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(11) |
EP 0 290 788 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.1992 Patentblatt 1992/43 |
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Anmeldetag: 08.04.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D03D 47/38 |
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Vorrichtung an Webmaschinen zum wahlweisen Bewegen von Vorlagefingern
Device for the selective movement of the feed-fingers in looms
Dispositif pour le mouvement sélectif des doigts d'alimentation dans les métiers à
tisser
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR IT LI |
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Priorität: |
14.05.1987 DE 3716124
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.11.1988 Patentblatt 1988/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Picanol N.V. |
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8900 Ieper (BE) |
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Erfinder: |
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- Pannekoucke, Johan
B-8900 Ieper (BE)
- Shaw, Henry
B-8982 Woesten-Vleteren (BE)
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| (74) |
Vertreter: Dauster, Hanjörg, Dipl.-Ing. |
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WILHELM & DAUSTER
Patentanwälte
Hospitalstrasse 8 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 009 840 DE-A- 3 231 094
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EP-A- 0 131 481 US-A- 4 537 228
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Webmaschinen zum wahlweisen Bewegen von
schwenkbaren Vorlagefingern zwischen einer Ruheposition und einer Betriebsposition
mit einer synchron mit der Webmaschine laufenden Welle, die mit einem Steuernocken
versehen ist, dessen Bewegung auf jeweils einen Vorlagefinger mit Übertragungsmitteln
übertragbar ist,die das Auswählen eines Vorlagefingers steuernde Elektromagneten enthalten.
[0002] Bei einer bekannten Bauart (EP-B1-9840) ist ein zweiarmiger Hebel vorgesehen, der
mit seiner Mitte an der Steuerscheibe der Welle gehalten ist. Eines der Enden dieses
Hebels ist über ein Übertragungsgestänge mit einem Vorlagefinger verbunden. Das Übertragungsgestänge
enthält einen Federmechanismus, der den Vorlagefinger und damit auch den Anlenkpunkt
an dem zweiarmigen Hebel in der Ruhestellung hält. Dem anderen Ende des Doppelarmhebels,
der mit einer relativ weichen Feder in Kontakt mit dem Steuernocken gehalten ist,
liegt eine Magnetarretierung gegenüber, die durch einen Steuermagneten zwischen einer
Ruheposition und einer Arretierposition verstellbar ist. Wird der Steuermagnet erregt,
so wird das sonst frei bewegliche Ende des doppelarmigen Hebels festgehalten, so daß
dann das andere Ende des Hebels mit dem zum Vorlagefinger führenden Übertragungsmechanismus
bewegt wird, d.h. die Vorlagebewegung des Vorlagefingers ausgeführt wird.
[0003] Um die möglichen Geschwindigkeiten zu erhöhen und nicht von den Schaltgeschwindigkeiten
der Elektromagneten abhängig zu sein, ist es auch bekannt (US-A-45 37 228), für den
doppelarmigen Hebel einen Arretierhebel vorzusehen, der durch einen zweiten Nocken
zwischen einer Ruhestellung und einer Arretierstellung verschwenkbar ist. Bei dieser
Bauart sind ebenfalls Elektromagneten vorgesehen, die allerdings nur bewirken, daß
dann, wenn sie angesteuert werden, der von dem zweiten Steuernocken bewegte Arretierhebel
in der Arretierstellung gehalten wird.
[0004] Bei einer weiteren bekannten Vorrichtung (EP-B1-131 481) ist jedem Vorlagefinger
eine Kippvorrichtung zugeordnet, die mit dem Vorlagefinger verbunden ist und die von
den Übertragungsmitteln jeweils in der Form eines Zwangsantriebes in die Betriebsposition
oder Ruheposition gebracht wird. Die Übertragungsmittel enthalten eine gegen die Kippvorrichtung
anlaufende Stange, deren Vorschubrichtung mittels eines Elektromagneten gesteuert
werden kann.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß sie auch bei sehr hohen Arbeitsgeschwindigkeiten ein zeitlich
exakt abgestimmtes Vorbringen und Zurückbewegen der einzelnen Vorlagefinger erlaubt.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß jedem Vorlagefinger ein ihn nach Überschreiten
eines Totpunktes in die Ruheposition oder Betriebsposition umschnappender Schnappantrieb
zugeordnet ist, und daß jeder Vorlagefinger mittels der Elektromagneten mit den Übertragungsmitteln
in der Ruheposition oder in der Betriebsposition kuppelbar und von diesen aus der
jeweiligen Position über den Totpunkt des Schnappantriebes hinaus mitnehmbar ist.
[0007] Die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung ermöglicht hohe Arbeitsgeschwindigkeiten,
die nicht von den Schalt- und Ansprechzeiten der Elektromagnete beeinträchtigt wird.
Auch bei sehr schnellen Bewegungen stehen für das Ein- und Ausfahren der Magnetanker
der Elektromagneten noch relativ große Zeiträume zur Verfügung.
[0008] In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß der Schnappantrieb
jedes Vorlagefingers eine mit dem Vorlagefinger fest verbundene, auf einer Drehachse
gelagerte Scheibe enthält, die zwischen zwei Anschlägen hin und her verdrehbar ist
und an die ein an einem ortsfesten Haltepunkt gehaltenes Federelement derart angelenkt
ist, daß der Anlenkpunkt des Federelementes an der Scheibe in der Ruheposition und
in der Betriebsposition jeweils auf gegenüberliegenden Seiten der Verbindungslinie
zwischen dem ortsfesten Haltepunkt des Federelementes und der Drehachse der Scheibe
liegt. Dadurch wird ein einfacher und dennoch wirksamer Schnappmechanismus geschaffen,
der ebenfalls sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeiten erlaubt.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß die Elektromagneten
derart innerhalb der Übertragungsmittel angeordnet sind, daß durch sie eine formschlüssige
Verbindung zwischen zwei hintereinanderfolgenden Übertragungsmitteln herstellbar ist.
Durch diese in beiden Richtungen formschlüssige Verbindung werden Verzögerungen durch
elastische Verformungen o.dgl. vermieden.
[0010] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Elektromagnete
auf Schwenkhebel angeordnet sind, die in Umfangsrichtung der mit dem zugehörigen Vorlagefinger
verschwenkbaren Scheibe ebenfalls verschwenkbar sind, wobei den Magnetankern der Elektromagnete
Aussparungen der Scheibe zugeordnet sind, in die die Magnetanker einrastbar sind.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß die Betriebsposition
und die Ruheposition der Vorlagefinger derart durch die Anschläge begrenzt ist, daß
in beiden Positionen zwischen den Magnetankern des jeweils aktivierbaren Elektromagneten
und den Aussparungen in Umfangsrichtung ein Spiel vorhanden ist. Dadurch wird sichergestellt,
daß die Magnetanker der Elektromagnete praktisch kraftfrei in die entsprechenden Aussparungen
der Scheibe einrasten, so daß das Ein- und Ausrasten nicht durch Reibungskräfte verzögert
wird.
[0012] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform und den Unteransprüchen.
[0013] Die Zeichnung zeigt in einer schematisierten Seitenansicht eine erfindungsgemäße
Vorrichtung zum Bewegen von Vorlagefingern einer Webmaschine zwischen einer Betriebsposition
und einer Ruheposition.
[0014] Die dargestellte Vorrichtung dient zum wechselweisen Vorbringen von Schußfäden an
Webmaschinen. Sie enthält mehrere Vorlagefinger (23), von denen nur einer dargestellt
ist. Die Vorlagefinger (23) sind um eine stationäre Achse (11) verschwenkbar, d.h.
bei der dargestellten Ansicht liegen die Vorlagefinger (23) in der Zeichnungsebene
hintereinander.
[0015] Der Antrieb der Vorlagefinger (23) wird von einer Welle (21) abgeleitet, die mit
einer konstanten Geschwindigkeit angetrieben ist und die synchron mit der Webmaschine
läuft, und z.B. die Geschwindigkeit der Mittel zur Fachbildung hat. Beispielsweise
kann die Drehung der Welle (21) von der Hauptwelle direkt abgeleitet werden, von der
auch die Bewegung der Mittel zur Fachbildung abgeleitet ist.
[0016] Die Welle (21) ist mit einem Steuernocken (2) versehen, gegen den eine Schwinge (1)
angedrückt ist. Die Schwinge (1) ist um eine zur Welle (21) stationäre Achse (22)
verschwenkbar und mittels einer Druckfeder (24) an den Steuernocken (2) angedrückt.
Der Steuernocken (2) besitzt zwei konzentrische teilzylindrische Abschnitte (17, 18),
die in unterschiedlichem Radius zu der Welle (21) liegen. Zwischen den Abschnitten
(17,18) sind Übergangsabschnitte (30, 31) vorgesehen.
[0017] An die Schwinge (1) sind zwei Übertragungsstangen (3, 4) in einem Gelenk (25) angelenkt,
die etwa V-förmig auseinanderlaufen. An die beiden Enden der Übertragungsstangen (3,
4) schließen über Gelenke (26, 27) Schwenkhebel (5, 6) an, die um die Drehachse (11)
der Vorlagefinger (23) verschwenkbar sind. Die Schwenkhebel (5, 6) laufen wieder V-förmig
zusammen, so daß die Übertragungsstangen (3, 4) und die Schwenkhebel (5, 6) ein Viereck
bilden, wobei die Drehachse (11) und das Gelenk (25), das die Übertragungsstangen
(3, 4) mit der Schwinge (1) verbindet, in diagonal gegenüberliegenden Eckpunkten angeordnet
sind.
[0018] Die Schwenkhebel (5, 6) sind jeweils mit einem Elektromagneten (8, 9) versehen, die
wiederum jeweils einen Magnetanker aufweisen, der zum Beispiel radial zur Drehachse
(11) ausfahrbar ist. Die Vorlagefinger (23) sind jeweils mit einer Scheibe (7) drehfest
verbunden, die auf der Drehachse (11) gelagert ist. Die Scheibe (7) ist mit einem
Ansatz (29) versehen, der zwischen zwei ortsfeste Anschläge (12, 13) ragt, welche
die Betriebsposition und die Ruheposition der Vorlagefinger (23) damit festlegen.
[0019] Die Scheibe (7) ist mit radialen Aussparungen (19, 20) versehen, die den Magnetankern
der Elektromagnete (8, 9) zugeordnet sind.
[0020] An die Scheiben (7) greift jeweils ein Schnappantrieb (10) an, der so ausgelegt ist,
daß die Scheiben (7) und damit die Vorlagefinger (23) jeweils durch die Kraft eines
Federelementes (14) in der Ruheposition oder Betriebsposition gehalten sind, in welcher
ihr Ansatz (29) an einem der Anschläge (12,13) anliegt. Bei einer Bewegung von der
Ruheposition zur Betriebsposition oder umgekehrt durchläuft der Schnappantrieb (10)
eine Totpunktlage, nach der er dann die Scheibe (7) und damit auch den zugehörigen
Vorlagefinger in die jeweilig andere Richtung umschnappt. Der Schnappantrieb (10)
besteht aus einem teleskopartigen Federelement (14), das zwischen einem ortsfesten
Haltepunkt (16) und einem Anlenkpunkt (15) an der Scheibe (7) unter Vorspannung angeordnet
ist. Die Anordnung des Haltepunktes (16) und des Anlenkpunktes (15) erfolgt derart,
daß der Anlenkpunkt (15) in der Betriebsposition und in der Ruheposition der Vorlagefinger
(23) jeweils auf der anderen Seite von der Verbindungsgeraden zwischen der Drehachse
(11) und dem Haltepunkt (16) liegt.
[0021] Jeder Vorlagefinger (23) ist mit einer Scheibe (7) fest versehen. Jeder Scheibe (7)
sind zwei Elektromagneten (8, 9) zugeordnet. Bei einer praktischen Ausführung können
am Ende einer Drehachse (11), d.h. am Ende einer Reihe von Vorlagefingern, jeweils
Schwenkhebel (5, 6) angeordnet werden, die durch Querführungen miteinander verbunden
sind, auf denen dann die Elektromagnete (8, 9) angeordnet sind, die den einzelnen
Vorlagefingern (23) zugeordnet sind.
[0022] Wie bereits erwähnt wurde, läuft die Welle (21) mit dem Steuernocken (2) konstant
um. Die Auswahl des Vorlagefingers (23), der in die Betriebsposition oder in die Ruheposition
gebracht werden soll, erfolgt über eine Programmsteuerung, durch die die Elektromagneten
(8, 9) der einzelnen Vorlagefinger (23) gesteuert werden. Bei der gezeigten Position
befindet sich der Vorlagefinger (23) beispielsweise in seiner Betriebsposition. Um
ihn in die gestrichelte Ruheposition zurückzubewegen,muß die Scheibe (7) gegen den
Uhrzeigersinn verdreht werden. Dieses Verdrehen wird durch den Elektromagneten (8)
gesteuert,dessen Magnetanker der Aussparung (19) der Scheibe (7) in dieser Position
gegenüberliegt. Das Ansteuern des Elektromagneten (8) erfolgt zweckmäßigerweise dann,
so lange die Schwinge (1) sich noch in dem Bereich des Nockenabschnittes (17) befindet,
so daß ein relativ langer Zeitraum für das Ausfahren des Magnetankers des Elektromagneten
(8) zur Verfügung steht. Wenn dann der Nokkenabschnitt (30) gegen die Schwinge (1)
anläuft, wird diese verschwenkt, wobei diese Verschwenkbewegung über die Übertragungsstangen
(3, 4) auf die Schwenkhebel (5,6) übertragen wird. Der mit der Scheibe (7) eingekuppelte
Elektromagnet (8) nimmt die Scheibe (7) mit und verschwenkt diese gegen den Uhrzeigersinn.
Die Aussparung (19) ist in Umfangsrichtung so breit gehalten, daß der Magnetanker
des Elektromagneten (8) berührungslos in die Aussparung (19) einfahren kann. Beim
Verschwenken des Schwenkhebels (5) mit dem Elektromagneten (8) legt sich dessen Magnetanker
an eine Seitenwandung der Aussparung (19) an und nimmt die Scheibe (7) mit. Sobald
der Schnappantrieb (10) seinen Totpunkt durchlaufen hat, schnappt er um, wodurch die
Scheibe (7) gegen den Uhrzeigersinn weiterbewegt wird. In der Endstellung der Scheibe
(7) liegt der Ansatz (29) an dem Anschlag (13) an. Diese Endstellung wird erreicht,
wenn die Schwinge (1) gegen den Nockenabschnitt (18) mit dem größeren Radius anläuft.
Die Aussparung (19) ist so breit gehalten, daß sie auch in dieser Stellung von dem
Magnetanker des Elektromagneten (8) frei ist,so daß dieser ohne Überwindung von Reibungskräften
zurückgezogen werden kann. Hierfür steht die gesamte Zeit zur Verfügung, über welche
sich die Schwinge (1) in Anlage an dem Nockenabschnitt (18) befindet. Wenn der Magnetanker
des Elektromagneten (8) zurückgezogen wird und zurückgezogen gehalten wird, während
die Schwinge (1) an dem Nockenabschnitt (18) anliegt,bleibt die Scheibe (7) und damit
der Vorlagefinger (23) in der gestrichelt dargestellten Ruheposition.
[0023] Um den Vorlagefinger (23) wieder vorzubringen gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten,
d.h. das Vorbringen des Vorlagefingers (23) ist zu zwei verschiedenen Stellungen der
Nockenscheibe (2) möglich. Sobald die Nockenscheibe (2) wieder mit dem Nockenabschnitt
(18) an die Schwinge (1) anläuft, kann der Elektromagnet (8) wieder erregt werden,
so daß sein Magnetanker in die Aussparung (19) wieder einrastet. Die Scheibe (7) wird
dann anschließend im Uhrzeigersinn wieder zurückbewegt, wobei sich der umgekehrte
Bewegungsablauf ergibt, so daß der Schnappantrieb (10) nach Überschreiten des Totpunktes
den Weitertransport der Scheibe (7) übernimmt, bis deren Ansatz (29) an den Anschlag
(12) anläuft. In der gestrichelt dargestellten Ruheposition des Vorlagefingers (23)
liegt darüber hinaus die Aussparung (20) dem Magnetanker des Elektromagneten (9) gegenüber,
wenn die Schwinge (1) an dem Nockenabschnitt (17) anliegt. In dieser Zeit kann somit
der Elektromagnet (9) erregt werden, so daß dessen Magnetanker in die Aussparung (20)
eingreift und die beim Anlaufen gegen den Nockenabschnitt (30) der Schwinge gegebene
Bewegung auf die Scheibe (7) wieder in Richtung des Uhrzeigersinns übertragen wird.
[0024] Des weiteren ist es möglich, den Magnetanker des Elektromagneten (8) oder des Elektromagneten
(9) in der ausgefahrenen Stellung zu belassen, d.h. in dem Eingriff mit der Aussparung
(19) oder der Aussparung (20), so daß die Kupplung zwischen der Schwinge (1) und der
Scheibe (7) während des vollständigen Umlaufs der Welle (21) erhalten bleibt. Dies
bedeutet dann, daß der Vorlagefinger (23) bei einem Umlauf der Welle (21) vorgebracht
und wieder zurückgezogen wird.
1. Vorrichtung an einer Webmaschine zum wahlweisen Bewegen von schwenkbaren Vorlagefingern
(23) zwischen einer Ruheposition (bei 13) und einer Betriebsposition (bei 12) mit
einer synchron mit der Webmaschine laufenden Welle, die mit einem Steuernocken (2)
versehen ist,dessen Bewegung auf jeweils einen Vorlagefinger mit Übertragungsmitteln
(1, 3, 4, 5, 6, 7,) übertragbar ist, die das Auswählen eines Vorlagefingers steuernde
Elektromagneten (8, 9) enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Vorlagefinger
(23) ein ihn nach Überschreiten eines Totpunktes in die Ruheposition oder Betriebsposition
umschnappender Schnappantrieb (10) zugeordnet ist, und daß jeder Vorlagefinger (23)
mittels wenigstens einem Elektromagneten (8, 9) mit den Übertragungsmitteln (1, 3,
4, 5, 6, 7) in der Ruheposition (bei 13) oder in der Betriebsposition (bei 12) kuppelbar
und von diesen aus der jeweiligen Position über den Totpunkt des Schnappantriebes
(10) hinaus mitnehmbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schnappantrieb (10) jedes
Vorlagefingers (23) eine mit dem Vorlagefinger (23) fest verbundene, auf einer Drehachse
(11) gelagerte Scheibe (7) enthält, die zwischen zwei Anschlägen (12, 13) hin- und
herverdrehbar ist und an die ein an einem ortsfesten Haltepunkt (16) gehaltenes Federelement
(14) derart angelenkt ist, daß der Anlenkpunkt (15) des Federelementes (14) an der
Scheibe (7) in der Ruheposition und in der Betriebsposition jeweils auf gegenüberliegenden
Seiten der Verbindungslinie zwischen dem ortsfesten Haltepunkt (16) des Federelementes
(14) und der Drehachse (11) der Scheibe (7) liegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagnete
(8, 9) derart innerhalb der Übertragungsmittel (1, 3, 4, 5, 6, 7) angeordnet sind,
daß durch sie eine formschlüssige Verbindung zwischen zwei hintereinanderfolgenden
Übertragungsmitteln (5, 7; 6, 7) herstellbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuernocke
(2) zwei teilzylindrische, konzentrische Nockenabschnitte (17, 18) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagneten
(8, 9) auf Schwenkhebeln (5, 6) angeordnet sind, die in Umfangsrichtung der mit dem
zugehörigen Vorlagefinger (23) verschwenkbaren Scheibe ebenfalls verschwenkbar sind,
wobei den Magnetankern der Elektromagneten (8, 9) Aussparungen (19, 20) der Scheibe
(7) zugeordnet sind, in die die Magnetanker einrastbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebsposition und
die Ruheposition der Vorlagefinger (23) derart durch die Anschläge (12, 13) begrenzt
sind, daß in beiden Positionen zwischen den Magnetankern des jeweils aktivierbaren
Elektromagneten (8, 9) und den Aussparungen (19, 20) in Umfangsrichtung ein Spiel
vorhanden ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß gegen die
Steuernocke (2) eine um eine zur Welle (21) parallele Achse (22) verschwenkbare Schwinge
(1) federnd angedrückt ist, an die Übertragungsstangen (3, 4) anschließen, die an
um die Drehachse (11) der Scheiben (7) verschwenkbare Schwenkhebel (5, 6) angelenkt
sind, die die Elektromagneten (8, 9) mit den in die Aussparungen (19, 20) der Scheiben
(7) einrastbaren Magnetankern tragen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungsstangen (3,
4) und die Schwenkhebel (5, 6) - in Richtung der Drehachse (11) der Scheibe (7) und
der Welle (2) gesehen - ein Viereck bilden, dessen diagonal gegenüberliegende Eckpunkte
von dem Anlenkpunkt (25) der Übertragungsstangen (3, 4) an der Schwinge (1) und der
Drehachse (11) der Scheiben (7) gebildet sind.
1. Device at a loom for selectively moving swinging feed-fingers (23) between a rest
position (at 13) and an operative position (at 12) by means of a shaft revolving in
synchronism with the loom which shaft is provided with a control cam (2) whose movements
can be transmitted to one of the feed-fingers by means of transmission means (1, 3,
4, 5, 6, 7), the latter comprising electromagnets (8, 9) controlling the selection
of the respective feed-finger, characterized in that each feed-finger (23) has assigned
to it a snap-in actuator (10) for snapping the feed-finger into the rest position
or into the operative position, respectively, after a dead center has been passed,
and wherein each feed-finger (23) can be coupled with the transmission means (1, 3,
4, 5, 6, 7), by at least one electromagnet (8, 9), in the rest position (at 13) or
in the operative position (at 12), and can be entrained by them from the respective
position and beyond the dead center of the snap-in actuator (10).
2. Device according to claim 1, characterized in that the snap-in actuator (10) of each
feed-finger (23) comprises a disk (7) which is fixed to the feed-finger (23) and seated
on an axis of rotation (11) for rotating to and fro between two stops (12, 13), with
a spring element (14) fixed at a stationary mounting point (16) being articulated
on the disk (7) in such a way that the articulation (15) of the spring element (14)
on the disk (7) comes to lie on different sides of the interconnecting line between
the stationary mounting point (16) of the spring element (14) and the axis of rotation
(11) of the disk (7) in the rest position and in the operative position, respectively.
3. Device according to claim 1 or 2, characterized in that the electromagnets (8, 9)
are arranged in the transmission means (1, 3, 4, 5, 6, 7) in such a way that a form-locking
connection can be established by them between two successive transmission means (5,
7; 6, 7).
4. Device according to any of claims 1 to 3, characterized in that the control cam (2)
comprises two partially cylindrical, concentric cam sections (17, 18).
5. Device according to any of claims 1 to 4, characterized in that the electromagnets
(8, 9) are arranged on rocking levers (5, 6) which are arranged to likewise swing
in the circumferential direction of the disk swinging together with the associated
feed-finger (23), the armature of the electromagnets (8, 9) having assigned to them
recesses (19, 20) in the disk (7) for snapping engagement by the armatures.
6. Device according to claim 5, characterized in that the operative position and the
rest position of the feed-fingers (23) are defined by stops (12, 13) in such a way
that a circumferential play remains in both positions between the armatures of the
respective electromagnets (8, 9) that can be activated, and the recesses (19, 20).
7. Device according to any of claims 1 to 6, characterized in that a rocker (1) adapted
for rocking about an axis (22) extending in parallel to the shaft (21) is urged against
the control cam (2), the rocker (1) being followed by transmission rods (3, 4), on
which rocking levers (5, 6) are articulated, which latter are adapted to rock about
the axis of rotation of the disks (7) and which carry the electromagnets (8, 9) with
the armatures than can be brought into snapping engagement with the recesses (19,
20) of the disks (7).
8. Device according to claim 7, characterized in that the transmission rods (3, 4) and
the rocking levers (5, 6) - viewed in the direction of rotation of the disk (7) and
of the shaft (2) - form a rectangle whose diagonally opposite corner points are formed
by the point of articulation (25) of the transmission rods (3, 4) on the rocker (1)
and the axis of rotation (11) of the disk 7.
1. Dispositif, dans une machine à tisser, destiné au mouvement sélectif de doigts d'alimentation
pivotants (23) entre une position de repos (en 13) et une position de marche (en 12),
comportant un arbre qui tourne en synchronisation avec la machine à tisser, arbre
qui est pourvu d'une came radiale (2), dont le mouvement peut être transmis à chaque
doigt d'alimentation à l'aide d'organes de transmission (1, 3, 4, 5, 6, 7), qui contiennent
des électro-aimants (8, 9) commandant la sélection d'un doigt d'alimentation, caractérisé
en ce qu'à chaque doigt d'alimentation (23) est affecté un entraînement par encliquètement
(10) qui, après dépassement d'un point mort, les fait passer dans la position de repos
ou dans la position de marche, et que chaque doigt d'alimentation (23) peut,avec au
moins l'un des électroaimants (8, 9),être accouplé aux organes de transmission (1,
3, 4, 5, 6, 7), en position de repos (en 13) ou en position de marche (en 12) et,
grâce à eux, peut être entraîné à partir de la position considérée pour aller au-delà
du point mort de l'entraînement par encliquètement (10).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'entraînement par encliquètement
(10) de chaque doigt d'alimentation (23) contient un disque (7), lié à demeure au
doigt d'alimentation (23) et logé sur un axe de rotation (11), disque qui peut tourner
dans un sens et dans l'autre entre deux butées (12, 13), et auquel est articulé un
élément de ressort (14), maintenu contre un point d'appui fixe (16), de façon que
le point d'articulation (15) de l'élément de ressort (14) se trouve contre le disque
(7), tant dans la position de repos que dans la position de marche, sur les côtés
opposés de la ligne qui relie le point d'appui fixe (16) de l'élément de ressort (14)
et l'axe de rotation (11) du disque (7).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les électro-aimants
(8, 9) sont disposés à l'intérieur des organes de transmission (1, 3, 4, 5, 6, 7)
de façon qu'ils puissent réaliser une liaison avec correspondance de forme entre deux
organes de transmission successifs (5, 7 ; 6, 7).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la came radiale
(2) possède deux segments de came concentriques et partiellement cylindriques (17,
18).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les électro-aimants
(8, 9) sont disposés sur des leviers pivotants (5, 6), qui eux aussi peuvent pivoter
dans le sens périphérique du disque qui lui-même peut pivoter avec le doigt d'alimentation
correspondant (23), les armatures magnétiques des électro-aimants (8, 9) se voyant
affecter des évidements (19, 20) du disque (7), dans lesquels peuvent s'encliqueter
les armatures magnétiques.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que la position de marche et
la position de repos des doigts d'alimentation (23) sont limitées par les butées (12,
13), de façon que, dans les deux positions, il existe un jeu dans le sens périphérique
entre l'armature magnétique de l'électro-aimant (8, 9) activable dans chaque cas et
les évidements (19, 20).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une bielle oscillante
(1), qui peut pivoter autour d'un axe (22) parallèle à l'arbre (21), est appuyée d'une
manière élastique contre la came radiale (2), bielle pivotante (1) au niveau de laquelle
se terminent les barres de transmission (3, 4), qui sont articulées à des leviers
pivotants (5, 6), qui eux-mêmes peuvent pivoter autour de l'axe de rotation (11) des
disques (7), leviers pivotants qui portent les électro-aimants (8, 9) avec les armatures
magnétiques qui peuvent s'encliqueter dans les évidements (19, 20) aménagés dans les
disques (7).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les barres de transmission
(3, 4) et les leviers pivotants (5, 6) forment - quand on regarde dans la direction
de l'axe de rotation (11) du disque (7) et de l'arbre (2) - un quadrilatère dont les
sommets diagonalement opposés sont formés par le point d'articulation (25) des barres
de transmission (3, 4) à la bielle oscillante (1), et par l'axe de rotation (11) des
disques (7).
