(19)
(11) EP 0 291 868 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.11.1988  Patentblatt  1988/47

(21) Anmeldenummer: 88107688.9

(22) Anmeldetag:  13.05.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B65D 33/16, D06F 95/00, A44B 18/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE

(30) Priorität: 22.05.1987 DE 3717318

(71) Anmelder: Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien
40191 Düsseldorf (DE)

(72) Erfinder:
  • Stark, Helmut
    D-4290 Bocholt (DE)
  • Ochs, Kerstin
    D-4018 Langenfeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Klettbandverschluss für textilen Wäschesack


    (57) Ein Klettbandverschluß für einen textilen Wäschesack mit einem ein Loch aufweisenden Verschlußbandabschnitt soll dahingehend verbessert werden, daß er einfach und problemlos für eine ge­wünschte Dauer mit dem ein Loch aufweisenden Verschlußbandab­schnitt eines textilen Wäschesackes verbindbar ist und die Verwendung eines separaten Verbindungselementes sowie die Aus­bildung eines Loches in dem Klettbandverschluß vermieden wird.
    Dies wird dadurch erreicht, daß der Klettbandverschluß (1, 1a) bandförmig ausgebildet ist und zwischen seinem Klettband- und Flauschbandabschnitt (3, 4; 3a, 4a) einen schmaleren Bandab­schnitt (5, 5a) aufweist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung richtet sich auf einen Klettbandverschluß für einen textilen Wäschesack mit einem ein Loch aufweisenden Verschlußbandabschnitt.

    [0002] Aus der Patentanmeldung DE-P 36 43 959.2 ist ein textiler Wäschesack mit einem zweiteiligen Verschlußband bekannt, bei dem sowohl der an dem Wäschesack befestigte Verschlußbandabschnitt sowie der mit diesem Verschlußbandabschnitt verbindbare weitere Verschlußbandabschnitt jeweils ein Loch aufweisen. Die beiden Verschlußbandabschnitte werden entweder mit Hilfe eines Verschlußelementes, welches die beiden Löcher in der Verschlußstellung durchdringt, miteinander verbunden oder der zweite Verschlußbandabschnitt wird so weit durch das Loch des ersten Verschlußbandabschnittes gezogen, bis sein Loch frei zugänglich ist, woraufhin das andere Ende des zweiten Verschlußbandabschnittes unter Bildung einer Schlaufe durch das Loch des zweiten Verschlußbandabschnittes gezogen wird, bis dieses fest an dem ersten Verschlußbandabschnitt anliegt.

    [0003] Diesem Stand der Technik haftet der Nachteil an, daß entweder ein die beiden Verschlußbandabschnitte verbindendes Verschlußelement verwendet werden muß, bei dem die Gefahr besteht, daß es nach mehrmaligem Öffnen und Schließen zerstört ist oder bei dem die Gefahr besteht, daß es beim Waschvorgang die Verschlußbandabschnitte, insbesondere durch Einreißen der Löcher, beschädigt. Oder aber bei der anderen Verbindungsform kann die Verschlingung der beiden Verschlußbandabschnitte zu einem Ein- oder Aufreißen der in den Verschlußbandab­schnitten ausgebildeten Löcher führen.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Klettbandver­schlusses, der einfach und problemlos für eine gewünschte Dauer mit dem ein Loch aufweisenden Verschlußbandabschnitt eines textilen Wäschesackes verbindbar ist und der die Notwendigkeit der Verwendung eines separaten Verbindungselementes sowie die Ausbildung eines Loches in dem Klettbandverschluß vermeidet.

    [0005] Bei einem Klettbandverschluß der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Klettbandverschluß bandförmig ausgebildet ist und zwischen seinem Klettband- und Flauschbandabschnitt einen schmaleren Bandabschnitt aufweist.

    [0006] Der Klettbandverschluß wird im Anwendungsfalle zunächst entwe­der im Bereich seines Klettbandabschnittes oder im Bereich seines Flauschbandabschnittes längs der Längsachse zurückgebogen und mit diesem Abschnitt in das Loch des am textilen Wäschsack ange­ordneten Verschlußbandabschnittes eingeführt, bis der schmalere Bandabschnitt des Klettbandverschlusses im Bereich des Loches liegt. Nach Loslassen des eingeführten Klettbandverschlusses ent­spannt sich der zunächst umgebogene Klettbandverschlußabschnitt aufgrund der inneren Spannung des mit einer gewissen Eigenstei­figkeit versehenen Klettbandverschlusses. Der Klettbandverschluß ist in dieser Gebrauchsstellung nunmehr fest und dauerhaft mit dem Verschlußbandabschnitt des textilen Wäschsackes verbunden. Erst durch erneutes Umbiegen eines der breiteren Klettbandverschlußabschnitte und Hindurchschieben dieses Abschnittes durch das Loch des am Wäschesack befestigten Verschlußbandabschnittes, ist der Klettbandverschluß wieder von dem Wäschsack entfernbar. Der erfindungsgemäße Klett­bandverschluß ist somit einfach und problemlos sowie für die gewünschte Dauer mit dem Wäschesack verbindbar. Da der Klettbandverschluß kein Loch aufweist, besteht auch nicht die Gefahr einer Zerstörung des Klettbandverschlusses durch Aufreißen des Loches. Desweiteren ist kein separates Verbindungselement zur Verbindung des Klettbandverschlusses mit dem Wäschsack notwendig.

    [0007] Für eine technisch wenig aufwendige und somit wirtschaftliche Herstellung eines Klettbandverschlusses ist es von Vorteil, wenn der schmalere Bandabschnitt durch Umfalten und Vernähen des bandförmigen Klettbandverschlusses in diesem Bereich hergestellt ist, wie dies die Erfindung in Ausgestaltung vorsieht.

    [0008] Weiterhin kann gemäß der Erfindung auch vorgesehen sein, daß der schmalere Bandabschnitt durch Ausschneiden, Ausstanzen oder Herausschweißen von Bandbereichen aus dem bandförmigen Klettbandverschluß hergestellt ist.

    [0009] Schließlich sieht die Erfindung in zweckmäßiger Ausgestaltung vor, daß der bandförmige Klettbandverschluß im Bereich des Klettband- und Flauschbandabschnittes deutlich breiter als der größte Durchmesser des Loches des am Wäschesack angeordneten Verschlußbandabschnittes und der schmalere Bandabschnitt bei einem kreisförmigen Loch des am Wäschesack angeordneten Verschlußbandabschnittes in einer etwa dessen Durchmesser entsprechen und bei einem ovalen Loch des am Wäschsack angeordneten Verschlußbandabschnittes in einer etwa dessen größtem Durchmesser entsprechenden Breite ausgebildet ist.

    [0010] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielswei­se erläutert. Diese zeigt in

    Fig. 1 eine Aufsicht auf ein durch Umfalten und Vernähen hergestellten Klettbandverschluß und in

    Fig. 2 einen durch Ausstanzen hergestellten Klettbandverschluß.



    [0011] Die Fig. 1 zeigt einen insgesamt mit 1 bezeichneten bandförmigen Klettbandverschluß, welcher eine Breite von ca. 3 cm aufweist. Auf das textile Verschlußband 2 ist auf der einen Endseite ein Klettbandabschnitt 3 aufgenäht, welcher bei der Darstellung nach Fig. 1 mit seiner Haftseite auf den Betrachter ausgerichtet ist. Am anderen Ende des Bandes 2 ist auf der Rückseite des Bandes 2 ein Flauschbandabschnitt aufgenäht, dessen Haftseite vom Be­trachter fort ausgerichtet ist. Zur Bildung des schmaleren Band­abschnittes 5 ist das Band 2 bereichsweise auf die Längsachse zu umgefaltet, wobei sich die umgefalteten Bandabschnitte 6 und 7 teilweise überlappen, und werden die zurückgefalteten Bandabschnitte 6 und 7 durch das Band 2 durchdringende Nähte 8 und 9 in dieser Stellung gehalten.

    [0012] Die Fig. 2 zeigt einen bandförmigen Klettbandverschluß 1a, der ebenso wie der Klettbandverschluß nach Fig. 1 aus einem textilen Band 2a mit darauf angeordnetem Klettbandabschnitt 3a und Flauschbandabschnitt 4a besteht. Im Unterschied zu dem Klettbandverschluß nach Fig. 1 weist der Klettbandverschluß 1a einen schmaleren Bereich 5a auf, der durch Ausschneiden, Ausstanzen oder Herausschweißen von Bandbereichen unter Bildung von Einschnitten 10 und 11 gebildet ist.

    [0013] Bei einer Breite von ca. 3 cm des Klettbandverschlusses weist der schmalere Bereich 5 bzw. 5a eine Breite von 1 bis 1,5 cm auf. Entsprechend dieser Breite des schmaleren Bereiches 5 bzw. 5a ist der Durchmesser des Loches in dem an dem Wäschesack angeordneten Verschlußbandabschnitt ausgebildet.


    Ansprüche

    1. Klettbandverschluß für einen textilen Wäschesack mit einem ein Loch aufweisenden Verschlußbandabschnitt,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Klettbandverschluß (1, 1a) bandförmig ausgebildet ist und zwischen seinem Klettband- und Flauschbandabschnitt (3, 4; 3a, 4a) einen schmaleren Bandabschnitt (5, 5a) aufweist.
     
    2. Klettbandverschluß nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der schmalere Bandabschnitt (5) durch Umfalten (6, 7) und Vernähen (8, 9) des bandförmigen Klettbandverschlusses (2) in diesem Bereich hergestellt ist.
     
    3. Klettbandverschluß nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der schmalere Bandabschnitt (5a) durch Ausschneiden, Ausstanzen oder Herausschweißen von Bandbereichen aus dem bandförmigen Klettbandverschluß (2a) hergestellt ist.
     
    4. Klettbandverschluß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß der bandförmige Klettbandverschluß (2, 2a) im Bereich des Klettband- und Flauschbandabschnittes (3, 4; 3a, 4a) deutlich breiter als der größte Durchmesser des Loches des am Wäschesack angeordneten Verschlußbandabschnittes und der schmalere Bandabschnitt (5, 5a) bei einem kreisförmigen Loch des am Wäschesack angeordneten Verschlußbandabschnittes in einer in etwa dessen Durchmesser entsprechenden und bei einem ovalen Loch des am Wäschesack angeordneten Verschluß­bandabschnittes in einer in etwa dessen größtem Durchmesser entsprechenden Breite ausgebildet ist.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht