[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für ein schwenkbares Teil, insbesondere
für Schranken, Sperrbügel, Schwenktüren od.dgl. um einen begrenzten festliegenden
Winkel schwenkbare Teile, mit einem Träger für einen Antriebsmotor, mit einem Träger
für die Lagerung einer Abtriebswelle, insbesondere der den Schwenkarm oder das Schwenkteil
tragenden Abtriebswelle, sowie mit einem Träger für das oder die festen Enden von
Ausgleichs-, Rückstell- oder Schließfedern od.dgl. für das Schwenkteil, wobei der
Antriebsmotor vorzugsweise über einen von ihm angetriebenen Schwenkarm, gegebenenfalls
einen Zwischenarm und einen weiteren Hebelarm, an der Abtriebswelle angreift und
für das oder die dem festen Ende der Feder entgegengesetzte Federende ebenfalls ein
Hebelarm od.dgl. an der Abtriebswelle drehfest befestigt ist und wobei der Schwenkarm
od.dgl. des Antriebsmotors vorzugsweise zwischen zwei Anschlägen hin- und herbewegbar
ist.
[0002] Eine vergleichbare Antriebsvorrichtung ist aus der DE-AS 22 54 231 und außerdem aus
der Praxis in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt. In der DE-AS 22 54 231
wird ein Antrieb für Türen beschrieben, der aber in gleicher Weise auch für Schranken
oder sonstige Schwenkteile, beispielsweise Sperren an Skiliftzugängen od.dgl. anwendbar
ist. Insbesondere der dort vorgesehene Motor mit Schwenkarmen und Hebeln und einem
dazwischengeschalteten Getriebe entspricht dem eingangs erwähnten Antriebsmotor.
[0003] Nachteilig ist dabei bisher der Aufwand bei der Befestigung der einzelnen wesentlichen
Bestandteile der vorbekannten Antriebsvorrichtungen mit den verschiedenen Trägern.
Vor allem beim Einbau dieser Antriebsvorrichtung in eine Schranke müssen diese Teile
und die Träger in einen entsprechenden Pfosten der Schranke installiert werden, der
dadurch eine entsprechende Mindestgröße erhält und Montagetüren für die Wartung der
in ihm untergebrachten Antriebsaggregate benötigt. Darüber hinaus ergibt sich dadurch
entweder ein relativ schweres und in seinen Abmessungen großes Gehäuseteil mit der
Antriebseinrichtung, falls diese bereits in einem Herstellungswerk montiert werden
oder aber es entsteht ein entsprechend großer Montageaufwand am Einsatzort dieser
Schranke oder des sonstigen anzutreibenden Schwenkteiles.
[0004] Es besteht deshalb die Aufgabe, eine Antriebsvorrichtung der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, die platzsparend gestaltet ist, eine weitgehend beliebige Form eines
sie aufnehmenden Gehäuses oder einer sie aufnehmenden Halterung od.dgl. erlaubt und
dennoch einfach transportierbar und montierbar sowie reparaturfreundlich ist.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Antriebsvorrichtung der eingangs erwähnten Art
dadurch gekennzeichnet, daß der Träger für den Antriebsmotor, der Träger für die Abtriebswelle
und der Träger für das oder die festen Federenden zu einem gehäuseunabhängigen, als
Ganzes montierbaren Tragteil verbunden sind, welches Tragteil Befestigungsstellen
zum Anbringen der Antriebsvorrichtung an einem Schrankengehäuse, einem Türrahmen,
einer Konsole, einem Befestigungspfosten oder dgl. hat.
[0006] Dadurch werden die Gesamtabmessungen der Antriebsvorrichtungen verringert und die
gesamte Antriebsvorrichtung sehr kompakt und platzsparend. Darüber hinaus kann das
eigentliche diese Antriebsvorrichtung aufnehmende Teil unabhängig von der Antriebsvorrichtung
gestaltet sein und braucht nur Gegenbefestigungsstellen, die zu denen des Tragteiles
passen. Somit ist auch ein Architekt nun bei der Gestaltung freier. Darüber hinaus
kann die Antriebsvorrichtung schon vormontiert sein und im Reparaturfall kann sie
unter Umständen insgesamt sehr schnell demontiert und dann repariert werden, wobei
im Falle längerer Reparturen unter Umständen sogar eine Ersatz-Antriebsvorrichtung
installiert werden kann.
[0007] Eine besonders günstige und zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung ergibt sich,
wenn das Tragteil wenigstens eine Tragplatte zum Anbringen des Motors und zwei beabstandete,
zueinander parallele, quer oder vorzugsweise rechtwinklig zu der Tragplatte stehende,
einander vorzugsweise auf gleicher Höhe gegenüberliegende Flansche zur Lagerung der
Abtriebswelle und/oder des Antriebs-Schwenkarmes hat. Dies ergibt ein kompaktes und
leicht zu handhabendes Tragteil, an welchem dennoch die einzelnen Antriebsaggregate
leicht und sicher angebracht werden können. Dabei kann dieses Tragteil einen U-förmigen
Querschnitt haben, wobei der Quersteg die Tragplatte für den Motor bildet und die
beiden Schenkel die Flansche für die Lagerung der Abtriebswelle sind.
[0008] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung, die vor allem auch die Anbringung relativ
langer und entsprechend starker Federn erlauben kann, kann darin bestehen, daß etwa
in Fortsetzung der parallelen Flansche Verlängerungen vorgesehen sind, die gegenüber
der Erstreckung der Flansche nach der entgegengesetzten Seite der Haltplatte, insbesondere
auf der Seite der Halteplatte, an welcher der Motor angeordnet ist, überstehen, und
daß die Verlängerungen eine Halterung für die Federenden tragen. Der U-förmige Tragteil
wird dadurch also um gegenüber dem U-Quersteg nach der entgegengesetzten Seite der
Schenkel vorstehende Haltemittel ergänzt. Es ist also bei dieser Ausgestaltung zweckmäßig,
daß der Querschnitt des Tragteiles durch die Verlängerungen zu einem H-förmigen Querschnitt
ergänzt ist und die gegenüber der Tragplatte auf der Seite der Motoranbringung vorstehenden
Stege dieses Querschnittes das Widerlager für die Federenden und ggfs. die Lagerung
für das Antriebs-Hebelsystem des Antriebsmotors aufweisen. Dadurch kann zwischen
dem Motor und der Abtriebswelle sowie außerdem zwischen der Abtriebswelle und der
Halterung der Rückstellfedern od.dgl. ein größerer Abstand erzeugt werden, wobei aber
dennoch der Vorteil erhalten bleibt, daß das so ausgestaltete Tragteil kompakt ist
und eine Vormontage der Antriebsaggregate erlaubt, wonach es dann an einem entsprechenden
Einsatzort befestigt werden kann. Das Tragteil mit Motor, Abtriebswelle, Antrieb der
Abtriebswelle und Federn kann also als Fertigteil vormontiert sein. Dadurch beeinflußt
es auch nicht oder kaum die Gestaltung im Bereich des anzutreibenden Schwenkteiles.
[0009] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung und vor allem des Tragteiles insbesondere bezüglich
der Anordnung und Ausbildung der Befestigungsstellen sowie der Feder sind Gegenstand
weiterer Ansprüche. Vor allem eine Ausführungsform mit einer Feder gemäß den Ansprüchen
16 bis 18 ist dabei noch kompakter und platzsparender.
Vor allem bei Kombination einzelner oder mehrerer der vorbeschriebenen sowie in den
weiteren Ansprüchen enthaltenen Merkmale und Einzelheiten ergibt sich eine Antriebsvorrichtung
für ein schwenkbares Teil, die platzsparend und kompakt und ohne Beeinflussung der
Gestaltung des sie letzlich aufnehmenden Gehäuses ist und die in vorteilhafter Weise
vormontiert angeliefert werden kann und aufgrund ihrer leichten Demontierbarkeit auch
reparaturfreundlich ist. Dabei kann diese Antriebsvorrichtung nicht nur für Schranken,
sondern auch für Sperrbügel für Supermärkte, Skilifte oder sonstige Zutrittskontrollen
verwendet werden, wo ein motorisches Öffnen durch Knopfdruck, mit Hilfe von Codekarten
oder durch Einwurf von Münzen od.dgl. erwünscht ist. Eine weitere zweckmäßige Anwendung
ist die Betätigung von Türen, Toren oder Klappen mit dem Vorteil des automatischen
Schließens durch die eingebauten Federn bei Stromausfall oder im Falle von Feuerschutztüren
bei Brand. Vor allem beim Einsatz als Schrankenantrieb läßt sich dabei das Hebelsystem
an dem Tragteil mit Hilfe von Anschlägen mechanisch blockieren, solange der Motor
unter Spannung steht, während dieses Hebelsystem aber bei Stromausfall für eine Handbetätigung
frei wird oder - falls gewünscht - durch die Federn ein automatisches Öffnen erfolgen
kann.
[0010] Nachstehend ist die Erfindung mit ihren ihr als wesentlich zugehörenden Einzelheiten
anhand der Zeichnung noch näher beschrieben.
[0011] Es zeigt in zum Teil schematisierter Darstellung:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung für eine auf-
und abschwenkbare Schranke, jedoch ohne den eigentlichen Schrankenbaum in abwärts
geschwenkter Position,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung, wobei der Schrankenbaumträger nach
oben verschwenkt ist,
Fig. 3 eine Ansicht der Antriebsvorrichtung von der den Figuren 1 und 2 gegenüberliegenden
Ansichtsseite, wobei der Schrankenbaumträger eine Zwischenposition einnimmt,
Fig. 4 eine Stirnansicht der Antriebsvorrichtung und des ihr zugehörenden Tragteiles
von der Seite her, auf welcher sich Rückstellfedern befinden,
Fig. 5 eine Draufsicht der Antriebsvorrichtung und ihres Tragteiles insbesondere mit
der Abtriebswelle sowie
Fig.6 bis 8 verschiedene Anwendungs- und Montagebeispiele der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung,
wobei sie für den Antrieb einer Schranke vorgesehen ist, sowie
Fig. 9 eine bezüglich der Rückstellfeder abgewandelte Ausführungsform, wobei diese
Rückstellfeder als Wickelfeder ausgebildet ist.
[0012] Eine im ganzen mit 1 bezeichnete Antriebsvorrichtung, im folgenden auch kurz "Vorrichtung
1" genannt, dient dazu, ein schwenkbares Teil 2 von einer Endlage (Fig. 1) in eine
andere Endlage (Fig. 2) und umgekehrt zu verschwenken. Das schwenkbare Teil 2 des
Ausführungsbeispieles könnte beispielsweise die Halterung für einen aus einer horizontalen
Lage (Fig. 1) in eine etwa vertikale Lage (Fig. 2 und 6 bis 8) schwenkbaren Schrankenbaum
3 sein. Dies gilt dann, wenn die Vorrichtung 1 die in Fig. 1, 2, 3 sowie den Figuren
6 bis 8 dargestellte, im folgenden noch näher zu beschreibende Lage einnimmt. Wäre
allerdings Fig. 1 und 2 eine Draufsicht der Vorrichtung, wäre sie in dieser Form
auch anwendbar für solche Schranken, bei denen der Schlagbaum in einer etwa horizontalen
Ebene verschwenkt wird. Ferner könnte die Vorrichtung 1 dann zum Betätigen von Sperrbügeln
an Supermärkten, Skiliften od.dgl. oder zum Betätigen von Schwenktüren dienen. Mit
anderen Worten, die Vorrichtung 1 kann in praktisch beliebiger Orientierung je nach
Anwendungsfall angeordnet werden, wobei unter Umständen sogar auch eine umgekehrte
Anordnung für abwärts schwenkbare Teile denkbar wäre.
[0013] Die Antriebsvorrichtung 1 weist einen Antriebsmotor 4, eine Abtriebswelle 5, im Ausführungsbeispiel
die den Schrankenarm 3 und das Schwenkteil 2 tragende Abtriebswelle 5, sowie Ausgleichs-
oder Rückstell- oder Schließfedern 6 für das Schwenkteil 2 auf, die im Ausführungsbeispiel
bei der Schließlage der Schranke gemäß Fig. 1 gespannt sind und die Offenstellung
der Schranke unterstützen, also sie auch bei Stromausfall des Motors offenhalten
können.
[0014] Im vorliegenden Falle erfolgt der Antrieb von dem Antriebsmotor 4 aus über einen
Schwenkarm 7, einen Zwischenarm 8 und einen Hebelarm 9, der seinerseits an der Abtriebswelle
5 drehfest angreift. Dabei sind der Schwenkarm 7, der Zwischenarm 8 und der Hebelarm
9 über Gelenke 10 in der in den Figuren 1 und 2 ersichtlichen Weise verbunden. An
der Abtriebswelle 5 erkennt man ferner noch einen weiteren Hebelarm 11, welcher mit
dieser Abtriebswelle 5 drehfest verbunden ist, und an den die Federn 6 angreifen,
wobei dieser Hebelarm 11 nach der dem Hebelarm 9 entgegengesetzten Seite ragt und
so die Federkraft der Antriebskraft entgegengesetzt wirksam machen kann.
[0015] Vor allem in den Figuren 4 und 5 erkennt man, daß ein Träger für den Antriebsmotor
4, Träger für die Abtriebswelle 5 und ein Träger für das bzw. die festen Federenden
12 zu einem als Ganzes montierbaren Tragteil 13 verbunden sind, welches Tragteil 13
gemäß Fig. 5 noch zu beschreibende Befestigungsstellen 14 zum Anbringen der Antriebsvorrichtung
1 und des Tragteiles 13 an einem Schrankengehäuse 15 (Fig. 6) auf einem Pfosten 16
(Fig. 7) oder auch in einer Mauernische 17 (Fig.8) hat. Daraus wird deutlich, daß
dieses Tragteil 13 mit Motor, Abtriebswelle 5, Antriebs-Hebelsystem für die Abtriebswelle
5 und Federn 6 als ein Fertigteil vormontiert sein kann und vor allem sehr platzsparend
gestaltet ist. Dies wird nicht zuletzt dadurch ermöglicht, daß die erforderliche Federkraft
im Ausführungsbeispiel durch drei parallele kräftige Zugfedern (Fig. 4) erzeugt wird.
[0016] Im einzelnen hat das Tragteil 13 eine Tragplatte 18 zum Anbringen des Antriebsmotors
4 - gemäß Fig. 1 an der Unterseite der Tragplatte 18 - sowie zwei beabstandete, zueinander
parallele, rechtwinklig zu der Tragplatte 18 stehende und einander auf gleicher Höhe
gegenüberliegende Flansche 19 zur Lagerung der Abtriebswelle 5. Gemäß Fig. 4 enthält
das Tragteil 13 einen U-förmigen Querschnitt, wobei der Quersteg dieses U die Tragplatte
18 für den Motor 4 bildet und die beiden U-Schenkel die Flansche 19 für die Lagerung
der Abtriebswelle 5 sind.
[0017] Vor allem in Fig. 4 erkennt man außerdem, daß etwa in Fortsetzung der parallelen
Flansche 19 jeweils Verlängerungen 20 vorgesehen sind, die gegenüber den Flanschen
19 nach der entgegengesetzen Seite der Halteplatte 18, im Ausführungsbeispiel auf
der nach unten gerichteten Seite der Halteplatte 18, an welcher der Motor 4 angeordnet
ist, überstehen. Diese Verlängerungen 20 tragen eine Halterung 21 für die festliegenden
Federenden 12. Insgesamt ist also der Querschnitt des Tragteiles 13 durch diese Verlängerungen
20 zu einem H-förmigen Querschnitt ergänzt, wobei die gegenüber der Tragplatte 18
in Fig. 1 nach unten, also auf der Seite der Motoranbringung vorstehenden Stege dieses
Querschnittes das Widerlager 21 für die Federenden 12 und einen Durchtritt 22 für
das Antriebs-Hebelsystem des Antriebsmotors 4 aufweisen.
[0018] Aus den Figuren 1 bis 3 wird dabei deutlich, daß die Erstreckung der Tragplatte 18
quer zur Längserstreckung der Abtriebswelle 5 größer als die Breite zumindest der
Verlängerungen 20 der von der Platte 18 abgehenden Flansche 19 ist, während die Flansche
19 selbst die gleiche Länge wie die Tragplatte 18 haben. Im Bereich des Überstandes
23 gegenüber den Verlängerungen 20 sind nun die schon erwähnten Befestigungstellen
14 zum Fixieren des Tragteiles 13 in einer beliebigen Montagestellung, von welcher
drei Beispiele in den Figuren 6 bis 8 dargestellt sind, vorgesehen. Dabei erkennt
man in Fig. 5, daß die Befestigungsstellen 14 an den beiden einander gegenüberliegenden,
quer zu den seitlichen Flanschen 19 verlaufenden Rändern 24 der Tragplatte 18 vorgesehen
und als Lochungen für Befestigungsschrauben, Bolzen od.dgl. ausgebildet sind. Wie
in dieser Figur dargestellt, können dabei bereits vier derartige, als Lochungen ausgebildete
Befestigungsstellen 14 ausreichen. Dies gilt vor allem dann, wenn in Montagestellung
die Tragplatte 18 gemäß den Beispielen der Fig. 6 bis 8 etwa horizontal orientiert
ist, so daß die diese Befestigungsstellen 14 durchsetzenden Befestigungsmittel vorwiegend
nur Kräfte gegenüber seitlichen Verschiebungen auffangen müssen.
[0019] In Fig. 4 und vor allem in Fig. 5 erkennt man, daß die Tragsplatte 18 seitlich der
Motorbefestigung Durchbrüche 25 für die Rückstellefedern 6 hat und daß die Breite
der Durchbrüche 25 zumindest etwa der Außenabmessung der Federn 6 entspricht bzw.
diese Außenabmessung etwas übertrifft, während die Länge dieser Durchbrüche wenigstens
dem Gesamt-Schwenkweg der Federn 6 bei der Schwenkbewegung des Schwenkteiles 2 von
der einen in die andere Endstellung entspricht, was wegen der dadurch gleichzeitig
bewirkten Verschwenkung des Hebelarmes 11 auch eine entsprechende Verschwenkung der
Federn 6 um deren feste Halterung 21 bewirkt. Im Ausführungsbeispiel ist dabei eine
der Anzahl der Federn entsprechende Zahl solcher Durchbrüche 25 vorgesehen, die als
quer zur Abtriebswelle 5 orientierte Langlochungen ausgebildet sind.
[0020] Durch die vorbeschriebenen Merkmale und Maßnahmen kann die Tragplatte 18 des Tragteiles
13 mit ihren überständen 23 in Gebrauchstellung brückenartig über eine etwa vertikale
Ausnehmung od.dgl. eines Pfostens 16, eines Gehäuses 15 - auch innerhalb eines Wandausschnittes
17 - reichen. Der Motor 4 und die seitlich von ihm befindlichen, bei horizontaler
Anordnung der Tragplatte 18 nach unten gerichteten Verlängerungen 20 sind dabei in
diese Ausnehmung bzw. in ein solches Gehäuse 15 versenkt und die Flansche 19 mit der
Abtriebswelle 5 und dem Schwenkteil 2 stehen demgegenüber vor. Für die Montage des
Tragteiles 13 braucht dieses also ggfs. zusammen mit allen daran befindlichen Antriebsaggregaten
nur von oben her in ein entsprechendes Gehäuse eingesetzt und an den Befestigungsstellen
14 fixiert zu werden.
[0021] Die die Abtriebswelle 5 haltenden Flansche 19 haben dabei im Ausführungsbeispiel
eine etwa trapezförmige Kontur, wobei im Bereich der größten Höhe die Abtriebswelle
5 gelagert ist. Für von der Abtriebswelle 5 beaufschlagte Endschalter 26,
Schalt-, Steuer- oder Fühlelemente kann nun in der in Figur 5 angedeuteten Weise zumindest
eine Befestigungsstelle im Zwischenraum zwischen den Flanschen 19 angeordnet sein,
der die in diesem Zwischenraum befindlichen Antriebsteile schützt.
[0022] In den Figuren 1 und 2 erkennt man noch, daß das Tragteil 13 in diesem Falle an
einer der Verlängerungen 20 zwei Anschläge 27 für eine Festlegung beider Endlagen
des schwenkbaren Teiles 2 aufweist, so daß bei Verwendung eines blockierbaren Motors
4 zumindest die eine dieser Endlagen unmittelbar von dem Motor 4 selbst und einem
solchen Anschlag 27 festgelegt ist.
[0023] Abschließend sei anhand der Fig. 3 noch erwähnt, daß einer der seitlich des Motors
4 angeordneten Stege 20, nämlich der auf der dem Motorabtrieb abgewandten Seite, der
ausschließlich zur Abstützung des Widerlagers 21 für die festen Federenden 12 dient,
nur eine stabförmige Strebe zu sein braucht. Dadurch kann weiteres Gewicht an der
Vorrichtung 1 eingespart werden.
[0024] Eine bezüglich der Ausgleichs-, Rückstell- oder Schließfeder besonders platzsparende
und kompakte Ausführungsform der Antriebsvorrichtung 1 ist in Fig. 9 in einer der
Fig. 5 entsprechenden Ansicht dargestellt. Dabei erkennt man, daß eine Ausgleichs-,
Rückstell- oder Schließfeder als über einen Teil der Länge der Abtriebswelle 5 reichende
Wickelfeder 28 ausgebildet ist, deren schraubenförmige Winderungen 28a mit radialem
Abstand oder Spiel um die Abtriebswelle 5 verlaufen. Somit nimmt diese Feder 28 paktrisch
keinen zusätzlichen Raum ein. Insbesondere bedarf es bei einer solchen Ausführungsform
keiner Flanschverlängerungen oder Stege 20, um Zugfedern mit ihrem festen Federende
12 zu verankern.
[0025] Besonders zweckmäßig ist es dabei, wenn gemäß Fig. 9 die Wickelfeder 28 die einzige
Feder ist. Dabei kann ein Ende 28b gemäß Fig. 9 an dem in diesem Falle motorfernen
Flansch 19 und das andere Ende 28c an einem gegenüber der Abtriebswelle 5 radial
vorstehenden Vorsprung oder Bund 29 angreifen, um das beim Spannen der Feder entstehende
Drehmoment zu übertragen. Dabei wird die Wicklung der Feder 28 bei ihrem Spannen
durch die dabei erfolgende Drehung der Abtriebswelle 5 enger, so daß die gewünschten
Rückstellkräfte an dieser Feder 28 entstehen.
1. Antriebsvorrichtung (1) für ein schwenkbares Teil (2), insbesondere für Schranken,
Sperrbügel, Schwenktüren od.dgl., mit einem Träger für einen Antriebsmotor (4), mit
einem Träger für die Lagerung einer Abtriebswelle (5), insbesondere der den Schrankenarm
(3) oder das Schwenkteil (2) tragenden Abtriebswelle (5), sowie mit einem Träger
für das oder die festen Enden von Ausgleichs-, Rückstell- oder Schließfedern (6,28)
für das Schwenkteil (2), wobei der Antriebsmotor vorzugsweise über einen Schwenkarm
(7), ggfs. einen Zwischenarm (8) und einen weiteren Hebelarm (9), an der Abtriebswelle
angreift und für das oder die dem festen Ende der Feder entgegengesetzte Federende
ebenfalls ein Hebelarm od.dgl. an der Abtriebswelle drehfest befestigt ist und wobei
der Schwenkarm od.dgl. des Antriebsmotors vorzugsweise zwischen zwei Anschlägen hin-
und herbewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger für die Abtriebswelle (5) und der Träger für das oder die festen Federenden
(12) zu einem gehäuseunabhängigen, als Ganzes montierbaren Tragteil (13) verbunden
sind, welches Tragteil (13) Befestigungsstellen (14) zum Anbringen der Antriebsvorrichtung
(1) an einem Schrankengehäuse, einem Türrahmen, einer Konsole, einem Begrenzungspfosten
od.dgl. hat.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragteil
(13) wenigstens eine Tragplatte (18) zum Anbringen des Motors (4) und zwei beabstandete,
zueinander parallele, quer oder vorzugsweise rechtwinklig zu der Tragplatte (18)
stehende, einander vorzugsweise auf gleicher Höhe gegenüberliegende Flansche (19)
zur Lagerung der Abtriebswelle (5) und/oder des Antriebs-Schwenkarmes hat.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragteil (13)
einen U-förmigen Querschnitt hat, wobei der Quersteg die Tragplatte (18) für den Motor
(4) bildet und die beiden Schenkel die Flansche(19) für die Lagerung der Abtriebswelle
(5) sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß etwa
in Fortsetzung der parallelen Flansche (19) Verlängerungen (20) vorgesehen sind, die
gegenüber den Flanschen (19) nach der entgegengesetzten Seite der Halteplatte (18),
an welcher der Motor (4) angeordnet ist, überstehen, und daß die Verlängerungen (20)
vorzugsweise eine Halterung (21) für die Federenden (12) tragen.
5. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Querschnitt des Tragteiles (13) durch die Verlängerungen (20) zu einem H-förmigen
Querschnitt ergänzt ist und die gegenüber der Tragplatte (18) auf der Seite der Motoranbringung
vorstehenden Stege dieses Querschnittes das Widerlager (21) für die Federenden (12)
und ggfs. die Lagerung oder einen Durchtritt (22) für das Antriebs-Hebelsystem des
Antriebsmotors (4) aufweisen.
6. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Erstreckung der Tragplatte (18) quer zur Längserstreckung der Abtriebswelle
(5) größer als die Breite zumindest der Verlängerungen (20) der von der Platte (18)
abgehenden Flansche (19) ist und im Bereich des Überstandes (23) gegenüber den Verlängerungen
(20) der Flansche Befestigungsstellen (14) zum Fixieren des Tragteiles (13) an einem
Pfosten, Schrankengehäuse, Türrahmen, einer Konsole, einer Mauer od.dgl. vorgesehen
sind.
7. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Befestigungsstellen (14) an den beiden einander gegenüberliegenden quer zu den
seitlichen Flanschen (19) verlaufenden Rändern (24) der Tragplatte (18) vorgesehen
sind.
8. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
als Befestigungsstellen (14) Lochungen für Befestigungsschrauben, Bolzen od.dgl. vorgesehen
sind.
9. Anspruchsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,daß
die Tragplatte (18) seitlich der Motorbefestigung wenigstens einen Durchbruch (25)
für die Rückstellfeder(n) (6) hat und daß die Breite des/der Durchbrüche (25) zumindest
etwa der Außenabmessung der Federn(n) (6) entspricht und ihre Länge wenigstens dem
Gesamt-Schwenkweg der Feder(n) (6) bei der Schwenkbewegung des Schwenkteiles (2) von
der einen in die andere Endstellung entspricht.
10. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzahl der Durchbrüche (25) der Anzahl der Federn (6) entspricht und daß
die Durchbrüche (25) als quer zur Abtriebswelle (5) orientierte Langlochungen ausgebildet
sind.
11. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragteil (13) mit Motor (4), Abtriebswelle (5), Antrieb der Abtriebswelle
(5) und Feder(n) (6,28) als Fertigteil vormontiert ist.
12. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragplatte (18) des Tragteiles (13) in Gebrauchsstellung brückenartig über
eine etwa vertikale Ausnehmung od.dgl. eines Pfostens, Gehäuses od.dgl. reicht und
der Motor und die seitlich von ihm befindlichen, bei horizontaler Anordnung der Tragplatte
(18) nach unten gerichteten Verlängerungen (20) in die Ausnehmung versenkt sind und
daß die Flansche (19) mit der Abtriebswelle (5) und dem Schwenkteil (2) vorstehen.
13. Antriebsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der seitlich des Motors (4) angeordnete Steg auf der dem Motorabtrieb abgewandten
Seite ausschließlich zur Abstützung des Widerlagers (21) für die Feder(n) eine stabförmige
Strebe ist.
14.Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Abtriebswelle (5) haltenden Flansche (19) vorzugsweise eine etwa trapezförmige
Kontur haben und wenigstens eine Befestigungsstelle für einen für Steuerungszwecke
dienende Endschalter (26) haben.
15. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragteil (13) einen oder zwei Anschläge (27) für eine Festlegung einer oder
beider Endlagen des schwenkbaren Teiles (2) aufweist.
16. Antriebsvorrichtung insbesondere nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens eine Ausgleichs-, Rückstell- oder Schließfeder als
über mindestens einen Teil der Länge der Abtriebswelle (5) reichende Wickelfeder
(28) ausgebildet ist, deren vorzugsweise schraubenförmigen Windungen (28a) mit radialem
Abstand oder Spiel um die Abtriebswelle (5) verlaufen.
17. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wickelfeder (28) die einzige Ausgleichs-, Rückstell- oder Schließfeder ist.
18. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ende (28b) der Wickelfeder (28) an dem vorzugsweise motorfernen Flansch (19)
und das andere Ende (28c) an einem gegenüber der Abtriebswelle (5) radial vorstehenden
Vorsprung, Bund (29) od.dgl. angreift.