[0001] Die Erfindung betrifft eine Gattersägenangel gemäß Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Eine Gattersägenangel dieser Art ist durch die DE-PS 33 12 662 bekannt. Dort ist
der Vorsprung von zwei in Einschubrichtung beabstandeten Köpfen von Schrauben gebildet.
Wird die Abstandslehre nicht sorgfältig genug zugeordnet, in dem beispielsweise der
eine Schraubkopf noch freiliegt, kann es passieren, daß die Abstandslehre um den anderen
Schraubkopf schwenkt und in eine Hanglage tritt. In diesem Falle kommt es nicht zu
der gewünschten optimalen Breitenabstützung der Gattersägenangel. Die Parallelität
der Sägeblätter ist dann gefährdet.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Gattersägenangel mit baulich einfachen
Mitteln zuordnungssicherer auszubilden.
[0004] Gelöst ist diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung.
[0005] Die Unteransprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Gattersägenangel.
[0006] Zufolge solcher Ausgestaltung ist eine im Hinblick auf die Abstandslehren-Zuordnung
gebrauchssicherer Ausgestaltung realisiert. Es kann nicht zu einem der Hanglast folgenden
Umschwenken der querriegelartigen Abstandslehre kommen. Selbst bei nicht vollständig
durchgeführten Einschub behält diese Element seine Querausrichtung bei. Die Mittel
sind einfach und zweckmäßig, indem der Vorsprung mindestens eine in Schubrichtung
verlaufende, eine Drehsicherung bildende Flanke aufweist. Der entsprechend unrunde
Querschnitt des Vorsprunges kann variieren, wenn bloß die Endabschnitte der tragenden
Flankenabschnitte in einem größeren Abstand zueinander liegen als die Breite der
Aufnahme-Längsnut beträgt. Eine vorteilhafte Ausgestaltung erweist sich darin, daß
der Vorsprung als Platte mit zwei in Einschubrichtung verlaufenden, parallelen Flanken
ausgebildet ist. Die parallelen Flanken begünstigen die Gleitführung. Im Grunde genügt
schon ein recht kurzer Vorsprung. Entsprechend braucht keine zu lange Tasche zur Bildung
der Längsnut gefräßt oder geformt zu werden, wenn weiter in der Weise vorgegangen
wird, daß der Vorsprung von einer Stirnseite der Abstandlehre ausgeht und sich nur
über einen Teilbereich der Länge der Abstandslehre erstreckt und daß die Längsnut
der Länge des Vorsprunges angepasst ist. In letzterem Falle ergibt sich so auch eine
definierte Einschubbegrenzung. Eine zentrierend wirkende Einschubhilfe liegt darin,
daß die der Stirnseite abgewandte Rückseite des Vorsprunges in konvexem Bogen verläuft.
Die Rundung lenkt den Vorsprung ein. Auch dieser Abschnitt läßt sich noch für die
tragende Zuordnung nutzen, indem die Rückseite eine Fortführung der hinterschnittenen
Flanken bildet. Endlich bringt die Erfindung noch in Vorschlag, daß die hinterschnittene
Längsnut ein Schwalbenschwanz-Profil besitzt.
[0007] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines zeichnerisch veranschaulichten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in Stirnansicht mehrere Gattersägenangeln mit Gattersägenblättern unter Zwischenschaltung
von Abstandslehren,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung mit beigefassten Zwischenlehren,
Fig. 3 eine Gattersägenangel in perspektivischer Darstellung partiell aufgebrochen
und
Fig. 4 die rechts benachbarte, noch nicht eingeschobene Abstandslehre, ebenfalls in
perspektivischer Wiedergabe, aus Platzgründen teilweise weggebrochen.
[0008] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind nur die oberen Gattersägenangeln wiedergegeben;
die unteren entsprechen den oberen.
[0009] Die an den Enden 1′ eines Gattersägenblattes 1 angreifenden Gattersägenangeln 2 weisen
je einen Angelkasten 3 auf. Letzterer setzt sich in einen vertikalen Schaft 4 fort,
der mit nicht näher dargestellten Spannmitteln zur Festlegung des Gattersägenblattes
1 im Gatterrahmen dient.
