 12 und 13 für den Träger 11 im Betrieb gestellfest gehalten werden. Die
Walze 227 entspricht einer auf den Kopf gestellten Walze 3 der Fig. 1 mit dem Unterschied,
daß die Kopplung des Walzenmantels 6 mit dem Träger 11 durch die Wälzlager 9 und 10
entfällt und der Mantel 6 sich also als Ganzes relativ zum Träger 11 radial verschieben
kann.
[0044] Bei allen zuvor beschriebenen Walzenmaschinen ist man bestrebt, im Preßspalt den
Istwert des Lastparameters, wie Steckenlast oder Druckspannung, gleich einem gewünschten
Sollwertprofil zu halten und ihn zonenweise nachzuführen, wenn Sollwertänderungen
aufgrund der Bahnbeobachtung oder -messung erfolgen. Da solche Walzensysteme bei einer
Zonenkorrektur nicht nur unmittelbar dort reagieren, wo man eine Verstellung vorgenommen
hat, ist eine Ansteuerung notwendig, die die Wirkstellendrücke so verstellt, daß die
gewünschten Effekte auch wirklich dort auftreten, wo man sie wünscht. Erfindungsgemäß
sind hierfür zwei Maßnahmen vorgesehen, nämlich
a) Festlegung einer Druckreaktionsmatrix für die betreffende Walzenmaschine und
b) Berechnung der erforderlichen Steuersignale unter Verwendung dieser Matrix.
a) Festlegung einer Druckreaktionsmatrix
[0045] Zur Erstellung einer solchen Druckreaktionsmatrix wird, wie dies im Zusammenhang
mit den Fig. 5 und 6 erläutert ist, ein Finite-Element-Modell der Walzenmaschine erstellt.
Die Finite-Element-Methode ist ein numerisches Berechnungsverfahren, mit welchem komplexe
Probleme in kleine Einzelprobleme (Elemente) zerlegt werden, die einer Lösung zugänglich
sind. Je nach der gewünschten Genauigkeit der Berechnung kann eine Zerlegung eines
Walzensystems in dreidimensionale Elemente oder in zweidimensionale Elemente erfolgen.
Eine dreidimensionale Beschreibung gibt die Struktur genauer wieder, führt aber zu
einer aufwendigeren Rechnung. Ein zweidimensionales Berechnungsmodell für den Superkalander
der Fig. 4 ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt.
[0046] Die horizontalen Linien entsprechen von oben nach unten der Walzenschale 6 der Oberwalze
227, der bezogenen Walze 229, der Hartwalze 235, der bezogenen Walze 230, der hartwalze
236, der bezogenen Walze 231, der Hartwalze 237, der bezogenen Walze 232, der bezogenen
Walze 233, der Hartwalze 238, der bezogenen Walze 234 und dem Walzenmantel 6 der Unterwalze
203. Letzterer wird durch seine Wälzlager 9 und 10 an den angegebenen Stellen abgestützt.
Die horizontalen Linien a entsprechen also den Walzen bzw. Walzenschalen. Die vertikalen
Verbindungen b sind Kontaktelemente, die das elastische Verhalten der Walzenbezüge
- oder bei Glättwerden des Bahnmaterials - simulieren. Der Einfluß der Lagerelemente
7 und 8 sowie der Hydraulikzylinder 14 und 15 wird durch Kräfte an den entsprechenden
Angriffsstellen dargestellt. Die Unterteilung in einzelne Felder ist derart, daß wenigstens
für jede der Zonen ein finites Element vorhanden ist, so daß für die Lastaufbringung
eine zonenweise Zuordnung exakt mölich ist. Jede Walze wird hinsichtlich ihrer Steifigkeit
und ihres Gewichts in die Berechnung einbezogen, wobei Außendurchmesser, Innendurchmesser,
Elastizitätsmodul, Querzahl und Dichte eingegeben worden können. Ebenso wird das Kompressionsverhalten
der elastischen Bezüge je nach Material und Durchmesserpaarung für die Kontaktelkemente
b eingegeben. Die überhängenden Gewichte durch Lager, Leitwalzen, Schutzwinkel usw.
werden als Kräfte an den Walzenlagerstellen aufgebracht.
[0047] Das zweidimensionale Modell der Fig. 5 verändert sich unter Belastung, wie dies in
Fig. 6 in stark vergrößerter Verformung angedeutet ist. Man sieht, daß sich insbesondere
die Kompressionselemente b stark verkleinert haben. Im Bereich der beiden benachbarten
bezogenen Walzen 232 und 233 ist eine erhebliche Kompression festzustellen.
[0048] Zunächst werden die Wirkstellendrücke so berechnet, daß sich im unteren Preßspalt
eine konstante Grund-Streckenlast ergibt. Dies kann man für verschiedene Belastungsniveaus
durchführen. Mit dem so gewonnenen Kennlinienfeld können somit Gleichstreckenlasten
im Kalander eingestellt werden.
[0049] Um den Kalander zonenweise steuern zu können, benötigt man die Information, wie das
Walzensystem bei einer Veränderung in einer Zone reagiert. Hierzu wird ausgehend vom
konstanten Sollwert des Lastparameters der Druck jeder einzelnen Wirkstelle um einen
bestimmten Betrag verändert. An bestimmten Referenzpunkten, insbesondere in der Mitte
der Zonen Z, bis Z
6 und am Rand der Zonen Z
L und Z
R, wird die Änderung des Lastparameters festgestellt. Faßt man diese Änderungen in
einer Matrix zusammen, so erhält man die sogenannte Druckreaktionsmatrix R
ij des Kalanders, wie sie im Formelanhang unter (1) dargestellt ist. Ap bedeutet die
Druckänderung, Aq die Änderung des Lastparameters, die Zahlen 1, 2 ... i, j ... n
bedeuten die Numerierung der Zonen bzw. Wirkstellen. Die Zeilen entsprechen jeweils
einer Zone, die Spalten jeweils einer Wirkstelle.
[0050] Bei dem Superkalander der Fig. 4 und bei einem Kompaktkalander gemäß Fig. 3, wo je
zwei Biegeausgleichswalzen gegeinander arbeiten, hat die Druckreaktionsmatrix R,
j eine der doppelten Zonenzahl entsprechende Zeilen- und Spaltenzahl, weil jede Änderung
des Drucks in einer Wirkstelle der einen biegeausgleichswalze nicht nur Einfluß auf
die anderen Zone dieser Walze hat, sondern auch auf alle Zonen der anderen Biegeausgleichswalze.
Ändert man z.B. in der oberen Biegeausgleichswalze den Arbeitsdruck einer Wirkstelle,
so verändert sich auch die Streckenlast im Spalt der unteren Biegeausgleichswalze.
[0051] Wenn auch Hydraulikzylinder eine Rolle spielen, sind in der Matrize R
ijLR (Tm) zusätzlich Randzonen zu bereücksichtigen, wie dies in (2) veranschaulicht ist.
[0052] Es wurde schon erwähnt, daß verschiedene Matrizen für verschiedene Belastungszustände
aufgestellt werden können. (2) zeigt, daß auch für verschiedene Temperaturmittelwerte
T
m unterschiedliche Matrizen ermittelt werden können. Außerdem müssen Änderungen vorgenommen
werden, wenn Eingriffe in die Maschine erfolgen, beispielsweise durch Abdrehen von
Walzen oder durch Ändern der überhängenden Gewichte.
b) Berechnung der Steuersignale
[0053] Es sei angenommen, daß der Istwert des Lastparameters in den einzelnen Zonen gleich
dem vorgebenen Sollwert q
soll ist, wenn entsprechende Arbeitsdrück p
io,
Pjo vorhanden sind. Nunmehr komme der Befehl, den Sollwert in einer Zone i um den Wert
Δq zu ändern. Dieser Sollwertänderung entspricht eine Druckänderung △
pi an der zugehörigen Wirkstelle gemäß der Formel (3), wobei hier die Laufzahl n = 1
ist. Bei der Verstellung in der Zone i entstehen aber Abweichungen, z.B. in der Zone
j, k usw., wie dies die Formeln (4) angeben. Nun kann in jeder Zone ein neuer Istwert
des Lastparameters gemäß den Formeln (5) berechnet werden. In der Zone, in der der
Istwert die größte Abweichung vom Sollwert hat, wird die Differenz durch eine weitere
Druckänderung rechnerisch ausgeglichen. Diese schrittweise Berchnung wird so lange
wiederholt, bis der Fehler F" gemäß der Funktion (6) kleiner als ein bestimmter Toleranzwert
ist.
[0054] Die Drücke p , p
j für die einzelnen Wirkstellen, die als Steuersignal p
soll an die Maschine gegeben werden, berechnen sich gemäß den Formeln (7) aus dem ursprünglichen
Arbeitsdruck und der Summe aller bei den Iterationsschritten berechneten Druckänderungen.
Die Fehlerfunktion F" entspricht der Quadratwurzel der Summe der Fehlerquadrate der
Lastparameter in den einzelnen Zonen.
[0055] Die Iterations-Annäherung läßt sich auch anwenden, wenn der Kalander in Betrieb genommen
werden soll. Dann wird der Istwert des Lastparameters in den Spalten der Reaktionsmatrix
gleich der Grundstreckenlast gesetzt. Die Rechenvorrichtung 16 prüft, in welcher Zone
die größte Abweichung zwischen Sollwert und Istwert vorhanden ist. Diese Zone wird
in einem Schritt voll ausgeregelt, worauf das Rechenschema wie beschrieben abläuft.
[0056] In manchen Fällen ist es zweckmaßig, die Differenz nicht vollstädig, sondern beispielsweise
nur um 80% auszuregeln, wenn hierdurch der Toleranzwert rascher unterschritten werden
kann.
[0057] Wie bereits erwähnt, kann der Sollwert durch Bahndaten w mit Hilfe des Umsetzers
25 vorgegeben werden, so daß der beschriebene Vorgang von der Bahn geführt oder sogar
in einen übergeordneten Regelkreis eingebunden ist.
[0058] Die für den jeweiligen Berechnungsvorgang richtige Reaktionsmatrix kann die Rechenvorrichtung
auch automatisch auswählen. Denn aus dem Sollwertprofil läßt sich die Mittelbelastung
entnehmen, der eine der Matrizen am nächsten kommt. In gleicher Weise kann mit Hilfe
des Temperaturfühlers 24 auch die der Temperatur gemäße Druckreaktionsmatrix ausgewählt
werden.
[0059] Bei einer Änderung der Walzentemperatur verändert sich deren Durchmesser und, bei
kunststoffbezogenen Walzen, auch die Härte (Elastizitätsmodul) der Walzenoberfläche.
Dies kann zu einer Veränderung der Streckenlastverteilung führen. Ändert sich das
gesamte Temperaturniveau, kann man dies durch eine andere Druckreaktionsmatrix berücksichtigen.
Ändert sich aber die Temperatur in Längsrichtung der Walze, so ergeben sich unerwünschte
Veränderungen des Lastparameters. Ist beispielsweise in einer Zone die Streckenlast
gegenüber den anderen Zonen erhöht, so erwärmt sich in dieser Zone der Walzenbezug
durch die vergrößerte Walkarbeit, was eine Durchmesservergrößerung nach sich zieht.
Hierdurch steigt die Streckenlast weiter an, bis schließlich der gewünschte Sollwert
des Lastparameters nicht mehr eingehalten werden kann. Unter Berücksichtigung der
Messung der Walzentemperatur T kann durch die Steuerung eine solche Korrektur vorgenommen
werden, daß trotz der Erwärmung des Bezuges der gewünschte Sollwert eingestellt bleibt.
[0060] Zu diesem Zweck werden Temperatur-Reaktionsmatrizen D
ij(T
m) für verschiedene Mitteltemperaturen erstellt, die jeweils die Änderung Aq des Lastparameters
in einer Zone für verschiedene Temperaturänderungen △T
1, AT
2 ... berücksichtigt, wie dies in (8) dargestellt ist. Hierbei entspricht die Numerierung
der Parameteränderungen und der Temperaturänderungen der Zonennumerierung.
[0061] Diese Regelung arbeitet wie folgt: Aus den Temperaturmessungen wird der Mittelwert
berechnet, der für das betreffende Temperaturniveau steht. Mit der mittleren Walzentemperatur
wird jetzt die Temperaturabweichung in jeder Zone bestimmt, wie dies in (9) angegeben
ist. Mit diesen Temperaturdifferenzen können nun mit Hilfe der Temperatur-Reaktionsmatrix
D
ij(T
m) die Parameteränderungen im Preßspalt nach Formel (10) bereichnet werden. Der Istwert
des Lastparameters in jeder Zone ergibt sich daher aus der momentanen Druckeinstellung
in den Wirkstellen und aus der Temperaturverteilung, wie dies (11) angibt. Dieser
von der Temperatur abhängige Anteil des Lastparameters ist beim Vergleich des Istwerts
des Lastparameters mit dem Sollwert zu berücksichtigen, beispielsweise im Rahmen der
Formeln (12) oder (13). Mit dem so vorgegebenen Sollwert können dann die internen
Iterationsschritte zur Bereichnung der Druckeinstellung durchgeführt werden.
1. Verfahren zum Betrieb einer mindestens zwei Walzen aufweisenden Walzenmaschine
für die Behandlung von Bahnmaterial in einem Preßspalt, insbesondere Kalander oder
Glättwerk für Papier-, Kunststoff- oder Textilbahnen, bei der der Preßspalt (4) eine
Anzahl Zonen (Z1 bis Z6, ZL, ZR) aufweist, die je einer mit einstellbarem Druck (p)
beaufschlagbaren Wirkstelle - darunter einzelne Lagerelemente oder Gruppen von mit
gleichem Druck beaufschlagten Lagerelementen (7, 8), die den Walzenmantel (6) einer
Biege-ausgleichswalze (3) auf einem den Mantel (6) durchsetzenden, drehfesten Träger
(11) abstützen - zugeordnet sind, bei welchem Verfahren mit Hilfe einer Rechenoperation
für jede Wirkstelle ein Arbeitsdruck (p) festgelegt wird, der von dem Sollwertprofil
eines Lastparameters (q) abhängt, dadurch gekennzeichnet, daß eine Druckreaktionsmatrix
(R) gebildet wird, deren Glieder die Änderung des Lastparameters (q) in allen Zonen
(Z1 bis Z6, ZL, ZR) bei einer Druckänderung (Ap) an nur jeweils einer Wirkstelle angeben,
daß zur Anpassung des Istwerts (qist) des Lastparameters an den Sollwert (qsoll) unter Verwendung der Druckreaktionsmatrix (R) für die Wirkstelle einer Zone (z.B.
Z1) eine die Differenz zwischen Istwert und Sollwert ganz oder teilweise ausgleichende
Druckänderung (Ap) und für alle anderen Zonen (z.B. Z2 bis Z6, ZL, ZR) ein durch diese
Druckänderung sich ergebender geänderter Istwert (qist) berechnet wird, daß diese Berechnung wiederholt wird, wobei die ausgleichende Druckänderung
schrittweise nacheinander bei jeweils einer anderen Wirkstelle vorgesehen wird, bis
eine von den Differenzen abhängige Fehlerfunktion (F") einen Toleranzwert unterschreitet,
und daß für jede Wirkstelle der Arbeitsdruck (p) um die Summe aller für diese Wirkstelle
berechneten Druckänderungen (Ap) geändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von Betriebsaufnahme die
folgenden Schritte durchgeführt werden:
a) für jede Zone (Z1 bis Z6, ZL, ZR) wird ermittelt, um welchen Betrag sich der Lastparameter
(q) ändert, wenn der Druck (p) in einer Wirkstelle um einen Betrag geändert wird,
in allen anderen Wirkstellen aber gleich bleibt,
b) diese Ermittlung wird für eine Druckänderung (Ap) in allen Wirkstellen wiederholt,
c) es wird eine Druckreaktionsmatrix (R) gebildet, deren Glieder Quotienten aus Lastparameteränderung
(Aq) und Druckänderung (Ap) sind, wobei die Zeilen jeweils einer zone und die Spalten
jeweils einer Wirkstelle zugeordnet sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Glieder der Druckreaktionsmatrix
(R) durch Messungen an der Maschine unter Verwendung von in den Preßspalt (4) einzuführenden,
druckabhängig reagierendem Material ermittelt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Glieder der Druckreaktionsmatrix
(R) durch Berechnungen unter Verwendung eines mathematischen Modells der Maschine
ermittelt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Berechnung nach der
Methode der finiten Elemente erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei der
Ermittlung der Glieder der Druckreaktionsmatrix (R) von einem über die Preßspaltlänge
konstanten Sollwert (qsoll) des Lastparameters ausgegangen wird, der zonenweise verändert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Betrieb
zur Anpassung des Istwerts (q
ist) des Lastparameters an den Sollwert (q
soll) die folgenden Schritte durchgeführt werden:
d) aus dem der Zone (z.B. Z1) größter Differenz und der zugeordneten Wirkstelle zugehörigen
Glied der Reaktionsmatrix wird eine Druckänderung (Ap) berechnet, die eine der Differenz
zwischen Istwert und Sollwert entsprechende Lastparameteränderung (Aq) bewirkt,
e) aus dieser Druckänderung (Ap) wird mit Hilfe der in der gleichen Spalte der Druckreaktionsmatrix
(R) stehenden Glieder eine Lastparameteränderung (Aq) in den übrigen Zonen (z.B. Z2
bis Z6, ZL, ZR) berechnet,
f) für jede Zone wird aus der Summe des bisherigen Istwerts des Lastparameters (q)
und seiner Änderung (Aq) ein neuer Istwert gebildet,
g) für eine zweite Zone (z.B. Z2) wird aus dem dieser Zone und der zugeordneten Wirkstelle
