Hintergrund der Erfindung
[0001] Diese Erfindung betrifft die Aufrechterhaltung der Zuordnung zwischen den Teilen
eines photographischen Bearbeitungsauftrages, wenn er durch das Bearbeitungslabor
hindurchläuft, und noch näher ein Verfahren und eine Einrichtung zum Markieren jedes
der Elemente des Auftrags, und zwar den Kundenumschlag, den Film und die Abzüge, die
vom Film angefertigt wurden, um eine Identifizierung vorzusehen, die von Zeit zu
Zeit überprüft werden kann, um sicherzustellen, daß nach Fertigstellung der Bearbeitung
der Auftrag zum korrekten Kunden zurückgeleitet wird.
[0002] In der Amateurphotographie wird die meiste Filmbearbeitung in Labors zur Bearbeitung
großer Partien durchgeführt. Der Film kommt vom Kunden in einen Umschlag, der den
Namen des Kunden trägt. Der Film wird während der Bearbeitung vom Umschlag getrennt,
und nach der Bearbeitung werden der bearbeitete Film und die Abzüge, die vom Film
hergestellt wurden, zusammen mit dem Umschlag wieder vereint, um einen fertigen Auftrag
herzustellen, der zum Kunden zurückgeleitet werden kann. Es liegt ein kritisches Erfordernis
für die Aufrechterhaltung der Übereinstimmung zwischen dem Film,den Abzügen und dem
Umschlag während und nach der Bearbeitung vor, um sicherzustellen, daß der Filmauftrag
zum richtigen Kunden zurückgeleitet wird. In der Praxis wird die Bearbeitung partienweise
durchgeführt, wobei Film und Umschläge in körperlicher Reihenfolge gehalten werden,
so daß der behandelte Film, der die Bearbeitungsstufen verläßt, in derselben Reihenfolge
vorliegen sollte, in welcher er in den Bearbeitungsvorgang eingebracht wurde. In
gleicher Weise sollten die Umschläge, von denen der Film entnommen wurde, in derselben
körperlichen Reihenfolge gehalten werden, während sie die Wiedervereinigung mit
dem Film erwarten, so daß, wenn alles glatt läuft, Film und Umschläge rasch und mühelos
in Übereinstimmung gebracht werden können. Während die Aufrechterhaltung der körperlichen
Reihenfolge viel dazu beiträgt, eine Übereinstimmung am Ende der Bearbeitung vorzusehen,
können doch unerwartete Ereignisse während der Bearbeitung auftreten, durch welche
die körperliche Reihenfolge von Film und Umschlägen geändert werden kann, und es ist
erforderlich, irgendeine Möglichkeit der Überprüfung und, falls erforderlich, der
Wiederherstellung der korrekten Reihenfolge zu haben. Die Möglichkeit der unberichteten
oder unbemerkten menschlichen Fehler oder Maschinenfehler, die während der Handhabung
des Filmes, der von dem Film angefertigten Abzüge oder der Auftragsumschläge stattfinden,
ist groß genug, daß Film und Umschlag nach der Bearbeitung und vor der Rückleitung
zum Kunden überprüft werden müssen, und zwar mindestens auf statistischer Grundlage,
um sicherzustellen, daß die Bearbeitung in der korrekten Reihenfolge stattfindet,
und daß die richtigen Aufträge zu dem Kunden geschickt werden.
[0003] Bisherige Methoden, um eine solche Übereinstimmung vorzusehen, haben für die Erzeugung
einer Nummer gesorgt, die als Identifizierungscode zu benutzen ist, sowie für das
Aufdrucken dieser Nummer auf den Umschlag und die Markierung des Films mit derselben
Nummer. Frühe Verfahren umfaßten die Aufbringung vorgedruckter, nummerierter Zettel
sowohl auf dem Umschlag als auch dem Film vor der Bearbeitung, so daß jene Nummern
von einer Arbeitskraft am Ende der Bearbeitung zum Überprüfen der Übereinstimmung
gelesen werden konnten. Bei gegenwärtigen Verfahren sind die Nummern manchmal in maschinenlesbarer
Form vorgesehen, so daß die Überprüfung automatisch maschinell vorgenommen werden
kann statt durch eine menschliche Arbeitskraft, und zwar mindestens in erster Linie.
[0004] Bei der partienweisen Bearbeitung des Filmes, beispielsweise 35-mm-Filmes, werden
die einzelnen Filmstreifen durch ein Klebeband zu einer durchgehenden Rolle vor und
während der Behandlung zusammengefügt. Eine geläufige Methode der Identifizierung
umfaßt die Verwendung eines Klebebands, das vorgedruckte, aufeinanderfolgende Nummern
aufweist, die auf dem Klebeband aufgebracht sind, wenn es hergestellt wurde, so daß
das Klebeband dann verwendet werden kann, um die aufeinanderfolgenden Filmstreifen
zu überwinden. Dieselbe Nummer wird dann durch eine Leseeinrichtung abgelesen und
auf den Umschlag beim Beginn der Bearbeitung aufgedruckt. Beide obengenannten Verfahren
haben den Nachteil, dem Arbeitsgang eine neue Nummer hinzuzufügen, die keinerlei
Zuordnung zu irgendetwas aufweist, das bereits vorher existierte, und, noch wesentlicher,
keine Zuordnung zu irgendetwas aufweist, von welchem der Kunde Kenntnis hat.
[0005] Es ist deshalb ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Überprüfen der Zuordnung von Film und Umschlag sowie den Abzügen eines Kundenauftrages
vorzusehen.
[0006] Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, ein solches Identifizierungssystem
vorzusehen, welches eine Zahl für die Identifizierung benutzt, die bereits vorliegt,
und die mindestens in Zuordnung zu einer Information steht, in deren Besitz der Kunde
ist.
Zusammenfassung der Erfindung
[0007] In Übereinstimmung mit den oben erwähnten Zielen weist ein Verfahren zur Identifizierung
der Teile eines Kundenauftrages zum Aufrechterhalten der Zuordnung zwischen diesen
Teilen während der Filmbearbeitung den Verfahrensschritt auf, eine bereits existierende
Nummer am Kundenumschlag abzulesen und diese selbe Nummer auf einem Segment eines
kontinuierlichen Vorrats an Klebeband aufzudrucken. Das bedruckte Segment des Klebebandes
wird dann von der kontinuierlichen Vorratsrolle abgetrennt und den benachbarten Filmstreifen
zugeführt, so daß für die Bearbeitung eine durchgehende Filmbahn hergestellt wird.
