(19)
(11) EP 0 292 581 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.11.1988  Patentblatt  1988/48

(21) Anmeldenummer: 87107526.3

(22) Anmeldetag:  23.05.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B27N 3/14
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI SE

(71) Anmelder: CARL SCHENCK AG
D-64273 Darmstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • Henschel, Walter
    D-6111 Otzberg (DE)
  • Riesner, Manfred
    D-6101 Rossdorf 1 (DE)
  • Kunstmann, Uwe, Dr.
    D-6101 Rossdorf 1 (DE)

(74) Vertreter: Dallhammer, Herbert, Dipl.-Ing. 
Carl Schenck AG Patentabteilung
64273 Darmstadt
64273 Darmstadt (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren zum Streuen eines Spänevlieses


    (57) Bei einem Verfahren zum Streuen eines Spänevlieses (16) aus einem Vorrat in einer der Vliesbreite entsprechenden Breite auf eine sich unter dem Vorrat hindurchbewegte Unterlage (12) entsprechend einer im Vlies vorgegebenen Vlieshöhenverteilung quer zur Vliesrichtung und einer Vorrichtung zum Streuen eines Spänevlieses aus einem Vorrat in einer der Vliesbreite entsprechenden Breite auf eine sich unter dem Vorrat hindurchbewegende Unter­lage entsprechend einer im Vlies vorgegebenen Vlies­höhenverteilung quer zur Vliesrichtung mit einer zwi­schen Vorrat und Vliesablage angeordneten rechenartigen Aufteilvorrichtung und einer Verteilschurre (3) wird, zum Zwecke Fehler, die durch Austragsorgane in der Querver­teilung des Spänevlieses verursacht werden, auszuschal­ten, sowie eine Kontrolle und Steuerung der Quervertei­lung durchzuführen, eine Kaskadenanordnung mehrerer zu­einander geneigter Rechen (5, 6, 7) vorgeschlagen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Streuen eines Spänevlieses aus einem Vorrat in einer der Vliesbreite entsprechenden Breite auf eine sich unter dem Vorrat hindurchbewegende Unterlage entsprechend einer im Vlies vorgegebenen Vlieshöhenverteilung quer zur Vlies­richtung.

    [0002] Durch die europäische Patentschrift 0 068 l62 ist ein Verfahren zur Beeinflussung der Dichteverteilung eines zu streuenden Spänevlieses und eine Vorrichtung hierzu bekannt geworden, die sich dadurch auszeichnet, daß mindestens aus einem Teilstrom über einen Teil seiner Breite entsprechend einer vorgegebenen Dichteverteilung eine sich hieraus ergebenden Teilmenge entnommen wird. Durch die Wegnahme einer Teilmenge aus einem kontinu­ierlich über die Breite sich erstreckenden Teilstroms wird zwar am Ort der Entnahme eine gewünschte Dichte­verteilung erreicht, es wird jedoch eine weitere Ver­mischung durch nichtbeeinflußte Teilströme stattfinden, wodurch nur schwierig das gewünschten Ergebnis einer gleichförmigen, vorgegebenen Dichteverteilung im abge­legten Vlies erreicht wird.

    [0003] Durch die europäische Patentschrift 0 l09 456 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Vergleichmäßigen der Dichteverteilung in einer Kunstholzplatte bekannt ge­worden, bei der in Abhänigkeit der über einen Austrags­querschnitt gemessenen Gewichtsverteilung des aus einem Vorrat ausgetragenen Schüttguts ein Abscheidebefehl für die in entsprechenden Teilquerschnitten vorhandenen, von einer vorgegebenen Solldichteverteilung abweichende Gewichtsmenge des Schüttguts für deren Abscheidung ge­ bildet wird. Bei einem derartigen Verfahren wird eben­falls von einem Vorrat ausgegangen, der über die ge­samte spätere Schüttbreite über Entnahmevorrichtungen ausgetragen wird, so daß Dichteschwankungen, die im Vorrat über die gesamte Breite vorhanden sind, eben­falls Einfluß nehmen auf die abzunehmende Menge. Auch wenn hier bereits die abzunehmende Menge entsprechend dem erwarteten Profil, welches sich auf der Vliesunter­lage aufbauen soll, gesteuert wird, ist es zufolge der zwangsläufig vorkommenden Ungleichförmigkeiten inner­halb des Vorrats nicht auszuschließen, daß vor der Ab­lage als Vlies eine neue Ungleichförmigkeit im Ablege­profil der Späne auftritt. Zufolge der über die gesamte Breite des späteren Profils reichenden Austragsorganen für den gespeicherten Vorrat sind beim Stand der Tech­nik Fehler nicht zu vermeiden.

    [0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Fehler, die durch Austragsorgane in der Querverteilung des Spänevlieses verursacht werden, auszuschalten sowie eine Kontrolle und Steuerung der Querverteilung durch­zuführen. Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs l gelöst. Durch Aufteilen des vom Vorrat über die gesamte Streubreite entnommenen Streumaterials und durch Richtungsänderungen der ein­zelnen Partikel werden die, durch die Entnahmeeinrich­tungen verursachten Fehler beseitigt. Es erfolgt eine quasi gleichförmige Ausrichtung von ungleich in eine Kaskade einfallenden Späneteilchen. Damit kann über die vorgegebene Vliesverteilungskurve bei Ablage des Vlie­ses eine richtige Entnahme aus dem gleichförmige Späne­schleier vorgenommen werden.

    [0005] Durch die deutsche Offenlegungsschrift 29 42 l63 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufteilen eines Förderstromes bekannt geworden, das sich dadurch aus­zeichnet, daß der Förderstrom kontinuierlich einem Stromteiler zugeführt wird und das stetige Teilströme entlang dem Stromteiler und mehrere stetig durch den Stromteiler gefördert werden. Mit einem derartigen Verfahren und einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens werden diesem Stromteiler zugeführte Späne­mengen zwar exakt aufgeteilt, es werden jedoch auch hierdurch die im Streugut vorhandenen Verteilfehler über eine Verteilschurre weitergegeben. Die der Erfin­dung zugrundeliegende Aufgabe wird ausgehend von dem so bekannt gewordenen Stand der Technik durch die kenn­zeichnenden Merkmale des Anspruchs 2 gelöst. Durch An­ordnung von sich nicht durchdringenden Rechenpaaren wird ein Auflösen des ungleichförmigen Spänestroms er­reicht, da jedes Teilchen des Spänestroms in seiner Strömungsrichtung mindestens einmal abgelenkt wird und somit zu einer gleichmäßigen Vermischung mit den ande­ren Teilchen geführt wird. Eine derartige Vorrichtung erzeugt ein über die Breite gesehen völlig gleichmäs­siges Spänevlies auf einer Unterlage. Hierbei wird an­genommen, daß bei gleicher Schütthöhe auch die Schütt­dichte bei Verwendung gleichförmigen Materials konstant ist. Soll nun eine vorgegebene Schütthöhe, die ver­gleichbar mit einer vorgegebenen Schüttdichte ist, er­zeugt werden, so wird dies durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 3 erreicht.

    [0006] Wie in Anspruch 4 unter Schutz gestellt, ist in der Aufnahmevorrichtung eine Fördervorrichtung vorgesehen. Hierdurch ist es erfindungsgemäß zum einen möglich, die in der Aufnahmevorrichtung vorhandene Teilmenge zurück­zutransportieren oder erfindungsgemäß gleichmäßig über die Streubreite zu verteilen und durch Anordnung eines Wehres, welches über die gesamte Vliesbreite sich er­streckt, ein gleichmäßiges Auftragen einer Vliesschicht entweder unterhalb des aufzubauenden Vlieses oder auf das aufgebaute Vlies aufzulegen.

    [0007] Wird das so gewonnene Vlies zusammen mit zusätzlichen Deckschichten versehen, wird gemäß Anspruch 5 erfin­dungsgemäß mindestens eine Streuwalze zusätzlich unter der letzten Kaskade vorgesehen. Hierdurch wird er­reicht, daß im Übergangsbereich zu den Deckschichten eine leicht Separierung der Späne erfolgt. Darüber­hinaus wird gleichzeitig ein Abbremsen und Flachlegen der Späne unterstützt.

    [0008] In noch weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstan­des trägt die Aufnahmevorrichtung durch Stege vonein­ander getrennte verschließbare Öffnungen, die mit dem mit ihr zusammenwirkenden Rechen gegeneinander quer zur Vliesrichtung verschiebbar sind.

    [0009] In noch weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstan­des wird vorgeschlagen, daß die Stege der Aufnahmevor­richtung als Rechen ausgebildet sind.

    [0010] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung besteht da­rin, daß zwei übereinander und über der Aufnahmvorrich­tung vorgesehene Rechen quer zur Vliesrichtung gegen­einander verschiebbar sind. Durch diese Anordnung ist in einfachster Form eine Regelung der Öffnungsbreite in die Aufnahmevorrichtung möglich, was zwangsläufig zu einer Regelung der Aufnahmemenge führt.

