(19)
(11) EP 0 291 453 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.11.1988  Patentblatt  1988/46

(21) Anmeldenummer: 88810281.1

(22) Anmeldetag:  03.05.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4A47B 96/06, A47B 96/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB LI NL

(30) Priorität: 12.05.1987 DE 8706819 U

(71) Anmelder:
  • Abnox AG
    CH-6330 Cham (CH)
  • Maiwald, Wolfgang
    CH-8702 Zollikon (CH)

(72) Erfinder:
  • Maiwald, Wolfgang
    CH-8702 Zollikon (CH)

(74) Vertreter: Quehl, Horst Max, Dipl.-Ing. 
Patentanwalt Postfach 223 Ringstrasse 7
8274 Tägerwilen
8274 Tägerwilen (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Regalvorrichtung


    (57) Die Regalvorrichtung (1) hat zwischen Tragarmen (2) mit fla­chem Querschnitt befestigte Tablare (3). Abgebogene Ränder (6) der Tablare (3) liegen an den Tragarmen (2) an und sind mit diesen durch Verbindungselemente (4) verbunden, deren Schaft (7) in entgegengesetzt gerichtete u-förmige Ausneh­mungen (9,10) des Tragarmes (2) und des jeweiligen Tablar­randes (6) eingreift. An beiden Enden des Schaftes (7) der Verbindungselemente (4) sind Köpfe (15,16) angeformt, so dass die Tablarränder (6) und der Tragarm (2) zwischen die­sen Köpfen (15,16) eingeschlossen sind. Die Regalvorrichtung (1) hat somit eine hohe Stabilität und lässt sich einfach montieren.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Regalvorrichtung mit zwischen Tragarmen befestigten Tablaren, wobei die Tragarme und ein zu diesen parallelverlaufender und an ihnen anliegender Rand der Tablare einen flachen Querschnitt aufweisen und zwischen den Tablaren und den Tragarmen Verbindungselemente vorgese­hen sind, die einen im Querschnitt runden Schaft aufweisen.

    [0002] Regalvorrichtungen dieser Art sind in zahlreichen Ausfüh­rungsformen bekannt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrun­de eine Regalvorrichtung dieser Art zu finden, die bei ein­facher Konstruktion und entsprechend einfacher Herstellbar­keit ihrer Elemente sich sehr einfach montieren lässt und eine besonders hohe Stabilität aufweist. Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Regalvorrichtung vorgeschlagen, bei der die Verbindungselemente an beiden Schaftenden je einen ein­stückig mit diesem verbundenen Kopf aufweisen und der Schaft in einseitig offene Ausnehmungen des Tragarmes und minde­stens eines Tablarrandes eingreift, so dass diese zwischen den Köpfen des Befestigungselementes eingeschlossen sind, wobei die mindestens eine Ausnehmung des Tragarmes nach oben und diejenige des Tablarrandes nach unten offen ist.

    [0003] Ein besseres Verständnis der Erfindung ergibt sich durch die folgende Beschreibung anhand eines zeichnerisch dargestell­ten Ausführungsbeispieles. Es zeigt:

    Fig.1 eine perspektivische Darstellung eines Teiles einer unvollständig montierten Regalvorrichtung,

    Fig.2 eine perspektivische Darstellung eines Teiles eines Tragarmes,

    Fig.3 eine Seitenansicht eines Verbindungselementes für den Eingriff in eine Ausnehmung eines Tragarmes und von zwei Tablarrändern,

    Fig.4 eine Seitenansicht eines Verbindungselementes für den Eingriff in eine Ausnehmung eines Tragarmes und eines Tablarrandes und

    Fig.5 eine Teilansicht einer Schmalseite der Regalvorrich­tung nach Fig.1.



    [0004] Die Regalvorrichtung 1 besteht aus mindestens zwei Tragarmen 2 und mindestens einem an diesen befestigten Tablar 3 sowie aus in diese eingreifenden Verbindungselementen 4,5.

    [0005] Die Tragarme 2 sind auf bekannte Weise mit ihrem einen, nichtdargestellten Ende an einer Wand entweder unmittelbar mittels Schrauben oder durch Eingriff in Vertikalstützen be­festigt, die ihrerseits an der Wand befestigt sind, und sie ragen horizontal oder geneigt von der Wand weg. Sie haben einen flachen Querschnitt und sind z.B. aus Blech ausgestanzt.

    [0006] Die Tablare 3 haben eine langgestreckte Form und an ihren beiden Enden einen senkrecht von ihrer Ebene nach unten ab­stehenden flanschartigen Rand 6, der somit ähnlich den Trag­armen 2 einen flachen Querschnitt aufweist. Dieser Rand ist vorzugsweise in einem Stück mit dem Tablar 3 durch Abbiegen eines aus Blech geformten Tablars 3 hergestellt.

    [0007] Die Verbindungselemente 4,5, von denen mindestens eines zwi­schen jedem Tablarrand 6 und einem Tragarm 2 die feste Ver­bindung herstellt, greifen mit ihrem Schaft 7,8 jeweils in eine einseitig offene und somit z.B. u-förmige Ausnehmung 9,10 sowohl eines Tragarmes 2 als auch eine Tablarrandes 6 ein. Die mindestens eine Ausnehmung 9 des Tragarmes 2 ist nach oben offen, während die mindestens eine Ausnehmung 10 der Tablarränder 6 nach unten offen ist, so dass die durch die Tablarbelastung nach unten wirkenden Kräfte über den Grundbereich 12 bzw. 13 beider Ausnehmungen 9,10 beidseitig auf den Schaft 7,8 des Befestigungselementes 4,5 übertragen werden. Eine Verkantung bzw. Schrägstellung des Verbin­dungselementes 4,5 durch die im Abstand voneinander wirken­den Tablarbelastungskräfte und Stützkräfte des Tragarmes wird durch die Anlage je eines Kopfes 15,16;17,18 des Verbindungselementes 4,5 an dem Tragarm 2 (Fig.4) und/oder den Tablarrändern 6 (Fig.3) verhindert. Diese an beiden Enden des Schaftes 7,8 vorgesehenen Köpfe 15,16;17,18 neh­men auch Kräfte auf, die in horizontaler Richtung oder auf­grund der Biegebelastung der Tablare 3 am Tablarsystem wir­ken. Um eine Anlage der vorzugsweise eine ebene innere Be­grenzungsfläche 19,20 aufweisenden Köpfe 4,5 mit geringem Spiel zu erreichen, entspricht die Distanz zwischen den Köpfen 15,16;17,18 des jeweiligen Verbindungselementes 4,5, bzw. die Länge des Schaftes 7,8 der Summe aus den Querschnitts­breiten des Tragarmes 2 und eines (Fig.4) oder von zwei (Fig.3) Tablarrändern 6. Entsprechend können zwei verschieden lange Verbindungselemente 4 und 5 zur Anwendung gelangen, je nach­de mob zwei über einen Tragarm 2 aneinandergrenzende Tablare 3 miteinander zu verbinden sind, wie in Fig.1 links darge­stellt ist oder ob am Ende eines Regalsystems nur ein letztes Tablar 3 über seinen Flansch 6 mit einem Tragarm 2 zu verbin­den ist. Diese beiden Beispiele sind in Fig.3 und 4 durch Strichliniendarstellungen der Tablarflansche 6 und des Trag­armes 2 angedeutet. Es kann jedoch auch auf zusätzliche kür­zere Verbindungselemente 5 verzichtet werden, wenn zur Aus­füllung der durch einen fehlenden Tablarflansch sich ergeben­den Lücke ein Distanzkörper geigneter Art auf den Schaft 7 seitlich aufgeschoben wird.

    [0008] Die Montage der erfindungsgemässen Regalvorrichtung ist sehr einfach, indem zuerst die Verbindungselemente 4,5 in die Ausnehmungen 9 der Tragarme 2 eingehängt werden, anschlie­ssend die Tablare mit der Unterkante 22 ihrer Ränder 6 auf die Verbindungselemente 4,5 aufgelegt und soweit verschoben werden, bis ihre vordere Ausnehmung 10 über den Schaft 7,8 des Verbindungselementes 4,5 einrastet. Eine konische Formgebung zumindest des radial äusseren Bereichs 23,24 der inneren Begrenzungsflächen 19,20 der Köpfe 15,16;17,18 der Verbindungselemente 4,5 erleichtert dieses Einrasten. An­schliessend werden die Tablare um die sich somit am Verbin­dungselement 4,5 ergebende Schwenkachse in ihre Endposition abwärts geschwenkt,bis sie an einem andersartigen oder vor­zugsweise gleichartigen Verbindungs- oder Stützelement eine feste Auflage erhalten.


    Ansprüche

    1. Regalvorrichtung mit zwischen Tragarmen befestigten Tabla­ren, wobei die Tragarme und ein zu diesen parallelverlaufen­der und an ihnen anliegender Rand der Tablare einen flachen Querschnitt aufweisen und zwischen den Tablaren und den Tragarmen Verbindungselemente vorgesehen sind, die einen im Querschnitt runden Schaft aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (4,5) an beiden Enden des Schaf­tes (7,8) je einen einstückig mit diesem verbundenen Kopf (15,16;17,18) aufweisen und der Schaft (7,8) in einseitig offene Ausnehmungen (9,10) des Tragarmes (2) und mindestens eines Tablarrandes (6) eingreift, so dass diese zwischen den Köpfen (15,16;17,18) des Befestigungselemntes (4,5) ein­geschlossen sind, wobei die mindestens eine Ausnehmung (9) des Tragarmes (2) nach oben und diejenige des Tablarrandes (6) nach unten offen ist.
     
    2. Regalvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Köpfe (15,16;17,18) des Verbin­dungselementes (4,5) an seiner Innenseite konisch geformt ist.
     
    3. Regalvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­zeichnet, dass die Distanz zwischen den Köpfen (15,16) des Befestigungselemntes (4) mindestens angenähert gleich der Summe aus den Querschnittsbreiten eines Tragarmes (2) und eines oder von zwei Rändern (6) zweier Tablare (3) ist.
     
    4. Regalvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tablare (3) nach unten aus Blech abgebogene flanschartige Ränder (6) aufweisen.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht