[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Konversionsüberzügen auf Oberflächen
von Titan oder Titanlegierungen mittels wäßriger Lösungen, die Fluoridionen und ein
oder mehrere Metallionen aus der Gruppe Magnesium, Kalzium, Mangan, Eisen, Kobalt,
Nickel, Zink und Molybdän enthalten sowie einen pH-Wert oberhalb 1,5 aufweisen und
dessen Anwendung zur Vorbereitung von Werkstücken aus Titan oder Titanlegierungen
für die Kaltumformung.
[0002] Es ist bekannt, Werkstücke aus Titan oder Titanlegierungen mit einem die Kaltumformung
erleichternden Überzug aus Titanfluoborat, Titanfluosilikat und dgl. zu versehen.
Jedoch sind diese Überzüge weich und dünn und darüber hinaus wenig haftfest. Weiterhin
ist es bekannt, auf Titan oder Titanlegierungen Konversionsüberzüge mit Lösungen zu
erzeugen, die Fluoride von Mangan, Molybdän, Magnesium, Kalzium, Eisen, Kobalt, Nickel
und/oder Zink enthalten (Japanische Patentpublikation 69-28 967). Obgleich mit derartigen
Lösungen, die üblicherweise bei einem pH-Wert von 1,5 bis 4,5 und bei einer Temperatur
von 40 bis 80°C arbeiten, Konversionsschichten von höherer Qualität erzeugt werden,
ist die erhaltene Haftfähigkeit nicht hoch genug, um eine befriedigende Kaltumformung
bei z.B. hoher Querschnittsverringerung und hoher Umformungsgeschwindigkeit zu gewährleisten.
Bei den mit Schmiermitteln behandelten Werkstücken treten zudem häufig Anfreßerscheinungen
auf, die auf den mangelhaft haftenden Basisüberzug zurückgehen und die an sich erwünschte
Vielfalt der Anwendungsmöglichkeit beschränken.
[0003] Schließlich ist es bekannt, den vorstehend definierten Lösung zur Erzeugung von Konversionsschichten
zusätzlich Chelatbildner, wasserlösliche, hochmolekulare organische Verbindung und
Tensid zuzusetzen (DE-A-36 27 249). Jedoch sind auch die nach diesem Verfahren erzeugten
Konversionsschichten noch nicht von der gewünschten Qualität.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Aufbringen von Konversionsüberzügen
auf Titan oder Titanlegierungen bereitzustellen, daß die bekannten, insbesondere vorgenannten
Nachteile nicht besitzt und die Erzeugung fest haftender, insbesondere als Schmiermittelträgerschicht
geeigneter Konversionsüberzüge gestattet.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst, indem das Verfahren der eingangs genannten Art entsprechend
der Erfindung derart ausgestaltet wird, daß man die Oberflächen mit einer Lösung in
Kontakt bringt, die
a) 5 bis 40 g/l Fluorid
b) Nitrat in einem Gewichtsverhältnis von NO₃:F wie 0,005 bis 0,2
c) Sulfat in einem Gewichtsverhältnis von SO₄:F wie 0,02 bis 0,5
d) mindestens eines der Metallionen Magnesium, Kalzium, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel,
Zink oder Molybdän in einem Gewichtsverhältnis von Me:F wie 0,02 bis 0,5 sowie
e) wenigstens eine Substanz aus der Gruppe der organischen Chelatbildner mit einer
Konzentration von 0,1 bis 2 g/l, wasserlöslichen organischen Polymere mit einer Konzentration
von 0,1 bis 10 g/l und Tenside mit einer Konzentration von 0,01 bis 3 g/l
enthält und einen pH-Wert von 1,5 bis 5 aufweist.
[0006] Das Fluorid wird üblicherweise in Form von Fluorwasserstoff, Bifluorid oder Fluorid
eingebracht. Besonders geeignete Bifluoride oder Fluoride sind die des Natriums, Kaliums
oder Ammoniums. Insoweit ist die Wahl der Einbringungsform beliebig.
[0007] Für den Fall, daß die Fluoridkonzentration unterhalb 5 g/l liegt, ist die Ätzwirkung
der Lösung auf Titan oder Titanlegierung ungenügend und die Überzugsausbildung gering.
Im Falle, daß die Konzentration 40 g/l übersteigt, wird die Ätzwirkung zu stark und
die Überzugsausbildung ebenfalls gering.
[0008] Das Nitrat wird über Salpetersäure oder deren Salze, z.B. als Natrium-, Kalium- oder
Ammonium-Nitrat eingetragen. Die Bedeutung des Nitrates besteht in erster Linie darin,
den beim Beizangriff der Lösung auf die Titanoberfläche gebildeten Wasserstoff zu
oxidieren und dadurch eine Versprödung des Titans oder der Titanlegierung durch Absorption
von Wasserstoff zu verhindern. Bei einer Bemessung der Nitratkonzentration derart,
daß das Verhältnis von NO₃:F von 0,005 unterschritten wird, ist die Wirkung des Nitrates
hinsichtlich der Oxidation des Wasserstoffs unzureichend und eine Versprödung der
Titanoberfläche nicht mit Sicherheit ausgeschlossen. Im Ergebnis würde die Haftung
des Konversionsüberzuges verringert. Auf der anderen Seite wird auch bei einem Überschreiten
des NO₃/F-Verhältnisses von 0,2 die Überzugshaftung verringert. Allein bei Einhaltung
des NO₃/F-Verhältnisses von 0,005 bis 0,2, also bei Abstimmung der Nitratkonzentration
auf die tatsächlich vorhandene Fluoridkonzentration, ist gewährleistet, daß Konversionsüberzüge
der erwünschten Qualität erhalten werden.
[0009] Sulfat wird üblicherweie über Schwefelsäure oder Sulfat bzw. Bisulfat von Natrium
oder Ammonium in die Lösung eingebracht. Das Sulfat dient insbesondere dazu, die Wirkung
der Metallionen in der Behandlungslösung zu unterstützen. Wenn der Gehalt an Sulfat
unterhalb des SO₄/F-Verhältnisses von 0,02 liegt, ist die Löslichkeit der Metallionen
in der Lösung verringert und es besteht eine gewisse Neigung zur Ausfällung der Metallionen.
Dies hat wiederum eine nachteilige Schichtausbildung zur Folge. Im Gegensatz hierzu
wird beim Überschreiten des SO₄/F-Verhältnisses von 0,5 die Ätzwirkung auf das Titan
verstärkt und die Abscheidung von Titanverbindung wird schwächer. Als Folge hiervon
würden Überzüge mit geringer Haftung und Grobkörnigkeit gebildet.
[0010] Die in der Lösung befindlichen Metallionen dienen vermutlich der Keimbildung für
die Abscheidung des Konversionsüberzuges. Damit ein derartiger Effekt erreicht wird,
ist ein gewisser Mindestgehalt an Metallionen erforderlich. Wird hingegen der Metallionengehalt
zu hoch, wird die Abscheidung von Titanverbindung, die den Hauptbestandteil des Konversionsüberzuges
bildet, behindert. Da die Menge der abzuscheidenden Titanverbindung von der Menge
des Fluorids abhängt, das wiederum das Ausmaß der Ätzung bestimmt, ist die Menge der
Metallionen in Relation zu der Menge von Fluoridionen einzustellen. Das heißt, das
Metallionen/F-Verhältnis muß im Bereich von 0,02 bis 0,5 liegen. Sofern das Verhältnis
geringer als 0,02 ist, ist die Metallionenmenge in der Lösung zu klein und verursacht
keine Überzugsbildung hoher Qualität. Wenn er hingegen 0,5 übersteigt, neigen die
Metallionen zur Ausfällung. Es ist dann unmöglich, feine und ausreichende Mengen von
abgeschiedenen Kristallkeimen zu erhalten.
[0011] Als organischer Chelatbildner kommen insbesondere organische Säuren, wie Gluconsäure,
Zitronensäure Weinsäure, Bernsteinsäure, Tanninsäure, Nitrilotriessigsäure, Apfelsäure,
aber auch Ethylendiamintetraessigsäure in Betracht.
[0012] Die Wirkung des organischen Chelatbildners beruht vermutlich darin, die Effektivität
der Metallionen zu erhöhen und dadurch die Ausbildung des Konversionsüberzuges zu
verbessern. Die Konzentration des Chelatbildners liegt im Bereich von 0,1 bis 2 g/l.
Innerhalb dieses Bereiches leistet er einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung
der Überzugsausbildung. Sofern dessen Konzentration unter 0,1 g/l liegt, ist eine
verbessernde Wirkung praktisch nicht feststellbar, während größere Mengen als 2 g/l
keinen zusätzlichen Effekt bewirken.
[0013] Bezüglich des wasserlöslichen organischen Polymers ist eine Vielzahl von Verbindungen
brauchbar. Jedoch sind Polyvinylalkohol, Gelatine, Polyvinylpyrrolidon besonders geeignet.
Mit diesen Substanzen wird eine beträchtliche Wirkung auf jeden Fall erzielt. Wie
bei der Konzentration des Chelatbildners ist auch bei der Konzentration des organischen
Polymers eine Abhängigkeit vom Fluoridionengehalt praktisch nicht vorhanden.
[0014] Der Gehalt des organischen Polymers in der Überzugslösung liegt im Bereich von 0,1
bis 10 g/l. Er begünstigt ebenfalls die Ausbildung des Konversionsüberzuges. Sofern
der Gehalt unter 0,1 g/l ist, wird praktisch keine Verbesserung erzielt, wo hingegen
im Falle des Überschreitens der Grenze von 10 g kein weiterer verbessernder Effekt
feststellbar ist. Im Gegenteil, es tritt unter Umständen eine Beeinträchtigung der
Überzugsausbildung auf.
[0015] Hinsichtlich des Tensides sind sowohl solche von anionischem, kationischem, amphotärem
und nichtionischem Charakter geeignet. Amphotäre und nichtionische Tenside sind bevorzugt.
Als nichtionische Tenside kommen insbesondere Kondensate von höheren Alkoholen des
Typs
R-O-[CH₂-CH₂-O-]
n-H ,
von höheren aliphatischen Säuren des Typs
R-CO-O-[-CH₂-CH₂-O-]
n-H ,
von höheren aliphatischen Säureamiden des Typs
R-CO·NH-[-CH₂-CH₂-O-]
n-H ,
von höheren Alkylaminen des Typs

und von Alkylphenolen des Typs

in Betracht. Hinsichtlich der amphotären Tenside sind solche des Betaintyps, des
Glycintyps, des Alanintyps usw. geeignet. Diese sind sämtlich innerhalb des erfindungsgemäßen
Verfahrens einsetzbar. die Konzentration der Tenside in der Behandlungsflüssigkeit
bewegt sich im Bereich von 0,01 bis 3 g/l. Auch das Tensid begünstigt die Ausbildung
des Konversionsüberzuges. Bei Konzentrationen unter 0,01 g/l ist noch kein Effekt
erkennbar, wo hingegen bei Konzentrationen oberhalb 3 g/l keine zusätliche Wirkung
erzielbar ist. Statt dessen wirkt sich der höhere Gehalt des Tensids in der Behandlungsflüssigkeit
lediglich nachteilig auf die Abwasserbehandlung aus.
[0016] Von den vorgenannten Zusätzen aus der Gruppe der organischen Chelatbildner, der wasserlöslichen
organischen Polymere und der Tenside können eine oder mehrere Arten vorgesehen sein,
wobei dann die jeweiligen zulässigen Konzentrationen zu beachten sind.
[0017] Der pH-Wert des innerhalb des erfindungsgemäßen Verfahrens einzusetzenden Behandlungslösung
liegt im Bereich von 1,5 bis 5. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
bringt man die Oberflächen mit einer Lösung in Kontakt, die einen pH-Wert von 2 bis
3,5 aufweist. Der pH-Wert wird üblicherweise mit Alkalien, wie mit Ammoniak oder Natronlauge
bzw. mit Schwefelsäure oder Fluorwasserstoffsäure eingestellt. Ein pH-Wert unterhalb
1,5 erhöht die Ätzwirkung der Lösung auf Titan oder Titanlegierungen erheblich und
führt zudem zu groben und wenig haftenden Überzügen. Bei pH-Wert oberhalb 5 erfolgt
praktisch keine Überzugsausbildung mehr.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, die Metalloberflächen
mit der Lösung bei einer Temperatur von 40 bis 80°C, vorzugsweise von 45 bis 55°C,
in Kontakt zu bringen und die Behandlungsdauer auf 3 bis 15 min. einzustellen. Wenn
die Behandlungstemperatur unterhalb 40°C liegt, sinkt die Reaktivität der Lösung ab,
während bei höheren Temperaturen als 80°C die Reaktivität steigt und zu intensiv wird.
Beide Fälle sind an sich unerwünscht bei dem Bestreben, gut haftende Überzüge zu erhalten.
[0019] Es ist zweckmäßig, die Werkstücke nach der Erzeugung des Konversionsüberzuges gegebenenfalls
mehrstufig mit Wasser zu spülen und zu trocknen.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren dient der Erzeugung von Konversionsschichten für Zwecke,
für die derartige Überzüge üblicherweise aufgebracht werden. Von besonderer Bedeutung
ist allerdings die Anwendung des vorliegenden Verfahrens zur Vorbereitung von Werkstücken
aus Titan oder Titanlegierung für die Kaltumformung. In diesen Fällen wird im Anschluß
an die Konversionsbehandlung ein Schmiermittel aufgebracht. Besonders geeignete Schmiermittel
sind Molybdändisulfid, Metallseifen, Preßöle, Wachse, Harze und dergleichen.
[0021] Der Vorzug der Erfindung besteht darin, daß einheitliche und hervorragend haftende
Überzüge erhalten werden, die selbst bei höchsten Ansprüche, nämlich bei der Kaltumformung
eine hohe Querschnittsreduktion zulassen. Ein Abblättern des Konversionsüberzuges
wird verhindert und dadurch der Schmiermittelfilm auf der Oberfläche des umzuformenden
Werkstückes fixiert. Durch die Tatsache, daß der Konversionsüberzug eine Vielzahl
feinster Poren aufweist, ist er als Schmiermittelträgerschicht besonders geeignet.
[0022] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beispiele und Vergleichsbeispiele näher
und beispielsweise erläutert.
Beispiele 1 bis 3
[0023] Walzdraht aus reinem Titan mit den Abmessungen 5,8 mm Durchmesser und 5 m Länge wurde
blank geglüht und dann folgendem Arbeitsgang unterworfen:
- Konversionsbehandlung mit Lösungen der Zusammensetzung gemäß Tabelle 1 bei 52 ±
1°C durch 10 min. langes Tauchen
- Wasserspülung
- Heißwasserspülung
- Schmiermittelbehandlung gemäß Tabelle 2
- Drahtzug gemäß Tabelle 3
Vergleichsbeispiel 2
[0024] Walzdraht der in Beispiel 1 genannten Beschaffenheit wurde blank geglüht und dann
ohne eine Konversionsbehandlung dem im Beispiel 1 genannten Verfahrensgang unterworfen.
Vergleichsbeispiel 3
[0026] Der Drahtzug erfolgte unter den tabellierten Bedingungen wiederholt und wurde abgebrochen
sobald Anfreßerscheinungen auftraten.
Beispiele 4 und 5
[0027] Walzdraht aus reinem Titan mit den Abmessungen 10,8 mm Durchmesser und 2 m Länge
wurde poliert und danach der Konversionsbehandlung gemäß Beispiel 1 unterworfen. In
Tabelle 4 sind die Art der Schmiermittelbehandlung und die erzielten Ergebnisse angegeben.
Vergleichsbeispiele 3 und 4
[0028] Walzdraht der vorgenannten Beschaffenheit wurde poliert und anschließend der Tabelle
4 angegebenen Schmiermittelbehandlung unterworfen (Vergleichsbeispiel 3).
[0029] Im Falle des Vergleichsbeispiels 4 wurden die Werkstücke nach der Konversionsbehandlung
gemäß Tabelle 1 mit Schmiermittel entsprechend Tabelle 4 behandelt. Die Werkstücke
beider Vergleichsversuche wurden durch Kaltstauchen umgeformt. In Tabelle 4 sind die
Schmiermittelbehandlung und die Umformungsergebnisse zusammengestellt.

Beispiele 6 und 7
[0030] Walzdraht aus reinem Titan der Abmessungen 30 mm Durchmesser und 1 m Länge wurde
poliert und danach der Konversionsbehandlung gemäß Beispiel 1 unterworfen.
[0031] Die Schmiermittelbehandlung geschah wie in Tabelle 5 dargestellt.
Vergleichsbeispiel 5
[0032] Walzdraht der vorgenannten Beschaffenheit wurde poliert und der Konversionsbehandlung
gemäß Tabelle 1 unterzogen. Dann erfolgte eine Schmiermittelbehandlung wie in Tabelle
5 angegeben. Die einzelnen Werkstücke wurden unter jeweils gleichen Bedingungen durch
Kaltstauchen umgeformt. Die Art der Schmiermittelbehandlung und die Resultate, die
bei der Umformung beobachtet wurden, sind in Tabelle 5 wiedergegeben.

Beispiele 8 und 9
[0033] Zylinder der Qualität Ti-3AL-2,5V mit einem Durchmesser von 2,5 mm und 7 mm Höhe
wurden durch Strahlen gereinigt und danach der Konversionsbehandlung wie im Falle
des Beispiels 1 unterzogen. Schmiermittelbehandlung und Schmierverhalten sind in Tabelle
6 angegeben.
Vergleichsbeispiel 6
[0034] Das vorgenannte, durch Strahlen gereinigte Material wurde gemäß Tabelle 1 konversionsbehandelt
und der Schmiermittelbehandlung des Beispiels 2 unterworfen. Anschließend erfolgte
unter jeweils gleichen Bedingungen die Kaltumformung durch Kaltfließpressen. Die Einzelheiten
sind in Tabelle 6 aufgeführt.

1. Verfahren zur Erzeugung von Konversionsüberzügen auf Oberflächen von Titan oder
Titanlegierungen mittels wäßriger Lösungen, die Fluoridionen und ein oder mehrere
Metallionen aus der Gruppe Magnesium, Kalzium, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel, Zink
und Molbydän enthalten, sowie einen pH-Wert oberhalb 1,5 aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Oberflächen mit einer Lösung in Kontakt bringt, die
a) 5 bis 40 g/l Fluorid
b) Nitrat in einem Gewichtsverhältnis von NO₃:F wie 0,005 bis 0,2
c) Sulfat in einem Gewichtsverhältnis von SO₄:F wie 0,02 bis 0,5
d) mindestens eines der Metallionen Magnesium, Kalzium, Mangan, Eisen, Kobalt,
Nickel, Zink oder Molybdän in einem Gewichtsverhältnis von Me:F wie 0,02 bis 0,5 sowie.
e) wenigstens eine Substanz aus der Gruppe der organischen Chelatbildner mit
einer Konzentration von 0,1 bis 2 g/l, wasserlöslichen organischen Polymere mit einer
Konzentration von 0,1 bis 10 g/l und Tenside mit einer Konzentration von 0,01 bis
3 g/l
enthält und einen pH-Wert von 1,5 bis 5,0 aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oberflächen mit
einer Lösung in Kontakt bringt, die einen pH-Wert von 2 bis 3,5 aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oberflächen
mit einer Lösung einer Temperatur von 40 bis 80°C, vorzugsweise 45 bis 55°C, während
einer Dauer von 3 bis 15 min. in Kontakt bringt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Werkstücke
nach der Erzeugung des Konversionsüberzuges gegebenenfalls mehrstufig mit Wasser spült
und trocknet.
5. Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4 zur Vorbereitung
von Werkstücken aus Titan oder Titanlegierungen für die Kaltumformung.