[0001] Die Erfindung richtet sich auf einen Klettbandverschluß für einen textilen Wäschesack
mit einem ein Loch aufweisenden Verschlußbandabschnitt.
[0002] Aus der Patentanmeldung DE-P 36 43 959.2 ist ein textiler Wäschesack mit einem zweiteiligen
Verschlußband bekannt, bei dem sowohl der an dem Wäschesack befestigte Verschlußbandabschnitt
sowie der mit diesem Verschlußbandabschnitt verbindbare weitere Verschlußbandabschnitt
jeweils ein Loch aufweisen. Die beiden Verschlußbandabschnitte werden entweder mit
Hilfe eines Verschlußelementes, welches die beiden Löcher in der Verschlußstellung
durchdringt, miteinander verbunden oder der zweite Verschlußbandabschnitt wird so
weit durch das Loch des ersten Verschlußbandabschnittes gezogen, bis sein Loch frei
zugänglich ist, woraufhin das andere Ende des zweiten Verschlußbandabschnittes unter
Bildung einer Schlaufe durch das Loch des zweiten Verschlußbandabschnittes gezogen
wird, bis dieses fest an dem ersten Verschlußbandabschnitt anliegt.
[0003] Diesem Stand der Technik haftet der Nachteil an, daß entweder ein die beiden Verschlußbandabschnitte
verbindendes Verschlußelement verwendet werden muß, bei dem die Gefahr besteht, daß
es nach mehrmaligem Öffnen und Schließen zerstört ist oder bei dem die Gefahr besteht,
daß es beim Waschvorgang die Verschlußbandabschnitte, insbesondere durch Einreißen
der Löcher, beschädigt. Oder aber bei der anderen Verbindungsform kann die Verschlingung
der beiden Verschlußbandabschnitte zu einem Ein- oder Aufreißen der in den Verschlußbandabschnitten
ausgebildeten Löcher führen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Klettbandverschlusses, der einfach
und problemlos für eine gewünschte Dauer mit dem ein Loch aufweisenden Verschlußbandabschnitt
eines textilen Wäschesackes verbindbar ist und der die Notwendigkeit der Verwendung
eines separaten Verbindungselementes sowie die Ausbildung eines Loches in dem Klettbandverschluß
vermeidet.
[0005] Bei einem Klettbandverschluß der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß
der Erfindung dadurch gelöst, daß der Klettbandverschluß bandförmig ausgebildet ist
und zwischen seinem Klettband- und Flauschbandabschnitt einen schmaleren Bandabschnitt
aufweist.
[0006] Der Klettbandverschluß wird im Anwendungsfalle zunächst entweder im Bereich seines
Klettbandabschnittes oder im Bereich seines Flauschbandabschnittes längs der Längsachse
zurückgebogen und mit diesem Abschnitt in das Loch des am textilen Wäschsack angeordneten
Verschlußbandabschnittes eingeführt, bis der schmalere Bandabschnitt des Klettbandverschlusses
im Bereich des Loches liegt. Nach Loslassen des eingeführten Klettbandverschlusses
entspannt sich der zunächst umgebogene Klettbandverschlußabschnitt aufgrund der inneren
Spannung des mit einer gewissen Eigensteifigkeit versehenen Klettbandverschlusses.
Der Klettbandverschluß ist in dieser Gebrauchsstellung nunmehr fest und dauerhaft
mit dem Verschlußbandabschnitt des textilen Wäschsackes verbunden. Erst durch erneutes
Umbiegen eines der breiteren Klettbandverschlußabschnitte und Hindurchschieben dieses
Abschnittes durch das Loch des am Wäschesack befestigten Verschlußbandabschnittes,
ist der Klettbandverschluß wieder von dem Wäschsack entfernbar. Der erfindungsgemäße
Klettbandverschluß ist somit einfach und problemlos sowie für die gewünschte Dauer
mit dem Wäschesack verbindbar. Da der Klettbandverschluß kein Loch aufweist, besteht
auch nicht die Gefahr einer Zerstörung des Klettbandverschlusses durch Aufreißen des
Loches. Desweiteren ist kein separates Verbindungselement zur Verbindung des Klettbandverschlusses
mit dem Wäschsack notwendig.
[0007] Für eine technisch wenig aufwendige und somit wirtschaftliche Herstellung eines Klettbandverschlusses
ist es von Vorteil, wenn der schmalere Bandabschnitt durch Umfalten und Vernähen des
bandförmigen Klettbandverschlusses in diesem Bereich hergestellt ist, wie dies die
Erfindung in Ausgestaltung vorsieht.
[0008] Weiterhin kann gemäß der Erfindung auch vorgesehen sein, daß der schmalere Bandabschnitt
durch Ausschneiden, Ausstanzen oder Herausschweißen von Bandbereichen aus dem bandförmigen
Klettbandverschluß hergestellt ist.
[0009] Schließlich sieht die Erfindung in zweckmäßiger Ausgestaltung vor, daß der bandförmige
Klettbandverschluß im Bereich des Klettband- und Flauschbandabschnittes deutlich breiter
als der größte Durchmesser des Loches des am Wäschesack angeordneten Verschlußbandabschnittes
und der schmalere Bandabschnitt bei einem kreisförmigen Loch des am Wäschesack angeordneten
Verschlußbandabschnittes in einer etwa dessen Durchmesser entsprechen und bei einem
ovalen Loch des am Wäschsack angeordneten Verschlußbandabschnittes in einer etwa dessen
größtem Durchmesser entsprechenden Breite ausgebildet ist.
[0010] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert. Diese
zeigt in
Fig. 1 eine Aufsicht auf ein durch Umfalten und Vernähen hergestellten Klettbandverschluß
und in
Fig. 2 einen durch Ausstanzen hergestellten Klettbandverschluß.
[0011] Die Fig. 1 zeigt einen insgesamt mit 1 bezeichneten bandförmigen Klettbandverschluß,
welcher eine Breite von ca. 3 cm aufweist. Auf das textile Verschlußband 2 ist auf
der einen Endseite ein Klettbandabschnitt 3 aufgenäht, welcher bei der Darstellung
nach Fig. 1 mit seiner Haftseite auf den Betrachter ausgerichtet ist. Am anderen Ende
des Bandes 2 ist auf der Rückseite des Bandes 2 ein Flauschbandabschnitt aufgenäht,
dessen Haftseite vom Betrachter fort ausgerichtet ist. Zur Bildung des schmaleren
Bandabschnittes 5 ist das Band 2 bereichsweise auf die Längsachse zu umgefaltet,
wobei sich die umgefalteten Bandabschnitte 6 und 7 teilweise überlappen, und werden
die zurückgefalteten Bandabschnitte 6 und 7 durch das Band 2 durchdringende Nähte
8 und 9 in dieser Stellung gehalten.
[0012] Die Fig. 2 zeigt einen bandförmigen Klettbandverschluß 1a, der ebenso wie der Klettbandverschluß
nach Fig. 1 aus einem textilen Band 2a mit darauf angeordnetem Klettbandabschnitt
3a und Flauschbandabschnitt 4a besteht. Im Unterschied zu dem Klettbandverschluß nach
Fig. 1 weist der Klettbandverschluß 1a einen schmaleren Bereich 5a auf, der durch
Ausschneiden, Ausstanzen oder Herausschweißen von Bandbereichen unter Bildung von
Einschnitten 10 und 11 gebildet ist.
[0013] Bei einer Breite von ca. 3 cm des Klettbandverschlusses weist der schmalere Bereich
5 bzw. 5a eine Breite von 1 bis 1,5 cm auf. Entsprechend dieser Breite des schmaleren
Bereiches 5 bzw. 5a ist der Durchmesser des Loches in dem an dem Wäschesack angeordneten
Verschlußbandabschnitt ausgebildet.
1. Klettbandverschluß für einen textilen Wäschesack mit einem ein Loch aufweisenden
Verschlußbandabschnitt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Klettbandverschluß (1, 1a) bandförmig ausgebildet ist und zwischen seinem
Klettband- und Flauschbandabschnitt (3, 4; 3a, 4a) einen schmaleren Bandabschnitt
(5, 5a) aufweist.
2. Klettbandverschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der schmalere Bandabschnitt (5) durch Umfalten (6, 7) und Vernähen (8, 9) des
bandförmigen Klettbandverschlusses (2) in diesem Bereich hergestellt ist.
3. Klettbandverschluß nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der schmalere Bandabschnitt (5a) durch Ausschneiden, Ausstanzen oder Herausschweißen
von Bandbereichen aus dem bandförmigen Klettbandverschluß (2a) hergestellt ist.
4. Klettbandverschluß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der bandförmige Klettbandverschluß (2, 2a) im Bereich des Klettband- und Flauschbandabschnittes
(3, 4; 3a, 4a) deutlich breiter als der größte Durchmesser des Loches des am Wäschesack
angeordneten Verschlußbandabschnittes und der schmalere Bandabschnitt (5, 5a) bei
einem kreisförmigen Loch des am Wäschesack angeordneten Verschlußbandabschnittes in
einer in etwa dessen Durchmesser entsprechenden und bei einem ovalen Loch des am Wäschesack
angeordneten Verschlußbandabschnittes in einer in etwa dessen größtem Durchmesser
entsprechenden Breite ausgebildet ist.