(19)
(11) EP 0 292 787 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.11.1988  Patentblatt  1988/48

(21) Anmeldenummer: 88107568.3

(22) Anmeldetag:  11.05.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B65D 21/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 20.05.1987 DE 8707228 U

(71) Anmelder: Koose, Rudolf
D-4600 Dortmund 30 (DE)

(72) Erfinder:
  • Koose, Rudolf
    D-4600 Dortmund 30 (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Meinke, Dabringhaus und Partner 
Postfach 10 46 45
44046 Dortmund
44046 Dortmund (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Wandverstärkter Konischer Stapelkasten


    (57) Mit einem konischen Stapelkasten mit Vor- und Rücksprüngen insbesondere in nichtsymmetrischer Anordnung am Kasten zur Übereinanderstapelung im Vollzustand (Vollstapellage) und Ineinanderstapelung im Leerzustand (Leerstapellage) nach einer 180° Horizontaldrehung des Kastens, wobei die Vor- ­und Rücksprünge in allen Kastenwänden vorgesehen und als nach außen weisende, über die gesamte Kastenhöhe ange­ordnete, zum Kasteninneren hin offene Rippen ausgebildet sind, soll eine Lösung geschaffen werden, mit der derar­tige Stapelkästen einer höheren Druckbeanspruchung ausge­setzt werden können, wobei geringe Wandstärken der Kasten­wände möglichst beibehalten werden können.
    Dies wird dadurch erreicht, daß die offenen Rippen (6) mindestens bereichsweise mit wandverstärkten Bereichen (7,8) versehen sind.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen konischen Stapelkasten mit Vor- und Rücksprüngen in nichtsymmetrischer Anordnung am Kasten zur Übereinanderstapelung im Vollzustand (Vollsta­pellage) und Ineinanderstapelung im Leerzustand (Leersta­pellage) nach 180° Horizontaldrehung des Kastens, wobei die Vor- und Rücksprünge an allen Kastenwänden vorgesehen und als nach außen weisende, über die gesamte Kastenhöhe angeordnete, zum Kasteninneren hin offene Rippen aus­gebildet sind.

    [0002] Es gibt eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten für Stapel­kästen, die im gefüllten Zustand von einem Ort zu einem anderen transportiert, dort entleert, und im leeren Zu­stand zum Füllort zurückgebracht werden müssen. Hier seien beispielsweise Behälter für lebende Pflanzen und dgl. ge­nannt. Die Pflanzen werden in Treibhäusern in die Stapel­kästen eingesetzt, dann auf Beförderungsmittel verladen, wobei die Kästen übereinander gestapelt sind, ohne das im darunter liegenden Kasten befindliche Gut, wie z.B. die lebenden Pflanzen, zu zerstören. Auf dem Rücktransport der leeren Kästen ist eine solche Stapelung unwirtschaftlich, deshalb sind die Kästen so ausgerüstet, daß sie ineinander gestapelt werden können und so weniger Stauraum einnehmen.

    [0003] Eine bekannte Lösung besteht darin, den Stapelkasten asym­metrisch an den Stirnseiten mit einem Vorsprung bzw. einem nach außen ragenden Rücksprung auszurüsten, derart, daß in der einen Lage alle Kästen ineinander passen, d.h. die Vor­sprünge der einen Seite korrespondieren direkt mit den Vor­sprüngen des nächsten Kastens und sofort. Werden nun derar­tige Kästen in wechselnder Folge in der Horizontalebene um 180° gedreht aufeinander gestapelt, so trifft der eine Rücksprung im beispielsweise oberen Kasten auf den Vor­sprung im unteren Kasten, so daß ein Ineinandersinken der beiden deckellosen Kästen unmöglich ist. Diese Lösung hat sich aber in der Praxis als verbesserungswürdig herausge­stellt, da durch die lediglich zweiseitige Aufnahme der gefüllten Kästen das von den unteren Kästen tragbare Ge­wicht begrenzt ist, so daß nur eine gewisse Stapelhöhe er­reicht werden kann.

    [0004] Eine bessere Lösung liegt darin, konische Stapelkästen zu verwenden, die Vor- bzw. Rücksprünge an allen Kastenwänden aufweisen, welche als nach außen weisende, über die gesam­te Kastenhöhe angeordnete, zum Kasteninneren hin offene Rippen ausgebildet sind (G 86 27 458 des Anmelders). Diese nicht symmetrisch am Umfang der Kästen angebrachten Rippen ermöglichen eine homogenere Kraftverteilung in den Kästen und damit höhere Druckbeanspruchung.

    [0005] In der Praxis hat sich aber gezeigt, daß auch die Belast­barkeit solcher konischer Stapelkästen begrenzt ist. Ab einer gewissen Stapelhöhe kann der Druck auf die unteren Kästen derart zunehmen, daß die Gefahr besteht, daß sich die Wandflächen dieser Kästen zu verformen beginnen und die gesamte Stapelung instabil wird.

    [0006] Aufgabe der Erfindung ist deshalb die Schaffung einer Lö­sung, mit der derartige Stapelkästen einer höheren Druckbe­anspruchung ausgesetzt werden können, wobei geringe Wand­stärken der Kastenwände möglichst beibehalten werden kön­nen.

    [0007] Bei einem Stapelkasten der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die offe­nen Rippen mindestens bereichsweise mit wandverstärkten Bereichen versehen sind.

    [0008] Diese wandverstärkten Bereiche der am Umfang verteilten Rippen ermöglichen eine hohe Druckbeanspruchung der einzel­nen Rippe und damit des gesamten Stapelkastens, so daß eine hohe Stapelhöhe erreichbar ist. Außerdem ist eine Verringerung der notwendigen Rippenanzahl und der Wand­stärken der zwischen den Rippen gelegenen Flächen des Kastens möglich.

    [0009] In Ausgestaltungen sieht die Erfindung vor, daß die Rippen an dem der Stapelkastenöffnung zugewandten Teil der Außen­flächen bzw. an dem dem Stapelkastenboden zugewandten Teil der Innenflächen mit wandverstärkten Bereichen versehen sind.

    [0010] In besonders vorteilhafter Weise sieht die Erfindung vor, daß die Rippen an dem der Stapelkastenöffnung zugewandten Teil der Außenflächen und an dem dem Stapelkastenboden zu­gewandten Teil der Innenflächen mit wandverstärkten Berei­chen versehen sind. Dadurch ist gewährleistet, daß beim Ineinanderstapeln im Leerzustand die Zwischenräume zwi­schen den gestapelten Kästen ausreichend gering bleiben.

    [0011] In weiterer Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß der untere Rand des äußeren Verstärkungsbereiches querschnitt­lich etwa dem oberen Rand des inneren Verstärkungsberei­ches gegenüberliegt, derart, daß die Rippen über ihre ge­samte Höhe mit Wandverstärkungen ausgerüstet sind. Diese vollständige Wandverstärkung der Rippenflächen führt zu einer besonders hohen Stabilität und Druckbelastbarkeit der Stapelkästen.

    [0012] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung bei­spielsweise näher erläutert, diese zeigt in

    Fig. 1 mit wandverstärkten Bereichen versehene Rippen in der Leerstapellage,

    Fig. 2 die gleichen Kästen in der Vollstapellage in gleicher Darstellungsart, wie in Fig. 1,

    Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie I-I in Fig. 1 und in

    Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie II-II in Fig. 2.



    [0013] In den Figuren sind zwei Stapelkästen 1 und 1′ darge­stellt, wobei der obere Stapelkasten das Bezugszeichen 1′ trägt, während der untere Stapelkasten mit 1 bezeichnet ist.

    [0014] In den Figuren 1 und 2 sind die Stapelkästen in Leer- bzw. Vollstapellage dargestellt. Jeder Stapelkasten weist zwei Längsseiten 2 bzw. 2′ und zwei Stirnseiten 3 bzw. 3′ sowie einen Kastenboden 4 bzw. 4′ und eine Kastenöffnung 5 bzw. 5′ auf. Beide Seiten 2 und 3 mit Rippen 6 bzw. 6′ aus­gerüstet, die asymmetrisch am Umfang verteilt sind. Diese Rippen weisen am oberen Teil der Außenflächen äußere wand­verstärkte Bereiche 7 bzw. 7′ und am unteren Teil, der in Fig. 1 und 2 zwar nicht, aber in Fig. 3 und 4 dargestell­ten Innenflächen innere wandverstärkte Bereiche 8 bzw. 8′ auf. Aufgrund der Asymmetrischen Anordnung der Rippen 6 passen die beiden Stapelkästen 1 und 1′ je nach Lage der Rippen der beiden Kästen zueinander ineinander oder nicht, d.h. es entsteht eine Leer- oder Vollstapelung.

    [0015] In den Fig. 3 und 4 sind zwei Schnitte gemäß der Linien I-I in Fig. 1 und II-II in Fig. 2 dargestellt. In diesen Figuren ist eine mögliche Ausgestaltung der Erfindung ge­zeigt. Die äußeren wandverstärkten Bereiche 7 und die inne­ren wandverstärkten Bereiche 8 sind derart gestaltet, daß die Rippen etwa über ihre gesamte Höhe mit Wandverstärkun­gen ausgerüstet sind. Bereiche 9 bzw. 9′ können je nach Ausgestaltung der Erfindung nicht wandverstärkt sein. Die­se Ausgestaltung gewährleistet, daß die Kästen auch in der Leerstapellage ausreichend dicht gepackt werden können, also kein unnötiger Stapelraum benötigt wird. Durch diese fast vollständige Ausgestaltung der Rippen mit wandver­stärkten Bereichen wird eine sehr hohe Druckbelastbarkeit der Stapelkästen gewährleistet, insbesondere ist auch bei hohen Stapelhöhen garantiert, daß die Stapelung nicht in­stabil wird.

    [0016] Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel der Er­findung noch in vielfacher Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So ist insbesondere nicht fest­gelegt, über welche Höhe der einzelnen Rippen sich die wandverstärkten Bereiche erstrecken. Außerdem ist vorstell­bar, daß nicht alle Rippen in gleicher Weise mit wandver­stärkten Bereichen versehen sind, und daß die Verstärkungs­ bereiche als gerippte Flächen ausgebildet sind, wodurch die Stabilität der Rippen noch vergrößert werden kann.


    Ansprüche

    1. Konischer Stapelkasten mit Vor- und Rücksprüngen insbeson­dere in nichtsymmetrischer Anordnung am Kasten zur Überein­anderstapelung im Vollzustand (Vollstapellage) und Inein­anderstapelung im Leerzustand (Leerstapellage) nach einer 180° Horizontaldrehung des Kastens, wobei die Vor- und Rücksprünge in allen Kastenwänden vorgesehen und als nach außen weisende, über die gesamte Kastenhöhe angeordnete, zum Kasteninneren hin offene Rippen ausgebildet sind,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die offenen Rippen (6) mindestens bereichsweise mit wandverstärkten Bereichen (7,8) versehen sind.
     
    2. Konischer Stapelkasten nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Rippen (6) an dem der Stapelkastenöffnung (5) zuge­wandten Teil der Außenflächen mit wandverstärkten Berei­chen (7) versehen sind.
     
    3. Konischer Stapelkasten nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Rippen (6) an dem dem Stapelkastenboden (4) zuge­wandten Teil der Innenflächen mit wandverstärkten Berei­chen (8) versehen sind.
     
    4. Konischer Stapelkasten nach einem der vorangehenden An­sprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Rippen (6) sowohl an dem der Stapelkastenöffnung (5) zugewandten Teil der Außenflächen als auch an dem dem Stapelkastenboden (4) zugewandten Teil der Innenflächen mit wandverstärkten Bereichen (7 und 8) versehen sind.
     
    5. Konischer Stapelkasten nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der untere Rand des äußeren Verstärkungsbereiches (7) querschnittlich etwa dem oberen Rand des inneren Verstär­kungsbereiches (8) gegenüberliegt, derart, daß die Rippen (6) über ihre gesamte Höhe mit Wandverstärkungen ausge­rüstet sind.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht