(19)
(11) EP 0 290 827 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.11.1988  Patentblatt  1988/46

(21) Anmeldenummer: 88106310.1

(22) Anmeldetag:  20.04.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01R 23/70, H01R 9/09
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE ES FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 13.05.1987 DE 3715893
15.07.1987 DE 3723347

(71) Anmelder: HARTING ELEKTRONIK GmbH
D-32325 Espelkamp (DE)

(72) Erfinder:
  • Harting, Dietmar
    D-4992 Espelkamp (DE)
  • Nagel, Hans, Dipl.-Ing.
    D-4952 Porta Westfalica (DE)
  • Nowacki, Horst, Dipl.-Ing.
    D-4990 Lübbecke 1 (DE)
  • Nötzel, Siegfried
    D-4992 Espelkamp (DE)
  • Blomenkamp, Horst, Dipl.-Ing.
    D-4971 Hüllhorst (DE)
  • Schmidt, Martin, Dipl.-Ing.
    D-4990 Lübbecke (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Elektrischer Steckverbinder für gedruckte Schaltungsplatten


    (57) Zur Befestigung eines elektrischen Steckverbinders an gedruckten Schaltungsplatten (Leiterplatten) wird vorgeschlagen in seitliche Auflage- und Befestigungsflansche rohrförmige, getallische Zapfen aufweisende Befestigungsteile in Ausnehmungen in den Flanschen ein­zufügen.
    Die Zapfen tauchen beim Einsetzen des Steckverbinders in die Leiter­platte in entsprechend angeordnete und bemessene Bohrungen ein. Es ist vorgesehen, daß die Zapfen bereits eine klemmende Befestigung des Steckverbinders an der Leiterplatte bewirken und daß die endgül­tige Befestigung des Steckverbinders durch Lötung des Zapfens mit der Leiterplattenmetallisierung erfolgt. Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, daß die Zapfen einen ersten, rohrförmigen Bereich auf­weisen, an den Federzungen angeformt sind. Die Federzungen sind mit einer Kröpfung versehen, so daß Rastschultern ausgebildet werden, die beim Einfügen der Zapfen in eine Leiterplattenbohrung hinter der Leiterplatten-Unterseite verrasten. In weiterer Ausgestaltung der Befestigungs-Einrichtung wird vorgeschlagen, die Befestigungs­teile mit einer Kontaktlasche zu versehen, die mit einem ggfls. vorge­sehenen metallischen Gehäuse des Steckverbinders elektrisch leitend verbunden ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder für ge­druckte Schaltungsplatten mit einer Gehäuseanordnung, die in zur Schaltungsplatte paralleler Ausrichtung mehrere Kontaktelemente ent­hält, welche rückwärtig je eine abgebogene Anschlußfahne aufweisen, die mit Leiterbahnen der Schaltungsplatte verlötbar sind, und die mit rechtwinklig zur Ausrichtung der Kontaktelemente verlaufenden Zapfen versehen sit, die aus lötfähigem Material bestehen und in Bohrungen der Leiterplatte einfügbar sind.

    [0002] Beim Erstellen von Leiterplatten mit Steckverbindern werden in separaten Arbeitsgängen die Leiterplatten mit den Steckverbindern versehen und in einem Lötbad mit ggfls. anderweitigen auf der Leiter­platte vorgesehenen Bauelementen eingelötet. Dabei ist es erforder­lich, daß die Steckverbinder bereits beim Einsetzvorgang (erster Arbeitsgang) so fest mit der Leiterplatte verbunden werden, daß sie ihre Position auch bei nachfolgenden Arbeits- und Transportvorgängen beibehalten.

    [0003] Darüber hinaus ist es erforderlich, daß die Isolierkörper der Steck­verbinder so fest mit der Leiterplatte verbunden werden, daß bei gebrauchsmäßigen Steck- und Ziehvorgängen des Gegensteckers die auf­tretenden Kräfte nicht über die Kontaktanschlüsse sondern über seit­liche Auflage- und Befestigungsflansche auf die Leiterplatte über­tragen werden.

