(19)
(11) EP 0 292 743 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.11.1988  Patentblatt  1988/48

(21) Anmeldenummer: 88107117.9

(22) Anmeldetag:  04.05.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E05F 3/22
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB

(30) Priorität: 23.05.1987 DE 8707409 U

(71) Anmelder: Gretsch Unitas GmbH Baubeschläge
D-71254 Ditzingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Schröder, Gerhard
    D-7533 Tiefenbronn (DE)
  • Mauckner, Dieter
    D-7250 Leonberg (DE)

(74) Vertreter: Schmid, Berthold, Dipl.-Ing. 
Kohler Schmid + Partner Patentanwälte Ruppmannstrasse 27
D-70565 Stuttgart
D-70565 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Türschliesser mit einer Schliesskraft-Anzeigevorrichtung


    (57) Die Schließkraft eines Türschließers (1, 2) ist bei modernen Aus­führungen einstellbar, damit man sie an die jeweiligen Gegeben­heiten, insbesondere die Größe bzw. das Gewicht der zu schließen­den Tür, anpassen kann. Eine Einstellung der Schließkraft setzt aber deren Messung voraus, Bei der Veränderung der Schließkraft wird normalerweise eine Schließfeder (9) (Schraubendruckfeder) mehr oder weniger stark gespannt. Man erreicht dies mit Hilfe ei­nes Verstellmechanismus (12), zu dem ein Federteller (11) gehören kann, an welchem das eine Ende der Schließfeder (9) angepresst ist. In bevorzugter Weise bringt man nun einen Geber (20), insbe­sondere Permanentmagneten, an diesem Federteller (11) an. Seine Lage gegenüber einem Fixpunkt oder einer festen Fläche des Tür­schließergehäuses (3, 4) ändert sich mit einer Veränderung der Federkraft und damit auch der Schließkraft des Türschließers (1, 2). Diese Lage des Gebers (20) kann man von außen berührungslos erfassen, und zwar mit Hilfe eines erfindungsgemäß abnehmbaren und deshalb mit verschiedenen Türschließern zumindest gleicher Bauart verwendbaren Anzeigegeräts (6). Der Geber (20) wirkt dabei auf das Anzeigeelement (40) eines Anzeigeglieds (36) dieses An­zeigegeräts (6) ein und seine jeweilige Lage bezüglich einer An­zeigeskala (37, 38) od. dgl. bildet einen unmittelbar oder mit­telbar nutzbaren Anzeigewert für die momentane Schließkraft.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Türschließer mit einstellba­rer Schließkraft sowie einer Schließkraft-Anzeigevorrichtung, die aus einen durch die Schließkraftveränderung bewegbaren Geber so­wie einer damit zusammenwirkenden Anzeige-Einheit besteht. Ein derartiger Türschließer ist beispielsweise durch die DE-PS 32 24 300 bekannt geworden. Im Normalfalle wird die Schließkraft des Türschließers bei desssen Inbetriebnahme abhängig von der Größe bzw. dem Gewicht der zu schließenden Tür eingestellt. Sie bleibt dann über lange Zeit unverändert. Oft ist ein Nachstellen der Schließkraft über Jahre hinaus nicht erforderlich. Aus dieser Sicht ist es unwirtschaftlich, den Türschließer mit einer integrierten Schließkraft-Anzeigevorrichtung auszustatten.

    [0002] Die Aufgabe der Erfindung besteht infolgedessen darin, einen Tür­schließer der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die Ver­wendung eines Türschließer-Gehäuses wie bei einem Türschließer ohne Schließkraft-Anzeigevorrichtung möglich ist, trotzdem aber die Schließkraft angezeigt werden kann. Wenn hier vom Anzeigen der Schließkraft bzw. einer "Schließkraft-Anzeigevorrichtung" die Rede ist, so beinhaltet dies selbstverständlich, daß unter Zuhil­fenahme dieser Anzeigevorrichtung die Schließkraft auch einge­stellt werden kann, jedoch erfolgt die Einstellung der Schließ­kraft in bekannter Weise und mit den herkömmlichen Mitteln, wobei die momentan vorhandene Schließkraft über die Schließkraft-Anzei­gevorrichtung angezeigt wird und abgelesen werden kann.