Nach der Bearbeitung werden die Nummer auf dem Umschlag und die Nummer auf dem Filmstreifen
abgelesen und auf ihre Zuordnung überprüft, um zu bestimmen, ob eine Übereinstimmung
vorliegt. Wenn keine Übereinstimmung vorliegt, dann wird eine Alarmanzeige gegeben
und eine Bedienungsperson nimmt einen korrigierenden Eingriff vor.
[0008] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Nummer auf dem Umschlag
maschinenlesbar und liegt in Form eines Strichcodes vor, und die auf dem Klebeband
aufgedruckte Nummer ist in gleicher Weise im Strichcode ausgedrückt. Bevorzugt ist
ein von Menschen ablesbarer Identifizierungscode gleichzeitig gemeinsam mit dem Strichcode
auf dem Klebestreifen aufgedruckt. Die von Menschen ablesbare Identifizierungsnummer
kann in Zuordnung zur Umschlagnummer stehen, muß dies aber nicht.
[0009] Ein weiteres Merkmal der Erfindung umfaßt den Verfahrensschritt, die Abzüge, die
vom Film hergestellt wurden, mit einem Identifizierungscode zu markieren, der in Zuordnung
zur Umschlagnummer steht. Nach der Bearbeitung wird der Identifizierungscode auf den
Abzügen abgelesen und mit dem Identifizierungscode auf dem Film und auf dem Umschlag
verglichen. Der Identifizierungscode kann in maschinenlesbarer Form auf die Abzüge
aufgedruckt werden, etwa durch einen Strichcode, oder kann auf den Abzügen in Binärform
durch Verwendung von Stanzmarken, die auf den gegenüberliegenden Seiten der Abzüge
angeordnet sind, codiert sein.
[0010] Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens weist ein Umschlag-Lesegerät auf,
um die Identifizierungsnummer vom Umschlag abzulesen und ein Signal zu erzeugen,
das für diese Identifizierungsnummer repräsentativ ist. Eine Druckereinrichtung ist
mit dem Umschlag-Lesegerät gekoppelt, empfängt das Identifizierungs-Codesignal, verarbeitet
das Signal und druckt den Identifizierungscode auf den Abschnitt des Klebebandes.
Ein Schneidegerät ist vorgesehen, das den Klebebandabschnitt abtrennt und ihn auf
die benachbarten Enden zweier Filmstreifen aufbringt, die längs des Bearbeitungsweges
bewegt werden. Ein zweites Lesegerät ist vorgesehen, um die Identifizierungsnummer
auf dem Klebeband am Ende des Bearbeitungsweges abzulesen, und es ist ein drittes
Lesegerät vorgesehen, um die Umschlagnummer abzulesen. Die Vorrichtung umfaßt auch
einen Vergleicher, um die Identifizierungscodes von dem zweiten und dritten Lesegerät
zu empfangen, sie zu vergleichen und ein Alarmsignal zu erzeugen, sollten diese Codes
nicht übereinstimmen.
[0011] In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Druckereinrichtung eine Einrichtung
zum Aufdrucken einer von Menschen ablesbaren Nummer gleichzeitig mit dem maschinenelesbaren
Code auf das Klebeband auf. Die von Menschen ablesbare Nummer kann dieselbe wie die
maschinenlesbare Nummer sein, oder sie kann eine getrennte Folgenummer sein, die
keine Zuordnung zu der vom Umschlag abgelesenen Nummer aufweist. Das System weist
auch in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel eine Einrichtung zum Umformen der Umschlagnummer
in binäre Form und zum Markieren der Umschlagnummer auf den Abzügen auf, die von dem
photographischen Film erzeugt werden. Eine Abzug-Kerbeeinrichtung ist vorgesehen,
die wahlweise betreibbar ist, um eine Kerbe an einer ersten oder zweiten Kante der
Abzüge in Übereinstimmung mit der zu codierenden Binärzahl zu bilden. Eine Kerbe an
der ersten Kante bezeichnet eine ˝0˝ und eine Kerbe an der zweiten Kante bezeichnet
eine ˝1˝. Die Kerbenmarkierung oder ähnliche Markierung kann dieselbe Markierung sein,
die verwendet ist, um die Abzugskanten zu bezeichnen, damit die einzelnen Abzüge
von einer Rolle abgetrennt werden.
[0012] Bevorzugt ist der maschinenlesbare Code als Strichcode auf dem Klebeband aufgedruckt
und ist quer über die Breite des Bandes aufgedruckt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0013] Der Betrieb und die Vorzüge der vorliegenden Erfindung werden noch besser von Durchschnittsfachleuten
und anderen nach der Lektüre der beigefügten Beschreibung verständlich, wenn diese
in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen herangezogen wird, in welchen:
Figur 1 ein Blockschaltbild eines Identifizierungssystems ist, das in Übereinstimmung
mit den Grundlagen der vorliegenden Erfindung erstellt wurde,
Figur 2 eine Draufsicht auf einen Druckerkopfabschnitt eines Druckers ist, der in
Übereinstimmung mit den Grundlagen der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde, um
gleichzeitig einen Strichcode und einen von Menschen lesbaren Code nebeneinander auf
einem Klebeband aufzudrucken,
Figur 3 eine Seitenansicht des Druckkopfes der Figur 2 ist,
Figur 4 eine teilweise geschnittene Ansicht längs der Linie 4-4 in Figur 5 des Druckkopfes
der Figur 2 ist,
Figur 5 eine Seitenansicht des Druckkopfes der Figur 2 ist,
Figur 6A eine Darstellung eines Klebebands ist, das in Übereinstimmung mit den Grundlagen
der vorliegenden Erfindung markiert und an zwei benachbarten Filmstreifen angebracht
wurde,
Figur 6B eine Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Klebebands ist,
das in Übereinstimmung mit den Grundlagen der vorliegenden Erfindung markiert und
an zwei benachbarten Filmstreifen angebracht ist, und
Figur 7 eine etwas schematische Darstellung eines Streifens photographischer Abzüge
ist, die eine Identifizierungsnummer aufweisen, die in Übereinstimmung mit den Grundlagen
der vorliegenden Erfindung codiert auf den Abzügen vorliegt.