zugehörigen Glied der Druckreaktionsmatrix (R) eine Druckänderung (Ap) berechnet,
die eine der Differenz zwischen neuem Istwert und Sollwert entsprechende Lastparameteränderung
(Aq) bewirkt,
h) aus der letztgenannten Druckänderung wird mit Hilfe der in der gleichen Spalte
der Druckreaktionsmatrix (R) stehenden Glieder eine Lastparameteränderung (Aq) in
den übrigen Zonen (z.B. Z1, Z3 bis Z6, ZL, ZR) berechnet,
i) für jede Zone wird aus der Summe des zuletzt gültigen Istwerts des Lastparameters
(q) und seiner Änderung (Aq) ein neuer Istwert gebildet,
j) die Schritte g) bis i) werden für weitere Zonen (z.B. Z3) wiederholt, bis eine
die Differenz in den einzelnen Zonen berücksichtigende Fehlerfunktion unter einen
Toleranzwert sinkt,
k) für jede Wirkstelle wird aus der Summe des dort vorherrschenden Arbeitsdrucks (p)
und aller zugehörigen Druckänderungen (Ap) ein neuer Arbeitsdruck gebildet, und es
werden entsprechende Steuersignale an die Maschine gegeben.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
zweidimensionale Druckreaktionsmatrizen (R) für verschiedene betriebszustände der
Maschine gebildet und wahlweise in Abhängigkeit vom betriebszustand für die Berechnung
benutzt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Druckreaktionsmatrizen (R)
für mindestens zwei unterschiedliche Sollwertbereiche des Lastparameters vorgesehen
sind.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß Druckreaktionmatrizen
(R) für mindestens zwei unterschiedliche Durchmesser von mindestens einer Walze vorgesehen
sind.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß Druckreaktionsmatrizen
(R) für mehrere Mitteltemperaturen der Walzenoberflächen vorgesehen sind.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet durch folgende
zusätzliche Schritte:
I) für jede Zone (Z1 bis Z6, ZL, ZR) wird ermittelt, um welche Beträge sich der Lastparameter
(q) ändert, wenn die Temperatur in dieser Zone sich um mehrere vorbestimmte Werte
ändert,
m) die temperaturabhängige Lastparameteränderung (Aq) wird jeweils als Korrekturglied
in der Differenz zwischen Istwert (q,st) und Sollwert (qsoll) ades Lastparameters berücksichtigt.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur
über die Länge der Walze (3) gemessen und in Abhängigkeit hiervon die entsprechende
Druckreaktionsmatrix (R) bzw. das temperaturabhängige Korrekturgied (D) automatisch
gewählt wird.
14. Verfahren für eine Walzenmaschine mit mindestens zwei Biegeausgleichswalzen nach
einem der Ansprüche 1 bis 13, durch gekennzeichnet, daß eine Reaktionsmatrix mit Gleidern
für alle Zonen und Wirkstellen aller Biegeausgleichswalzen (103, 127; 203, 227) gebildet
wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegeausgleichswalze
(3) äußere Hydraulikzylinder (14, 15) als zusätzliche Wirkstellen aufweist und ihnen
jeweils eine Randzone (ZL, ZR) für die Ermittlung der Lastparameteränderung zugeordnet
ist.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckänderung
(Δp) jeweils für die Wirkstelle derjenigen Zone (z.B. Z1) durchgeführt wird, in welcher
die größte Differenz zwischen Istwert und Sollwert des Lastparameters (q) besteht.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Berechnungsschritte
mindestens so oft wiederholt werden als Zonen vorhanden sind.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Berechnungsschritte
wenigstens einmal für die Zone (z.B. Z1) wiederholt werden, mit der bei der Berechnung
begonnen worden ist.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Fehlerfunktion
durch die Quadratwurzel der Summe der Fehlerquadrate für alle Zonen (Z1 bis Z6, ZL,
ZR) gebildet ist.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Sollwertprofil
in Abhängigkeit von einem Bahndaten-Regelkreis änderbar ist.
21. Steueranordnung für eine mindestens zwei Walzen aufweisende Walzenmaschine für
die Behandlung von Bahnmaterial in einem Preßspalt, insbesondere Kalander oder Glättwerk
für Papier-, Kunststoff- oder Textilbahnen, bei der der Preßspalt (4) eine Anzahl
von Zonen (Z1 bis Z6, ZL, ZR) aufweist, die je einer mit einstellbarem Druck (p) beaufschlagbaren
Wirkstelle - darunter einzelne Lagerelemente oder Gruppen von mit gleichem Druck beaufschlagten
Lagerelementen (7, 8), die den Walzenmantel (6) einer Biegeausgleichswalze (3) auf
einem den Mantel (6) durchsetzenden, drehfesten Träger (11) abstützen - zugeordnet
sind, welche Steueranordnung Steuersignale (psoll) für Drucksteuerventile (V1 bis V6, VL, VR) in den Zuleitungen zu den Wirkstellen
erzeugt und eine Rechenvorrichtung (16) aufwist, der Eingabevorrichtungen (17, 23)
und Speicher (22) für die den Zonen (Z1 bis Z6, ZL, ZR) zugeordneten Sollwerte (qsoll des Lastparameters sowie Ausgänge (18) für die Steuersignale (psoll) zugeordnet sind, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
20, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechenvorrichtung (16) Speicher (22) für die Glieder
mindestens einer Druckreaktionsmatrix (R) zugeordnet sind, die die Änderung des Lastparameters
(q) in allen Zonen (Z1 bis Z6, ZL, ZR) bei einer Druckänderung an nur jeweils einer
Wirkstelle angeben, und daß die Rechenvorrichtung (16) zur Gewinnung der Steuersignale
(psoll) auf die Durchführung von Bereichnungsschritten, bei denen zur Anpassung des Istwerts
(qist) des Lastparameters an den Sollwert (qsoll) unter Verwendung der Druckreaktionsmatrix (R) für die Wirkstelle einer Zone (z.B.
Z1) eine die Differenz zwischen Istwert und Sollwert ganz oder teilweise ausgleichende
Druckänderung (Ap) und für alle anderen Zonen (z.B. Z2 bis Z6, ZL, ZR) ein durch diese
Druckänderung sich ergebender geänderter Istwert (qlst) berechnet wird, sowie auf die Wiederholung der Berechnungsschritte programmiert
ist, wobei die ausgleichende Druckänderung schrittweise nacheinander bei jeweils einer
anderen Wirkstelle vorgesehen wird.
22. Steueranordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Rechenvorrichtung
(16) und Drucksteuerventile (V) eine Steuervorrichtung (19) geschaltet ist, die plötzliche
Änderungen der von der Rechenvorrichtung abgegebenen Steuersignale (psoll) in eine Rampenfunktion umsetzt.
23. Steueranordnung nach Anspruch 21, oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß eine Temperaturmeßvorrichtung
(24) vorgesehen ist, die die Walzentemperatur in den einzelnen Zonen zu messen vermag,
und daß die Rechenvorrichtung (16) einen Eingang für die Temperaturmeßwerte (T) hat.
24. Steueranordnung nach einem der Ansprüche 21 bis 23, gekennzeichnet durch eine
Bahndatenmeßvorrichtung (26), die Istwerte von Bahndaten (w) mindestens an mehreren
Stellen quer über die Bahnbreite zu messen vermag und durch einen den Zonensollwert-Eingabevorrichtungen
(17) vorgeschalteten Umsetzer (25), der aufgrund der Bahndaten die Zonensollwerte
festlegt.
1. Procédé pour l'exploitation d'une machine à cylindres comprenant au moins deux
cylindres, pour le traitement de matériaux en nappe dans un interstice de compression,
notamment une calandre ou calandre finisseuse pour des nappes de papier, matière plastique
ou textile, pour laquelle l'interstice de compression (4) présente un certain nombre
de zones (Z1 à Z6, ZL, ZR) qui sont affectées, chacune, à un secteur actif pouvant être sollicité par une pression
réglable (p) et comprenant des éléments de palier individuels, ou des groupes d'éléments
de palier (7, 8) pouvant être sollicités par la même pression, qui supportent l'enveloppe
de cylindre (6) d'un cylindre à flexion contrôlée (3), en s'appuyant sur un support
(11) fixe en rotation, traversant l'enveloppe de cylindre (6), procédé selon lequel
on détermine, à l'aide d'une opération de calcul, pour chaque secteur actif, une pression
de travail (p) qui est fonction du profil de consigne d'un paramètre de charge (q),
caractérisé en ce que l'on forme une matrice de réaction de pression (R) dont les
termes indiquent la variation du paramètre de charge (q) dans toutes les zones (Z1 à Z6, ZL, ZR) pour une variation de pression (Ap) dans uniquement un secteur actif, en ce que,
pour l'adaptation de la valeur réelle (qreel du paramètre de charge à la valeur de consigne (qcons)' en utilisant la matrice de réaction (R), pour le secteur actif d'une zone (par ex.
Z,), on calcule une variation de pression (Δp) qui compense totalement ou partiellement
la différence entre la valeur réelle et la valeur de consigne, et, pour toutes les
autres zones (par ex. Z2 à Z6, ZL, ZR), une valeur réelle (qreel) modifiée découlant de cette variation de pression, en ce que ce calcul est répété,
la variation de pression compensatoire étant prévue pas à pas et successivement à
chaque fois pour un autre secteur actif jusqu'à ce qu'une fonction d'erreur (F") qui
dépend des différences, prenne une valeur inférieure à une valeur limite, et en ce
que pour chaque secteur actif, la pression de travail (p) est modifiée d'une valeur
égale à la somme de toutes les variations de pression (Ap) calculées pour ce secteur
actif.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que avant la mise en service,
on effectue les étapes suivantes:
a) pour chaque zone (Z, à Z6, ZL, ZR), on détermine de quelle valeur varie le paramètre de charge (q), lorsque la pression
(p) dans un secteur actif varie d'une certaine valeur, en restant toutefois constante
dans tous les autres secteurs actifs,
b) cette détermination est répétée pour une variation de pression (Ap) dans tous les
secteurs actifs,
c) on forme une matrice de réaction de pression (R) dont les termes sont des quotients
de variations de paramètre de charge (Aq) et de variations de pression (Ap), les lignes
étant respectivement affectées à une zone et les colonnes respectivement à un secteur
actif.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les termes de la matrice
de réaction de pression (R) sont déterminées par des mesures effectuées sur la machine,
en utilisant des matériaux à introduire dans l'interstice de compression (4) et réagissant
en fonction de la pression.
