(19)
(11) EP 0 291 739 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.11.1988  Patentblatt  1988/47

(21) Anmeldenummer: 88106796.1

(22) Anmeldetag:  28.04.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B66B 9/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 22.05.1987 DE 3717349
16.04.1988 DE 3812803

(71) Anmelder: Albert Böcker GmbH & Co. KG
D-4712 Werne (DE)

(72) Erfinder:
  • Böcker, Albert
    D-4712 Werne (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Entladevorrichtung für einen seilgezogenen Schlitten eines Bauaufzuges


    (57) Die Erfindung betrifft eine Entladevorrichtung, vorzugsweise für das Entladen von Dachziegeln von der Ladefläche eines Schlittens auf die Aufnahmefläche der Entladevorrichtung. Das Wesen der Erfindung liegt darin, daß mittels des Schlittenseiles (Lastseil) die Dachziegel von der Ladefläche des Schlittens auf die Aufnahmefläche der Entladefläche übergeleitet werden, wobei die Aufnahmefläche der Entladevorrichtung derart angehoben wird, daß bei in angehobener Position verriegelter Entladevorrichtung der entladene Schlitten abwärtsfahren kann.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Entladevorrichtung für einen seilgezogenen Schlitten eines Bauaufzuges, insbesondere eines Schrägaufzuges, welcher an wenigstens einer Führungsschiene des Bauaufzuges geführt und mit einer Ladefläche zum Transport von Baumaterial vom ebenerdigen Bereich aufwärts versehen ist, wobei ein an vorbestimmter Stelle der Führungsschiene angeordnetes Rückhalteelement nach Durchgang des auffahrenden Schlittens selbsttätig in Rückhaltposition gelangt, derart, daß bei abfahrendem Schlitten ohne Unterbrechung der Abwärtsfahrt das Transportgut selbstätig vom Schlitten abgenommen und vom Rückhalteelement aufgenommen wird.

    [0002] Durch die DE-PS 8 03 791 ist eine gattungsgemäße Vorrich­tung bekannt geworden, bei der zwischen einem Gebäude und dem Mast eines Bauaufzuges ein Hilfsgerüst angeordnet ist, welches in Höhe der einzelnen Etagen Ablegeklappen aufweist, welche vom am Mast zwangsgeführten Schlitten derart überfahren werden, daß durch den Ueberfahrvorgang die Klappen automatisch in eine wirksame Stellung gelangen, so daß der Schlitten bei Abwärtsfahrt ohne Unterbrechnung der Abwärtsfahrt das auf dem Schlitten transportierte Material auf die Klappen ablegen kann. Bei der vorgenannten Vorrichtung besteht bereits der Vorteil, daß eine Verständigung zwischen Aufzugsführer und Entlademannschaft durch Zurufe, Winken oder dgl. entbehrlich ist, weil die Entla­dung des Schlittens nach Ueberfahren der Rückhalteelemente (Klappen) automatisch ohne Unterbrechnung der Abwärtsfahrt erfolgt. Hierbei ist insbesondere der Vorteil der Zeitersparnis gegeben, weil die Entladung des Schlittens automatisch durch die Ablegeklappen erfolgt, d.h. der Schlitten kann am Boden erneut bereits beladen werden, während das abgelegte Material von den Ablegeklappen durch die Entlademannschaft abgeräumt wird. Die Abmessungen des Schlittens sind dabei so getroffen, daß er während der Leerfahrt (von oben nach unten) frei zwischen den Ablegeklappen durchfahren kann.

    [0003] Als nachteilig wurde bei der bekannten Vorrichtung empfunden, daß zum einen am Schlitten besondere Auslösemittel angebracht werden müssen, welche die Ablegeklappen jeweils in die wirksame Sperrstellung bringen, daß darüber hinaus die leergeräumten Ablegeklappen zusätzlich wieder von Hand in die unwirksame Stellung gebracht werden müssen, in der sie vom Schlitten frei passiert werden können. Ein weiterer Nachteil der bekann­ten Anordnung besteht darin, daß nur Material auf den Ablegeklappen abgelegt werden kann, welches in seiner Breitenausdehnung größer ist als der Freiraum zwischen zwei benachbarten Ablegeklappen.