Detaillierte Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
[0014] In Figur 1 sind die Stufen eines Film-Bearbeitungsvorganges in einem kommerziellen
Photolabor dargestellt. Ankommende photographische Aufträge werden an einer Eingangsstation
10 bearbeitet. Die Kundenaufträge an der Eingangsstation werden in Umschlägen E erhalten,
die den Namen und die Adresse des Kunden und eine Bezeichnung des Händlers tragen,
der anfangs den Auftrag vom Kunden empfangen hat, so daß der Auftrag zum richtigen
Händler und dann zum richtigen Kunden zurückgeleitet werden kann. Der Auftrag besteht
in typischer Weise aus einer Rolle R mit unentwickeltem photographischen Film oder
aus Filmnegativen F mit Anweisungen, um von bestimmten Negativen photographische
Abzüge herzustellen. An der Eingangsstation wird der Film (F oder R) vom Umschlag
E getrennt, und der Film wird dann für die Bearbeitung fertiggestellt, während der
Umschlag mit seinem Weg durch das Filmlabor bis zur schließlichen Wiedervereinigung
mit dem Film nach der Bearbeitung beginnt. Der Film und der Umschlag laufen beide
zu einer Identifizierungsstation 12 weiter, wo der Film und der Umschlag so identifiziert
werden, daß der Umschlag und der Film nach der Bearbeitung wieder in Übereinstimmung
gebracht werden können.
[0015] Gemäß den Grundlagen der vorliegenden Erfindung enthält die Identifizierungsstation
12 ein Lesegerät 14, das einen Strichcode 15 abliest, der auf dem Umschlag bereits
vorliegt. Das Lesegerät 14 überträgt dann die Identifizierungsnummer an einen Drucker
16, der neben einem Klebebandträger so angebracht ist, daß die Nummer in maschinenlesbarer
Form, bevorzugt als Strichcode, auf einen Abschnitt des Klebebands aufgedruckt werden
kann. Der Abschnitt des Klebebands, auf dem die Umschlagnummer aufgedruckt ist, wird
vom Rest des Klebebandes abgetrennt und auf benachbarte Enden zweier benachbarter
Filmstreifen aufgebracht, um die Filmstreifen zu einer durchgehenden Bahn zu formen.
Bevorzugt wird auch ein Pfeil auf das Klebeband aufgedruckt. Der Pfeil weist zu jenem
speziellen Filmstreifen, auf den sich die Identifizierungsnummer auf dem Klebeband
bezieht. Der Film läuft dann weiter durch die Bearbeitungsstufen, wird schließlich
in der Bearbeitungsstation 18 entwickelt und zu einer Auftrag-Fertigstellungsstation
20 weitergeleitet, wo der entwickelte Film, die vom Film hergestellten Abzüge und
der Umschlag wieder vor der Auslieferung an den Kunden vereint werden. An der Auftrag-Fertigstellungsstation
werden die Strichcode-Nummer vom Klebeband und die Strichcode-Nummer am Umschlag
wieder abgelesen und in einen Vergleicher eingegeben, um die Übereinstimmung zwischen
den beiden Nummern zu überprüfen. Wenn die Nummern übereinstimmen, dann wird der Auftrag
weiter zusammengestellt und an den Kunden zurückgeleitet. Wenn keine Übereinstimmung
vorliegt, dann wird ein Alarmsignal erzeugt, so daß die Bedienungsperson eingreifen
kann und die Ursache der fehlenden Übereinstimmung bestimmen kann. Falls gewünscht,
werden auch die vom Film hergestellten Abzüge mit derselben Identifizierungsnummer
markiert, so daß die Möglichkeit einer dreifachen Übereinstimmung zwischen Umschlag,
Film und Abzügen vorliegt. Alle drei Nummern müssen übereinstimmen, bevor es für den
Auftrag gestattet ist, daß die Bearbeitung fertiggestellt wird und er zum Kunden zurückgeleitet
wird.
[0016] Der Vorteil der Verwendung einer bereits auf dem Umschlag als Identifizierungscode
existierenden Umschlagnummer ist jener, daß den Kunden zum Zeitpunkt, zu dem sie
den Film zur Bearbeitung bringen, eine Empfangsbestätigung gegeben wurde, die üblicherweise
ein Abrißabschnitt des Umschlags ist. Die Umschlagnummer wird auf dem Abrißabschnitt
des Umschlags so wiederholt, daß die Empfangsbestätigung des Kunden und der Umschlag
in Übereinstimmung gebracht werden können. Bei bislang verwendeten Methoden, wo
eine neue Nummer als Identifizierungscode erzeugt und benutzt wird, hat der Identifizierungscode
keine Zuordnung zu irgendetwas, das der Kunde in seinem Besitz hat. Bei der Methode
der vorliegenden Erfindung hat der Kunde die Umschlagnummer in seinem Besitz, und
diese Umschlagnummer wird verwendet, um die Zuordnung des Auftrags während der gesamten
Bearbeitung aufrechtzuerhalten, und es ist deshalb leicht, den Auftrag Kunde für Kunde
in dem Bearbeitungslabor aufzuspüren.
[0017] Wenn es nützlich ist, den Identifizierungscode in maschinenlesbarer Form auf das
Klebeband aufzubringen und auf dem Umschlag vorliegend zu haben, so daß die Nummer
auf automatischer Grundlage rasch abgelesen werden kann, ist es ebenso erwünscht,
irgendeine von Menschen ablesbare Identifizierung auf dem Film zu haben, die es ermöglicht,
daß die Aufrechterhaltung der Reihenfolge während der Bearbeitung mühelos durch eine
Bedienungsperson während der verschiedenartigen Stufen des Bearbeitungsvorganges überprüft
werden kann. Aus diesem Grund ist ein von Menschen ablesbarer Identifizierungscode
gleichzeitig auf dem Klebeband zur gleichen Zeit aufgedruckt, zu welcher auch der
Strichcode aufgedruckt wurde. Bei einem Ausführungs beispiel der Erfindung ist die
von Menschen ablesbare Nummer dieselbe wie die Strichcodenummer, die tatsächlich
die Umschlagnummer ist, die vom Kundenumschlag abgelesen wurde. In einem anderen Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist es aber auch möglich, eine unterschiedliche Folgenummer zu verwenden,
die sich auf die Reihenfolge dieses Auftrags in einer vorgegebenen Partie bezieht,
und die Partien-Folgenummer in menschenlesbarer Form aufzubringen, so daß die Reihenfolge
des Films in der Partie aufrechterhalten werden kann. All dies ist tatsächlich notwendig,
um den Film durch die Bearbeitungsstufen hindurch zu verfolgen, denn am Ende der
Bearbeitung wird die Strichcode-Umschlagnummer auf dem Klebeband mit der Nummer auf
dem Umschlag übereinstimmen, um die Kundenübereinstimmung aufrechtzuerhalten.
[0018] Es ist zusätzlich möglich, als Teil des Identifizierungscodes zusätzliche Zeichen
aufzunehmen, welche in Übereinstimmung mit Kundenanweisungen hinzugefügt werden,
die sich beispielsweise auf die Anzahl der Abzüge beziehen. Diese zusätzlichen Zeichen
können zur Umschlagnummer hinzugefügt werden, um den Identifizierungscode zu erzeugen.
Wenn der Code an irgendeinem späteren Punkt während des Bearbeitungsvorgangs abgelesen
wird, beispielsweise in der Einrichtung zum Herstellen der Abzüge, dann wird nicht
nur der Code verwendet, um die Zuordnung zwischen Film und Umschlag aufrechtzuerhalten,
sondern die zusätzlichen Zeichen bezeichnen auch für die Einrichtung zum Herstellen
der Abzüge die Anzahl von Abzügen, die hergestellt werden sollen. Gegenwärtig wird
eine Information, wie etwa die Anzahl von Abzügen, dadurch erhalten, daß man von Hand
den Kundenumschlag von Zeit zu Zeit überprüft, um die Anweisungen des Kunden zu bestimmen,
oder daß man eine getrennte Kladde für Kundenanweisungen führt.
[0019] Wie in Figur 6A gezeigt, wird das Klebeband 22 tatsächlich auf zwei benachbarte Filmstreifen
24 und 26 aufgebracht. Da das Klebeband nur einen einzigen, maschinenlesbaren Identifizierungscode
27 enthält, ist es für die Bedienungsperson erforderlich, zu wissen, welchem Filmstreifen
dieser Code zugeordnet ist. Deshalb ist der Drucker auch imstande, einen Pfeil 28
auf das Klebeband aufzudrucken, der auf den speziellen Filmstreifen weist, auf den
sich der Code bezieht. Im Klebestreifen der Figur 6 ist ein Buchstabe 30 am Beginn
des von Menschen lesbaren Codes aufgedruckt, um die spezielle Maschine zu bezeichnen,
auf welcher die Bearbeitung durchgeführt wird. Anstelle des Buchstaben 30 könnte auch
eine Nummer verwendet werden. Im bevorzugten, dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der Identifizierungscode auf dem Klebeband nicht die gesamte Umschlagnummer. Die
Umschlagnummer bei diesem Beispiel besteht aus 13 Zeichen, während der Identifizierungscode
auf dem Klebeband der Figur 5 nur 5 Zeichen enthält. In diesem Fall werden das achte
bis zwölfte Zeichen der Umschlagnummer verwendet. Dies ergibt hinreichend Zeichen
zur Aufrechterhaltung der Folge und zum Herstellen der Übereinstimmung der Aufträge
in jeder vorliegenden Partie. In anderen Fällen kann eine sechsstellige Umschlagnummer
in einen Identifizierungscode übersetzt werden, der nur drei der sechs Stellen von
der Umschlagnummer verwendet.
[0020] Für die Zwecke der dreifachen Übereinstimmung - ein Konzept, das in der US-PS 4 574
692 (Robert Wahli, erteilt am 11. März 1986) beschrieben ist - ist es erforderlich,
auch eine Identifizierungsnummer an den aus dem Film hergestellten Abzügen vorzusehen.
Eine Möglichkeit, um diesen Vorgang durchzuführen, wie er im genannten Patent beschrieben
ist, liegt darin, daß man die Identifizierungs nummer auf den Streifen der Abzüge
aufdruckt, die irgendeinem vorgegebenen Auftrag zugeordnet sind. Es hat sich herausgestellt,
daß es schwierig ist, den Strichcode auf photographische Abzüge in zuverlässiger Weise
aufzudrucken, und der Drucker für die Identifizierungsnummer, der der Einrichtung
zum Herstellen photographischer Abzüge zugeordnet sein muß, um die Identifizierungsnummer
auf die photographischen Abzüge aufzudrucken, ist verhältnismäßig kompliziert. In
Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung wurde jedoch ein Verfahren zum Codieren
der Identifzierungsnummer, d.h. der Umschlagnummer, auf den Abzügen entwickelt,
das einen einfachen Binärcode verwendet, mit Einschnittmarkierungen längs einer Kante
des Papiers, die die Null der Binärzahl darstellen, und Einschnittmarkierungen längs
der anderen Kante, die die Eins der Binärzahl darstellen. Die herkömmliche Markierung
für das Ende eines Auftrags wird durch Einschnittmarkierungen an beiden Seiten dargestellt,
wie es herkömmlicherweise in der Photobearbeitungsindustrie der Fall ist. Figur 7
ist eine Darstellung eines Codierungsschemas der vorliegenden Erfindung bei der
Verwendung an einer Reihe photographischer Abzüge. Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird die Auftragsnummer im Beispiel, das in Figur 7 gezeigt ist, die Nummer ˝738˝,
zuerst in eine Binärzahl umgewandelt, in diesem Fall 2E2₁₆, was gleich ist 0010 1110
0010₂ Der Streifen oder Zwischenraum zwischen dem ersten und zweiten Abzug eines Auftrags
ist mit dem kleinsten bezeichnenden Bit der codierten Binärzahl bestanzt. Der Abschnitt
zwischen dem zweiten und dritten Abzug ist mit dem zweitkleinsten bezeichnenden Bit
bestanzt, usw. Es wird vermerkt, daß dies eine unmittelbare Binärtechnik ist, nicht
eine binärcodierte Dezimaltechnik. In Figur 7 ist der oberste Abzug der letzte Abzug
des vorausgehenden Auftrags, und es liegt eine Einschnittmarkierung vor, die auf jeder
Seite dieses Abzugs bezeichnet ist und die das Ende des Auftrags darstellt (EOO).
