[0001] Die Erfindung betrifft eine Entladevorrichtung für einen seilgezogenen Schlitten
eines Bauaufzuges, insbesondere eines Schrägaufzuges, welcher an wenigstens einer
Führungsschiene des Bauaufzuges geführt und mit einer Ladefläche zum Transport von
Baumaterial vom ebenerdigen Bereich aufwärts versehen ist, wobei ein an vorbestimmter
Stelle der Führungsschiene angeordnetes Rückhalteelement nach Durchgang des auffahrenden
Schlittens selbsttätig in Rückhaltposition gelangt, derart, daß bei abfahrendem Schlitten
ohne Unterbrechung der Abwärtsfahrt das Transportgut selbstätig vom Schlitten abgenommen
und vom Rückhalteelement aufgenommen wird.
[0002] Durch die DE-PS 8 03 791 ist eine gattungsgemäße Vorrichtung bekannt geworden, bei
der zwischen einem Gebäude und dem Mast eines Bauaufzuges ein Hilfsgerüst angeordnet
ist, welches in Höhe der einzelnen Etagen Ablegeklappen aufweist, welche vom am Mast
zwangsgeführten Schlitten derart überfahren werden, daß durch den Ueberfahrvorgang
die Klappen automatisch in eine wirksame Stellung gelangen, so daß der Schlitten bei
Abwärtsfahrt ohne Unterbrechnung der Abwärtsfahrt das auf dem Schlitten transportierte
Material auf die Klappen ablegen kann. Bei der vorgenannten Vorrichtung besteht bereits
der Vorteil, daß eine Verständigung zwischen Aufzugsführer und Entlademannschaft durch
Zurufe, Winken oder dgl. entbehrlich ist, weil die Entladung des Schlittens nach
Ueberfahren der Rückhalteelemente (Klappen) automatisch ohne Unterbrechnung der Abwärtsfahrt
erfolgt. Hierbei ist insbesondere der Vorteil der Zeitersparnis gegeben, weil die
Entladung des Schlittens automatisch durch die Ablegeklappen erfolgt, d.h. der Schlitten
kann am Boden erneut bereits beladen werden, während das abgelegte Material von den
Ablegeklappen durch die Entlademannschaft abgeräumt wird. Die Abmessungen des Schlittens
sind dabei so getroffen, daß er während der Leerfahrt (von oben nach unten) frei zwischen
den Ablegeklappen durchfahren kann.
[0003] Als nachteilig wurde bei der bekannten Vorrichtung empfunden, daß zum einen am Schlitten
besondere Auslösemittel angebracht werden müssen, welche die Ablegeklappen jeweils
in die wirksame Sperrstellung bringen, daß darüber hinaus die leergeräumten Ablegeklappen
zusätzlich wieder von Hand in die unwirksame Stellung gebracht werden müssen, in der
sie vom Schlitten frei passiert werden können. Ein weiterer Nachteil der bekannten
Anordnung besteht darin, daß nur Material auf den Ablegeklappen abgelegt werden kann,
welches in seiner Breitenausdehnung größer ist als der Freiraum zwischen zwei benachbarten
Ablegeklappen.
[0004] Durch die deutsche Patentschrift 3 18 285 ist ein Aufzug für Bauzwecke bekannt geworden,
bei dem an den Führungsschienen des Aufzuges ein in beliebiger, vorwählbarer Höhenlage
verschieb- und feststellbar angeordneter Entleerungsrahmen vorgesehen ist. Der rollend
an den Führungsschienen dieses Aufzuges geführte Schlitten wird über besondere Winkelführungen
in den Entleerungsrahmen in Folge des Zugs im Zugseil hineingeführt und dort entladen.
Bei dieser bekannten Vorrichtung ist bereits ein oberhalb des Schlittens verschiebbar
und fixierbar an den Führungsschienen des Aufzuges angeordneter Entleerungsrahmen
vorgesehen; allerdings wurde es bei dieser Vorrichtung als nachteilig empfunden, daß
am Schlitten selbst besondere Winkelführungen vorgesehen sein mußten, um den Schlitten
in die Entleerungsposition am Führungsrahmen zu verbringen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Entladevorrichtung für einen seilgezogenen Schlitten
nach dem Oberbegriff zu finden, bei der der Schlitten nicht oder nur außerordentlich
unwesentlich an die Entladevorrichtung angepaßt werden muß, d.h. der Schlitten soll
ohne grundsätzliche bauliche Veränderung mit oder ohne Entladevorrichtung benutzbar
sein. Es soll insbesondere auf schwenkbare Verbindungsteile am Schlitten verzichtet
werden.
[0006] Vielmehr strebt die Erfindung an, zum automatischen Umladen des Transportgutes vom
Schlitten auf die Entladevorrichtung den Zug des Lastwindenseiles zu nutzen, so daß
mittels des Lastwindenseiles das während des Umladens erforderliche Anheben des Transportgutes
vom Schlitten auf die Entladevorrichtung erfolgt. Das Lastwindenseil dient somit nicht
nur der Bewegung des Schlittens, sondern gleichzeitig der Aufnahme des Lastgewichtes
während des Umladevorganges.
[0007] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die Lehre nach Anspruch 1. Die hiernach
vorgesehen Höhenveränderung der Aufnahmefläche der Entladevorrichtung erfolgt dadurch,
daß der Schlitten mit seiner Ladefläche bzw. mit den seiner Ladefläche aufliegenden,
die Last tragenden Stützauflagern in den Bereich der Aufnahmefläche fährt; da zwischen
dem Schlitten (bzw. seiner Ladefläche) und der Entladevorrichtung entsprechende Anschläge
vorgesehen sind, überträgt sich die Kraft des Zugseiles auf die Entladevorrichtung.
Dabei wird gemäß Anspruch 2 die Aufnahmefläche der Entladevorrichtung in Folge ihrer
Lagerung in Schwingen angehoben, so daß die auf den Stützauflagern der Ladefläche
des Schlittens ruhende Last unterfaßt und von der Entladevorrichtung aufgenommen wird.
Es versteht sich, daß statt der Anordnung von Schwingen auch andere geeignete Mittel
zum Anheben der Aufnahmefläche der Entladevorrichtung vorgesehen sein können; hier
können insbesondere vom auffahrenden Schlitten betätigte Keilvorrichtungen oder dgl.
vorgesehen sein, welche in Folge der Zugkraft im Lastwindenseil die Aufnahmefläche
der Entladevorrichtung anheben, sobald sich die vom Schlitten herantransportierte
Last über der Aufnahmefläche der Entladevorrichtung befindet. In jedem Fall kann der
Seilzug für den Umladevorgang, für das Anheben der Last genutzt werden.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind durch die Unteransprüche gekennzeichnet.
Gemäß den Ansprüchen 3 und 4 sind die die Aufnahmefläche tragenden Schwingen so lange
gegen den auffahrenden Schlitten geneigt, bis dieser mit seiner Last die Aufnahmefläche
überfahren hat. Die Aufnahmefläche bildet mit den Schwingen und einer gedachten, die
Abstützpunkte der Schwingen verbindenden Linie etwa ein Parallelogrammgelenk. Gemäß
Anspruch 7 und 8 ist die in Schwingen gelagerte Aufnahmefläche der Entladevorrichtung
auf eine einstellbares Maß absenkbar; hierzu dienen im Anspruch 17 gekennzeichnete
Schwenkbegrenzer. Die Absenkung erfolgt soweit, daß das ankommende Transportgut mit
Sicherheit mit Spiel über die Oberseite der Aufnahmefläche der Entladevorrichtung
verfahren werden kann; nach dem automatisch erfolgenden Anhebevorgang verriegeln sich
die Schwingen selbsttätig in der aufgerichteten Stellung, so daß der nunmehr entladene
Schlitten leer zurückfahren kann.
[0009] Die Aufnahmefläche ist gemäß den Ansprüchen 9 und 10 in zwei Tragplatten unterteilt,
zwischen denen ein Freiraum gebildet ist, welcher dem Passieren der auf der Ladefläche
des Schlittens ruhenden Stützauflager dient. An den unteren (dem Schlitten zugewandten)
Enden dieser Tragplatten sind Rückhalteelemente angeordnet; die Rückhalteelemente
sind vorzugsweise so ausgebildet, daß sie einseitig gesperrte Klappen darstellen,
die vom ankommenden Transportgut (Dachziegelstapel) in die unwirksame Stellung verbracht
werden und hinter dem rückwärtigen Ende des Dachziegelstapels in die wirksame Stellung
einschwenken, so daß der Dachziegelstapel automatisch bei jeder Schräglage des Aufzuges
auf den Tragplatten liegend gehalten wird, während der Schlitten leer zuückfährt.
Ein Entsperren der Rückhalteelemente nach Entladen der Entladevorrichtung ist nicht
erforderlich. Das Bedienungspersonal muß nach beendetem Entladevorgang lediglich die
Verriegelungsvorrichtung lösen, damit die Schwingen unter Absenkung der Aufnahmefläche
der Entladevorrichtung wieder ihre geneigte Position einnehmen.
[0010] In den Ansprüchen 18 - 20 ist eine Ausführungsform eines Rückhalteelementes gekennzeichnet,
welches aus einem Schwenkgestänge besteht. Das Schwenkgestänge ist an den beiden freien
Enden der Aufnahmefläche drehbar gelagert. Der Betätigungshebel für das Schwenkgestänge
ist als Justierschraube ausgebildet und an der dem Schlitten zugewandten Schwinge
oberhalb der die Aufnahmefläche mit der Schwinge verbindenden Drehachse beweglich
gelagert. Hierdurch ist sichergestellt, daß die Zugkraft des Schlittenseiles und damit
die Bewegung der Schwinge auf ein sinnvolles Hebelgestänge übertragen wird, mittels
dessen entsprechende Rückhalteplatten seitlich verschwenkt werden können, derart,
daß bei in die Entladevorrichtung eingefahrenem Schlitten die Rückhalteplatten seitlich
nach innen in die Rückhalteposition verschwenkt werden.
[0011] Von besonderer eigenständiger Bedeutung ist das Merkmal des Anspruches 11. Hiernach
ist ein Schienenabschnitt vorgesehen, auf welchem die Entladevorrichtung befestigt
ist. Die Höhe der Oberfläche des Oberflansches dieses Schienenabschnittes ist so gewählt,
daß das Spiel der Unterrolle des Schlittens im wesentlichen erschöpft ist. Es ist
von der Ueberlegung auszugehen, daß bei den Schlitten für moderne Schrägaufzüge ein
erhebliches Spiel zwischen Oberrolle und Unterrolle unabdingbar ist, weil eine Vielzahl
von Führungsschienenschüssen teleskopiert werden. Bei Anordnung der Entladevorrichtung
beispielsweise im Bereich der ersten (oberen) Führungsschiene wäre somit ein erhebliches
Spiel zwischen der Unterkante des Oberflansches der Führungsschiene und der Unterrolle
vorhanden. Bei relativ steil stehendem Schrägaufzug kann der Schlitten um dieses Spiel
kippen, so daß sich die Unterrolle gegen die Unterseite des Oberflansches des Schienenprofils
legt. Dies wiederum würde die Uebernahme der Last vom Schlitten auf die Entladevorrichtung
erschweren, weil ggf. ein größerer Hubweg der Aufnahmefläche der Entladevorrichtung
erforderlich wäre, um die Last sicher unterfassen zu können.
[0012] Die Ansprüche 12 - 15 betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen der Befestigung des
Schienenabschnittes an der Führungsschiene sowie der Verbindung zwischen der Entladevorrichtung
und dem Schienenabschnitt.
[0013] Im Ergebnis wird eine Entladevorrichtung für einen Schrägaufzug erzielt, mit dessen
Hilfe mittels eines in der Praxis gebräuchlichen Schlittens herantransportiertes Material,
insbesondere Dachziegel, zuverlässig auf die Aufnahmefläche der Entladevorrichtung
abgelegt werden können.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen an der Traufe eines Daches abgestützten Schrägaufzug mit einer auf der
abgeknickten Führungsschiene angeordneten Entladevorrichtung
Fig. 2 die Entladevorrichtung in vergrößerter, perspektivischer Darstellung
Fig. 3 die Ansicht gemäß III nach Fig. 2
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 3
Fig. 5 in vergrößerter Darstellung die Befestigung eines zusätzlichen Schienenabschnittes
Fig. 6 die Ansicht VI-VI nach Fig. 5
Fig. 7 den in die Entladevorrichtung eingefahrenen Schlitten
Fig. 8 die Ansicht in Pfeilrichtung VIII-VIII nach Fig. 3
Fig. 9 die Ansicht IX-IX nach Fig. 7
Fig. 10-12 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Rückhalteelementes
[0015] In der Fig. 1 ist mit 1 ein Schrägaufzug bezeichnet, welcher aus einzelnen Führungsschienen
2 uns 2′ besteht, wobei die erste (obere) Führungsschiene 2′ über ein Knickstück 5
abgewinkelt ist.
[0016] Der Schrägaufzug 1 ruht auf einem Fahrgestell 3; die erste Führungsschiene 2′ liegt
dem Dach 6 eines Gebäudes 4 an. Mit 7 ist ein mit Dachziegeln 13 beladener Schlitten
bezeichnet, welcher bei entsprechender Aufwärtsbewegung in Pfeilrichtung 8 die Dachziegel
in der Entladevorrichtung 9 ablegen soll.
[0017] Einzelheiten der Entladevorrichtung 9 sind aus der Fig. 2 erkennbar. Der mit den
Dachziegeln 13 beladene Schlitten 7 ist mittels Oberrollen 27 auf den Führungsschienen
2′ abgestützt. Auf der Ladefläche 10 sind Stützauflager 25 (Fig. 8) aufgelegt, auf
denen die Dachziegel 13 ruhen.
[0018] Die Entladevorrichtung 9 besteht im wesentlichen aus Stützfüßen 35, an welche Schwingen
15 angeschlossen sind, die Tragplatten 23 tragen. Das vordere Schwingenpaar 15 ist
durch einen Quergurt 39 verbunden. Aus der Fig. 2 ist ferner ersichtlich, daß am
vorderen Ende der Tragplatten 23, welche zusammen die Aufnahmefläche 14 bilden, die
mit 11 bezeichneten Rückhalteelemente angeordnet sind. Die Rückhalteelemente sind
als gegen Federkraft rückschwenkbare Platten ausgebildet, die ein einseitig gesperrtes
Gelenk aufweisen. Sie schwenken durch Berührungskontakt mit den Dachziegeln 13 in
Pfeilrichtung 42 frei aus, so daß (s. auch Fig. 9) der Schlitten mit seinen Stützauflagern
25 den Freiraum 24 zwischen Tragplatten 23 frei passieren kann. Die Tragplatten 23
befinden sich dabei in der Position gemäß Fig. 8, d.h. die Oberfläche 20 der Aufnahmefläche
14 ist in Folge der Schräglage der Schwingen 15 soweit abgesenkt (s. Fig. 3), daß
die Dachziegel mit ausreichendem Spiel die Aufnahmefläche 14 (Tragplatten 23) überfahren
können. Sobald der Anschlag 19 am Schlitten mit dem Anschlag 19′ an der Entladevorrichtung
in Kontakt kommt, werden die Schwingen 15 entgegen der Pfeilrichtung 16 eine Bewegung
in rechtsdrehendem Sinne machen, so daß sich das aus der Aufnahmefläche 14, den Schwingen
15 und der die beiden Abstützpunkte 18 und 18′ verbindenden gedachten Linie gebildete
Parallelogramm gemäß Fig. 3 etwa der Rechteckform gemäß Fig. 7 nähert. Der Schwenkweg
wird dabei durch Schwenkbegrenzer 38 festgelegt. Gleichzeitig rastet die Verriegelung
22 ein, so daß die Entladevorrichtung in der in Fig. 7 dargestellten Position verbleibt.
Dabei haben die Tragplatten 23 die Dachziegel von unten her unterfaßt (Fig. 9) und
aufgenommen (s. Pfeilrichtung in Fig. 9) so daß der Schlitten leer zurückfahren kann.
Die Rückhalteelemente 11 befinden sich nunmehr in der Rückhalteposition 12, so daß
die Dachziegel nicht nach unten abgleiten können. DIe aus der Rückhalteposition 12
ausgeschwenkte Position 12′ wird erst wieder erreicht, wenn nach Entladen der Entladevorrichtung
ein neues Dachziegelpaket eingefahren wird.
[0019] Aus der Fig. 8 ist ersichtlich, daß zwischen den Oberrollen 27 und Unterrollen 28
ein erhebliches Spiel besteht; dieses Spiel ist erforderlich, weil der Schlitten zeitweise
an mehreren ineinandergeschobenen teleskopierbaren Führungsschienen verfahren werden
muß. Da sich dieses mit 40 bezeichnete Spiel im Zusammenhang mit der Entladevorrichtung
negativ auswirken kann (bei Anordnung der Entladevorrichtung im aufgezeigten Ausführungsbeispiel
an der ersten (obersten) Führungsschiene wirkt sich das Spiel voll aus), ist eine
genaue Positionierung der Oberfläche 20 der Aufnahmefläche 14 zur Oberfläche 21 der
Ladefläche 10 nicht möglich. Mittels des Schienenabschnittes 26 kann das Spiel 40
nicht beseitigt werden, so daß sich die Oberrolle 27 der Schienenoberkante 29 des
Schienenabschnittes 26 und die Unterrolle 28 der Schienenunterkante 31 der Führungsschiene
2′ anlegen kann. Der Schienenabschnitt 26 ist mittels Abstandshalter 32 und 33 (Fig.
6) gegenüber der Führungsschiene 2′ in dem gewünschten Abstand fixiert und mittels
einer Klemmverbindung 34 an der Führungsschiene 2′ festgelegt. Gleichzeitig sind Haltebleche
36 vorgesehen, welche eine Sprosse 37 verschiebungssicher überfassen. Die Stützfüße
35 sind mittels einer Verschraubung 41 mit dem Schienenabschnitt 26 verbunden.
[0020] Mit der Zuordnung des Schienenabschnittes 26 kann somit ein außerordentlich genaues
Justieren des zur Uebernahme der Last vom Schlitten auf die Entladevorrichtung erforderlichen
Anhebevorganges erfolgen.
[0021] Aus den Fig. 10 - 12 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Rückhalteelementes
11′ erkennbar, wobei die Fig. 10 im übrigen der Fig. 2 entspricht, während die Fig.
11 und 12 Ausschnittzeichnungen der Fig. 4 darstellen.
[0022] Das mit 11′ bezeichnete Rückhalteelement besteht aus einem Schwenkgestänge, welches
außenseitig an den beiden freien Enden der Aufnahmefläche 14 drehbar angeschlossen
ist. Das Schwenkgestänge ist über eine Lagerplatte 43 am hinteren (oberen) Ende der
Aufnahmefläche 14 drehbar gelagert und weist einen längeren Schwenkhebel 44 auf, welcher
über zwei kürzere Schwenkhebel 45 und 46 an einer vorderen (unteren) Lagerplatte 50
an der Aufnahmefläche 14 gelagert ist. Im Bereich des Verbindungsgelenkes 51 der beiden
kürzeren Schwenkhebel 45 und 46 ist ein weiterer Schwenkhebel 47 angeschlossen, welcher
an seinem freien Ende mittels einer Justiervorrichtung 49 an der vorderen (unteren)
Schwinge 15′ schwenkbar angeschlossen ist, derart, daß der Anlenkpunkt 53 des Schwenkhebels
47 an der zu einem geschlossenen U-Rahmen ausgebildeten Schwinge 15′ oberhalb der
die Aufnahmefläche 14 mit der Schwinge 15′ verbindenden Drehachse 52 liegt.
[0023] Aus der Fig. 10 ist ersichtlich, daß bei in der Bildebene nach links geschwenkter
Schwinge die Rückhalteplatten 48 seitlich nach außen geschwenkt sind (s. auch Fig.
12), während nach dem Einfahren des Schlittens und bei rechtsdrehender Bewegung der
Schwinge 15′ die Rückhalteplatten 48 in Richtung auf die Längsmitte der Entladevorrichtung
in die Rückhalteposition geschwenkt werden.
Bezugszeichenliste
[0024]
1 = Schrägaufzug
2 = Führungsschiene
2′ = Führungsschiene
3 = Fahrgestell
4 = Gebäude
5 = Knickstück
6 = Dach
7 = Schlitten
8 = Pfeilrichtung
9 = Entladevorrichtung
10 = Ladefläche des Schlittens
11 = Rückhalteelement
11′ = Rückhalteelement
12 = Rückhalteposition
12′ = ausgeschwenkt aus Rückhalteposition
13 = Dachziegel
14 = höhenveränderliche Aufnahmefläche
15 = Schwingen
15′ = Schwinge
16 = Pfeil
17 = Verbindungslinie
18 = Abstützpunkt
18′ = Abstützpunkt
19 = Anschlag
19′ = Anschlag
20 = Oberfläche der Aufnahmefläche 14
21 = Oberfläche der Ladefläche 10
22 = Verriegelungsvorrichtung
23 = Tragplatte
24 = Freiraum
25 = Stützauflager
26 = Schienenabschnitt
27 = Oberrollen
28 = Unterrollen
29 = Schienenoberkante des Schienenabschnittes 26
30 = Schienenoberkante der Führungsschiene 2, 2′
31 = Schienenunterkante der Führungsschiene 2, 2′
32 = Abstandshalter
33 = Abstandshalter
34 = Klemmverbindung
35 = Stützfüße
36 = Haltebleche
37 = Sprosse
38 = Schwenkbegrenzer
39 = Quergurt
40 = Spiel
41 = Verschraubung
42 = Pfeilrichtung
43 = Lagerplatte Schwenkgestänge
44 = Schwenkhebel Schwenkgestänge
45 = Schwenkhebel Schwenkgestänge
46 = Schwenkhebel Schwenkgestänge
47 = Schwenkhebel Schwenkgestänge
48 = Rückhalteplatte Schwenkgestänge
49 = Justiervorrichtung Schwenkgestänge
50 = Lagerplatte Schwenkgestänge
51 = Verbindungsgelenk Schwenkgestänge
52 = Drehachse Schwenkgestänge
53 = Anlenkpunkt Schwenkgestänge
1. Entladevorrichtung (9) für einen seilgezogenen Schlitten (7) eines Bauaufzuges,
insbesondere eines Schrägaufzuges (1), welcher an wenigstens einer Führungsschienen
(2, 2′) des Bauaufzuges geführt und mit einer Ladefläche (10) zum Transport von Baumaterial
vom ebenerdigen Bereich aufwärts versehen ist, wobei ein an vorbestimmter Stelle der
Führungsschiene (2, 2′) angeordnetes Rückhalteelement (11) nach Durchgang des auffahrenden
Schlittens (7) selbsttätig in Rückhalteposition (12) gelangt, derart, daß bei abfahrendem
Schlitten (7) ohne Unterbrechung der Abwärtsfahrt das Transportgut (Dachziegel 13)
selbsttätig vom Schlitten (7) abgenommen und vom Rückhalteelement (11) aufgenommen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladevorrichtung (9) eine höhenveränderliche Aufnahmefläche (14) zur Ablage
des Transportgutes (Dachziegel 13) aufweist.
2. Entladevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladevorrichtung (9) eine auf Schwingen (15) höhenveränderlich abgestützte
Aufnahmefläche (14) zur Ablage des Transportgutes (Dachziegel 13) aufweist.
3. Entladevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die leere Aufnahmefläche (14) abstützenden Schwingen (15) unter Absenkung
(Pfeil 16) der Aufnahmefläche (14) gegen den auffahrenden Schlitten (7) geneigt sind.
4. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmefläche (14), die Schwingen (15) und die Verbindungslinie (17) der
Abstützpunkte (18, 18 ′) der Schwingen (15) am Schlitten (7) in etwa ein Parallelogrammgelenk
bilden.
5. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den Schwingen (15) höhenveränderlich abgestützte Aufnahmefläche (14)
mittels des Schlittenseiles (Lastseil, nicht dargestellt) anhebbar ist.
6. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Schlitten (7) oder Anbauteilen desselben und der Entladevorrichtung
(9) oder Anbauteilen derselben Anschläge (19, 19′) zur Uebertragung des Seilzuges
aus dem Lastseil auf die Aufnahmefläche (14) bzw. auf die mit der Aufnahmefläche (14)
schwenkbar verbundenen Schwingen (15) angeordnet sind.
7. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 6, gekennzeichnet durch eine Begrenzung des Schwenkweges der Schwingen (15) derart, daß die Oberfläche (20)
der leeren Aufnahmefläche (14) unter dem Niveau der Obefläche (21) der Ladefläche
(10) des Schlittens (7) bzw. auf dieser Ladefläche (10) angeordneter Stützauflager
(25) und die Oberfläche (20) der beladenen Aufnahmefläche (14) über dem Niveau der
Obefläche (21) der Ladefläche (10) des Schlittens (7) bzw. auf dieser angeordneter
Stüzauflager (25) liegt.
8. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 7, gekennzeichnet durch eine die Aufnahmefläche (14) in der angehobenen Position gegen Absenken automatisch
sperrende Verriegelungsvorrichtung (22).
9. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmefläche (14) aus zwei spiegelbildlich zueinander angeordneten Tragplaten
(23, 23′) besteht, deren jede in zwei Schwingen (15) gelagert ist und an dem dem auffahrenden
Schlitten (7) zugewandten Ende oberseitig ein Rückhalteelement (11) aufweist, welches
als Schwenkklappe mit einseitig gesperrtem Gelenk ausgebildet ist.
10. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 9, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den einander zugewandten Seiten der Tragplatten (23) gebildete Freiraum
(24) breiter ist als der Breite der auf der Ladefläche (10) des Schlittens (7) angeordneten
Stützauflager (25) für das Transportgut.
11. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladevorrichtung (9) auf einem der Führungsschiene (2, 2′) aufliegenden,
lösbar mit dieser verbundenen Schienenabschnitt (26) befestigt ist.
12. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 11, wobei ein
mit Oberrollen (27) und Unterrollen (28) an den Führungsschienen(2, 2′) eines Schrägaufzuges
81) verfahrbarer Schlitten (7) Verwendung findet, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Schienenoberkante (30) der Führungsschiene (2, 2′) derart bemessen
ist, daß das Spiel (40) zwischen Unterrolle (28) und Schienenunterkante (31) der Führungsschiene
(2, 2′) im wesentlichen erschöpft ist.
13. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 12, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl oberseitig der Führungsschiene (2, 2′) als auch seitlich der Führungsschiene
(2, 2′) zwischen der Führungsschiene (2, 2′) und dem Schienenabschnitt (26) Abstandshalter
(32, 33) angeordnet sind.
14. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Schienenabschnitt (26) mittels einer lösbaren Klemmverbindung (34) an der
Führungsschiene (2, 2′) festgelegt ist.
15. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schienenabschnitt (26) lösbar Stützfüße (35) angeschlossen sind, welche
der Lagerung der Schwingen (15) dienen.
16. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 15, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Stützfüße (35) mit der Entladevorrichtung (9) verschweißte Haltebleche
(36) vorgesehen sind, welche eine zwei benachbarte Führungsschienen (2, 2′) verbindende
Sprosse (37) gabelartig verschiebungssicher überfassen.
17. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 16, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einer Schwinge (15) Schwenkbegrenzer (38) angeordnet sind.
18. Entladevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 8 oder 10 - 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückhalteelement (11′) ein mit wenigstens einer Schwinge (15′) verbundenes
und von dieser Schwinge (15′) betätigtes Schwenkgestänge (43 - 51) ist.
19. Entladevorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenkgestänge (43 - 51) einerseits drehbar an einer Schwinge (15′) und
andererseits drehbar an der Aufnahmefläche (14) gelagert ist.
20. Entladevorrichtung nach Anspruch 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenkgestänge (43 - 51) an seiner dem Schlitten (7) zugewandten Seite seitlich
schwenkbare Rückhalteplatten (48) aufweist.