    [0004] Durch die deutsche Patentschrift 3 18 285 ist ein Aufzug für Bauzwecke bekannt geworden, bei dem an den Führungsschienen des Aufzuges ein in beliebiger, vorwählbarer Höhenlage verschieb- und feststellbar angeordneter Entleerungsrahmen vorgesehen ist. Der rollend an den Führungsschienen dieses Aufzuges geführte Schlitten wird über besondere Winkelführungen in den Entleerungsrahmen in Folge des Zugs im Zugseil hineingeführt und dort entladen. Bei dieser bekannten Vorrichtung ist bereits ein oberhalb des Schlittens verschiebbar und fixierbar an den Führungsschienen des Aufzuges angeordneter Entleerungsrahmen vorgesehen; allerdings wurde es bei dieser Vorrichtung als nachteilig empfunden, daß am Schlitten selbst besondere Winkelführungen vorgesehen sein mußten, um den Schlitten in die Entleerungsposition am Führungsrahmen zu verbringen.

    [0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Entladevorrichtung für einen seilgezogenen Schlitten nach dem Oberbegriff zu finden, bei der der Schlitten nicht oder nur außerordent­lich unwesentlich an die Entladevorrichtung angepaßt werden muß, d.h. der Schlitten soll ohne grundsätzliche bauliche Veränderung mit oder ohne Entladevorrichtung benutzbar sein. Es soll insbesondere auf schwenkbare Verbindungsteile am Schlitten verzichtet werden.

    [0006] Vielmehr strebt die Erfindung an, zum automatischen Umladen des Transportgutes vom Schlitten auf die Entladevorrichtung den Zug des Lastwindenseiles zu nutzen, so daß mittels des Lastwindenseiles das während des Umladens erforderliche Anheben des Transportgutes vom Schlitten auf die Entladevorrichtung erfolgt. Das Lastwindenseil dient somit nicht nur der Bewegung des Schlittens, sondern gleichzeitig der Aufnahme des Lastgewichtes während des Umladevorganges.

    [0007] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die Lehre nach Anspruch 1. Die hiernach vorgesehen Höhenveränderung der Aufnahmefläche der Entladevorrichtung erfolgt dadurch, daß der Schlitten mit seiner Ladefläche bzw. mit den seiner Ladefläche aufliegenden, die Last tragenden Stützauflagern in den Bereich der Aufnahmefläche fährt; da zwischen dem Schlitten (bzw. seiner Ladefläche) und der Entladevorrichtung entsprechende Anschläge vorgesehen sind, überträgt sich die Kraft des Zugseiles auf die Entladevorrichtung. Dabei wird gemäß Anspruch 2 die Aufnahmefläche der Entladevorrichtung in Folge ihrer Lagerung in Schwingen angehoben, so daß die auf den Stützauflagern der Ladefläche des Schlittens ruhende Last unterfaßt und von der Entladevorrichtung aufgenommen wird. Es versteht sich, daß statt der Anordnung von Schwingen auch andere geeignete Mittel zum Anheben der Aufnahmefläche der Entladevorrichtung vorgesehen sein können; hier können insbesondere vom auffahrenden Schlitten betätigte Keilvorrichtungen oder dgl. vorgesehen sein, welche in Folge der Zugkraft im Lastwindenseil die Aufnahmefläche der Entladevorrichtung anheben, sobald sich die vom Schlitten herantransportierte Last über der Aufnahmefläche der Entladevorrichtung befindet. In jedem Fall kann der Seilzug für den Umladevorgang, für das Anheben der Last genutzt werden.

    [0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind durch die Unteransprüche gekennzeichnet.
    Gemäß den Ansprüchen 3 und 4 sind die die Aufnahmefläche tragenden Schwingen so lange gegen den auffahrenden Schlitten geneigt, bis dieser mit seiner Last die Aufnahmefläche überfahren hat. Die Aufnahmefläche bildet mit den Schwingen und einer gedachten, die Abstützpunkte der Schwingen verbindenden Linie etwa ein Parallelogrammgelenk. Gemäß Anspruch 7 und 8 ist die in Schwingen gelagerte Aufnahmefläche der Entladevorrichtung auf eine einstellbares Maß absenkbar; hierzu dienen im Anspruch 17 gekennzeichnete Schwenkbegrenzer. Die Absenkung erfolgt soweit, daß das ankommende Transportgut mit Sicherheit mit Spiel über die Oberseite der Aufnahmefläche der Entladevorrichtung verfahren werden kann; nach dem automatisch erfolgenden Anhebevorgang verriegeln sich die Schwingen selbsttätig in der aufgerichteten Stellung, so daß der nunmehr entladene Schlitten leer zurückfahren kann.