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les termes de la matrice
de réaction de pression (R) sont déterminés par calcul en utilisant un modèle mathématique
de la machine.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le calcul se fait selon
la méthode des éléments finis.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que pour la détermination
des termes de la matrice de réaction de pression (R), on part d'une valeur de consigne
du paramètre de charge (qcons), constante sur toute la longueur de l'interstice de compression et qui est modifiée
par zone.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6 caractérisé en ce que, au cours du
fonctionnement, pour adapter la valeur réelle (q
reel) du paramètre de charge, à la valeur de consigne (q
cons), on effectue les étapes suivantes:
d) à partir du terme de la matrice de réaction de pression affecté à la zone (par
ex. Z1) de plus grande différence et au secteur actif associée, on calcule une variation
de pression (Ap) qui provoque une variation du paramètre de charge (Aq) correspondant
à la différence entre la valeur réelle et la valeur de consigne,
e) à partir de cette variation de pression (Ap), on calcule, à l'aide des termes de
la même colonne de la matrice de réaction de pression (R), une variation du paramètre
de charge (Aq) dans les autres zones (par ex. (Z2 à Z6, ZL, ZR),
f) pour chaque zone, on forme une nouvelle valeur réelle égale à la somme de la valeur
réelle actuelle du paramètre de charge (q) et de sa variation (Δq),
g) pour une deuxième zone (par ex. Z2), on calcule, à l'aide du terme de la matrice de réaction de pression (R) affecté
à cette zone et au secteur actif associé, une variation de pression (Ap) qui provoque
une variation du paramètre de charge (Aq) correspondant à la différence entre la nouvelle
valeur réelle et la valeur de consigne,
h) à partir de la variation de pression citée en dernier lieu, on calcule, à l'aide
des termes de la même colonne de la matrice de réaction de pression (R), une variation
du paramètre de charge (Aq) dans les autres zones (par ex. Z1, Z3 à Z6, ZL, ZR),
i) pour chaque zone, on forme une nouvelle valeur réelle égale à la somme de la valeur
réelle, valable en dernier lieu, du paramètre de charge (1) et de sa variation (Aq),
j) les étapes g) à i) sont répétés pour d'autres zones (par ex. Z3), jusqu'à ce qu'une fonction d'erreur tenant compte de la différence dans les diverses
zones individuelles, prenne une valeur située en-dessous d'une valeur limite,
k) pour chaque secteur actif, on forme une nouvelle pression de travail égale à la
somme de la pression de travail (p) y régnant précédemment et de toutes les variations
de pression (Δp) correspondantes, des signaux de commande appropriés étant délivres
à la machine.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'on forme
plusieurs matrices de réaction de pression (R) à deux dimensions, pour différents
états de fonctionnement de la machine, qui sont utilisées sélectivement pour le calcul,
en fonction de l'état de fonctionnement de a machine.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que des matrices de réaction
de pression (R) sont prévues pour au moins deux plages différentes de valeurs de consigne
du paramètre de charge.
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que des matrices de réaction
de pression (R) sont prévues pour au moins deux diamètres différents d'au moins un
cylindre.
11. Procédé selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que des matrices
de réaction de pression (R) sont prévues pour plusieurs températures moyennes des
surfaces de cylindres.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par les étapes supplémentaires
suivantes:
I) pour chaque zone (Z1 à Z6, ZL, ZR) on détermine de quelles valeurs varie le paramètre de charge (q) lorsque la température
dans cette zone varie selon plusieurs valeurs prédéfinies,
m) la variation de paramètre de charge (Aq) fonction de la température, est prise
en compte respectivement, en tant que terme de correction, dans la différence entre
valeur réelle (qreel) et valeur de consigne (qcons) du paramètre de charge.
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que la température
est mesurée sur la longueur du cylindre (3), et en ce que, en fonction de ceci, la
matrice de réaction de pression (R) correspondante et le terme de correction (D) fonction
de la température, sont sélectionnées automatiquement.
14. Procédé pour une machine à cylindres avec au moins deux cylindres à flexion contrôlée,
selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'on forme une matrice
de réaction avec des termes pour toutes les zones et tous les secteurs actifs de tous
les cylindres à flexion contrôlée (103, 127; 203, 227).
15. Procédé selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le cylindre
à flexion contrôlée (3) comporte des vérins hyrauliques extérieurs (14, 15) faisant
office de secteurs actifs supplémentaires à chacun desquels est associée respectivement
une zone de bordure (ZL, ZR) pour la détermination de la variation de paramètre de charge.
16. Procédé selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que la variation
de pression (Ap) est effectuée respectivement pour le secteur actif de la zone (par
ex. Zi) dans laquelle on a la plus grande différence entre valeur réelle et valeur de consigne
du paramètre de charge (q).
17. Procédé selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que les pas de
calcul sont répétés au moins autant de fois qu'il y a de zones.
18. Procédé selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que les pas de
calcul sont répétés au moins une fois pour la zone (par ex. Z1) avec laquelle le calcul a été commencé.
19. Procédé selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que la fonction
d'erreur est formée par la racine carrée de la somme des carrés des erreurs pour toutes
les zones (Z1 à Z6, ZL, ZR).
20. Procédé selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisé en ce que le profil
de valeur de consigne peut être modifié en fonction d'une boucle de régulation de
données de la nappe de matériau.
21. Dispositif de commande pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications
1 à 20, et destiné à une machine à cylindres comprenant au moins deux cylindres, pour
le traitement de matériaux en nappe dans un interstice de compression, notamment une
calandre ou calandre finisseuse pour des nappes de papier, matière plastique ou texteile,
pour laquelle l'interstice de compression (4) présente un certain nombre de zones
(Z1 à Z6, ZL, ZR) qui sont affectées, chacune, à un secteur actif pouvant être sollicité par une pression
réglable (p) et comprenant des éléments de palier individuels, ou des groupes d'éléments
de palier (7, 8) pourvant être sollicités par la même pression, qui supportent l'enveloppe
de cylindre (6) d'un cylindre à flexion contrôlée (3), en s'appuyant sur un support
fixe en rotation (11) traversant l'enveloppe de cylindre (6), le dispositif de commande
délivrant des signaux de commande (qcons) pour des soupapes de commande de pression (V1 à V6, VL, VR) dans les conduites d'alimentation
de secteurs actifs, et comportant un dispositif de calcul (16) auquel sont associés
des dispositifs d'entrée (17, 23) et des mémoires (22) pour les valeurs de consigne
(qcons) du paramètre de charge, affectées aux zones (Z1 à Z6, ZL, ZR), ainsi que des sorties (18) pour les signaux de commande (pcons)' caractérise, en ce qu'au dispositif de calcul (16) sont associées des mémoires (22)
pour les termes d'au moins une matrice de réaction de pression (R), qui indiquent
la variation du paramètre de charge (q) dans toutes les zones (Z1 à Z6, ZL, ZR) pour une variation de pression dans un seul secteur actif respectif, et en ce que
le dispositif de calcul (16) est programmé, en vue d'obtenir les signaux de commande
(pcons)' pour effectuer des pas de calcul, au cours desquels, en vue d'adapter la valeur réelle
(qréel) du paramètre de charge à la valeur de consigne (qcons), en utilisant la matrice de réaction de pression (R), on calcule, pour le secteur
actif d'une zone (par ex. Zl), une variation de pression (Δp) compensant totalement ou partiellement la différence
entre valeur réelle et valeur de consigne, et pour toutes les autres zones (par ex.
Z1), une variation de pression (Δp) compensant totalement ou partiellement la différence
entre valeur réelle et valeur de consigne, et pour tyoutes les autres zones (par ex.
Z2 à Z6, ZL, ZR), une valeur réelle (qréei) modifiée découlant de cette variation de pression, le
dispositif de calcul étant également programmé pour répéter les pas de calcul, la
variation de pression compensatoire étant prévue pas à pas et successivement à chaque
fois pour un autre secteur actif.
22. Dispositif de commande selon la revendication 21, caractérisé en ce qu'entre le
dispositif de calcul (16) et les soupapes de commande de pression (V), est monté un
dispositif de commande (19) qui transforme des variations brusques des signaux de
commande (pcons) délivrés par le dispositif de calcul, en une fonction en forme de rampe.
23. Dispositif de commande selon la revendication 21 ou 22, caractérisé en ce qu'il
est prévu un dispositif de mesure de la température (24) qui puisse mesxurer la températurer
du cylindre dans les diverses zones individuelles, et en ce que le dispositif de calcul
(16) comporte une entrée pour les valeurs de température (T) mesurées.
24. Dispositif de commande selon l'une des revendications 21 à 23, caractérisé par
un dispositif de mesure (26) de donnés de la nappe de matériau, qui puisse mesurer
des valeurs réelles de données (w) de la nappe, au moins en plusieurs points, transversalement
sur la largeur de la nappe, et par un convertisseur (25) monté en amont des dispositifs
d'entrée (17) des valeurs de consigne de zone, qui fixe les valeurs de consigne de
zone en fonction des données de la nappe.
1. Method for operating a roll machine, having at least two rolls, for the treatment
of web material in a pressing nip, in particular a calender or glazing rolls for paper,
plastic or textile webs, in which the pressing nip (4) has a number of zones (Z1 to
Z6, ZL, ZR), each of which is assigned to one point of action subjectable to adjustable
pressure (p) - including individual bearing elements or groups of bearing elements
(7, 8) subjectable to the same pressure, which support the roll shell (6) of a bending-compensation
roll (3) on a support (11) which passes through the shell (6) and is fixed in terms
of rotation, in which method a working pressure (p) is determined for each point of
action with the aid of a computing operation, said working pressure depending on the
setpoint value profile of a load parameter (q), characterized in that a pressure reaction
matrix (R) is formed, the elements of which indicate the change of the load parameter
(q) in all zones (Z1 to Z6, ZL, ZR) in the case of a pressure change (Ap) at in each
case only one point of action, in that, to adapt the actual value (qactual) of the load parameter to the setpoint value (qset) using the pressure reaction matrix
(R), a pressure change (Ap) completely or partially compensating the difference between
actual value and setpoint value is calculated for the point of action of one zone
(e.g. Z1) and a changed actual value (qactual) resulting from this pressure change is calculated for all other zones (e.g. Z2 to
Z6, ZL, ZR), in that this calculation is repeated, the compensating pressure change
being provided stepwise in succession at another point of action in each case, until
an error function (F") dependent on the differences undershoots a tolerance value,
and in that, for each point of action, the working pressure (p) is changed by the
sum of all pressure changes (Ap) calculated for this point of action.
2. Method according to Claim 1, characterized in that, before starting operations,
the following steps are carried out:
a) it is determined for each zone (Z1 to Z6, ZL, ZR) by what amount the load parameter
(q) changes when the pressure (p) in one point of action is changed by an amount that
remains the same in all other points of action,
b) this determination is repeated for a pressure change (Ap) in all points of action,
c) a pressure reaction matrix (R) is formed, the elements of which are quotients of
load parameter change (Aq) and pressure change (Ap), the lines in each case being
allocated to a zone and the columns in each case being allocated to a point of action.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the elements of the pressure
reaction matrix (R) are determined by measurements at the machine using material which
is to be introduced into the pressing nip (4) and reacts as a function of the pressure.
4. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the elements of the pressure
reaction matrix (R) are determined by calculations using a mathematical model of the
machine.
5. Method according to Claim 3, characterized in that the calculation is performed
according to the finite element method.
6. Method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that, in the determination
of the elements of the pressure reaction matrix (R), a setpoint value (qset), constant over the length of the pressing nip, of the load parameter, which is
altered zonewise, is taken as a starting point.
7. Method according to one of Claims 1 to 6, characterized in that, in operation,
the following steps are carried out in order to adapt the actual value (q
act
ual) of the load parameter to the setpoint value (qset):
d) from that element of the reaction matrix which is associated with the zone (e.g.
Z1) of greatest difference and with the allocated point of action a pressure change
(Ap) is calculated which effects a load parameter change (Aq) corresponding to the
difference between actual value and setpoint value,
e) with the aid of the elements in the same column of the pressure reaction matrix
(R), a load parameter change (Aq) in the remaining zones (e.g. Z2 to Z6, ZL, ZR) is
calculated from this pressure change (Ap),
f) a new actual value is formed for each zone from the sum of the previous actual
value of the load parameter (q) and its change (Aq),
g) a pressure change (Ap) is calculated for a second zone (e.g. Z2) from that element
of the pressure reaction matrix (R) which is associated with this zone and with the
allocated point of action, which pressure change effects a load parameter change (Aq)
corresponding to the difference between new actual value and setpoint value,
h) with the aid of the elements in the same column of the pressure reaction matrix
(R), a load parameter change (Aq) is calculated in the remaining zones (e.g. Z1, Z3
to Z6, ZL, ZR) from the last-mentioned pressure change,
i) a new actual value is formed for each zone from the sum of the last valid actual
value of the load parameter (q) and its change (Aq),
j) steps g) to i) are repeated for further zones (e.g. Z3) until an error function
taking into account the difference in the individual zones falls below a tolerance
value,
k) a new working pressure is formed for each point of action from the sum of the working
pressure (p) prevailing there and all associated pressure changes (Ap) and corresponding
control signals are sent to the machine.
8. Method according to one of Claims 1 to 7, characterized in that a plurality of
two-dimensional pressure reaction matrices (R) are formed for various operating states
of the machine and used alternatively, as a function of the operating state, for the
calculation.
9. Method according to Claim 8, characterized in that pressure reaction matrices (R)
are provided for at least two different setpoint value ranges of the load parameter.
10. Method according to Claim 8 or 9, characterized in that pressure reaction matrices
(R) are provided for at least two different diameters of at least one roll.
11. Method according to Claims 8 to 10, characterized in that pressure reaction matrices
(R) are provided for a plurality of mean temperatures of the roll surfaces.
12. Method according to one of Claims 1 to 11, characterized by the following additional
steps:
I) for each zone (Z1 to Z6, ZL, ZR) it is determined by what amounts the load parameter
(q) changes when the temperature in this zone changes by a plurality of predetermined
values,
m) the temperature-dependent load parameter change (Aq) is in each case allowed for
as correction term in the difference between actual value (qactual) and setpoint value (qset) of the load parameter.
13. Method according to Claim 11 or 12, characterized in that the temperature over
the length of the roll (3) is measured and the corresponding pressure reaction matrix
(R) or the temperature-dependent correction term (D) automatically selected as a function
of this.
14. Method for a roll machine having at least two bending-compensation rolls according
to one of Claims 1 to 13, characterized in that a reaction matrix with elements for
all zones and points of action of all bending-compensation rolls (103, 127; 203, 227)
is formed.
15. Method according to one of Claims 1 to 14, characterized in that the bending-compensation
roll (3) has outer hydraulic cylinders (14, 15) as additional points of action and
one edge zone (ZL, ZR) is allocated to each of them for the determination of the load
parameter change.
16. Method according to one of Claims 1 to 15, characterized in that the pressure
change (Ap) is in each case carried out for the point of action of that zone (e.g.
Z1) in which the greatest difference between actual value and setpoint value of the
load parameter (q) exists.
17. Method according to one of Claims 1 to 15, characterized in that the calculation
steps are repeated at least as often as there are zones.
18. Method according to one of Claims 1 to 17, characterized in that the calculation
steps are repeated at least once for the zone (e.g. Z1) with which the calculation
was begun.
19. Method according to one of Claims 1 to 18, characterized in that the error function
is formed by the square root of the sum of the residual squares for all zones (Z1
to Z6, ZL, ZR).
20. Method according to one of Claims 1 to 19, characterized in that the setpoint
value profile can be changed as a function of a web data control loop.
21. Control arrangement for a roll machine having at least two rolls, for the treatment
of web material in a pressing nip, in particular a calender or glazing rolls for paper,
plastic or textile webs, in which the pressing nip (4) has a number of zones (Z1 to
Z6, ZL, ZR), each of which is allocated to one point of action subjectable to adjustable
pressure (p) - including individual bearing elements or groups of bearing elements
(7, 8) subjected to the same pressure, which support the roll shell (6) of a bending-compensation
roll (3) on a support (11) which passes through the shell (6) and is fixed in terms
of rotation, which control arrangement produces control signals (pset) for pressure control valves (V1 to V6, VL, VR) in the supply lines to the points
of action and has a computing device (16) to which are allocated input devices (17,
23) and memories (22) for the setpoint values (qset), allocated to the zones (Z1 to
Z6, ZL, ZR), of the load parameter and outouts (18) for the control signals (pset),
for carrying out the method according to one of Claims 1 to 20, characterized in that
the computing device (16) is allocated memories (22) for the elements of at least
one pressure reaction matrix (R), which indicates the change of the load parameter
(q) in all zones (Z1 to Z6, ZL, ZR) in the case of a pressure change at in each case
only one point of action, and in that, to obtain the control signals (pset) the computing
device (16) is programmed to carry out calculation steps in which, to adapt the actual
value (qactual) of the load parameter to the setpoint value (qset) using the pressure reaction matrix
(R), a pressure change (Ap) completely or partially compensating the difference between
actual value and setpoint value is calculated for the point of action of one zone
(e.g. Z1) and a changed actual value (qactuai) resulting from this pressure change
is calculated for all other zones (e.g. Z2 to Z6, ZL, ZR), and to repeat the calculation
steps, the compensating pressure change being provided stepwise in succession at another
point of action in each case.
22. Control arrangement according to Claim 21, characterized in that a control device
(19) which converts sudden changes of the control signals (qset) output by the computing device into a ramp function is connected between computing
device (16) and pressure control valves (V).
23. Control arrangement according to Claim 21 or 22, characterized in that a temperature
measuring device (24) is provided which is able to measure the roll temperature in
the individual zones, and in that the computing device (16) has an input for the measured
temperature values (T).
24. Control arrangement according to one of Claims 21 to 23, characterized by a web
data measuring device (26) which is able to measure actual values of web data (w)
at at least a plurality of points, transversely across the web width, and by a converter
(25) which is connected upstream of the zone setpoint value input devices (17) and,
on the basis of the web data, determines the zone setpoint values.