[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verschlußkappe für Infusions- und Transfusionsflaschen,
mit einer einen Bördelhals der Flasche umgreifenden Bördelkappe, welche eine Mittelausnehmung
besitzt, die vom Mittelbereich eines Kunststoff-Deckels verschlossen ist derart,
daß eine Ringzone des Kunststoff-Deckels den Rand der Mittelausnehmung untergreift.
[0002] Eine Verschlußkappe dieser Art ist durch die DE-PS 20 40 937 bekannt. Durch Abziehen
des Kunststoff-Deckels liegt die Mittelausnehmung frei für das Einführen einer Injektionsnadel,
eines Transfusionsbestecks oder dergleichen durch einen im Bördelhals eingelagerten,
scheibenartigen Verschlußstopfen hindurch. Aus Gründen der unverzichtbaren Sterilität
des Übergangsbereichs zwischen Kunststoff-Deckel und Bördelkappe muß einerseits eine
wirksame Keimsperre vorliegen, was dort durch eine ringnutartige Dichtungsfuge gegeben
ist. Der formpassende Umgriff der Mittelausnehmung durch den zäh-elastischen Kunststoff
des Deckels erfordert andererseits aber relativ hohe Öffnungskräfte, weshalb dem
Kunststoff-Deckel oberseitig eine etwa der Flächengröße der Mittelausnehmung angepaßte
Zuglasche angeformt ist. Letztere greift dezentral an und überragt freifliegend den
besagten Mittelbereich in enger paralleler Nachbarschaftslage zur Deckeloberseite.
Das bedingt aber komplizierte formtechnische Maßnahmen. Um die Zuglasche in die greifgerechte
Position zu bringen, muß sie praktisch im Winkel von etwa 90° abgeknickt werden.
Hierin besteht eine nicht unerhebliche Gefahr des Abrisses; ohne eine solche Zuglasche
ist das Entfernen des Kunststoff-Deckels im Grunde nur noch durch Einsatz von Hilfswerkzeugen
möglich. Das aber kann zu Beschädigungen am Flaschenhals führen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Verschlußkappe in herstellungstechnisch
einfacher, gebrauchszuverlässigerer Weise ohne Einbuße an Dichtigkeit so auszubilden,
daß sich die Verschlußkappe trotz festerer Verbindung mit der Bördelkappe leichter
entfernen läßt.
[0004] Gelöst ist diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung.
[0005] Die Unteransprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Verschlußkappe.
[0006] Zufolge solcher Ausgestaltung ist eine gattungsgemäße Verschlußkappe geschaffen,
die dem Grunderfordernis der keimfreien Abdichtung Rechnung trägt, trotzdem aber
durch das Bedienungspersonal unter Einsatz geringerer Kräfte geöffnet werden kann.
Erreicht ist dies einfach durch mindestens eine durch Materialverdünnung gebildete,
radial verlaufende Soll-Knicklinie des Kunststoffdeckels. Unter Erfassung des Randes
des Kunststoff-Deckels wird dieser einfach, definiert durch die besagte Soll-Knicklinie,
um diese partiell hochgeklappt. Da sie den Mittelbereich schneidet, kommt es dabei
zu einem hälftigen Aushebeln der den Rand der Mittelausnehmung dichtend umfassenden
Ringzone der dortigen Verbindungsstelle sowie zu einem leichten Herausziehen des
Restes. Je nach Farbgebung des verwendeten Kunststoffmateriales für den Deckel läßt
sich hierbei sogar der entstehende sogenannte "Weißbruch" für eine Sichtkontrolle
nutzen, nämlich dahingehend, ob die Infusionsflasche bereits in Gebrauch ist bzw.
war oder nicht. Eine solche Originalitätsverschlußanzeige erhöht im medizinischen
Einsatzbereich ohne Zweifel die Sicherheit. Um nicht auf einen bestimmten Angriffsbereich
angewiesen zu sein, kann die beschriebene Öffnungshilfe mehrfach an der Verschlußkappe
realisiert sein, und zwar bspw. durch mehrere in gleichmäßiger Winkelverteilung vorgesehene,
vom Rand des Kunststoff-Deckels bis zum Mittelbereich reichende Soll-Knicklinien.
Hierdurch ergeben sich mehrere Hauptbereiche für das Einleiten des hebelgünstigen
Hochklappens des Kunststoff-Deckels mit anschließendem Herausziehen des ringzonenseitigen
Rest-Dichtungsabschnitts. Um die Angriffsbereiche optisch deutlich zu machen und
im übrigen auch eine vergrößerte Angriffsfläche zu bekommen, wird weiter vorgeschlagen,
daß der Kunststoffdeckel mindestens eine über den Bördelrand der Bördelkappe auskragende
Grifflasche aufweist. Aus formtechnisch vorteilhaften Gründen kann diese Grifflasche
auf Höhe der Bodenfläche des topfförmig gestalteten Kunststoff-Deckels sitzen. Zudem
besteht auch noch eine vorteilhafte Ausgestaltung dahingehend, daß der diametral
verlaufenden Soll-Knicklinie entsprechende Knicklinien parallel verlaufend benachbart
sind. Weiter besteht eine vorteilhafte Variante darin, daß die Nut sich auch durch
die Ringzone, den von ihr umschriebenen Bereich und die Wandung des Kunststoff-Deckels
erstreckt. Das Knicken wird dadurch zusätzlich erleichtert. Schließlich bringt die
Erfindung noch eine Ausführungsform dahingehend, daß sich außerhalb des von der Ringzone
untergriffenen Randes der Mittelausnehmung in der Decke der Bördelkappe eine umlaufende
Reißlinie befindet. Unter Abhebeln des Kunststoff-Deckels wird durch diese Ausgestaltung
einfach der Befestigungsbereich der zweckmäßig aus Aluminium bestehenden Bördelkappe
mitherausgehoben. Um möglichst gleiche Trennbedingungen von praktisch allen Seiten
her sicherzustellen, erweist es sich noch als vorteilhaft, daß die Reißlinie konzentrisch
zum Rand der Mittelausnehmung verläuft. Die Reißlinie läßt sich im Wege des Tiefziehens
der Bördelkappe gleich mitberücksichtigen. Im allgemeinen genügt eine kerbtalartige
Ringrinne.
[0007] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand mehrerer zeichnerisch veranschaulichter
Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine mit der erfindungsgemäßen Verschlußkappe erster Ausführungsform bestückte
Infusionsflasche in Seitenansicht, gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 die Draufsicht hierzu,
Fig. 3 die Infusionsflasche in Unteransicht,
Fig. 4 zur Verdeutlichung der kappenbildenden Einzelteile eine Explosionsdarstellung
der Fig. 1,
Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch den kappenbestückten Bördelhals der Infusionsflasche,
und zwar in gegenüber Fig. 1 erheblich vergrößerter Wiedergabe,
Fig. 6 den Kunststoff-Deckel in isolierter Darstellung, und zwar in Unteransicht,
Fig. 7 den Schnitt gemäß Fig. VII-VII in Fig. 6,
Fig. 8 den Kunststoff-Deckel gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 9 diesen Kunststoff-Deckel in mit der Bördelkappe verbundenem Zustand, nach Schnittverlauf
IX-IX in Fig. 8,
Fig. 10 die Unteransicht gegen eine andere Variante des Kunststoff-Deckels,
Fig. 11 die entsprechende Unteransicht einer dritten Ausführungsform des Kunststoff-Deckels,
Fig. 12 die Unteransicht einer Verschlußkappe gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel,
Fig. 13 einen Vertikalschnitt durch den kappenbestückten Bördelhals der Infusionsflasche,
Fig. 14 die gleiche Figur bei abgezogenem Kunststoffdeckel unter Verdeutlichung der
an dem Kunststoff-Deckel verbliebenen herausgerissenen inneren Randpartie der Bördelkappe
und
Fig. 15 eine Herausvergrößerung aus Fig. 13.
[0008] Die eine Infusions- oder Transfusionsflüssigkeit 1 enthaltende Flasche 2 geht über
einen sich kegelstumpfförmig verjüngenden Abschnitt in den sogenannten Bördelhals
3 über. Letztere bildet durch entsprechenden Wandungsversatz eine innere Ringschulter
4 zur randseitigen Auflage eines scheibchenförmigen Verschlußstopfens 5. Der besteht
aus Gummi, Kunststoff oder sontigem von einer Kanüle durchdringbarem und sich wieder
schließenden Material.
[0009] Der relativ dickwandige Verschlußstopfen 5 schließt mit der Stirnfläche 3′ des Bördelhalses
3 im wesentlichen ebenengleich ab.
[0010] Den keimhemmenden Abschluß bildet eine darauf aufliegende Verschlußkappe 6. Letztere
besteht aus einer topfförmigen Bördelkappe 7 mit zentraler Mittelausnehmung 8, welche
von einem Kunststoff-Deckel 9 verschlossen ist.
[0011] Die Bördelkappe 7 weist eine zylindrische Topfwandung auf, deren Rand eine ringförmige
Schulter 10 des Bördelhalses 3 untergreift. Die Bördelkappe 7 besteht aus relativ
dünnwandigem Aluminium. Der schulteruntergreifende Bördelrand ist mit 7′ bezeichnet.
[0012] Der die Decke 11 der topfförmigen Bördelkappe 7 bildende Boden der Kappe ist ebenflächig.
Der Rand der darin angeordneten Mittelausnehmung 8 geht in eine inverse Bördelung
über, so daß dieser Rand quergerundet ist und auf einem kurzen radialen Abschnitt
praktisch doppelwandig ausgebildet ist. Der dabei entstandene Ringkragen trägt das
Bezugszeichen 12. Er liegt mit seiner Innenseite an der Unterseite der Decke 11 an.
[0013] Die Verbindung zwischen Bördelkappe 7 und dem ebenfalls topfförmig gestalteten Kunststoff-Deckel
9 kann durch thermisches Annieten oder aber auch gleich durch Anspritzen erfolgen.
Im Falle des thermischen Annietens bildet der Kunststoff-Deckel 9 zentralliegend
einen in Richtung der Flasche weisenden Stehkragen 13 aus, dessen Außendurchmesser
dem lichten Durchmesser der kreisrunden Mittelausnehmung 8 entspricht. Der zylindrisch
gestaltete Stehkragen 13 durchgreift bei Zuordnung die besagte Mittelausnehmung 8,
wonach der überstehende Kragenabschnitt 13′ nach auswärts gerichtet umgelegt wird.
Der diesbezügliche Verbindungsbereich erweist sich als dicht und somit als wirksame
Keimsperre. Im Grunde liegt dort der Rand der Mittelausnehmung 8 dann in einer Ringnut
ein.
[0014] Die Mantelwand der Bördelkappe 7 wird nur partiell von der zylindrischen Wandung
9′ des Kunststoff-Deckels 9 eng anliegend übergriffen, und zwar etwa auf einem Drittel
der axialen Länge. Die Topfwandung 9′ des Kunststoff-Deckels 9 ist um ein Vielfaches
dickwandiger als die der Bördelkappe 7. Gleiches gilt im Grunde für die Dicke der
Decke 9˝ des Kunststoff-Deckels 9.
[0015] Zur Ingebrauchnahme zwecks Entnahme der Infusionsflüssigkeit 1 braucht nur der Kunststoff-Deckel
9 entfernt zu werden. Dies bedeutet Aufhebung der Verbindung zwischen diesem und der
Bördelkappe 7, die mit ihrer Ringfläche den Verschlußstopfen 5 im Randbereich überfängt
(der in Fig. 5 und 9 dargestellte spaltartige Abstand ist aus Gründen der Deutlichkeit
stark übertrieben). Erleichtert ist das entsprechende Lösen der Kunststoff-Kappe
9 durch mindestens eine durch Materialverdünnung gebildete, radialverlaufende Soll-Knicklinie
x-x des Kunststoff-Deckels 9. Gebildet sind die Soll-Knicklinien x-x von einer Nut
14. Diese befindet sich an der Unterseite 15 des Kunststoff-Deckels 9. Die Nuten 14
beginnen auf Höhe der Mantelwand des zentralliegenden Ringkragens 13 und erstrecken
sich, in Verlängerung gesehen, diametral verlaufend, also die Längsmittelachse y-y
der rotationssymmetrisch gestalteten Flasche 2 schneidend, bis hin zur zylindrischen
Innenfläche der Topfwandung 9′. Die Nut kann auch deckeloberseitig liegen.