Der nächste Abzug ist dann der erste Abzug des Auftrags, mit dem wir uns befassen,
und weist gemäß der Darstellung in Figur 7 eine Einschnittmarkierung an der rechten
Kante auf, die bei diesem Beispiel verwendet ist, um eine binäre Null zu bezeichnen.
Die nächste Kerbe ist an der linken Kante vorgenommen, was eine binäre Eins bezeichnet.
Dies setzt sich durch die gesamte Binärzahl hindurch fort, die beim zwölften Abzug
endet. Theoretisch könnte jede Größe einer Auftragsnummer auf diese Weise codiert
werden. In der Praxis jedoch ist die Anzahl der genau codierten Stellen begrenzt durch
die Anzahl von Abzügen im Auftrag. Es sind 21 Abzüge erforderlich, um eine voll sechsstellige
Auftragsnummer zu codieren; für die Zwecke der Übereinstimmung ist es jedoch üblicherweise
nur erforderlich, die drei kleinsten, bezeichnenden Stellen der Auftragsnummer zu
codieren, da dies tausend Aufträge darstellt, bevor die Nummern beginnen, sich zu
wiederholen, was mit höchster Wahrscheinlichkeit bedeutet, daß eine andere Partie
oder Charge betroffen ist. So lange die Übereinstimmung in einer vorgegebenen Partie
aufrechterhalten werden kann, sind die Fehlermöglichkeiten praktisch ausgeräumt.
Die Verwendung der nur drei kleinsten, bezeichnenden Stellen der Auftragsnummer bedeutet,
daß Aufträge mit 11 oder mehr Abzügen vollständig diese dreistellige Auftragsnummer
in binärer Form codieren können. Zehn Abzüge sind erforderlich für den Binärcode,
und dann ist noch einer erforderlich für die das Auftragsende bezeichende Markierung.
Alle Abzüge über den zehnten hinaus würden bei normalen Aufträgen dann mit einer Null
bestanzt, mit Ausnahme natürlich des letzten Abzugs, der, wie oben erwähnt, mit der
Markierung für das Auftragsende bestanzt wird.
[0021] Aufträge mit weniger als 11 Abzügen werden auf genau dieselbe Weise bestanzt; es
wird jedoch eines oder zwei der größten bezeichnenden Bits der Auftragsnummer fehlen.
In Fällen mit weniger als 11 Abzügen wird die Druck-Schneideeinrichtung die binären
Stellen wie üblich speichern und den resultierenden Wert der Kontrolleinrichtung
an der Auftrags-Endbearbeitungsstation melden, zusammen mit der Gesamtzahl von Abzügen
im Auftrag. Eine zentrale Steuereinrichtung bildet dann eine Maske, die auf der Nummer
von Abzügen (N) im Auftrag beruht. Die Maske ist einfach eine Binärzahl, bei welcher
die (N-1)-kleinsten signifikanten Bits auf Eins festgesetzt sind. Die Maske kann
dann logisch zur binären Auftragsnummer addiert werden. Wenn keine Übereinstimmung
zwischen dem Ergebnis der Additionsoperation und der Binärzahl vorliegt, die von der
Drucker-Schneideeinrichtung gemeldet ist, dann wurden Aufträge vertauscht. Es wird
darauf hingewiesen, daß es bei weniger als 11 Abzügen für die zentrale Steuereinrichtung
möglich ist, zu schließen, daß eine Nummer von der Drucker-Schneideeinrichtung korrekt
ist, und zwar selbst dann, wenn sie es tatsächlich nicht ist. Dies ist jedoch nicht
der Fall, wenn der entgegengesetzte Schluß gezogen wird. In anderen Worten, es wird
keine zutreffende Nummer aus der Drucker-Schneideeinrichtung jeweils von der zentralen
Steuereinrichtung als schlecht beurteilt.
[0022] Die Figuren 2, 3, 4 und 5 stellen einen Druckerkopf dar, der imstande ist, auf ein
Klebeband gleichzeitig eine strichcodierte Nummer und eine von Menschen lesbare Nummer
aufzudrucken. Der Druckerkopf weist einen Bandkanal 50 auf, und das Klebeband wird
in dem Bandkanal 50 nach unten in Richtung des Pfeils 52 eingeführt. Das Band wird
dann durch eine Walze 54 weitergefördert, die über dem Band liegt und von einem Schrittschaltmotor
56 angetrieben ist. Eine Andruckwalze 58 ist unter dem Band ausgerichtet und ist
mittels einer Feder 60 über einen Hebelarm 62 so vorgespannt, daß sie in Eingriff
mit dem Band bleibt. Ein optischer Sensor 64 ist längs des Weges des Bandes, in Förderrichtung
gesehen, nach dem Druckerkopf angeordnet. Der optische Sensor 64 mißt die Lage des
Klebebandes und erzeugt ein Signal für einen Bandbewegungsregler, der den Schrittschaltmotor
56 steuert, um dem Band einen Vorschub zu verleihen, wenn dies für den Druck und
für das Auftrennen bedruckter Segmente in Bandabschnitte erforderlich ist, die auf
den Filmabschnitt aufgebracht werden, wie dies oben erörtert ist. Ein Punktmatrix-Druckkopf
66 ist an der Bandspur 50 angebracht und ist oberhalb des Bandweges angeordnet. Der
Punktmatrix-Druckkopf 66 umfaßt eine Anordnung von sieben Steuerspulen 68, die in
einem kreisringförmigen Muster angeordnet sind. Ein Nadelgehäuse 70 erstreckt sich
von der Steuerspulenanordnung nach unten zu einer Stelle gerade oberhalb des Bandweges.
Es wird nun auf Figur 4 Bezug genommen; eine Anordnung von Nadeln 72 in geradliniger
Reihe ist innerhalb des Nadelgehäuses 70 angeordnet und bewegt sich innerhalb des
Gehäuses unter der Steuerung der Steuerspulen 68 hin und her. Ein Band 74 läuft durch
Bandführungen 75 und 76, die neben dem Nadelgehäuse 70 angeordnet sind, und läuft
zwischen den Enden der Nadeln 72 und der oberen Oberfläche des Klebebandes hindurch.
Unter Steuerung eines herkömmlichen Druckerreglers bewegen sich ausgewählte Nadeln
der Nadeln 72 nach unten und schlagen gegen die obere Umfangsfläche eines kreisringförmig
geformten Ambosses 78, um auf das Klebeband einen Punkt aufzudrucken, der der Nadel
entspricht. Durch wahlweise Aktivierung der Nadeln werden die von Menschen lesbaren
Zeichen auf dem Klebeband geformt. Gleichzeitig mit der Wirkung des Punktmatrix-Druckers
wird eine Steuer-Magnetspule 80, die unterhalb des Bandweges angeordnet ist, unter
Steuerung eines zweiten Druckreglers betätigt, um den Strichcode neben die von Menschen
lesbaren Zeichen aufzudrucken. Die Magnetspule 80 hat einen mittigen Stößel 82, der
nach oben gedrückt wird, wenn die Magnetspule erregt ist, und drückt das Klebeband
und das Band 74 gegen eine Unterkante 84 eines Druckcode-Ambosses 86, der an der Bandspur
befestigt ist. Jedesmal, wenn die Magnetspule betätigt wird, wird auf das Klebeband
ein Strich aufgedruckt. Wie am besten aus Figur 4 ersichtlich ist, sind die Nadelanordnung
und der Amboß 86 nebeneinanderliegend so angeordnet, daß die von Menschen lesbaren
Identifizierungscodes und jene in Strichcode in nebeneinanderliegenden Räumen auf
dem Band aufgedruckt werden. Der Stößel 82 tritt durch ein mittiges Loch im ringförmigen
Amboß 78 hindurch, um mit dem Band in Berührung zu treten und es in Berührung mit
der Kante 84 des Strichcode-Ambosses 86 zu drücken. Wenn das Band durch die Spur unter
dem Punktmatrix-Druckkopf und dem Strichcode-Amboß 86 hindurchläuft, dann werden aufeinanderfolgende
Striche und Punkte aufgedruckt, bis der gesamte Identifizierungscode in Strichcode
und in von Menschen lesbarer Form auf dem Band vorliegt. Das Band wird dann zur Schneidestation
(nicht gezeigt) weitergefördert, wo jenes Segment, das die Identifizierungsnummern
enthält, vom Rest des Bandes abgetrennt wird und auf dem Film aufgebracht wird.
[0023] Wie in Figur 6A gezeigt, ist das Band so ausgerichtet, daß der Strichcode quer über
die Breite des Films verläuft. Ein Vorteil des Aufdruckens des Strichcodes, so daß
er quer zum Klebeband ausgerichtet ist, daß also die Richtung der Ablesung des Strichcodes
quer zur Breite des Filmes statt längs seiner Länge erfolgt, ist jener, daß der Code
selbst dann lesbar bleibt, wenn das Klebeband zerrissen ist, da alle Striche noch
immer vorliegen und durch den Abriß nur verkürzt sind. Der Druck quer zum Klebeband
ermöglicht auch die Verwendung eines schmaleren Bandes, so daß die Möglichkeit, versehentlich
das Klebeband über einen noch nutzbaren Teil eines Bildes auf dem Film aufzubringen,
verringert ist. Die Identifizierungsnummer kann vom Klebeband quer zur Filmlänge
unter Verwendung einer beweglichen Leseeinrichtung mit ladungsgekoppeltem Speicher
(CCD) abgelesen werden. Auf diese Weise kann der Strichcode aufeinanderfolgend mehrfach
abgelesen werden, und jede folgende Ablesung kann verglichen werden, um die richtige
Ablesung des Codes sicherzustellen. Jede Ablesung wird wegen der Bewegung des Films
durch die Klebestation, Vergrößerungseinrichtung, Endbearbeitungsstation, Schneideeinrichtung
und andere Einrichtungen zwischen den aufeinanderfolgenden Ableseoperationen quer
zu einem unterschiedlichen Abschnitt des Strichcodes vorgenommen.
[0024] Figur 6B zeigt eine andere Ausrichtung eines Klebebands 22′. Das Klebeband 22′ ist
an Filmstreifen 24′ und 26′ angebracht, wobei der Identifizierungscode 27′ längs der
Längenerstreckung des Films in Richtung der Filmbewegung ausgerichtet ist. Wiederum
weist ein Pfeil 28′ zum Filmstreifen 26′, welcher jener Streifen ist, der dem Code
27′ zugeordnet ist. Bei dieser Ausrichtung ist es möglich, eine ortsfeste Strichcode-Ableseeinrichtung
zu benutzen und die Filmbewegung als Abtastbewegung für den Strichcode unter der Ableseeinrichtung
zu benutzen.
[0025] Die Erfindung umfaßt somit ein System zum Markieren der Teile eines Filmbearbeitungsauftrags,
so daß die Übereinstimmung unter den verschiedenartigen Teilen des Auftrags während
der gesamten Bearbeitung aufrechterhalten werden kann. Auf diese Weise kann der Auftrag
richtig wieder zusammengestellt werden, nachdem die Behandlung fertiggestellt ist,
und zum richtigen Kunden im Kundenumschlag zurückgeschickt werden. Die Vorrichtung
ist vorgesehen, um zur Durchführung des Verfahrens beizutragen. Das Verfahren umfaßt
die Ablesung einer Identifizierungsnummer, die auf dem Umschlag bereits vorliegt,
und das Aufdrucken dieser Identifizierungsnummer in maschinenlesbarer Form auf einen
Abschnitt eines kontinuierlichen Vorrats von Klebeband. Das markierte Klebeband wird
dann vom kontinuierlichen Vorrat abgetrennt und auf die Enden benachbarter Filmstreifen
aufgebracht, um die Filmstreifen zu einer durchgehenden Rolle für die Bearbeitung
zusammenzufügen. Bevorzugt weist die Identifizierungsnummer auf dem Filmstreifen
eine Anzeige auf, die der Bedienungsperson jenen Filmstreifen bezeichnet, dem der
Identifizierungscode auf dem Klebeband zugeordnet ist. Es kann auch ein von Menschen
ablesbarer Identifizierungscode auf dem Klebeband gleichzeitig dann aufgebracht werden,
wenn der maschinenlesbare Code auf das Klebeband aufgebracht wird. Die von Menschen
lesbare Identifizierung kann dieselbe Identifizierung wie die maschinenlesbare Identifizierung
sein, d.h. die Umschlagnummer, oder kann eine nach Gutdünken zusammengesetzte Folgezahl
sein, die keine unmittelbare Zuordnung zur Umschlagnummer aufweist. Um eine dreifache
Übereinstimmung zwischen Film, Umschlag und den vom Film hergestellten photographischen
Abzügen vorzusehen, werden auch die photographischen Abzüge mit einem Code markiert,
der repräsentativ ist für die Umschlagnummer. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel wird
der Umschlagcode in Binärform durch Kerbschnitt in den gegenüberliegenden Kanten
aufeinanderfolgender Abzüge markiert, die dem speziellen Auftrag zugeordnet sind.
Eine Kerbe am einen Ende eines Abzugs bezeichnet eine Null und eine Kerbe am anderen
Ende des Abzugs bezeichnet eine Eins. Wie viele der kleinsten, bezeichnenden Stellen
des Umschlags auf dem kontinuierlichen Streifen von Abzügen codiert werden können,
die auf eine solche Weise codiert sind, ist durch die Anzahl von Abzügen im Auftrag
begrenzt. Bevorzugt ist die Umschlagnummer als maschinenlesbarer Strichcode auf das
Klebeband aufgedruckt und in einer solchen Richtung ausgerichtet, daß, wenn das Klebeband
auf die Filmstreifen aufgebracht wird, der Strichcode quer zum Filmstreifen statt
in Längsrichtung des Filmstreifens ausgerichtet ist.
[0026] Die Vorrichtung zur Ausführung der Erfindung weist einen Drucker zum gleichzeitigen
Aufdrucken des maschinenlesbaren und des von Menschen lesbaren Codes auf das Klebeband
auf. Der Drucker weist eine Punktmatrix-Druckanordnung auf, die gegen einen Druckamboß
schlägt, der aus einem Abschnitt eines Kreisrings besteht. Der Strichcode-Drucker
wirkt durch ein mittiges Loch im kreisringförmigen Punktmatrix-Amboß und weist eine
Magnetspule mit einem Stößel auf, der sich durch das Loch in dem Punktmatrix-Amboß
hin- und herbewegt und gegen einen Strichcode-Druckamboß schlägt, welcher eine Kante
aufweist, die den Strich bildet.
[0027] Während hier eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beschrieben und dargestellt
ist, wird darauf hingewiesen, daß durch Durchschnittsfachleute und andere am dargestellten
und beschriebenen Ausführungsbeispiel Änderungen vorgenommen werden können, während
sie dennoch innerhalb des Bereichs der vorliegenden Erfindung verbleiben. Beispielsweise
können die von Menschen ablesbare und die maschinenlesbare Nummer auf dem Klebeband
beide die Umschlagnummer sein, oder die von Menschen lesbare Nummer kann eine nach
Gutdünken zusammengesetzte Folgenummer sein. Zusätzlich kann die maschinenlesbare
Nummer nur aus der Umschlagnummer bestehen, oder kann auch Zeichen aufweisen, um Bearbeitungsanweisungen
zu bezeichnen, beispielsweise die Anzahl von Abzügen. Wenn die maschinenlesbare Nummer
nur die Umschlagnummer aufweist, dann können auch noch andere Markierungen auf dem
Klebeband vorgenommen werden, welche Bearbeitungsanweisungen bezeichnen. Da Änderungen
bei der Durchführung der Erfindung vorgenommen werden können, wird die Erfindung lediglich
unter Bezugnahme auf die folgenden Ansprüche definiert.
Die Verkörperung der Erfindung, woran ein exklusives Eigentum oder Privileg beansprucht
wird, werden auf die folgende Weise definiert:
1. Verfahren zum Markieren der Teile eines Auftrags zum Aufrechterhalten deren gegenseitiger
Zuordnung bei einem photographischen Bearbeitungssystem zur Handhabung von Kundenaufträgen,
die aus einem belichteten photographischen Film bestehen, einem Umschlag, der eine
Identifizierungsnummer trägt, in welchem der Film zur bearbeitenden Firma geliefert
wird, und photographischen Abzügen, die aus dem Film hergestellt werden, mit den folgenden
Schritten:
Ablesen der Umschlagnummer vom Umschlag, Aufdrucken der Umschlagnummer auf einen
ersten Abschnitt eines kontinuierlichen Vorrats aus Klebeband in maschinenlesbarer
Form,
Abtrennen des ersten Abschnitts vom Vorrat, und
Aufbringen des ersten Abschnitts auf den Film.
2. Verfahren nach Anspruch 1, ferner mit den folgenden Schritten:
Codieren mindestens eines Abschnitts der Umschlagnummer auf den photographischen
Abzügen in maschinenlesbarer Form.
3. Verfahren nach Anspruch 1, ferner mit dem folgenden Schritt:
Aufdrucken einer von Menschen lesbaren Identifizierungsnummer auf den ersten
Abschnitt des Klebebands gleichzeitig mit dem Aufdrucken der Umschlagnummer.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die von Menschen lesbare Nummer die Umschlagnummer
ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, ferner mit:
Aufdrucken von Zeichen, die Bearbeitungsanweisungen darstellen, auf den ersten
Abschnitt des Klebebands in maschinenlesbarer Form.
6. Verfahren nach Anspruch 1, ferner mit Aufdrucken eines Pfeiles auf den ersten
Abschnitt des Klebebands, der so angeordnet ist, daß, wenn der erste Abschnitt des
Klebebands auf den Film aufgebracht ist, der Pfeil gegen jenen Film weist, der der
Umschlagnummer zugeordnet ist, die auf den ersten Abschnitt des Klebebands aufgedruckt
ist.
7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die maschinenlesbare Form ein Strichcode ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Umschlagnummer auf das Band so aufgedruckt
ist, daß dann, wenn das Band auf dem Film aufgebracht ist, die Umschlagnummer quer
zur Breite des Films angeordnet ist.
9. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Codierungsschritt die folgenden Merkmale
aufweist:
Darstellen der Umschlagnummer in Binärform,
Einschneiden einer Kerbe an einer ersten Kante der Abzüge zur Darstellung einer
Nummer und Einschneiden einer Kerbe an einer zweiten Kante der Abzüge zur Darstellung
einer Eins, und
Einschneiden der Kerben zwischen aufeinanderfolgenden Abzügen, bis mindestens
die kleinste bezeichnende Stelle der Umschlagnummer auf den Abzügen codiert ist.
10. Photographisches System zur Handhabung von Aufträgen, um Kundenaufträge zu bearbeiten,
die einen Film aufweisen, der an die Bearbeitungsfirma in einem Umschlag ge liefert
wird, der vorher mit einer Umschlagnummer bedruckt wurde, sowie Abzüge, die vom Film
hergestellt sind, mit
einer Einrichtung zum Handhaben des Umschlags zur Aufnahme des Umschlags,
einer Einrichtung zum Lesen des Umschlags, die der Einrichtung zum Handhaben
des Umschlags zugeordnet ist, um die vorher aufgedruckte Umschlagnummer abzulesen
und um ein Signal zu erzeugen, das repräsentativ ist für die Umschlagnummer,
einer Heft- bzw. Klebeeinrichtung zur Aufnahme des Films und zum Bewegen des
Films längs eines Bearbeitungsweges in einer ersten Richtung, wobei die Klebeeinrichtung
eine Klebeband-Zufuhreinrichtung aufweist, um einen kontinuierlichen Vorrat an Klebeband
zum Bearbeitungsweg zu führen, sowie eine Klebeband-Abschneideeinrichtung, um einen
ersten Abschnitt des kontinuierlichen Vorrats an Klebeband zur Aufbringung auf benachbarte
Filme abzuschneiden, um die Filme zu einer durchgehenden Bahn zusammenzufügen, und
einer Druckereinrichtung, die der Aufklebeeinrichtung zugeordnet ist, um das
Signal für die Umschlagnummer zu empfangen und die Umschlagnummer in maschinenlesbarer
Form auf den ersten Abschnitt des Klebebandes aufzudrucken, bevor der erste Abschnitt
vom kontinuierlichen Vorrat abgeschnitten wird.
11. System nach Anspruch 10, wobei die Druckereinrichtung ein Strichcode-Drucker ist.
12. System nach Anspruch 11, wobei die Druckereinrichtung ferner einen Punktmatrix-Drucker
aufweist, der zum gleichzeitigen Aufdrucken einer von Menschen lesbaren Zahl neben
der Strichcode-Umschlagnummer betreibbar ist.
13. System nach Anspruch 12, ferner mit einer AbzugsBearbeitungseinrichtung zur Aufnahme
der Abzüge in einem kontinuierlichen Streifen, wobei die Abzugs-Bearbeitungseinrichtung
eine Codierungseinrichtung aufweist, um das Umschlagnummersignal aufzunehmen und es
in ein digitales Binärsignal zu codieren, sowie eine Kerbeinrichtung zur Aufnahme
des Digitalbinärsignals und zur Bildung von Kerben zwischen benachbarten Bildern
am Streifen von Abzügen, welche für mindestens einen Teil des digitalen Binärsignals
repräsentativ sind.
14. Systen nach Anspruch 13, wobei die Kerbeinrichtung an einer ersten Kante des Abzugsstreifens
eine Kerbe zur Darstellung einer binären Null und an einer zweiten, gegenüberliegenden
Kante des Abzugsstreifens eine Kerbe zur Darstellung einer binären Eins bildet.
15. System nach Anspruch 11, wobei die Klebeeinrichtung die folgenden Merkmale aufweist:
eine Band-Aufbringeeinrichtung zum Aufbringen des Bandes auf den Film in einer
solchen Ausrichtung, daß der Strichcode senkrecht zur ersten Richtung ausgerichtet
ist, und
eine Strichcode-Ableseeinrichtung, die der Klebeeinrichtung zugeordnet ist
und oberhalb des Bearbeitungsweges zum Abtasten in einer Richtung rechtwinklig zur
ersten Richtung angebracht ist.
16. Drucker zum Aufdrucken eines Strichcodes und einer von Menschen lesbaren Nummer
nebeneinander auf einem Bandstreifen, mit den folgenden Merkmalen:
eine Bandspur zur Aufnahme des Bandes, wobei eine Zufuhreinrichtung der Bandspur
zugeordnet ist, um das Band längs der Spur in einer ersten Richtung zu fördern,
eine Anordnung von Punktmatrix-Drucknadeln, die oberhalb der Bandspur für die
selektive Hin- und Herbewegung der Nadeln zur Bandspur hin angebracht sind,
ein Strichcode-Amboß, der neben der Nadelanordnung angeordnet ist und einen
ersten Kantenabschnitt aufweist,
eine Magnetspule, die unterhalb der Bandspur angebracht ist und einen Stößel
aufweist, der durch Erregen der Magnetspule zur Bewegung nach oben beweglich ist,
um den Kantenabschnitt des Strichcode-Ambosses zu berühren,
ein Strichpunkt-Amboß, der unterhalb der Bandspur angebracht ist, wobei mindestens
ein Abschnitt des Ambosses auf die Nadelanordnung ausgerichtet ist,
eine Bandführungseinrichtung zum Führen eines Farbbandes zwischen der Nadelanordnung
und dem Strichcode-Amboß sowie einer ersten Oberfläche des Bandes,
eine erste Steuereinrichtung, die der Punktmatrix-Nadelanordnung zugeordnet
ist, um die Nadeln wahlweise in Berührung mit dem Band zu bewegen, um das Band in
Berührung mit der ersten Bandfläche zu drücken und demzufolge eine zweite Oberfläche
des Bandes in Berührung mit der Punktmatrix zu drücken, um ein Punktbild auf das Band
aufzudrucken, und
eine zweite Steuereinrichtung, die der Magnetspule zugeordnet ist, um wahlweise
die Magnetspule zur Bewegung des Stößels in Berührung mit einer zweiten Fläche des
Bandes zu erregen und demzufolge die erste Fläche des Bands in Berührung mit dem Farbband
zu drücken und das Farbband in Berührung mit dem Kantenabschnitt des Strichcode-Ambosses
zur Bildung eines Strichbildes auf dem Band zu drücken.
17. Drucker nach Anspruch 16, wobei der Punktmatrix-Amboß kreisringörmig ist und
sich der Stößel innerhalb des Mittelloches des Kreisringes bewegt.
18. Drucker nach Anspruch 17, ferner mit einer Sensoreinrichtung zum Messen des Endes
des Klebebandes und zum Entwickeln eines Signals, wenn das Ende gemessen wird.