[0002] Die Erfindung betrifft einen öl- oder gasbefeuerten Heizkessel, insbesondere in
vertikaler Betriebsstellung mit oberseitig angeordnetem Sturzbrenner, mit einem Feuerraum,
der an seiner dem Brenner gegenüberliegenden Stirnseite offen in einen Umlenkraum
mündet, mit einem ein- oder mehrzügigen Rauchgaskanal, der von dem Umlenkraum ausgehend
außenseitig des Feuerraumes in einen im brennerseitigen Kesselstirnbereich ausgebildeten
Rauchgas-Sammelraum geführt ist und mit einem Wasserraum, der den Feuerraum umgibt
und der von den Rauchgasen im Rauchgaskanal beheizt wird.
[0003] Heizkessel dieser grundsätzlichen Bauart sind in verschiedenen Versionen bekannt.
So kann das Rauchgas aus dem Umlenkraum über eine Vielzahl paralleler, in dem Wasserraum
angeordneter Rohre oder aber über einen hohlzylindrischen Raum an der Innenwand des
Wasserraumes entlanggeführt werden. Um niedrige Abgasverluste zu erzielen, d.h. die
Rauchgase entsprechend gut abzukühlen, ergeben sich lange Wege, große Durchmesser
und damit ein entsprechend voluminöser Aufbau.
[0004] Mit der Erfindung soll ein Heizkessel der eingangs genannten Art zur Verfügung gestellt
werden, der bei gedrängter Baugröße, einfacher Herstellung und Wartung mit kleinen
Abgasverlusten arbeitet und eine gute Verbrennung unter geringem Ausstoß an Schadstoffen,
wie Stickoxide, Kohlenmonoxide, Kohlenwasserstoffe und Ruß ermöglicht.
[0005] Die vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Heizkessel mit den Merkmalen
des Anspruches 1 gelöst.
[0006] Der erfindungsgemäße Heizkessel ist vom Grundgedanken her so aufgebaut, daß sich
zwei verschiedene Zonen ergeben, derart, daß der Feuerraum eine erste an den Brenner
anschließende gekühlte Zone aufweist, in der sich die Flamme bildet, und in Flammenausbreitungsrichtung
gesehen eine zweite, heiße Zone folgt, in der die Flamme ausbrennt, daß der Wasserraum
einen ersten Bereich aufweist, dessen Innenwandung die gekühlte Zone seitlich unmittelbar
begrenzt, einen zweiten Bereich, dessen Innenwandung eine die heiße Zone begrenzende
Wandung eines Feuerraumeinsatzes mit Abstand umgibt sowie einen mehrteiligen Rauchgaszwischenraum,
der den ersten mit dem zweiten Wasserraumbereich verbindet, und daß der Rauchgaskanal
in Strömungsrichtung der Rauchgase gesehen einen ersten Kanalabschnitt aufweist, der
sich innerhalb des Abstandes zwischen der Innenwandung des zweiten Wasserraumbereiches
und der Begrenzungswandung des Feuerraumeinsatzes der heißen Zone erstreckt, sowie
einen zweiten Kanalabschnitt, der mit Abstand von der Innenwandung des ersten Wasserraumbereiches
durch diesen oder an dessen Außenwandung entlangverläuft, und einen mehrteiligen Rauchgaszwischenraum,
der den ersten Rauchgasabschnitt mit dem zweiten Rauchgasabschnitt verbindet.
[0007] Durch die Unterteilung des Feuerraumes in eine erste, gekühlte Zone, in der sich
die Flamme bildet, und in eine zweite, nicht direkt gekühlte Zone, in der der Flammenausbrand
erfolgt, trägt man der Tatsache Rechnung, daß umso weniger Stickoxide (NO
x) entstehen, je niedriger die Feuerraumtemperatur - insbesondere in der Umgebung
der Flam menbildungszone - ist. Andererseits führt ein heißer Feuerraumeinsatz zu
einer nahezu vollständigen Verbrennung, derart, daß Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoff
und Ruß praktisch nicht entstehn können. Durch Kühlung des ansonsten besonders heißen
Feuerraumes erreicht man eine beträchtliche Herabsetzung der NO
x-Bildung, während die Entstehung anderer Schadstoffe dadurch verhindert wird, daß
sich an die gekühlte Zone eine heiße Zone für den Flammenausbrand anschließt, die
eine gute Verbrennung gewährleistet. In dieser zweiten Zone ist andererseits die Hitze
nicht mehr so hoch, daß die Bildung von Stickoxid begünstig wird. Dabei kann man die
Feuerraumausbildung derart gestalten, daß die Flamme nicht gegen Metallteile, insbesondere
nicht gegen Gußteile, prallt, sondern ausbrennt.
[0008] Der Wasserraum weist zwei Bereiche auf, deren erster unmittelbar die Zone des Feuerraums,
in der sich die Flamme bildet, begrenzt und dieser Zone somit Wärme entzieht, während
deren zweiter Bereich die zweite, dem Flammenaus- brand dienende Zone mit Abstand
und unter Zwischenanordnung eines Feuerraumeinsatzes, der nicht direkt vom Wasserraum
gekühlt wird, umgibt.
[0009] Der Rauchgaskanal ist derart unterteilt, daß er in Richtung der Rauchgasströmung
gesehen mit einem ersten Abschnitt zwischen dem die zweite Zone des Feuerraumes begrenzenden
Feuerraumeinsatz und der Innenwandung des zweiten Wasserraumbereiches verläuft,
während ein zweiter Abschnitt dem ersten Wasserraumbereich derart zugeordnet ist,
daß die Rauch gase von der Innenwandung dieses zweiten Wasserraumbereiches mit Abstand
geführt werden, sei es durch das Innere des Wasserraumbereiches gehend angeordnete
Durchführungen, sei es entlang der radialen Außenseite dieses Wasserraumbereiches.
Ziel ist es dabei, innerhalb dieses zweiten Abschnittes des Rauchgaskanales das zum
Rauchgas-Sammelraum hin strömende Rauchgas möglichst weit abzukühlen, um Abgasverluste
klein zu halten.
[0010] Demgegenüber wird der zweite Wasserraumbereich, der die zweite Zone umgibt, an seiner
Innenmantelfläche zum einen durch die der zweiten Zone und zum anderen durch Wärmestrahlung
aufgeheizt, die von der Wandung des Feuerraumeinsatzes der zweiten, heißen Zone ausgeht.
[0011] Der erste Wasserraumbereich dient zur Kühlung der ersten Zone und bildet zugleich
einen Isolator für den Übertritt von Wärme aus dieser ersten Zone des Feuerraumes
zu dem zweiten Abschnitt des Rauchgaskanales, so daß das Rauchgas kurz vor dem an
den Schornstein anzuschließenden Rauchgas-Sammelraum nicht mehr entsprechend aufgeheizt
wird. Die Isolierung des Außenmantels des Kessels ist dem geringen Temperaturniveau
angepaßt.
[0012] Zur Vermeidung von Kondensatansammlungen wird der Heizkessel bevorzugt stehend, d.
h. mit etwa vertikal gerichteter Kesselachse betrieben. Im Bereich des ersten Abschnittes
des Rauchgaskanales sind die Temperaturen für eine Kondensat-Abscheidung zu hoch.
Kondensat, das sich im zweiten Abschnitt bilden könnte, gelangt unter Schwerkraft
in den Bereich des Rauchgaszwischenraumes, der in bevorzugter Ausführung der Erfindung
so angeordnet ist, daß er an dem oberen Randbereich der zweiten, heißen Zone des
Feuerraumes angrenzt, so daß Strahlungswärme für eine genügend hohe Temperatur in
diesem Rauchgaszwischenraum sorgt, um Kondensat-Ansammlungen zu vermeiden. Unter diesem
Gesichtspunkt ist die Ausbil dung der Wasserraumbereiche aus Grauguß angezeigt, und
zwar bevorzugt dergestalt, daß in Bereichen möglicher Kondensatbildung keine bearbeitungsbedürftigen
Grauguß-Oberflächen vorhanden sind. Die Ausbildung des Wasserraumes mit seinen beiden
Wasserraumbereichen und dem mehrteiligen Übergangsbereich kann ein- oder mehrteilig
erfolgen. Grundsätzlich ist bei eintsprechenden Betriebsbedingungen auch eine Ausführung
in Stahlblech möglich.
[0013] Zur Erhöhung des Wärmeüberganges können in den Abschnitten des Rauchkanales grundsätzlich
Rippen vorgesehen sein, die übliche bekannte Formen aufweisen. Eine Besonderheit ergibt
sich für den zweiten Abschnitt des Rauchgaskanales, wenn dieser an der Außenwandung
des ersten Bereiches des Wasserraumes vorbeigeführt angeordnet wird. In diesem Abschnitt
an der Außenwandung des ersten Wasserraumbereiches vorgesehene Rippen erstrecken sich
nämlich radial nach außen und damit auseinanderstrebend, so daß die Rippen in ihrem
Fußbereich in verhältnismäßig engem Abstand voneinander angeordnet werden können.
Der große Außendurchmesser nebst dieser Anordnung ergibt eine besonders hohe Wärmeübergangsfläche,
so daß die Strömungsstrecke für die gewünschte Abkühlung des Rauchgases in diesem
zweiten Abschnitt des Rauchgaskanales entsprechend kurz gewählt werden kann.
[0014] Neben einer geschweißten Stahlausführung kommen ein- oder mehrteilige Ausbildungen
des Wasserraumes aus Gußeisen in Betracht, wie dies die nachstehend geschilderten
Ausführungsbeispiele erkennen lassen. Darüber hinaus ist es jedoch auch möglich,
den Wasserraum aus einer Vielzahl von Gußgliedern zusammenzusetzen, derart, daß auch
ein oder mehrere Wasserraumbereiche mehrteilig zusammengesetzt sind. Eine Verbindung
zwischen diesen Teilen ist vom Stand der Technik her bekannt.
[0015] Solche und weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
im Zusammenhang mit den in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispielen, auf
die besonders bezug genommen wird und deren nachfolgende Beschreibung die Erfindung
näher erläutert. Es zeigen:
Figuren 1 und 2 einen Längsschnitt I-I und einen Querschnitt II-II der schematischen
darstellung eines ersten Ausführungsbeispieles;
Figuren 3 und 4 einen Längsschnitt III-III und einen Querschnitt IV-IV der schematischen
Wiedergabe eines zweiten Ausführungsbeispieles;
Figuren 5 und 6 einen Längsschnitt V-V und einen Querschnitt VI-VI der schematischen
Darstellung eines dritten Ausführungsbeispieles;
Figuren 7 und 8 einen Längsschnitt VII-VII und einen Querschnitt VIII-VIII der schematischen
Wiedergabe eines vierten Ausführungsbeispieles;
Figuren 9 und 10 einen Längsschnitt IX-IX und einen Querschnitt X-X der schematischen
Darstellung eines fünften Ausführungsbeispieles.
[0016] Die Ausführungsbeispiele zeigen einen stehend angeordneten Heizkessel 1, an dessen
oberer Stirnseite ein Brenner 2 als Sturzbrenner angeordnet ist; der Brenner ist nur
in Figur 1 dargestellt und bei den übrigen Ausführungsbeispielen in gleicher Weise
vorhanden. Der Heizkessel 1, der einen im wesentlichen kreisrunden Querschnitt aufweist,
ist in seinem Zentrum mit einem Feuerraum 3 versehen, der sich von der Innenseite
der oberen Stirnwand bis in den Bodenbereich des Kessels erstreckt und dort offen
in einem Umlenkraum 4 mündet. Die in dem Feuerraum 3 durch die Verbrennung enstehenden
heißen Rauchgase strömen somit abwärts, werden in dem Raum 4 umgelenkt und seitlich
des Feuerraums in Gegenrichtung weitergeführt.
[0017] Der Feuerraum 3 weist eine im Anschluß an die obere stirnseitige Begrenzung des
Feuerraumes 3 angeordnete erste Zone auf, in der sich die Flamme bildet und die hier
daher Flammenbildungszone 5 genannt wird. An diese Zone 5 schließt sich über den Rest
des Feuerraumes 3 nach unter hin gesehen eine weitere Zone an, in der die Flamme ausbrennt
und daher als Flammenausbrandzone 6 bezeichnet ist. Die Flammenausbrandzone 6 wird
von einer als Stahlrohr ausgebildeten Wandung eines Feuerraumeinsatzes 7 begrenzt.
Der insgesamt mit 8 bezeichnet Wasserraum ist bei den Ausführungsbeispielen nach den
Figuren 1 bis 6, 9 und 10 in zwei Wasserraumbereiche, nämlich einen ersten Bereich
11 und einen zweiten Bereich 9 unterteilt, die miteinander durch einen mehrteiligen
Übergangsbereich 14 in Verbindung stehen. Der zweite Bereich 9 umfaßt mit seiner Innenwandung
10 unter Bildung eines hohlzylinderförmigen Raumes mit Abstand den Feuerraumeinsatz
7 der Zone 6, während der erste Bereich 11 mit seiner Innenmantelwandung 12 die Zone
5 unmittelbar begrenzt. Bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 1 bis 4 sowie
7 und 8 verläuft die Außenmantelfläche 13 des ersten Wasserraumbereiches 11 mit Abstand
von der Innenfläche der Kesselmantelwandung, so daß zwischen diesen ein hohlzylindrischer
Raum verbleibt. Ein insgesamt mit 15 bezeichneter Rauchgaskanal erstreckt sich von
der unten liegenden Umlenkkammer 4 außerhalb des Feuerraumes 3 bis in einen im oberen
stirnseitigen Bereich des Kessels ausgebildeten Rauchgas-Sammelraum 19, der über
einen Ausgang 20 an einen nicht weiter dargestellten Kamin angeschlossen ist. Der
Rauchgaskanal 15 weist in dieser Rauchgas-Strömungsrichtung gesehen einen ersten Abschnitt
16 auf, der sich in dem hohlzylindrischen Raum zwischen dem Feuerraumeinsatz 7 und
der Innenwandung 10 des zweiten Wasserraumbereiches 9 erstreckt, und pflanzt sich
in einem zweiten Abschnitt 17 fort, der sich durch den hohlzylindrischen Raum zwischen
der Innenfläche der Kesselmantelwandung und der Außenfläche 13 des ersten Wasserraumbereiches
11 erstreckt. Die beiden Abschnitt 16 und 17 des Rauchgaskanales 15 stehen über einen
mehrteiligen Rauchgaszwischenraum 18 miteinander in Verbindung, wie dies die Zeichnung
erkennen läßt.
[0018] Der Umlenkraum 4 ist nach unten hin durch einen Bodenisolierkörper 21 abgeschlossen,
der an dem als Gußteil ausgebildeten zweiten Wasserraumbereich 9 derart angeordnet
ist, daß er über die Gußverzweigungspunkte 22 zwischen der Innenwandung 10 und der
unteren Stirnwandung des Bereiches 9 hinausragt, was für diese Gußkonstruktion wärmetechnisch
von Vorteil ist. Die obere Stirnwand des Heizkessels 1 ist durch einen Deckel 23 gebildet,
der zum Kesselinneren hin eine Isolierung aufweist und sich über die gesamte Kesselstirnseite
hinweg erstreckt. Der Deckel 23 ist in nicht näher dargestellter Weise aufklappbar
bzw. abnehmbar, so daß durch die entsprechende Öffnung eine Reinigung des Feuerraumes
und der Rauchgaskanalabschnitte ermöglicht wird. Der rohrförmige Feuerraumeinsatz
7 für die heiße Zone 6 des Feuerraumes 3 ist in seinem oberen Bereich mit einem radial
auskragenden Wulst versehen, mit der er an entsprechenden Vorsprüngen des als Gußteil
ausgebildeten ersten Wasserraumbereiches 11 aufliegend gehalten ist. Der rohrförmige
Einsatz 7 kann somit bei abgehobenem Deckel 23 leicht entfernt werden.
[0019] Die beiden Wasserraumbereiche 9 und 11 stehen mittels eines mehrteiligen Übergangsbereiches
14 miteinander in Verbindung, und zwar bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren
1 bis 6 sowie 9 und 10 jeweils über eine Einström-Durchführung 26 und eine Ausström-Durchführung
27, die hier als Verbindungsstücke ausgebildet sind, deren jede in eine entsprechend
ausgeformte Durchgangsöffnung in den einander gegenüberliegenden Wandungsabschnitten
der beiden Wasserraumbereiche eingreift. Das über einen Wassereinlaß 24 in den zweiten
Wasserraumbereich 9 eingeführte Wasser tritt somit in den ersten Wasserraumbereich
11 über und gelangt von dort über einen Wasserauslaß 25 wieder nach außerhalb des
Kessels.
[0020] Die Flammenbildung findet in der vom Brenner 2 aus gesehen ersten Zone 5 des Feuerraumes
3 statt und entfaltet große Hitze. Durch die Begrenzung dieser Zone 5 mittels der
wassergekühlten Innenfläche des ersten Wasserraumbereiches 11 wird Wärme abgeführt,
wodurch die Bildung von NO
x behindert wird. Die Flamme tritt in die Zone 6 des Feuerraumes 3 ein und heizt den
Feuerraumeinsatz 7 entsprechend auf, weshalb in der Zone 6 ein guter Ausbrand der
Flamme erfolgt, wodurch die Bildung von Schadstoffen wie Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen
und Ruß wesentlich reduziert wird.
[0021] Das Rauchgas durchtritt ausgehend von dem Umlenkraum 4 nach einander die Abschnitte
16 und 17 des Rauchgaskanales sowie den diese verbindenden mehrteiligen Rauchgaszwischenraum,
wobei im ersten Abschnitt ein Großteil der Wärme des Rauchgases über die Innenwandung
10, die mit Rippen 28 versehen ist, an das Wasser in dem Wasserraumbereich 9 abgegeben
wird. In Bereich des Rauchgaszwischenraumes 18 herrscht durch Strahlungswärme aus
dem oberen Bereich der Zone 6 eine Temperatur, die die Ansammlung von Kondensat behindert.
Danach wird das Rauchgas über die Strömungsstrecke entlang der Außenwandung 13 des
ersten Wasserraum bereiches 11 gekühlt und verläßt somit mit nur noch geringer Wärme
den Kessel über den Rauchgassammelraum 19 und den Ausgang 20. Während der zweite Wasserraumbereich
9 ausschließlich der Aufheizung über den heiße Rauchgas und die von dem Feuerraumeinsatz
7 aufgehende Strahlungswärme dient, hat der erste Wasserraumbereich 11 die Aufgabe,
die Zone 5 und das Abgas in dem Abschnitt 17 des Rauchgaskanals zu kühlen. Auf diese
Weise wird eine gedrungende Bauweise bei gleichzeitig gutem Ausbrand der Flamme erreicht.
[0022] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 und 2 sind der zweite Wasserraumbereich
9 und der erste Wasserraumbereich 11 über Verbindungselemente bzw. Durchführungen
26 und 27 miteinander verbunden, die radial außerhalb der Kesselmantelwandung 30,
31 und außerhalb der Rauchgasführung liegen. Zu diesem Zwecke sind an den Bereichen
9 und 11 Abschnitte 32 und 33 ausgebildet, die nach außen ragen, wie dies die Figuren
1 und 2 erkennen lassen. Der mehrteilige Übergangsbereich bzw. die Verbindungselemente
zwischen den beiden Wasserräumen 9 und 11 befinden sich somit gegen einen möglichen
Kondensatanfall geschützt.
[0023] Ein oberer Teilbereich 31 der Kesselmantelwand ist als gesondertes Teil, insbesondere
Graugußteil, ausgebildet, wie dies Figur 1 erkennen läßt, wobei an der Außenwandung
des ersten Wasserraumbereiches 11 Rippen 29 vorgesehen sind, die die Wärmeübergangsfläche
vergrößern und auf den Teilbereich 31 der Kesselmantelwandung zu gerichtet sind.
[0024] Wie Figur 2 erkennen läßt, sind die beiden Wasserbereiche 9 und 11 in ihrem mehrteiligen
Übergangsbereich 14 bzw. dem Bereich der Verbindungsteile 26 und 27 mit Hilfe von
Verschraubungen verspannt, die durch Flansche 34 an den Abschnitten 32 und 33 geführt
sind.
[0025] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 3 und 4 ist der mehrteilige Übergangsbereich
14 bzw. sind die Verbindungselemente oder Durchführungen 27 und 26 innerhalb der
Kesselmantelwandung 30, 31 angeordnet. Die Verspannung der beiden Wasserraumbereiche
gegeneinander erfolgt in ähnlicher Weise wie bei dem zuletzt geschilderten Ausführungsbeispiel.
Der erste Wasserraumbereich 11 der Wasserraumes 8 ist dagegen mit einem oberen Teilbereich
31 der Kesselmantelwandung 30 einstückig ausgeführt, so daß sich die Anzahl der Gußteile
verringert.
[0026] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 5 und 6 ist die Verbindung zwischen
dem zweiten Wasserraumbereich 9 und dem ersten Wasserraumbereich 11 in gleicher Weise
wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 und 2 getroffen. Hier ist jedoch
der zweite Abschnitt 17 des Rauchgaskanales 15 nicht als hohlzylindrischer Raum ausgebildet,
sondern durch eine Vielzahl von Durchgangshohlräumen 35, die über den Umfang des zweiten
Wasserraumbereiches hinweg gleichmäßig verteilt und parallel verlaufend so angeordnet
sind, daß sie den ersten Wasserraumbereich 11 mit Abstand von dessen Innenwandung
12 durchgreifen. In diesem Falle ist der obere Teilbereich 31 der Kesselmantelwandung
30 zugleich die Außenmantelwandung des ersten Wasserraumbereiches 11 und einstückig
mit den übrigen Wandungen dieses Bereiches 11 ausgebildet. Die Durchgangshohlräume
35 sind also einstückiger Teil des den ersten Wasserraumbereich bildenden Gußstückes.
Wie Figur 6 erkennen läßt, sind die einzelnen Durchgangshohlräume 35 durch den Bereich
11 in Umfangsrichtung langgestreckt ausgebildet.
[0027] Das Ausführungsbeispiel nach den Figuren 7 und 8 unterscheidet sich von den vorstehend
geschilderten Beispielen vor allem dadurch, daß dort der Wasserraum 8 insgesamt als
einstückiges Gußteil ausgebildet ist, die Wandungen des zweiten Wasserraumbereiches
9, des ersten Wasserraumbereiches 11 und des mehrteiligen Übergangsbereiches 14 bilden
demnach eine zusammenhängende Einheit. Figur 8 zeigt, daß bei diesem Beispiel insgesamt
vier Übergänge zwischen den Wasserraumbereichen vorgesehen sind. Dazwischen befinden
sich - mit Ausnahme von Abstützungen - die einzelnen Teilbereiche des mehrteiligen
Rauchgaszwischenraumes 18, der den ersten Abschnitt 16 mit dem an der Außenwand des
ersten Wasserraumbereiches 9 entlangverlaufenden zweiten Abschnitt 17 des Rauchgaskanales
15 verbinden. Der obere Teilbereich 31 der Kesselmantelwand 30 ist wiederum als gesondertes
Teil ausgebildet. Im unteren Stirnwandbereich des Wasserraumes 8 befindet sich eine
Öffnung, wie sie aus gießtechnischen Gründen erforderlich sein kann.
[0028] Wie Figur 8 erkennen läßt, ist bei diesem Ausführungsbeispiel der Kessel im Querschnitt
nicht völlig rund, sondern zur Herstellung der Verbindung zwischen der unteren Kesselmantelwand
30 und deren Teilbereich 31 an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen verbreitert
ausgeführt.
[0029] Das Ausführungsbeispiel nach den Figuren 9 und 10 unterscheidet sich von demjenigen
nach den Figuren 5 und 6 nur dadurch, daß die Durchgangshohlräume 35 durch den Innenraum
des ersten Wasserraumbereiches 1 nicht in Umfangsrichtung langgestreckt, sondern mit
kreiszylindrischem Querschnitt ausgebildet sind. In diesem Zusammenhang kann man -
wie der Querschnitt nach Figur 10 zeigt - eine entsprechend höhere Anzahl von Rauchgaszügen
35 vorsehen.
[0030] Maßnahmen zur Vergrößerung der Wärmeübergangsfläche, wie Rippen, können auch an der
Innenwandung 12 des ersten Wasserraumbereiches 11 in die Zone 5 hineinragend vorgesehen
sein, grundsätzlich auch innerhalb der Durchführungshohlräume 35 des ersten Wasserraumbereiches
11.
[0031] Im übrigen ist die Funktionsweise der vorgeschilderten Ausführungsbeispiele im Grundsatz
übereinstimmend, dieselben Bezugszeichen sind für gleiche Teile bzw. solche vergleichbarer
Funktion verwendet.
1. Öl- oder gasbefeuerter Heizkessel, insbesondere in vertikaler Betriebsstellung
mit stirnseitig angeordnetem Sturzbrenner, mit einem Feuerraum (3), der an seiner
dem Brenner (2) gegenüberliegenden Stirnseite offen in einen Umlenkraum (4) mündet,
mit einem ein- oder mehrzügigen Rauchgaskanal (15), der von dem Umlenkraum (4) ausgehend
außenseitig des Feuerraums (3) in einen im brennerseitigen Kesselstirnbereich ausgebildeten
Rauchgas-Sammelraum (19) geführt ist, und mit einem Wasserraum (8), der den Feuerraum
(3) umgibt und der von den Rauchgasen im Rauchgaskanal (15) beheizt wird, in folgender
Ausgestaltung:
- a) Der Feuerraum (3) weist eine erste, an den Brenner (2) anschließende gekühlte
Zone - Flammenbildungszone (5) - und eine in Flammenausbreitungsrichtung gesehen
folgende zweite heiße Zone - Flammenausbrandzone (6) - auf;
- b) Der Wasserraum (8) weist einen in Flammenausbreitungsrichtung gesehen ersten
Bereich (11) auf, dessen Innenwandung (12) die Flammenbildungszone (5) seitlich unmittelbar
begrenzt, sowie einen zweiten Bereich (9), dessen Innenwandung (10) eine die Flammenausbreitungszone
(6) begrenzende Wandung eines Feuerraumeinsatzes (7) mit Abstand umgibt, und einen
mehrteiligen Übergangsbereich (14), der den ersten Wasserraumbereich (11) mit dem
zweiten Wasserraumbereich (9) verbindet;
- c) Der Rauchgaskanal (15) weist in Strömungsrichtung der Rauchgase einen ersten
Abschnitt (16) auf, der sich innerhalb des Abstandes zwischen der Innenwandung (10)
des zweiten Wasserraumbereiches (9) und des Feuerraumeinsatzes (7) der Flammenausbrandzone
(6) erstreckt, sowie einen zweiten Abschnitt (17), der mit Abstand von der Innenwandung
(12), des ersten Wasserraumbereiches (11) durch diesen hindurch oder an dessen Außenwand
(13) entlang verläuft, und einen mehrteiligen Rauchgaszwischenraum (18), der den ersten
Rauchgasabschnitt (16) mit dem zweiten Rauchgasabschnitt (17) verbindet.
2. Heizkessel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Übergangsbereich (14) des Wasserraumes (8) und der Rauchgaszwischenraum (18)
des Rauchgaskanals (15) hinsichtlich der Flammenausbreitungs- richtung bzw. der Rauchgasströmungsrichtung
in gleicher Höhe angeordnet sind, insbesondere in Umfangsrichtung um die Feuerraumachse
abwechselnd vorgesehen und vorzugsweise um den Flammenbildungszone (5) zugewandten
Anfangsbereich der Flammenausbrandzone (6) herum ausgebildet sind.
3. Heizkessel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Feuerraumeinsatz (7) der Flammenausbrandzone (6) aus hitzebeständigem Stahl,
insbesondere in Gestalt eines kreiszylindrischen Rohres, gebildet ist.
4. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserraum (8) als Gußteil, insbesondere Graugrußteil, ausgebildet ist, das
alle Wasserraumbereiche (9, 11, 14) einstückig umfaßt.
5. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der Wasserraumbereiche (9, 11) des mehrteilig ausgebildeten
Wasserraumes (8) als Gußteil, insbesondere Grauguß- teil, ausgebildet ist.
6. Heizkessel nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Wasserraumbereich (11) und der zweite Wasserraumbereich (9) jeweils
getrennt als einstückige Gußteile ausgeführt und über eine Einströmund Ausström-Durchführung
(26, 27) bildende Verbindungsstükke aneinander angeschlossen sind.
7. Heizkessel nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstücke (26, 27) innerhalb der Kesselmantelwandung (30, 31) im
Bereich des Rauchgaszwischenraumes (18) angeordnet sind.
8. Heizkessel nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstücke (26, 27) zwischen nach außen gewölbten Wasserraumabschnitten
(32, 33) und außerhalb des Rauchgaszwischenraumes (18) angeordnet sind.
9. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Rauchgaskanal (16) als Hohlzylinderraum zwischen dem Feuerraumeinsatz
(7) und der Innenwandung (10) des zweiten Wasserraumbereiches (9) ausgebildet ist,
in welchen vorzugsweise Wärmetauscherrippen (28) hineinragen, die an der Innenwandung
(10) des zweiten Wasserraumbereiches (9) abstehend vorgesehen sind.
10. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Rauchgaskanal (17) als Hohlzylinderraum zwischen der Außenwandung
(13) des ersten Wasserraumbereiches (11) und eines Teilbereiches (31) der Kesselmantelwand
(30) ausgebildet ist, in welchen vorzugsweise Wärmetauscherrippen (29) hineinragen,
die an der Außenwandung (13) des ersten Wasserraumbereiches (11) abstehend vorgesehen
sind.
11. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der im Umfassungsbereich der Flammenbildungszone (5) gelegene Teilbereich
(31) der Kesselwandung (30) einstückig mit dem ersten Wasserraumbereich (11) ausgebildet
ist.
12. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Rauchgaskanal (17) in Form einer Reihe paralleler, in Umfangsrichtung
des ersten Wasserraumbereiches (11) verteilt durch diesen hindurchgeführter Durchgangshohlräume
(35) ausgebildet ist.
13. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlenkraum (4) durch einen Bodenisolierkörper (21) stirnseitig abgeschlossen
ist.
14. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die den Brenner (2) tragende stirnseitige Kesselwand als
isolierter, insgesamt aufzuklappender oder abzunehmender Deckel (23) ausgebildet ist.