[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Türschließer mit einstellbarer Schließkraft
sowie einer Schließkraft-Anzeigevorrichtung, die aus einen durch die Schließkraftveränderung
bewegbaren Geber sowie einer damit zusammenwirkenden Anzeige-Einheit besteht. Ein
derartiger Türschließer ist beispielsweise durch die DE-PS 32 24 300 bekannt geworden.
Im Normalfalle wird die Schließkraft des Türschließers bei desssen Inbetriebnahme
abhängig von der Größe bzw. dem Gewicht der zu schließenden Tür eingestellt. Sie bleibt
dann über lange Zeit unverändert. Oft ist ein Nachstellen der Schließkraft über Jahre
hinaus nicht erforderlich. Aus dieser Sicht ist es unwirtschaftlich, den Türschließer
mit einer integrierten Schließkraft-Anzeigevorrichtung auszustatten.
[0002] Die Aufgabe der Erfindung besteht infolgedessen darin, einen Türschließer der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß die Verwendung eines Türschließer-Gehäuses wie
bei einem Türschließer ohne Schließkraft-Anzeigevorrichtung möglich ist, trotzdem
aber die Schließkraft angezeigt werden kann. Wenn hier vom Anzeigen der Schließkraft
bzw. einer "Schließkraft-Anzeigevorrichtung" die Rede ist, so beinhaltet dies selbstverständlich,
daß unter Zuhilfenahme dieser Anzeigevorrichtung die Schließkraft auch eingestellt
werden kann, jedoch erfolgt die Einstellung der Schließkraft in bekannter Weise und
mit den herkömmlichen Mitteln, wobei die momentan vorhandene Schließkraft über die
Schließkraft-Anzeigevorrichtung angezeigt wird und abgelesen werden kann.
[0003] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Türschließer
mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechend
dem kennzeichnenden Teil dieses Anspruchs ausgebildet ist. Nachdem nunmehr die Anzeige-Einheit
der Schließkraft-Anzeigevorrichtung abnehmbar am Gehäuse od. dgl. des Türschließers
angebracht oder gehalten werden kann, laßt sie sich nach dem Einstellen der Schließkraft
leicht abnehmen. Insofern kann man diese Anzeige-Einheit nicht nur für diesen einen
Türschließer, sondern zumindest für jeden anderen Türschließer gleicher Bauart verwenden.
Deshalb tritt also, über die Serie gesehen, auf jeden Fall eine Verringerung der Herstellungskosten
ein. Außerdem kann man auch bestehende Türschließer leicht nachrüsten. Im übrigen
ist eine Abänderung des Türschließer-Gehäuses, wie man es vor der Verwendung einer
Schließkraft-Anzeigevorrichtung verwendet hat, nicht notwendig. Selbstverständlich
muß die Anzeige-Einheit dem Türschließer-Gehäuse in genau vorgegebener Weise zugeordnet
werden, weil sie mit einem, insbesondere im Innern des Türschließers befindlichen
Geber zusammenwirkt und deshalb eine genau festgelegte räumliche Zuordnung der Anzeige-Einheit
zum Geber unerläßlich ist. Vor allen Dingen ist eine Zuordnung des Gebers zu einem
verstellbaren Anzeigeglied des Anzeigegeräts derart erforderlich, daß das Anzeigeglied
beispielsweise die Schließkraft Null anzeigt, wenn keine Schließkraft vorhanden ist.
Die genaue Zuordnung des Anzeigegeräts zum Gehäuse des Türschließers kann man auf
relativ einfache Weise und die verschiedensten Arten erreichen.
[0004] Eine solche Möglichkeit bietet eine Weiterbildung der Erfindung, welche darin besteht,
daß das Anzeigegerät und das Gehäuse des Türschließers über eine Steckverbindung kuppelbar
sind.In diesem Falle kann man eine oder mehrere bereits vorhandene Einsteckaufnahmen
des Gehäuses ausnutzen oder ggf. daran anbringen.
[0005] Beim genannten Ausführungsbeispiel müssen dann die Einsteckelemente dementsprechend
am Anzeigegerät vorgesehen sein.
[0006] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß das
Anzeigegerät wenigstens einen, vorzugsweise aber zwei Einsteckzapfen od. dgl., und
das Türschließergehäuse od. dgl. eine der Zapfenzahl entsprechende Anzahl von Einsteck-Aufnahmen
aufweist. Bei runden Einsteckzapfen sind die Einsteck-Aufnahmen selbstverständlich
Bohrungen. Der Begriff "Türschließergehäuse" umfasst auch den Gehäusedeckel. Sofern
am Türschließergehäuse irgendwelche Zusatzteile, beispielsweise Befestigungseinrichtungen,
fest angebracht sind, so kann man das Anzeigegerät auch daran ansetzen. Wichtig ist
jeweils nur, daß das Anzeigegerät gegenüber dem Geber des Türschließers eine definierte
Lage annimmt.
[0007] Eine andere Variante der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät
mindestens ein Anschlagelement aufweist, welches mit einer Anschlagfläche des Türschließergehäuses
od. dgl. lagefixierend zusammenwirkt. Dieses Anschlagelement oder auch mehrere solche
Anschlagelement können zusätzlich zu den erwähnten Einsteckzapfen od. dgl. vorhanden
sein. Es ist dabei jedoch weniger daran gedacht, an ein und demselben Türschließertyp
wahlweise die Anschlagelemente oder die Einsteckzapfen auszunutzen oder gar beides
zum Ausrichten gegenüber dem Türschließerge häuse heranzuziehen, vielmehr eröffnet
sich hierdurch die Möglichkeit, das Anzeigegerät mit zwei verschiedenen Türschließergehäusen
bzw. Türschließertypen zu verwenden, wobei bei der einen Ausführungsform beispielseweise
die Einsteckzapfen und bei der anderen das oder die Anschlagelemente für das genaue
Ausrichten benutzt werden. Die Anschlagelemente müssen so angebracht sein, daß ein
eindeutiges und sicheres Anlegen des Anzeigegeräts an die vorgesehene Stelle des Türschließergehäuses
möglich und ein falsches Ansetzen ausgeschlossen ist.
[0008] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile des Türschließers mit seiner Schließkraft-Anzeigevorrichtung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.
[0009] Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung. Hierbei stellen dar:
Fig. 1 perspektivisch die Draufsicht auf ein Anzeigegerät und einen abgebrochen dargestellten
Türschließer einer ersten Bauform,
Fig. 2 dasselbe Anzeigegerät, jedoch an einem Türschließer anderer Bauart montiert,
ebenfalls in perspektivischer Darstellung,
Fig. 3 wiederum perspektivisch, in Anlehnung an Fig. 1 eine erweiterte Ausbildung
des Anzeigegeräts,
Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie IV - IV der Fig. 1 durch den Türschließer.
[0010] Der Türschließer 1 gemäß Fign. 1 und 4 ist ein sogenannter Boden-Türschließer, während
es sich beim Türschließer 2 der Fig. 2 um einen sogenannten Obentürschließer handelt.
Selbst bei der abgebrochenen Darstellung der beiden Türschließertypen ist leicht
zu sehen, daß das Gehäuse 3 des Türschließers 1 formlich vom Gehäuse 4 des Türschließers
2 abweicht. Außerdem ist das Gehäuse 3 des Türschließers 1 in bekannter Weise in einen
sogenannten Bodenkasten oder Betonkasten 5 eingesetzt. Trotzdem wird auch bei dieser
Ausführungsform die als Anzeigegerät 6 ausgebildete Anzeigeeinheit nicht am Betonkasten
5, sondern am Gehäuse 3, genau gesagt am Gehäusedeckel 7, angesetzt. Es handelt sich
jeweils um dasselbe Anzeigegerät 6, jedoch wird es, wie ein Vergleich der Fign. 1
und 2 zeigt, in zwei um 180° gewendeten Stellungen benutzt.
[0011] Die beiden Türschließer sind im wesentlichen von bekannter Bauart. So besitzt beispielsweise
der Boden-Türschließer 1 eine Türschließerwelle 8, welche über den Deckel 7 nach oben
vorsteht und drehfest mit der zu schließenden Tür, genau gesagt dem unteren Türende,
verbunden wird. Die Schließkraft resultiert aus einer Rückstell- oder Schließfeder
9, welche beim Ausführungsbeispiel eine Verbindungsstange 10 zum nicht gezeigten Hydraulikkolben
konzentrisch umgibt. Ihr schließwellenseitiges Ende stützt sich gemäß Fig. 4 an einem
Federteller 11 ab, der Teil eines Verstellmechanismus 12 für die Schließkraft ist.
Aufgrund der im Sinne des Doppelpfeils 13 verschiebbaren aber undrehbaren Lagerung
des Federtellers und seiner Verbindung über ein Gewinde 14 mit einem rohrförmigen
Ansatz eines Schneckenrads 15, bewirkt ein Drehen der letzteren ein Verschieben des
Federtellers 11 und damit abhängig von der Drehrichtung ein Spannen oder Entspannen
der Schließfeder 9. Auf diese Weise kann die Schließkraft dieses Türschließers den
Erfordernissen entsprechend eingestellt werden. Das Schneckenrad 11 arbeitet mit einer
in Fig. 4 nicht sichtbaren Schnecke zusammen, deren Achse durch das Gehäuse hindurch
nach außen geführt sein kann. In Fig. 2 ist eine entsprechende Drehachse 16 zum Einstellen
der Schließkraft zu sehen, die zum Ansetzen eines Einstellwerkzeugs mit einem Innensechskant
17 ausgestattet ist. Letzterer ist nur beispielsweise zu verstehen. Ausserdem kann
statt einer Aufnahme auch ein Zapfen zum Ansetzen eines mit einer passenden Aufnahme
ausgestatteten aufsteckbaren Schlüssels od. dgl. vorgesehen sein. Vorteilhafter ist
jedoch der in Fig. 2 zu sehende bündige Abschluß des Verstellmechanismus 12 mit dem
Gehäuse bzw. der seitlichen Gehäusestirnfläche. Aus dem vorstehenden wird deutlich,
daß jeder Schließkraft eine bestimmte Verschiebestellung des Federtellers 11 oder
ein bestimmter seitlicher Abstand von der geometrischen Achse 18 der Schließwelle
8 zugeordnet ist. Als Referenz kann man auch jede andere feste Fläche od.dgl. des
Türschließergehäuses 3 bzw. 4, beispielsweise die erwähnte Gehäusestirnfläche 19 des
Türschließers 2 (Fig. 2), wählen. An Stelle einer Fläche oder mehrerer Flächen kommen
auch noch spezielle Aufnahmen am Gehäuse 3 bzw. 4 infrage, sofern das Anzeigegerät
6 mit dem Gehäuse in nachstehend noch erläuterter Weise steckbar verbunden ist.
[0012] Wenn man also von außen die Lage eines verstellbaren Teils des Verstellmechanismus
12, insbesondere die Lage des Federtellers 11 in Bezug auf beispielsweise eine feste
Fläche des Gehäuses 3 bzw. 4 erfassen kann, so läßt sich bei Verwendung eines entsprechend
ausgebildeten Anzeigegeräts 6 in Verbindung mit einem Geber des Verstellmechanismus
die Schließkraft leicht zur Anzeige bringen. Mit Hilfe dieser Anzeige kann dann selbstverständlich
die Einstellung der Schließkraft vorgenommen werden.
[0013] Beim Ausführungsbeispiel (Fig. 4) ist am Federteller 11 als Geber ein Permanentmagnet
20 angebracht, dessen Lage man berührungslos durch das Gehäuse 3, 4 bzw. den Deckel
7 hindurch exakt erfassen kann. Voraussetzung ist dabei allerdings, daß sich im Bereich
dieses Magneten 20 keine ferromagnetischen Teile befinden. Infolgedessen bestehen
sowohl der Deckel 7 bzw. in Fig. 2 das Gehäuse 2 - zumindest im Bereich des Anzeigegeräts
6 - als auch das nachstehend noch näher erläuterte Anzeigegerät 6 bzw. dessen plattenförmiger
Grundkörper 21 aus nicht magnetisierbarem Material. Für das Gehäuse und den Deckel
kann man beispielsweise Aluminium und dgl. Leichtmetall verwenden, während für das
Anzeigegerät z.B. Kunststoff gut brauchbar ist.
[0014] Aus Fig. 2 ersieht man, daß das Anzeigegerät 6 bei diesem Ausführungsbeispiel mit
zwei im Abstand voneinander angebrachten Einsteckzapfen 22 und 23 ausgestattet ist.
Sie werden allerdings beim dort gezeigten Türschließertyp 2 nicht benutzt. Man erkennt
aber aus dieser Figur, daß sie senkrecht über die Plattenfläche 24 des Grundkörpers
21 vorstehen, Wenn diese Plattenfläche 24 gemäß Fig. 2 beispielsweise auf dem Deckel
7 des Türschließers 1 aufliegt, so greift jeder Einsteckzapfen in eine nicht dargestellte
Einsteckaufnahme des betreffenden Türschließergehäuses ein.Damit ist die Lage des
Anzeigegeräts 6 gegenüber dem Türschließer, und insbesondere gegenüber dem darüber
befindlichen Geber 20, genau festgelegt. Infolgedessen kann man das Anzeigegerät
jederzeit abnehmen und im Bedarfsfalle wieder ansetzen, ohne daß es zu Abweichungen
beim Ablesen der Schließkraft kommt. Dies ermöglicht, das Anzeigegerät 6 nicht nur
mit diesem einen Türschließer, sondern zumindest mit allen Türschließern dieser Art
zu verwenden. Darüberhinaus bietet aber das Anzeigegerät nach den Fign. 1 bis 4 die
Möglichkeit, auch noch an andersartige Türschließer, oder genauer gesagt, an Türschließer
mit anders geformtem Gehäuse ebenso präzise und wiederholbar genau anzusetzen.
[0015] Dies ist durch die Anbringung wenigstens eines Anschlagelements am Anzeigegerät möglich.
Beim Ausführungsbeispiel sind drei derartige Anschlagelemente 25, 26 und 27 vorgesehen.
Jedes arbeitet mit einer vorbestimmten Anschlagfläche des Türschließers 1, 2 bzw.
seines Gehäuses 3, 4 derart zusammen, daß bei korrekt an seiner Gehäusefläche od.
dgl. anliegendem Anschlagelement das Anzeigegerät 6 die gewünschte und für die Anzeige
der Schließkraft richtige Zuordnung zum Geber oder Magneten 20 vorliegt. Aus Fig.
1 ersieht man, daß bei Benutzung der Einsteckzapfen 22, 23 die Anschlagelemente 25,
26 und 27 unbenutzt bleiben d. h. bei einem Bodentürschließer nach oben vorstehen.
[0016] Die drei Anschlagelemente 25, 26, 27 sind dem Randbereich des Grundkörpers 21 zugeordnet.
Die Anschlagelemente 25 und 26 verlaufen parallel zueinander, während das Anschlagelement
27 gegenüber beiden um jeweils 90° versetzt ist. Dabei entspricht dann der lichte
Abstand der beiden parallelen Anschlagelemente 25 und 26 etwa der Breite des Türschließergehäuses
an der für das Ansetzen des Anzeigegeräts 6 vorgesehenen Stelle. Auf diese Weise
ist die Lage des Anzeigegeräts 6 in Querrichtung festgelegt. In Längsrichtung erreicht
man die genaue Lagefixierung des Anzeigegeräts 6 gegenüber dem Gehäuse 2 mit Hilfe
des dritten Anschlagelements 27, welches an die stirnseitige Endfläche 19 des Gehäuses
2 angelegt wird. Wenn beispielsweise das Anschlagelement 27 nicht vorgesehen ist,
so kann man das genaue Ansetzen des Anzei gegeräts 6 in Längsrichtung 29 dadurch
erreichen, dass man beispielsweise die Stirnkante 30 des plattenförmigen Grundkörpers
21 gegenüber einer nicht gezeigten Marke der zugeordneten Gehäusefläche ausrichtet.
Des weiteren ist leicht einzusehen, daß auch eines der beiden Anschlagelemente 25
und 26 entfallen kann und trotzdem ein genaues Ausrichten des Anzeigegeräts 6 gegenüber
dem Gehäuse 3, 4 möglich ist. In diesem Falle muß allerdings eine entsprechende Anweisung
an den Benutzer des Anzeigegeräts gegeben werden. Dies gilt auch beim Fehlen des Anschlagelements
27. Eine solche Anweisung kann beispielsweise auch in Form von zwei quer zueinander
stehenden Markierungen am Gehäuse gegeben werden, die mit entsprechenden Kanten des
Grundkörpers 21 zusammenwirken und die ein Zusammenwirken beim falschen Ansetzen nicht
ermöglichen.
[0017] Die Anschlagelemente sind im wesentlichen von leistenförmiger Gestalt. Sie können
aber nach dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung noch in besonderer Weise gestaltet
sein. Beispielsweise ist an jedem der beiden Anschlagelemente 25 und 26 oben eine
nach innen weisende Anschlagleiste 31 bzw. 32 angebracht. Des weiteren haben die Anschlagelemente
25 und 26 durch beispielsweise angeformte Verbreiterungen 32 und 34 an ihren beiden
Enden einen winkelförmigen Querschnitt, wobei diese Verbreiterungen den einen Winkelschenkel
bilden. Ihre freie Oberfläche ist gegenüber der Plattenfläche 35 nach innen hin leicht
abfallend. Dies ist zweckmäßig, wenn die zugeordnete Fläche des Türschließergehäuses
4 (Fig. 2) dementsprechend geformt ist. Es kann aber auch dann von Nutzen sein, wenn
man bei einer anders geformten Türschließer-Gehäusefläche, beispielsweise bei einer
ebenen Fläche, das Anzeigegerät 6 aus bestimmten Gründen nicht unmittelbar darauf
abstützen möchte.
[0018] Das Anzeigegerät 6 ist mit einem Anzeigeglied 36 ausgestattet. Dieses wirkt mit einer
Anzeige-Skala 37 zusammen. Beim Ausführungsbeispiel sind es beispielsweise fünf Marken
38, denen jeweils eine Zahl zugeordnet ist. Statt dessen kann man auch eine Skala
mit entsprechenden Werten der abzulesenden Schließkraft vorsehen. Eine universellere
Verwendung bietet das Anzeigegerät allerdings mit einer neutralen Anzeigeskala 37.
Letztere ist langgestreckt, weil auch der Permanentmagnet 20, oder allgemein gesprochen,
der bewegbare Geber beim Verändern der Schließkraft eine geradlinige Bewegung durchführt.
Vorzugsweise stimmen die Marken 38 mit der entsprechenden DIN-Norm überein. Außerdem
sind die Schließmomente festgelegt, die bei einem Schließwinkel von 2° und 90° mindestens
vorhanden sein müssen.
[0019] Beim Anzeigeglied 36 handelt es sich in bevorzugter Weise um ein durchsichtiges Röhrchen
39, in welchem sich beispielsweise eine magnetisierte Kugel 40 befindet. Diese wird
vom Magneten 20 angezogen und auf diese Weise in der Position gehalten, welche der
momentanen Stellung des Federtellers 11 und damit auch der momentanen Schließkraft
entspricht. Wenn gemäß Figur 2 die Schließkraft beispielsweise dem Skalenwert 3 entspricht,
so kann man über eine zugehörige Tabelle die tatsächliche Schließkraft ent nehmen,
oder umgekehrt, die Schließkraft verändern, indem man beispielsweise die Drehachse
16 (Fig. 2) so lange dreht, bis die Kugel 40 oder ein anderes Anzeigelement dem gewünschten
Skalenwert, beispielsweise dem Wert "2" zugeordnet ist.
[0020] Das Anzeigeelement 40 muß nicht unbedingt eine Kugel sein, vielmehr kommen beispielsweise
auch magnetisierte Teilchen infrage, die in einer im Röhrchen 39 befindlichen Flüssigkeit
schwimmen können. Sie ballen sich dann an der Stelle zusammen, die dem Magneten 20
zugeordnet ist. In sehr vorteilhafter Weise kann man ein solches Anzeigegerät, insbesondere
mit Kugel, auch als Wasserwage zum Ausrichten des Türschließergehäuses 3, 4 benutzen.
[0021] Anstelle eines Magneten 20 kann selbstverständlich auch ein anderer geeigneter Geber
verwendet werden, beispielsweise ein elektrischer Signalgeber, den man mit einer
Dauerbatterie ausstattet. In diesem Falle muß das Anzeigegerät als hierzu passende
elektrische Anzeigeeinrichtung ausgebildet sein.
[0022] Das Anzeigeglied 36 befindet sich in einem Durchbruch des rahmen- oder plattenförmigen
Grundkörpers 21. Das hat den entscheidenden Vorteil, daß sein Anzeigeelement 40 von
beiden Plattenseiten her sichtbar ist. Um auch von beiden Seiten her die Ablesung
bzw. Einstellung der Schließkraft vornehmen zu können, ist auch an derPlattenfläche
35 eine Anzeigeskala 42 angebracht. Die Skalen 37 und 42 müssen nicht notwendigerweise
übereinstimmen. Außerdem ist der Abstand der Skalenstriche oder -marken von der Federcharakteristik
abhängig.
[0023] Wie bereits ausgeführt, wird die Schließkraft in der Regel mittels eines Verstellwerkzeugs
auf den vorgesehenen Wert geändert. Infolgedessen braucht man zum Einstellen der Schließkraft
nicht nur eine Schließkraft-Anzeigevorrichtung 6, sondern auch ein entsprechendes
Verstellwerkzeug. Damit man immer beides zur Hand hat, sieht eine besonders bevorzugte
Ausgestaltung der Erfindung vor, daß das Anzeigegerät 6 gleichzeitig ein solches Verstellwerkzeug
bildet. Zu diesem Zwecke ist es mit einer Mehrkantaufnahme 43, beispielsweise einem
Vierkant- oder Sechskantdurchbruch versehen, so daß es auf einen Zapfen entsprechenden
Querschnitts des Schließkraft-Verstellmechanismus 12 aufgesteckt werden kann. Gegebenenfalls
kann man beide über ein loses Zwischenglied verbinden, falls der Verstellmechanismus
lediglich einen Innensechskant 17 oder eine Aufnahme mit anderem Mehrkantquerschnitt
aufweist und auch am Anzeigegerät 6 nur eine Mehrkantaufnahme vorgesehen ist. Statt
letzterer kann man allerdings am Anzeigegerät 6 unmittelbar auch einen Vierkant- oder
Sechskantzapfen anbringen bzw. anformen.
[0024] Eine andere oder zusätzliche Variante der Erfindung besteht darin, daß man gemäß
Fig. 3 der Zeichnung das Anzeigegerät 6 auch als Halter für wenigstens ein vorzugsweise
aber zwei verschiedene Verstellwerkzeuge 44, 45 ausnutzt. Zu diesem Zwecke kann man
das Anschlagelement 27 als Klemmhalterung für eines dieser Verstellwerkzeuge ausbilden
und, sofern dieses einen Mehrkant-Einsteckzapfen 46 aufweist, kann man diesen bei
gleichem Querschnitt in die Mehrkantaufnahme 43 einstecken. Für das andere Verstellwerkzeug
44 bildet man zweckmäßigerweise die beiden Verbreiterungen 33 und 34 des Anschlagelements
26 zu Klemmhalterungen aus.
[0025] In bestimmten Anwendungsfällen, beispielsweise bei Feuerschutztüren, muß die Schließkraft
der Schloßfalle auf die Schließkraft des Türschließers genau abgestimmt sein. Infofern
muß man vor dem Einstellen der Schließkraft des Türschließers auch die Schließkraft
der Schloßfalle überprüfen. Deshalb ist es von besonderem Vorteil, wenn in nicht näher
dargestellter Weise das Anzeigegerät 6 mit einem Meßgerät für die Schloßfallen-Schließkraft
versehen oder verbunden ist.
1. Türschließer mit einer einstellbaren Schließkraft sowie einer Schließkraft-Anzeigevorrichtung
(6), die aus einem durch die Schließkraftveränderung bewegbaren Geber (20) sowie einer
damit zusammenwirkenden Anzeige-Einheit besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anzeige-Einheit als abnehmbares, dem Gehäuse (3, 4) od. dgl. des Türschließers (1,
2) in vorgegebener Lage zuordenbares Anzeigegerät (6) ausgebildet ist.
2. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anzeigegerät (6) und das Gehäuse (3, 4) des Türschließers (1, 2) über eine
Steckverbindung kuppelbar sind.
3. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anzeigegerät (6) wenigstens einen, vorzugsweise aber zwei Einsteckzapfen
(22, 23) od. dgl. und das Türschließergehäuse (3, 4) od. dgl. eine der Zapfenzahl
entsprechende Anzahl von Einsteck-Aufnahmen aufweist.
4. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät (6) mindestens ein Anschlagelement
(25, 26, 27) aufweist, welches mit einer Anschlaglfläche (19) des Türschließergehäuses
(2, 4) od. dgl.lagefixierend zusammenwirkt.
5. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anzeigegerät (6) einen platten- oder rahmenförmigen Grundkörper (21) und
wenigstens zwei, dem Randbereich zugeordnete, quer zur Grundkörperebene vorstehende
Anschlagelemente (25, 26, 27) aufweist.
6. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet
durch drei Anschlagelemente (25, 26, 27), von denen zwei etwa parallel zueinander
und das dritte (27) etwa senkrecht dazu verlaufen.
7. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand der beiden etwa parallelen Anschlagelemente (25, 26) ungefähr der
Breite des Türschließergehäuses (3, 4) in Meßbereich entspricht.
8. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtug nach wenigstens einem der Ansprüche
5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden etwa parallelen Anschlagelemente (25,
26) wenigstens teilweise einen winkelförmigen Querschnitt aufweisen, wobei der zum
Grundkörper parallele Winkelschenkel (33, 34) gegen sein freies Ende hin geneigt verläuft.
9. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der
oder die Einsteckzapfen (22, 23) od.dgl. in entgegengesetzte Richtung weisen, wie
die Anschlagelemente (25, 26, 27).
10. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät (6) ein mit mindestens einer
Skala (37) zusammenwirkendes lineares Anzeigeglied (36) aufweist.
11. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anzeigeglied (36) ein durchsichtiges Röhrchen (39) mit einem magnetisierten
Anzeigeelement (40) und der Geber das Türschließers ein Magnet ist.
12. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anzeigeelement eine magnetisierte Kugel (40), magnetisierte Teilchen in einer
Flüssigkeit od. dgl. ferromagnetisches Element ist.
13. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Geber (20) als elektrischer Signalgeber, insbesondere als Potentiometer und
das Anzeigeglied (36) als elektrische Anzeigeeinrichtung ausgebildet sind.
14. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche
10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigeglied (36) in einem Durchbruch (41)
des Grundkörpers (21) befestigt ist und sich auf beiden Seiten (24, 35) des Grundkörpers
(21) am Durchbruch (41) je eine Anzeigeskala (37, 42) befindet.
15. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche
5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der Anschlagelemente (25, 26,
27) zugleich als Halterung für ein Verstellwerkzeug (44, 45) für die Schließkraft,
insbesondere als Klemmhalterung ausgebildet ist.
16. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät (6) gleichzeitig ein Verstellwerkzeug
für den Schließkraft-Verstellmechanismus (12) des Türschließers (1, 2) bildet, insbesondere
mindestens eine Mehrkantaufnahme (43) für einen Mehrkantdorn des Verstellmechanismus
(12) oder wenigstens einen Mehrkantdorn für eine Mehrkantaufnahme des Verstellmecha
nismus (12) aufweist.
17. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche mit einer Schließfeder (9), deren dem Schließkraft-Verstellmechanismus (12)
zugeordnetes Ende an einem in Längsrichtung der Schließfeder verstellbaren Federteller
(11) od. dgl. des Verstellmechanismus (12) abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Federteller (11) od. dgl. mit einem Magneten (20), insbesondere Permanentmagneten,
oder einem elektrischen Signalgeber versehen ist.
18. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät (6) mit einem Meßgerät für
die Schloßfallen-Schließkraft versehen ist.