[0001] Die Erfindung betrifft eine Trinkvorrichtung für eine Schutzmaske gemäss dem Oberbegriff
von Anspruch 1. Bei modernen Schutzmasken für militärische Zwecke soll während dem
Tragen die Aufnahme flüssiger Nahrung ohne Gefährdung durch giftige Kampfstoffe oder
radioaktiven Staub möglich sein. Zu diesem Zweck wird der an der Maske angeordnete
Trinkschlauch beispielsweise an eine Feldflasche angekuppelt. Die Ventilvorrichtung
soll gewährleisten, dass keine ungefilterte Umgebungsluft ins Innere der Maske gelangen
kann und dass in ungekuppeltem Zustand keine Kontamination des Trinkschlauches erfolgen
kann.
[0002] Wie z.B. aus der US-A-3,731,717 ersichtlich ist, sind bereits Schutzmasken bekannt,
bei denen am Ende des Trinkschlauches ein konventionelles Federventil angeordnet ist,
das beim Anpressen gegen ein Rohrende öffnet. Derartige Federventile haben jedoch
den Nachteil, dass sie nur in eine Richtung öffnen und dass daher nach dem Abschluss
des Trinkvorgangs eine stehende Flüssigkeitssäule im Trinkschlauch verbleibt, da dieser
nicht ausgeblasen werden kann. Ein weiterer Nachteil konventioneller Federventile
besteht darin, dass die Reinigung schwierig ist und eine komplette Demontage des Ventils
erfordert.
[0003] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Trinkvorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die bei grösstmöglicher Sicherheit einfach zu handhaben ist und
die leicht gereinigt werden kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einer Trinkvorrichtung
gelöst, welche die Merkmale im Anspruch 1 aufweist.
[0004] Das flexible Membranteil stellt ein Ventil dar, welches auf zwei Seiten geöffnet
werden kann. Einerseits kann das Membranteil durch mechanischen Druck von aussen
derart deformiert werden, dass die Dichtwirkung an der umlaufenden Schulter aufgehoben
wird und ein ausreichender Durchflussquerschnitt freigelegt wird. Diese Dichtwirkung
kann jedoch auch durch Ueberdruck von innen durch Einblasen von Atemluft aufgehoben
werden, wobei das Membranteil als Rückschlagventil wirkt.
[0005] Eine besonders vorteilhafte Halterung ergibt sich, wenn das Membranteil mit einem
zentralen Haltezapfen versehen ist, der hinter Haltenocken in der Oeffnung des Kupplungszapfens
einrastbar ist und wenn mittels der Haltenocken der Hub des Membranteils bei dessen
Deformation begrenzbar ist. Das Membranteil lässt sich so auf einfachste Weise mit
einem Taschenmesser oder dergleichen herausheben, so dass der Kupplungszapfen und
das Membranteil gereinigt werden können. Durch den Abstand zwischen den Haltenocken
und der umlaufenden Schulter kann die Vorspannung am Membranteil derart gewählt
werden, dass im ungekuppelten Zustand eine ausreichende Dichtwirkung gewährleistet
ist.
[0006] Eine besonders vorteilhafte Entnahme flüssiger Nahrung aus einem Behälter wird dadurch
gewährleistet, dass der Kupplungszapfen in ein Anschlussstück einrastbar ist, das
mit einer Oeffnung und mit einem durch die Oeffnung geführten Ventilstössel versehen
ist und dass bei eingerastetem Kupplungszapfen das Membranteil mit dem Ventilstössel
deformierbar ist und der Ventilstössel gleichzeitig in Oeffnungsstellung pressbar
ist. Mit dieser Anordnung ist auf einfachste Weise gewährleistet, dass erst bei voll
eingerasteter Kupplung eine Verbindung zwischen Trinkschlauch und Flüssigkeitsbehälter
hergestellt wird. Bei nicht bzw. bei nicht korrekt eingerasteter Kupplung bleibt sowohl
der Kupplungszapfen als auch das Anschlussstück flüssigkeitsdicht verschlossen.
[0007] Das Anschlussstück lässt sich auf besonders einfache Weise in Kombination mit konventionellen
Behältern verwenden, wenn das Anschlussstück als Einsatz für eine Verschlusskappe
ausgebildet ist, mit der eine Behältermündung verschliessbar ist und wenn das Anschlussstück
die Dichtung zwischen Verschlusskappe und Behältermündung ist. Die Verschlusskappe
kann auf diese Weise gehandhabt werden, ohne dass das Anschlussstück stört. Die Behältermündung
bleibt in jedem Fall flüssigkeitsdicht verschlossen. Selbstverständlich liesse sich
das Anschlussstück aber auch separat am Behälter anordnen. Die Kombination mit der
Verschlusskappe gewährleistet jedoch eine optimale Zugänglichkeit von allen Seiten,
was auch die Reinigung erleichtert.
[0008] Der Ventilstössel ist besonders vorteilhaft durch einen federelastischen Bodenabschnitt
am Anschlussstück gegen die Oeffnung in Schliessstellung pressbar. Auf diese Weise
besteht das Anschlussstück gleich wie der Kupplungszapfen nur aus zwei Teilen, ohne
dass zusätzliche Federn oder dergleichen angebracht werden müssen. Bei richtiger
Materialwahl genügt die Materialelastizität, um eine ausreichende Schliesskraft am
Ventilstössel aufzubringen.
[0009] Eine zusätzliche Absicherung ergibt sich bei der erfindungsgemässen Trinkvorrichtung,
wenn das maskenseitige Ende des Trinkschlauches im innern der Maske mit einem Mundstück
- versehen ist, das einen Dichtkopf und einen ihn umgebenden, als axiale Feder wirkenden
Wandabschnitt aufweist, mit dem der Dichtkopf gegen einen Ventilsitz am Ende des Trinkschlauches
pressbar ist und wenn beim Auseinanderziehen oder Abwinkeln von Mundstück und Trinkschlauchende
der Dichtkopf vom Ventilsitz abhebbar ist und wenn die flüssige Nahrung über den Ventilsitz
ansaugbar ist. Auf diese Weise ist der Trinkschlauch bei Nichtgebrauch an beiden
Enden gas- und flüssigkeitsdicht verschlossen. Erst wenn sich das Mundstück im Mund
des Maskenträgers befindet wird auch die maskenseitige Abdichtung aufgehoben und
die Flüssigkeit kann angesaugt werden. Bei Freigabe des Mundstückes aus dem Mund
verschliesst das Ventil selbsttätig. Auch bei einem allenfalls beschädigten Trinkschlauch
kann somit keine Umgebungsluft ungefiltert ins Innere der Maske eindringen. Alternativ
kann das maskenseitige Ende des Trinkschlauches auch auf andere Weise mit einem Ventil
versehen werden.
[0010] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
und aus den Zeichnungen. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen
dargestellt und wird nachstehend genauer beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 Eine Vorderansicht auf eine Schutzmaske mit aufgewickeltem Trinkschlauch,
Figur 2 eine Seitenansicht auf die Schutzmaske gemäss Figur 1,
Figur 3 einen Querschnitt durch einen Kupplungszapfen im geschlossenen Zustand,
Figur 4 einen Querschnitt durch ein in eine Verschlusskappe integriertes Anschlussstück
im geschlossenen Zustand,
Figur 5 der Kupplungszapfen und das Anschlussstück gemäss den Figuren 3 und 4 im eingekuppelten
Zustand,
Figur 6 eine Draufsicht auf dem Ventilstössel gemäss den Figuren 4 und 5,
Figur 7 ein Mundstück in Schliessstellung,
Figur 8 das Mundstück gemäss Figur 7 in Trinkstellung,
Figur 9 ein abgewandeltes Mundstück in Schliessstellung,
Figur 10 das Mundstück gemäss Figur 9 in Trinkstellung,
Figur 11 einen Querschnitt durch die Ebene I-I bei Figur 9,
Figur 12 die Ansicht eines weiteren Mundstückes mit alternativer Ventilausbildung,
Figur 12a einen Schnitt durch die Ebene A-A gemäss Figur 12,
Figur 13 eine Seitenansicht eines drehbar gelagerten Mundstückes, und
Figur 14 eine Draufsicht auf das Mundstück gemäss Figur 13.
[0011] Die Figuren 1 und 2 zeigen die Anordnung des Trinkschlauches 2 an einer Maske 1.
Diese ist in Figur 1 aus Gründen der besseren Uebersichtlichkeit ohne den Filter 21
dargestellt, dessen Lage in Figur 2 angedeutet ist. Der Filter wird in einen Filteranschlussstutzen
17 eingeschraubt. Darüber befindet sich eine Sprechhilfe 16, beispielsweise in der
Form einer Sprechmembran. Die beiden Augengläser sind mit dem Bezugszeichen 15 angedeutet.
Unterhalb des Filteranschlussstutzens 17 befindet sich eine Abluftöffnung 18, über
welche die verbrauchte Atemluft ausgeatmet wird. Diese Abluftöffnung könnte aber auch
ohne weiteres an einer anderen Stelle angeordnet sein. Der Trinkschlauch 2 ist im
ungebrauchten Zustand um den Filteranschlussstutzen 17 und um die Sprechvorrichtung
16 gewickelt. Ein Wulst 23 gewährleistet einen sicheren Sitz und verhindert ein Abrutschen
des aufgewickelten Trinkschlauches. Am freien Ende des Trinkschlauches ist der Kupplungszapfen
3 angeordnet, der nachstehend noch genauer beschrieben wird. Mit Hilfe einer Lasche
19, die in einen Nocken 20 eingehängt werden kann, lässt sich der Trinkschlauch 2
in der aufgewickelten Position fixieren.
[0012] Beim Einsatz des Trinkschlauches wird die Lasche 19 aus dem Nocken 20 ausgehängt,
so dass der Kupplungszapfen 3 mit dem Trinkgefäss verbunden werden kann. Der abgewickelte
Trinkschlauch ist in Figur 1 mit strichpunktierten Linien angedeutet. Der Trinkschlauch
2 ist an eine Schlauchdurchführung 22 angekoppelt, welche vorzugsweise fest mit der
Maske verbunden ist. Auf der Innenseite der Maske ist an der Schlauchdurchführung
22 das nachstehend noch beschriebene Mundstück angeordnet.
[0013] Der Aufbau des Kupplungszapfens 3 ist aus Figur 3 ersichtlich. In der Oeffnung 33
des Kupplungszapfens sind einzelne Haltenocken 7 angeordnet. Das Membranteil 4 ist
auf der Innenseite mit einem Haltezapfen 6 versehen, der hinter die Nocken 7 eingerastet
werden kann. In dieser Stellung legt sich der äusserste Randbereich des Membranteils
4 dichtend an die umlaufende Schulter 5. Das Membranteil 4 ist aus Kautschuk oder
aus Kunststoffmaterial gefertigt, so dass es ausreichende Elastizität aufweist. Es
kann mit Hilfe eines flachen Werkzeuges wie z.B. eines Schraubenziehers leicht aus
den Haltenocken 7 herausgezogen werden. Auf der Aussenseite des Kupplungszapfens 3
ist eine Rastkante 24 angeordnet, an deren Stelle auch einzelne Nocken treten könnten.
Der Kupplungszapfen 3 ist in den Trinkschlauch 2 eingesteckt. Um die Dichtwirkung
des Membranteils 4 aufzuheben, muss in Pfeilrichtung A Druck auf das Membranteil
ausgeübt werden. Dabei wird das Membranteil nach oben geschoben und gleichzeitig deformiert,
so dass es nicht mehr dichtend an der umlaufenden Schulter 5 anliegt.
