[0001] Die Erfindung betrifft einen konischen Stapelkasten mit Vor- und Rücksprüngen in
nichtsymmetrischer Anordnung am Kasten zur Übereinanderstapelung im Vollzustand (Vollstapellage)
und Ineinanderstapelung im Leerzustand (Leerstapellage) nach 180° Horizontaldrehung
des Kastens, wobei die Vor- und Rücksprünge an allen Kastenwänden vorgesehen und als
nach außen weisende, über die gesamte Kastenhöhe angeordnete, zum Kasteninneren hin
offene Rippen ausgebildet sind.
[0002] Es gibt eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten für Stapelkästen, die im gefüllten
Zustand von einem Ort zu einem anderen transportiert, dort entleert, und im leeren
Zustand zum Füllort zurückgebracht werden müssen. Hier seien beispielsweise Behälter
für lebende Pflanzen und dgl. genannt. Die Pflanzen werden in Treibhäusern in die
Stapelkästen eingesetzt, dann auf Beförderungsmittel verladen, wobei die Kästen übereinander
gestapelt sind, ohne das im darunter liegenden Kasten befindliche Gut, wie z.B. die
lebenden Pflanzen, zu zerstören. Auf dem Rücktransport der leeren Kästen ist eine
solche Stapelung unwirtschaftlich, deshalb sind die Kästen so ausgerüstet, daß sie
ineinander gestapelt werden können und so weniger Stauraum einnehmen.
[0003] Eine bekannte Lösung besteht darin, den Stapelkasten asymmetrisch an den Stirnseiten
mit einem Vorsprung bzw. einem nach außen ragenden Rücksprung auszurüsten, derart,
daß in der einen Lage alle Kästen ineinander passen, d.h. die Vorsprünge der einen
Seite korrespondieren direkt mit den Vorsprüngen des nächsten Kastens und sofort.
Werden nun derartige Kästen in wechselnder Folge in der Horizontalebene um 180° gedreht
aufeinander gestapelt, so trifft der eine Rücksprung im beispielsweise oberen Kasten
auf den Vorsprung im unteren Kasten, so daß ein Ineinandersinken der beiden deckellosen
Kästen unmöglich ist. Diese Lösung hat sich aber in der Praxis als verbesserungswürdig
herausgestellt, da durch die lediglich zweiseitige Aufnahme der gefüllten Kästen
das von den unteren Kästen tragbare Gewicht begrenzt ist, so daß nur eine gewisse
Stapelhöhe erreicht werden kann.
[0004] Eine bessere Lösung liegt darin, konische Stapelkästen zu verwenden, die Vor- bzw.
Rücksprünge an allen Kastenwänden aufweisen, welche als nach außen weisende, über
die gesamte Kastenhöhe angeordnete, zum Kasteninneren hin offene Rippen ausgebildet
sind (G 86 27 458 des Anmelders). Diese nicht symmetrisch am Umfang der Kästen angebrachten
Rippen ermöglichen eine homogenere Kraftverteilung in den Kästen und damit höhere
Druckbeanspruchung.
[0005] In der Praxis hat sich aber gezeigt, daß auch die Belastbarkeit solcher konischer
Stapelkästen begrenzt ist. Ab einer gewissen Stapelhöhe kann der Druck auf die unteren
Kästen derart zunehmen, daß die Gefahr besteht, daß sich die Wandflächen dieser Kästen
zu verformen beginnen und die gesamte Stapelung instabil wird.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist deshalb die Schaffung einer Lösung, mit der derartige
Stapelkästen einer höheren Druckbeanspruchung ausgesetzt werden können, wobei geringe
Wandstärken der Kastenwände möglichst beibehalten werden können.
[0007] Bei einem Stapelkasten der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die offenen Rippen mindestens bereichsweise mit wandverstärkten
Bereichen versehen sind.
[0008] Diese wandverstärkten Bereiche der am Umfang verteilten Rippen ermöglichen eine hohe
Druckbeanspruchung der einzelnen Rippe und damit des gesamten Stapelkastens, so daß
eine hohe Stapelhöhe erreichbar ist. Außerdem ist eine Verringerung der notwendigen
Rippenanzahl und der Wandstärken der zwischen den Rippen gelegenen Flächen des Kastens
möglich.
[0009] In Ausgestaltungen sieht die Erfindung vor, daß die Rippen an dem der Stapelkastenöffnung
zugewandten Teil der Außenflächen bzw. an dem dem Stapelkastenboden zugewandten Teil
der Innenflächen mit wandverstärkten Bereichen versehen sind.
[0010] In besonders vorteilhafter Weise sieht die Erfindung vor, daß die Rippen an dem der
Stapelkastenöffnung zugewandten Teil der Außenflächen und an dem dem Stapelkastenboden
zugewandten Teil der Innenflächen mit wandverstärkten Bereichen versehen sind. Dadurch
ist gewährleistet, daß beim Ineinanderstapeln im Leerzustand die Zwischenräume zwischen
den gestapelten Kästen ausreichend gering bleiben.
[0011] In weiterer Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß der untere Rand des äußeren
Verstärkungsbereiches querschnittlich etwa dem oberen Rand des inneren Verstärkungsbereiches
gegenüberliegt, derart, daß die Rippen über ihre gesamte Höhe mit Wandverstärkungen
ausgerüstet sind. Diese vollständige Wandverstärkung der Rippenflächen führt zu einer
besonders hohen Stabilität und Druckbelastbarkeit der Stapelkästen.
[0012] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert,
diese zeigt in
Fig. 1 mit wandverstärkten Bereichen versehene Rippen in der Leerstapellage,
Fig. 2 die gleichen Kästen in der Vollstapellage in gleicher Darstellungsart, wie
in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie I-I in Fig. 1 und in
Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie II-II in Fig. 2.
[0013] In den Figuren sind zwei Stapelkästen 1 und 1′ dargestellt, wobei der obere Stapelkasten
das Bezugszeichen 1′ trägt, während der untere Stapelkasten mit 1 bezeichnet ist.
[0014] In den Figuren 1 und 2 sind die Stapelkästen in Leer- bzw. Vollstapellage dargestellt.
Jeder Stapelkasten weist zwei Längsseiten 2 bzw. 2′ und zwei Stirnseiten 3 bzw. 3′
sowie einen Kastenboden 4 bzw. 4′ und eine Kastenöffnung 5 bzw. 5′ auf. Beide Seiten
2 und 3 mit Rippen 6 bzw. 6′ ausgerüstet, die asymmetrisch am Umfang verteilt sind.
Diese Rippen weisen am oberen Teil der Außenflächen äußere wandverstärkte Bereiche
7 bzw. 7′ und am unteren Teil, der in Fig. 1 und 2 zwar nicht, aber in Fig. 3 und
4 dargestellten Innenflächen innere wandverstärkte Bereiche 8 bzw. 8′ auf. Aufgrund
der Asymmetrischen Anordnung der Rippen 6 passen die beiden Stapelkästen 1 und 1′
je nach Lage der Rippen der beiden Kästen zueinander ineinander oder nicht, d.h. es
entsteht eine Leer- oder Vollstapelung.
[0015] In den Fig. 3 und 4 sind zwei Schnitte gemäß der Linien I-I in Fig. 1 und II-II in
Fig. 2 dargestellt. In diesen Figuren ist eine mögliche Ausgestaltung der Erfindung
gezeigt. Die äußeren wandverstärkten Bereiche 7 und die inneren wandverstärkten
Bereiche 8 sind derart gestaltet, daß die Rippen etwa über ihre gesamte Höhe mit Wandverstärkungen
ausgerüstet sind. Bereiche 9 bzw. 9′ können je nach Ausgestaltung der Erfindung nicht
wandverstärkt sein. Diese Ausgestaltung gewährleistet, daß die Kästen auch in der
Leerstapellage ausreichend dicht gepackt werden können, also kein unnötiger Stapelraum
benötigt wird. Durch diese fast vollständige Ausgestaltung der Rippen mit wandverstärkten
Bereichen wird eine sehr hohe Druckbelastbarkeit der Stapelkästen gewährleistet, insbesondere
ist auch bei hohen Stapelhöhen garantiert, daß die Stapelung nicht instabil wird.
[0016] Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung noch in vielfacher
Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So ist insbesondere nicht
festgelegt, über welche Höhe der einzelnen Rippen sich die wandverstärkten Bereiche
erstrecken. Außerdem ist vorstellbar, daß nicht alle Rippen in gleicher Weise mit
wandverstärkten Bereichen versehen sind, und daß die Verstärkungs bereiche als gerippte
Flächen ausgebildet sind, wodurch die Stabilität der Rippen noch vergrößert werden
kann.
1. Konischer Stapelkasten mit Vor- und Rücksprüngen insbesondere in nichtsymmetrischer
Anordnung am Kasten zur Übereinanderstapelung im Vollzustand (Vollstapellage) und
Ineinanderstapelung im Leerzustand (Leerstapellage) nach einer 180° Horizontaldrehung
des Kastens, wobei die Vor- und Rücksprünge in allen Kastenwänden vorgesehen und als
nach außen weisende, über die gesamte Kastenhöhe angeordnete, zum Kasteninneren hin
offene Rippen ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die offenen Rippen (6) mindestens bereichsweise mit wandverstärkten Bereichen
(7,8) versehen sind.
2. Konischer Stapelkasten nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rippen (6) an dem der Stapelkastenöffnung (5) zugewandten Teil der Außenflächen
mit wandverstärkten Bereichen (7) versehen sind.
3. Konischer Stapelkasten nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rippen (6) an dem dem Stapelkastenboden (4) zugewandten Teil der Innenflächen
mit wandverstärkten Bereichen (8) versehen sind.
4. Konischer Stapelkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rippen (6) sowohl an dem der Stapelkastenöffnung (5) zugewandten Teil der
Außenflächen als auch an dem dem Stapelkastenboden (4) zugewandten Teil der Innenflächen
mit wandverstärkten Bereichen (7 und 8) versehen sind.
5. Konischer Stapelkasten nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Rand des äußeren Verstärkungsbereiches (7) querschnittlich etwa dem
oberen Rand des inneren Verstärkungsbereiches (8) gegenüberliegt, derart, daß die
Rippen (6) über ihre gesamte Höhe mit Wandverstärkungen ausgerüstet sind.