    [0004] Im allgemeinen erfolgt die Befestigung der Steckverbinder-Isolier­körper an der Leiterplatte über Schraub- oder Nietverbindungen im Bereich der Auflage- und Befestigungsflansche.

    [0005] Diese sichere und zuverlässige Art der Befestigung von Steckverbin­dern an Leiterplatten ist jedoch problematisch und es sind aufwen­dige Arbeitsgänge nötig , wenn das Einsetzen der Steckverbinder und deren Befestigung an der Leiterplatte in automatischen Fertigungs­ anlagen erfolgen soll.

    [0006] Aus dem DE-GM 84 36 267 ist eine weitere Befestigungsart für Steck­verbinder bzw. deren Isolierkörper an Leiterplatten bekannt geworden. Hier ist vorgesehen, daß in die seitlichen Flansche der Steckverbin­der / Isolierkörper metallische Zapfen eingefügt sind. Diese Zapfen werden bei der Montage des Steckverbinders mit der Leiterplatte in entsprechende Bohrungen der Leiterplatte eingedrückt und bewirken hier zunächst eine Befestigung des Steckverbinders an der Leiter­platte. In einem nachfolgenden Lötvorgang werden die Zapfen mit der Leiterplatte/der die Leiterplatten-Bohrung umgebenden Metallisierung verlötet.

    [0007] Bei der bekannten Ausführung der Steckverbinder-Befestigung an Lei­terplatten ist es jedoch erforderlich, daß die Zapfen- und Bohrungs­durchmesser genauestens aufeinander abgestimmt sind, damit die er­forderliche Klemmwirkung in der Bohrung erzielt wird. Auch ist der Abstand der Leiterplatten-Bohrungen zueinander und auch der Abstand der Befestigungs-Zapfen genau einzuhalten um ein paßgenaues Fügen der beiden Teile zu ermöglichen.

    [0008] Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, einen Steckver­binder in bezug auf seine Befestigung auf der gedruckten Schaltungs­platte derart zu verbessern, daß ein großer Toleranzbereich hin­sichtlich der Durchmesser der Befestigungsbohrungen in der Leiter­platte sowie der Abstände der Bohrungen ausgenutzt werden kann, wobei eine rüttel- und transportsichere Vormontage des Steckverbin­ders an der Leiterplatte sichergestellt sein soll, die problemlos/ ohne großen Aufwand in automatischen Fertigungs-/Bestückungsanlagen erfolgen kann, und wobei schließlich die gleiche Befestigungssicher­heit des Steckverbinders an der Leiterplatte wie bei herkömmlicher Schraub- oder Nietbefestigung erzielbar ist.

    [0009] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Gehäuseanordnung seitlich mit sich entgegengesetzt zur Ausrichtung der Kontaktelemente erstrek­kenden Auflage- und Befestigungsflanschen versehen ist, in denen sich parallel zur Auflagefläche erstreckende Ausnehmungen befinden, und daß jeder Zapfen von einem abgewinkelten und gerollten Ende eines aus federelastischem Blechmaterial bestehenden Befestigungsteil gebildet wird, das in die jeweilige Ausnehmung formschlüssig ein­ fügbar ist.

    [0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den An sprüchen 2 bis 14 angegeben.

    [0011] Eine weitere Aufgabe der Erfindung bestand darin, bei einem Steckver­binder, der mit einem metallischen Gehäuse- bzw. Abschirmteil versehen ist, neben der Befestigung des Steckverbinders an der Leiterplatte auch eine elektrisch leitende Verbindung zwischen dem metallischen Gehäuse und der Leiterplatte bzw. den Leiterbahen auf der Leiter­platte vorzusehen, ohne daß hierzu einer der vorhandenen Kontakt­stifte des Steckverbinders (Kontaktverlust) Verwendung findet. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Befestigungsteile mit einer an den Halterungsbereich anschließenden Kontaktlasche versehen sind, und daß die Befestigungsteile mittels dieser Kontaktlasche mit einem metallischen Gehäuseteil des Steckverbinders verbunden sind.

    [0012] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Anspruch 16 näher erläutert.

    [0013] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch den rohrförmigen, federnden Zapfen des Befestigungsteiles ein sehr großer Toleranzbereich der Bohrungsdurchmesser der Leiter­plattenbohrungen ausgenutzt werden kann, ohne daß die Befestigungs­sicherheit des vormontierten Steckverbinders beeinträchtigt wird bzw. daß übermäßig hohe Einpreßkräfte für das Einfügen der Befesti­gungszapfen in die Bohrungen erforderlich sind. Darüber hinaus werden auch große Toleranzen in bezug auf die Bohrungsabstände problemlos ausgeglichen, so daß insgesamt keine hohen Anforderungen and die Fertigungsgenauigkeit dieser Teile gestellt werden müssen.

    [0014] Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Einrichtung sind darin zu se­hen, daß eine Positionierung und Befestigung des Steckverbinders an der Leiterplatte in automatischen Fertigungsanlagen problemlos mög­lich ist, wobei alle Operationen von der Obserseite (Bauteilseite) der Leiterplatte her erfolgen, keine Verformungs-/Schraubarbeit durch unterseitige Werkzeuge o.ä. mötig ist sowie geringe Montage­kräfte erforderlich sind.

    [0015] Sind die rohrförmigen Zapfen der Befestigungsteile mit einer Rast­halterung (Rastschultern) versehen, besteht ein weiterer Vorteil darin, daß der Steckverbinder bereits durch einfaches Eindrücken der Zapfen in die Leiterplattenbohrungen rastend an der Leiterplatte ge­halten wird. Dabei bewirkt dann der zylindrische Halterungsbereich des Zapfens einen guten Halt in allen Belastungsrichtungen. Durch die Rasthalterung des Steckverbinders an der Leiterplatte wird eine sichere Befestigung bis zur endgültigen Lötbefestigung erzielt.

    [0016] Durch konisch aufeinander zu verlaufende Enden der Zungen wird ein einfaches Eindrücken der Zapfen auch bei ggfls. toleranzbedingten unterschiedlichen Bohrungsdurchmessern bzw. Bohrungsabständen ermög­licht. Wenn die Zapfen insgesamt länger als die übrigen Lötstifte des Steckverbinders ausgeführt sind, erfolgt hier eine Vorzentrierung des Steckverbinders beim Aufsetzen auf die Leiterplatte, so daß die Lötstifte genau zu den hierfür vorgesehenen Aufnahmebohrungen aus­gerichtet sind.

    [0017] Diese Maßnahme ist besonders vorteilhaft, wenn die Steckverbinder in automatischen Bestückungsstationen auf- bzw. eingesetzt werden.

    [0018] Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die erfindungsgemäße Ein­richtung sowohl bei Steckverbindern, die in herkömmlicher Art mit Einlötstiften bzw. Einpreßstiften versehen sind, als auch bei Steck­verbindern, die für die Oberflächenmontage (SMD) ausgebildet sind, Anwendung finden kann.

    [0019] Bei Steckverbindern, die mit einem metallischen Gehäuseteil ver­sehen sind und wobei dann das Befestigungsteil mit dem Gehäuse über eine Lasche verbunden ist, liegt der Vorteil darin, daß eine elek­trische Verbindung (Masse-Verbindung) von der Leiterplatte zum Gegenstecker bzw. dessen Leiterplatte erzielt wird, ohne daß ein Kontakt des Steckverbinders benutzt werden muß. Darüber hinaus ist es auf diese Art und Weise problemlos möglich, das Steckverbinder-­Gehäuse an Masse anzuschließen und eine Abschirmung der gesamten Steckverbinder-Anordnung zu erzielen.

    [0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung darge­stellt und wird im folgenden näher beschrieben.
    Es zeigen

    Fig. 1 die Ansicht eines Steckverbinders,

    Fig. 2 die Ansicht des Steckverbinders gem. Fig. 1 im Schnitt entlang der Linie 2-2 in vergrößerter Darstellung,

    Fig. 3 die Draufsicht auf die Ausnehmung im Steckverbinderflansch,

    Fig. 4 die Seitenansicht der Ausnehmung im Steckverbinderflansch,

    Fig. 5 die verschiedenen Ansichten eines Halterungsteiles,

    Fig. 6-8 die Ansichten von Halterungsteilen mit modifizierten Befestigungs-Zapfen im Schnitt,

    Fig. 9 die Ansicht eines Steckverbinders im Schnitt mit einem modifizierten Befestigungs-Zapfen in vergrößerter Dar­stellung, und

    Fig. 10 die verschiedenen Ansichtenn eines Halterungsteiles mit modifizierten Befestigungs-Zapfen.



    [0021] In der Fig. 1 ist ein Steckverbinder 1, der auf eine Leiterplatte 2 aufgesetzt ist, dargestellt. Der Steckverbinder besteht in wesent­lichen aus einem Isolierkörper 3, in dem die Kontaktelemente 4 ge­halten sind. Die Kontaktelemente sind mit Lötstiften 5 versehen, die in Bohrungen der Leiterplatte eingesetzt und hier mit den weiter­führenden Leiterbahnen 6 verlötet sind.

    [0022] Weiterhin ist der Steckverbinder mit einem metallischen Gehäuse 7 ver­sehen, in dem der Isolierkörper 3 befestigt ist. An dem Isolierkörper sind seitliche Auflage- und Befestigungsflansche 8 vorgesehen, deren Unterseite 9 plan auf der Oberfläche der Leiterplatte aufliegt.

    [0023] In die Flansche sind Ausnehmungen 10 eingeformt, in die Befestigungs­teile 11 formschlüssig eingeschoben sind. Die Befestigungsteile sind mit einem metallischen rohrförmigen Zapfen 12 versehen, der aus der Unterseite 9 der Flansche 8 herausragt und in eine Bohrung 13 in der Leiterplatte 2 eintaucht. Die Bohrung ist dabei auf der Leiterplatten­rückseite mit einer Metallisierung 14 umgeben, mit der der Zapfen verlötet ist. Selbstverständlich kann hier auch vorgesehen sein, daß Leiterplatten mit beidseitiger Metallisierung zur Anwendung gelangen, wobei dann die inneren Bohrungswandungen ebenfalls mit einer Metal­lisierung versehen sein können.

    [0024] In der Fig. 2 ist der Flanschbereich des auf eine Leiterplatte 2 auf­gesetzten Steckverbinders 1 im Schnitt dargestellt, während Fig. 3 und 4 die Ausbildung der Ausnehmung 10 im Flansch 8 des Steckver­binders zeigt.

    [0025] Wie bereits vorstehend erwähnt, ist das Befestigungsteil 11 in die Ausnehmung 10 eingeschoben und formschlüssig darin gehalten. Hierzu sind im Flansch schlitzförmige Führungen 15 (Nuten) vorgesehen, die sich in den Seitenwänden der Ausnehmung 10 befinden und parallel zur Flansch-Unterseite 9, von dieser beabstandet, erstrecken. Damit das Befestigungsteil eingeschoben werden kann, ist die Aus­nehmung seitlich offen ausgebildet, während der Endbereich 16 ge­schlossen und entsprechend der Geometrie des herausragenden Zapfens 12 gerundet ist. Hierdurch wird die Endlage des Befestigungsteiles/ Zapfens eindeutig bestimmt. Das Halterungsteil (vgl. Fig. 5) ist mit einem flachen Halterungsabschnitt 17 versehen, dessen äußere Kanten 18 (äußere, seitliche Bereiche) beim Einfügen in die Ausnehmung des Flansches von den schlitzförmigen Führungen 15 umgriffen sind. In diesen Bereichen können ggfls. hier nicht näher dargestellte, an sich bekannte Rasteinrichtungen vorgesehen sein, die eine in Einschiebe- bzw. Gegenrichtung wirkende Halterung des Befestigungsteiles bewirken. In der Ausnehmung 10 ist ein mittlerer Bereich erhöht und als Auf­lagefläche 19 bzw. Abstützfläche für den hinteren Bereich 20 des Zap­fens 12 des Befestigungsteiles ausgebildet.

    [0026] Weiterhin ist im Endbereich der Ausnehmung 10 eine Öffnung 21 ein­geformt, in die am Befestigungsteil/Zapfen angeordnete Fixierzungen 22 eintauchen. Hierdurch wird eine einwandfreie Halterung des Befesti­gungsteiles sowie Halterung des Zapfens 12 in bezug auf in axialer Richtung des Zapfens wirkende Kräfte erzielt.

    [0027] Weiterhin ist an den Halterungsabschnitt 17 anschließend eine Kontakt­lasche 23 ausgebildet, die einer Öse 24 endet. Diese Kontaktlasche/ Öse ist hier rechtwinklig zum Halterungsabschnitt angeordnet und führt in den Bereich des metallischen Gehäuses 7 des Steckverbinders. Hier ist das Halterungsteil mit dem Gehäuse durch eine Nietverbindung 25 elektrisch leitend verbunden. Der besseren Erkennbarkeit der Ausgestaltung des Befestigungsteiles halber ist dieses in der Fig. 5 in verschiedenen Ansichten dargestellt. Das Befestigungsteil ist aus einem flachen, federelastischen Blechmaterial vorzugsweise einstückig hergestellt. Hierbei ist der Zapfen 12 konisch und rohrförmig ausge­bildet. Dabeidient die Konizität der Erleichterung des Einführens des Zapfens in die entsprechend bemessene Leiterplattenbohrung 13.

    [0028] Um eine optimale Klemmwirkung auch in Bohrungen mit weit unterschied­lichen Durchmessern zu erzielen, ist der Zapfen mit einem axialen Schlitz 26 versehen. Um eine Versteifung des Halterungsabschnittes 17 des Befestigungsteiles zu bewirken, ist hier eine axiale Sicke 27 ausgeprägt.

    [0029] Schließlich zeigen die Fig. 6 bis 8 noch modifizierte Ausgestaltungen des Befestigungsteiles, wobei diese Modifizierungen sich auf den Zapfen 12 beziehen.

    [0030] In der Fig. 6 ist der Zapfen mit einem zylindrischen Bereich 28 und einem vorderen konischen Bereich 29 versehen. Hierbei ist vorgesehen, daß der konische Bereich zur Einführ-Erleichterung und der zylin­drische Bereich zur Halterung in der Leiterplatten-Bohrung dient. Der Zapfen 12 des in der Fig. 7 dargestellten Befestigungsteiles ist mit einem Rastvorsprung 30 versehen, der nach dem Eindrücken des Zapfens in die Leiterplattenbohrung die Leiterplatte hintergreift und eine optimale Befestigung des Zapfens in der Bohrung bewirkt. Der in der Fig. 8 dargestellte Zapfen 12 des Befestigungsteiles ist mit einem hinteren, leicht konischen Bereich 31 mit einem geringen Konuswinkel α und einem vorderen Bereich 32 mit größerem Konus­winkel β versehen. Dabei dient der vordere Bereich der Einführer­leichterung und der hintere Bereich der Klemmung in die Leiter­platten-Bohrung.

    [0031] In der Fig. 9 ist der Flanschbereich des auf eine Leiterplatte 2 aufgesetzten Steckverbinders 1 im Schnitt dargestellt, wobei hier ein Befestigungsteil 11′ mit einem modifizierten Befestigungs-Zapfen 12′ vorgesehen ist.

    [0032] Das Befestigungsteil ist bis auf den Zapfen ebenso ausgebildet und in dem Steckverbinder-Flansch 8 angeordnet, wie weiter oben bereits zur Fig. 1 bis 4 erläutert. In der Darstellung der Fig. 9 sind daher lediglich die entsprechenden Bezugziffern eingetragen, ohne daß hier diese Einzelheiten nochmals erläutert werden sollen. Im folgenden wird nunmehr die abweichende Ausgestaltung des Zapfens 12′ anhand des in der Fig.10 in verschiedenen Ansichten dargestellten Befesti­gungsteiles 11′ erläutert.

    [0033] Das Befestigungsteil ist aus einem flachen, federelastischen Blech­material vorzugsweise als einstückiges Stanz-Biegeteil hergestellt. Der der Befestigung in einer Leiterplatten-Bohrung dienende Zapfen 12′ besteht im Befestigungsbereich aus einem ersten rohrförmigen, zylin­drischen Bereich 33 und einem zweiten, durch Laschen/Federzungen 34 gebildeten Bereich. Dabei sind diese Federzungen am Umfang des rohr­förmigen Bereiches verteilt angeordnet und im Bereich der "Anbindung" so gekröpft, daß jeweils eine nach außen weisende Rastschulter 35 ausgebildet ist. Insgesamt gesehen ist der Zapfen 12′ so ausgebildet, daß der zylindrische Bereich 33 sich nach dem Aufsetzen des Steck­verbinders 1 innerhalb der Leiterplatten-Bohrung 13 befindet und daß die Kröpfungen/Rastschultern 35 so angeordnet sind, daß diese hinter der Leiterplatten-Unterseite 36 angreifen. Wie vorstehend bereits erwähnt, ist das Material des Zapfens dünn und federelastisch, so daß die Federzungen 34 beim Einfügen des Zapfens in eine Leiterplatten-­Bohrung zunächst einwärts federn können, nach dem vollständigen Ein­fügen jedoch nach außen federn, wobei die Rastschultern 35 hinter die Leiterplatten-Unterseite 36 greifen und eine sichere Rasthalterung bewirken. Um ein leichtes Einfügen des Zapfens 12′ in die Bohrung zu ermöglichen, sind die Zungenenden 37 leicht konisch aufeinander zu gebogen.

    [0034] Zur Erleichterung der Steckverbindermontage ist vorzugsweise vorge­sehen, daß die Zapfen/Zungen insgesamt eine größere Länge aufweisen als die Lötstifte 5. Dabie wird beim Aufsetzen des Steckverbinders auf die Leiterplatte zunächst eine Vorzentrierung des Steckverbinders bewirkt, so daß die übrigen Lötstifte leichter in die entsprechenden Leiterplatten-Bohrungen eingefügt werden können.


    Ansprüche

    1. Elektrischer Steckverbinder für gedruckte Schaltungsplatten mit einer Gehäuseanordnung, die in zur Schaltungsplatte paralleler Ausrichtung mehrere Kontaktelemente enthält, welche rückwärtig je eine abgebogene Anschlußfahne aufweisen, die mit Leiterbahnen der Schaltungsplatte verlötbar sind, und die mit rechtwinklig zur Ausrichtung der Kontaktelemente verlaufenden Zapfen versehen ist, die aus lötfähigem Material bestehen und in Bohrungen der Leiterplatte einfügbar sind, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Gehäuseanordnung seitlich mit sich entgegengesetzt zur Ausrichtung der Kontaktelemente (4) erstreckenden Auflage- und Befestigungsflanschen (8) versehen ist, in denen sich parallel zur Auflagefläche (9) erstreckende Ausnehmungen (10) befinden, und daß jeder Zapfen (12, 12′) von einem abgewinkelten und ge­rollten Ende eines aus federelastischem Blechmaterial bestehenden Befestigungsteils (11, 11′) gebildet wird, das in die jeweilige Ausnehmung (10) formschlüssig einfügbar ist.
     
    2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (10) mit schlitzförmigen Führungen (15) ver­sind, die sich parallel zur Auflagefläche (9) der Flansche (8), von dieser beabstandet, erstrecken, und daß die Befestigungs­teile (11, 11′) mit in die Führungen (15) einschiebbaren Hal­terungsabschnitten (17) versehen sind.
     
    3. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungsabschnitte (17) der Befestigungsteile (11, 11′) und die schlitzförmigen Führungen (15) mit miteinander in Ein­ griff gelangenden Rasteinrichtungen versehen sind, wobei die Befestigungsteile (11, 11′) nach dem Einfügen in die Ausnehmungen (10) rastend gehalten sind.
     
    4. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß die rohrförmig gerollten Zapfen (12, 12′) mit einem axialen Schlitz (26) versehen sind.
     
    5. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Zapfen (12) der Befestigungsteile (11) konisch ausge­bildet sind.
     
    6. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Zapfen (12) Befestigungsteile (11) im Halterungs­bereich (28) der Leiterplattenbohrung (13) zylindrisch und im vorderen Einführbereich (29) konisch ausgebildet sind.
     
    7. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Zapfen der Befestigungsteile im Halterungsbereich (31) der Leiterplattenbohrung (13) konisch mit geringem Konuswinkel ( α ) und im vorderen Einführbereich (32) ebenfalls konisch, jedoch mit größerem Konuswinkel ( β ) ausgebildet sind.
     
    8. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche, daduch gekennzeichnet,
    daß die Zapfen (12) der Befestigungsteile (11) mit einem Rast­vorsprung (30) versehen sind, der nach dem Einfügen des Zapfens (12) in die jeweilige Leiterplatten-Bohrung (13) hinter der Leiterplatte (2) verrastet.
     
    9. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche, dadurch gekennezeichnet,
    daß die Zapfen (12′) der Befestigungsteile (11′) einen ersten zylindrischen Bereich (33) aufweisen, an dessen Umfang verteilte, in axiale Richtung weisende Federzungen (34) angeformt sind, die unter Ausbildung von Rastschultern (35) durch in radiale Richtung weisende Kröpfungen gebogen sind, wobei nach dem Einfügen der Zapfen (12′) in eine Leiterplattenbohrung (13) der zylindrische Bereich (33) von der Bohrung (13) aufgenommen ist und die Rast­schultern (35) der Zungen (34) hinter der Leiterplatte (2, 36) verrasten.
     
    10. Steckverbinder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden (37) der Zungen (34) leicht konisch aufeinander zu verlaufen.
     
    11. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche, dadurch gekennezeichnet,
    daß die Zapfen (12′) mit den angeformten Zungen (34) insgesamt eine größere Länge aufweisen als die übrigen Lötstifte (5) des Steckverbinders (1).
     
    12. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß die befestigungsteile (11,11′) auf der dem Halterungsab­schnitt (17) gegenüberliegenden Seite mit Fixier-Zungen (22) ver­sehen sind, die in entsprechende Öffnungen (21) im Flansch (8) eintauchen.
     
    13. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß innerhalb der Ausnehmung (10) im Flansch (8) eine Auflage­fläche (19) vorgesehen ist, auf der der Zapfen (12,12′) des ein­gefügten Befestigungsteiles (11,11′) abgestützt ist.
     
    14. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß der Halterungsabschnitt (17) des Befestigungsteiles (11,11′) mit einer sich in Längsrichtung erstreckenden Versteifungssicke (27) versehen ist.
     
    15. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Befestigungsteile (11,11′) mit einer an den Halterungs­bereich (17) anschließenden Kontaktlasche (23) versehen sind, und daß die Befestigungsteile mittels dieser Kontaktlasche mit einem metallischen Gehäuseteil (7) des Steckverbinders (1) ver­bunden sind.
     
    16. Steckverbinder nach Anspruch 15, dadurch gekennezeichnet, daß die sich an den Halterungsbereich (17) anschließende Kon­taktlasche (23) rechtlinklig zu diesem ausgebildet und mit einer Kontaktierungs-öse (24) versehen sit, wobei die Befestigungs­teile (11,11′) im Bereich dieser Öse mit dem metallischen Ge­häuseteil (7) verbunden (z.B. vernietet) sind.
     




    Zeichnung