[0014] Der Aufbau eines Anschlussstücks 8 ist in Figur 4 dargestellt. Das Anschlussstück
ist dabei in den Boden einer Verschlusskappe 11 integriert, die auf eine Behältermündung
12, beispielsweise einer Feldflasche aufgeschraubt ist. Das Anschlussstück bildet
dabei gleichzeitig eine Dichtung 13 zwischen der Behältermündung 12 und der Verschlusskappe
11.
[0015] Das Anschlussstück 8 hat einen vertieften Hohlraum 34, der oben durch eine Rastkante
35 begrenzt wird. In die zentrale Oeffnung 9 unterhalb des Hohlraums 34 ist ein Ventilstössel
10 eingesetzt. Der Ventilstössel 10 ist auf der Unterseite tellerartig erweitert und
hat eine Kegelfläche 26. Rund um den ins Innere des Hohlraumes 34 ragenden Ventilstössel
10 sind Aussparungen 25 angeordnet, wie insbesondere auch aus Figur 6 ersichtlich
ist. Diese Aussparungen gewährleisten bei geöffnetem Ventilstössel einen ausreichenden
Durchfluss.
[0016] Der Ventilstössel 10 wird durch einen federelastischen Bodenabschnitt 14 am Anschlussstück
8 in Schliessstellung gehalten. Seitliche Ausschnitte 36 sorgen dafür, dass bei geöffnetem
Ventilstössel 10 die Flüssigkeit durch die Oeffnung 9 strömen kann. Das Anschlussstück
8 ist aus einem relativ weichen, gummielastischen Material gefertigt. Der Ventilstössel
10 ist vorzugsweise ebenfalls aus Kunststoffmaterial gefertigt, kann jedoch etwas
härter sein als das Anschlussstück 8.
[0017] Figur 5 zeigt den Kupplungszapfen 3 im eingekuppelten Zustand. Die Rastkante 24
am Kupplungszapfen 3 ist hinter die Rastkante 35 am Anschlussstück 8 eingerastet.
In dieser Position presst der Ventilstössel 10 das Membranteil 4 nach oben, so dass
die Dichtwirkung an der umlaufenden Schulter 5 aufgehoben wird. Die Haltenocken 7
dienen dabei gleichzeitig als Hubbegrenzung für das Membranteil 4 und den Ventilstössel
10. Gleichzeitig wird aber auch der Ventilstössel 10 nach unten gepresst, so dass
gegen die Kraft des federelastischen Bodenabschnitts 14 die Kegelfläche 26 von der
Oeffnung 9 abhebt. In dieser Position kann Flüssigkeit in Pfeilrichtung B durch die
Oeffnung 9 bzw. durch die Aussparungen 25 und durch den Kupplungszapfen 3 in den Trinkschlauch
2 gelangen.
[0018] Bei beendetem Trinkvorgang wird der Kupplungszapfen 3 aus dem Hohlraum 34 herausgezogen,
wobei automatisch sowohl der Ventilstössel 10 als auch das Membranteil 4 wieder in
Schliessstellung kommen. Um zu verhindern, dass eine stehende Flüssigkeitssäule
im Trinkschlauch 2 verbleibt, kann Atemluft in den Trinkschlauch 2 eingeblasen werden.
Das Membranteil 4 wird dabei etwas von der umlaufenden Schulter 5 abgehoben, so dass
die Flüssigkeitssäule leicht ausgeblasen werden kann.
[0019] Aufbau und Funktion des Mündstücks im Innern der Maske sind aus den Figuren 7 und
8 ersichtlich. Das Mundstück 28 ist als rohrartiger Hohlkörper ausgebildet, der am
unteren Ende einen Dichtkopf 30 aufweist. Dieser Dichtkopf presst sich gegen das Trinkrohrende
27, das auch das Ende der eingangs erwähnten Schlauchdurchführung 22 sein kann. Der
Dichtkopf 30 ist von einem Wandabschnitt 32 umgeben, der aus elastischem Material
als axiale Feder ausgebildet ist und der sich oberhalb einer Oeffnung 29 an das Mundstück
28 anschliesst. Die Oeffnung 29 liegt oberhalb des Ventilsitzes 31, so dass das Trinkschlauchende
27 durch den Dichtkopf 30 flüssigkeitsdicht verschlossen bleibt. Die Schliesskraft
in Pfeilrichtung C wird dabei durch die vorgespannte Wand 32 aufgebracht. Am unteren
Ende ist der Wandabschnitt 32 auf das Trinkschlauchende 27 aufschnappbar.
[0020] Zum Trinken muss das Mundstück 29 in Pfeilrichtung D vom Trinkschlauchende 27 weggezogen
und/oder abgewinkelt werden. Dies erfolgt vorzugsweise so, dass zuerst durch Andrücken
der Maske von aussen das geschlossene Mundstück zum Mund geführt wird und mit diesem
erfasst wird. Dann wird die Maske losgelassen, so dass sich das Trinkschlauchende
27 wieder vom Mund entfernt. Auf diese Weise entsteht die Zugbewegung, mit deren Hilfe
wie in Figur 8 dargestellt der Dichtkopf 30 vom Ventilsitz 32 abgehoben wird. Die
Flüssigkeit gelangt nun über die Oeffnung 29 in den Mund. Sobald das Mundstück losgelassen
wird, presst der Wandabschnitt 32 den Dichtkopf 30 wieder gegen das Trinkschlauchende
27. Zum Ausblasen des Trinkschlauches 2 nach beendetem Trinkvorgang muss das Mundstück
in der in Figur 8 dargestellten Position gehalten werden.
[0021] Beim Ausführungsbeispiel gemäss den Figuren 9 bis 11 ist der Dichtkopf am Mundstück
28 als Ventilklappe 37 ausgebildet, welche auf der Innenseite des Wandabschnittes
32 angeordnet ist. Wie aus Figur 11 ersichtlich ist, dient als Verbindung zwischen
Ventilklappe 37 und Wandabschnitt 32 eine verstärkte Wandpartie 38, welche sicherstellt,
dass die Ventilklappe 37 mit ausreichender Kraft auf den Ventilsitz 31 gepresst wird.
Zum Oeffnen der Ventilklappe muss das Mundstück 28 in Pfeilrichtung E abgewinkelt
werden, was ebenfalls durch Andrücken und Loslassen der Maske von aussen geschehen
kann. Auch hier ist das Mundstück an seinem unteren Ende auf das Trinkschlauchende
27 verschlusskappenartig aufgeschnappt.
[0022] Das Mundstück gemäss den Figuren 12 bzw. 12a zeigt eine alternative Ausbildung des
Schliessventils. In das Mundstück 28 ist ein im wesentlichen rotationssymmetrisches
Schliessstück 39 federelastischem Material eingepresst. Es kann aus Kautschuk oder
aus einem geeigneten Kunststoffmaterial gefertigt sein. Im Schliessstück 39 ist ein
Schlitz 40 angeordnet, der im Ruhezustand geschlossen bleibt. Zum Trinken wird das
abgebogene Trinkschlauchende 27 durch Handdruck von aussen zum Mund geführt. Die Schlauchbiegung
erlaubt eine Distanzüberbrückung zwischen Ruhelage und Trinklage. Durch Zusammenpressen
des Mundstückes mit Hilfe der Zähne bzw. der Lippen kann der Schlitz 40 aufgebogen
und damit geöffnet werden. Der Schlitz ist daher etwa quer zum Mund angeordnet.
[0023] Zum Verschieben des Mundstückes von der Ruhelage in die Trinklage und wieder zurück
kann es in bestimmten Fällen vorteilhaft sein, wenn der maskenseitige Endabschnitt
des Trinkschlauches, an dem das Mundstück befestigt ist, schwenkbar gelagert ist,
wobei die Schlauchdurchführung an der Maskenwand als Drehlager ausgebildet ist. Eine
derartige Konstruktion ist in den Figuren 13 und 14 dargestellt. Die Schlauchdurchführung
22 ist als abgewinkeltes separates Bauteil ausgebildet, an dem aussen der Trinkschlauch
2 aufgesteckt ist. Auf der Maskeninnenseite ist ein Trinkschlauchende 27 mit dem
Mundstück 28 aufgesetzt. Dieses Mundstück kann z.B. gemäss den Figuren 12 und 12a
ausgebildet sein. Aber auch eine der vorerwähnten anderen Mundstückarten wäre denkbar.
[0024] Zusammen mit der Maskenwand bildet die Schlauchdurchführung 22 ein Drehlager 44.
In diesem Lager, das mit Hilfe von Dichtungsringen 45 abgedichtet ist, kann die Schlauchdurchführung
22 und damit das Mundstück 28 um einen Winkel von ca. 60 bis 90° gedreht werden. Wie
in Figur 13 mit unterbrochenen Linien angedeutet, gelangt die ganze Anordnung so von
einer Ruhelage in eine Trinklage. Selbstverständlich muss die Schlauchdurchführung
22 nicht unbedingt als separates Teil ausgebildet sein. Die Schlauchdurchführung könnte
auch einstückig mit dem Trinkschlauchende 27 und/oder mit dem von aussen herangeführten
Schlauch 2 ausgebildet sein.
[0025] Die dargestellte Konstruktion mit dem Drehlager 44 erlaubt auch eine besonders einfache
Zerlegung und Reinigung. Die Schlauchdurchführung 22 kann nämlich nach Entfernen des
Schlauchendes 27 in Achsrichtung des Drehlagers aus der Maske herausgezogen werden.
Um ein unbeabsichtigtes Herausziehen zu verhindern, ist ein Sicherungselement vorgesehen,
welches derart mit der Maske zusammenwirkt, dass die Schlauchdurchführung nur in
einer bestimmten Relativlage zur Maske herausziehbar ist. Das Sicherungselement besteht
aus einem Segment 41 mit einer geraden Fläche 43. Dieses Segment greift an der Maskenwand
hinter einen Nocken 42, so dass bei normaler Gebrauchsstellung die Schlauchdurchführung
nicht herausgezogen werden kann. Zum Entfernen der Schlauchdurchführung muss diese
um ca. 180° gedreht werden, bis die Fläche 43 etwa parallel zum Nocken 42 verläuft.
Der Nocken 42 ist so dimensioniert, dass er, Parallelität vorausgesetzt, im Abstand
zur Fläche 43 angeordnet ist. In dieser Lage kann nun die Schlauchdurchführung 22
axial herausgezogen werden. Selbstverständlich wären auch noch andere Sicherungselemente
wie z.B. steckbare Bolzen, Sperrklinken usw. denkbar.
1. Trinkvorrichtung für eine Schutzmaske, insbesondere für eine Militärschutzmaske,
zur Aufnahme flüssiger Nahrung durch die Maske, bestehend aus einem an der Maske (1)
angeordneten Trinkschlauch (2), dessen freies Ende mit einer Ventilvorrichtung versehen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilvorrichtung ein Kupplungszapfen (3) ist,
dessen Oeffnung mit einem flexiblen Membranteil (4) verschliessbar ist, das sich in
ungekuppeltem Zustand dichtend an eine umlaufende Schulter (5) anlegt und das durch
Druck im Zentrum derart deformierbar ist, dass die Dichtwirkung aufhebbar ist.
2. Trinkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Membranteil
mit einem zentralen Haltezapfen (6) versehen ist, der hinter Haltenocken (7) in der
Oeffnung des Kupplungszapfens einrastbar ist und dass mittels der Haltenocken (7)
der Hub des Membranteils bei dessen Deformation begrenzbar ist.
3. Trinkvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungszapfen
in ein Anschlussstück (8) einrastbar ist, das mit einer Oeffnung (9) und mit einem
durch die Oeffnung geführten Ventilstössel (10) versehen ist und dass bei eingerastetem
Kupplungszapfen (3) das Membranteil (4) mit dem Ventilstössel (10) deformierbar ist
und der Ventilstössel gleichzeitig in Oeffnungsstellung pressbar ist.
4. Trinkvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussteil
(8) als Einsatz für eine Verschlusskappe (11) ausgebildet ist, mit der eine Behältermündung
(12) verschliessbar ist und dass das Anschlussteil die Dichtung (13) zwischen Verschlusskappe
und Behältermündung ist.
5. Trinkvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilstössel
(10) durch einen federelastischen Bodenabschnitt (14) am Anschlussteil (8) gegen
die Oeffnung (9) in Schliessstellung pressbar ist.
6. Trinkvorrichtung, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass das maskenseitige Ende (27) des Trinkschlauches (2) im innern der Maske (1) mit
einem Mundstück (28) versehen ist, das einen Dichtkopf (30) und einen ihn umgebenden,
als axiale Feder wirkenden Wandabschnitt (32) aufweist, mit dem der Dichtkopf gegen
einen Ventilsitz (31) am Ende des Trinkschlauches pressbar ist und dass beim Auseinanderziehen
oder beim Abwinkeln von Mundstück (28) und Trinkschlauchende (27) der Dichtkopf (30)
vom Ventilsitz (31) abhebbar ist und die flüssige Nahrung über den Ventilsitz ansaugbar
ist.
7. Trinkvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der als Feder wirkende
Wandabschnitt (32) verschlusskappenartig ausgebildet ist, wobei sich der vertiefte
Kappenboden oberhalb der Oeffnung (29) an den Ventilkonus (30) anschliesst und der
untere Kappenrand auf das Ende des Trinkschlauches (27) schnappbar ist.
8. Trinkvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtkopf (30)
eine Ventilklappe (37) aufweist, die auf der Innenseite des umlaufenden Wandabschnittes
befestigt ist und sich auf den Ventilsitz anpresst und die durch Abwinkeln des Mundstückes
öffenbar ist.
9. Trinkvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Membranteil
(4) derart an der umlaufenden Schulter (5) anliegt, dass die Dichtwirkung durch einen
Ueberdruck im Trinkschlauch mittels Einblasen von Atemluft aufhebbar ist.
10. Trinkvorrichtung, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass das maskenseitige Ende (27) des Trinkschlauches (2) im Inneren der Maske (1)
mit einem Mundstück (28) versehen ist, an dem ein federelastisches Schliessstück (39)
mit einer Oeffnung (40) angeordnet ist, welche in Ruhelage geschlossen ist und welche
durch Zusammenpressen des Schliessstückes zu öffnen ist.
11. Trinkvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Schliessstück
ein in das Mundstück eingepresster Körper aus Kautschuk oder aus Kunststoff ist,
und dass die Oeffnung ein Schlitz (40) ist, dessen Begrenzungskanten unter Druck in
seiner Längsrichtung aufweitbar sind.
12. Trinkvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass
der Trinkschlauch (2) an der Vorderseite der Schutzmaske aufgewickelt ist und mit
einer Lasche (19) an der Maske befestigt ist.
13. Trinkvorrichtung, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass der maskenseitige Endabschnitt (27) des Trinkschlauches im Inneren der Maske
schwenkbar gelagert ist, wobei die Schlauchdurchführung (22) an der Maskenwand als
Drehlager (44) ausgebildet ist.
14. Trinkvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlauchdurchführung
(22) in Achsrichtung des Drehlagers (44) aus der Maske herausziehbar ist, und dass
ein Sicherungselement (41) derart mit der Maske zusammenwirkt, dass die Schlauchdurchführung
(22) nur in einer bestimmten Relativlage zur Maske herausziebar ist.