[0010] Im Bereich der Sägenblattenden 1′ sind beiderseits höhengleich liegende, quer zur
Blattlänge ausgerichtete Leisten 5 befestigt. Es kann sich um eine Schraub- oder Nietverbindung
handeln. Zweckmäßig wird jedoch auf eine Schraubverbindung zurückgegriffen. Die in
ihrer Länge etwa der Restbreite eines maximal heruntergeschärften Gattersägenblattes
1 entsprechenden Leisten 5 lassen sich bei entsprechender Lochung schrittweise in
Richtung der Sägeblatt-Rückkante versetzen.
[0011] Um die Einstecktiefe des leistenbewehrten Gattersägenblattes zu begrenzen, kann der
Gattersägen-Angelkasten 3 am Ende des vertikalen Sägendurchtrittsspaltes 6 einen Anschlag
7 auf weisen. Gegen diesen tritt dann die in Einschubrichtung x (vergleiche Figur
3) liegende Stirnfläche der einen der paarig angeordneten Leisten 5.
[0012] Während der dem Schaft 4 zugewandte Bereich des Angelkastens 3 eine Breite aufweist,
die etwa der Länge der Leisten 5 entspricht, ist die dem Gattersägenblatt 1 zugewandte
Zone verbreitert. Die Verbreiterung erstreckt sich in Richtung der Sägeblatt-Rückkante.
Sie bildet flügelartige Vorsprünge. Von ihrer Verbreiterungsstufe 8 geht der Vertikal
ausgerichtete Anschlag 7 aus.
[0013] Wie der Zeichnung entnehmbar, bilden die Leisten 5 dem Schnittgut zugewandte Stützflächen
5′. Sie sind hinterschnitten und wirken mit entsprechend abgeschrägten Stützschultern
3′ des Angelkastens 3 zusammen. Auf diese Weise wird einer bei Überlast möglicherweise
auftretenden Abspreiztendenz der den Angelkasten 3 bildenden Seitenwände 9 entgegengewirkt.
Vielmehr tritt eine dieser Seitenwände 9 unter Belastung zusammenziehende Kraftkomponente
auf.
[0014] Zur Festlegung der gewünschten Bohlen- bzw. Brettdicke werden zwischen den einzelnen
Sägeblättern 1 Abstandlehren L angeordnet. Letztere bestehen je aus zwei gleich großen,
lang rechteckigen Kopfplatten 10, die über einen Hohlraum aufweisende oder auch massiv
gestaltete Distanzbolzen 11 verbunden sind. Es ist eine schweißtechnische Verbindung
angewandt. Die Distanzbolzen 11 sitzen in den Endzonen der kongruenten Kopfplatten
10.
[0015] Die Zuordnung der Abstandslehren L erfolgt im Wege der horizontalen Steckzuordnung,
und zwar in Art eines formschlüssigen Eingriffs. Hierzu geht von der einen planen
Breitfläche der Kopfplatte 10 ein Vorsprung V aus. Dieser wird also ebenfalls in Einschubrichtung
dem Angelkasten 3 zugeordnet, und zwar auf der Außenseite desselben, wozu der Angelkasten
eine entsprechende Aufnahme A formt.
[0016] Der Vorsprung V besitzt mindestens eine in Einschubrichtung x verlaufende, eine Drehsicherung
bildende Flanke 12. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist diesbezüglich so vorgegangen,
daß der Vorsprung V als Platte 13 ausgebildet ist, welche zwei in Einschubrichtung
x verlaufende, parallele Flanken 12 formt. Die vorsprungbildende Platte 13 ist, in
Einschubrichtung x gemessen, länger als die in der Vertikalen gemessene Breite der
Platte. Die Längenerstreckung fällt mit der der langrechteckigen Kopfplatte 10 zusammen.
Es ist eine symmetrische Zuordnung gewählt, so daß sowohl oberhalb als auch unterhalb
der Flanken 12 ein gleich großes Stützfeld zur korrespondierenden planen Seitenwand
9 des Angelkastens 3 vorliegt.
[0017] Die Aufnahme A ist als hinterschnittene Längsnut realisiert. Die hinterschnittene
Längsnut bildet eine Art Schwalben schwanz-Profil. Die Nutflanken der Aufnahme A tragen
das Bezugszeichen 14.
[0018] Die Platte 13 respektive der Vorsprung V geht von der der Einschubrichtung abgewandten
Stirnseite 10′ der Abstandlehre L aus; sie erstreckt glich nur über einen Teilbereich
der in dieser Richtung gemessenen Länge der Abstandsleere L. Das Verhältnis liegt
bei etwa eins zu vier. Die Zuordnung wird also unter Durchlaufen eines recht kurzen
Schubweges erreicht. Die Aufnahme A ist in ihrer Länge auf die des Vorsprunges V
abgestimmt.
[0019] Die der besagten Stirnseite 10′ der Abstandslehre L abgewandte Rückseite 13′ des
Vorsprunges V verläuft in konvexem Bogen. Es ist ein kreisbogenförmiger Verlauf gewählt.
Eine entsprechend konkave Ausrundung besitzt das innere Ende der korrespondierenden
Längsnut. Um auch die Rückseite 13′ des Vorsprunges V in eine tragende Hintergriffzone
umzusetzen, bildet die Rückseite 13′ eine Fortführung der hinterschnittenen Flanken
12. Die Aufnahmen-Ausrundung ist mit 14′ bezeichnet.
[0020] Die andere Kopfplatte 10 weist an gleicher Stelle auf der Außenseite eine Aufnahme
A′ auf, die exakt der (A) des Angelkastens 3 entspricht. Sinn und Zweck dieser Ausgestaltung
ist es, auf der Außenfläche der anderen Kopfplatte 10 der Abstandslehre weitere Abstandslehren
A anzuordnen bzw. Zusatzlehren ZL beizuschlagen. Solche Zusatzlehren ZL sind in Fig.
2 wiedergegeben. Sie sind unterschiedlichster Dicke und erlauben eine weitere Variation
der Schnittdicke.
[0021] Der Vorsprung V der Zusatzlehren ZL weist insofern ebenfalls eine in Einschubrichtung
X verlaufende, eine Drehsicherung bildende Flanke 12 bzw. zwei parallele Flanken 12
auf.
[0022] Eine Umkehrung der Mittel ist insofern denkbar, als der Vorsprung am Angelkasten
sitzen kann und die korrespondiere Längsnut, d.h. die Aufnahme A′ der anderen Kopfplatte
der Abstandslehre L genutzt wird.
[0023] Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten neuen Merkmale
sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den Ansprüchen nicht ausdrücklich beansprucht
sind.
1. Gattersägenangel mit mindestens an einer Seitenwand angeordneter Aufnahme für eine
seitwärts vorstehende, sich auf der Seitenwand abstützende Abstandslehre, wobei die
Aufnahme von einer hinterschnittenen Längsnut an der Seitenwand des Angelkastens
gebildet ist, in welche ein an der Abstützfläche der Abstandslehre vorstehender Vorsprung
formschlüssig eingeschoben ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (V) mindestens
eine in Einschubrichtung (x) verlaufende, eine Drehsicherung bildende Flanke (12)
aufweist.
2. Gattersägenangel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (V)
als Platte (13) mit zwei in Einschubrichtung (x) verlaufenden, parallelen Flanken
(12) ausgebildet ist.
3. Gattersägenangel, nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorsprung (V) von einer Stirnseite (10′ ) der Abstandslehre
(L) ausgeht und sich nur über einen Teilbereich der Länge der Abstandslehre (L) erstreckt,
und daß die Längsnut der Länge des Vorsprunges (V) angepasst ist.
4. Gattersägenangel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die der Stirnseite (10′) abgewandte Rückseite (13′) des Vorsprunges
(V) in konvexem Bogen verläuft.
5. Gattersägenangel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rückseite (13′) eine Fortführung der hinterschnittenen Flanken
(12) bildet.
6. Gattersägenangel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die hinterschnittene Längsnut ein Schwalbenschwanz-Profil besitzt.