[0001] Die Erfindung betrifft eine unterfahrbare Transportpalette mit im wesentlichen rechteckigem
Grundriß aus in Zuschnittform bereitgestelltem, faltbarem Material wie Wellpappe,
mit einer Ladegut aufnehmenden Paletten-Oberfläche, mit einer Paletten-Aufstandsfläche
(Unterfläche) und mit Ober- und Aufstandsfläche zueinander beabstandenden Tragelementen,
zwischen denen in wenigstens einer der beiden Hauptdimensionen des Rechtecks mindestens
eine Laderinne zum Eingreifen von Ladeholmen von Flurfördergeräten angeordnet ist.
[0002] Für unterfahrbare Transportpaletten der beschriebenen Art aus Wellpappe oder ähnlichem
faltbarem Material, bei denen die Oberfläche wie bei herkömmlichen Paletten aus Holz,
Preßstoff od. dgl. mit Transportgut beladen wird, werden heute in aller Regel zwei
rechteckförmige Materialzuschnitte verwandt. Bei einem bekannten Gegenstand dieses
Typs (DE-OS 34 42 439) sind je ein die Paletten-Oberfläche und ein eine Tragholmkonstruktion
bestimmender Zuschnitt vorgesehen, die einander hinsichtlich ihrer Faltung und Stützmaßnahmen
so zugeordnet sind, daß sich eine hoch-tragfähige Wellpappe-Transportpalette ergibt.
Solche Paletten sind insbesondere als stabile, preiswerte Einweg-Paletten mit Euro-Palettenmaß
(800 x 1 200 mm) geeignet. Allerdings ist ihre Konstruktion dann, wenn lediglich kleinere
Paletten mit 1/2-Euromaß (600 x 800mm) oder 1/4-Euromaß (400 x 600 mm) verlangt werden,
in aller Regel vom Material her zu aufwendig, zumal dann üblicherweise auch nur geringere
Festigkeiten erforderlich sind.
[0003] Für kleinere Abmessungen ist eine aus einem rechteckigen einstückigen Zuschnitt aus
Pappe, gewellter Faserplatte oder gleichwertigem Material hergestellte Palette bekannt
geworden (DE-OS 14 81 413). Diese dient jedoch allein als Umhüllung für von der Palette
aufzunehmendes Transportgut und weist zwischen zwei seitlichen Tragstegen eine breite
Rinne mit einem flachen, horizontalen rechteckigen Boden und einer parallel dazu angeordneten
Tragfläche auf. Diese Rinne, die nach zwei Seiten offen ist, kann - entweder nach
Hochklappen der die Oberfläche bildenden Platte oder durch Einschieben von den offenen
Seiten her - mit Transportgut befüllt werden. Zum Zwecke einer festen Anlage der Oberplatte
und ihrer sicheren Befestigung an den seitlichen Tragstegen ist an beiden je eine
seitliche Ansatzfläche angeordnet. Der Boden bildet die Aufstandsfläche der Palette.
Das Transportgut ist bei dieser Palette also, bis auf die offenen Seiten, vollständig
von dem Palettenmaterial umhüllt. Somit ist das Transportvolumen der bekannten Palette
auf den Raum der Rinne beschränkt. Ein Beladen der Palette von der Oberfläche her
ist nicht beabsichtigt; hierzu weist dieser Gegenstand keine genügende Festigkeit
bzw. Tragfähigkeit auf. Auch ist ein Unterfahren der Palette mit einem Flurförderer
weder beabsichtigt noch in sinnvoller Weise denkbar, da dann einerseits das Breitenmaß
der Rinne, wollte man mit den Gabeln oder Ladeholmen eines Flurförderers die seitlichen
Tragstege untergreifen, dem Abstand zwischen den Ladeholmen entsprechen müßte und
damit die Palette in ihrer Aufnahmekapazität beschränkt wäre, andererseits aber die
seitlichen Ansatzflächen trotz der Doppellagigkeit des Materials nicht ausreichen,
das gesamte Ladegewicht der Palette zwischen sich aufzu nehmen. Ein Beladen der Oberfläche
der bekannten Palette ist nicht beabsichtigt; hierfür ist die breite, ungestützte
Oberplatte nicht geeignet. Dieser bekannte Gegenstand ist somit auf den Zweck einer
Einweg-Umhüllungspalette, also praktisch auf einen stapelbaren trogförmigen Kasten,
beschränkt.