[0016] Die Tiefe der Nut entspricht etwa 4/5 der Dicke der Decke 9˝ des Kunststoff-Deckels
9. Die Breite der Nut 14 entspricht der Tiefe (vergl. Fig. 7). Bei der aus Fig. 6
ersichtlichen winkelgleichen Anordnung von insgesamt vier Nuten 14, von denen jeweils
zwei in linearer Ausrichtung und dabei die Längsmittelachse y-y schneidend verlaufen,
ergeben sich beim Hochwinkeln jeweils Falthälften. Es liegt ein günstiger langer Hebelarm
zugrunde, welcher den den Befestigungsabschnitt bildenden Ringkragen 13 hälftig exakt
definiert aushebt. Der restliche Aushub fällt entsprechend ohne größeren Krafteinsatz
aus. Diese Hälfte kann man praktisch nutparallel herausziehen.
[0017] Bei Kunststoff-Deckeln oberseitiger Nutung lassen sich die Angriffsbereiche optisch
erkennen. Ist die Nutung jedoch, wie beim Ausführungsbeispiel beschrieben, an der
Unterseite des besagten Deckels vorgenommen, so erweist es sich als bedienungsgünstig,
daß der Kunststoff-Deckel 9 mindestens ein über den Bördelrand 7′ der Bördelkappe
7 horizontal auskragende Grifflasche 16 aufweist (so braucht die recht schmale Deckelrandkante
nicht gefaßt zu werden). Es handelt sich um mützenschirmartige, auf Höhe der Decke
9˝ verlaufende Anformungen, welche zudem zu einer noch größeren Hebelarm länge führen.
Die Grifflaschen 16 kragen jeweils senkrecht zur diametralen Soll-Knicklinie x-x aus.
Ihre freien Enden sind parallelverlaufend zur besagten Linie gekappt. Ihre Seitenflanken
16′ laufen als konvexe Bogenabschnitte tangierend in die Mantelfläche der Topfwandung
9′ ein. Bei der in Fig. 6 und 8 angewandten Viererverteilung der Nuten 16 weisen
die Grifflaschen 16 einen im wesentlichen trapezförmigen Grundriß auf. Die größere
Basisfläche wurzelt in der Mantelwandung und nimmt einen entsprechend gekrümmten
Verlauf. Grundrißmäßig handelt es sich praktisch um einen Kreis im Quadrat. Die dortigen
Seitenflanken 16′ der Grifflaschen 16 stehen also im rechten Winkel zueinander.
[0018] Um auch den vom Ringkragen 13 umschriebenen Bereich und den Ringkragen selber biegefreudiger
zu gestalten, können die Nuten 14 alternativ in der umschriebenen Innenfläche richtungsgleich
fortgeführt sein und dabei auch noch die Topfwandung 9′ des Kunststoff-Deckels 9
miterfassen (vergl. Fig. 6, strichpunktierte Eintragung). Die entsprechende Nutung
durchtrennt bis in den jeweiligen Topfrand. Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit,
den Rücken dieser Fläche insgesamt materialverdünnend auszunehmen, wie dies aus Fig.
9 ersichtlich ist. Die entsprechende oberseitige Ausnehmung trägt das Bezugszeichen
17. Sie kann auch unten liegen. Der Reststeg entspricht der Dicke der verbleibenden
Materialbrücke im Querschnittsbereich der Nut 16.
[0019] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 11 ist insofern gegenüber dem gemäß Fig. 10 abgewandelt,
als sich dort noch benachbart zur die Längsmittelachse y-y kreuzenden Ausrichtung
der diametralen Soll-Knicklinie x-x parallel zu dieser verlaufend weitere Soll-Knicklinien
x′-x′ erstrecken, deren nun durchgehende Nut 14 mittig der jeweiligen Deckenhälfte
verläuft. Der periphere kreisabschnittartige Flächenbereich des Kunststoff-Deckels
hebt zuerst ab, dann folgt panzerkettenartig der materialmäßig mit dem Ringkragen
13 verbundene Abschnitt usw. Die Nutung kann auch hier die Topfwandung durchtrennen.
[0020] Das Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 12 bis 15 ist bezüglich der unterseitigen
Nutung des Kunststoff-Deckels 9 so ausgebildet wie die voraufgegangenen Beispiele,
insbesondere das gemäß Fig. 8. Die Bezugsziffern sind daher, ohne textliche Wiederholungen,
sinngemäß angewandt. Der Unterschied besteht jedoch darin, daß sich außerhalb des
die Randpartie der Mittelausnehmung 8 untergreifenden Kragenabschnitts 13′ in der
Decke 11 der Bördelkappe 7 eine umlaufende Reißlinie z befindet. Letztere verläuft
konzentrisch zum Rand der Mittelausnehmung 8. Unter Abheben des Kunststoff-Deckels
9 trennt sich der über den Ringkragen 13 des Kunststoff-Deckels 9 befestigte ringförmige,
zentrale Deckenabschnitt 11′ von der Decke 11 der Bördelkappe 7. Er wird sauber herausgetrennt.
Es verbleibt auf diese Weise sogar noch eine etwas größere Mittelausnehmung 8 in der
Decke 11 zum Einführen der Injektionsnadel.
[0021] Die Reißlinie z besteht aus einer ringförmigen kerbtalartigen Rinne. Der Rinnengrund
endet unter Belastung eines Bruchteils der Ausgangsdicke der Decke 11 vor der Unterseite
der Decke. Die entsprechende Rinnenprägung kann beim Tiefziehen der aus Aluminium
bestehenden Bördelkappe 7 gleich mitberücksichtigt sein. Der durch sie definierte
ringförmige Deckenabschnitt steigt zum Zentrum hin leicht an. Einen entsprechenden
Verlauf nimmt auch die Oberseite des Kunststoff-Deckels 9.
[0022] In Weiterbildung zur Lösung gemäß Fig. 8 erstreckt sich die Nut 14 auch dort in die
Topfwandung 9′ hinein. Radial nach innen gerichtet endet die Nut 14 jedoch auf Höhe
des auswärtsweisenden Stirnendes 13˝ des Kragenabschnitts 13′. In dieser Ebene erstreckt
sich vertikal fluchtend eine seitliche Verdickung des Ringkragens 13. Deren parallele
äußere Ringfläche ist mit 13‴ bezeichnet. Der vom inneren Ab schnitt der Decke gebildete
Rand der Mittelausnehmung 8 erfährt insoweit eine stabile Einfassung, dies sogar bei
an drei Seiten erfolgender Abdichtung.
[0023] Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten neuen Merkmale
sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den Ansprüchen nicht ausdrücklich beansprucht
sind.
1. Verschlußkappe für Infusions- und Transfusionsflaschen, mit einer einen Bördelhals
(3) der Flasche (2) umgreifenden Bördelkappe (7), welche eine Mittelausnehmung (8)
besitzt, die vom Mittelbereich eines Kunststoff-Deckels (9) verschlossen ist derart,
daß eine Ringzone des Kunststoff-Deckels den Rand der Mittelausnehmung (8) untergreift,
gekennzeichnet durch mindestens eine durch Materialverdünnung gebildete, radial verlaufende
Soll-Knicklinie (x-x) des Kunststoff-Deckels (9).
2. Verschlußkappe nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere in gleichmäßiger Winkelverteilung
vorgesehene, vom Rand des Kunststoff-Deckels (9) bis zum Mittelbereich und weiter
reichende, diametrale Soll-Knicklinien (x-x).
3. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Soll-Knicklinien (x-x) von einer Nut (14) an der Unterseite
(15) des Kunststoff-Deckels (9) gebildet ist.
4. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kunststoff-Deckel (9) mindestens eine über den Bördelrand
der Bördelkappe (7) auskragende Grifflasche (16) aufweist.
5. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Grifflaschen (16) auf Höhe der Bodenfläche des topfförmig
gestalteten Kunststoff-Deckels (17) verlaufen.
6. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der diametral verlaufenden Soll-Knicklinie (x-x) parallelverlaufende
Soll-Knicklinien (x′-x′) benachbart sind.
7. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Nut (14) sich auch durch die Ringzone (Ringkragen 13), den
von ihr umschriebenen Bereich und die Wandung (Topfwandung 9′) des Kunststoff-Deckels
(9) erstreckt.
8. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß sich außerhalb des von der Ringzone (Ringkragen 13) untergriffenen
Randes der Mittelausnehmung (8) in der Decke (11) der Bördelkappe (7) eine umlaufende
Reißlinie (z) befindet.
9. Verschlußkappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Reißlinie (z) konzentrisch zum Rand der Mittelausnehmung (8)
verläuft.