[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Zweiwellenpumpe mit einem Schöpfraum, mit einem
im Schöpfraum befindlichen Rotorpaar, mit Lagerflanschen zur stirnseitigen Abstützung
der Rotoren mittels Wälz- oder ähnlichen Lagern und mit einem Antrieb, der an einer
der Rotorstirnseiten angreift.
[0002] Aus der DE-OS 19 39 717 ist ein typischer Vertreter einer heute auf dem Markt befindlichen
Zweiwellenpumpe bekannt. Es handelt sich um eine Wälzkolbenpumpe mit den folgenden
Hauptbauteilen: Deckel, Schilde beziehungsweise Lagerflansche auf beiden Seiten des
Schöpfraumes, Gehäuse und Motorflansch. Diese Bauteile sind relativ groß und schwer
und damit auch aufwendig in der Bearbeitung (Gußteile). Auch die Handhabung (Montage,
Service usw.) ist aufwendig, da die einzelnen Teile gegeneinander gedichtet und verschraubt
werden müssen. Insgesamt ergeben sich dadurch die folgenden Nachteile: großes Bauvolumen,
großes Gewicht und hoher Preis, Probleme bei der Abdichtung der einzelnen Bauteile
sowie hoher Aufwand bezüglich Fertigung, Montage und Service. Die Seitenräume, in
denen sich das Synchronisationsgetriebe einerseits und die Verbindung zur Motorwelle
andererseits befinden, sind relativ groß und bilden schädliche Totvolumina neben dem
Schöpfraum. Schließlich werden vom Markt immer häufiger in Abhängigkeit von der Applikation
unterschiedliche Dichtsystem, unterschiedliche Antriebssysteme und dergleichen gewünscht.
Bei dem Aufbau bekannter Wälzkolbenpumpen sind die Realisierungsmöglichkeiten für
einen modularen Aufbau ungünstig.
[0003] Bei der vorbekannten Wälzkolbenpumpe sind weiterhin die Wellenabdichtungen des Schöpfraumes
und die Wellenlagerungen hintereinander angeordnet. Dadurch ergibt sich ein relativ
großer Lagerabstand mit der Folge einer erhöhten Baulänge der gesamten Pumpe, einer
erhöhten Biegebelastung der Kolbenwellenenden, einer ungünstigen dynamischen Verhaltens
sowie eines begrenzten Längen-Durchmesser-Verhältnisses der Drehkolben. Der für die
Schöpfraumwellenabdichtung vorhandene Bauraum ist in axialer Richtung seht eng begrenzt,
so daß unterschiedliche Dichtprinzipien nur mit hohem Aufwand darin untergebracht
werden können.
[0004] Zu den Zweiwellenpumpen der eingangs genannten Art gehören weiterhin ein- oder mehrstufige
Pumpen, deren Drehkolben andere Profile aufweisen, wie sie zum Beispiel in den DE-OSen
31 47 824 und 33 12 117 offenbart sind. Auch die Verwendung von schraubenförmigen
Rotoren ist bei Zweiwellen-Vakuumpumpen bekannt. Schließlich betrifft die Erfindung
mehrstufige Zweiwellen-Vakuumpumpen, deren Stufen mit unterschiedlich gestalteten
Kolbenpaaren ausgerüstet sind.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zwiewellenpumpe der eingangs
genannten Art zu schaffen, die wesentlich kompakter ist, einen einfacheren Aufbau
hat und eine modulare Bauweise vorteilhafte ermöglicht.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß zumindest im Bereich der Rotorstirnseiten,
die auf der dem Antrieb abgewandten Seite der Pumpe liegen, im wesentlichen topfförmige
Gestaltungen vorgesehen sind und daß sich die den Rotorstirnseiten zugeordneten Wälzlager
jeweils auf der Innenwandung der topfförmigen Gestaltung und auf einem in den Topf
hineinragenden, ruhenden Stumpf abstützen. Eine Zweiwellenpumpe mit einer Rotorlagerung
dieser Art hat eine erheblich reduzierte Baulänge mit der Folge, daß auch ihr Gewicht
reduziert ist. Der Abstand der Rotorlagerungen ist kleiner als bei den vorbekannten
Vakuumpumpen, was in bezug auf das dynamische Verhalten der Drehkolben und deren Längen-Durchmesser-Verhältnis
Vorteile hat. Schließlich ergibt sich eine erhöhte Montage- und Servicefreundlichkeit,
da die Zugänglichkeit zu den Wellendichtungen nicht mehr durch vorgebaute Kolbenlager
beeinträchtigt ist.
[0007] Die topfförmige, die Rotorlagerung aufnehmende Gestaltung kann der jeweiligen Stirnseite
des Rotors vorgelagert oder ind die Rotorstirnseite eingelassen sein. Ist der Topf
der Rotorstirnseite vorgelagert, dann ist auf seiner Außenseite ausreichend Bauraum
für unterschiedliche Dichtkonzepte. Da der Lagerraum und die Wellendichtung nicht
mehr axial hintereinander angeordnet werden müssen, ergibt sich eine Reduzierung der
Baulänge. Ist die topfförmige Gestaltung in die Rotorstirnseite eingelassen, dann
kann die dazugehörige Bohrung im Rotor ausreichend tief für Lager, Dichtung und gegebenenfalls
Kühlvorrichtungen gewählt werden, ohne daß damit eine Verfrößerung der Baulänge verbunden
ist. Bei einem Rotor, der auf beiden Seiten mit einer Lagerung dieser Art ausgerüstet
ist, ist der Lagerabstand kleiner als die Rotorlänge, so daß das dynamische Verhalten
dieses Rotors besonders günstig ist.
[0008] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sollen anhand von in den Figuren
1 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Zweiwellen-Vakuumpumpe nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Lagerflansch mit dem Synchronisationsgetriebe
und einer vorgelagerten Antriebs-Getriebestufe,
Figuren 3 bis 5 Schnitte durch den der Antriebsseite gegenüberliegenden Lagerflansch
mit unterschiedlichen Ausführungen für Rotorlagerungen und Dichtkonzepten, teilweise
mit Kühleinrichtungen,
Fig. 6 einen Schnitt durch den antreibsseitigen Lagerflansch mit Antriebs-Getriebestufe
und
Figuren 7 bis 9 weitere Ausführungen für antriebsseitige Lagerungen.
[0009] Die in Fig. 1 dargestellte Wälzkolben-Vakuumpumpe 1 umfaßt im wesentlichen die folgenden
Bauteile: Gehäuse 2, antriebsseitige Seitenplatte 3, der Antriebsseite gegenüberliegende
Seitenplatte 4 sowie die Rotoren 5 und 6, die im Schöpfraum 7 rotieren. Schnitte durch
die Rotoren 5 und 6 sind innerhalb des Schöpfraumes 7 dargestellt, und zwar senkrecht
zu ihrer Lage innerhalb der Wälzkolbenpumpe 1.
[0010] Um die Rotoren 5 und 6 auf der dem im einzelnen nicht dargestellten Antrieb abgewandten
Seite zu lagern, sind topfförmige Gestaltungen 8 vorgesehen, die bei dem in Fig. 1
dargestellten Ausführungsbeispiel von topfförmigen Bauteilen 11 und 12 gebildet werden.
Die Rotoren 5 und 6 weisen auf jeder Stirnseite jeweils einen zentralen Wellenstumpf
13 bis 16 auf. Mit jeweils einer ebenfalls zentralen, bodenseitigen Öffnung 17 und
18 umfassen die Bauteile 11 und 12 den zugehörigen Wellenstumpf 13 bzw.15. Außerdem
sind die Bauteile 11, 12 mittels Schrauben auf der jeweiligen Stirnseite des Rotors
5 bzw. 6 befestigt. Eine feste und zentrale Position der Bauteile 11 und 12 ist durch
diese Befestigungsart sichergestellt.
[0011] Innerhalb der topfförmigen Bauteile 11 und 12 befinden sich die Rotorlager 19, die
bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel aus Rillenkugellagern bestehen.
Diese Lager 19 stützen sich einerseits auf der Innenwand der topfförmigen Bauteile
11 und 12 ab. Zur Abstützung des feststehenden, inneren Lagerrings ist jeweils ein
in das topfförmige Bauteil 11 bzw. 12 von außen hineinragender Wellenstumpf 21 vorgesehen.
[0012] Die Seitenplatte 4 weist kreisförmige Durchbrechungen mit die topförmigen Bauteile
11 und 12 unmittelbar umgebenden Innenwandungen 22 auf. Zum dichten Verschluß dieser
Durchbrechungen sind die Deckel 24 vorgesehen, an denen die ruhenden Stümpfe 21 befestigt
sind. Deckel 24 und Stumpf 21 sind vorzugsweise einstückig ausgebildet.
[0013] Es ist bekannt, zur Abdichtung des Schöpfraumes 7 gegenüber den Lagerräumen die unterschiedlichsten
Dichtprinzipien zu verwenden. Bei den vorbekannten Zweiwellen-Vakuumpumpen ist es
erforderlich, Dichtung und Lagerung hintereinander anzuordnen. Bei einer Rotorlagerung
nach Fig. 1 ist das nicht mehr erforderlich. Auf der Außenseite der Bauteile 11 und
12 ist ausreichend Platz für die unterschiedlichsten Dichtkonzepte vorhanden. Im Zusammenhang
mit dem Bauteil 11 ist eine Sperrgasdichtung dargestellt. Dazu wird einem in der Innenwandung
22 der Seitenplatte 4 angeordneten Ringkanal 26 über den Kanal 27 Sperrgas (z.B. Inertgas)
zugeführt. Ein geringfügiger Gasstrim strömt ständig zum Schöfraum 7, so daß darin
befindliche, möglicherweise aggressive Gase nicht in den Lagerraum gelangen können.
Im Zusammenhand mit dem topfförmigen Bauteil 12 ist eine Kolbenring-Labyrinthdichtung
dargestellt. Die Außenseite des Bauteils 12 ist mit Nuten 28 ausgerüstet, in denen
Kolbenringe 29 angeordnet sind, die sich an der Innenwandung 22 der Seitenplatte
4 abstützen und so das Labyrinth bilden.
[0014] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind auf der Antriebsseite im Bereich der
Seitenplatte 3 die beiden Zahnräder 31 und 32 angeordnet, die für die synchrone Bewegung
der Rotoren 5 und 6 verantwortlich sind. Beim oberen Rotor 5 bildet das Zahnrad 31
die topfförmige Gestaltung 8, die die Lagerung 19 aufnimmt. Der gehäusfeste Stumpf
21 ist am Deckel 33 befestigt. Mit der rechten Stirnzeite des unteren Kolbens 6 ist
die Antriebswelle 34 verbunden. Der Antriebsmotor selbst ist nicht dargestellt. Das
rotorseitige Ende der Antriebswelle 34 ist in gleicher Weise wie die topfförmigen
Bauteile 11 und 12 sowie das Zahnrad 31 mit dem Rotor befestigt. Dadurch ergibt sich
der Vorteil der Verwendung identischer Rotoren. Auf der Antriebswelle 34 ist das Zahnrad
32 mittels eines an sich bekannten Spannelementes 35 befestigt, welches die Vornahme
der erforderlichen Spieleinstellung der Rotoren 5 und 6 erlaubt. Der Motorflansch
36 ist mit einem Flansch 37, in dem sich ein Lager 38 für die Antriebswelle 34 befindet,
auf dem Lagerflansch 3 befestigt. Diese Anordnung ermöglicht es in einfacher Weise,
unterschiedliche Antriebsvarianten (Spaltrohrmotoren, Einbaumotoren, Motoren mit unterschiedlichen
Drehzahlen) zu montieren. Es ist lediglich erforderlich, daß das mit dem Rotor 6
zu verbindende Ende der jeweiligen Antriebswelle gleichartige Befestigungsmittel aufweist.
Vorteilhafterweise handelt es sich bei dem Motorflansch 36 um ein günstig herstellbares
Drehteil.
[0015] Fig. 2 zeigt noch einmal ein Ausführungsbeispiel für die Antriebsseite einer erfindungsgemäßen
Zweiwellenpumpe mit einer vorgelagerten Getriebestufe 41. Die Antriebswelle 42 ist
mit dem ersten Getrieberad 43 gekoppelt. Zur Lagerung des Getriebezahnrades 43 und
der Antriebswelle 34 sind die Rillenkugellager 44 und 45 vorgesehen. Das Abtriebs-Zahnrad
46 ist mit dem Wellenstumpf 34 gekoppelt, der in der zu Fig. 1 beschriebenen Weise
mit dem Rotor 6 verbunden ist.
[0016] Fig. 2 zeigt außerdem weitere Varianten für Dichtungskonzepte, welche nicht - wie
dargestellt - auf die Verwendung bei den Synchronisationszahnrädern 31 und 32 beschränkt
sind. Das Zahnrad 31 weist im Bereich der Zugehö-rigen Rotorstirnseite eine radial
nach innen gerichtete Abstufung 48 auf, in die ein gehäusefestes Bauteil 49 hineinragt.
In der diesem gehäusefesten Teil 49 zugewandten Zahnradstirnseite ist eine Aussparung
51 vorgesehen, in der ein mit dem Zahnrad rotierender Dichtring 52 untergebracht
ist. Der Dichtring steht unter der Wirkung der Druckfeder 53 und wird daduch auf des
gehäusefeste Teile 49 gedrückt, so daß eine berührende Dichtung vorhanden ist.
[0017] Im Zusammenhang mit dem Zahnrad 32 ist eine berührungsfreie Labyrinthdichtung dargestellt.
Das gehäusefeste Teil 49 ist mit ringförmigen Vorsprüngen und Aussparungen 54 ausgerüstet,
denen korrespondierende Vorsprünge und Aussparungen 55 im Zahnrad 32 zugeordnet sind.
[0018] Fig. 3 zeigt weitere Ausführungen für Rotorlagerungen nach der Erfindung auf der
dem Antrieb abgewandten Seite. Die topfförmigen Gestaltungen 8 sind jeweils in die
Stirnseiten der Rotoren eingelassen. Eine im wesentlichen scheibenförmig gestaltete
Seinplatte 4 reicht dadurch aus. Die Lagerungen 19 sind als Kegelrollenlager ausgebildet.
[0019] Ein fettgheschmierte Version dieser Rotorlagerung ist im oberen Teril der Fig. 3
dargestellt. Der Deckel 61 trägt den Wellenstumpf 21, auf den sich der ruhende Lagerring
abstützt. Zum Abschluß des Lagerraumes ist ein Profilring 62 vorgesehen, der mit einem
abgestuften Abschnitt 63 des Stumpfes 21 sowie mit dem Deckel 61 eine Spaltdichtung
(z. B.Labyrinthdichtung) bildet und selbst am Drehkolben 5 befestigt ist.
[0020] Der untere Teil der Fig. 3 zeigt eine für eine Ölschmierung geeignete Version. Der
Derckel 61 trägt wieder den runden Stumpf 21, auf den sich der innere Lagerring des
Kegelrollenlagers 19 abstützt. Der Stumpf 21 ist ebenfalls mit einer Abstufung 63
ausgerüstet, der ein Profilring 64 zugeordnet ist. Zwischen dem Profilring 64 und
der Abstufung 63 befindet sich ein Radialwellendichtring 65, dessen Dichtlippe der
Abstufung 63 zugewandt ist. Dadurch ergeben sich die folgenden Vorteile: Bei stillstehendem
Rotor liegt die Dichtlippe der Abstufung 63 an und bildet damit eine berührende Dichtung,
die verhindert, daß das im Lagerraum befindliche Öl austritt. Bei rotierendem Kolben
sammelt sich das Öl infolge der Fliehkraft im radial außen liegenden Teil innerhalb
der topfförmigen Gestaltung 8, so daß der radial zur Wellenachsenmitte gerichtete
Profilring 64 mit seinem kleinsten Innendurchmesser und seiner öldichten Befestigung
am Drehkolben einen Ölaustritt verhindert. Die Fliehkraft hat außerdem die Wirkung,
daß die Dichtlippe des mitrotierenden Dichtringes von der Abstufung 63 abhebt und
damit zu einer berührungsfreien Dichtung wird./ Seine Standzeit wird dadurch wesentlich
verlängert. Zusätzlich dann der Profilring 64 mit dem Deckel 61 eine Spaltdichtung
bilden. Zwischen Lager 8 und Wellendichtring 65 ist ein weiterer Ring 66 vorgesehen,
der sich mit seiner Innenseite auf dem feststehenden Stumpf 21 abstützt. Sein Außenrand
reicht bis in den radial außen liegenden Bereich der topfförmigen Gestaltung und taucht
bei rotierendem Kolben 6 in das sich in diesem Bereich sammelnde Schmieröl. Das Ö1
und der Ring 60 bilden damit eine dynamische Dichtung, mit der ein Schutz des Lagerraumes
vor Gasen aus dem Schöpfraum ermöglicht werden kann.
[0021] Bei der im unteren Teil der Fig. 3 abgebildeten Ausführungsform ist außerdem eine
Lager- bzw. Rotorkühlung vorgesehen. Diese umfaßt den feststehenden Kühlring 71, der
mit dem Stumpf 21 verbunden und durch diesen über den Kanal 72 gespeist wird. Die
im Rotor 6 vorgesehene Vertiefung 73 für die Aufnahme der Lagerung 19 ist entsprechend
tiefer ausgebildet, damit der Kühlring 71 im Bodenbereich der Vertiefung 73 Platz
findet. Der Kühlring 71 liegt möglichst weit radial außen, damit das sich bei drehendem
Rotor in diesem Bereich sammelnde Schmieröl eine Wärmebrücke zwischen dem Kühlring
71 und dem Rotor 6 bilden kann. Gestrichelt dargestellt ist eine zusätzlich Vertiefung
74, die erforderlich ist, wenn an Stelle eines einzelnen Kühlrings 71 eine Kühlschlange
75 untergebracht werden soll.
[0022] Fig. 4 zeigt Rotorlagerungen in topfförmigen Gestaltungen 8, welche in die Stirnseiten
der Rotoren 5, 6 eingelassen sind. An stelle eines Kegelrollenlagers sind zwei Rillenkugellager
19 vorgesehen. Der obere Teile der Fig. 4 zeigt wieder eine fettgeshmierte Version
mit einer dem Lagerraum begrenzenden Spaltdichtung, gebildet vom Profilring 62 und
von der Abstufung 63 am Stumpf 21. Der untere Teil der Fig. 4 zeigt eine ölgeschmierte
Version mit einer Abdichtung des Lagerraumes durch den Wellendichtring 65. Vorghesehen
ist ebenfalls eine Kühlung, bestehend aus dem Kühlring 71 im Raum 73, gespeist durch
den Kanal 72, welcher den Deckel 61 und den Stumpf 21 durchsetzt.
[0023] Fig. 5 zeigt Rotorlagerungen, bei denen den Rotoren 5 und 6 jeweils Bauteile 11 beziehungsweise
12 mit topfförmigen Gestaltungen 8 vorgelagert sind. Die Bauteile 11 und 12 sind weiterhin
als Zahnräder mit identischem Durchmesser ausgebildet und bilden das Synchronisationsgetriebe
für die Kolben 5 und 6.
[0024] Im oberen Teile der Fig. 5 ist wieder eine vorzugsweise fettgeschmierte Version dargestellt.
Der Lagerraum ist durch den Profilring 62 abgeschlossen, der mit der Abstufung 63
am Stumpf 21 eine Spaltdichtung bildet. Zusätzlich ist im Lagerraum, und zwar zwischen
dem Profilring 62 und dem Lager 19, ein Kühlring 81 vorgesehen, der in nicht nächer
dargestellter Weise durch den Stumpf 21 versorgt wird. Dieser Kühlring 81 bildet einen
zusätzlichen Schutz vor aus dem Lagerraum austretenden Schmiermittelndämpfen. Zusätzlich
zeigt der obere Teil der Fig. 5 eine vorteilhafte Möglichkeit, das dem Kolben 5 vorgelagerte
Bauteil 11, unabhängig davon, ob es gleichzeitig die Funktion eines Zahnrades hat
oder nicht, mit dem Rotor 5 zu verbinden. Im Rotor 5 ist eine mit einer Abstufung
ausgeräüstete Vertiefung 77 vorgesehen, deren unterer Abschnitt mit einem Gewinde
78 ausgerüstet ist. Am Bauteil 11 ist ein Stumpf 79 mit einer der Vertiefung 77 korrespondierenden
Gestaltung befestigt. Der Stumpf 79 übernimmt die Zentrierung zwischen Bauteil 11
und Rotor 5, das Gewinde 78 dient der Befestigung der beiden Teile 5 und 11 miteinander.
[0025] Der untere Teil der Fig. 5 zeigt eine vorzugsweise ölgeschmierte Version. An stelle
einer Spaltdichtung ist wieder ein Radialwellendichtring 65 - wie zu den Figuren 3
und 4 beshrieben - vorgesehen. Der möglichst weit radial außen liegende Kühlring 81
ist über einen geschlossenen Ringsteg 82 mit dem Stumpf 21 verbunden, so daß er -
wie Ring 68 in Fig. 3 - mit einem äußeren Ölring eine dynamische Dichtung bildet.
Weiterhin wird eine wirksame Kühlung des Öles erreicht. Im Rotor 6 ist wieder eine
Bohrung 77 vorgesehen, in der ein am Bauteil 12 befestigter Stumpf 79 zentrierend
über die Verschraubung 80 befestigt ist. Der Stumpf 79 kann zur Zentrierung sowohl
zylindrisch als auch konisch ausgeführt sein.
[0026] Mit den in den Figuren 3 bis 5 dargestellten Ausführungen ist nicht nur der Vorteil
der Verwendung identischer Rotoren verbunden; darüber hinaus können die Roteren aus
ablängbaren Strangpreßprofilen gefertigt werden, da Wellenstümpfe nicht mehr erforderlich
sind.
[0027] Fig. 6 zeigt nochmals einen Schnitt durch die antriebsseitige Seitenplatte 3, die
mit einer Antriebs-Getriebsstufe, gebildet von den Zahnrädern 83 und 84, ausgerüstet
ist. Eine in dieser Weise gestaltete Antriebsseite ist kombinierbar mit einem Synchronisationsgetriebe,
das auf der dem Antrieb gegenüberliegenden Seite angeordnet ist (vergleiche z. B.
Fig. 5). Zur Abstützung der Welle 34 dient das Lager 38 im Motorflansch 37. Der Fuß
der Welle 34 ist über das Spannelement 35 mit dem Zahnrad 83 verbunden. Die Lagerung
19 des Rotors 6 liegt in der topfförmigen Gestaltung 8, die in die Stirnseite des
Rotors 6 eingelassen ist. Der feststehende Ring des Lagers 19 stützt sich auf dem
Stumpf 21 ab, der in die topfförmige Gestaltung 8 hineinragt. Der Halterung und Befestigung
des Stumpfes 21 dient ein Platte 87, die sich zwischen dem Kolben 6 und dem Zahnrad
83 befindet und mit der Seitenscheibe 3 verschraubt ist.
[0028] Bei der in Fig. 7 dargestellten antriebsseitigen Lagerung sind ein Abtriebsrad 91
eines dem Antrieb dienenden Getriebes 91, 92 und das zugehörige Synchronisationszahnrad
31 gleichachsig auf dem Rotor 5 befestigt. In dem äußeren Abtriebsrad 91 ist die topfförmige
Gestaltung 8 vorgesehen, innerhalb der die Lagerung 19 in der bereits beschriebenen
Weise untergebracht ist. Das Antriebszahnrad 92 wird zweckmäßigerweise (nicht dargestellt)
auf der Antriebswelle des Elektromotors gelagert, während für die Lagerung des Rotors
6 eine topfförmige Gestaltung 8 im zweiten Synchronisationszahnrad 32 vorgesehen werden
kann (vergleiche Fig. 1, Zahnrad 31). Auf diese Weise sind alle vier Rotorlager in
der erfindungsgemäßen Weise ausgebildet.
[0029] Fig. 8 zeigt eine antriebsseitige Lagerung des Rotors 6 mit Hilfe einer topfförmigen
Gestaltung 8 im Synchronisations- oder Getriebezahnrad 32, 91, bei welcher gleichzeitig
die Antriebswelle 34 mit dem Rotor 6 gekoppelt ist. Dazu sind Deckel 24 und Stumpf
21 mit einer zentralen Bohrung 93 sowie das Zahnrad mit einer zentralen Bohrung 94
ausgerüstet, durch die sich die Antriebswelle 34 erstreckt. Diese ist mit ihrem freien
Ende in das Zahnrad 32 eingesetzt und darüber fest mit dem Rotor 6 verbunden. Auch
bei einer Lösung dieser Art können alle vier Rotorlagerungen in der erfindungsgemäßen
Weise mit den beschriebenen Vorteilen ausgeführt sein.
[0030] Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform einer antriebsseitigen Lagerung, bei der das Rotorlager
des getriebenen Kolbens und das pumpenseitige Antriebswellenlager identisch sind.
Die Antriebswelle 34 ist in das fest mit dem Rotor 6 verbundene Synchronisationszahnrad
32 eingesetzt und stützt sich im Motorflansch 37 über das Lager 38 ab. Dieses Lager
38 bildet gleichzeitig die Rotorlagerung. Bei dieser Ausführungsform kann die Schnittstelle
für den Anschluß verschiedener Motoren hinter das bereits synchronisierte Antriebszahnrad
gelegt werden. Die Synchronisation wird nicht gestört. Überbestimmungen (2 Motorlager,
1 antriebsseitiges Rotorlager) entfallen.
[0031] Grundsätzlich hat eine Zweiwellen-Vakuumpumpe nach der Erfindung einen wesentlich
einfacheren Aufbau als vorbekannte Pumpen dieser Art. Bisher erforderliche Gußteile
können durch Drehteile ersetzt werden. Die Ansahl der Dichtnuten, die in Gußteilen
vorhanden sein müssen, ist wesentlich reduziert, so daß sich erhebliche Fertigungsvorteile
ergeben. Die Seitenplatte 4 und das Gehäuse 2 können einstückig ausgebildet sein,
so daß die Anzahl der zu fertigenden Teile und der abzudichtenden Bereiche weiterhin
reduziert ist. Mit der erzielten Kompaktheit und dem reduzierten Gewicht ist schließlich
eine nicht unerhebliche Preisreduzierung verbunden.
[0032] Infolge der bei einigen Ausführungsbeispielen dargestellten Kühleinrichtungen wird
die thermische Betriebssicherheit erhöht. Die Temperatur der sich im Vakuum berührungsfrei
drehenden Rotoren nimmt nicht so stark zu wie die bei Zweiwellen-Vakuumpumpen herkömmlicher
Bauart, so daß ein berührender Kontakt der Rotoren mit dem umliegenden Gehäuse, das
seine Wärme deutlich besser als die Drehkolben abgeben kann, reduziert ist. In besonderen
Fällen kann es zweckmäßig sein, die zu schnelleWärmeabgabe des Gehäuses durch eine
Kapselung, wie sie in Fig. 1 dargestellt und mit 90 bezeichnet ist, vorzusehen. Eine
gleichmäßige Dehnung der Rotoren und des Gehäuses wird dadurch erreicht, das heißt,
eine zu stark Temperaturdifferenz und daraus resultierende thermische Ausdehnungsunterschiede
zwischen Drehkolben und Gehäuse, hervorgerufen durch unterschiedliche Wärmeabgaben,
wird so vermieden. Infolge der im Lagerbereich befindlichen Kühleinrichtungen wird
verhindert, daß Temperaturdifferenzen über den Lagern und die absoluten Lagertemperaturen
zu groß werden.
1. Zweiwellenpumpe mit einem Schöpfraum (7) mit einem im Schöpfraum befindlichen Rotorpaar
(5, 6), mit Seitenflanschen (3, 4) zur stirnseitigen Abstützung der Rotoren mittels
Wälz- oder ähnlichen Lagern (19) und mit einem Antrieb, der an einer der Rotorstirnseiten
angreift, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest im Bereich der Rotorstirnseiten, die auf der dem Antrieb abgewandten
Seite der Pumpe liegen, im wesentlichen topfförmige Gestaltungen (8) vorgesehen sind
und daß sich die den Rotorstirnseiten zugeordneten Wälzlager (19) jeweils auf der
Innenwandung der topfförmigen Gestaltung und auf einem in den Topf hineinragenden,
ruhenden Stumpf (21) abstützen.
2. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Vakuumpumpe ist.
3. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die topfförmige Gestaltung (8) der jeweiligen Rotorstirnseite vorglagert ist.
4. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwandung der topfförmigen Gestaltung (8) und die Innenwandung (22) eines
ringförmigen, den Topf umgebenden Gehäuseteils eine Dichtung bilden.
5. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung als Labyrinthdichtung (28, 29) ausgebildet ist.
6. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung als berührende Dichtung (49, 52) ausgebildet ist.
7. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Topf (8) auf seiner Außenseite eine Abstufung (48) aufweist und daß eine
Axialdichtung (49, 52) vorgesehen ist.
8. Zweiwellenpumpe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die Lager (19) aufnehmenden, topfförmig gestalteten Abschnitte separate
Bauteile (11, 12) sind, die auf den Stirnseiten der Rotoren (5, 6) befestigt sind.
9. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die topfförmigen Bauteile (11, 12) mit einem Wellenstumpf (79) in eine Führungsbohrung
(77) im Rotor hineinragen und mit dem Rotor verschraubt sind.
10. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die topfförmigen Bauteile (11, 12) einen Gewindestumpf (77) aufweisen, der
in eine Gewindebohrung (78) im Rotor eingeschraubt ist.
11. Zweiwellenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das topfförmige Bauteil (11, 12) von einem Synchronisations- oder Getriebezahnrad
(31, 32, 84, 91) gebildet wird.
12. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Synchronisationsrad (32) und ein Getriebezahnrad (91) gleichachsig auf
dem Rotor (6) befestigt sind und daß sich die topfförmige Gestaltung (8) im äußeren
Getriebezahnrad befindet.
13. Zweiwellenpumpe nach einem Ansprüch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß neben den beiden Rotorstirnseiten auf der dem Antrieb abgewandten Seite auch
die dritte, der angetriebenen Rotorstirnseite benachbarte Rotorstirnzeite eine topfförmige
Gestaltung (8) aufweist.
14. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 1, 2 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die topfförmigen Gestaltungen (8) im Bereich der dem Antrieb abgewandten Rotorstirnseiten
jeweils in die Rotorne eingelassen sind.
15. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß als Lager (19) ein Kegelrollenlager oder zwei Rillenkugellager vorgesehen sind.
16. Zweilwellenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager (19) fettgeschmiert sind.
17. Zweiwellenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager (19) ölgeschmiert sind und daß zur Abdichtung des Topf-Innenraumes
ein Radialwellendichtring (65) vorgesehen ist.
18. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtlippe des Dichtringes (65) dem in den Topf hineinragenden Stumpf (21)
zugeordnet ist.
19. Zweilwellenpumpe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke der Dichtlippenanpressung derart gewählt ist, daß sie bei Drehung
des Rotors abhebt.
20. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß ein gehäusefester, am Stumpf (21) befestigter Ring (66) mit dem Ölvorrat bei
Drehung des Rotors eine dynamische Dichtung bildet.
21. Zweiwellenpumpe nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Rotorstirnseiten ein Getriebezahnrad (83) vorgelagert ist und daß
sich zwischen dem Getriebezahnrad und dem Rotor eine gehäusefeste Platte (87) befindet,
die den in die topfförmige Gestaltung hineinragenden Stumpf (21) trägt.
22. Zweiwellenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein ein separates Bauteil bilender Wellenabschnitt zur Kupplung mit dem Antriebsmotor
vorgesehen ist und daß dieser Wellenabschnitt in der gleichen Weise wie die topfförmigen
Bauteile mit dem Rotor verbunden ist.
23. Zweiwellenpumpe nach einem der Ansprüch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der Antriebswelle (34) verbundenen Stirnseite des Rotors ein Getriebe-
oder Synchronisationszahnrad (32, 91) vorgelagert ist, daß die topfförmige Gestaltung
(8) sich im Zahnrad befindet und daß im Zahnrad, im Deckel (24) sowie im Stumpf (21)
je eine zentrale Bohrung (93, 94) für den Durchtritt der Welle 34 vorgesehen sind.
24. Zweiwellenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung (38) auf der mit der Antriebswelle (34) verbundenen Rotorstirnseite
gleichzeitig die rotorseitige Antriebswellenlagerung bildet.
25. Zweiwellenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der topfförmigen Gestaltungen (8) Mittel zur Kühlung (71, 72, 81)
des Lagers (19) und/oder der Rotoren (5, 6) vorgesehen sind.
26. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch den gehäusefesten Stumpf (21) gespeister Kühlring (71, 81) vorgesehen
ist.
27. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlring (81) im Bereich der Topf-Öffnung angeordnet ist.
28. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlring (81) zwischen dem Lager (19) und einem Dichtung (62) angeordnet
ist, sich über einen ringförmigen Steg (82) auf dem gehäusefesten Stumpf (21) abstützt
und daß der Steg und der Kühlring die topfförmige Gestaltung (8) nahezu verschließen.
29. Zweiwellenpumpe nach den Ansprüchen 14 und 25, dadurch gekennzeichnet, daß in der die Rotorstirnseite(n) eingelassenen topfförmigen Gestaltung neben dem
oder den Lager(n) (19) ein Kühlring (71) oder eine Kühlschlange (75) angeordnet sind.
30. Zweiwellenpumpe nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlring (71) oder die Kühlschlange (75) sich im Bereich des Topfbodens
befinden.
31. Zweiwellenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (2) und der der Antriebsseite abgewandte Lagerflansch (4) einstückig
ausgebildet sind.
32. Zweiwellenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (2) in seinem peripheren Bereich von einer die Wärmeabgabe reduzierenden
Kapselung (90) umgeben ist.