    [0009] Die Aufnahmefläche ist gemäß den Ansprüchen 9 und 10 in zwei Tragplatten unterteilt, zwischen denen ein Freiraum gebildet ist, welcher dem Passieren der auf der Ladefläche des Schlittens ruhenden Stützauflager dient. An den unteren (dem Schlitten zugewandten) Enden dieser Tragplatten sind Rückhalteelemente angeordnet; die Rückhalteelemente sind vorzugsweise so ausgebildet, daß sie einseitig gesperrte Klappen darstellen, die vom ankommenden Transportgut (Dachziegelstapel) in die unwirksame Stellung verbracht werden und hinter dem rückwärtigen Ende des Dachziegelsta­pels in die wirksame Stellung einschwenken, so daß der Dachziegelstapel automatisch bei jeder Schräglage des Aufzuges auf den Tragplatten liegend gehalten wird, wäh­rend der Schlitten leer zuückfährt. Ein Entsperren der Rückhalteelemente nach Entladen der Entladevorrichtung ist nicht erforderlich. Das Bedienungspersonal muß nach beendetem Entladevorgang lediglich die Verriegelungsvor­richtung lösen, damit die Schwingen unter Absenkung der Aufnahmefläche der Entladevorrichtung wieder ihre geneigte Position einnehmen.

    [0010] In den Ansprüchen 18 - 20 ist eine Ausführungsform eines Rückhalteelementes gekennzeichnet, welches aus einem Schwenkgestänge besteht. Das Schwenkgestänge ist an den beiden freien Enden der Aufnahmefläche drehbar gelagert. Der Betätigungshebel für das Schwenkgestänge ist als Justierschraube ausgebildet und an der dem Schlitten zugewandten Schwinge oberhalb der die Aufnahmefläche mit der Schwinge verbindenden Drehachse beweglich gelagert. Hierdurch ist sichergestellt, daß die Zugkraft des Schlittenseiles und damit die Bewegung der Schwinge auf ein sinnvolles Hebelgestänge übertragen wird, mittels dessen entsprechende Rückhalteplatten seitlich verschwenkt werden können, derart, daß bei in die Entladevorrichtung eingefahrenem Schlitten die Rückhalteplatten seitlich nach innen in die Rückhalteposition verschwenkt werden.

    [0011] Von besonderer eigenständiger Bedeutung ist das Merkmal des Anspruches 11. Hiernach ist ein Schienenabschnitt vorgesehen, auf welchem die Entladevorrichtung befestigt ist. Die Höhe der Oberfläche des Oberflansches dieses Schienenabschnittes ist so gewählt, daß das Spiel der Unterrolle des Schlittens im wesentlichen erschöpft ist. Es ist von der Ueberlegung auszugehen, daß bei den Schlitten für moderne Schrägaufzüge ein erhebliches Spiel zwischen Oberrolle und Unterrolle unabdingbar ist, weil eine Viel­zahl von Führungsschienenschüssen teleskopiert werden. Bei Anordnung der Entladevorrichtung beispielsweise im Bereich der ersten (oberen) Führungsschiene wäre somit ein erhebliches Spiel zwischen der Unterkante des Oberflansches der Führungsschiene und der Unterrolle vorhanden. Bei relativ steil stehendem Schrägaufzug kann der Schlitten um dieses Spiel kippen, so daß sich die Unterrolle gegen die Unterseite des Oberflansches des Schienenprofils legt. Dies wiederum würde die Uebernahme der Last vom Schlitten auf die Entladevorrichtung erschweren, weil ggf. ein größerer Hubweg der Aufnahmefläche der Entladevorrichtung erforderlich wäre, um die Last sicher unterfassen zu können.

    [0012] Die Ansprüche 12 - 15 betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen der Befestigung des Schienenabschnittes an der Führungsschiene sowie der Verbindung zwischen der Entladevorrichtung und dem Schienenabschnitt.

    [0013] Im Ergebnis wird eine Entladevorrichtung für einen Schrägaufzug erzielt, mit dessen Hilfe mittels eines in der Praxis gebräuchlichen Schlittens herantransportiertes Material, insbesondere Dachziegel, zuverlässig auf die Aufnahmefläche der Entladevorrichtung abgelegt werden können.

    [0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbei­spiele näher erläutert.
    Es zeigen:

    Fig. 1 einen an der Traufe eines Daches abgestützten Schrägaufzug mit einer auf der abgeknickten Führungsschiene angeordneten Entladevorrichtung

    Fig. 2 die Entladevorrichtung in vergrößerter, perspektivischer Darstellung

    Fig. 3 die Ansicht gemäß III nach Fig. 2

    Fig. 4 eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 3

    Fig. 5 in vergrößerter Darstellung die Befestigung eines zusätzlichen Schienenabschnittes

    Fig. 6 die Ansicht VI-VI nach Fig. 5

    Fig. 7 den in die Entladevorrichtung eingefahrenen Schlitten

    Fig. 8 die Ansicht in Pfeilrichtung VIII-VIII nach Fig. 3

    Fig. 9 die Ansicht IX-IX nach Fig. 7

    Fig. 10-12 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Rückhalteelementes



    [0015] In der Fig. 1 ist mit 1 ein Schrägaufzug bezeichnet, welcher aus einzelnen Führungsschienen 2 uns 2′ besteht, wobei die erste (obere) Führungsschiene 2′ über ein Knickstück 5 abgewinkelt ist.

    [0016] Der Schrägaufzug 1 ruht auf einem Fahrgestell 3; die erste Führungsschiene 2′ liegt dem Dach 6 eines Gebäudes 4 an. Mit 7 ist ein mit Dachziegeln 13 beladener Schlitten bezeichnet, welcher bei entsprechender Aufwärtsbewegung in Pfeilrichtung 8 die Dachziegel in der Entladevorrichtung 9 ablegen soll.

    [0017] Einzelheiten der Entladevorrichtung 9 sind aus der Fig. 2 erkennbar. Der mit den Dachziegeln 13 beladene Schlitten 7 ist mittels Oberrollen 27 auf den Führungsschienen 2′ abgestützt. Auf der Ladefläche 10 sind Stützauflager 25 (Fig. 8) aufgelegt, auf denen die Dachziegel 13 ruhen.

    [0018] Die Entladevorrichtung 9 besteht im wesentlichen aus Stützfüßen 35, an welche Schwingen 15 angeschlossen sind, die Tragplatten 23 tragen. Das vordere Schwingenpaar 15 ist durch einen Quergurt 39 verbunden. Aus der Fig. 2 ist fer­ner ersichtlich, daß am vorderen Ende der Tragplatten 23, welche zusammen die Aufnahmefläche 14 bilden, die mit 11 bezeichneten Rückhalteelemente angeordnet sind. Die Rückhalteelemente sind als gegen Federkraft rückschwenkbare Platten ausgebildet, die ein einseitig gesperrtes Gelenk aufweisen. Sie schwenken durch Berührungskontakt mit den Dachziegeln 13 in Pfeilrichtung 42 frei aus, so daß (s. auch Fig. 9) der Schlitten mit seinen Stützauflagern 25 den Freiraum 24 zwischen Tragplatten 23 frei passieren kann. Die Tragplatten 23 befinden sich dabei in der Position gemäß Fig. 8, d.h. die Oberfläche 20 der Aufnahmefläche 14 ist in Folge der Schräglage der Schwingen 15 soweit abgesenkt (s. Fig. 3), daß die Dachziegel mit ausreichendem Spiel die Aufnahmefläche 14 (Tragplatten 23) überfahren können. Sobald der Anschlag 19 am Schlitten mit dem Anschlag 19′ an der Entladevorrichtung in Kontakt kommt, werden die Schwingen 15 entgegen der Pfeilrichtung 16 eine Bewegung in rechtsdrehendem Sinne machen, so daß sich das aus der Aufnahmefläche 14, den Schwingen 15 und der die beiden Abstützpunkte 18 und 18′ verbindenden gedachten Linie gebildete Parallelogramm gemäß Fig. 3 etwa der Rechteckform gemäß Fig. 7 nähert. Der Schwenkweg wird dabei durch Schwenkbegrenzer 38 festgelegt. Gleichzeitig rastet die Verriegelung 22 ein, so daß die Entladevorrichtung in der in Fig. 7 dargestellten Position verbleibt. Dabei haben die Tragplatten 23 die Dachziegel von unten her unterfaßt (Fig. 9) und aufgenommen (s. Pfeilrichtung in Fig. 9) so daß der Schlitten leer zurückfahren kann. Die Rückhalteelemente 11 befinden sich nunmehr in der Rückhalteposition 12, so daß die Dachziegel nicht nach unten abgleiten können. DIe aus der Rückhalteposition 12 ausgeschwenkte Position 12′ wird erst wieder erreicht, wenn nach Entladen der Entladevorrich­tung ein neues Dachziegelpaket eingefahren wird.

    [0019] Aus der Fig. 8 ist ersichtlich, daß zwischen den Oberrollen 27 und Unterrollen 28 ein erhebliches Spiel besteht; dieses Spiel ist erforderlich, weil der Schlitten zeitweise an mehreren ineinandergeschobenen teleskopierbaren Führungsschienen verfahren werden muß. Da sich dieses mit 40 bezeichnete Spiel im Zusammenhang mit der Entladevorrichtung negativ auswirken kann (bei Anordnung der Entladevorrichtung im aufgezeigten Ausführungsbeispiel an der ersten (obersten) Führungsschiene wirkt sich das Spiel voll aus), ist eine genaue Positionierung der Oberfläche 20 der Aufnahmefläche 14 zur Oberfläche 21 der Ladefläche 10 nicht möglich. Mittels des Schienenabschnittes 26 kann das Spiel 40 nicht beseitigt werden, so daß sich die Oberrolle 27 der Schienenoberkante 29 des Schienenabschnittes 26 und die Unterrolle 28 der Schienenunterkante 31 der Führungsschiene 2′ anlegen kann. Der Schienenabschnitt 26 ist mittels Abstandshalter 32 und 33 (Fig. 6) gegenüber der Führungsschiene 2′ in dem gewünschten Abstand fixiert und mittels einer Klemmverbindung 34 an der Führungsschiene 2′ festgelegt. Gleichzeitig sind Haltebleche 36 vorgesehen, welche eine Sprosse 37 verschiebungssicher überfassen. Die Stützfüße 35 sind mittels einer Verschraubung 41 mit dem Schienenabschnitt 26 verbunden.

    [0020] Mit der Zuordnung des Schienenabschnittes 26 kann somit ein außerordentlich genaues Justieren des zur Uebernahme der Last vom Schlitten auf die Entladevorrichtung erforderli­chen Anhebevorganges erfolgen.

    [0021] Aus den Fig. 10 - 12 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Rückhalteelementes 11′ erkennbar, wobei die Fig. 10 im übrigen der Fig. 2 entspricht, während die Fig. 11 und 12 Ausschnittzeichnungen der Fig. 4 darstellen.

    [0022] Das mit 11′ bezeichnete Rückhalteelement besteht aus einem Schwenkgestänge, welches außenseitig an den beiden freien Enden der Aufnahmefläche 14 drehbar angeschlossen ist. Das Schwenkgestänge ist über eine Lagerplatte 43 am hinteren (oberen) Ende der Aufnahmefläche 14 drehbar gelagert und weist einen längeren Schwenkhebel 44 auf, welcher über zwei kürzere Schwenkhebel 45 und 46 an einer vorderen (unteren) Lagerplatte 50 an der Aufnahmefläche 14 gelagert ist. Im Bereich des Verbindungsgelenkes 51 der beiden kürzeren Schwenkhebel 45 und 46 ist ein weiterer Schwenkhebel 47 angeschlossen, welcher an seinem freien Ende mittels einer Justiervorrichtung 49 an der vorderen (unteren) Schwinge 15′ schwenkbar angeschlossen ist, derart, daß der Anlenkpunkt 53 des Schwenkhebels 47 an der zu einem geschlossenen U-Rahmen ausgebildeten Schwinge 15′ oberhalb der die Aufnahmefläche 14 mit der Schwinge 15′ verbindenden Drehachse 52 liegt.

    [0023] Aus der Fig. 10 ist ersichtlich, daß bei in der Bildebene nach links geschwenkter Schwinge die Rückhalteplatten 48 seitlich nach außen geschwenkt sind (s. auch Fig. 12), während nach dem Einfahren des Schlittens und bei rechtsdrehender Bewegung der Schwinge 15′ die Rückhalteplatten 48 in Richtung auf die Längsmitte der Entladevorrichtung in die Rückhalteposition geschwenkt werden.

    Bezugszeichenliste



    [0024] 

    1 = Schrägaufzug

    2 = Führungsschiene

    2′ = Führungsschiene

    3 = Fahrgestell

    4 = Gebäude

    5 = Knickstück

    6 = Dach

    7 = Schlitten

    8 = Pfeilrichtung

    9 = Entladevorrichtung

    10 = Ladefläche des Schlittens

    11 = Rückhalteelement

    11′ = Rückhalteelement

    12 = Rückhalteposition

    12′ = ausgeschwenkt aus Rückhalteposition

    13 = Dachziegel

    14 = höhenveränderliche Aufnahmefläche

    15 = Schwingen

    15′ = Schwinge

    16 = Pfeil

    17 = Verbindungslinie

    18 = Abstützpunkt

    18′ = Abstützpunkt

    19 = Anschlag

    19′ = Anschlag

    20 = Oberfläche der Aufnahmefläche 14

    21 = Oberfläche der Ladefläche 10

    22 = Verriegelungsvorrichtung

    23 = Tragplatte

    24 = Freiraum

    25 = Stützauflager

    26 = Schienenabschnitt

    27 = Oberrollen

    28 = Unterrollen

    29 = Schienenoberkante des Schienenabschnittes 26

    30 = Schienenoberkante der Führungsschiene 2, 2′

    31 = Schienenunterkante der Führungsschiene 2, 2′

    32 = Abstandshalter

    33 = Abstandshalter

    34 = Klemmverbindung

    35 = Stützfüße

    36 = Haltebleche

    37 = Sprosse

    38 = Schwenkbegrenzer

    39 = Quergurt

    40 = Spiel

    41 = Verschraubung

    42 = Pfeilrichtung

    43 = Lagerplatte            Schwenkgestänge

    44 = Schwenkhebel           Schwenkgestänge

    45 = Schwenkhebel           Schwenkgestänge

    46 = Schwenkhebel           Schwenkgestänge

    47 = Schwenkhebel           Schwenkgestänge

    48 = Rückhalteplatte        Schwenkgestänge

    49 = Justiervorrichtung     Schwenkgestänge

    50 = Lagerplatte            Schwenkgestänge

    51 = Verbindungsgelenk      Schwenkgestänge

    52 = Drehachse              Schwenkgestänge

    53 = Anlenkpunkt            Schwenkgestänge




    Ansprüche

    1. Entladevorrichtung (9) für einen seilgezogenen Schlitten (7) eines Bauaufzuges, insbesondere eines Schrägaufzuges (1), welcher an wenigstens einer Führungsschienen (2, 2′) des Bauaufzuges geführt und mit einer Ladefläche (10) zum Transport von Baumaterial vom ebenerdigen Bereich aufwärts versehen ist, wobei ein an vorbestimmter Stelle der Führungsschiene (2, 2′) angeordnetes Rückhalteelement (11) nach Durchgang des auffahrenden Schlittens (7) selbsttätig in Rückhalteposition (12) gelangt, derart, daß bei abfahrendem Schlitten (7) ohne Unterbrechung der Abwärtsfahrt das Transportgut (Dachziegel 13) selbsttätig vom Schlitten (7) abgenommen und vom Rückhalteelement (11) aufgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladevorrichtung (9) eine höhenveränderliche Aufnahmefläche (14) zur Ablage des Transportgutes (Dachziegel 13) aufweist.
     
    2. Entladevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladevorrichtung (9) eine auf Schwingen (15) höhenveränderlich abgestützte Aufnahmefläche (14) zur Ablage des Transportgutes (Dachziegel 13) aufweist.
     
    3. Entladevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die leere Aufnahmefläche (14) abstützenden Schwingen (15) unter Absenkung (Pfeil 16) der Aufnahmefläche (14) gegen den auffahrenden Schlitten (7) geneigt sind.
     
    4. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmefläche (14), die Schwingen (15) und die Verbindungslinie (17) der Abstützpunkte (18, 18 ′) der Schwingen (15) am Schlitten (7) in etwa ein Parallelogrammgelenk bilden.
     
    5. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den Schwingen (15) höhenveränderlich abgestützte Aufnahmefläche (14) mittels des Schlittenseiles (Lastseil, nicht dargestellt) anhebbar ist.
     
    6. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Schlitten (7) oder Anbauteilen desselben und der Entladevorrichtung (9) oder Anbauteilen derselben Anschläge (19, 19′) zur Uebertragung des Seilzuges aus dem Lastseil auf die Aufnahmefläche (14) bzw. auf die mit der Aufnahmefläche (14) schwenkbar verbundenen Schwingen (15) angeordnet sind.
     
    7. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 6, gekennzeichnet durch eine Begrenzung des Schwenkweges der Schwingen (15) derart, daß die Oberfläche (20) der leeren Aufnahmefläche (14) unter dem Niveau der Obefläche (21) der Ladefläche (10) des Schlittens (7) bzw. auf dieser Ladefläche (10) angeordneter Stützauflager (25) und die Oberfläche (20) der beladenen Aufnahmefläche (14) über dem Niveau der Obefläche (21) der Ladefläche (10) des Schlittens (7) bzw. auf dieser angeordneter Stüzauflager (25) liegt.
     
    8. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 7, gekennzeichnet durch eine die Aufnahmefläche (14) in der angehobenen Position gegen Absenken automatisch sperrende Verriegelungsvorrichtung (22).
     
    9. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmefläche (14) aus zwei spiegelbildlich zueinander angeordneten Tragplaten (23, 23′) besteht, deren jede in zwei Schwingen (15) gelagert ist und an dem dem auffahrenden Schlitten (7) zugewandten Ende oberseitig ein Rückhalteelement (11) aufweist, welches als Schwenkklappe mit einseitig gesperrtem Gelenk ausgebildet ist.
     
    10. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 9, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den einander zugewandten Seiten der Tragplatten (23) gebildete Freiraum (24) breiter ist als der Breite der auf der Ladefläche (10) des Schlittens (7) angeordneten Stützauflager (25) für das Transportgut.
     
    11. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladevorrichtung (9) auf einem der Führungsschiene (2, 2′) aufliegenden, lösbar mit dieser verbundenen Schienenabschnitt (26) befestigt ist.
     
    12. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 11, wobei ein mit Oberrollen (27) und Unterrollen (28) an den Führungsschienen(2, 2′) eines Schrägaufzuges 81) verfahrbarer Schlitten (7) Verwendung findet, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Schienenoberkante (30) der Führungsschiene (2, 2′) derart bemessen ist, daß das Spiel (40) zwischen Unterrolle (28) und Schienenunterkante (31) der Führungsschiene (2, 2′) im wesentlichen erschöpft ist.
     
    13. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 12, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl oberseitig der Führungsschiene (2, 2′) als auch seitlich der Führungsschiene (2, 2′) zwischen der Führungsschiene (2, 2′) und dem Schienenabschnitt (26) Abstandshalter (32, 33) angeordnet sind.
     
    14. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Schienenabschnitt (26) mittels einer lösbaren Klemmverbindung (34) an der Führungsschiene (2, 2′) festgelegt ist.
     
    15. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schienenabschnitt (26) lösbar Stützfüße (35) angeschlossen sind, welche der Lagerung der Schwingen (15) dienen.
     
    16. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 15, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Stützfüße (35) mit der Entladevorrichtung (9) verschweißte Haltebleche (36) vorgesehen sind, welche eine zwei benachbarte Führungsschienen (2, 2′) verbindende Sprosse (37) gabelartig verschiebungssicher überfassen.
     
    17. Entladevorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 - 16, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einer Schwinge (15) Schwenkbegrenzer (38) angeordnet sind.
     
    18. Entladevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 8 oder 10 - 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückhalteelement (11′) ein mit wenigstens einer Schwinge (15′) verbundenes und von dieser Schwinge (15′) betätigtes Schwenkgestänge (43 - 51) ist.
     
    19. Entladevorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenkgestänge (43 - 51) einerseits drehbar an einer Schwinge (15′) und andererseits drehbar an der Aufnahmefläche (14) gelagert ist.
     
    20. Entladevorrichtung nach Anspruch 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenkgestänge (43 - 51) an seiner dem Schlitten (7) zugewandten Seite seitlich schwenkbare Rückhalteplatten (48) aufweist.
     




    Zeichnung




























    Recherchenbericht