    [0003] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechend dem kennzeichnenden Teil dieses Anspruchs ausgebildet ist. Nachdem nunmehr die Anzeige-­Einheit der Schließkraft-Anzeigevorrichtung abnehmbar am Gehäuse od. dgl. des Türschließers angebracht oder gehalten werden kann, laßt sie sich nach dem Einstellen der Schließkraft leicht abneh­men. Insofern kann man diese Anzeige-Einheit nicht nur für diesen einen Türschließer, sondern zumindest für jeden anderen Tür­schließer gleicher Bauart verwenden. Deshalb tritt also, über die Serie gesehen, auf jeden Fall eine Verringerung der Herstellungs­kosten ein. Außerdem kann man auch bestehende Türschließer leicht nachrüsten. Im übrigen ist eine Abänderung des Türschließer-Ge­häuses, wie man es vor der Verwendung einer Schließkraft-Anzeige­vorrichtung verwendet hat, nicht notwendig. Selbstverständlich muß die Anzeige-Einheit dem Türschließer-Gehäuse in genau vorge­gebener Weise zugeordnet werden, weil sie mit einem, insbesondere im Innern des Türschließers befindlichen Geber zusammenwirkt und deshalb eine genau festgelegte räumliche Zuordnung der Anzeige-­Einheit zum Geber unerläßlich ist. Vor allen Dingen ist eine Zu­ordnung des Gebers zu einem verstellbaren Anzeigeglied des Anzei­gegeräts derart erforderlich, daß das Anzeigeglied beispielsweise die Schließkraft Null anzeigt, wenn keine Schließkraft vorhanden ist. Die genaue Zuordnung des Anzeigegeräts zum Gehäuse des Tür­schließers kann man auf relativ einfache Weise und die verschie­densten Arten erreichen.

    [0004] Eine solche Möglichkeit bietet eine Weiterbildung der Erfindung, welche darin besteht, daß das Anzeigegerät und das Gehäuse des Türschließers über eine Steckverbindung kuppelbar sind.In diesem Falle kann man eine oder mehrere bereits vorhandene Einsteckauf­nahmen des Gehäuses ausnutzen oder ggf. daran anbringen.

    [0005] Beim genannten Ausführungsbeispiel müssen dann die Einsteckelemente dementsprechend am Anzeigegerät vorgesehen sein.

    [0006] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß das Anzeigegerät wenigstens einen, vorzugsweise aber zwei Einsteckzapfen od. dgl., und das Türschließergehäuse od. dgl. eine der Zapfenzahl entsprechende Anzahl von Einsteck-Auf­nahmen aufweist. Bei runden Einsteckzapfen sind die Einsteck-Auf­nahmen selbstverständlich Bohrungen. Der Begriff "Türschließerge­häuse" umfasst auch den Gehäusedeckel. Sofern am Türschließerge­häuse irgendwelche Zusatzteile, beispielsweise Befestigungsein­richtungen, fest angebracht sind, so kann man das Anzeigegerät auch daran ansetzen. Wichtig ist jeweils nur, daß das Anzeigege­rät gegenüber dem Geber des Türschließers eine definierte Lage annimmt.

    [0007] Eine andere Variante der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät mindestens ein Anschlagelement aufweist, welches mit einer Anschlagfläche des Türschließergehäuses od. dgl. lagefixierend zusammenwirkt. Dieses Anschlagelement oder auch mehrere solche Anschlagelement können zusätzlich zu den er­wähnten Einsteckzapfen od. dgl. vorhanden sein. Es ist dabei je­doch weniger daran gedacht, an ein und demselben Türschließertyp wahlweise die Anschlagelemente oder die Einsteckzapfen auszunut­zen oder gar beides zum Ausrichten gegenüber dem Türschließerge­ häuse heranzuziehen, vielmehr eröffnet sich hierdurch die Mög­lichkeit, das Anzeigegerät mit zwei verschiedenen Türschließerge­häusen bzw. Türschließertypen zu verwenden, wobei bei der einen Ausführungsform beispielseweise die Einsteckzapfen und bei der anderen das oder die Anschlagelemente für das genaue Ausrichten benutzt werden. Die Anschlagelemente müssen so angebracht sein, daß ein eindeutiges und sicheres Anlegen des Anzeigegeräts an die vorgesehene Stelle des Türschließergehäuses möglich und ein fal­sches Ansetzen ausgeschlossen ist.

    [0008] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile des Tür­schließers mit seiner Schließkraft-Anzeigevorrichtung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbei­spiels.

    [0009] Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung. Hierbei stellen dar:

    Fig. 1 perspektivisch die Draufsicht auf ein Anzeigegerät und einen abgebrochen dar­gestellten Türschließer einer ersten Bauform,

    Fig. 2 dasselbe Anzeigegerät, jedoch an einem Türschließer anderer Bauart montiert, ebenfalls in perspektivischer Darstellung,

    Fig. 3 wiederum perspektivisch, in Anlehnung an Fig. 1 eine erweiterte Ausbildung des Anzeigegeräts,

    Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie IV - IV der Fig. 1 durch den Türschließer.



    [0010] Der Türschließer 1 gemäß Fign. 1 und 4 ist ein sogenannter Boden-­Türschließer, während es sich beim Türschließer 2 der Fig. 2 um einen sogenannten Obentürschließer handelt. Selbst bei der abge­brochenen Darstellung der beiden Türschließertypen ist leicht zu sehen, daß das Gehäuse 3 des Türschließers 1 formlich vom Gehäuse 4 des Türschließers 2 abweicht. Außerdem ist das Gehäuse 3 des Türschließers 1 in bekannter Weise in einen sogenannten Bodenka­sten oder Betonkasten 5 eingesetzt. Trotzdem wird auch bei dieser Ausführungsform die als Anzeigegerät 6 ausgebildete Anzeigeein­heit nicht am Betonkasten 5, sondern am Gehäuse 3, genau gesagt am Gehäusedeckel 7, angesetzt. Es handelt sich jeweils um dassel­be Anzeigegerät 6, jedoch wird es, wie ein Vergleich der Fign. 1 und 2 zeigt, in zwei um 180° gewendeten Stellungen benutzt.

    [0011] Die beiden Türschließer sind im wesentlichen von bekannter Bau­art. So besitzt beispielsweise der Boden-Türschließer 1 eine Türschließerwelle 8, welche über den Deckel 7 nach oben vorsteht und drehfest mit der zu schließenden Tür, genau gesagt dem unteren Türende, verbunden wird. Die Schließkraft resultiert aus einer Rückstell- oder Schließfeder 9, welche beim Ausführungsbeispiel eine Verbindungsstange 10 zum nicht gezeigten Hydraulikkolben konzentrisch umgibt. Ihr schließwellenseitiges Ende stützt sich gemäß Fig. 4 an einem Federteller 11 ab, der Teil eines Verstell­mechanismus 12 für die Schließkraft ist. Aufgrund der im Sinne des Doppelpfeils 13 verschiebbaren aber undrehbaren Lagerung des Federtellers und seiner Verbindung über ein Gewinde 14 mit einem rohrförmigen Ansatz eines Schneckenrads 15, bewirkt ein Drehen der letzteren ein Verschieben des Federtellers 11 und damit ab­hängig von der Drehrichtung ein Spannen oder Entspannen der Schließfeder 9. Auf diese Weise kann die Schließkraft dieses Tür­schließers den Erfordernissen entsprechend eingestellt werden. Das Schneckenrad 11 arbeitet mit einer in Fig. 4 nicht sichtbaren Schnecke zusammen, deren Achse durch das Gehäuse hindurch nach außen geführt sein kann. In Fig. 2 ist eine entsprechende Dreh­achse 16 zum Einstellen der Schließkraft zu sehen, die zum Anset­zen eines Einstellwerkzeugs mit einem Innensechskant 17 ausge­stattet ist. Letzterer ist nur beispielsweise zu verstehen. Aus­serdem kann statt einer Aufnahme auch ein Zapfen zum Ansetzen ei­nes mit einer passenden Aufnahme ausgestatteten aufsteckbaren Schlüssels od. dgl. vorgesehen sein. Vorteilhafter ist jedoch der in Fig. 2 zu sehende bündige Abschluß des Verstellmechanismus 12 mit dem Gehäuse bzw. der seitlichen Gehäusestirnfläche. Aus dem vorstehenden wird deutlich, daß jeder Schließkraft eine bestimmte Verschiebestellung des Federtellers 11 oder ein bestimmter seit­licher Abstand von der geometrischen Achse 18 der Schließwelle 8 zugeordnet ist. Als Referenz kann man auch jede andere feste Flä­che od.dgl. des Türschließergehäuses 3 bzw. 4, beispielsweise die erwähnte Gehäusestirnfläche 19 des Türschließers 2 (Fig. 2), wäh­len. An Stelle einer Fläche oder mehrerer Flächen kommen auch noch spezielle Aufnahmen am Gehäuse 3 bzw. 4 infrage, sofern das Anzeigegerät 6 mit dem Gehäuse in nachstehend noch erläuterter Weise steckbar verbunden ist.

    [0012] Wenn man also von außen die Lage eines verstellbaren Teils des Verstellmechanismus 12, insbesondere die Lage des Federtellers 11 in Bezug auf beispielsweise eine feste Fläche des Gehäuses 3 bzw. 4 erfassen kann, so läßt sich bei Verwendung eines entsprechend ausgebildeten Anzeigegeräts 6 in Verbindung mit einem Geber des Verstellmechanismus die Schließkraft leicht zur Anzeige bringen. Mit Hilfe dieser Anzeige kann dann selbstverständlich die Ein­stellung der Schließkraft vorgenommen werden.

    [0013] Beim Ausführungsbeispiel (Fig. 4) ist am Federteller 11 als Geber ein Permanentmagnet 20 angebracht, dessen Lage man berührungslos durch das Gehäuse 3, 4 bzw. den Deckel 7 hindurch exakt erfassen kann. Voraussetzung ist dabei allerdings, daß sich im Bereich dieses Magneten 20 keine ferromagnetischen Teile befinden. Infol­gedessen bestehen sowohl der Deckel 7 bzw. in Fig. 2 das Gehäuse 2 - zumindest im Bereich des Anzeigegeräts 6 - als auch das nach­stehend noch näher erläuterte Anzeigegerät 6 bzw. dessen platten­förmiger Grundkörper 21 aus nicht magnetisierbarem Material. Für das Gehäuse und den Deckel kann man beispielsweise Aluminium und dgl. Leichtmetall verwenden, während für das Anzeigegerät z.B. Kunststoff gut brauchbar ist.

    [0014] Aus Fig. 2 ersieht man, daß das Anzeigegerät 6 bei diesem Ausfüh­rungsbeispiel mit zwei im Abstand voneinander angebrachten Ein­steckzapfen 22 und 23 ausgestattet ist. Sie werden allerdings beim dort gezeigten Türschließertyp 2 nicht benutzt. Man erkennt aber aus dieser Figur, daß sie senkrecht über die Plattenfläche 24 des Grundkörpers 21 vorstehen, Wenn diese Plattenfläche 24 ge­mäß Fig. 2 beispielsweise auf dem Deckel 7 des Türschließers 1 aufliegt, so greift jeder Einsteckzapfen in eine nicht darge­stellte Einsteckaufnahme des betreffenden Türschließergehäuses ein.Damit ist die Lage des Anzeigegeräts 6 gegenüber dem Tür­schließer, und insbesondere gegenüber dem darüber befindlichen Geber 20, genau festgelegt. Infolgedessen kann man das Anzeigege­rät jederzeit abnehmen und im Bedarfsfalle wieder ansetzen, ohne daß es zu Abweichungen beim Ablesen der Schließkraft kommt. Dies ermöglicht, das Anzeigegerät 6 nicht nur mit diesem einen Tür­schließer, sondern zumindest mit allen Türschließern dieser Art zu verwenden. Darüberhinaus bietet aber das Anzeigegerät nach den Fign. 1 bis 4 die Möglichkeit, auch noch an andersartige Tür­schließer, oder genauer gesagt, an Türschließer mit anders ge­formtem Gehäuse ebenso präzise und wiederholbar genau anzuset­zen.

    [0015] Dies ist durch die Anbringung wenigstens eines Anschlagelements am Anzeigegerät möglich. Beim Ausführungsbeispiel sind drei der­artige Anschlagelemente 25, 26 und 27 vorgesehen. Jedes arbeitet mit einer vorbestimmten Anschlagfläche des Türschließers 1, 2 bzw. seines Gehäuses 3, 4 derart zusammen, daß bei korrekt an seiner Gehäusefläche od. dgl. anliegendem Anschlagelement das An­zeigegerät 6 die gewünschte und für die Anzeige der Schließkraft richtige Zuordnung zum Geber oder Magneten 20 vorliegt. Aus Fig. 1 ersieht man, daß bei Benutzung der Einsteckzapfen 22, 23 die Anschlagelemente 25, 26 und 27 unbenutzt bleiben d. h. bei einem Bodentürschließer nach oben vorstehen.

    [0016] Die drei Anschlagelemente 25, 26, 27 sind dem Randbereich des Grundkörpers 21 zugeordnet. Die Anschlagelemente 25 und 26 ver­laufen parallel zueinander, während das Anschlagelement 27 gegen­über beiden um jeweils 90° versetzt ist. Dabei entspricht dann der lichte Abstand der beiden parallelen Anschlagelemente 25 und 26 etwa der Breite des Türschließergehäuses an der für das Anset­zen des Anzeigegeräts 6 vorgesehenen Stelle. Auf diese Weise ist die Lage des Anzeigegeräts 6 in Querrichtung festgelegt. In Längsrichtung erreicht man die genaue Lagefixierung des Anzeige­geräts 6 gegenüber dem Gehäuse 2 mit Hilfe des dritten Anschlag­elements 27, welches an die stirnseitige Endfläche 19 des Gehäu­ses 2 angelegt wird. Wenn beispielsweise das Anschlagelement 27 nicht vorgesehen ist, so kann man das genaue Ansetzen des Anzei­ gegeräts 6 in Längsrichtung 29 dadurch erreichen, dass man bei­spielsweise die Stirnkante 30 des plattenförmigen Grundkörpers 21 gegenüber einer nicht gezeigten Marke der zugeordneten Gehäuse­fläche ausrichtet. Des weiteren ist leicht einzusehen, daß auch eines der beiden Anschlagelemente 25 und 26 entfallen kann und trotzdem ein genaues Ausrichten des Anzeigegeräts 6 gegenüber dem Gehäuse 3, 4 möglich ist. In diesem Falle muß allerdings eine entsprechende Anweisung an den Benutzer des Anzeigegeräts gegeben werden. Dies gilt auch beim Fehlen des Anschlagelements 27. Eine solche Anweisung kann beispielsweise auch in Form von zwei quer zueinander stehenden Markierungen am Gehäuse gegeben werden, die mit entsprechenden Kanten des Grundkörpers 21 zusammenwirken und die ein Zusammenwirken beim falschen Ansetzen nicht ermöglichen.

    [0017] Die Anschlagelemente sind im wesentlichen von leistenförmiger Ge­stalt. Sie können aber nach dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung noch in besonderer Weise gestaltet sein. Beispielsweise ist an jedem der beiden Anschlagelemente 25 und 26 oben eine nach innen weisende Anschlagleiste 31 bzw. 32 angebracht. Des weiteren haben die Anschlagelemente 25 und 26 durch beispielsweise angeformte Verbreiterungen 32 und 34 an ihren beiden Enden einen winkelför­migen Querschnitt, wobei diese Verbreiterungen den einen Winkel­schenkel bilden. Ihre freie Oberfläche ist gegenüber der Platten­fläche 35 nach innen hin leicht abfallend. Dies ist zweckmäßig, wenn die zugeordnete Fläche des Türschließergehäuses 4 (Fig. 2) dementsprechend geformt ist. Es kann aber auch dann von Nutzen sein, wenn man bei einer anders geformten Türschließer-Gehäuse­fläche, beispielsweise bei einer ebenen Fläche, das Anzeigegerät 6 aus bestimmten Gründen nicht unmittelbar darauf abstützen möchte.

    [0018] Das Anzeigegerät 6 ist mit einem Anzeigeglied 36 ausgestattet. Dieses wirkt mit einer Anzeige-Skala 37 zusammen. Beim Ausfüh­rungsbeispiel sind es beispielsweise fünf Marken 38, denen je­weils eine Zahl zugeordnet ist. Statt dessen kann man auch eine Skala mit entsprechenden Werten der abzulesenden Schließkraft vorsehen. Eine universellere Verwendung bietet das Anzeigegerät allerdings mit einer neutralen Anzeigeskala 37. Letztere ist lang­gestreckt, weil auch der Permanentmagnet 20, oder allgemein ge­sprochen, der bewegbare Geber beim Verändern der Schließkraft eine geradlinige Bewegung durchführt. Vorzugsweise stimmen die Marken 38 mit der entsprechenden DIN-Norm überein. Außerdem sind die Schließmomente festgelegt, die bei einem Schließwinkel von 2° und 90° mindestens vorhanden sein müssen.

    [0019] Beim Anzeigeglied 36 handelt es sich in bevorzugter Weise um ein durchsichtiges Röhrchen 39, in welchem sich beispielsweise eine magnetisierte Kugel 40 befindet. Diese wird vom Magneten 20 ange­zogen und auf diese Weise in der Position gehalten, welche der momentanen Stellung des Federtellers 11 und damit auch der momen­tanen Schließkraft entspricht. Wenn gemäß Figur 2 die Schließ­kraft beispielsweise dem Skalenwert 3 entspricht, so kann man über eine zugehörige Tabelle die tatsächliche Schließkraft ent­ nehmen, oder umgekehrt, die Schließkraft verändern, indem man beispielsweise die Drehachse 16 (Fig. 2) so lange dreht, bis die Kugel 40 oder ein anderes Anzeigelement dem gewünschten Skalen­wert, beispielsweise dem Wert "2" zugeordnet ist.

    [0020] Das Anzeigeelement 40 muß nicht unbedingt eine Kugel sein, viel­mehr kommen beispielsweise auch magnetisierte Teilchen infrage, die in einer im Röhrchen 39 befindlichen Flüssigkeit schwimmen können. Sie ballen sich dann an der Stelle zusammen, die dem Mag­neten 20 zugeordnet ist. In sehr vorteilhafter Weise kann man ein solches Anzeigegerät, insbesondere mit Kugel, auch als Wasserwage zum Ausrichten des Türschließergehäuses 3, 4 benutzen.

    [0021] Anstelle eines Magneten 20 kann selbstverständlich auch ein ande­rer geeigneter Geber verwendet werden, beispielsweise ein elek­trischer Signalgeber, den man mit einer Dauerbatterie ausstattet. In diesem Falle muß das Anzeigegerät als hierzu passende elektri­sche Anzeigeeinrichtung ausgebildet sein.

    [0022] Das Anzeigeglied 36 befindet sich in einem Durchbruch des rahmen- oder plattenförmigen Grundkörpers 21. Das hat den entscheidenden Vorteil, daß sein Anzeigeelement 40 von beiden Plattenseiten her sichtbar ist. Um auch von beiden Seiten her die Ablesung bzw. Einstellung der Schließkraft vornehmen zu können, ist auch an der­Plattenfläche 35 eine Anzeigeskala 42 angebracht. Die Skalen 37 und 42 müssen nicht notwendigerweise übereinstimmen. Außerdem ist der Abstand der Skalenstriche oder -marken von der Federcharakte­ristik abhängig.

    [0023] Wie bereits ausgeführt, wird die Schließkraft in der Regel mit­tels eines Verstellwerkzeugs auf den vorgesehenen Wert geändert. Infolgedessen braucht man zum Einstellen der Schließkraft nicht nur eine Schließkraft-Anzeigevorrichtung 6, sondern auch ein ent­sprechendes Verstellwerkzeug. Damit man immer beides zur Hand hat, sieht eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung vor, daß das Anzeigegerät 6 gleichzeitig ein solches Verstell­werkzeug bildet. Zu diesem Zwecke ist es mit einer Mehrkantauf­nahme 43, beispielsweise einem Vierkant- oder Sechskantdurchbruch versehen, so daß es auf einen Zapfen entsprechenden Querschnitts des Schließkraft-Verstellmechanismus 12 aufgesteckt werden kann. Gegebenenfalls kann man beide über ein loses Zwischenglied ver­binden, falls der Verstellmechanismus lediglich einen Innensechs­kant 17 oder eine Aufnahme mit anderem Mehrkantquerschnitt auf­weist und auch am Anzeigegerät 6 nur eine Mehrkantaufnahme vorge­sehen ist. Statt letzterer kann man allerdings am Anzeigegerät 6 unmittelbar auch einen Vierkant- oder Sechskantzapfen anbringen bzw. anformen.

    [0024] Eine andere oder zusätzliche Variante der Erfindung besteht da­rin, daß man gemäß Fig. 3 der Zeichnung das Anzeigegerät 6 auch als Halter für wenigstens ein vorzugsweise aber zwei verschiedene Verstellwerkzeuge 44, 45 ausnutzt. Zu diesem Zwecke kann man das Anschlagelement 27 als Klemmhalterung für eines dieser Verstell­werkzeuge ausbilden und, sofern dieses einen Mehrkant-Einsteck­zapfen 46 aufweist, kann man diesen bei gleichem Querschnitt in die Mehrkantaufnahme 43 einstecken. Für das andere Verstellwerk­zeug 44 bildet man zweckmäßigerweise die beiden Verbreiterungen 33 und 34 des Anschlagelements 26 zu Klemmhalterungen aus.

    [0025] In bestimmten Anwendungsfällen, beispielsweise bei Feuerschutztü­ren, muß die Schließkraft der Schloßfalle auf die Schließkraft des Türschließers genau abgestimmt sein. Infofern muß man vor dem Einstellen der Schließkraft des Türschließers auch die Schließ­kraft der Schloßfalle überprüfen. Deshalb ist es von besonderem Vorteil, wenn in nicht näher dargestellter Weise das Anzeigegerät 6 mit einem Meßgerät für die Schloßfallen-Schließkraft versehen oder verbunden ist.


    Ansprüche

    1. Türschließer mit einer einstellbaren Schließkraft sowie ei­ner Schließkraft-Anzeigevorrichtung (6), die aus einem durch die Schließkraftveränderung bewegbaren Geber (20) sowie einer damit zusammenwirkenden Anzeige-Einheit besteht, dadurch gekennzeich­net, daß die Anzeige-Einheit als abnehmbares, dem Gehäuse (3, 4) od. dgl. des Türschließers (1, 2) in vorgegebener Lage zuorden­bares Anzeigegerät (6) ausgebildet ist.
     
    2. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach An­spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät (6) und das Gehäuse (3, 4) des Türschließers (1, 2) über eine Steckver­bindung kuppelbar sind.
     
    3. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach An­spruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät (6) wenig­stens einen, vorzugsweise aber zwei Einsteckzapfen (22, 23) od. dgl. und das Türschließergehäuse (3, 4) od. dgl. eine der Zap­fenzahl entsprechende Anzahl von Einsteck-Aufnahmen aufweist.
     
    4. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenig­stens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät (6) mindestens ein Anschlagelement (25, 26, 27) aufweist, welches mit einer Anschlaglfläche (19) des Tür­schließergehäuses (2, 4) od. dgl.lagefixierend zusammenwirkt.
     
    5. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät (6) ei­nen platten- oder rahmenförmigen Grundkörper (21) und wenigstens zwei, dem Randbereich zugeordnete, quer zur Grundkörperebene vor­stehende Anschlagelemente (25, 26, 27) aufweist.
     
    6. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach An­spruch 5, gekennzeichnet durch drei Anschlagelemente (25, 26, 27), von denen zwei etwa parallel zueinander und das dritte (27) etwa senkrecht dazu verlaufen.
     
    7. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach An­spruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der beiden etwa parallelen Anschlagelemente (25, 26) ungefähr der Breite des Tür­schließergehäuses (3, 4) in Meßbereich entspricht.
     
    8. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtug nach wenig­stens einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden etwa parallelen Anschlagelemente (25, 26) wenigstens teilweise einen winkelförmigen Querschnitt aufweisen, wobei der zum Grundkörper parallele Winkelschenkel (33, 34) gegen sein freies Ende hin geneigt verläuft.
     
    9. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Einsteckzapfen (22, 23) od.dgl. in entgegengesetzte Richtung weisen, wie die Anschlagelemente (25, 26, 27).
     
    10. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenig­stens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät (6) ein mit mindestens einer Skala (37) zu­sammenwirkendes lineares Anzeigeglied (36) aufweist.
     
    11. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach An­spruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigeglied (36) ein durchsichtiges Röhrchen (39) mit einem magnetisierten Anzeigeele­ment (40) und der Geber das Türschließers ein Magnet ist.
     
    12. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach An­spruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigeelement eine magnetisierte Kugel (40), magnetisierte Teilchen in einer Flüs­sigkeit od. dgl. ferromagnetisches Element ist.
     
    13. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach An­spruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Geber (20) als elek­trischer Signalgeber, insbesondere als Potentiometer und das Anzeigeglied (36) als elektrische Anzeigeeinrichtung ausgebildet sind.
     
    14. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenig­stens einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigeglied (36) in einem Durchbruch (41) des Grundkörpers (21) befestigt ist und sich auf beiden Seiten (24, 35) des Grund­körpers (21) am Durchbruch (41) je eine Anzeigeskala (37, 42) be­findet.
     
    15. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenig­stens einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der Anschlagelemente (25, 26, 27) zugleich als Halterung für ein Verstellwerkzeug (44, 45) für die Schließkraft, insbesondere als Klemmhalterung ausgebildet ist.
     
    16. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenig­stens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät (6) gleichzeitig ein Verstellwerkzeug für den Schließkraft-Verstellmechanismus (12) des Türschließers (1, 2) bildet, insbesondere mindestens eine Mehrkantaufnahme (43) für einen Mehrkantdorn des Verstellmechanismus (12) oder wenigstens einen Mehrkantdorn für eine Mehrkantaufnahme des Verstellmecha­ nismus (12) aufweist.
     
    17. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenig­stens einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer Schließfeder (9), deren dem Schließkraft-Verstellmechanismus (12) zugeordnetes Ende an einem in Längsrichtung der Schließfeder verstellbaren Fe­derteller (11) od. dgl. des Verstellmechanismus (12) abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Federteller (11) od. dgl. mit einem Magneten (20), insbesondere Permanentmagneten, oder ei­nem elektrischen Signalgeber versehen ist.
     
    18. Türschließer mit Schließkraft-Anzeigevorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät (6) mit einem Meßgerät für die Schloßfallen-Schließkraft versehen ist.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht