[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder für gedruckte Schaltungsplatten
mit einer Gehäuseanordnung, die in zur Schaltungsplatte paralleler Ausrichtung mehrere
Kontaktelemente enthält, welche rückwärtig je eine abgebogene Anschlußfahne aufweisen,
die mit Leiterbahnen der Schaltungsplatte verlötbar sind, und die mit rechtwinklig
zur Ausrichtung der Kontaktelemente verlaufenden Zapfen versehen sit, die aus lötfähigem
Material bestehen und in Bohrungen der Leiterplatte einfügbar sind.
[0002] Beim Erstellen von Leiterplatten mit Steckverbindern werden in separaten Arbeitsgängen
die Leiterplatten mit den Steckverbindern versehen und in einem Lötbad mit ggfls.
anderweitigen auf der Leiterplatte vorgesehenen Bauelementen eingelötet. Dabei ist
es erforderlich, daß die Steckverbinder bereits beim Einsetzvorgang (erster Arbeitsgang)
so fest mit der Leiterplatte verbunden werden, daß sie ihre Position auch bei nachfolgenden
Arbeits- und Transportvorgängen beibehalten.
[0003] Darüber hinaus ist es erforderlich, daß die Isolierkörper der Steckverbinder so
fest mit der Leiterplatte verbunden werden, daß bei gebrauchsmäßigen Steck- und Ziehvorgängen
des Gegensteckers die auftretenden Kräfte nicht über die Kontaktanschlüsse sondern
über seitliche Auflage- und Befestigungsflansche auf die Leiterplatte übertragen
werden.
[0004] Im allgemeinen erfolgt die Befestigung der Steckverbinder-Isolierkörper an der Leiterplatte
über Schraub- oder Nietverbindungen im Bereich der Auflage- und Befestigungsflansche.
[0005] Diese sichere und zuverlässige Art der Befestigung von Steckverbindern an Leiterplatten
ist jedoch problematisch und es sind aufwendige Arbeitsgänge nötig , wenn das Einsetzen
der Steckverbinder und deren Befestigung an der Leiterplatte in automatischen Fertigungs
anlagen erfolgen soll.
[0006] Aus dem DE-GM 84 36 267 ist eine weitere Befestigungsart für Steckverbinder bzw.
deren Isolierkörper an Leiterplatten bekannt geworden. Hier ist vorgesehen, daß in
die seitlichen Flansche der Steckverbinder / Isolierkörper metallische Zapfen eingefügt
sind. Diese Zapfen werden bei der Montage des Steckverbinders mit der Leiterplatte
in entsprechende Bohrungen der Leiterplatte eingedrückt und bewirken hier zunächst
eine Befestigung des Steckverbinders an der Leiterplatte. In einem nachfolgenden
Lötvorgang werden die Zapfen mit der Leiterplatte/der die Leiterplatten-Bohrung umgebenden
Metallisierung verlötet.
[0007] Bei der bekannten Ausführung der Steckverbinder-Befestigung an Leiterplatten ist
es jedoch erforderlich, daß die Zapfen- und Bohrungsdurchmesser genauestens aufeinander
abgestimmt sind, damit die erforderliche Klemmwirkung in der Bohrung erzielt wird.
Auch ist der Abstand der Leiterplatten-Bohrungen zueinander und auch der Abstand der
Befestigungs-Zapfen genau einzuhalten um ein paßgenaues Fügen der beiden Teile zu
ermöglichen.
[0008] Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, einen Steckverbinder in bezug
auf seine Befestigung auf der gedruckten Schaltungsplatte derart zu verbessern, daß
ein großer Toleranzbereich hinsichtlich der Durchmesser der Befestigungsbohrungen
in der Leiterplatte sowie der Abstände der Bohrungen ausgenutzt werden kann, wobei
eine rüttel- und transportsichere Vormontage des Steckverbinders an der Leiterplatte
sichergestellt sein soll, die problemlos/ ohne großen Aufwand in automatischen Fertigungs-/Bestückungsanlagen
erfolgen kann, und wobei schließlich die gleiche Befestigungssicherheit des Steckverbinders
an der Leiterplatte wie bei herkömmlicher Schraub- oder Nietbefestigung erzielbar
ist.
[0009] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Gehäuseanordnung seitlich mit sich entgegengesetzt
zur Ausrichtung der Kontaktelemente erstrekkenden Auflage- und Befestigungsflanschen
versehen ist, in denen sich parallel zur Auflagefläche erstreckende Ausnehmungen befinden,
und daß jeder Zapfen von einem abgewinkelten und gerollten Ende eines aus federelastischem
Blechmaterial bestehenden Befestigungsteil gebildet wird, das in die jeweilige Ausnehmung
formschlüssig ein fügbar ist.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den An sprüchen 2 bis
14 angegeben.
[0011] Eine weitere Aufgabe der Erfindung bestand darin, bei einem Steckverbinder, der
mit einem metallischen Gehäuse- bzw. Abschirmteil versehen ist, neben der Befestigung
des Steckverbinders an der Leiterplatte auch eine elektrisch leitende Verbindung zwischen
dem metallischen Gehäuse und der Leiterplatte bzw. den Leiterbahen auf der Leiterplatte
vorzusehen, ohne daß hierzu einer der vorhandenen Kontaktstifte des Steckverbinders
(Kontaktverlust) Verwendung findet. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Befestigungsteile
mit einer an den Halterungsbereich anschließenden Kontaktlasche versehen sind, und
daß die Befestigungsteile mittels dieser Kontaktlasche mit einem metallischen Gehäuseteil
des Steckverbinders verbunden sind.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Anspruch 16 näher erläutert.
[0013] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch den
rohrförmigen, federnden Zapfen des Befestigungsteiles ein sehr großer Toleranzbereich
der Bohrungsdurchmesser der Leiterplattenbohrungen ausgenutzt werden kann, ohne daß
die Befestigungssicherheit des vormontierten Steckverbinders beeinträchtigt wird
bzw. daß übermäßig hohe Einpreßkräfte für das Einfügen der Befestigungszapfen in
die Bohrungen erforderlich sind. Darüber hinaus werden auch große Toleranzen in bezug
auf die Bohrungsabstände problemlos ausgeglichen, so daß insgesamt keine hohen Anforderungen
and die Fertigungsgenauigkeit dieser Teile gestellt werden müssen.
[0014] Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Einrichtung sind darin zu sehen, daß eine
Positionierung und Befestigung des Steckverbinders an der Leiterplatte in automatischen
Fertigungsanlagen problemlos möglich ist, wobei alle Operationen von der Obserseite
(Bauteilseite) der Leiterplatte her erfolgen, keine Verformungs-/Schraubarbeit durch
unterseitige Werkzeuge o.ä. mötig ist sowie geringe Montagekräfte erforderlich sind.
[0015] Sind die rohrförmigen Zapfen der Befestigungsteile mit einer Rasthalterung (Rastschultern)
versehen, besteht ein weiterer Vorteil darin, daß der Steckverbinder bereits durch
einfaches Eindrücken der Zapfen in die Leiterplattenbohrungen rastend an der Leiterplatte
gehalten wird. Dabei bewirkt dann der zylindrische Halterungsbereich des Zapfens
einen guten Halt in allen Belastungsrichtungen. Durch die Rasthalterung des Steckverbinders
an der Leiterplatte wird eine sichere Befestigung bis zur endgültigen Lötbefestigung
erzielt.
[0016] Durch konisch aufeinander zu verlaufende Enden der Zungen wird ein einfaches Eindrücken
der Zapfen auch bei ggfls. toleranzbedingten unterschiedlichen Bohrungsdurchmessern
bzw. Bohrungsabständen ermöglicht. Wenn die Zapfen insgesamt länger als die übrigen
Lötstifte des Steckverbinders ausgeführt sind, erfolgt hier eine Vorzentrierung des
Steckverbinders beim Aufsetzen auf die Leiterplatte, so daß die Lötstifte genau zu
den hierfür vorgesehenen Aufnahmebohrungen ausgerichtet sind.
[0017] Diese Maßnahme ist besonders vorteilhaft, wenn die Steckverbinder in automatischen
Bestückungsstationen auf- bzw. eingesetzt werden.
[0018] Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die erfindungsgemäße Einrichtung sowohl
bei Steckverbindern, die in herkömmlicher Art mit Einlötstiften bzw. Einpreßstiften
versehen sind, als auch bei Steckverbindern, die für die Oberflächenmontage (SMD)
ausgebildet sind, Anwendung finden kann.
[0019] Bei Steckverbindern, die mit einem metallischen Gehäuseteil versehen sind und wobei
dann das Befestigungsteil mit dem Gehäuse über eine Lasche verbunden ist, liegt der
Vorteil darin, daß eine elektrische Verbindung (Masse-Verbindung) von der Leiterplatte
zum Gegenstecker bzw. dessen Leiterplatte erzielt wird, ohne daß ein Kontakt des Steckverbinders
benutzt werden muß. Darüber hinaus ist es auf diese Art und Weise problemlos möglich,
das Steckverbinder-Gehäuse an Masse anzuschließen und eine Abschirmung der gesamten
Steckverbinder-Anordnung zu erzielen.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird
im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 die Ansicht eines Steckverbinders,
Fig. 2 die Ansicht des Steckverbinders gem. Fig. 1 im Schnitt entlang der Linie 2-2
in vergrößerter Darstellung,
Fig. 3 die Draufsicht auf die Ausnehmung im Steckverbinderflansch,
Fig. 4 die Seitenansicht der Ausnehmung im Steckverbinderflansch,
Fig. 5 die verschiedenen Ansichten eines Halterungsteiles,
Fig. 6-8 die Ansichten von Halterungsteilen mit modifizierten Befestigungs-Zapfen
im Schnitt,
Fig. 9 die Ansicht eines Steckverbinders im Schnitt mit einem modifizierten Befestigungs-Zapfen
in vergrößerter Darstellung, und
Fig. 10 die verschiedenen Ansichtenn eines Halterungsteiles mit modifizierten Befestigungs-Zapfen.
[0021] In der Fig. 1 ist ein Steckverbinder 1, der auf eine Leiterplatte 2 aufgesetzt ist,
dargestellt. Der Steckverbinder besteht in wesentlichen aus einem Isolierkörper 3,
in dem die Kontaktelemente 4 gehalten sind. Die Kontaktelemente sind mit Lötstiften
5 versehen, die in Bohrungen der Leiterplatte eingesetzt und hier mit den weiterführenden
Leiterbahnen 6 verlötet sind.
[0022] Weiterhin ist der Steckverbinder mit einem metallischen Gehäuse 7 versehen, in dem
der Isolierkörper 3 befestigt ist. An dem Isolierkörper sind seitliche Auflage- und
Befestigungsflansche 8 vorgesehen, deren Unterseite 9 plan auf der Oberfläche der
Leiterplatte aufliegt.
[0023] In die Flansche sind Ausnehmungen 10 eingeformt, in die Befestigungsteile 11 formschlüssig
eingeschoben sind. Die Befestigungsteile sind mit einem metallischen rohrförmigen
Zapfen 12 versehen, der aus der Unterseite 9 der Flansche 8 herausragt und in eine
Bohrung 13 in der Leiterplatte 2 eintaucht. Die Bohrung ist dabei auf der Leiterplattenrückseite
mit einer Metallisierung 14 umgeben, mit der der Zapfen verlötet ist. Selbstverständlich
kann hier auch vorgesehen sein, daß Leiterplatten mit beidseitiger Metallisierung
zur Anwendung gelangen, wobei dann die inneren Bohrungswandungen ebenfalls mit einer
Metallisierung versehen sein können.
[0024] In der Fig. 2 ist der Flanschbereich des auf eine Leiterplatte 2 aufgesetzten Steckverbinders
1 im Schnitt dargestellt, während Fig. 3 und 4 die Ausbildung der Ausnehmung 10 im
Flansch 8 des Steckverbinders zeigt.
[0025] Wie bereits vorstehend erwähnt, ist das Befestigungsteil 11 in die Ausnehmung 10
eingeschoben und formschlüssig darin gehalten. Hierzu sind im Flansch schlitzförmige
Führungen 15 (Nuten) vorgesehen, die sich in den Seitenwänden der Ausnehmung 10 befinden
und parallel zur Flansch-Unterseite 9, von dieser beabstandet, erstrecken. Damit das
Befestigungsteil eingeschoben werden kann, ist die Ausnehmung seitlich offen ausgebildet,
während der Endbereich 16 geschlossen und entsprechend der Geometrie des herausragenden
Zapfens 12 gerundet ist. Hierdurch wird die Endlage des Befestigungsteiles/ Zapfens
eindeutig bestimmt. Das Halterungsteil (vgl. Fig. 5) ist mit einem flachen Halterungsabschnitt
17 versehen, dessen äußere Kanten 18 (äußere, seitliche Bereiche) beim Einfügen in
die Ausnehmung des Flansches von den schlitzförmigen Führungen 15 umgriffen sind.
In diesen Bereichen können ggfls. hier nicht näher dargestellte, an sich bekannte
Rasteinrichtungen vorgesehen sein, die eine in Einschiebe- bzw. Gegenrichtung wirkende
Halterung des Befestigungsteiles bewirken. In der Ausnehmung 10 ist ein mittlerer
Bereich erhöht und als Auflagefläche 19 bzw. Abstützfläche für den hinteren Bereich
20 des Zapfens 12 des Befestigungsteiles ausgebildet.
[0026] Weiterhin ist im Endbereich der Ausnehmung 10 eine Öffnung 21 eingeformt, in die
am Befestigungsteil/Zapfen angeordnete Fixierzungen 22 eintauchen. Hierdurch wird
eine einwandfreie Halterung des Befestigungsteiles sowie Halterung des Zapfens 12
in bezug auf in axialer Richtung des Zapfens wirkende Kräfte erzielt.
[0027] Weiterhin ist an den Halterungsabschnitt 17 anschließend eine Kontaktlasche 23 ausgebildet,
die einer Öse 24 endet. Diese Kontaktlasche/ Öse ist hier rechtwinklig zum Halterungsabschnitt
angeordnet und führt in den Bereich des metallischen Gehäuses 7 des Steckverbinders.
Hier ist das Halterungsteil mit dem Gehäuse durch eine Nietverbindung 25 elektrisch
leitend verbunden. Der besseren Erkennbarkeit der Ausgestaltung des Befestigungsteiles
halber ist dieses in der Fig. 5 in verschiedenen Ansichten dargestellt. Das Befestigungsteil
ist aus einem flachen, federelastischen Blechmaterial vorzugsweise einstückig hergestellt.
Hierbei ist der Zapfen 12 konisch und rohrförmig ausgebildet. Dabeidient die Konizität
der Erleichterung des Einführens des Zapfens in die entsprechend bemessene Leiterplattenbohrung
13.
[0028] Um eine optimale Klemmwirkung auch in Bohrungen mit weit unterschiedlichen Durchmessern
zu erzielen, ist der Zapfen mit einem axialen Schlitz 26 versehen. Um eine Versteifung
des Halterungsabschnittes 17 des Befestigungsteiles zu bewirken, ist hier eine axiale
Sicke 27 ausgeprägt.
[0029] Schließlich zeigen die Fig. 6 bis 8 noch modifizierte Ausgestaltungen des Befestigungsteiles,
wobei diese Modifizierungen sich auf den Zapfen 12 beziehen.
[0030] In der Fig. 6 ist der Zapfen mit einem zylindrischen Bereich 28 und einem vorderen
konischen Bereich 29 versehen. Hierbei ist vorgesehen, daß der konische Bereich zur
Einführ-Erleichterung und der zylindrische Bereich zur Halterung in der Leiterplatten-Bohrung
dient. Der Zapfen 12 des in der Fig. 7 dargestellten Befestigungsteiles ist mit einem
Rastvorsprung 30 versehen, der nach dem Eindrücken des Zapfens in die Leiterplattenbohrung
die Leiterplatte hintergreift und eine optimale Befestigung des Zapfens in der Bohrung
bewirkt. Der in der Fig. 8 dargestellte Zapfen 12 des Befestigungsteiles ist mit einem
hinteren, leicht konischen Bereich 31 mit einem geringen Konuswinkel α und einem vorderen
Bereich 32 mit größerem Konuswinkel β versehen. Dabei dient der vordere Bereich der
Einführerleichterung und der hintere Bereich der Klemmung in die Leiterplatten-Bohrung.
[0031] In der Fig. 9 ist der Flanschbereich des auf eine Leiterplatte 2 aufgesetzten Steckverbinders
1 im Schnitt dargestellt, wobei hier ein Befestigungsteil 11′ mit einem modifizierten
Befestigungs-Zapfen 12′ vorgesehen ist.
[0032] Das Befestigungsteil ist bis auf den Zapfen ebenso ausgebildet und in dem Steckverbinder-Flansch
8 angeordnet, wie weiter oben bereits zur Fig. 1 bis 4 erläutert. In der Darstellung
der Fig. 9 sind daher lediglich die entsprechenden Bezugziffern eingetragen, ohne
daß hier diese Einzelheiten nochmals erläutert werden sollen. Im folgenden wird nunmehr
die abweichende Ausgestaltung des Zapfens 12′ anhand des in der Fig.10 in verschiedenen
Ansichten dargestellten Befestigungsteiles 11′ erläutert.
[0033] Das Befestigungsteil ist aus einem flachen, federelastischen Blechmaterial vorzugsweise
als einstückiges Stanz-Biegeteil hergestellt. Der der Befestigung in einer Leiterplatten-Bohrung
dienende Zapfen 12′ besteht im Befestigungsbereich aus einem ersten rohrförmigen,
zylindrischen Bereich 33 und einem zweiten, durch Laschen/Federzungen 34 gebildeten
Bereich. Dabei sind diese Federzungen am Umfang des rohrförmigen Bereiches verteilt
angeordnet und im Bereich der "Anbindung" so gekröpft, daß jeweils eine nach außen
weisende Rastschulter 35 ausgebildet ist. Insgesamt gesehen ist der Zapfen 12′ so
ausgebildet, daß der zylindrische Bereich 33 sich nach dem Aufsetzen des Steckverbinders
1 innerhalb der Leiterplatten-Bohrung 13 befindet und daß die Kröpfungen/Rastschultern
35 so angeordnet sind, daß diese hinter der Leiterplatten-Unterseite 36 angreifen.
Wie vorstehend bereits erwähnt, ist das Material des Zapfens dünn und federelastisch,
so daß die Federzungen 34 beim Einfügen des Zapfens in eine Leiterplatten-Bohrung
zunächst einwärts federn können, nach dem vollständigen Einfügen jedoch nach außen
federn, wobei die Rastschultern 35 hinter die Leiterplatten-Unterseite 36 greifen
und eine sichere Rasthalterung bewirken. Um ein leichtes Einfügen des Zapfens 12′
in die Bohrung zu ermöglichen, sind die Zungenenden 37 leicht konisch aufeinander
zu gebogen.
[0034] Zur Erleichterung der Steckverbindermontage ist vorzugsweise vorgesehen, daß die
Zapfen/Zungen insgesamt eine größere Länge aufweisen als die Lötstifte 5. Dabie wird
beim Aufsetzen des Steckverbinders auf die Leiterplatte zunächst eine Vorzentrierung
des Steckverbinders bewirkt, so daß die übrigen Lötstifte leichter in die entsprechenden
Leiterplatten-Bohrungen eingefügt werden können.
1. Elektrischer Steckverbinder für gedruckte Schaltungsplatten mit einer Gehäuseanordnung,
die in zur Schaltungsplatte paralleler Ausrichtung mehrere Kontaktelemente enthält,
welche rückwärtig je eine abgebogene Anschlußfahne aufweisen, die mit Leiterbahnen
der Schaltungsplatte verlötbar sind, und die mit rechtwinklig zur Ausrichtung der
Kontaktelemente verlaufenden Zapfen versehen ist, die aus lötfähigem Material bestehen
und in Bohrungen der Leiterplatte einfügbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gehäuseanordnung seitlich mit sich entgegengesetzt zur Ausrichtung der Kontaktelemente
(4) erstreckenden Auflage- und Befestigungsflanschen (8) versehen ist, in denen sich
parallel zur Auflagefläche (9) erstreckende Ausnehmungen (10) befinden, und daß jeder
Zapfen (12, 12′) von einem abgewinkelten und gerollten Ende eines aus federelastischem
Blechmaterial bestehenden Befestigungsteils (11, 11′) gebildet wird, das in die jeweilige
Ausnehmung (10) formschlüssig einfügbar ist.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (10)
mit schlitzförmigen Führungen (15) versind, die sich parallel zur Auflagefläche (9)
der Flansche (8), von dieser beabstandet, erstrecken, und daß die Befestigungsteile
(11, 11′) mit in die Führungen (15) einschiebbaren Halterungsabschnitten (17) versehen
sind.
3. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungsabschnitte
(17) der Befestigungsteile (11, 11′) und die schlitzförmigen Führungen (15) mit miteinander
in Ein griff gelangenden Rasteinrichtungen versehen sind, wobei die Befestigungsteile
(11, 11′) nach dem Einfügen in die Ausnehmungen (10) rastend gehalten sind.
4. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die rohrförmig gerollten Zapfen (12, 12′) mit einem axialen Schlitz (26) versehen
sind.
5. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Zapfen (12) der Befestigungsteile (11) konisch ausgebildet sind.
6. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Zapfen (12) Befestigungsteile (11) im Halterungsbereich (28) der Leiterplattenbohrung
(13) zylindrisch und im vorderen Einführbereich (29) konisch ausgebildet sind.
7. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Zapfen der Befestigungsteile im Halterungsbereich (31) der Leiterplattenbohrung
(13) konisch mit geringem Konuswinkel ( α ) und im vorderen Einführbereich (32) ebenfalls
konisch, jedoch mit größerem Konuswinkel ( β ) ausgebildet sind.
8. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, daduch gekennzeichnet,
daß die Zapfen (12) der Befestigungsteile (11) mit einem Rastvorsprung (30) versehen
sind, der nach dem Einfügen des Zapfens (12) in die jeweilige Leiterplatten-Bohrung
(13) hinter der Leiterplatte (2) verrastet.
9. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennezeichnet,
daß die Zapfen (12′) der Befestigungsteile (11′) einen ersten zylindrischen Bereich
(33) aufweisen, an dessen Umfang verteilte, in axiale Richtung weisende Federzungen
(34) angeformt sind, die unter Ausbildung von Rastschultern (35) durch in radiale
Richtung weisende Kröpfungen gebogen sind, wobei nach dem Einfügen der Zapfen (12′)
in eine Leiterplattenbohrung (13) der zylindrische Bereich (33) von der Bohrung (13)
aufgenommen ist und die Rastschultern (35) der Zungen (34) hinter der Leiterplatte
(2, 36) verrasten.
10. Steckverbinder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden (37) der
Zungen (34) leicht konisch aufeinander zu verlaufen.
11. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennezeichnet,
daß die Zapfen (12′) mit den angeformten Zungen (34) insgesamt eine größere Länge
aufweisen als die übrigen Lötstifte (5) des Steckverbinders (1).
12. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die befestigungsteile (11,11′) auf der dem Halterungsabschnitt (17) gegenüberliegenden
Seite mit Fixier-Zungen (22) versehen sind, die in entsprechende Öffnungen (21) im
Flansch (8) eintauchen.
13. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß innerhalb der Ausnehmung (10) im Flansch (8) eine Auflagefläche (19) vorgesehen
ist, auf der der Zapfen (12,12′) des eingefügten Befestigungsteiles (11,11′) abgestützt
ist.
14. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß der Halterungsabschnitt (17) des Befestigungsteiles (11,11′) mit einer sich in
Längsrichtung erstreckenden Versteifungssicke (27) versehen ist.
15. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Befestigungsteile (11,11′) mit einer an den Halterungsbereich (17) anschließenden
Kontaktlasche (23) versehen sind, und daß die Befestigungsteile mittels dieser Kontaktlasche
mit einem metallischen Gehäuseteil (7) des Steckverbinders (1) verbunden sind.
16. Steckverbinder nach Anspruch 15, dadurch gekennezeichnet, daß die sich an den
Halterungsbereich (17) anschließende Kontaktlasche (23) rechtlinklig zu diesem ausgebildet
und mit einer Kontaktierungs-öse (24) versehen sit, wobei die Befestigungsteile (11,11′)
im Bereich dieser Öse mit dem metallischen Gehäuseteil (7) verbunden (z.B. vernietet)
sind.