[0004] Der Erfindung liegt - insbesondere gegenüber dem beschriebenen Stand der Technik
- die Aufgabe zugrunde, eine unterfahrbare Transportpalette der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen, die speziell als Kleinpalette (1/4 oder 1/2-Euro-Palettengröße),
bevorzugt im Einweg-Gebrauch, einsetzbar und dementsprechend von Material und Herstellung
her preiswert ist, zugleich aber vor allem ein sicheres Transportieren mit Hilfe von
Flurfördergeräten (Hubwagen, Gabelstaplern) trotz der verkleinerten Abmessungen gewährleistet.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Mittellinie der Laderinne
zu der zu ihr parallelen Mittellinie der Paletten-Oberfläche versetzt ist und daß
entlang des freien Randes der der Rinnen-Mittellinie abgekehrten Hälfte der Paletten-Oberfläche
ein seitlicher freier, von der Aufstandsfläche her von einem Ladeholm untergreifarer
Flansch oder Steg vorgesehen ist, der sich über die seitliche Tragelement-Begrenzung
hinaus erstreckt. Damit erreicht man in einfacher und sinnvoller Weise eine Verlagerung
des Lastschwerpunktes der Palette bei gleichmäßiger Beladung derselben derart, daß
sich dieser Lastschwerpunkt zwischen den Ladeholmen oder Gabeln des Flurförderers
befindet. Die Breite der Laderinne ist naturgemäß so gewählt, daß sie bequem einen
Ladeholm eines Hubwagens mit genügendem Spiel, aber unter leichter seitlicher Zentrierungsmöglichkeit
aufnehmen kann, während der von dem zweiten Ladeholm zu untergreifende Steg sich
in einem ent sprechenden Abstand dazu befindet. Um diese Art der leichten Zentrierung
besonders einfach zu erreichen und damit zu gewährleisten, daß einerseits im schnellen,
wenig sorgfältigen Transport- und Ladebetrieb keine unnötigen Beschädigungen entstehen
und andererseits keine zu große Sorgfalt und Genauigkeit beim Einführen der Flurförderer
erforderlich ist, wird man zweckmäßigerweise die Breite des Tragelementes auf der
Seite des Steges entsprechend den heute genormten Abständen zwischen den Ladeholmen
von Hubwagen vorsehen, während bei Gabelstaplern ohnehin üblicherweise der Abstand
zwischen den gegenüber Hubwagen schmaleren Ladeholmen veränderbar ist und damit auf
das entsprechende Breitenmaß des Tragelements eingestellt werden kann.
[0006] In Besonders vorteilhafter Ausbildung der Erfindung kann die Transportpalette aus
einem einstückigen Zuschnitt aufgefaltet sein. Dieser wird im wesentlichen rechteckig
sein, wodurch sich in der Herstellung eine optimale Flächenausnutzung durch praktisch
fehlenden Verschnitt ergibt, indem maximaler Nutzen aus der laufenden Wellpappebahn
gezogen werden kann und die Außenabmessungen des Zuschnitts den Außenkanten der aufgefalteten
Palette entsprechen.
[0007] Vorzugsweise erstrecken sich die Tragelemente im wesentlichen parallel zu der Rinnen-Mittellinie,
und sie sind als hohlkörperartige Tragholme ausgebildet. Das ergibt auf der einen
Seite eine Palette mit klaren Begrenzungen und auf der anderen eine hohe Steifigkeit
sowie Sicherheit in der Unterfahrbarkeit.
[0008] Um die bereits erwähnte präzise Lagerung der Palette auf den Tragholmen eines Flurförderers
mit den angegebenen Schwerpunktsverhältnissen bei gleichmäßig beladener Palette
zu gewährleisten, können die Tragelemente zur den Gewichtsschwerpunkt beinhaltenden
Mittellinie der Paletten-Oberfläche asymmetrisch derart angeordnet sein, daß ein erster
Tragholm um das Breitenmaß des seitlichen Überstandes nach innen versetzt ist und
ein gegenüber dem ersten schmalerer zweiter Tragholm parallel dazu die gegenüberliegende
seitliche Palettenbegrenzung bildet.
[0009] Durch entsprechende Auffaltung ist die Laderinne vorzugsweise in Richtung der Aufstandsfläche
offen, während in ihrem oberflächenseitigen Bereich das Zuschnittmaterial doppelschichtig
miteinander verbindbar ist. Damit ergibt sich ein einfaches Unterfahren mit Flurförderern
ohne die Gefahr eines Anstoßens gegen einen die Rinne nach unten begrenzenden Materialsteg,
was gerade bei den häufig nur geringen Kleinpaletten-Ladegewichten vorteilhaft ist,
indem so die Palette durch anstoßende Ladeholme nicht weggeschoben werden kann. Außerdem
wird durch die Doppelschichtigkeit der Rinnendecke, also in dem vertikal nicht durch
die Tragelemente oder -holme gestützten Rinnenbereich, die Tragfähigkeit der Palette
insgesamt maßgeblich erhöht.
[0010] Eine weitere Verbesserung und Erhöhung der Belastbarkeit der Palette ist dadurch
erreichbar, daß die Tragelemente bzw. -holme quaderförmig ausgebildet sein und die
Rinne die Form eines nach unten offenen U haben können. Auf diese Weise läßt sich
auch vorteilhaft der dem Steg gegenüberliegende Palettenrand durch die vertikale
Tragelement-Wand bilden, so daß hier eine eindeutige, geschlossene Begrenzung der
Palette vorhanden ist.
[0011] Es ist weiterhin möglich, die erfindungsgemäße Transportpalette aus zwei Zuschnitteilen
auszubilden, indem vorteilhaft die Tragelemente als mindestens zwei holmartige Träger
mit zu der Laderinnen-Mittellinie senkrechtem Verlauf ausgebildet sind, wobei sie
von der Laderinne durchbrochen sind und zwischen sich mindestens eine zweite, parallel
zur zweiten Palettenhauptachse koaxial verlaufende Laderinne ausbilden derart, daß
in der Hälfte der versetzten Rinnen-Mittellinie schmalere und in der anderen Hälfte
breitere quaderförmige Füße gebildet sind und sich auf der Seite der breiteren Füße
der freie Flansch oder Steg befindet. Eine solche Palette ist zwar im Vergleich zu
der aus einem einstückigen Zuschnitt gebildeten vom Material her aufwendiger, ergibt
jedoch eine höhere Tragfähigkeit und damit die Möglichkeit des Einsatzes bei hohen
Transportgewichten für Kleinpaletten, wobei vorzugsweise die beiden Zuschnitteile
mit normal zueinander verlaufender Wellenrichtung angeordnet werden und das Material
im Bereich der zweiten Laderinne und entlang der Außenwände senkrecht zu der versetzten
Laderinne doppelschichtig vorgesehen ist.
[0012] Um bei der erfindungsgemäßen Palette die Festigkeit noch mehr zu steigern, können
im Bereich der Tragelemente aus der Oberfläche faltbar ausgestanzte, in das Tragelementinnere
hineinklappbare und sich gegen die Aufstandsfläche der Tragelemente abstützende Stützlaschen
vorgesehen sein. Vorzugsweise sind diese Stützlaschen im Tragelementinneren festsetzbar.
Sie können in Breite und Höhe dem Innenquerschnitt der Tragelemente entsprechen und
in diesen kraftschlüssig festsetzbar sein. Zum Zwecke dieses leichten Festsetzens
können die gegen die Bodenfläche der Tragelemente anliegenden Unterränder der Stützlaschen
Riegelnasen zum Eingriff in entsprechende Riegelschlitze in der Aufstandsfläche aufweisen.
[0013] Bei einer erfindungsgemäßen Transportpalette aus einem einstückigen Zuschnitt kann
letzterer aus Wellpappe mit normal zu den Tragelementen bzw. Tragholmen ausgerichtetem
Wellenverlauf bestehen, und die Stützlaschen können als Querstützen zu den Tragelementen
ausgebildet sein. Stehende Welle in vertikalen Wandelementen von Tragholmen ist an
sich bekannt, aber in Verbindung mit den liegende Welle aufweisenden Querstützen der
aus der Oberfläche herabklappbaren Arretierungslaschen ergibt sich eine maßgebliche
Gesamt-Festigkeitserhöhung, indem die stehende Welle den Druck von oben her aufnimmt,
während die Querstützen der Erhöhung der seitlichen Scherfestigkeit zugute kommt.
[0014] Zweckmäßigerweise können gerade im Hinblick auf die Erzielung hoher Tragfähigkeiten
die erfindungsgemäßen Transportpaletten aus doppellagigem Wellpappematerial mit hoch-reißfester
Deckschicht (Kraftliner) hergestellt, also aufgefaltet sein.
[0015] Um eine gute Standfestigkeit und damit Tragfähigkeit der Paletten zu erzielen, können
die Aufstandsflächen der Tragelemente mindestens 50 %, vorzugsweise etwa 60 % der
Gesamtfläche der Palette betragen, wodurch sich zusätzlich noch eine hohe Scherfestigkeit
ergibt.
[0016] Natürlich ist es auch denkbar, statt Wellpappe anderes geeignetes, faltbares Material,
z.B. in genügendem Maße tragfähige Pappe, für die Herstellung der erfindungsgemäßen
Paletten zu verwenden, wobei in diesem Falle die bei Weilpappe mit vorbestimmter Wellenrichtung
erzielbaren Vorteile zumindest in gewissem Umfang dadurch erzielbar sind, daß man
den Hauptfaserverlauf des Pappmaterials entsprechend ausrichtet.
[0017] Die insgesamt mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen nach allem darin, daß
gerade kleinere Palettenformate preisgünstig zur Verfügung gestellt werden können,
die mit üblichen Flurfördergeräten sicher gehoben und transportiert werden können,
indem sich ihr Last schwerpunkt bei hinreichend gleichmäßiger Palettenbeladung zwischen
den Gabeln bzw. Ladeholmen solcher Geräte bei Normalausführung befindet und der freie
Palettenrand durch die Stegausbildung sicher untergreifbar und auf einem Ladeholm
lagerbar ist, ohne daß die Gefahr besteht, daß die angehobene Palette über die andere
Seite abkippt und herunterfällt.
[0018] Weitere Vorteile und Ausführungsformen oder -möglichkeiten der Erfindung gehen aus
der folgenden Beschreibung der in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
hervor. Es zeigt
Fig. 1 in Draufsicht einen einstückigen Wellpappe-Zuschnitt zur Herstellung einer
erfindungsgemäß ausgebildeten Transportpalette und
Fig. 2 eine aus dem Zuschnitt der Fig. 1 auffaltete Transportpalette in axonometrischer
Darstellung.
[0019] Zur Herstellung einer mit den erfindungsgemäßen Merkmalen ausgestatteten Transportpalette
1, wie sie in Fig. 2 gezeigt ist, wird bei dieser Ausführungsform ein einstückiger
Wellpappe-Zuschnitt 10 verwendet, der die Form eines langgestreckten Rechtecks hat
und damit verschnittfrei mit mehreren Nutzen nebeneinander aus einer laufenden Wellpappebahn
herausgeschnitten werden kann. Den Wellenverlauf erkennt man bei A.
[0020] Der Zuschnitt umfaßt, jeweils durch gestrichelt angedeutete, im Zuge der Herstellung
angebrachte Faltlinien 11 sowie Gegenfaltlinien (Gegenriller) 12 gegeneinander abgegrenzt,
in Aneinanderreihung von rechts her betrachtet, ein Feld für die Erzeugung einer Paletten-Oberfläche
2, anschließend drei Felder zur Ausbildung eines quaderförmigen zweiten Tragholms
4 in Form einer Außenwand 41, einer Aufstandsfläche 40 und einer Innenwand 42, anschließend
für eine Laderinne 5 eine Rinnendecke 51, darauf folgend zur Ausbildung eines breiteren,
ersten quaderförmigen Tragholms 3 eine Innenwand 32, eine Aufstandsfläche 30 und eine
Außenwand 31, und abschließend eine Stegunterlage 61 zur Ausbildung eines über die
Außenwand 31 des ersten Tragholms 3 hinausragenden Flansches oder Steges 6. In der
Paletten-Oberfläche 2 sind, ebenfalls um Faltlinien 11 klappbar, Stützlaschen 21 und
22 eingestanzt, von denen die breiteren Stützlaschen 21 in ihrer Breite im wesentlichen
der Breite der Aufstandsfläche 30 des ersten, breiteren Tragholms 3 und die Stützlaschen
22 der Breite der Aufstandsfläche 40 des schmaleren zweiten Tragholms 4 entsprechen.
Diese Stützlaschen liegen in ihrer Breitenerstreckung im Wellenverlauf (s. A) und
tragen an ihren unteren freien Rändern Riegelnasen 23. Die Höhe der Stützlaschen 21,
22 entspricht der Höhe der Wandteile 31, 32 bzw. 41, 42. An den Riegelnasen 23 entsprechenden
gegenüberliegenden Stellen in den Aufstandsflächen 30, 40 sind Riegelschlitze 33 bzw.
43 ausgebildet, so daß die Riegelnasen 23 bei aufgerichteter Palette in den Riegelschlitzen
festgesetzt werden können, um damit bei dem aus Fig. 2 entnehmbaren quaderförmigen
Aufbau der Tragholme 3 als Querstützen der Erhöhung insbesondere der Seitenbelastbarkeit
(Scherfestigkeit und Biegefestigkeit) zu dienen.
[0021] In Fig. 1 und 2 ist mit strichpunktierter Linie M die Mittellinie der Paletten-Oberfläche
bezeichnet, während mit doppelt-strichpunktierter Linie L die Mitte der Laderinne
5 angegeben ist. Die Mittellinie M verläuft bei gleichmäßiger Beladung der Paletten-Oberfläche
2 durch den (theoretischen) Lastschwerpunkt, so daß bei Unterstützung durch ein linienförmiges
Hebezeug in der Linie M Gleichgewicht herrschen müßte. Da dieses in der Praxis aber
mit vernünftigen Mitteln selten erreicht werden kann, ist durch die Anordnung der
Laderinne 5, in die ein Ladeholm eines Flurförderers eingreifen kann, im Verhältnis
zu den Tragholmen und damit durch den Versatz der Rinnen-Mittellinie L gegenüber der
Oberflächenmittellinie M sichergestellt worden, daß bei Untergreifen der Palette
in der Mitte der Laderinne 5 die Palette ein zur Rinnen-Mittellinie L linksdrehendes
Moment ausübt. Die Breite der Laderinne 5 ist etwas größer als die weitgehend standardisierte
Breite einzelner Ladeholme von Hubwagen, während die Breite des ersten Tragholms 3
und damit auch der Aufstandsfläche 30 etwas schmaler als die ebenfalls weitestgehend
standardisierte Abstandsbreite zwischen den beiden Tragholmen eines Hubwagens ist.
Die Paletten-Oberfläche 2 schließt auf der Seite des ersten Tragholmes 3 nicht mit
dessen Außenwand 31 ab, sondern überragt diesen entsprechend der Breite der Stegunterlage
61 um ein Stück, so daß damit ein freier Randflansch bzw. -steg 6 gebildet wird. Auf
diese Weise ist es möglich, daß bei Unterfahren der Palette mit einem Hubwagen dessen
einer Ladeholm in die Rinne 5 eingeführt wird und bei Anheben gegen die Rinnendecke
51 zur Anlage kommt, während sein zweiter Ladeholm den Flansch 6 bzw. die Stegunterlage
61 untergreift. Die Palette wird also durch die Breitenabmessungen von Laderinne 5
und erstem Tragholm 3 zentriert. - Während bei Hubwagen in der Regel die Breite der
Ladeholme und deren Abstand fest und standardisiert sind, kann man bei Gabelstaplern
regelmäßig den Abstand der u.U. schmaleren Ladeholme verändern und damit auf die entsprechenden
Breitenabmessungen der Palette einstellen, so daß immer noch das linksdrehende Moment
um den in die Laderinne 5 eingreifenden Ladeholm und das Untergreifen des Flansches
6 durch den außen befindlichen Ladeholm gewährleistet sind.
[0022] Somit ist die Palette, bei der es sich im dargestellten Beispiel um eine 1/4-Euro-Palette
handelt, sicher mit Hilfe üblicher Flurfördergeräte anhebbar und transportierbar.
Gleiches gilt auch für größere Paletten ähnlicher Ausbildung bis hin zu Paletten mit
1/2-Euromaß.
[0023] Wie aus der Darstellung erkennbar, ist die Palette in den beim Anheben mittels Flurförderer
hauptsächlich belasteten Bereichen, nämlich im Deckenbereich der Laderinne 5 und
am Steg 6, doppelschichtig ausgebildet, so daß hier ein hoher Belastungswiderstand
resultiert. Die Festigkeit der Palette insgesamt wird durch die verriegelbaren Stützlaschen
21, 22 sowie ggf. durch die Wahl doppellagigen Wellpappe-Materials gesteigert, so
daß man eine aus einem einstückigen Zuschnitt aufrichtbare 1/4-Euro-Palette erhält,
die gegenüber einer vergleichbaren Palette aus einem zweistückigen Zuschnitt etwa
70 bis 80 % der Tragfähigkeit aufweist. Dieses ist für die Einsatzzwecke solcher Kleinpaletten,
die oftmals mit nicht so schwerem Gut wie Großpaletten beladen werden, für einen
sehr großen Bereich der Einsatzfälle ausreichend, so daß sich durch die entstehenden
Materialersparnisse infolge der Verwendung nur eines Zuschnitts trotz ggf. höherwertigen
Wellpappe-Materials, zumal bei Berücksichtigung der Massenverwendung solcher Paletten,
maßgebliche Einsparungen, zumal auch unter dem Gesichtspunkt des einfachen Auffaltens
des Zuschnittes 10, ergeben.
1. Unterfahrbare Transportpalette mit im wesentlichen rechteckigem Grundriß aus in
Zuschnittform bereitgestelltem, faltbarem Material wie Wellpappe, mit einer Ladegut
aufnehmenden Paletten-Oberfläche, mit einer Paletten-Aufstandsfläche (Unterfläche)
und mit Ober- und Aufstandsfläche zueinander beabstandenden Tragelementen, zwischen
denen in wenigstens einer der beiden Hauptdimensionen des Rechtecks mindestens eine
Laderinne zum Eingreifen von Ladeholmen von Flurfördergeräten angeordnet ist,dadurch gekennzeichnet, daß die Mittellinie (L) der Laderinne (5) zu der zu ihr parallelen Mittellinie (M)
der Paletten-Oberfläche (2) versetzt ist und daß entlang des freien Randes der der
Rinnen-Mittellinie (L) abgekehrten Hälfte der Paletten-Oberfläche ein seitlicher
freier, von der Aufstandsfläche (30, 40) her von einem Ladeholm untergreifbarer Flansch
oder Steg (6) vorgesehen ist, der sich über die seitliche Tragelement-Begrenzung (31)
hinaus erstreckt.
2. Transportpalette nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem einstückigen, im wesentlichen rechteckigen Zuschnitt (10) aufgefaltet
ist.
3. Transportpalette nach Anspruch 1 oder 2,dadurch gekennzeichnet, daß sich die Tragelemente (3,4) im wesentlichen parallel zu der Rinnen-Mittellinie
(L) erstrecken.
4. Transportpalette nach Anspruch 3,dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente als hohlkörperartige Tragholme (3, 4) ausgebildet sind.
5. Transportpalette nach Anspruch 3 oder 4,dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente (3, 4) zu der Mittellinie (M) der Paletten-Oberfläche (2) asymmetrisch
angeordnet sind derart, daß ein erster Tragholm (3) um das Breitenmaß des seitlichen
Überstandes (6) nach innen versetzt ist und ein gegenüber dem ersten schmalerer zweiter
Tragholm (4) parallel dazu die gegenüberliegende seitliche Palettenbegrenzung bildet.
6. Transportpalette nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Laderinne (5) in Richtung der Aufstandsfläche (30, 40) offen ist, während
in ihrem oberflächenseitigen Bereich (51) das Zuschnittmaterial doppe!schichtig
miteinander verbindbar ist.
7. Transportpalette nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente bzw. Tragholme (3,4) quaderförmig ausgebildet sind und die Rinne
(5) die Form eines nach unten offenen U hat.
8. Transportpalette nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Steg (6) gegenüberliegende Palettenrand durch die Außenwand (41) des
zweiten Tragelements (49 gebildet ist.
9. Transportpalette nach Anspruch 1 aus zwei Zuschnittteilen,dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente als mindestens zwei holmartige Träger mit zu der Laderinnen-Mittellinie
senkrechtem Verlauf ausgebildet sind, wobei sie von der Laderinne durchbrochen sind
und zwischen sich mindestens eine zweite, parallel zur zweiten Palettenhauptachse
koaxial verlaufende Laderinne ausbilden derart, daß in der Hälfte der versetzten Rinnen-Mittellinie
schmalere und in der anderen Hälfte breitere quaderförmige Füße gebildet sind und
sich auf der Seite der breiteren Füße der freie Flansch oder Steg befindet.
10. Transportpalette nach Anspruch 9 mit normal zueinander verlaufender Wellenrichtung
der beiden Zuschnitteile,dadurch gekennzeichnet, daß das Material im Bereich der zweiten Laderinne und entlang der senkrecht zu der
versetzten Laderinne rechtwinklig verlaufenden Außenwände doppelschichtig ist.
11. Transportpalette nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Tragelemente (3, 4) aus der Oberfläche (2) faltbar ausgestanzte,
in das Tragelementinnere hineinklappbare und sich gegen die Aufstandsfläche (30,
40) der Tragelemente abstützende Stützlaschen (21, 22) vorgesehen sind.
12. Transportpalette nach Anspruch 11,dadurch gekennzeichnet, daß die Stützlaschen (21, 22) im Tragelementinneren festsetzbar sind.
13. Transportpalette nach Anspruch 11 oder 12,dadurch gekennzeichnet, daß die Stützlaschen (21, 22) in Breite und Höhe dem Innenquerschnitt der Tragelemente
(3,4) entsprechen und in diesen kraftschlüssig festsetzbar sind.
14. Transportpalette nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die gegen die Bodenfläche der Tragelemente (3,4) anliegenden Unterränder der
Stützlaschen (21, 22) Riegelnasen (23) zum Eingriff in entsprechende Riegelschlitze
(33, 43) im Tragelementboden (30, 40) aufweisen.
15. Transportpalette nach einem der Ansprüche 11 bis 14 bei Auffaltung aus einem einstückigen
Zuschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschnitt aus Wellpappe mit normal zu den Tragelementen bzw. Tragholmen
(3, 4) ausgerichtetem Wellenverlauf besteht und die Stützlaschen als Querstützen (21,
22) zu den Tragelementen ausgebildet sind.
16. Transportpalette nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus doppellagigem Wellpappematerial mit hochreißfester Deckschicht (Kraftliner)
aufgefaltet ist.
17. Transportpalette nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufstandsflächen (30, 40) der Tragelemente (3, 4) mindestens 50 %, vorzugsweise
60 % der Palettenfläche (2) betragen.