[0001] Die Erfindung betrifft eine Dusch- und Badekabine mit einer Liegefläche und einer
oberhalb der Liegefläche mündenden Zuführungseinrichtung für Wasser.
[0002] Eine Dusch- und Badekabine der eingangs genannten Art wird verwendet, um den Körper
eines Patienten einer Wasserbeaufschlagung auszusetzen, um auf diese Weise eine medizinische
oder therapeutische Behandlung durchzuführen. Bei einer bekannten Dusch- und Badekabine,
welche beispielsweise in der EP-A2-194 625 beschrieben ist, erfolgt eine praktisch
gleichmäßige Beaufschlagung des Körpers des Patienten mit Wasserstrahlen. Für bestimmte
medizinische Anwendungs- zwecke kann es sich als notwendig erweisen, einzelne Körperpartien
des Patienten in gezielter Weise Wasserstrahlen auszusetzen und auf diese Weise einer
Wassertherapie zu unterziehen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dusch- und Badekabine der eingangs
genannten Art zu schaffen, welche bei einfachem Aufbau und einfacher, betriebssicherer
Anwendbarkeit eine gezielte Behandlung einzelner Partien des Körpers eines Patienten
ermöglicht.
[0004] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß oberhalb der Liegefläche ein
längs einer Führung verfahrbarer Schlitten angeordnet ist, der zumindest eine Düse
zur Abgabe von Wasser trägt, die relativ zum Schlitten verschwenkbar und höhenveränderbar
ist, und daß eine Steuereinrichtung zur Steuerung des Drucks und der Menge des Wassers
und der Stellung der Düse vorgesehen ist.
[0005] Die erfindungsgemäße Duschkabine zeichnet sich durch eine Reihe erheblicher Vorteile
aus. Mittels des verfahrbaren Schlittens ist es möglich, die an diesem befestigte
Düse gezielt oberhalb bestimmter Bereiche der Liegefläche und damit auch oberhalb
bestimmter Körperpartien des Patienten anzuordnen. Es ist somit möglich, einzelne
Körperteile, beispielsweise die Füße, die Unterschenkel oder den Oberkörper einer
Wasserbehandlung auszusetzen. Dies kann sich insbesondere bei der Behandlung von
Durchblutungsstörungen oder Kreislaufbeschwerden als besonders vorteilhaft erweisen.
Durch die Verfahrbarkeit des Schlittens ist eine räumlich begrenzte Wasserbeaufschlagung
möglich. Da die Düsen relativ zum Schlitten verschwenkbar und höhenveränderbar sind,
ist es möglich, sowohl die Aufprallenergie der einzelnen Wassertropfen durch Veränderung
der Fallhöhe zu beeinflussen, als auch den Auftreffwinkel auf die Oberfläche des Körpers
des Patienten. Die erfindungsgemäße Dusch- und Badekabine ermöglicht somit eine Behandlung
des Körpers des Patienten, die einem Abbrausen des Körpers durch eine von einem Therapeuten
geführte Handbrause entspricht. Es läßt sich somit eine besonders feinsinnig steuerbare
und den jeweiligen Gegebenheiten anpaßbare Therapie durchführen. Mittels der erfindungsgemäßen
Steuereinrichtung ist es möglich, den Druck, die Menge des Wassers und die Stellung
der Düsen gezielt zu beeinflussen. Die Stellung der Düsen kann zum einen durch eine
Verschwenkung oder Neigung der Düsen und zum anderen durch ein Verfahren des Schlittens
verändert werden. Durch die Höhenveränderbarkeit der Düsen ist es möglich, den Aufpralldruck
des Wassers zu beeinflussen. Durch geeignete Ventileinrichtungen ist es weiterhin
möglich, die Wassermenge und, unter Verwendung eines Druckmindererventils, den Wasserdruck
vorzuwählen. Dabei kann es sich als besonders vorteilhaft erweisen, wenn die Steuervorrichtung
gemäß einem vorgegebenen Programmablauf steuerbar ist. Es ist aber auch in vorteilhafter
Weise möglich, die Steuereinrichtung manuell zu betätigen, wobei dies entweder durch
den Patienten vom Innenraum der Dusch- oder Badekabine aus erfolgen kann, als auch
durch ein außerhalb der Kabine befindliche Bedienungsperson.
[0006] Eine besonders vorteilhafte Weiterentwicklung der Erfindung ist dadurch gegeben,
daß die Düse auswechselbar angeordnet ist. Es kann sich weiterhin als günstig erweisen,
wenn mehrere Düsen am Schlitten angeordnet sind oder wenn Düsen verschiedenen Querschnitts
und/oder verschiedenen Strahlprofils vorgesehen sind. Auf diese Weise ist es möglich,
die Dusch- und Badekabine den jeweiligen Einsatzbedingungen anzupassen. Beispielsweise
ist es im Rahmen eines Therapiebetriebes möglich, nacheinander verschiedene Personen
mit unterschiedlichen Anforderungen zu behandeln. Dies ist besonders dann in einfacher
Weise möglich, wenn mehrere Düsen vorgesehen sind und diese auswechselbar ausgestaltet
sind, da dann für die jeweiligen Anwendungszwecke geeignete Düsen verwendet werden
können.
[0007] Eine sehr günstige Weiterbildung der erfindungsgemäßen Dusch- und Badekabine liegt
darin, daß oberhalb der Liegefläche zusätzliche Flachdüsen zur Wasserzufuhr angeordnet
sind. Es ist somit möglich, beispielsweise zum einen den Körper des Patienten mittels
der Flach düsen flächig zu beregnen oder abzuduschen, während die an dem Schlitten
angeordneten Düsen zur punktuellen Behandlung einzelner Körperteile verwendet werden
können. Die Flachdüsen können auch verwendet werden, um einzelne Körperbereiche, beispielsweise
die Füße unabhängig von der an dem Schlitten angeordneten Düsen Wasserstrahlen auszusetzen.
Dabei erweist es sich insbesondere als vorteilhaft, wenn die Flachdüsen separat in
Einsatz bringbar sind.
[0008] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist dadurch gegeben, daß die Düsen jeweils
in Gruppen zur Ausbildung von Brauseköpfen oder Beregnungsköpfen zusammengefaßt sind.
Auf diese Weise ist es möglich, einzelne Sektoren oder Zonen der Dusch- oder Brausekabine
auszubilden, welche jeweils gleichzeitig in Betrieb setzbar sind. Es ist auch beispielsweise
möglich, an dem Schlitten einen oder mehrere Brauseköpfe anzuordnen, die jeweils
einen größeren Körperbereich des Patienten beduschen.
[0009] Hinsichtlich einer vollständen Therapie des Patienten ist es weiterhin wünschenswert,
daß der Schlitten über die gesamte Länge der Liegefläche verfahrbar ist, um alle Körperteile
des Patienten zu erreichen.
[0010] Eine weitere günstige Weiterentwicklung ist dadurch gegeben, daß in der Wasserzuleitung
eine Pulsiereinrichtung vorgesehen ist, welche beispielsweise mechanisch durch die
Wasserströmung oder mittels eines Elektromotors antreibbar ist und in vorteilhafter
Weise mittels der Steuereinrichtung steuerbar sein kann. Durch die Pulsiereinrichtung
kann ein zusätzlicher Massageeffekt hervorgerufen werden. Da die Möglichkeit einer
gezielten Beeinflussung einzelner Körperpartien des Patienten gegeben ist, können
diese einzelnen Körper partien auch gezielt mittels der Pulsiereinrichtung massiert
werden.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann dadurch gegeben sein, daß oberhalb des
Schlittens eine der Größe der Liegefläche entsprechende, an ihrer Unterseite mit einer
Vielzahl von Austrittsdüsen versehene, mit Wasser füllbare Wanne angeordnet ist. In
vorteilhafter Weise kann die Wanne in mehrere, einzeln mit Wasser befüllbare Segmente
unterteilt sein, es ist auch in vorteilhafter Weise möglich, die Wanne höhenveränderbar
zu lagern. Mittels der zusätzlichen Wanne kann eine gleichmäßige Dauerberegnung des
Patienten erfolgen, welche zusätzlich zu der Behandlung durch die Düsen erfolgen kann.
Mittels dieser Dauerberegnung kann beispielsweise ein unerwünschtes Abkühlen der
Körperpartien des Patienten vermieden werden, welche momentan nicht einer gezielten
Behandlung durch die steuerbaren Düsen unterworfen sind.
[0012] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung kann dadurch erfolgen, daß dem Wasser Gase
beigemischt sind. Durch entsprechende Auswahl der Gase kann der Therapieeffekt gezielt
beeinflußt werden, so ist es beispielsweise möglich, dem Wasser einen besonders hohen
Anteil an Sauerstoff beizufügen. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn zusätzliche Luftdüsen
vorgesehen sind. Mittels der Luftdüsen läßt sich beispielsweise Warmluft in die Kabine
einblasen, durch welche einzelne Körperpartien des Patienten erwärmt werden können.
[0013] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit
der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine stirnseitige Außenansicht der erfindungsgemäßen Dusch- und Badekabine;
Fig. 2 eine Seitenansicht, im Schnitt, entlang der Linie II-II von Fig. 1;
Fig. 3 eine stirnseitige Schnittansicht gemäß den Fig. 1 und 2 entlang der Linie III-III
von Fig. 2;
Fig. 4 eine Teilansicht, ähnlich Fig. 3, eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Dusch- und Badekabine;
Fig. 5 eine Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels, ähnlich Fig. 4;
Fig. 6 eine Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels, ähnlich Fig. 4;
Fig. 7 eine Teilansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels, ähnlich Fig. 2;
Fig. 8 eine schematische Darstellung einer Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels
einer Pulsiereinrichtung;
Fig. 9 eine schematische stirnseitige Ansicht der in Fig. 8 gezeigten Pulsiereinrichtung;
Fig. 10 eine Seitenansicht, im Schnitt, eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Teils der erfindungsgemäßen Dusch- und Badekabine;
Fig. 11 eine Unteransicht des in Fig. 10 gezeigten Ausführungsbeispiels; und
Fig. 12 eine Seitenansicht des in den Fig. 10 und 11 gezeigten Ausführungsbeispiels,
ähnlich Fig. 2.
[0014] In Fig. 1 ist in Stirnansicht die Außenseite einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Dusch- und Badekabine dargestellt. Diese weist eine Liegefläche 1 auf, sowie eine
Einlaßöffnung 14, welche mit verschließbaren, türartigen Elementen versehen ist,
die einen Halsausschnitt zum Durchtritt des Kopfes des Patienten umfassen. Oberhalb
der Einlaßöffnung 14 weist die erfindungsgemäße Kabine eine Bedienungskonsole 16 auf,
mittels derer die nachstehend zu beschreibenden Funktionen ausgeführt werden können.
[0015] Die Fig. 2 und 3 zeigen die Schnittansicht der in Fig. 1 gezeigten Kabine. Oberhalb
der Liegefläche 1 ist eine Führung 3 gelagert, an welcher ein Schlitten 4 längs der
Liegefläche 1 verfahrbar ist. An der Unterseite des Schlittens 4 ist eine Düse 5 angeordnet,
welche über eine flexible Leitung 18 mit einer Zuführungseinrichtung 2 für Wasser
verbunden ist. Die Zuführungseinrichtung 2 umfaßt eine Pumpe 19 sowie ein Sammelbecken
17, in welchem das ablaufende Wasser gesammelt wird. Die von der Pumpe 19 zu der Düse
5 führende Leitung ist mittels eines Absperrelements 20 absperrbar. Eine Bewegung
des Schlittens 4 an der Führung 3 ist mittels eines Motors 21 steuerbar. In dem gezeigten
Ausführungsbeispiel ist nur eine Düse 5 vorgesehen, welche in Form einer Flachdüse
ausgebildet ist.
[0016] Oberhalb der Führung 3 und des Schlittens 4 ist eine Wanne 8 angeordnet, welche in
mehrere Segmente unter teilt ist. Die Wanne 8 weist an ihrer Unterseite eine Vielzahl
von Austrittsdüsen 9 auf, durch welche das in die Wanne 8 laufende Wasser gleichmäßig,
in der Art eines Regenschauers austritt. Die Wanne 8 ist ebenfalls mittels der Pumpe
19 mit Wasser versorgbar.
[0017] Die Kabine ist mit einer nicht dargestellten Heizungseinrichtung versehen, durch
welche das Wasser vortemperiert und auf einer bestimmten Temperatur gehalten werden
kann.
[0018] Die Fig. 4 bis 6 zeigen weitere Ausgestaltungsvarianten der in den Fig. 1 bis 3
gezeigten Dusch- und Badekabine, wobei die Fig. 4 bis 6 in schematischer Weise eine
Ansicht gemäß der Fig. 3 zeigen.
[0019] In Fig. 4 ist in der Zuführungseinrichtung für das Wasser eine Pulsiereinrichtung
7 zwischengeschaltet, welche mittels eines Motors 22 betätigbar ist. Weiterhin sind
mehrere Absperrelemente 20 vorgesehen, mittels derer die Wasserzufuhr zu der Wanne
8 und der in diesem Ausführungsbeispiel als Flachdüse 9 ausgebildeten Düse steuerbar
ist. Bei dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Flachdüse 6 so an dem
Schlitten 4 gelagert, daß diese über einen weiten Bereich höhenverstellbar ist.
Der höhenveränderbare Bereich der Düse ist mittels eines Faltenbalges 23 abgedeckt.
[0020] Bei dem in Fig. 5 dargestellen Ausführungsbeispiel ist ebenfalls eine Flachdüse 6
vorgesehen, welche über Teleskopelemente 24 höhenveränderbar ist.
[0021] Bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel ist, wie auch aus der in Fig. 7 gezeigten
Teil-Seitenansicht des Ausführungsbeispiels von Fig. 6 ersichtlich ist, eine Vielzahl
von Düsen zu einem Beregnungskopf 13 zusammen gefaßt, welcher bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
kastenförmig ausgebildet ist und eine feldartige Beregnung des Körpers des Patienten
ermöglicht. Der Beregnungskopf 13 kann entweder fest am Schlitten 4 angeordnet sein,
es ist jedoch auch möglich, diesen verschwenkbar auszubilden, um die Beregnungsrichtung
oder Sprührichtung zu verändern.
[0022] Bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Fig. 4 bis 7 wurden gleiche Teile wie bei
den Fig. 1 bis 3 mit gleichen Bezugsziffern versehen, so daß auf eine detaillierte
Beschreibung dieser Teile verzichtet werden kann.
[0023] Die Fig. 8 und 9 zeigen ein Ausführungsbeispiel für die Pulsiereinrichtung 7. Diese
ist in einem Zuführungsrohr der Zuführungseinrichtung für das Wasser angeordnet und
weist einen drehbar gelagerten Prallkörper 11 auf, welcher, beispielsweise in Form
eines schraubenartigen Körpers ausgebildet sein kann und welcher bei einer Durchströmung
der Pulsiereinrichtung in Drehung versetzt werden kann. Ein Verschließelement 12 ist
fest mit dem Prallkörper 11 verbunden und ist, wie aus den Fig. 8 und 9 ersichtlich,
so aufgebaut, daß bei einer Drehung des Prallkörpers 11 kurzzeitig ein zumindest teilweises
Verschließens des Wasserablaufs aus der Pulsiereinrichtung 7 erfolgt. Auf diese Weise
wird, in Abhängigkeit von der Durchströmungsmenge des Wasser, eine Pulsierung hervorgerufen.
[0024] Ergänzend ist an dieser Stelle auszuführen, daß die Ausgestaltung der Wanne 8 bzw.
der einzelnen Segmente 10 der Wand 8 so erfolgen kann, daß diese höhenveränderbar
sind. Bei einer seitlichen Führung des Schlittens 4 ist es möglich, die Wanne 8 bzw.
deren Segmente 10 abzusenken, sobald der Schlitten in eine seiner Endlagen verfahren
wurde.
[0025] In den Fig. 10 bis 12 ist eine weitere Ausgestaltungsvariante des in den Fig. 6
und 7 gezeigten Beregnungskopfes 13 dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind
mehrere Beregungsköpfe 13 nebeneinander angeordnet, die im wesentlichen in Form von
Zylinderrohren ausgebildet sind und an ihrer Unterseite eine Vielzahl von Düsen 5
tragen. Die einzelnen Beregnungsköpfe 13 sind in einem Lagerungskasten 26 gelagert,
der mit einem Wasserzulauf 25 versehen ist und an dem Schlitten 4 gelagert ist. Durch
den Zulauf 25 strömt das Wasser in den Lagerungskasten 26 und in den Innenraum der
rohrförmigen Beregnungsköpfe 13, welche in dichtender Weise an dem Lagerungskasten
26 gelagert sind, um sicherzustellen, daß das Wasser ausschließlich durch die Düsen
5 aus den Berechnungsköpfen 13 austritt. Die Beregnungsköpfe 13 sind weiterhin um
ihre Längsachse drehbar an dem Lagerungskasten 26 gelagert und sind mittels eines
Kupplungsgestänges 27 miteinander verbunden, an welchem ein Betätigungsgriff 28 angeordnet
ist. Wie in Fig. 12 ersichtlich ist, weist das Kupplungsgestänge 27 eine im wesentichen
waagerecht angeordnete, relativ zu dem Lagerungskasten 26 verschiebbare Verbindungsstrebe
30 auf, welche gelenkig mit dem oberen Ende des Betätigungsgriffs 28 und Verbindungsstreben
31, die jeweils mit den Beregnungsköpfen 13 verbunden sind, verbunden ist. Der Betätigungsgriff
oder Betätigungshebel 28 ist an einem Lager 29, welches in der Ebene der Mittelachsen
der Beregnungsköpfe 13 angeordnet ist, mit dem Lagerungskasten 26 schwenkbar verbunden.
Es wird somit eine parallelogrammartige Gesamtkonstruktion geschaffen, welche es ermöglicht,
durch ein Verschwenken des Betätigungsgriffs 28 die jeweiligen Beregnungsköpfe 13
zu drehen und damit die Stellung der Düsen 5 zu verändern. Die Bedienungsperson kann
somit den Aufprallwinkel des aus den Düsen 5 austretenden Wassers bestimmen.
[0026] Eine Betätigung der Verstellung der Beregnungsköpfe 13, die an dem Lagerungskasten
26 gelagert sind, kann auch auf hydraulische, pneumatische oder servoelektrische Weise
erfolgen, so daß die Steuereinrichtung der Dusch- und Badekabine auch die Stellung
der Düsen 5 den Erfordernissen anpassen kann.
[0027] In bevorzugter Weise erfolgt die Betätigung der Pulsiereinrichtung sowie ggf. die
Verschiebung des Schlittens, sowie die Verstellung der in den Fig. 10 bis 12 gezeigten
Beregnungsköpfe durch Hydraulikmotoren. Ebenso ist es vorteilhaft, die verschiedenen
Absperrelemente hydraulisch anzusteuern. Auf diese Weise wird ein besonders hohes
Maß an Sicherheit erreicht, da die Gefahr eines Stromschlages wesentlich vermindert
wird. Des weiteren können auch elektrische Motoren und Ventile verwendet werden, wobei
hier aus Sicherheitsgründen Niederspannungen von 12 bis 24 Volt gewählt werden sollten.
[0028] Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt, vielmehr
ergeben sich für den Fachmann vielfältige Variationsmöglichkeiten, insbesondere hinsichtlich
der Art, Größe und Ausbildung der einzelnen Düsen, der Zusammenfassung der Düsen zu
einzelnen Funktionsgruppen und der Steuerungsmöglichkeiten.
1. Dusch- und Badekabine mit einer Liegefläche und einer oberhalb der Liegefläche
mündenden Zuführeinrichtung für Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der
Liegefläche (1) ein längs einer Führung (3) verfahrbarer Schlitten (4) angeordnet
ist, der zumindest eine Düse (5) zur Abgabe von Wasser trägt, die relativ zum Schlitten
verschwenkbar und höhenveränderbar ist und daß eine Steuereinrichtung zur Steuerung
des Drucks und der Menge des Wassers und der Stellung der Düse (5) vorgesehen ist.
2. Dusch- und Badekabine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (5)
auswechselbar angeordnet ist.
3. Dusch- und Badekabine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Düsen (5) am Schlitten (4) angeordnet sind.
4. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß Düsen (5) verschiedenen Querschnitts und/oder Strahlprofils vorgesehen sind.
5. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß oberhalb der Liegefläche (1) zusätzliche Flachdüsen (6) zur Wasserzufuhr angeordnet
sind.
6. Dusch- und Badekabine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachdüsen
(6) separat in Einsatz bringbar sind.
7. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düsen (5) jeweils in Gruppen zur Ausbildung von Brauseköpfen zusammengefaßt
sind.
8. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düsen (5) in Gruppen zur Ausbildung von Beregnungsköpfen (13) zusammengefaßt
sind.
9. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitten (4) über die gesamte Länge der Liegefläche (1) verfahrbar ist.
10. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Wasserzuleitung eine Pulsiereinrichtung (7) vorgesehen ist.
11. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß oberhalb des Schlittens (4) eine der Größe der Liegefläche (1) entsprechende,
an ihrer Unterseite mit einer Vielzahl von Austrittsdüsen (9) versehene, mit Wasser
füllbare Wanne (8) angeordnet ist.
12. Dusch- und Badekabine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Wanne
(8) in mehrere, einzeln mit Wasser füllbare Segmente (10) unterteilt ist.
13. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wanne (8) höhenveränderbar gelagert ist.
14. Dusch- und Badekabine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulsiereinrichtung
(7) einen in der Wasserzuleitung angeordneten, durch die Wasserströmung in Drehung
versetzbaren Prallkörper (11) umfaßt, der mit einem nachgeordneten Verschließelement
(12) zum kurzzeitigen Unterbrechen der Wasserströmung betriebsverbunden ist.
15. Dusch- und Badekabine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulsiereinrichtung
(7) mittels eines mit einem die Wasserzufuhr kurzzeitig unterbrechenden Verschließelements
betriebsverbunden Elektromotor betätigbar ist.
16. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pulsiereinrichtung (7) mittels der Steuereinrichtung steuerbar ist.
17. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrich tung gemäß eines vorgegebenen Programmablaufs steuerbar ist.
18. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung manuell durch den Patienten oder eine Bedienungsperson
betätigbar ist.
19. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Wasser Gase beigemischt sind.
20. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzliche Luftdüsen vorgesehen sind.
21. Dusch- und Badekabine nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kabine geschlossen ausgebildet ist.