    [0011] Zur Kontrolle der vorgegebenen Vlieshöhe wird erfin­dungsgemäß eine Einrichtung vorgeschlagen, bei der ein von einer Lichtquelle ausgesandter Lichtstrahl das Spä­nevlies über dessen Breite quer zur Fortschrittsrich­tung trifft, daß eine Videokamera diesen Lichtstrich aufnimmt und diese Information an einen Rechner weiter­gibt, indem Steuerinformationen für die Aufnahmevor­richtung abgeleitet werden, daß die über einer Plat­tenlänge entsprechende Vlieslänge aufgenommenen Licht­striche über die Breite des Vlieses im Rechner gespei­ chert und anschließend die Plattenoberfläche in einem den Höhenschichten zugeordneten Farbraster auf einem Monitor dargestellt werden. In Ausgestaltung dieses Er­findungsgedankens, insbesondere bei vorgesehener, sich ändernder Vliesoberfläche wird vorgeschlagen, daß nicht ein, sondern mehrere Lichtstriche über die gesamte Vliesbreite ausgesandt werden. Hierdurch wird erreicht, daß bei feststehender Videokamera auch Vlieshöhenände­rungen von derselben Kamera aufgenommen werden können.

    [0012] In der nachfolgenden Beschreibung wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. l eine Gesamtansicht des Erfindungsgegenstandes mit Kontrolleinrichtung

    Fig. 2 die erfindungsgemäße Rechenaufteilvorrichtungen

    Fig. 3 eine erfindungsgemäße Ausgestaltung einer Auf­nahmevorrichtung und

    Fig. 4 verschiebbare Abdeckungen vor den Öffnungen der Aufnahmevorrichtung



    [0013] Gleiche Gegenstände werden in den einzelnen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.

    [0014] In Fig. l wird aus einem nicht dargestellten Spänevor­rat über eine Rechenartige Aufteilvorrichtung l zu streuendes Schüttgut 2 für die Herstellung von Span­platten, Waverboard und OSB-Platten über eine Verteil­schurre 3 den in einem Gehäuse 4 befindlichen Rechen­paaren 5, 6, 7 zugeführt. Die Rechenpaare bestehen aus jeweils über die Vliesbreite sich erstreckenden, mit Abständen zueinander angeordneten Stäben gleicher Länge, die bevorzugt mit je einem Ende an Querstäben 8 befestigt sind. Die Querstäbe 8 erstrecken sich eben­ falls über die gesamte Breite des Gehäuses 4, welches der Vliesbreite angepaßt ist.

    [0015] Die in Fig. l angegebene Anzahl und die Neigung der Rechen stellt lediglich ein Ausführungsbeispiel dar. Es können entsprechend dem zu vergleichmäßigenden Gut auch mehrere Kaskaden untereinander vorgesehen werden. Hier­bei bildet das Rechenpaar 5 die erste Kaskade, während die Rechenpaare 6 und 7 die zweite Kaskade bilden. Er­findungsgemäß wird die Neigung der Rechenpaare zuein­ander über die Querstäbe 8 von außerhalb des Gehäuses 4 eingeleitet.

    [0016] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. l sind zwei Streuwal­zen 9 unterhalb der letzten Kaskade angeordnet. Diese dienen dazu, das gleichmäßig verteilte Gut in seiner Fallrichtung zu ändern und zu bremsen und/oder eine leichte Separierung des Spangutes zu erreichen, wenn eine Spanplatte oder eine OSB-Platte aus mehreren Span­schichten hergestellt wird und die vorliegende Einrich­tung, beispielsweise für die Herstellung der Mittel­schicht verwendet wird.

    [0017] Im Falle der Herstellung einer Spanplatte aus mehreren Schichten können derartige Auflösevorrichtungen, wie sie in Fig. l beschrieben sind, hintereinander angeord­net sein, wobei das erste und dritte Gehäuse, bei­spielsweise bei der Herstellung von Dreischichtplatten, keine Streuwalzen 9 besitzt, während das zweite Gehäuse an seinem Austritt l0 Streuwalzen 9 besitzt.

    [0018] In Fig. l ist auch an einem Rechen des Rechenpaares 7 eine Aufnahmevorrichtung ll vorgesehen, durch die zu­viel gestreutes Gut aufgenommen wird. Die Funktion die­ser Aufnahmevorrichtung wird im Zusammenhang mit Fig. 2 näher erläutert. Die Anordnung der Aufnahmevorrichtung gemäß Fig. l vor dem in Richtung des sich auf einer Un­ terlage aufbauenden Vlieses am weitesten stromabliegen­den Rechens stellt nur ein Ausführungsbeispiel dar. Die Aufnahmevorrichtung ll kann genauso hinter dem in Rich­tung des sich auf einer Unterlage aufbauenden Vlieses (Vliesrichtung) am weitesten stromaufliegenden Rechen, in diesem Fall dem linken Rechen des Rechenpaares 8, befinden.

    [0019] Unter dem sich über die gesamte Streubreite erstrecken­den Gehäuse 4 ist eine Vliesaufnahmevorrichtung l2 dar­gestellt. Dabei kann die Vliesaufnahmevorrichtung l2 aus einem über die Breite des Spänevlieses sich er­streckenden Förderband handeln oder um sich überlap­pende flexible oder starre Unterlagen oder einer Kom­bination derartiger Vliesträger. Die Vliesaufnahmevor­richtung l2 bewegt sich in Richtung eines Pfeiles l3, so daß am linken Ende des Gehäuses 4 die endgültige Vlieshöhe l4 für das unter diesem Gehäuse entstandene Vlies erreicht ist.

    [0020] Ein Lichtstrahl l5, der ebenfalls über die gesamte Breite des Vlieses l6 auf die Vliesoberfläche proji­ziert wird, erzeugt in einer Videokamera l7 ein Bild über die Vlieshöhe l4. Dieses so erzeugte Bild wird einem Rechner l8 zugeführt. Stimmt die über die Vlies­breite aufgenommene Vlieshöhe l4 mit einer vorgegebenen Vlieshöhe überein, wird kein Steuerbefehl l9 an einen Verstellmechanismus 20 (vgl. Fig. 3) in der Aufnahme­vorrichtung ll weitergegeben. Durch einen an den Rech­ner l8 angeschlossenen ersten Monitor 2l wird der Ver­lauf der Vlieshöhe über die Breite eines gestreuten Vlieses dargestellt und auf einem zweiten Monitor 22 werden hieraus die Höhenschichten in einem Raster über die Länge einer fertigen Spanplatte abgebildet.

    [0021] Wird anstelle eines Lichtstrahls l5 erfindungsgemäß eine Vielzahl von Lichtstrahlen l5 von einer festste­ henden Lichtquelle 23 ausgesandt bzw. auf die Vlies­oberfläche projiziert, so können bei feststehender Vi­deokamera l7 Vliesoberflächen aufgenommen werden, die sich in ihrer Höhe wesentlich voneinander unterschei­den, ohne daß dadurch die Streugenauigkeit vermindert wird.

    [0022] Das in das Gehäuse 4 gemäß Fig. 2 über eine rechenar­tige Aufteilvorrichtung l einfallende Schüttgut 2 wird über die Verteilschurre 3 aufgeteilt. Hierbei werden die Fehler des Teils des nicht umgelenkten Schüttguts 2 bis zum Ende der Verteilschurre vorhanden bleiben. Trifft nun ein so mit Fehlern versehener Teilstrom 25 auf das Rechenpaar 5 auf, so wird dieser durch den rechten Rechen des Rechenpaares 5 in einen weiteren Teilstrom 26 und den bisherigen Teilstrom 25 aufgelöst. Der weitere Teilstrom 26 teilt sich am linken Rechen des Rechenpaares 7 noch einmal auf, so daß hierdurch evtl. an der Verteilschurre 3 vorhandene Ungleichför­migkeiten ausgeglichen sind. Der Teilstrom 25, der noch Verteilfehler von der Verteilschurre 3 besitzen könnte, wird in den Bereich der Aufnahmevorrichtung ll, die ebenfalls über die gesamte spätere Vliesbreite sich er­streckt, kommen. Nachdem die Aufnahmevorrichtung mit dem rechten Teil des Rechenpaares 7 im Ausführungs­beispiel gemäß Fig. 2 zusammenarbeitet, erfolgt auch hier eine Aufteilung des Teilstroms 25. Hierdurch ist der über die Verteilschurre 3 ankommende Verteilfehler bereits so gering geworden, daß dieser Fehler als prak­tisch ausgeglichen angesehen werden kann. Wird jedoch eine höhere Genauigkeit verlangt, so ist es jederzeit möglich, in Abhängigkeit der verlangten Genauigkeit noch weitere Kaskadenstufen hinzuzufügen.

    [0023] Entsprechend den Steuerbefehlen l9 werden Öffnungen 27 der Aufnahmevorrichtung entsprechend einem Doppelpfeil 28 mehr oder weniger geöffnet, so daß die zuviel auf­ tretende Menge von dem nicht dargestellten Vorrat ab­gegebenes Schüttgut in die Aufnahmevorrichtung ll ein­fließen kann.

    [0024] In der Aufnahmevorrichtung ll ist eine Verteilschnecke 29 vorgesehen, durch die das einfallende Gut abtrans­portiert werden kann. Anstelle des Rücktransportes des zuviel ausgegebenen Schüttguts in den Vorrat kann wie in Fig. 3 näher dargestellt eine senkrecht zur Bild­ebene hin und her bewegte Fördereinrichtung (99) zum Vergleichmäßigen von zuviel geschüttetem Gut 30 in­nerhalb der Aufnahmevorrichtung dienen. Besitzt die Aufnahmevorrichtung ll in ihrem unteren Teil eine Über­fallkante 3l, so wird hierdurch das zuviel geschüttete Gut 30 austreten und je nach Anordnung der Aufnahmevor­richtung stromab oder stromauf im Bereich der letzten Kaskade als Vliesunterlage oder als Vliesauflage abge­legt.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Streuen eines Spänevlieses, aus einem Vorrat in einer der Vliesbreite entsprechenden Breite auf eine sich unter dem Vorrat hindurchbe­wegende Unterlage (l2) entsprechend einer im Vlies (l6) vorgegebenen Vlieshöhenverteilung (l4) quer zur Vliesrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß nach einem Auftrennen des Spänestroms (l, 2) nach dem Vorrat in und entgegen der Bewegungsrichtung der Unterlage (l2) die aufgetrennten Stromteile kaskadenförmig durch Richtungsänderungen der ein­zelnen Partikel erneut vermischt und über die Streubreite im Vlies (l6) auf einer bestimmten Vlieslänge gleichmäßig abgelegt werden.
     
    2. Vorrichtung zum Streuen eines Spänevlieses (l6) aus einem Vorrat in einer der Vliesbreite entsprechen­den Breite auf eine sich unter dem Vorrat hin­durchbewegten Unterlage (l2) entsprechend einer im Vlies vorgegebenen Vlieshöhenverteilung (l4) quer zur Vliesrichtung mit einer zwischen Vorrat und Vliesablage (l2) angeordneten rechenartigen Auf­teilvorrichtung (l) und einer Verteilschurre (3), dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb hinter der Verteilschurre (3) mindestens ein Paar, sich nicht durchdringender Rechen (5) zueinander geneigt an­geordnet sind, daß stromab hinter und unter jedem Rechen des Rechenpaares (5) ein weiteres zu ein­ander geneigtes, sich nicht durchdringendes Re­chenpaar (6, 7) als nächste Kaskade angeordnet ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich­net, daß im Bereich des Endes der letzten Kaskade hinter oder vor dem in Richtung des sich auf einer Unterlage aufbauenden Vlieses (Vliesrichtung) am weitesten stromauf- oder stromabliegenden Rechen eine, sich über die Streubreite erstreckende, mit verschließbaren Öffnungen versehene, ummantelte Aufnahmevorrichtung (ll) vorgesehen ist.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich­net, daß in der Aufnahmevorrichtung (ll) eine För­dervorrichtung (29) vorgesehen ist.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn­zeichnet, daß unter der letzten Kaskade mindestens eine Streuwalze (9) vorgesehen ist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü­che, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmevor­richtung (ll) mit durch Stegen voneinander ge­trennten, verschließbaren Öffnungen versehen ist und daß diese mit dem mit ihr zusammenwirkenden Rechen gegeneinander quer zur Vliesrichtung ver­schiebbar sind.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich­net, daß die Stege als Rechen ausgebildet sind.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, da­durch gekennzeichnet, daß zwei übereinander und über der Aufnahmevorrichtung (ll) vorgesehene Rechen quer zur Vliesrichtung gegeneinander ver­schiebbar sind.
     
    9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü­che, dadurch gekennzeichnet, daß ein von einer Lichtquelle (23) ausgehender Lichtstrahl (l5) das Spänevlies (l6) über dessen Breite quer zur Fort­schrittsrichtung (l3) trifft, daß eine Videokamera (l7) diesen Lichtstrich aufnimmt und diese Infor­mation an einen Rechner (l8) weitergibt, indem Steuerinformationen (l9) für die Aufnahmevorrich­tung (ll) abgeleitet werden, daß die über einer Plattenlänge entsprechende Vlieslänge aufgenomme­nen Lichtstriche über die Breite des Vlieses im Rechner (l8) gespeichert und anschließend die Plattenoberfläche in Höhenschichten auf einem Monitor (2l bzw. 22) dargestellt wird.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht